„Memento Mori: Mexico City“ ist das jüngste Live-Album von Depeche Mode, das am 5. Dezember 2025 veröffentlicht wurde und die Live-Auftritte der Band aus Mexico City im September 2023 dokumentiert. Es wurde bei drei ausverkauften Konzerten im legendären Foro Sol Stadium in Mexiko-Stadt aufgenommen, und zwar am 21., 23. und 25. September 2023 im Rahmen der „Memento Mori“ World Tour. Diese Shows bildeten das Herzstück der Veröffentlichung: über zwei Stunden Live-Material – von neueren Songs des „Memento Mori“-Albums bis zu Klassikern wie „Enjoy The Silence“ und „Personal Jesus“.
Als Bonustracks enthält das Album vier bislang unveröffentlichte Studio-Songs, die während der „Memento Mori“-Sessions entstanden sind: „Survive“, „Life 2.0“, „Give Yourself To Me“ und „In The End“. Diese wurden nicht live eingespielt, sondern ergänzen das Album. Allein diese Titel sind es schon wert, in das Album reinzuhören. schließlich gibt es seit fast drei Jahren keinen neuen Stoff von der Band.
Doch auch visuell weiß der Digipack absolut zu überzeugen. Auf der zweiten DVD findet sich ein abendfüllender Zusammenschnitt aus über zwei Stunden Livematerial, aufgenommen während der ikonischen Foro Sol-Shows, die Depeche Modes ganze Klasse zeigen. Die Songaiuswahl ist stark, die Energie zwischen Band und Publikum überwältigend. Es war die erste große Tour der Band nach dem Tod von Gründungsmitglied Andy Fletcher, was dem Livealbum emotional zusätzliches Gewicht verleiht und zudem den zugrunde liegenden morbiden Albumtitel erklärt.
Noch tiefer geht der auf DVD 1 zu findende Konzertfilm „Depeche Mode: M“, der von dem mexikanischen Regisseur Fernando Frías konzipiert wurde und die gleiche Konzertreihe filmisch dokumentiert. Dieser Film geht über bloße Konzertaufnahmen hinaus, indem er einen kulturellen Kontext herstellt – insbesondere Verbindungen zwischen den Themen des Albums und der mexikanischen Kultur rund um Tod und Sterblichkeit. Ein grandioses Kunstwerk, das die Musik und ihre Philosophie verbindet.
So bekommt man die aktuelle Bestandsaufnahme der zu Dave Gahan und Martin Gore geschrumpften Depeche Mode als Rundum-sorglos-Paket und darf nochmal in Erinnerungen schwelgen, bevor die Reise hoffentlich irgendwann weitergeht.
Gegründet wurden Depeche Mode im Jahr 1980, aber sie sind viel mehr als ein schillerndes Überbleibsel der New Wave- und Synthiepop-Ära. Auch nach 42 Jahren und 15 Studioalben wird jedes ihrer Werke von einer weltweiten Fangemeinde sehnsüchtig erwartet. Kein Wunder, dass auch „Memento Mori“ auf Anhieb die Chartspitze in Deutschland erklomm und sich damit als achtes Album der Band in Folge dort festsetzt.
Vielschreiber sind Dave Gahan und Martin Gore nun wirklich nicht. Meist vergingen in steter Regelmäßigkeit vier Jahre von Veröffentlichung zu Veröffentlichung. Und dieses Mal waren er gar sieben Jahre seit „Spirit“, wobei lange Zeit in den Sternen stand, ob es überhaupt ein neues Werk geben würde. Der plötzliche Tod von Mitbegründer und Keyboarder Andy Fletcher im Mai vergangenen Jahres hat eine große Lücke in das Gespann gerissen. Man hat sich aber aufgerafft und die Platte ihm zu Ehren „Memento Mori“ genannt. Ein Ausdruck aus dem antiken Rom, nachdem wir uns alle unserer Sterblichkeit bewusst sein und dementsprechend nicht so wichtig nehmen sollen.
Fotocredit: Anton Corbijn
Produziert von James Ford mit Unterstützung von Marta Salogni reifte „Memento Mori“ während der Frühphase der weltweiten Covid-Pandemie heran – einer Periode, die auch einen thematischen Einfluss auf die Songs hatte. Die zwölf Tracks schlagen die Brücke zwischen einer Vielzahl von Stimmungen und musikalischen Texturen – angefangen beim bedrohlichen Opener bis zur Auflösung am Schluss spannt sich das Gefühlsspektrum von Paranoia und Besessenheit bis hin zu psychischer Befreiung und Freude sowie zahllosen emotionalen Zwischentönen.
Insgesamt ist es ein sehr melancholisches Album mit komplexen Klängen. Sphärische Melodien dominieren in vielen Songs. Dabei ruhen sich die beiden Protagonisten nicht auf ihrer Vergangenheit aus, sondern wagen durchaus neue elektronische Experimente, wie „My Cosmos Is Mine“ zeigt. Das konnte man dann auch getrost als Teaser veröffentlichen, da neuere Songs der Band ohnehin nicht im Radio gespielt werden.
Stücke wie „Wagging Tongue“ und „Favourite Stranger“ besänftigen im Übrigen die Fans eingängiger Melodien – und ein Stück wie „Ghosts Again“ wird dann schnell zum persönlichen Highlight, das ich gar nicht mehr aus der Playlist weg denken möchte. Die zwölf Songs in 50 Minuten sind für mich ohne wirklichen Ausfall. Grandios, wenn man die schwierige Entstehungsgeschichte bedenkt. Es steht Depeche Mode auf jeden Fall sehr gut, ihre poppige und experimentelle Seite zu vereinen.
„Memento Mori“ ist ein sehr intensives Album – nicht nur vor dem Hintergrund von Andys Tod. Selten hat es eine Band geschafft, Sterblichkeit und Vergänglichkeit so emotional und kraftvoll zu thematisieren.
