Am Freitag veröffentlichte das Indie-Rock-Trio Kapelle Petra mit „Lübbe.“ ihr neues Album. Es enthält insgesamt 18 Tracks und bietet einen gewissenhaft kuratierten Überblick über die Höhepunkte des bisherigen Kapelle Petra-Schaffens sowie den neuen Songs „Nr. 1 Hit“ und „Endlich Zuhause“.
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Ab März ist die Band auf ausgiebiger „Lübbe.“-Tour unterwegs, abgerundet durch den erstmalig in der Westfalenhalle Dortmund stattfindenden „Kapelle Winta“ Ende 2026 sowie den 30 jährigen Geburtstag in Hamm, am 25. Juli., mit Gästen wie Sportfreunde Stiller und Madsen.
Desweiteren spielt die Kapelle am 25.07.2026 im Kurhausgarten in Hamm.
Fotocredit: Marcel Strecker
Kapelle Petra begeht ihr 30-jähriges Bandjubiläum, Sportfreunde Stiller feiern ebenfalls drei Jahrzehnte voller Musik, Freundschaft und Geschichten – und die Stadt Hamm blickt auf stolze 800 Jahre Stadtgeschichte zurück. Drei Anlässe, ein riesiges Fest: Das kAPEllE30 SOMMA Open-Air im Kurhausgarten Hamm.
Unter dem Motto „kAPEllE PEtra und die besten Bands der Welt“ lädt die Gastgeberband zu einem ganz besonderen Jubiläums-Spektakel ein. Und das Line-up kann sich sehen lassen: Neben den beiden Geburtstagskindern Kapelle Petra und Sportfreunde Stiller stehen Madsen, Butterwegge, MOLA und NIKRA auf der Bühne – sechs Acts, die in ihrer Vielfalt das Beste vereinen, was
deutschsprachige Rock- und Popmusik aktuell zu bieten hat.
Nach ihrer Debüt-Single „The Whole Shebang“ und dem zweiten Song „My Favourite Batman“ und „Keine Energie geht verloren“ ft. Frank Spilker von Die Sterne veröffentlichen Agassi heute ihre vierte Single „Boy Wonder“. Das Debüt-Album „Arcade Melodies“ erscheint am 05. Juni 2026 via Clouds Hill Records.
„Boy Wonder“ ist ein Tempowechsel, der die Neugier an den restlichen Songs des Albums weckt. Ein David Lynch-artiges E Piano führt uns mit düsterer Wärme und an unperfekten Gitarren und lauten Synthesizern vorbei. Der fast gesprochene Gesang ruft eine tragische Figur hervor: Batmans Robin. Textlich ein Angebot der Versöhnung mit unserem unausgeschöpften Potenzial – Boy Wonder, we forgive you, maybe you should too.
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Außerdem gibt es endlich Live-Daten von Agassi:
11.04.2026 Husum, Husum Harbour
24.04.2026 Hannover, Capitol (Supoort MIA)
25.04.2026 Hamburg, Georg Elser Halle (Support MIA)
23./24.05.2026 Orange Blossom Festival
30.05.2026 Hamburg, Übel & Gefährlich – Klangkosmos Festival
05.06.2026 Berlin, Rough Trade Store
29.08.2026 Norden Festival, Schleswig
Agassi sind Ben Galliers (Sänger und Songwriter mit Wurzeln im Indie- und Alternative-Bereich), Nina Müller (Keyboarderin bei Jupiter Jones), Matthias Koschnitzke, Mark Tavassol (Bassist von Wir sind Helden und Gloria) und Jonas Böcker.
Gemeinsam schaffen Agassi einen Sound, der sich zwischen treibendem Indie-Rock, verspieltem Synthpop und atmosphärischem Songwriting bewegt. Das Ergebnis dieser musikalischen Allianz ist das Debütalbum „Arcade Melodies“, das im Juni 2026 via Clouds Hill erscheint. Produziert wurde das Album von Johann Scheerer in den renommierten Clouds Hill Studios in Hamburg.
Wenn man heute hört, ein Künstler veröffentlicht den ersten Teil eines Doppelabums, geht man meist von einer vielleicht 20-25minütigen EP-Länge aus. Doch Clueso macht keine halben Sachen: „Deja Vu 1/2“ umfasst 14 neue Songs in einer knappen Dreiviertelstunde. Das ist doch schon mal eine Hausnummer.
Was wir in dieser Albumlänge bekommen, sind fast ausschließlich Balladen, so wie wir das von dem Singer-Songwriter-Songpoeten aus Erfurt lieben. Clueso macht hier Musik, die sich anfühlt, als würde er sie nur für einen selbst singen. So nah, intim und aufrichtig klingen diese neuen Lieder. Sein zehntes Album steckt voller tiefgründiger Emotionalität, Sehnsucht und moderner Indierock-Elemente.
