Mit einem neuen Livestream-Rekord bei Rock am Ring hat die Telekom ihre Position als führender Anbieter digitaler Live-Entertainment-Angebote erneut unter Beweis gestellt. Über MagentaTV und MagentaMusik verfolgten so viele Fans wie nie zuvor das Festivalgeschehen live vom Nürburgring. Das ausverkaufte Festival mit rund 90.000 Besucherinnen und Besuchern vor Ort erreichte digital mit 50 Millionen Live-Content-Views ein Rekordpublikum. Neben dem kostenlosen Livestream auf MagentaTV brachte die Telekom zusätzliche exklusive Inhalte über ihre digitalen Kanäle auf TikTok und Facebook direkt zu den Fans. Besonders erfolgreich war die Präsenz auf TikTok, wo der Livestream 18 Millionen Likes und 180.000 Kommentare verzeichnete. Viele der Konzerte sind weiterhin als Video-on-Demand bei MagentaTV und MagentaMusik abrufbar.
„Die Resonanz auf unser Livestream-Angebot bei Rock am Ring ist überwältigend und zeigt, wie stark sich digitale Festivalerlebnisse etabliert haben“, sagt Arnim Butzen, TV-Chef der Telekom. „Wir möchten Live-Musik für alle zugänglich machen – unabhängig vom Standort und in bestmöglicher Qualität.“
Rock am Ring ist eines der größten und traditionsreichsten Festivals Europas. Auch in diesem Jahr konnte das Festival wieder mit einem monumentalen Line-Up überzeugen: Mit Linkin Park, Iron Maiden, Volbeat, Limp Bizkit, Papa Roach, Bad Omens, Electric Callboy, Sabaton, The Offspring und vielen mehr standen absolute Schwergewichte der internationalen Rock- und Alternative-Szene auf der Bühne.
„Wenn Millionen Menschen gemeinsam Musik erleben – vor den Bühnen am Nürburgring oder über den Livestream – dann zeigt das die besondere Kraft dieses Festivals. Die Partnerschaft mit der Telekom ist geprägt von Vertrauen, gemeinsamen Ideen und dem Anspruch, immer wieder neue Wege zu gehen“, sagt Marc Seemann, Chief Talent & Partnership Officer PRK DreamHaus. „Umso mehr freuen wir uns über das diesjährige Erfolgserlebnis und auf alles, was wir für die nächsten Rock-am-Ring-Editionen gemeinsam noch möglich machen werden.“
Auch nach dem Festivalwochenende bleibt die Nachfrage ungebrochen: Mit dem Start des Vorverkaufs für Rock am Ring 2027 wurden innerhalb von 24 Stunden bereits mehr als 50.000 Tickets verkauft. Das unterstreicht eindrucksvoll die herausragende Erfolgsgeschichte des Festivals und die enge Verbundenheit mit seinen Fans.
Die Telekom begleitete Rock am Ring mit einer umfassenden Digitalstrategie. Mit attraktiven Live-Formaten, spannenden Interviews mit Künstler:innen und exklusiven Blicken hinter die Kulissen machte sie das Festival für alle Fans erlebbar. Die Partnerschaft zwischen Telekom und Rock am Ring knüpft an die erfolgreiche Zusammenarbeit aus den Jahren 2017 bis 2019 an und ist bis einschließlich 2028 angelegt.
Damit alle Fans ihre Erlebnisse vor Ort teilen können, sorgte die Telekom auch vor Ort für stabile Mobilfunkverbindungen. Neben der bestehenden Grundversorgung kamen bei Rock am Ring fünf zusätzliche mobile Mobilfunkstandorte zum Einsatz, um der intensiven Nutzung auf dem Festivalgelände gerecht zu werden. So schaffte die Telekom zusätzliche Kapazität für die 90.000 Besucherinnen und Besucher, damit Telefonieren, Surfen und das Teilen von Festivalmomenten auch bei hoher Auslastung gut funktionieren.