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26. Mai – Leipzig, DE – Leipziger Festwiese
04. Juni – Düsseldorf, DE – Merkur Spiel-Arena
06. Juni – Düsseldorf, DE – Merkur Spiel-Arena
20. Juni – München, DE – Olympiastadion
29. Juni – Frankfurt, DE – Deutsche Bank Park
01. Juli – Frankfurt, DE – Deutsche Bank Park
07. Juli – Berlin, DE – Olympiastadion
09. Juli – Berlin, DE – Olympiastadion
Mit der Single „Ghosts Again“ geht der Albumveröffentlichung von „Memento Mori“ schon jetzt das erste Vorab-Outtake voraus. „Ghosts Again“ war im vergangenen Oktober bereits während eines geheimen Previews im Rahmen des exklusiven „Memento Mori“-Tourankündigungs-Events in Berlin zu hören und stellt schon jetzt nicht weniger als einen lupenreinen Depeche Mode-Klassiker dar: Dave Gahans bilderstarke Lyrics wie „wasted feelings, broken meanings… a place to hide the tears we cry” verbinden sich über einem erhebenden, optimistischen Groove mit einer hypnotischen Gitarrenfigur von Martin Gore.
„Ghosts Again“ ist ab sofort auf sämtlichen digitalen Streamingdiensten sowie als Instant-Grat bei Pre-Saves und Vorbestellungen von „Memento Mori“ verfügbar. Das Album wird in folgenden Formaten veröffentlicht: (exklusive) 2LP-Vinyl, Kassette sowie in digitaler Form.
„Für mich fängt GHOSTS AGAIN das perfekte Gleichgewicht zwischen Melancholie und Freude ein“, so Gahan. „Es kommt nicht allzu oft vor, dass wir einen Song aufnehmen, den ich mir nicht nur immer und immer wieder anhören kann – ich freue mich auch riesig, ihn mit der Welt teilen zu dürfen“, ergänzt Gore.
Für die visuelle Umsetzung von „Ghosts Again“ zeichnet sich einmal mehr der langjährige Depeche Mode-Kollaborateur und Artwork-Designer Anton Corbijn verantwortlich, der auch das Albumcover von „Memento Mori“ geschaffen hat. Corbijns außergewöhnliche visuelle Übersetzung in nüchternen und doch satten Monochrom-Tönen ist hier zu sehen:
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„Memento Mori“ stellt Depeche Modes insgesamt 15. Studioalbum dar, während Gahan und Gore nach dem tragischen Tod von Bandmitgründer Andrew „Fletch“ Fletcher im Jahr 2022 den ersten Longplayer in zweiköpfiger Besetzung vorlegen. Produziert von James Ford mit Unterstützung von Marta Salogni reifte „Memento Mori“ während der Frühphase der weltweiten Covid-Pandemie heran; eine Periode, die auch einen thematischen Einfluss auf die Songs hatte.
Die 12 Albumtracks schlagen die Brücke zwischen einer Vielzahl von Stimmungen und musikalischen Texturen – angefangen beim bedrohlichen Opener bis zur Auflösung am Schluss spannt sich das Gefühlsspektrum von Paranoia und Besessenheit bis hin zu psychischer Befreiung und Freude sowie zahllosen emotionalen Zwischentönen. Hier die vollständige Tracklist von „Memento Mori“:
My Cosmos Is Mine Wagging Tongue Ghosts Again Don’t Say You Love Me My Favourite Stranger Soul With Me Caroline’s Monkey Before We Drown People Are Good Always You Never Let Me Go Speak To Me
Die von Live Nation präsentierte Konzertreise stellt die erste Depeche Mode-Tour seit mehr als fünf Jahren sowie die 19. Tour der Band insgesamt dar. Der Tourstart findet am 23. März in Form einer besonderen Reihe nordamerikanischer Arena-Konzerten statt, in deren Rahmen Depeche Mode im New Yorker Madison Square Garden, dem United Center in Chicago, dem Kia Forum in Los Angeles, der Scotiabank Arena in Toronto sowie anderen Metropolen Station machen.
Ab dem 16. Mai werden Depeche Mode zu Gast in europäischen Stadien wie dem Pariser Stade de France, dem San Siro Stadium in Mailand oder dem Twickenham Stadium in London sein. Hierzulande werden die Engländer in Leipzig, Düsseldorf, München, Frankfurt und Berlin zu erleben sein. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden in vielen Ländern Zusatzshows eingeplant. Weitere Informationen unter www.depechemode.com.
Mit über 100 Millionen verkaufter Tonträger und einem weltweiten Livepublikum von mehr als 35 Millionen begeisterter Fans stellen Depeche Mode einen in ständiger Weiterentwicklung befindlichen und bahnbrechenden musikalischen Impulsgeber dar. Als eine nicht mehr aus der populären Musik wegzudenkende Inspiration für Fans, Kritiker und Künstlerkolleg:innen gleichermaßen schlagen Depeche Mode mit dem Album „Memento Mori“ sowie der folgenden Tour das nächste Kapitel auf, in dem sie ihr unvergleichliches und lebendiges Vermächtnis fortschreiben.