„Gib mir was Echtes“ leitet die musikalische Reise also Mottosong ein. Anklänge in Richtung Bruce Springsteen kommen nicht von ungefähr, denn die Musik ist trotz ihrer ruhigen Klänge mitreißend und euphorisch. Es geht um echte Gefühle und Menschlichkeit. Allerdings wird ebenso die Plastik-Fake-Welt der Gegenwart angeprangert.
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„Minimum“ bietet echten Arena-Rock und das emotionale „Ballon“ ist Cluesos Vater gewidmet. „Freier Fall“ liefert pulsierend-rockige Töne. „Dieses Leben“ handelt von Depressionen, verpassten Gelegenheiten und der Kostbarkeit des Augenblicks. „Plattenladen“ ist eine Hommage an romantische Spinnerideen in selbstoptimierten Zeiten, bevor das Album mit der mächtigen Ballade „Spinner finden sich“ endet.
Clueso bietet mal wieder ein extrem vielseitiges Album, das mit der smart groovenden Stimme ein Alleinstellungsmerkmal in der Deutschpop-Szene hat. 2026 kehrt Clueso mit seiner »Deja Vu«-Tour in die Arenen zurück und spielt seine bislang größte Tournee überhaupt.
Manche Begegnungen beginnen völlig unscheinbar: Ein flüchtiger Blick, eine zufällige Berührung oder ein kurzes Gespräch. Und doch fühlt es sich so an, als würde man sich nicht zum aller ersten Mal sehen, sondern auf magische Weise wiedererkennen. Vielleicht so eine Art schicksalhafte Fügung, von der Florian Künstler und LORI auf ihrer gemeinsamen Single erzählen. Mit der Ballade „Weil ich dir begegnet bin“ veröffentlicht der norddeutsche Sänger und Songwriter nun den nächsten Vorboten seines am 5. Juni folgenden Albums „Alles nur geliehen“.
Ein Album, auf dem sich Florian Künstler zum ersten Mal die Zeit nimmt, stehenzubleiben, zu reflektieren und sich auf das Wesentliche zu besinnen. So wie auf der neuen Single: Einem Song von inniger Nähe und Vertrautheit, von gegenseitigem Halt und von dem unerschütterlichen Ur-Vertrauen darin, dass alles so passiert, wie es passieren soll und alles plötzlich einen Sinn ergibt.
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Eine positive Einstellung, die Florian auch an alle Hörerinnen und Hörer weitergeben möchte. „Ich habe LORI im vergangenen Jahr in einem Songwriting-Camp kennengelernt“, erklärt der Sänger und Musiker die Entstehungsgeschichte. „Sie ist eine sehr coole Frau mit einer unfassbaren Power und einer wahnsinnig kraftvollen Stimme. Im letzten Sommer hat sie mich auf ein paar Shows supportet, dabei entstand die Idee zu einem Duett. Der Song könnte von einer Liebe oder einer engen Freundschaft handeln – mit diesem Stück hat sich unsere Freundschaft noch mehr vertieft.“
Mit ihrem Mix aus modernen Beats, ihrer ganz eigenen Sprachästhetik und ihren sofort wiedererkennbaren Vocals zählt LORI zu den aufregendsten neuen Gesichtern innerhalb der deutschen Pop-Scene, die mit ihren Tracks durchschnittlich rund 140k monatliche Spotify-Hörer:innen abholt.
Eine historische Performance mit dem HEART OF ENGLAND PHILHARMONIC ORCHESTRA THE WHO “ Live At Eden Project“ wird am 29.05.26 auf earMUSIC veröffentlicht
Nur wenige Bands haben die Rockmusiklandschaft mit der Wucht und Beständigkeit von The Who geprägt. Seit fast sechs Jahrzehnten hallen ihr Sound, ihr Spirit und ihre unverkennbare Energie durch Generationen und beeinflussen Künstler wie Publikum auf der ganzen Welt. Am 29.05.2026 fügt die Band ihrem Vermächtnis ein bemerkenswertes neues Kapitel hinzu – mit Live at Eden Project, einer wegweisenden Live-Aufnahme, die die rohe Kraft und künstlerische Ambition ihres unvergesslichen Auftritts im Juli 2023 im legendären Eden Project in Cornwall einfängt.
Eingebettet in eine der nachhaltigsten und visuell beeindruckendsten Veranstaltungsstätten Großbritanniens – ein atemberaubendes Netzwerk aus Biomen inmitten der Landschaft Cornwalls – steht das Konzert auch für ihre anhaltende kulturelle Relevanz. Unterstützt vom Heart of England Philharmonic Orchestra lieferten die Gründungsmitglieder Pete Townshend und Roger Daltrey eine Darbietung, die klassische Rock-Intensität mit orchestraler Größe verschmolz. Die natürlichen akustischen Eigenschaften und die geschlossenen Strukturen des Eden Project schufen eine warme, detailreiche Klangumgebung, deren Klarheit und Intimität von traditionellen Stadionkonzerten kaum erreicht wird.
