Der in London lebende Gitarrist, Komponist und Singer-Songwriter VRAELL (alias Alessio Scozzaro) stellt nach „quattro“ und „waste“ seine neue Single „rib:cage“ vor.
Vraell macht Musik in der Stille des Frühlings und der sommerlichen Dämmerung. Seine Musik taucht in die Dunkelheit und die Schönheit der Heilung ein und malt ein intimes Bild, in dessen Mittelpunkt sein geschicktes Gitarrenspiel steht, das seine Präsenz und sein tiefes Verständnis für das Instrument unterstreicht.
Credit: VRAELL
Er begann schon als Kind zu spielen und studierte klassische Musik. Dies führte dazu, dass er begann, seine eigenen Werke zu schreiben, die Indie-Folk wie Sufjan Stevens und Bon Iver in seinen Picking-Stil einfließen lassen, während er gleichzeitig auf den reichen Klang von Komponisten wie Ólafur Arnalds, Max Richter und dem Portico Quartet zurückgreift.
Mit einer Reihe früherer EPs, der „Smoke“-EP von 2022, der „Walls“-EP von 2023 und der jüngsten EP von Anfang 2024, „Notes From an Early Departure“, hat Vraell sein makelloses Genre-Mischungsethos für Komposition und Performance unter Beweis gestellt und die Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit der Gitarre genutzt, um einen Weg durch sein persönliches Wachstum zu finden.
Seine Musik zelebriert die Formbarkeit der Gitarre. Scozzaro sieht das Instrument als etwas, das das Universum in sich tragen kann, und er enträtselt alles: „Die Gitarre hat endlose Möglichkeiten“, sagt er. „I love figuring it out.“
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Luke Sital-Singh gibt Details zu seinem neuen Album „Dressing Like A Stranger“ bekannt und veröffentlicht die neue Single „California“. Das vierte Album des in LA lebenden Londoners und sein Debüt bei seinem neuen Label Nettwerk Records wird am 2. September veröffentlicht.
Als dritter Track des Albums, nach den vorherigen Singles „Me & God“ und „Blind Missiles“, reitet „California“ mit seinem gleichmäßigen Beat und einem gläsernen Riff auf einen in der Sonne Kaliforniens gebadeten Refrain zu. „Der Text reflektiert die Art und Weise, wie ich im Vergleich zu Großbritannien in L.A. gelebt habe. Ich dachte ich würde mich damit anders fühlen, aber das war nicht so. Ich war derselbe Kerl – nur trug ich öfter Shorts“, lacht er.
„Dressing Like A Stranger“ ist der Nachfolger des 2019 erschienenen Albums „A Golden State“, das seinem Umzug nach Los Angeles vorausging. „Dressing Like A Stranger“ wurde im Golden State geschrieben und aufgenommen. Anfangs arbeitete Luke allein zu Hause in Los Feliz, als COVID-19 über die Welt hereinbrach. Später mietete er ein Studio und nahm ein paar Songs selbst auf, bevor er seinen britischen Kollegen und Singer-Songwriter Dan Croll als Co-Produzenten und Tchad Blake (Fiona Apple, The Black Keys, Elvis Costello) für den Mix hinzuzog.
„Ich liebe die Zusammenarbeit“, offenbart Luke. „Als ich anfing dieses Album zu schreiben, vermisste ich diesen Teil des Arbeitsprozesses. Dan genießt das Zusammenpuzzeln von Musik. Er entwickelt so viele unterschiedliche Versionen von Songs. Ich bin stattdessen eher instinktiv. Es war schön jemanden wie Dan dabei zu haben, der manchmal einfach sagt: Das brauchen wir nicht! Dan hat die Musik aus einer Art Vogelperspektive betrachtet, den Drive bewahrt und das große Ganze durchschaut. Er hat mich dazu gebracht mehr Takes zu machen als ich es allein getan hätte.“
Das Album umfasst weitere Kollaborationen mit Ben Cramer, alias Old Sea Brigade, der das beschwingte „Can’t Get High“ mitgeschrieben hat.
Es war der Kauf einer Gummisteg-Gitarre, der Luke eine neue Welt eröffnete. Er schrieb den Titeltrack „Dressing Like A Stranger“ mit der Gitarre und machte sie zu seinem kreativen Ausgangspunkt. „Dressing Like A Stranger war der erste Song, den ich geschrieben habe. Er hat das ganze Album in Gang gesetzt“, erinnert er sich. „Die Gitarre hat einen sehr charakteristischen Klang. Ich wollte nicht einfach ein weiteres akustisches Singer-Songwriter-Ding machen. Mein erstes Album war eine glänzende Pop-Platte, das zweite Album war rauer, und mein drittes Album war lyrischer. Der Klang der Gitarre spiegelte wider, wie ich mich jetzt fühle.“
Vor zehn Jahren veröffentlichte Luke Sital-Singh seine Debütsingle „Fail For You“ und stellte der Welt seine einzigartige Fähigkeit vor, Songs voller Empathie und emotionaler Resonanz zu schreiben – Qualitäten, die ihm eine weltweite Fangemeinde beschert haben und dafür sorgten, dass seine Songs fast 150 Millionen Spotify-Streams erreichten. 2018 wurde Luke zu einem TED-Talk auf der offiziellen TED-Konferenz in Vancouver eingeladen, wo er über die kathartische Wirkung des Schreibens und Performens „trauriger“ Songs sprach – ein Thema, das sich durch sein gesamtes Werk zieht.