Nürburgring, 08.06.2026
Mit einem eindrucksvollen Festivalwochenende hat Rock am Ring seine 41. Ausgabe gefeiert und einmal mehr bewiesen, warum das Festival seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Live-Events Europas zählt. 90.000 Besucher:innen erlebten am Nürburgring drei Tage voller Musik, Energie und unvergesslicher Festivalmomente.
Internationale Top-Acts wie Linkin Park, Iron Maiden, Volbeat, Bad Omens, Limp Bizkit, Sabaton und Papa Roach lieferten unvergessliche Auftritte vor einer beeindruckenden Kulisse. Zu den großen Highlights des Wochenendes zählte die Rückkehr von Linkin Park an den Ring – erstmals seit zwölf Jahren. Ebenso sorgte Papa Roach mit einem spektakulären Helikopter-Anflug direkt hinter die Bühne für einen der außergewöhnlichsten Momente des gesamten Festivals.
Ein weiteres Highlight folgte wenig später: Unter dem Jubel zehntausender Fans wurde blink-182 als erster Headliner für Rock am Ring 2027 angekündigt. Damit erfüllt das Festival einen langjährigen Wunsch vieler Besucher:innen. Nach mehr als vier Jahrzehnten Festivalgeschichte werden die kalifornischen Pop-Punk-Ikonen 2027 erstmals überhaupt bei Rock am Ring auftreten – eines der meistgewünschten Debüts in der Geschichte des Festivals.
Matt Schwarz, Veranstalter von Rock am Ring, zieht ein positives Fazit: „Ein Wochenende wie dieses erinnert uns daran, warum wir Festivals veranstalten. 90.000 Menschen haben Rock am Ring in eine einzigartige Stadt aus Musik, Freundschaft und Leidenschaft verwandelt. Die Energie auf dem Gelände war vom ersten bis zum letzten Moment außergewöhnlich. Mit blink-182 konnten wir zudem einen der meistgewünschten Acts der Festivalgeschichte erstmals für Rock am Ring gewinnen. Schöner kann der Ausblick auf 2027 kaum sein.“
Auch die Einsatzkräfte und Behörden ziehen eine positive Bilanz. Trotz wechselhafter Wetterbedingungen verlief das Festivalwochenende friedlich und organisatorisch reibungslos.
Der Vorverkauf für Rock am Ring 2027 startet am Dienstag, 09. Juni 2026 um 12:00 Uhr.
Dieser Moment zählt zweifellos schon jetzt zu den Highlights der diesjährigen Festivalsaison: Papa Roach überraschten bei Rock Am Ring mit einem spektakulären Helikopter-Anflug zu ihrem Auftritt vor rund 90.000 Menschen. Eine Szene wie aus einem sommerlichen Action-Blockbuster, angeführt von der schabenartigen, gasmaskentragenden Figur des Artworks ihrer aktuellen „Rise Of The Roach“-Tour. Der dramatische Auftritt sorgte für Begeisterung im Publikum des ausverkauften Festivals und legte den Grundstein für eine unvergessliche Show.
ROCK AM RING 2026 – Credit: Demian Pleuler
Anschließend präsentierte die Band ein Set voller Hits – von Klassikern aus der INFEST-Ära bis hin zur Live-Premiere ihrer energiegeladenen neuen Single „See U In Hell“ aus der NETFLIX-Animationsserie „Devil May Cry“. Der Song verzeichnete seit seiner Veröffentlichung im vergangenen Monat fast 20 Millionen Streams und übertrifft damit sogar die erfolgreichsten jüngeren Veröffentlichungen der Band.
Jacoby Shaddix über diese außergewöhnliche Erfahrung: “That moment was pure adrenaline. We’ve always believed rock shows should feel larger than life, and this was about creating a moment fans would never forget. The energy from that crowd was absolutely unreal.”
Zusätzlich nutzte Shaddix während der Show die Gelegenheit, die Menge mit ersten Hinweisen auf eine baldige Rückkehr der Band nach Deutschland und Europa zu begeistern – was vom Publikum mit lautem Jubel und großem Applaus gebührend abgefeiert wurde: “We always have such a blast with you all – what do you say we do this again? Maybe in November this year? What do you think about that?”