„Memento Mori“-World Tour 2023:
23. März – Sacramento, CA – Golden 1 Center
25. März – San Jose, CA – SAP Center
28. März – Los Angeles, CA – Kia Forum
30. März – Las Vegas, NV – T-Mobile Arena
02. April – San Antonio, TX – AT&T Center
05. April – Chicago, IL – United Center
07. April – Toronto, ON – Scotiabank Arena
09. April – Quebec City, QC – Videotron Centre
12. April – Montreal, QC – Centre Bell
14. April – New York, NY – Madison Square Garden
16. Mai – Amsterdam, NL – Ziggo Dome
18. Mai – Amsterdam, NL – Ziggo Dome
20. Mai – Antwerp, BE – Sportpaleis Antwerpen
23. Mai – Stockholm, SE – Friends Arena
26. Mai – Leipzig, DE – Leipziger Festwiese
28. Mai – Bratislava, SK – Národný Futbalový Štadión
31. Mai – Lyon, FR – Groupama Stadium
02. Juni – Barcelona, ES – Primavera Sound Festival
04. Juni – Düsseldorf, DE – Merkur Spiel-Arena
06. Juni – Düsseldorf, DE – Merkur Spiel-Arena
09. Juni – Madrid, ES – Primavera Sound Festival
11. Juni – Bern, CH – Stadion Wankdorf
14. Juni – Dublin, IE – Malahide Castle
17. Juni – London, UK – Twickenham Stadium
20. Juni – München, DE – Olympiastadion
22. Juni – Lille, FR – Stade Pierre Mauroy
24. Juni – Paris, FR – Stade de France
27. Juni – Kopenhagen, DK – Parken
29. Juni – Frankfurt, DE – Deutsche Bank Park
01. Juli – Frankfurt, DE – Deutsche Bank Park
04. Juli – Bordeaux, FR – Matmut Atlantique
07. Juli – Berlin, DE – Olympiastadion
09. Juli – Berlin, DE – Olympiastadion
12. Juli – Rom, IT – Stadio Olympico
14. Juli – Mailand, IT – San Siro
16. Juli – Bologna, IT – Stadio Renato Dall’Ara
21. Juli – Klagenfurt, AT – Wörthersee Stadion
23. Juli – Zagreb, HR – Arena Zagreb
26. Juli – Bukarest, RO – Arena Națională
28. Juli – Budapest, HU – Puskás Aréna
30. Juli – Prag, CZ – Letňany Airport
02. August – Warschau, PL – PGE Narodowy
04. August – Krakau, PL – Tauron Arena
06. August – Tallinn, EE – Tallinna Lauluväljak
08. August – Helsinki, FI – Kaisaniemen Puisto
11. August – Oslo, NO – Telenor Arena
Gerade die 80er Jahre waren eine wundervolle Zeit, als man sich seine Lieblingssongs in sogenannten Maxi-Versionen zu Gemüte führen konnte. In der Neuen Deutschen Welle wurde das exorbitant exerziert, Falco war ein Paradebeispiel für fein ausarrangierte Extended Versions und natürlich Bands wie Frankie Goes to Hollywood. Gerade die ausgedehnten Elektronikparts, die damals in die Musik Einzug hielten, erleichterten das Ganze ungemein. In Diskotheken wurden die Langversionen genutzt, um Tänzer länger auf der Tanzfläche zu halten, zudem schwärmten die DJs von der enormen Dynamik und Klangqualität, die man mit den 12″-Singles im LP-Format erreichen konnte. Mit dem Aufkommen von CDs und der Technomusik in den 90ern (die sich ohnehin nicht an Längenvorgaben hielt) war auch das Ende der Maxiversionen gekommen. Man nannte sie nun Remixe, meinte damit aber oft nicht ausgedehnte, sondern komplett neue Abmischungen.
Bands wie Depeche Mode waren von neuen Trends gerne mal unbeeindruckt und hielten weiter am Release ordentlicher Maxiversionen fest. Und diese sind auch in der Neuauflage wie geschaffen für den umtriebigen Vinylsammler, der seine Regale füllen und in Erinnerungen schwelgen will.
In der chronologisch korrekten Reihenfolge veröffentlichte Sony Music Entertainment die ersten beiden Box-Sets der 12″ Singles-Serie von Depeche Mode im August 2018: “Speak & Spell | The Singles” und “A Broken Frame | The Singles”. Im Dezember 2018 folgten die Alben “Construction Time Again | The 12″ Singles” und “Some Great Reward | The 12″ Singles”. Fortgesetzt wurde die Reihe Ende Mai 2019 mit “Black Celebration | The 12″ Singles” und “Music For The Masses | The 12″ Singles” sowie im Juli 2020 mit “Violator | The 12″ Singles” und dann im Oktober desselben Jahres mit “Songs Of Faith and Devotion | The 12″ Singles”. Die beiden bislang letzten Box-Sets erschienen am 27. September 2021 mit “Ultra | The 12″ Singles” bzw. am 10. Juni 2022 mit “Exciter | The 12″ Singles”.
Jetzt ist die Reihe am 2005er Album „Playing The Angel“. Das gesamte Album ist recht düster gehalten und enthält pessimistische Texte. Das Zitat des Albumtitels stammt aus dem Song „The Darkest Star“. Alles in allem war es eine Rückkehr zur alten Stärke der Band. Weniger digitale Elemente, stattdessen analoge Sounds mit Verzerrern und Übersteuerungen.
Vier Stücke wurden als Singles ausgekoppelt und diese werden hier ausgiebig zelebriert: „Precious“, „A Pain That I’m Used To“, „Suffer Well“ und die Doppel-A-Seite „John the Revelator / Lilian“. Dabei konnte man sich damals wie heute in unzähligen Mixes auslassen und jede Single wird hier mit zwei Vinylscheiben abgehandelt. Es gibt ausgedehnte und instrumentale Mixe, Dub-Versionen sowie Abmischungen von Künstlern wie M83 und Tiga. Wer tief in die Songs einsteigen will, bekommt hier die ideale Gelegenheit. Da dürfte noch mancher Fan seine Überraschung erleben.
Ein besonderes Schmankerl ist die Scheibe, die sich „The Darkest Star“ widmet. Vor allem deshalb, weil dieser fantastische Song nie offiziell als Single ausgekoppelt wurde. So ist es um so schöner, dass sich zwei Abmischungen im Remix-Reigen finden. Und die zehnte Scheibe, die extra für diesen Release zusammengestellt wurde, liefert zehn Tracks mit B-Seiten und Singles, die seinerzeit verstreut auf verschiedenen Releases zu finden waren. Darunter „Free“ (B-Seite von „Precious“), „Better Days“ (B-Seite von „Suffer Well“), „Newborn“ (B-Seite von „A Pain That I’m Used To“), diverse Single-Versionen für den Radiogebrauch und der mystisch-verspielte Goldfrapp-Remix von „A Pain That I’m Used To“.
Die edle Box enthält alle zehn Vinylscheiben in wertig aufgemachten Sleeves mit den originalen Cover-Artworks. Die Box ziert die von Anton Corbijn entworfene Figur des Mr. Feathers in neuem Design. Auf jeden Fall ein Hingucker – ebenso wie die komplette Box.
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Depeche Mode melden sich endlich zurück! 2023 gehen Dave Gahan und Martin Gore auf „Memento Mori“-Welttournee zum gleichnamigen kommenden Album – von Mai bis Juli stehen dabei mehrere spektakuläre Konzerte in Deutschland auf dem Plan.
Depeche Mode Tour 2023
26.05.2023 – Leipzig / Festwiese
04.06.2023 – Düsseldorf / Merkur Spiel-Arena
06.06.2023 – Düsseldorf / Merkur Spiel-Arena
20.06.2023 – München / Olympiastadion
29.06.2023 – Frankfurt / Deutsche Bank Parkstadion
Sony Music Entertainment wird am 11. November 2022 das als komplette Retrospektive angelegte 12″ Vinyl-Singles-Projekt von Depeche Mode mit der Veröffentlichung von „Playing The Angel | The 12″ Singles“ fortsetzen.