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Die Aufnahme spiegelt diese einzigartige Atmosphäre wider. Fans schätzen seit jeher die Konzerte von The Who an „besonderen Orten“, und das Eden Project zählt zu den denkwürdigsten – eine einmalige Verschmelzung von Musik, Umgebung und künstlerischer Vision. Die geringere Kapazität ermöglichte eine tiefere Verbindung zwischen Band und Publikum, förderte eine intensivere Interaktion, stärkere emotionale Resonanz und das Gefühl, Teil der Performance zu sein, statt sie aus der Distanz zu beobachten. Diese Intimität, kombiniert mit dem ausgefeilten orchestralen Ansatz der Band, zeigt The Who in einem prägenden Moment ihrer modernen Ära.
„Live at Eden Project“ präsentiert zudem eine der stärksten Setlists aus der orchestralen Phase von The Who. Die Performance umfasst eine vollständige Tommy-Suite – von „Overture“ bis „We’re Not Gonna Take It“ – mit einer dramatischen Geschlossenheit, die frühere Darbietungen übertrifft. Neben geliebten Hymnen wie „Baba O’Riley“ und „Pinball Wizard“ enthält das Album selten gespielte Perlen wie „Cry If You Want“, „Anyway, Anyhow, Anywhere“ und „The Rock“ und bietet damit eine Reise durch den umfangreichen Katalog der Band, die Hits, Raritäten und orchestrale Glanzstücke mit bemerkenswerter Leichtigkeit vereint.
Mit der Ankündigung geht die Veröffentlichung der ersten Single „Pinball Wizard“ einher, die ab sofort im Streaming und als Download verfügbar ist. Der Track liefert einen ersten Eindruck von Atmosphäre und künstlerischem Anspruch des Eden-Konzerts und fängt die Klarheit, Emotionalität und orchestrale Tiefe ein, die auch das ganze Album auszeichnen.
Die Veröffentlichung von „Live at Eden Project“ ist der 29. Mai 2026. Das Album erscheint als 2CD-Digipak, als limitierte 3LP-Gatefold-Edition auf recyceltem Vinyl ohne Plastik-Schrumpffolie, als Standard-3LP-Gatefold sowie auf allen großen digitalen Plattformen. Jedes Format präsentiert die gesamte emotionale und klangliche Bandbreite eines Abends, der zu den eindrucksvollsten Momenten der jüngeren Geschichte von The Who zählt.
Lebendig, mitreißend und einzigartig intensiv – Live at Eden Project ist das maßgebliche Dokument der orchestralen Ära von The Who: eine Aufnahme, die nicht nur eine legendäre Band in Höchstform festhält, sondern auch den Geist eines Veranstaltungsortes widerspiegelt, dessen ökologisches Ethos und natürliche Schönheit das eigene Streben der Band nach Weiterentwicklung und Innovation spiegeln.
TRACKLIST
01 – Overture
02 – 1921
03 – Amazing Journey
04 – Sparks
05 – The Acid Queen
06 – Pinball Wizard
07 – We’re Not Gonna Take It
08 – Who Are You
09 – Eminence Front
10 – The Kids Are Alright
11 – You Better You Bet
12 – Anyway, Anyhow, Anywhere
13 – Substitute
14 – I Can’t Explain
15 – My Generation
16 – Cry If You Want
17 – Won’t Get Fooled Again
18 – Behind Blue Eyes
19 – The Real Me
20 – I’m One
21 – 5:15
22 – The Rock
23 – Love, Reign O’er Me
24 – Baba O’Riley
Bevor in zwei Wochen ihr neues Album erscheint veröffentlicht die niederländische Sängerin NINA JUNE heute mit „LIMELIGHT“ einen weiteren Vorboten aus dem Album.
„’Limelight‘ handelt von diesem Bruchteil einer Sekunde, in dem man spürt, dass sich alles im Leben verändern wird und die Zukunft sich wie eine endlose Autobahn vor einem ausbreitet.“
Die niederländische Sängerin und Songwriterin NINA JUNE schreibt cineastische Popsongs, die die Komplexität menschlicher Beziehungen erforschen. Mit ihrer unverwechselbaren Altstimme verbindet sie zeitlose Melodien, intime Texte und atmosphärische Klangwelten.
In den Jahren 2024 und 2025 arbeitete Nina kontinuierlich an einem neuen Album, das am 27.03.2026 veröffentlicht werden wird: „Seal Skin ~ Anthems of a Woman“. Das Album erkundet die Vielfalt und Komplexität des Frauseins in all seinen Facetten und die Navigation zwischen Rollen und Welten in verschiedenen Lebensphasen. Es ist eine Hommage an die weibliche Stärke und vielschichtige Identität. Speziell für dieses Album nahm sie in London ein 12-köpfiges Streichorchester unter der Leitung der Arrangeurin und Dirigentin Sally Herbert (London Grammar, Lianne La Havas, Radiohead) auf.