ROCK AM RING 2026 – Credit: Lea Fleck
Die karriereübergreifende Performance festigte einmal mehr den langjährigen Ruf von Papa Roach als eine der dynamischsten Live-Bands der Rockszene. Die Band verschiebt dabei immer wieder Grenzen – auf und abseits der Bühne – und liefert stets ein mitreißendes Set voller Fan-Favoriten und explosiver Energie von Anfang bis Ende.
Aktuell sind Papa Roach auf zahlreichen Sommerfestivals zu Gast, gefolgt von einer Headlineshow am 23.06. in der Messe Dresden. Weitere Tour- und Festivalauftritte werden in Kürze bekannt gegeben.
Papa Roach auf Tour:
07.06.2026 – (DE) Nürnberg, Rock im Park
11.-13.06.2026 – (CH) Interlaken, Greenfield Festival
14.06.2026 – (AT) Nickelsdorf, Nova Rock
19. -21.06.2026 – (DE) Neuhausen ob Eck, Southside
19.- 21.06.2026 – (DE) Scheeßel, Hurricane Festival
23.06.2026 – (DE) Dresden, Messe Dresden – HEADLINE SHOW
Nürburgring, 06.06.2026
Rock am Ring ist mit einem Paukenschlag in seine 41. Ausgabe gestartet. Vor der Kulisse von 90.000 begeisterten Besucher:innen verwandelte sich der Nürburgring am Freitag erneut in das Epizentrum der internationalen Rockmusik. Noch nie zuvor war das Festival so schnell ausverkauft wie in diesem Jahr – und bereits der erste Tag machte eindrucksvoll klar, warum.
Zwölf Jahre nach ihrem letzten Auftritt am Nürburgring, und jetzt neu formatiert um Emily Armstrong & Mike Shinoda, lieferten Linkin Park eine emotionale und zugleich explosive Headline-Show ab, die von zehntausenden Fans frenetisch gefeiert wurde. Schon vor ihrem Set hält die Band eine Überraschung bereit, indem sie exklusiv bei Rock am Ring ihren Dokumentarfilm „Unshatter“ mit einem Trailer ankündigt. Damit nicht genug – in Erinnerung an ihren allerersten Auftritt bei Rock am Ring 2001 starten sie ihre Performance mit „With You“ – ein nostalgischer und emotionaler Moment, der die Fans in Ekstase versetzt.
„Rock am Ring ist etwas ganz Besonderes für uns und 25 Jahre nach unserem ersten Auftritt hier zurückzukehren, bedeutet uns sehr viel. Das Publikum, die Energie, die ganze Atmosphäre … es gibt einfach nichts Vergleichbares“, sagt Mike Shinoda (Linkin Park).
Für einen der spektakulärsten Momente des Tages sorgten außerdem Papa Roach, die stilecht mit einem Helikopter hinter der Bühne landeten, bevor sie die Menge mit einer energiegeladenen Show und ihren größten Hymnen zum Beben brachten. Ein Auftritt, der bereits jetzt zu den legendären Rock-am-Ring-Momenten zählen dürfte. Frontmann Jacoby Shaddix lässt diese Erfahrung Revue passieren:
„Dieser Moment war purer Adrenalinkick. Wir haben immer daran geglaubt, dass Rockshows legendär sein müssen, und hier ging es darum, einen Moment zu schaffen, den die Fans niemals vergessen würden. Die Energie aus dem Publikum war einfach absolut unglaublich.“
Limp Bizkit versetzten das Publikum mit ihrer kompromisslosen Performance in Hochstimmung, während zahlreiche weitere Acts den ersten Festivaltag mit unvergesslichen Live-Momenten prägten.