„Playing The Angel | The 12″ Singles“ bietet in dieser als Deluxe-Box-Set aufgelegten Sammler-Edition insgesamt zehn 12″ Vinyl-Schallplatten mit Single-Auskopplungen aus dem im Oktober 2005 veröffentlichten elften gleichnamigen Depeche Mode-Studioalbum. Neben den eigentlichen Titeln „Precious“, „A Pain That I’m Used To“, „Suffer Well“ und „John The Revelator/Lilian“ gibt es zahlreiche B-Seiten, Remixe, Instrumental- und Dub-Versionen sowie weitere Aufnahmen aus dem Album-Umfeld.
„Playing The Angel | The 12″ Singles“ ermöglicht die erneute Begegnung mit zahlreichen aufregenden Remixen von Depeche Mode-Originalen, insbesondere auch auf einer 12“ Single, die sich „The Darkest Star“ widmet, jenem Track, aus dem der Titel des Albums entstand. Die zehnte und letzte Platte, speziell für diese Kollektion zusammengestellt, offeriert B-Seiten und Remixe, die seinerzeit verstreut auf CDs und Maxi-Singles erschienen waren.
„Playing The Angel“ war das erste in einer Reihe von Alben unter der Regie des Produzenten Ben Hillier auf dem Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher nach 25 Jahren Band-Geschichte neues akustisches Terrain eroberten. Mit dem Album verbanden Depeche Mode einen wesentlich roheren Sound mit pulsierenden Techno-Beats. Während des Veröffentlichungszyklus von „Playing The Angel“ setzten Depeche Mode auch ihre Tradition jener durchaus monumentalen und Album-ergänzenden 12″ Singles fort.
Von den allerersten Band-Tagen an hatte Depeche Mode das 12″ Vinyl-Format favorisiert, es als innovatives Medium für klangliche und visuelle Gestaltung verstanden. Die 12″ Single ermöglichte es der Band einerseits neue akustische Ebenen auszuloten, andererseits lieferte die Haptik physischer Verpackung reichlich Raum für die stete Weiterentwicklung ästhetischer Designideen. Mit ihrer 12“ Singles-Diskographie präsentiert die Band ihren Fans unkonventionelle Remixe, seltene B-Seiten, ausgefallene Konzertmitschnitte oder andere exklusive Pretiosen.
Sony Music Entertainment veröffentlichte die ersten beiden Box-Sets der 12″ Singles-Serie von Depeche Mode im August 2018: „Speak & Spell | The Singles“ und „A Broken Frame | The Singles“. Im Dezember 2018 folgten die Alben „Construction Time Again | The 12″ Singles“ und „Some Great Reward | The 12″ Singles“. Fortgesetzt wurde die Reihe Ende Mai 2019 mit „Black Celebration | The 12″ Singles“ und „Music For The Masses | The 12″ Singles“ sowie im Juli 2020 mit „Violator | The 12″ Singles“ und dann im Oktober desselben Jahres mit „Songs Of Faith and Devotion | The 12″ Singles“. Die beiden bislang letzten Box-Sets erschienen am 27. September 2021 mit „Ultra | The 12″ Singles“ bzw. am 10. Juni 2022 mit „Exciter | The 12″ Singles“.
Jedes Box Set innerhalb dieser Reihe enthält die Singles der einzelnen Depeche Mode-Alben auf hochwertigem Vinyl, bei denen die remasterten Tonspuren direkt von den ursprünglichen Mastertapes stammen. Die spezielle Box-Set-Grafik wurde von den jeweiligen Original-Alben inspiriert, während die 12″ Singles selbst die damaligen Cover-Artworks enthalten.
Die 12″ Singles-Serie von Depeche Mode soll auch in Zukunft in gleicher Deluxe-Box Set-Form als Sammler-Editionen und in gleicher audiophiler Qualität weitergeführt werden.
Sony Music Entertainment veröffentlicht mit „Exciter | The 12″ Singles“ am 10.06.2022 ein neues Deluxe-Boxset aus der erfolgreichen Collector’s Edition-Serie. Das Set enthält acht Maxi-Singles auf Vinyl von den Songs „Dream On“, „I Feel Loved“, „Freelove“ und „Goodnight Lovers“ mit den dazugehörigen B-Seiten, Remixen, Instrumentalversionen, akustischen Songfassungen und weitere Aufnahmen, die im Rahmen der Veröffentlichung des zehnten Depeche Mode-Albums „Exciter“ (Original-VÖ: Mai 2001) entstanden.
Drei der Maxis des „Exciter“-Sets bieten Songs, die bei der Erstveröffentlichung des Albums als CD-Singles erschienen. Jede dieser 12“ Singles orientiert sich im Artwork an den Original-Releases. Zu hören sind spannende Remixe von DM-Songs sowie die Single-Version von „Dirt“ eine Coverversion des Stooges-Klassikers.
„Exciter“, das vom britischen Techno-Pionier Mark Bell produziert wurde, war das erste Depeche Mode-Album des 21. Jahrhunderts. Auf diesem Album experimentierten Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher neben Ambient-Sounds auch mit akustischen Songstrukturen und setzten weiterhin auf eingängige Melodien. Auch hier führte die Band die Tradition fort, ergänzend zum Album-Release eine Songauswahl auf spektakulären Maxi-Singles zu veröffentlichen. Ein Nachdruck des Promo-Posters zu „Dream-On“ sowie ein großformatiges Poster, das Bestandteil der 12‘‘ zu „Good Lover“ war, liegen dem Deluxe-Package „Exciter | The 12″ Singles“ bei.
Schon früh in ihrer Karriere hatten Depeche Mode das 12″-Format für sich entdeckt und die innovativen Möglichkeiten, die es bot, voll ausgeschöpft. Maxi-Singles waren wie geschaffen dafür, neue Sounds zu erforschen und das Cover bot eine große Fläche für spannende visuelle Experimente. DM-Fans liebten diese Veröffentlichungen, denn jede dieser Maxi Singles präsentierte besondere Songversionen oder auch Bonustitel.
