Laith Al-Deen und die rhetorische Frage „Was wenn alles gut geht“

VERÖFFENTLICHUNG» 31.10.2014
BEWERTUNG» 8 / 9
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Laith Al-Deen Was well alles gut geht bei Amazon bestellen

Seine Erfolgsbilanz ist beeindruckend: Sieben Alben hat Laith Al-Deen bisher auf den Markt gebracht, mehrfach Gold eingeholt und weit über eine Million Tonträger verkauft. Mit seinem ersten Album „Ich will nur wissen“ machte er im Jahr 2000 auf sich aufmerksam und vor allem die Hitsingle „Bilder von dir“ brachte ihn schnell einem großen Radiopublikum näher. Zudem folgten Tourneen mit Pur, die den Mannheimer bewusst förderten. Anfang 2004 erreichte dann das dritte Album „Für alle“ Platz 1 der deutschen Albumcharts und wurde sein bis dahin größter Erfolg. Nach einem Live-Album ging die Veröffentlichung weiterer Studioalben kontinuierlich weiter. Selten findet man deutsche Künstler, die ihren Weg so konsequent gehen. Das Album „Die Liebe zu Detail“ gehört für mich zu den wichtigsten deutschsprachigen Veröffentlichungen des neuen Jahrtausends.

Jetzt also eine neue Station auf der intensiven Reise, die vor mehr als 15 Jahren begann. Voll Leidenschaft und Herzblut in Symbiose mit einer mitreißenden Zuversicht kommt „Was wenn alles gut geht“ als Ode an das Leben. Der energische Titelsong steht auch textlich für eine optimistische Lebenseinstellung. Laith versteht es, die Zuhörer am Schopf zu packen und ihre Gefühlswelt zu durchleuchten. Und dazu nutzt er die gleiche Rezeptur wie in den vergangenen fünfzehn Jahren: eine Mischung aus Rock, Pop und elektronischen Elementen – verbunden mit einer überaus souligen Stimme. Vor allem die lauten rockigen Passagen stechen positiv heraus und machen das Hörerlebnis zum Genuss.

Doch auch wenn Laith gerne den Deutschrocker gibt, bleibt es oft leise. Da sind wunderschöne, melancholische Songs wie „Steine“, „Immer wieder“ und „Wo gehen wir hin“, die das ganze stimmliche Potential des Sängers in die Waagschale werfen und in denen er ohne ausschweifende instrumentale Unterstützung bestehen kann. Laith zusammen mit einer akustischen Gitarre oder einer leichtfüßigen Pianomelodie – das sind geniale Momente.

Auch wenn es in „Das kannst nur du“ mal breitwandig und hymnisch wird – wichtigstes Merkmal bleibt einmal mehr Laiths Bodenständigkeit. Er weiß, wovon er singt, und verliert sich nicht in philosophischen Phrasen. Die Liebe natürlich spielt darin stets eine Rolle und wer Laiths Veröffentlichungen verfolgt, weiß, dass er uns stets über neuste Entwicklungen und philosophische Eingebungen auf dem Laufenden hält.

Auf der Premium Edition des Albums befinden sich neben acht brandneu aufgenommenen Live-Tracks zudem ein Duett des Songs „Wenn gestern heute wär“ mit Deutschrock-Legende Peter Maffay. Allem voran ist dieses Album aber eins: handgemacht. „Das ist für mich das Entscheidende. Und dass wir ein ordentliches Stück Bühnenenergie auf dieses Album gebannt haben“, sagt Laith. Bleibt nur noch hinzuzufügen: Laith Al-Deen und Band gehen ab Januar 2015 auf große „Was wenn alles gut geht“ Tour.

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