Doch der Abend hielt viele weitere Überraschungen bereit:
Unter tosendem Jubel, begleitet von einem spektakulären Feuerwerk, gewaltigen Pyroeffekten und einer euphorischen Atmosphäre, wurde blink-182 als erster Headliner für Rock am Ring 2027 enthüllt. Der Moment sorgte für pure Gänsehaut bei den Fans und markierte den Auftakt zum kommenden Festivaljahr. Für die kalifornischen Poppunk-Ikonen wird es zugleich ein historischer Auftritt: 2027 feiern blink-182 ihr lang erwartetes Debüt bei Rock am Ring. Der Vorverkauf für Rock am Ring 2027 startet am Dienstag, 9. Juni 2026, um 12:00 Uhr.
Mit vielen emotionalen Höhepunkten endete ein erster Festivaltag, der eindrucksvoll bewies, warum Rock am Ring seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten und beliebtesten Musikfestivals Europas zählt.
Wer aus dem Hochwald kommt, von Mosel und Saar oder natürlich aus der Eifel, für den ist ein Wochenend-Termin im Jahr immer gesetzt: ROCK AM RING. 1991 war ich zum ersten Mal dort – mit Headlinern wie INXS, Toto, Sting, The Sisters of Mercy, Fury in the Slaughterhouse, The Jeremy Days, Brings, Dave Stewart und Bob Geldof. Ihr merkt schon: mehr Pop als Rock. Das als kleiner Hinweis an alle, die heutzutage über das zu „softe“ und Rap-lastige LineUp meckern. Aber davon kann 35 Jahre später auch wirklich keine Rede sein! Marteria ist vermutlich der poppigste Künstler des Festivals. Und auch er hat sich seine Fans am Ring längst mit emotionalen Auftritten und enormer Präsenz erspielt.
Der Freitag zeigte vielleicht das beste LineUp in Folge, das es jemals gab: Architects, Papa Roach, Linkin Park und Limp Bizkit hintereinander weg. Das war ein Fest für alle Freund*innen harter Klänge, wobei es vermutlich die größte Herausforderung war, von der Utopia Stage innerhalb von 25 Minuten zur Mandora Stage zu gelangen, um die ersten Klänge von Limp Bizkit zu erleben. Ich sag’s direkt: die wenigsten haben das wirklich geschafft.
Credit: Rainer Keuenhof
Der Tag begann optimistisch mit Wolken und gefühlt 17-18 Grad, allerdings ging zeitweise ein frischer Wind. Die Sonnencreme konnte also im Zelt bleiben. Ja, das Wetter ist immer ein wichtiges Thema. Das konnte man am Donnerstag merken, als Gewitter, Starkregen und Hagel über das Gelände und die Zeltplätze fegten. Doch pünktlich zum Festivalstart war alles wieder in Butter und es sollte tatsächlich bis tief in die Nacht trocken bleiben.
Mehnersmoos by Rainer Keuenhof
Für mich startete das Festival am Nachmittag mit Mehnersmoos. Lange die Underdogs vieler Festivals und diese Attitüde haben sie sich bis heute erhalten. Als Bühnenbild war der kultige Frankfurter „Kahn Kiosk“ aufgebaut – und damit sind wir direkt beim wichtigsten Thema des Duos: saufen! Nach einem fulminanten Konfetti-Start gab es gleich den Mottosong „3 Bier“, denn „Bier ist mein Lebensmittelpunkt“. Prompt wurden auch die ersten Reihen mit dem Gebräu geduscht. Und weiter ging es im Takt mit der bierseligen WG-Party. Ob bei „Ausländer“, „Hurensohn“ oder „3 Uhr nachts“, das Duo aus Frankfurt glänzte mit seinem gewohnt prolligen Humor und traf des Nerv des feierwütigen Publikums.
Mehnersmoos by Rainer Keuenhof
Rüber ging’s zur Mandora Stage und We Came As Romans. Die Post-Hardcore-Rocker aus Michigan glänzten auf der Bühne, die für dieses Jahr ein ordentliches Upgrade erfahren hat. Riesige Bildschirme von der Größe der Bühne zeigten den energiegeladenen Auftritt des Quintetts. Es war ein melodischer Mix aus harten Gitarrenriffs, aggressiven Screams und eingängigen Clean-Gesängen. Den Song „Lost In The Moment“ widmete Frontmann David Stephens dem ehemaligen Sänger Kyle Pavone, der 2018 vermutlich an einer Überdosis verstorben ist.