Im August 2018 veröffentlichte Sony mit „Speak & Spell | The Singles“ und „A Broken Frame | The Singles“ die ersten Sets der 12″-Single-Reihe. Im Dezember desselben Jahres folgten „Construction Time Again | The 12″ Singles“ und „Some Great Reward | The 12″ Singles“. Fortgesetzt wurde die Reihe im Mai 2019 mit „Black Celebration | The 12″ Singles“ und „Music For The Masses | The 12″ Singles“. Weitere Ausgaben waren „Violator | The 12″ Singles“ (Juli 2020), „Songs of Faith and Devotion | The 12″ Singles“ (Oktober 2020) sowie „Ultra | The 12″ Singles“, die jüngste VÖ aus dem September 2021.
Jedes Boxset der Serie widmet sich den Singles eines bestimmten Depeche Mode-Albums. Die Songs der audiophilen Maxis wurden anhand der Original-Tapes remastert. Im Design lehnen sich die Boxen an die ursprünglichen Alben an, die Cover der versammelten 12″-Scheiben entsprechen im Artwork ihren Originalen.
Die Depeche Mode 12″-Single-Serie wird in den kommenden Jahren fortgesetzt und voraussichtlich in ähnlich konfigurierten, audiophilen Fassungen erscheinen.
Im Jahr 1987 veröffentlichten Depeche Mode ihr Album „Music For The Masses“, Die darauf folgende Tour umfasste 101 Konzerte und war der unumstrittene Karriere-Höhepunkt der Synthie-Rocker. Selbst in den USA hatte man den Sprung vom Geheimtipp zur Arenen und Stadien füllenden Band geschafft. Für die Zeit Ende der 80er Jahre war dies ein Novum im Bereich elektronischer Musik.
Ein Mitschnitt des von über 60.000 Zuschauern besuchten Abschlusskonzerts im Pasadena Rose Bowl Stadium (Kalifornien) wurde Anfang 1989 als Live-Doppelalbum „101“ veröffentlicht, begleitet von einem gleichnamigen Dokumentarfilm, der während der US-Tour entstand.
Die mir vorliegende Doppel-DVD entspricht vom Inhalt der erweiterten 2003er Auflage. Disc 1 enthält besagten Dokumentarfilm, Disc 2 bietet zwölf Livetitel vom Pasadena-Konzert (nicht den kompletten Mitschnitt) und Interviews mit diversen Beteiligten.
Die Doku ist es immer noch wert, ein Auge darauf zu werfen. Man bekommt exklusive Einblicke ins Tourleben und begleitet zudem eine Gruppe von Fans, die als Gewinner eines „be-in-a-Depeche Mode-movie-contest“ durch Amerika reisen. Die Aufnahmen der Band sind zum Teil sehr privat und absolut authentisch. Selten kann man als Zuschauer eine solche Nähe zu seiner Lieblingsband entwickeln.
Regisseur und Produzent D.A. Pennebaker hatte einen Dokumentarfilm gedreht, keinen Konzertfilm. Dessen sollte man sich bewusst sein. Momentaufnahmen und Interviews nehmen mehr Raum ein als Konzertmitschnitte, aber das wird durch die zweite Disc wieder wettgemacht. Leider gibt es keinen vollständigen Videomitschnitt aus Pasadena, aber immerhin eine fulminante live-CD, die auch nach über dreißig Jahren noch Kult ist.
“Depeche Mode 101” – A film by D.A. Pennebaker, Chris Hegedus, David Dawkins
Mute Film präsentiert eine Pennebaker Hegedus Film-Produktion
Mit Andy Fletcher • David Gahan • Martin Gore • Alan Wilder
Gefilmt und aufgenommen von David Dawkins • Jim Desmond • Nick Doob • Chris Hegedus • D.A. Pennebaker • Joel Demott • Jeff Kreines
Schnitt: D.A. Pennebaker • David Dawkins • Chris Hegedus
Assistenz beim Schnitt: Erez Laufer
Ausführende Produzenten: Bruce Kirkland • Daniel Miller
Produzent: Frazer Pennebaker
Regie: David Dawkins • Chris Hegedus • D.A. Pennebaker
“Depeche Mode – Live At The Pasadena Rose Bowl, June 18, 1988”
Die Songs:
Master And Servant • Pimpf • Behind The Wheel • Strangelove Blasphemous Rumours • Stripped • Somebody • Black Celebration Pleasure, Little Treasure • Just Can’t Get Enough • Everything Counts Never Let Me Down Again
Die Blu-ray enthält zudem drei bisher unveröffentlichte Bonus Tracks:
A Question Of Lust • Sacred • Something To Do
Boxset-Edition
Wer mehr will als das Material der DVD bzw. Blu-ray, muss sich an das umfassende Boxset halten, das ebenfalls dieser Tage erschienen ist. Hier bekommt das Fanherz Einiges geboten: Ein 48-seitiges Fotobuch, das Einblicke hinter die Kulissen und in das Tagesgeschäft gibt; eine 20 x 30 Zoll große Replik des originalen US-Kino-Posters; ein 16-seitiges Booklet mit Foto-Impressionen von Cover-Gestalter Anton Corbijn, das schon bei der CD-Erstveröffentlichung des Albums beilag; eine Doppel-CD mit den ursprünglichen 20 Songs des Live-Konzerts sowie eine Download Card, die Zugriffe auf die HD-Version des Films sowie des Bonusmaterials und auch auf 24-bit-Audiodateien des gesamten “101”-Konzertes ermöglicht.
Am 3. Dezember veröffentlicht Sony Music und Depeche Mode in einer erweiterten Box-Edition samt Live-Konzert eine völlig neu überarbeitete Fassung ihres „101“ betitelten Dokumentarfilmes, der rund um den 101. und damit letzten Live-Auftritt ihrer „Music For The Masses“-Welttournee am 18. Juni 1988 im „Pasadena Rose Bowl“-Stadion im Norden von Los Angeles entstand.
Die hochinnovative Dokumentation „101“ war eine Gemeinschaftsarbeit des gefeierten Filmemacher-Ehepaares D.A. Pennebaker („Don’t Look Back“) und Chris Hegedus („The War Room“), das dabei auch auf kreative Beiträge der Band selbst zurückgreifen konnte, denn ein exklusiver Fan-Wettbewerb versprach als Hauptpreis einen Auftritt in besagtem Depeche Mode-Film. „101“ erzählt somit nicht nur die Geschichte von quer durch die Staaten zu einem aufregenden Depeche Mode-Event in L.A. reisenden Preisträgern, die Dokumentation gilt heute auch als filmischer Vorläufer des jugendkulturellen Reality-TV-Trends. Außerdem erfasst der Film auf brillante Weise die elektrisierende Synergie zwischen der Band und ihren Fans.