„Traurige Musik berührt mich“, beendet er seine Ausführungen. „Sie macht aus etwas Schmerzhaftem etwas Schönes. Sie lässt die Zuhörer erkennen, dass sie nicht allein sind. Ich bin in einem orientierungslosen Alter, in dem ich nicht weiß, ob ich in meinem Leben die richtigen Dinge tue. Ich weiß nur, dass ich Luke bin und ein Album gemacht habe.“
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Die Singer/Songwriterin OSKA stammt aus Wien und liefert einen sehr sanften Indie-Pop, der oft in den Folk abgleitet. Erst im Dezember machte sie durch eine Kollaboration mit dem australischen Labelkollegen Stu Larsen von sich reden. Und es war erstaunlich, wie gut diese beiden so unterschiedlichen Stimmen miteinander harmonieren. Das liegt vermutlich in den gemeinsamen Wurzeln als Straßenmusiker. So war Maria – wie OSKA eigentlich heißt – nämlich unterwegs, bevor sie Pop- und Jazzgesang studierte.
Fotocredit: Tim Cavadini
Die EP „Honeymoon Phase “ ist ein erster Appetithappen auf das, was da noch kommen kann. Fröhliche Flitterwochen, bevor es dann so richtig los geht und sie hoffentlich im Musikgeschäft durchstartet. Ihre Vocals klingen sehr jung und harmonisch. Sie hat eine betörende und oft sehr zerbrechlich wirkende Stimme, die neben einer akustischen Gitarren- oder Pianobegleitung stets im Vordergrund steht. Auch sanfte Streicher („Misunderstood“) oder elektronische Einsprengsel können diesen Eindruck nicht trüben.
OSKA singt von einer Begegnung mit Außerirdischen („Distant Universe“) und erzählt warmherzig von realen Beziehungen. Wenn dann das rhythmische „Love You’ve Lost“ zum Abschluss erklungen ist, hat man definitiv Lust auf mehr. Ich freue mich auf den ersten Longplayer dieser außergewöhnlichen jungen Künstlerin.
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„Beech Street“ ist das zweite Album des norwegischen Singer/Songwriters Jarle Skavhellen. Dabei denkt man beim Hören gar nicht an skandinavische Weiten, sondern an Einflüsse von Country und Americana. Kein Wunder, hat Jarle das Album doch in den USA aufgenommen und konnte seine Liebe zum Folkrock voll ausleben. Wie er selbst sagt: „Dieser Vibe war nie eine bewusste Entscheidung, es passierte einfach. Ich höre sehr viel Folk und die Übergänge zu Americana sind fließend. In bin großer Fan von J.J. Cale und Ry Cooder und es scheint als hätten sich einige dieser Einflüsse aufs Album geschlichen.“
Die Geschichten, die Jarle mit seinen Songs erzählt, passen in beide Welten. Es geht um lyrische Beobachtungen voll Wärme und Melancholie, die zu Herzen gehen. Er erreicht die Hörer mit seiner charismatischen Stimme und am Ende ist es gar nicht mehr wichtig, wovon er erzählt. Endlose Autofahrten oder Nachtschichten hinter der Bar – nichts bleibt wirklich banal.
Trotz aller Ruhe liegt auch ein großes Pathos in den Stücken. Eindringlich lässt Jarle seinen Gefühlen freien Lauf. Es geht ums Älterwerden („Lion“) und um die nordische Heimat („Northern Lights“), aber ebenso um die Weiten des amerikanischen Inlands („Drive“, „Winnebago“, „Montana“). Der Sound ist sehr organisch gehalten. Die allgegenwärtige akustische Gitarre reicht aus, doch Jarle entscheidet sich bisweilen auch für filigrane rhythmische Arrangements wie im Titeltrack „Beech Street“.
Mit sanfter und markanter Stimme führt uns Jarle Skavhellen durch ein Album voller unterschiedlicher Einflüsse. Das fröhliche Lagerfeuer-Feeling von „Crash & Burn“ machen dabei ebenso viel Spaß wie die intensive Freude von „Northern Lights“ und der berührende Piano-Abschluss mit „Anyway / Anyhow“.
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