We Came As Romans by Rainer Keuenhof
Zurück vor der Hauptbühne gab es BUSH, die alten Recken aus London. Sie lieferten am späten Freitagnachmittag ein rockiges Happening der Extraklasse. Frontmann Gavin Rossdale ließ sich gar zu einem Ausflug bis in die letzten Reihen des Infields hinreißen. Dessen Stimme sorgt seit 35 Jahren für den entsprechenden Wiedererkennungswert bei Klassikern wie „Glycerine“, „Comedown“ und „Machinehead“, die sich allesamt in der Setlist fanden.
The Hives by Rainer Keuenhof
The Hives waren dann etwas speziell. Rock’n’Roll aus Schweden in signifikanten schwarzen Anzügen. Mit ihrem Partyrock lieferten sie eine mitreißende Liveshow. Es gab eingängige Hooks und eine explosive Mischung aus Punk-Energie mit Rock’n’Roll. Durch eine humorvolle Selbstinszenierung und intensive Konzertmomente zeigten die Skandinavier, dass sie zurecht als eine der besten Live-Bands der modernen Rockmusik gelten. Songs wie „Enough Is Enough“, „Hooray Hooray Hooray“ und „The Hives Forever Forever The Hives“ führten gekonnt durch die lange Bandgeschichte.
The Hives Rainer Keuenhof
Für die Architects wurde dann der Härtegrad nochmal deutlich hochgefahren. Es war die perfekte Einstimmung auf das, was am Abend noch folgen sollte. Die Metalcore-Band aus Brighton in England startete mit „Elegy“ und Fronter Samuel David Carter konnte mit seinem Mix aus cleanem Gesang und Growls glänzen. Das ist es auch, was die formidable Band ausmacht, wobei die Stärke vor allem in den melodischen Parts liegt. Songs wie „Black Lungs“, „Blackhole“, „Impermanence“ und „Curse“ strotzten vor aggressiver Energie und Dynamik, die zu riesigen Circle Pits vor der Hauptbühne führten. Emotional wurde es mit „Broken Mirror“, als Samuel die Ringrocker bat, ihre Freunde für diesen Song auf die Schultern zu nehmen.
Credit: Rainer Keuenhof
Mein absolutes Highlight des Freitags waren dann Papa Roach, vielleicht auch deshalb, weil ich Linkin Park schon am Montag in Hamburg gesehen hatte. Die Band aus Kalifornien – auch schon 33 Jahre auf dem Buckel – ist einfach eine Bank! Zunächst gab es standesgemäß einen Einstiegsfilm wie im cineastischen Blockbuster und dann erfolgte ein spektakulärer Anflug mit einem Helikopter, der mehrere Runden über das Gelände drehte.
Zu „Even If It Kills Me“ startete man mit einer starken Flammenshow und das Publikum zog von Anfang an mit. Es gab eine grandiose Feierstimmung im Sonnenuntergang. Die Band präsentierte ein Set voller Hits – von Klassikern aus der frühen „Infest“ Ära bis hin zur Livepremiere ihrer energiegeladenen neuen Single „See U In Hell“ aus der NETFLIX Animationsserie „Devil May Cry“. Das 2Pac Cover „California Love“ sorgte für Stimmung. Jacoby Shaddix war emotional und offen, wenn er vor „Scars“ von seiner Alkoholsucht und den Narben im Leben erzählte, die jeder so mit sich trägt. Er rief die Menge zu „Help“ auf, immer den Moment zu genießen und bezog das vor allem an diesen Augenblick bei Rock am Ring, den er nach eigenen Worten nie vergessen wird.
Zum Abschluss gab es eine sogenannte „Nu Metal Time Machine“ mit angespielten Coversongs von Korn, den Deftones, Limp Bizkit und System Of A Down. Die Fans nahmen dieses Aneinanderreihung ihrer Favoriten begeistert auf und feierten kräftig mit bis zum finalen „Last Resort“, das mit Queens „We Will Rock You“ angereichert wurde, Es war ein denkwürdiger Gig, der lange in Erinnerung bleiben wird.