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Ihr jüngstes Album „Meet Me on the Edge of Our Ruin“ (2021) behandelt Themen wie verlorene Liebe, sich wandelnde Beziehungen, verblassende Freundschaften und die fragile Verbindung zwischen Mensch und Natur. Es folgte auf ihr hochgelobtes Album „Bon Voyage“ sowie die EPs „Shadows & Riddles“ und „Paradigm“, deren Songs weltweit bereits über 54 Millionen Mal gestreamt wurden.
Nina trat in ganz Europa und Nordamerika auf – von Amsterdam bis New York und von Berlin bis Mailand. Sie tourte als Support-Act für SYML durch Europa, bevor sie 2022 ihre erste eigene Headline-Tour in Deutschland spielte. Ihre Musik wurde in internationalen Filmen, Fernsehserien und Werbespots verwendet. 2024 veröffentlichte sie eine Kollaborations-EP mit internationalen Künstler:innen wie Old Sea Brigade (US), Emily James (US) und Joshua Hyslop (CA).
Aufgewachsen in einer niederländischen Küstenstadt, wurde Nina früh von Musik geprägt: Ihre Mutter brachte ihr die Stimmen ikonischer Singer-Songwriterinnen wie Tracy Chapman, Eva Cassidy und Annie Lennox nahe, während ihr Vater ihr die zeitlosen Klassiker von The Beatles, Fleetwood Mac und Crosby, Stills, Nash & Young näherbrachte. Mit 17 zog sie aus, um an der Rock Academy in Tilburg zu studieren.
Ihre Musik lässt sich am besten als cineastisch und melancholisch beschreiben – von zart und intim bis hin zu groß und expansiv – und wird häufig mit Künstlerinnen wie Agnes Obel, Lana Del Rey und Kate Bush verglichen.
Album: Seal Skin ~ Anthems Of a Woman VÖ: 27.03.2026
Sarah Lesch gehört zu den profiliertesten Stimmen der neuen deutschsprachigen Liedermacherszene. Seit über zehn Jahren steht sie für handgemachte Musik, präzise Sprache und eine künstlerische Haltung, die sich konsequent zwischen persönlicher Nähe und gesellschaftlicher Verantwortung bewegt. Ihre Songs verbinden poetische Intimität mit politischer Klarheit – ohne Parolen, aber mit spürbarer Wirkung.
Mit erfolgreichen Album-Veröffentlichungen, Millionen Streams, ausgedehnten Tourneen und Auftritten auf renommierten Festivals hat sich die Künstlerin aus Altenburg, die vor wenigen Tagen ihren 40. Geburtstag feierte, weit über die klassische Liedermacherszene hinaus etabliert. In den sozialen Medien und auf den Streaming-Diensten folgen ihr viele zehntausende Fans.
In der Stummschen Reithalle Neunkirchen startete sie ihre aktuelle Tour „Poesie & Widerstand“. Das neue Album gleichen Namens, das am 17.4. erscheinen wird, bewegt sich zwischen Intimität und gesellschaftlicher Gegenwart, zwischen Waldrand und Weltgeschehen. Sarah schreibt aus einer Haltung heraus, die Widerstand in unseren krisenhaften Zeiten nicht als Aufruf zum Grabenkampf versteht, sondern als unbedingte Pflicht, gerade jetzt in der Liebe zu bleiben. Es sind Songs über die Kraft, die entsteht, wenn Menschen sich nicht voneinander trennen lassen. Unaufgeregte Klarheit statt Zynismus. Ein leises, aber beharrliches Leuchten im Dunkeln.
So war auch der Abend in Neunkirchen, bei dem sie ihre ganze Vielfalt zeigte. Klare politische Aussagen, aber auch immer der Wunsch, menschlich zu bleiben und in Romantik sowie Poesie zu schwelgen. So las Sarah einige ihrer Songtexte wie altertümliche Gedichte vor und erntete dafür viel Applaus. Getrübt wurde der Abend nur von einem penetrant nervigen Typen, der sich schon nach knapp 15 Minuten Konzertlänge beschwerte, dass die Bar während des Gigs geschlossen sei. Er habe Durst. Sarahs Bitte, sich bis zur Pause zu gedulden, fruchtete nicht – so musste ein „Rauswerfer“ tätig werden.
Zum Glück ließ Sarah sich nur kurz aus der Ruhe bringen und lieferte eine bezaubernde Performance mit ihren beiden instrumentalen Begleitern. Wer sich Sorgen um den Bestand der deutschen Liedermacherszene macht – jetzt wo Wader, Wecker & Mey nur noch selten in Erscheinung treten – sollte ein Konzert von Sarah Lesch besuchen. Sie ist einfach fantastisch!
