Mit seinem Album „Quer durch die Bank“ hatte ich Alexander Eder noch hart in der Schlager-Ecke verortet. Um so überraschter bin ich von seinem neuen Unplugged-Livealbum. Hier setzt der Österreicher seine ganze Energie ein, um ein Publikum auch ohne Schlagerbeats mit auf den Weg zu nehmen.
Es heißt, dass es in der Szene niemanden gibt, der leidenschaftlicher und härter arbeitet als Alexander Eder, der so viel mehr ist als ein reines Casting- und Internet-Phänomen. Nirgends war das besser live zu erleben als am 7. Juni 2025. An diesem Abend haben Eder und seine Band in der malerischen Burgarena Finkenstein in Kärnten, Hunderte von Metern hoch über dem türkisblauen Wasser des Faaker Sees, das Publikum mit ihrer ersten Unplugged-Show und hektoliterweise Herzblut in absolute Euphorie versetzt. Ein Konzert, das so magisch war, dass es als „Unplugged (live)“ für die Ewigkeit festgehalten werden muss.
„Wir wollten für diesen besonderen Ort auch musikalisch etwas Außergewöhnliches machen und haben uns während der Tour in jeder freien Minute im Proberaum getroffen, um – auch dank der großartigen Arbeit von Lukas Husak und meinem Gitarristen – alle Stücke speziell für diesen Abend neu zu arrangieren. Für ein Konzert so viel Aufwand zu betreiben und drei neue Musiker*innen ins Boot zu holen, ist vermutlich ‘ganz normal gestört’ – aber für mich eine Herzensangelegenheit“, erzählt der Sänger.
Alexander Eder ist hörbar gut drauf, feiert sich und diesen Abend, kommt mit lockeren Sprüchen um die Ecke („Ich glaub mich finkt ein Stein“) und macht das Event zur Megaparty. Mit Piano und Akustik-Gitarre kommt seine raue Stimme noch besser zur Geltung. Klar, das erinnert auch hier an Ben Zucker – aber er muss sich ja nicht von allem abheben.
