Diese neue High-Definition-Editon von „101 – A film by D.A. Pennebaker, Chris Hegedus, David Dawkins“ vermittelt dank der Verwendung akribisch hergestellter 4K-Kopien von den originalen Filmrollen ein völlig neues visuelles Erlebnis. Die „101“-Blu-ray enthält als Bonus drei zuvor nie gesehene Live-Versionen der Songs „A Question Of Lust“, „Sacred“ und „Something To Do“ sowie das offizielle Promotion-Video zu „Everything Counts“.
Der zusätzliche Inhalt des neuen und in limitierter Edition aufgelegten Box Sets „Depeche Mode 101“ wird wie folgt angekündigt: Ein 48-seitiges Fotobuch, das Einblicke hinter die Kulissen und in das Tagesgeschäft gibt; eine 20 x 30 Zoll große Replik des originalen US-Kino-Posters; ein 16-seitiges Booklet mit Foto-Impressionen von Cover-Gestalter Anton Corbijn, das schon bei der CD-Erstveröffentlichung des Albums beilag; eine Doppel-CD mit den ursprünglichen 20 Songs des Live-Konzerts sowie eine Download Card, die Zugriffe auf die HD-Version des Films sowie des Bonusmaterials und auch auf 24-bit-Audiodateien des gesamten „101“-Konzertes ermöglicht.
Die beiden hier enthaltenen DVDs entsprechen exakt der 2003 veröffentlichten DVD-Ausgabe von „Depeche Mode 101“. Als exklusives Zusatzmaterial nur auf den DVDs gibt es Kommentare von Depeche Mode and D. A. Pennebakers Film Crew zu den Songs sowie Interviews mit Dave Gahan, Andy Fletcher, Martin Gore, Daniel Miller und Jonathan Kessler als auch Interviews mit den Fans aus dem Bus.
„Es ist wunderbar, dass wir in der Lage sind, D.A. Pennebakers Film und diese Periode unserer Karriere in solch einem neuen High-Definition-Licht zu sehen“, sagen Depeche Mode.
2020 veröffentlichte Depeche Mode „SPiRiTS In The Forest“, vom Magazin Forbes als „neuer Gold-Standard für Konzertfilme“ beschrieben. Aufgezeichnet unter der Regie von Anton Corbijn entstand dieser Film am Ende ihrer Rekorde brechenden zweijährigen „Global Spirit Tour“, während der sie bei 115 Shows rund um den Globus vor mehr als drei Millionen Fans auftraten. Im November desselben Jahres wurde die Band auch in die legendäre „Rock & Roll Hall Of Fame“ aufgenommen.
„Depeche Mode 101“ – A film by D.A. Pennebaker, Chris Hegedus, David Dawkins
Mute Film präsentiert eine Pennebaker Hegedus Film-Produktion
Mit Andy Fletcher • David Gahan • Martin Gore • Alan Wilder
Gefilmt und aufgenommen von David Dawkins • Jim Desmond • Nick Doob • Chris Hegedus • D.A. Pennebaker • Joel Demott • Jeff Kreines
Schnitt: D.A. Pennebaker • David Dawkins • Chris Hegedus
Assistenz beim Schnitt: Erez Laufer
Ausführende Produzenten: Bruce Kirkland • Daniel Miller
Produzent: Frazer Pennebaker
Regie: David Dawkins • Chris Hegedus • D.A. Pennebaker
„Depeche Mode – Live At The Pasadena Rose Bowl, June 18, 1988“
Die Songs:
Master And Servant • Pimpf • Behind The Wheel • Strangelove Blasphemous Rumours • Stripped • Somebody • Black Celebration Pleasure, Little Treasure • Just Can’t Get Enough • Everything Counts Never Let Me Down Again
Die Blu-Ray enthält drei bisher unveröffentlichte Bonus Tracks:
A Question Of Lust • Sacred • Something To Do
Außerdem das offizielle Promotion-Video zu Everything Counts
Gegründet wurde die New Wave-Band im Mai 1981 von Nicola Sirkis und Dominique Nicolas. Im September kamen dann Nicolas‘ Zwillingsbruder Stéphane und Dimitri Bodiansky hinzu – am 19. September 1981 gab es das erste Livekonzert der Gruppe.
Vierzig Jahre sind für eine Rockband ziemlich einzigartig. Indochine haben nie damit aufgehört, voran zu gehen. Dreizehn Studioalben, unzählige Live-Auftritte und andere Spezial-Projekte. Konzerte in Peru, Skandinavien, Vietnam, Kanada, Europa in unaufhaltsamen Zyklen: neues Album, danach eine Tour und dazu die alten Hits. Auf diese Weise erneuerten sie immer wieder ihr Publikum, zu dem sich immer wieder eine neue Generation hinzugesellte.
Und nun ist die Band vierzig Jahre alt. Es ist ein Meilenstein, der es verdient hat, eine Weile im Schulterblick bewundert zu werden, bevor man auf Album Nummer vierzehn zusteuert.
Indochine haben viel Zeit investiert und sich viele Gedanken gemacht, wie man das seltene Jubiläum zu einem Event-Feuerwerk machen kann. Die Singles der Band wurden lange nicht mehr zu einer Compilation zusammen gefasst – und dies geschieht nun in zwei Teilen: die „Singles Collection (2001-2021)“ erscheint am 28. August, die „Singles Collection (1981-2001)“ folgt im November 2020. Erstere enthält mit „Nos célébrations” einen brandneuen, unveröffentlichten Track, der in den legendären Rak Studios in London aufgenommen wurde. Und auch bei Volume 2 soll man sich auf Überraschungen gefasst machen.
Um den Sound zu harmonisieren, wurden alle Songs von Mike Guzauski remixed. Die Aktualisierung und der neue Remix der Klangelemente ist sehr gelungen. Ich bin (ehrlich gesagt) nicht besonders vertraut mit der Musik von Indochine, doch Fans der Band – und alle, die es werden wollen – werden mit dieser Compilation gut bedient. Und man darf gespannt sein auf Volume 2, die um einiges nostalgischer werden wird.