Am 2. März 2026 gab Madeline Juno das vorletzte Konzert ihrer „Anomalie Pt. 1“ Tour in der Garage Saarbrücken. Danach ist erst einmal Babypause angeht, denn man konnte schon ansatzweise sehen, dass Maddie schwanger ist. Sie erklärte zur Konzerthalbzeit auch selbst, dass eigentlich jetzt ein Umkleiden vorgesehen wäre, auf das sie dann aber aus eben diesem Grund verzichtete. „Es geht einfach nicht.“
Seit sich die Offenburgerin entschieden hat, von der englischen zur deutschen Sprache zu wechseln, gehört sie zu meinen absoluten Favoritinnen in der poetischen Popmusik. Das war im Jahr 2017 mit dem Longplayer „DNA“ und inzwischen ist ihr fünftes Album mit deutschen Lyrics erschienen. Die Sängerin hat schon in jungen Jahren einen erstaunlichen Werdegang durchgemacht. Sie wuchs in einer Musikerfamilie auf, der Vater ist Schlagzeuger, die Mutter Pianistin. Früh begann sie, ihre eigenen Songs zu schreiben, und stellte mit 14 Jahren die ersten Werke online.
Das neue Album handelt von Mut, Selbstvertrauen und dem Wunsch, sich nicht von äußeren Meinungen beeinflussen zu lassen. Maddie beschreibt „Anomalie“ als eine Abweichung von der Norm, ein Ausdruck ihrer Bereitschaft, Grenzen zu überschreiten und sich selbst neu zu entdecken. Sie vereint klugen Pop, innovative Sounds und eine offene, ehrliche Haltung. Es ist eine Einladung, über das Leben nachzudenken, aber auch zum Tanzen und Feiern, wie man in der Garage unschwer miterleben konnte.
Maddie startete ihr Konzert mit einer gesprochenen Meditation. Ein cooler, atmosphärischer Beginn, wonach sie den ersten Song „Medicre“ vom Mischpult aus zelebrierte. Dann ging es zur großen Band auf die Bühne und ihr Set konnte mit einer bunten Mischung aus allen Alben starten. Zwei Stunden lang ging es durch Klassiker wie „Obsolet“, „Gib doch nach“, „Grund genug“ und „Error“. Als Surprise Songs gab es das wundervolle „Nur kurz glücklich“ und „Vermisse gar nichts“.
Natürlich wurde auch „Anomalie Pt. 1“ ausführlich zelebriert – mit dem Hinweis, dass der zweite Teil des Doppelalbums in wenigen Monaten erscheinen wird. Erste neue Songs wurden dann im Verlauf des Sets gespielt.
Madeline verpackt ihre Gedanken in intelligente Popsongs, wundervoll und filigran arrangiert. Etwas Urban Pop, aber immer mit eindringlichen Vocals im Vordergrund. Sie lebt stets im Wechselbad der Gefühle, was sich in der Vielfalt ihrer Musik niederschlägt, und ist damit vielleicht die wichtigste weibliche Stimme der aktuellen deutschsprachigen Popmusik.
Als Nachfolger des 2021er „Hotel Surrender“ entstand Chet Fakers neues Album „A Love For Strangers“ aus einem Gefühl der persönlichen Wiederentdeckung, das nach dem 10-jährigen Jubiläum seines sensationellen Debütalbums „Built on Glass“ noch verstärkt wurde. In einer Karriere, die von unermüdlicher Kreativität geprägt ist – darunter Alben unter seinem Geburtsnamen Nick Murphy, darunter das hochgelobte Instrumentalwerk Music for Silence, und Kollaborationen mit Künstlern wie Flume und Marcus Marr – bietet „A Love For Strangers“ einen weiteren Beweis dafür, dass Chet Fakers außergewöhnliche musikalische Entdeckungsreisen gerade erst begonnen haben.
Seit 2011, als er richtig viral ging, noch bevor es diesen Begriff überhaupt gab, hat Murphy seinen eigenen außergewöhnlichen Weg zum Erfolg eingeschlagen. Mit seiner ersten EP als Chet Faker, „Thinking in Textures“, gewann er bei den Australian Independent Records Awards die Auszeichnungen „Breakthrough Artist of the Year“ und „Best Independent Single/EP“ und festigte damit seinen Ruf als Künstler, dessen Karriere kometenhaft verläuft. In den folgenden Jahren schoss er in die Pop-Stratosphäre: Sein Cover von Blackstreets „No Diggity“ wurde in einem Super-Bowl-Werbespot verwendet, und sein 2014 erschienenes Debütalbum „Built on Glass“ stieg auf Platz 1 ein, brachte die Hits „Gold“ und „Talk Is Cheap“ hervor (letzterer führte die Triple J’s Hottest 100 an) und wurde schließlich mit fünf ARIA Awards ausgezeichnet.
