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Aktuelles zu: Antje Schomaker

Antje Schomaker: „Wenn ich mal Kinder hab“

Popsongs über Eltern gibt es mehr als man denkt . Aber Antje Schomaker hat es mit “Wenn ich mal Kinder hab” geschafft, die weniger lauten und manchmal unbequemen Emotionen rund um die erwachsene Elternbeziehung zu einer berührenden und melancholischen Ballade zu verarbeiten. Denn sobald es um die tatsächliche Beziehung zu den eigenen Eltern geht, kommt bei Erwachsenen oft eine ganze Palette an gleichzeitigen Gefühlen auf, die komplexer sind als Madonnas “Papa Don’t Preach” oder “Mama” der Spice Girls. Dankbarkeit, tiefe Verbundenheit und Liebe, Scham, Demut und Wut, und irgendwann, später, auch die Angst vor dem Abschied. Es bleibt dabei offen, ob sich der Song an Mütter oder Väter richtet – ist ja eigentlich auch egal.

Fotocredit: Pablo Heimplatz

“Vielleicht hab ich dir Zeit geklaut/ Kann sie dir nicht zurückgeben/ Und hab jetzt erst verstanden, dass es zu Ende gehen kann”. Eine schmerzhafte Erkenntnis, die die einen früher, die anderen später in ihrem Leben wie ein Gummihammer trifft. All die Jahre, die man beschäftigt war mit sich selber, erst gebeutelt von Pubertätshormonen, dann von den Herausforderungen des eigenen Lebens – die Zeit ist dahingesickert, Anrufe wurden weggedrückt, Nachrichten nicht beantwortet, zu Feiertagen gar nicht oder nur mit Minuslaune angetreten. Eine tiefe Reue macht sich breit, der vorzubeugen überhaupt nicht möglich gewesen wäre, aber da ist sie trotzdem. Dass Antje Schomaker genau dieses Thema für einen Song aufgreift, spricht für ihre sensible Beobachtungsgabe und ihr Talent als präzise Songwriterin.

Der minimalistisch arrangierte, pianogetragene Track lässt Antjes Stimme einmal mehr an Orte gelangen, von denen man gar nicht wusste, dass man da auch Gefühle hat. Ambivalente zwar, aber vor allem auch sehr schöne: “Wenn ich mal Kinder hab, will ich genauso sein wie du”. Von Kindern hört man diesen Satz sehr oft. “Wenn ich groß bin, will ich werden wie meine Mama” oder “wie mein Papa”. Das Kompliment wird aber umso größer, wenn es von erwachsenen Kindern kommt, die trotz aller Widrigkeiten, biographischer Turbulenzen und Unterschiede ihre Eltern immer noch (oder wieder) zum Vorbild haben.

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