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40 Jahre umfasst die Karriere der britischen Vorzeigeband nun schon – und mit „Sounds Of The Universe“ und „Delta Machine“ hatten sie allen gezeigt, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Bei Acts in dieser Größenordnung von einer „Kultband“ zu sprechen, fällt einem beinahe schwer. Doch wer verfolgt, wie allerorten große Release-Parties gefeiert werden, sobald ein neues Werk erscheint, wird nicht umhin kommen, Depeche Mode ob ihrer treuen Fanschar zu beneiden.
Für die Aufnahmen zum 2017er Release „Spirit“ arbeitete die Band erstmals mit dem Produzenten James Ford (Simian Mobile Disco), unter dessen Regie in den vergangenen Jahren u.a. Alben von Florence & The Machine, Arctic Monkeys und Foals entstanden waren. Politisches Statement – Aufruf zum Widerstand. Das hat es in der Vergangenheit schon öfter gegeben bei den Briten, man denke an „People Are People“, doch es mag schon sein, dass sie wie viele Bands gerade in Großbritannien und den USA diese Idee aus aktuellem Anlass neu entdecken. So ist es nicht verwunderlich, dass beim neuen Live-Release der aktuelle Song „Where’s The Revolution“ hymnisch an prominenter Stelle steht.
Das neue Werk ist eher Konzertfilm als Live-CD. Da mir zur Review allerdings nur die Audio-Version vorliegt, muss ich mich auf die drei großen S (Setlist, Sound und Stimmung) beschränken. Da allerdings gibt es absolut nichts zu meckern!
Das Package, das vier Discs (zwei Video-Discs und zwei Audio-Discs) enthält, besteht aus der „Spirits In The Forest“-Dokumentation, die unter der Regie von Anton Corbijn entstand und „Live Spirits“, dem Mittschnitt der beiden finalen Konzerte der Band im Rahmen ihrer „Global Spirit Tour“ in der legendären Waldbühne in Berlin. Das Material wurde in seiner Gesamtheit noch nirgendwo gezeigt, ausgestrahlt oder veröffentlicht.
Das „Spirits In The Forest“-Package, das vom Forbes Magazin als „der neue Goldstandard in Sachen Konzertfilm“ geadelt wurde, setzt Maßstäbe, was das Konzept „Musik-Dokumentation“ angeht. Corbijn zeigt die Geschichte von sechs „Superfans“ aus verschiedenen Erdteilen, die alle extrem unterschiedlich sind – geeint einzig durch ihre Liebe zu Depeche Mode und dem Einfluss der Musik der legendären britischen Band auf ihr Leben. Dazwischen sieht man Aufnahmen der finalen Berlin-Show auf der legendären Waldbühne (= „Forest Stage“), die den Abschluss der Rekorde brechenden „Global Spirit Tour 2018“ bildete. Im Rahmen der Konzertreise, die 115 Shows umfasste, spielten Depeche Mode vor mehr als drei Millionen Fans überall auf der Welt.
Im vergangenen November feierte „Spirits In The Forest“ seine Kino-Premiere auf über 3.000 Leinwänden in knapp 80 Ländern. Der Film lockte mehr als 220.000 Zuschauer in die Lichtspielhäuser und spielte dabei mehr als 4,5 Millionen Dollar ein. In über 130 Ländern ist „Spirits In The Forest“ im Programm von Prime Video zu sehen und überdies auch bei iTunes verfügbar.
Die Live-CD bringt auch ohne visuelle Elemente ein geniales Konzerterlebnis. Die Setlist (siehe unten) lässt kaum Wünsche offen und vor allem der zweite Silberling ist ein Hitreigen, der auch Gelegenheitshörer der Kultband erfreuen wird. Die Stimmung auf der Waldbühne ist ohnehin stets einzigartig – und bei einer Band, die Berlin so liebt, und einem Publikum, das die Band so liebt – was soll da noch schief gehen?
Im Jahr 2020 werden Depeche Mode ihr 40jähriges Bestehen feiern. Grund genug für eine ausführliche Biographie zu diesem Musikphänomen. Ian Gittins hat sich der Sache angenommen und ein lesenswertes Buch zur „Kultband für die Massen“ verfasst.
Depeche Mode wurden 1980 gegründet. Damals stieß Dave Gahan als Sänger zum Synthesizer-Projekt von Martin Gore und Andrew Fletcher. Sie verkauften bis dato über 100 Millionen Tonträger und traten vor 30 Millionen Fans weltweit auf. Ihre wegweisenden und stilbildenden Veröffentlichungen in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten bescherten der Band neben großem kommerziellen Erfolg auch Legenden-Status als Musikpioniere und Erneuerer. Generationen von Bands und Musikern verweisen auf sie als Inspiration, Einfluss und Vorbilder.
Schon 1984 feierte die Band mit „People Are People“ hierzulande ihren ersten Nummer-1-Hit. Die Beziehung zu Deutschland sollte während der ganzen Bandkarriere eine ganz besondere bleiben: Nirgendwo sonst auf der Welt kamen mehr Depeche-Mode-Singles in die Top 10. Daniel Miller von Mute Records soll sogar einmal gesagt haben: „Depeche Mode sind die größte deutsche Band.“
Bei Acts in dieser Größenordnung von einer „Kultband“ zu sprechen, fällt einem beinahe schwer. Doch wer verfolgt, wie allerorten große Release-Parties gefeiert werden, sobald ein neues Werk erscheint, wird nicht umhin kommen, Depeche Mode ob ihrer treuen Fanschar zu beneiden.
Mit „Depeche Mode – Kultband für die Massen“ erscheint nun die erste umfangreiche und kenntnisreich recherchierte Bild-Biografie über die Erfolgsband. Auf 240 üppig illustrierten Seiten schildert der renommierte Musikjournalist Ian Gittins (Melody Maker, Q und The Guardian) die Stationen ihrer Karriere, von den Anfängen in der tristen britischen Schlafstadt Basildon bis zur triumphalen „Global Spirit“-Tour, auf der Depeche Mode vor insgesamt 2,3 Millionen Fans spielten und die im Juli 2018 mit zwei ausverkauften Konzerten in der Berliner Waldbühne zu Ende ging. Es gibt viel Fotomaterial aus allen Epochen der Band!