Mit weit über einer Milliarde Streams und einer Karriere, die von unermüdlicher Kreativität geprägt ist, hat Murphy einen anderen Weg eingeschlagen als andere – er hat mit Künstlern wie Flume und Marcus Marr zusammengearbeitet und mehrere gefeierte Alben unter seinem eigenen Namen veröffentlicht. Im Jahr 2021 schloss sich der Kreis mit dem Chet-Faker-Album „Hotel Surrender“, auf dem der Hit „Low“ zu finden ist. In einer Geschichte der ständigen Neuerfindung ist „Far Side of the Moon“ ein schillernder Beweis dafür, dass diese Entwicklung noch lange nicht vorbei ist.
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Seit der erfolgreichen Netflix-Serie „Das Mädchen im Schnee“ ist der spanische Schriftsteller Javier Castillo in aller Munde. Von ihm stammen nämlich die Krimis um die Journalistin Miren Triggs, die sich Fällen vermisster Kinder und Jugendlicher widmet. Jetzt erschien endlich der heiß ersehnte dritte Band, der die Geschichte, die im Jahr 2011 spielt, zu Ende führt.
Schon bei den ersten Bänden hatte ich festgestellt, dass die Story hervorragend aufgebaut und atmosphärisch dicht geschrieben ist. Die Serie kann das nur bedingt auf die Fernseh-Leinwand bringen, daher empfehle ich dringend, zunächst die Bücher zu lesen. Zur neuen Story:
New York 2011. Vor dreißig Jahren ist der siebenjährige Daniel Miller spurlos verschwunden. Sein Vater, FBI-Agent Ben Miller, hat die Suche nie aufgegeben. Nach seiner Pensionierung rollt er den Fall neu auf und bittet die Journalistin Miren Triggs um Hilfe. Dabei stoßen die beiden auf die halb verweste Leiche von Daniels damaligem Musiklehrer. Fieberhaft suchen sie nach einer Verbindung zwischen dem Verschwinden des Jungen und dem Mord an seinem Lehrer. Was ist mit Daniel passiert? Was hat es mit den rätselhaften Spieluhren auf sich, auf die sie bei ihren Ermittlungen immer wieder stoßen? Und können sie das jahrzehntelange Schweigen brechen?
Schnell ist man wieder mit den handelnden Personen wie Mirren Triggs und Jim Schmoer vertraut, doch auch Ben Miller als verzweifelter Vater gewinnt schnell an Profil. Die Geschichten um Kiera Templeton und Gina Pebbles aus den ersten Bänden schwingen in der Handlung mit, doch es wird noch komplexer und düsterer. Fast alle Protagonist*innen kämpfen mit ihrer Vergangenheit und die verschiedenen Perspektiven in den Kapiteln sorgen bisweilen für böse Cliffhanger. Man will möglichst schnell weiterlesen.
Insgesamt wird die Story noch um einiges größer, als man nach den ersten Bänden erwartet hätte. Theoretisch gäbe das Raum für viele weitere Bände, doch Castillo hat sich entschieden, es bei einer Trilogie zu belassen. Das mag schade sein, passt aber zu den Abgründen, die sich in der Geschichte auftun. So gönnt der Leser Mirren am Ende ihren Schlussstrich unter das Geschehen.
Ob es auch zu diesem Roman eine nächste Netflix-Staffel geben wird, konnte ich noch nicht herausfinden. Doch wem die bisherigen Staffeln gefallen haben, kann hier problemlos auf die Buchreihe umsteigen, auch wenn das Setting der Bücher für die Filme verändert wurde. Ein grandioser Abschluss für die Trilogie!
Die in London lebende Musikerin und multidisziplinäre Künstlerin Natasha Khan, besser bekannt als Bat For Lashes, veröffentlicht eine neu gemasterte Version ihres gefeierten Debütalbums „Fur and Gold“ von 2006 auf 180-Gramm-Schwarzwachs für Audiophile und ein erweitertes Doppel-CD-Set mit bislang unveröffentlichten Fotos. Zum 20-jährigen Jubiläum wurde das Album von Frank Arkwright in den legendären Abbey Road Studios neu gemastert. Neben dem Originalalbum enthält die Neuauflage eine Reihe bislang unveröffentlichter Demos aus den Jahren 2005/06 sowie Live-Aufnahmen aus der BBC Live Lounge und Sessions mit Rob Da Bank.
„Mein Debütalbum ist fast 20 Jahre alt und nimmt noch immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen ein“, sagt die Künstlerin. „Als ich das Album neulich gemeinsam mit meinem Produzenten David Kosten wieder durchgehört habe, war ich sehr bewegt– keine Kompromisse, jede Menge Raum, schräge MIDI-Sounds, ironische Texte, Donner und Blitz, Girl-Group-Chöre, Herzschmerz und Magie … Das war die Platte, auf die ich mein ganzes Leben gewartet hatte. Und ich finde, sie hält noch immer stand. Ich hoffe, dass noch mehr Menschen in dieses Universum eintauchen.“
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Mit „Fur and Gold“ wurde Natasha Khan aus dem Stand für den Mercury Music Prize nominiert. Songs wie „What’s a Girl to Do?“, „Horse and I“ und „Trophy“ machen das Album zu einem modernen Klassiker: ein Werk voller Imagination, Herzblut und künstlerischer Eigenwilligkeit.