Credit: Rainer Keuenhof
Der Moment, auf den (fast) alle gewartet haben, kam dann relativ pünktlich, durch einen zehnminütigen Countdown angekündigt, um 23 Uhr. Linkin Park nach zwölf Jahre endlich wieder bei Rock am Ring. Gefühlt wollte jede und jeder diesen Moment miterleben, was dazu führte, dass das Infield so voll war wie vermutlich noch nie in der 41jährigen Geschichte des Festivals. Wer sich nicht schon vor Papa Roach einen Platz gesichert hatte, musste das Geschehen von weit hinten verfolgen. Eigentlich sollte man meinen, dass bei Babymetal auf der Mandora Stage zu dieser Zeit gähnende Leere herrschte, aber ich hab mir sagen lassen, dass es auch bei der japanischen Kawaii-Metal-Band ordentlich abging.
Die Band um Mike Shinoda und Emily Armstrong startete zunächst mit einer Überraschung als man „With You“ anstimmte, das es seit zwölf Jahren nicht mehr live gegeben hatte. Zuvor herrschte schon Partystimmung, als das Boyband-Intro „Bye Bye Bye“ die Menge auf eine Zeitreise einstimmte. Zudem wies ein Kinotrailer auf den Konzertfilm „Unshatter“ hin, der wohl in diesem Jahr endlich in die Kinos kommen soll.
Emily konnte im ersten Akt mit „Somewhere I Belong“, „Up From The Bottom“ und „The Emptyness Machine“ glänzen. Was für eine grandiose Idee, diese Powerfrau ans Mikro zu holen! Ihre Bühnenpräsenz und das Zusammenspiel mit den Bandkollegen sind einfach fantastisch. Sie singt mit emotionaler Stärke, kann aber auch alles rausschreien, was in ihr steckt. Die Fans feierten jeden Moment und zeigten den Stellenwert der Band über Generationen hinweg.
Die abseits des Gesangs recht schüchterne Emily hielt sich mit Ansagen zurück, suchte aber durchaus das Bad in der Menge und ließ sich auf Händen tragen. Mike hingegen formulierte eine Liebeserklärung an die Ringrocker in deutscher Sprache und man spürte seine Erleichterung, dass die Magie des Festivals noch immer wirkt. Im letzten Drittel gab es ein musikalisches Feuerwerk aus „Numb“, „Heavy Is The Crown“ und „Bleed It Out“, doch die Fans waren erst zufrieden, als man die Zeilen von „In The End“ im gewaltigen Chor mitsingen konnte. Zum Ende erfolgte dann ein echtes Feuerwerk über der Utopia Stage, das die Freude über diesen genialen Gig in stimmungsvolle Bilder fasste.
Credit: Rainer Keuenhof
Wer bis jetzt hier geblieben war, um danach noch Limp Bizkit zu sehen, hatte kaum eine Chance. Es war eine logistische Leistung, das Publikum zu den anderen Bühnen bzw. zum Ausgang zu leiten. Da hat es auch nichts genützt, den Auftritt der Nu Metaller aus Kalifornien noch um 15 Minuten zu schieben. 25 Minuten zum Übergang reichten einfach nicht aus. Ich muss auch ehrlich sagen, dass mich die Eindrücke aus der Ferne nicht wirklich überzeugten, aber vermutlich musste man mitten in der Menge stehen, um den Set zu würdigen. Also besser schnell zum Ausgang und ab in die Federn. Es werden ja noch zwei intensive Tage folgen.
Übrigens wurde gestern blink-182 als erster Headliner für Rock am Ring 2027 enthüllt. Der Moment sorgte für pure Gänsehaut bei den Fans und markierte den Auftakt zum kommenden Festivaljahr. Für die kalifornischen Pop-Punk-Ikonen wird es zugleich ein historischer Auftritt: 2027 feiern sie ihr lang erwartetes Debüt bei Rock am Ring, das vom 4.–6. Juni 2027 stattfinden wird.