Und es gibt viel zu erzählen – von Erfolgen und Niederlagen, Höhenflügen und persönlichen Zerwürfnissen. Gittins nimmt die Situation der Band hervorragend unter die Lupe, weiß einige Anekdoten zu erzählen und widmet sich zudem detailliert den einzelnen Veröffentlichungen. „Kultband für die Massen“ ist ein lesenswertes Buch, das die Band, die viele für zu steril halten in ihrer perfekten Musikproduktion, ein Stück weit menschlicher macht.
12.000 Fans warten auf Depeche Mode. Verhalten, ruhig? Nein! Spannungsvoll und aufgeregt! Endlich, um ca. 21.00 Uhr erscheinen sie und legen sofort los, die Band ist heute riesig, denn die ganze König Pilsener Arena scheint mit zu den Musikern auf die Bühne zu gehören. Sofort steht das gesamte Publikum, klatscht, singt mit und schaut auf den aktiven Dave Gahan, der sich mit seinen rythmischen und typischen Schritten auf der Bühne bewegt. Seine goldene Jacke behält er nicht sehr lange an, denn er ist heute Abend richtig gut drauf. Verständlich, denn sein Publikum honoriert seinen Auftritt mit einer Intension, die jedem Künstler schmeicheln würde. Alles passt heute richtig gut. Seien es die Effekte, die sich im Hintergrund abwechslungsreich farbig darstellen, seien es seine Kollegen, die richtig gut ihre Instrumente bearbeiten oder seien es eben die absolut begeisterten Fans. Als der smarte Martin Gore dann seine stimmungsvollen Lieder singt, schmelzen alle dahin.
Was für eine Stimme! Er braucht keine große Hintergrundmusik, sein Gesang mit der Gitarrenbegleitung von Alan Wilder verzaubert alle. Und man merkt richtig, dass sie ihn auch nicht aufhören lassen wollen. Immer wieder greifen die Fans die Töne wieder auf. Und Dave, eigentlich wieder bereit zum Singen, wartet verständnisvoll bis das Publikum sich so langsam von Martin’s Gesang löst. Dann legt Dave wieder los. Bei „Enjoy The Silence“ lässt er die Fans den Refrain singen. Die ganze Oberhausener Halle singt: „All I ever wanted, all I ever needed, is here in my arms, words are very unnecessary, they can only do harm.“
Bei dem ersten Konzert 2013 in der Espritarena in Düsseldorf habe ich für mich gedacht: „Hallo Fans, das ist eure Truppe, macht doch was mehr mit!“. Doch das ist heute nicht nötig, denn in Oberhausen rockt die ganze Halle. Vielleicht liegt es am „kleineren Publikum“ (Düsseldorf 44.000, Oberhausen 12.000). Vielleicht ist es dadurch „intimer“. Kann sein. Aber trotz des stürmischen Xaver war die Halle voll und er hat keinen daran hindern können hier zu sein. Tschüss, Depeche Mode bis zum nächsten Jahr. Ihr wart einfach klasse!
Mit ca. 44.000 Besuchern ist die Esprit Arena nahezu ausverkauft. Beim Zusatzkonzert am Freitag, den 05.07.2013, werden es nochmal so viele sein, welche Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher erleben wollen. Die Kultband der Synthie Pop/Synth Rock/New Wave Szene feiert dieses Jahr ihr 33. Bühnenjubiläum und tourt durch die Welt.
Drum´n´Bass Musik klingt durch die große Arena, steigert die Spannung auf das was gleich kommt. Die Menschenmassen harren aus, sitzen teils noch auf ihren Plätzen oder stehen verhältnismäßig ruhig im Innenraum und man hört förmlich die Gedanken: „Kommt endlich und legt los!“ Um 20.50 Uhr ist es dann soweit. Die Lichtshow beginnt und die Stars des heutigen Abends erscheinen auf der Bühne. Die Ruhe ist vorbei. Intro ist der Song „Welcome to my world“, gefolgt von „Angel“. Songs des neuen Studioalbums „Delta Machine“. Danach kommt richtig Stimmung auf, den DM bringt das ca. 20 Jahre alte „Walking in my Shoes“. Ja, der Song ist bekannt, denn es wird richtig viel mitgesungen und mitgerockt. Und so wechseln die Songs, mal altbekannte, mal neue, mal richtig rockige und auch manche verhaltene, ruhige und sehr melodische Darbietungen, die letzteren von Martin Gore, mit seiner Stimme, die hohe Töne fantastisch und klar rüberbringt. Aber auch Dave Gahan zeigt sich heute von seiner besten Seite. Die Töne stimmen, er bewegt sich wie in früheren Zeiten. Tanzt und swingt über die Bühne mit Bewegungen, die einfach nur zu ihm gehören. Depeche Mode gibt wirklich alles.
Dem Publikum allerdings merkt man nach meinem Gefühl heute Abend sehr an, dass es sich etwas schwer mit den neuen Songs anfreundet. Für meine Empfindung sind sie sehr verhalten. Ziemlich am Schluss kommen Klassiker wie „Enjoy the Silence“. Ja, endlich Fans, man merkt Euch! Dann folgt, mit einem langsamen Intro, der absolut rythmische Song „Personal Jesus“, dabei gibt Dave alles, ob mit seiner Stimme, den passenden Bewegungen oder Tanzschritten und er erfreut sich daran, wie gut seine Fans dieses Lied kennen.
Die Zugabe beginnt mit dem Song Home – gesungen von Martin Gore – und endet mit einem Klassiker, nämlich „Never let me down again“.
Da ich mich nicht unbedingt mit meinen Empfindungen für das wirklich hervorragende Konzert zufrieden geben wollte, habe ich einfach in einer anderen Ecke des Stadions eine junge Frau angesprochen, um ihre Meinung zu dem heutigen Abend zu hören. Sie war total begeistert. Dort wo sie war, hat man mit gesungen, mit getanzt und hat sich total an die liedbezogenen Bewegungen des Frontmannes erfreut und mitgemacht. Ihr Favorit des heutigen Abends war die etwas ruhigere Version des Song „Helo“. „Einfach schön!“
Vielleicht muss man die neuen Songs von Depeche Mode erst live erleben, damit man die Paarung von Musik und der dazu passenden rythmischen Darstellung von Dave Gahan in sich aufsaugt.
Aber …. Daumen ganz hoch …. Depeche Mode ihr wart einfach Spitze!