Die mystischen Songs mit Piano- und Harfenklängen erinnern an Sängerinnen wie Björk und Kate Bush. Mit diesen Klängen ist das Debüt bis heute zeitlos schön und wirkt als Gesamtkunstwerk. Eine visionäre Mischung aus Mythos, Emotion und cineastischem Pop!
Ásgeir Trausti Einarsson ist ein isländischer Sänger, Songwriter und Multi-Instrumentalist, geboren 1992, der international für seine sanfte, klare Stimme und seinen atmosphärischen Mix aus Folk, Indie-Pop und elektronischen Klängen bekannt wurde. Seinen großen Durchbruch hatte er mit dem Debütalbum „Dýrð í dauðaþögn“ aus dem Jahr 2012, das in Island außergewöhnlich erfolgreich war und sich dort – gemessen an der kleinen Bevölkerung – rekordverdächtig oft verkaufte, sodass es statistisch gesehen jeder zehnte Isländer besitzen muss. Ein Jahr später erschien mit „In the Silence“ eine englischsprachige Version, die ihm auch international Aufmerksamkeit verschaffte.
Seitdem ist Ásgeir bekannt für seine atmosphärische Musik. Charakteristisch sind ruhige, melancholische Klanglandschaften, minimalistische Arrangements und ein gefühlvoller Falsettgesang, der oft mit der Weite und Stille der isländischen Natur assoziiert wird. Ein besonderer Aspekt seiner Arbeit ist, dass viele seiner isländischen Songtexte von seinem Vater, dem Dichter Einar Georg Einarsson, stammen und für die internationalen Veröffentlichungen sinngemäß ins Englische übertragen wurden. Für das neue Album trifft dies aber nicht zu. Songs und Lyrics stammen allesamt von Ásgeir – bis auf den Titelsong „Julia“, der auf einem Gedicht des Vaters beruht. Dabei geht es um die Geistergeschichte einer Selbstmörderin, die zuvor schon in „Universe Beyond“ aufgegriffen wurde.
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Die Stimmung des Albums schwankt zwischen Fröhlichkeit und tiefer Melancholie. Es geht um Reue über Vergangenes, aber auch um Hoffnung für die Zukunft. Die Arrangements sind oft luftig und leicht in einem eingängigen Folkpop mit organischen Klängen. Man wird regelrecht mitgenommen auf diese emotionale Reise. Die Vocals bleiben meist im Tenorbereich, was auch gut ist. Der Falsett ist zwar Ásgeirs Markenzeichen, doch er kann auch recht nervig sein. Dezent eingesetzt liefert er wichtige Akzente.
Die verletzliche Stimme wird von einer vierköpfigen Band umspielt. Später hat man noch ein Harmonium drüber gelegt – vermutlich um den Sound kompakter zu machen. Die erzählenden Texte führen durch ein introvertiertes Album, das ich mir immer wieder anhören kann. Wundervoll getragen und berührend.
Im Herbst 26 wird Ásgeir live nach Deutschland kommen:
Was wir nicht brauchen, wenn wir Musik von Nils Wülker hören? Gesang und Lyrics, denn er erzählt seine Geschichten emotional und farbig allein mit seiner Trompete und anhand seiner fantastischen Arrangements. Nils hat sehr poppige und lautmalerische Elemente in seinen Stücken. Das hat nichts gemein mit lauter Blasmusik, ist aber auch nicht jazzig verkopft. Er produziert einfach schöne Melodien, die von der Trompete über eine reduzierte, atmosphärische Begleitung getragen werden. Dabei setzt er sein Instrument ein wie andere Künstler ihre Stimme.
Nils Wülker ist in Bonn geboren, begann mit zehn Jahren, Trompete zu spielen, war Mitglied im JugendJazzOrchester NRW und studierte an der Hochschule für Musik in Berlin. Er arbeitete mit Stars wie Silje Nergaard, Gregory Porter und Samy Deluxe. Dann der Durchbruch 2013, als er mit dem ECHO ausgezeichnet wurde und den German Jazz Award erhielt. Zum ersten Mal seit seinem Debüt von 2002 hat er nun ein Album mit einer internationalen Besetzung aufgenommen, einer angemessen hochkarätigen: am Klavier ist Aaron Parks, am Kontrabass Linda May Han Oh, am Schlagzeug Greg Hutchinson.