Das Line-up der Zwillingsfestivals ist so gut wie komplett: Das Billing um die Headliner Twenty One Pilots, Billy Talent, Kraftklub, Yungblud, Florence + The Machine, Halsey, The Offspring, Papa Roach und Provinz ergänzt Veranstalter FKP Scorpio mit aufregenden Künstlerinnen und Künstlern.
Neu im Line-up ist mit Scene Queen eine Künstlerin, die in den USA schon zu Recht durch die Decke gegangen ist: Scene Queen verbindet Metalcore mit feministischen Themen und macht Kunst, die sich kompromisslos an Frauen richtet, ohne irgendwen auszuschließen. Rikas machen Indie-Pop für Menschen, die Musik lieben. Das Quartett kombiniert Pop mit Einflüssen aus Funk und Soul, was ihren Sound gefällig, aber immer wandelbar macht. Für The Sophs läuft alles perfekt: Nur einen Tag, nachdem sie sich bei „Rough Trade“ bewarben, hatten sie ein Treffen mit dem renommierten IndieLabel in der Tasche. Ihr Debütalbum „Goldstar“ ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, warum es für die Band aus Los Angeles so schnell ging.
Auch Raynor steht am Anfang seiner Karriere, weiß aber genau, wer er sein will: Der erst neunzehnjährige Musiker aus Peterborough bei London hat Vorbilder wie Michael Jackson, Arctic Monkeys oder Radiohead und schon jetzt einen Stil gefunden, der nicht nur sein eigener ist, sondern auch Spaß macht. Blackgold haben ebenfalls eine klare künstlerische Vision, nämlich Nu Metal, wie er sein sollte: Schwere Gitarren und Hip-Hop-Beats – die Formation aus London liefert das Beste aus zwei Welten.
Nur auf dem Southside wird Tusker zu erleben sein, der über den Radiopartner DASDING ins Line-up stößt und einer der wenigen Artists ist, die Herzschmerz wirklich tanzbar vertonen können.
Die Botschaft des siebten Studioalbums von Within Temptation ist mehr als deutlich: „RESIST“ – widerstehe! Sharon den Adel sagt: “Es ist wichtig, zu widerstehen, denn in der heutigen Gesellschaft werden die Menschen durch soziale Komponenten immer weiter unterdrückt. Ein Prozess, der von Machthabern, Diktatoren, aber auch von internationalen Großkonzernen gelenkt wird. Wir müssen uns davon befreien, wenn wir uns selbst weiterentwickeln wollen, anstatt von einer höheren Macht beobachtet und kontrolliert zu werden.”
Dieser Weckruf zieht sich wie ein roter Faden durch die Tracklist. Vier Jahre nach der Veröffentlichung von “Hydra” kehren Within Temptation zurück und liefern zehn hymnenartige Songs, getrieben von düsteren Melodien. Die symphonischen Elemente sind in den letzten Jahren sukzessive einer Mischung aus Pop und Hardrock gewichen. In diese Kerbe schlägt auch der neue Release. Trotz aller Elektronik trägt „Resist“ aber noch genügend Härte in sich, um dem Albumtitel gerecht zu werden.
Jacoby Shaddix von Papa Roach verfeinert „The Reckoning“. Im Hintergrund von „Endless War“ gibt es schöne chorische Momente. Anders Fridén von In Flames ist bei „Raise Your Banner“ als Gastsänger an Bord. Damit werden deutliche Akzente gesetzt. Und selbst wenn es bei „Holy Ground“ und „In Vain“ ruhiger wird, stellt sich keine Langeweile ein.
Nachdem es schon Auflösungsgerüchte gegeben hatte, ist die Band eindrucksvoll zurück. Von Müdigkeit keine Spur. Sharon ist stimmgewaltig wie eh und je – mit „Resist“ liefert man ein weiteres solides Album. Nichts wirklich Neues, aber für Fans allemal die richtige Platte zur richtigen Zeit.
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