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Urheber/Fotograf: Antje Kroeger

Open Airs am Brunnenhof in Trier: Sarah Lesch, Tim Vantol und Marathonmann

Sarah Lesch - Quelle: Popp Concerts

Wie im letzten Jahr präsentieren POPP Concerts einige ausgewählte Acts im wunderschönen Ambiente des Trierer Brunnerhofs. Die Shows sind bestuhlt und finden in einem pandemie-gerechten Rahmen statt. Bis jetzt sind folgende Acts bestätigt:

  • SARAH LESCH – 06.08.2021
  • TIM VANTOL – 07.08.2021
  • MARATHONMANN – 14.08.2021

Weitere Termine folgen in Kürze.

Sarah Lesch zählt zur Speerspitze der neuen deutschen Liedermacherwelle. Sie weiß, wovon sie singt,  und bringt nicht nur Standpunkt, sondern auch Lebenserfahrung auf die Bühne. Ihre poetisch-politischen  Lieder handeln von Liebe, Leichtigkeit und Friedensfrikadellen, aber auch von den Schattenseiten  unseres Zusammenlebens im Privaten und Gesellschaftlichen. Sie krempelt das angestaubte  Liedermachergenre um, vom Altherrendogmatismus zum lebendigen, emanzipatorischen Kommentar  unserer Zeit. Engagement statt Zeigefinger. Witz statt Wut. Gefühl, statt Gefälligkeit. Wo andere ihre  Lieder abspulen, hat Sarah Lesch immer noch eine Anekdote parat. Charismatisch führt sie ihr Publikum  auf Autobahnrastplätze, an schmutzige Küchentische oder in schummrige Kneipen, bringt den Saal zum  Lachen, rührt zu Tränen und provoziert wie nebenbei zu Haltung.

Das Außergewöhnliche, schrieb einst die Leipziger Volkszeitung über Sarah Leschs Konzerte, ist, „dass  kein einziger Fan das Smartphone draufhält. Alle wollen diese kluge Musik im Moment genießen.“ Und  „die Geschichtenstunde gibt es gratis obendrauf“, ergänzt das Musikmagazin Monkeypress. Mittlerweile viereinhalb Alben hat Sarah im Gepäck, darunter das mitten im ersten Shutdown  veröffentlichte „Der Einsamkeit zum Trotze“. Sarah Leschs Musik hat keine Sendepause, erst recht nicht  in Zeiten einer Pandemie, die das Zusammenrücken nur im übertragenen Sinne möglich macht – und  doch so notwendig. Niemand wird alleingelassen, schon gar nicht Sarahs Fans.

Am 22. Mai 2020 erschien Tim Vantols neues Album „Better Days“. Diese Platte beinhaltet Songs, die so klingen, als würde man sie schon ewig kennen. Wenn man den Niederländer privat besuchen möchte, muss man bis zum Alpensaum in Berchtesgaden reisen: 800 Meter über Null und eine wohltuende Dimension entfernt vom stressigen Trubel der Großstadt. Berchtesgaden, das sei „Next Level Bayern“, sagt der Sänger. Drei Meter Schnee vor der Haustür gab es letzten Winter, Vantol fühlt sich hier wohl und das hört man in seinen Songs. Der Ort mit seinen netten und zugänglichen Einwohnern trägt wohl auch seinen Teil dazu bei.

Die Musik des Albums „Better Days“ lässt sich ebenfalls als „Next Level“ bezeichnen: wie die letzte Perle auf der Schnur muskulöser Rockalben, die dem Niederländer in den letzten elf Jahren eine treue Fanbase sichern konnte. „Better Days“ ist vermutlich das mit Abstand persönlichste Werk des Musikers. „Meine Songs sind immer aus der Perspektive meines Lebens geschrieben, aber sie sollen gleichzeitig so offen wie möglich bleiben“, sagt der Sänger. Gleich der erste Song „No More“ enthält eine dieser typischen Tim-Vantol-Zeilen, die klingen, als wären sie frisch auf die Seele tätowiert worden: „Brand new directions are waiting for you“ heißt es da, aber es kommt einmal mehr auf die Stimme an, die diese Zeilen singt.

Wie sagt Tim Vantol so schön? „Ich war am Arsch und jetzt erzähle ich den Leuten, wie es ihnen gut gehen soll. Ist das heuchlerisch?“ Spoiler: Ist es nicht.

Die Münchner Post Hardcore-Combo MARATHONMANN präsentiert ihr Live&Akustik Album „Alles auf Null“, dass Mitte April auf Redfield Records erschien und gleich auf Platz 26 der Deutschen Albumcharts landete.

MARATHONMANN gehören zu den wenigen Bands, die Erwartungen nicht bloß erfüllen, sondern stets übertreffen. So wurde ihre erste EP „Die Stadt gehört den Besten“ 2012 noch vor ihrem einjährigen Bandbestehen zu einem szeneinternen Hit und auch nach zahlreichen nationalen wie internationalen Support-Shows und Auftritten auf großen Festivals machten die Münchener es sich nie in ihrer Komfortzone bequem. Im Gegenteil, bei ihren bisherigen drei Alben und zwei EPs haben sie sich immer die Freiheit bewahrt, in neue musikalische Bereiche vorzudringen, ohne dabei an dem Fundament ihres typischen Sounds zu rütteln. Ein Drahtseilakt, den MARATHONMANN nun auch bei der Entstehung ihres vierten Studioalbums „Die Angst sitzt neben dir“ wieder gemeistert haben.

Als Support dabei: RAUM27 – Deutsch-alternativer Indie-Pop/Rock. Wie soll das klingen? Lauscht man an der Tür, so hört man tiefgründige Texte, hinausgetragen von einer kraftvoll, markanten Stimme, die zeitweilig ebenso zerbrechlich emotional zum Verweilen und Nachdenken einlädt.