„Zuversicht“ ist, wenn wir Hoffnung so aktiv erleben, dass wir gegen alle Widrigkeiten in die Zukunft vertrauen. Damit ist der Albumtitel in schwierigen Zeiten bewusst gewählt. „Du bist so jung wie deine Zuversicht, so alt wie deine Zweifel“ lautet ein Zitat, das im deutschsprachigen Raum gerne Albert Schweitzer zugeschrieben wird, aber eigentlich aus dem Gedicht “Youth” des deutschstämmigen Rabbiners, Bürgerrechtlers und Unternehmers Samuel Ullman stammt. „In den letzten Monaten, in der mir die Weltlage und die gesellschaftlichen Entwicklungen, wie wahrscheinlich vielen anderen auch, aufs Gemüt gedrückt haben, hat sich bei mir dieses Zitat verfangen”, sagt Nils Wülker.
Vor den Aufnahmen wurde wenig geplant. Wülker wollte ganz im Sinne des Albumtitels zuversichtlich sein, dass vor Ort etwas Schönes passieren wird und er im Moment intuitiv gute Entscheidungen trifft. „Das ist für mich auch das Wesen von Jazz“, sagt er. Und die atmosphärischen, oft schwebenden Stücke sprechen für sich. Balladen wie „Time Will Tell“ und „Alpenglow“ gehen zu Herzen, „Forces At Work“ bringt eine Prise Funk mit ins Geschehen.
Nils Wülker ist mal wieder ein einzigartiges Album gelungen, das die Trompete zwar als Instrument in den Mittelpunkt stellt, deren Einsatz aber niemals übertreibt. Als Laie kann ich nur staunen, wie dezent und einfühlsam man dieses Instrument spielen kann. Und melodischer Jazz ist doch so viel angenehmer als das angeberische Solo-Gefrickel, dass man sich sonst so oft anhören muss.
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Mit seinem Album „Quer durch die Bank“ hatte ich Alexander Eder noch hart in der Schlager-Ecke verortet. Um so überraschter bin ich von seinem neuen Unplugged-Livealbum. Hier setzt der Österreicher seine ganze Energie ein, um ein Publikum auch ohne Schlagerbeats mit auf den Weg zu nehmen.
Es heißt, dass es in der Szene niemanden gibt, der leidenschaftlicher und härter arbeitet als Alexander Eder, der so viel mehr ist als ein reines Casting- und Internet-Phänomen. Nirgends war das besser live zu erleben als am 7. Juni 2025. An diesem Abend haben Eder und seine Band in der malerischen Burgarena Finkenstein in Kärnten, Hunderte von Metern hoch über dem türkisblauen Wasser des Faaker Sees, das Publikum mit ihrer ersten Unplugged-Show und hektoliterweise Herzblut in absolute Euphorie versetzt. Ein Konzert, das so magisch war, dass es als „Unplugged (live)“ für die Ewigkeit festgehalten werden muss.
„Wir wollten für diesen besonderen Ort auch musikalisch etwas Außergewöhnliches machen und haben uns während der Tour in jeder freien Minute im Proberaum getroffen, um – auch dank der großartigen Arbeit von Lukas Husak und meinem Gitarristen – alle Stücke speziell für diesen Abend neu zu arrangieren. Für ein Konzert so viel Aufwand zu betreiben und drei neue Musiker*innen ins Boot zu holen, ist vermutlich ‘ganz normal gestört’ – aber für mich eine Herzensangelegenheit“, erzählt der Sänger.
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Alexander Eder ist hörbar gut drauf, feiert sich und diesen Abend, kommt mit lockeren Sprüchen um die Ecke („Ich glaub mich finkt ein Stein“) und macht das Event zur Megaparty. Mit Piano und Akustik-Gitarre kommt seine raue Stimme noch besser zur Geltung. Klar, das erinnert auch hier an Ben Zucker – aber er muss sich ja nicht von allem abheben.
Die 21 Songs hauchen nicht nur frühen Hits wie „7 Stunden“ neues Leben ein, das bis heute über 85 Millionen Mal gestreamt wurde, sondern erzählen auch die Tracks seines aktuellen Top Ten-Albums „Quer durch die Bank“ neu – mit derselben unbändigen Energie, aber ein paar Prozent mehr Gefühl. Auch mit sanfteren Tönen bleibt der 27-jährige Österreicher ein Gänsehaut-Performer und charmanter Rebell, der sich nicht bremsen lässt und das Leben an die große Glocke hängt.
Am 21. Januar feierte Wincent Weiss seinen 33. Geburtstag und schon gibt es den nächsten Grund zur Freude: Mit seinem neuen Album „Hast du kurz Zeit“ ist Wincent direkt auf Platz 1 der Offiziellen Deutschen Album-Charts eingestiegen! Damit knüpft der Ausnahmekünstler nahtlos an seine bisherigen Erfolge an und vermeldet nach seinen Alben „Vielleicht irgendwann“ (2021) und „Wincents weisse Weihnachten“ (2023) bereits den dritten Spitzenplatz seiner Karriere.
Ganz so kurz, wie der Titel suggeriert, ist das Album gar nicht: Es umfasst knapp 50 Minuten. Die 18 Songs auf „Hast du kurz Zeit“ sind ein persönlicher Blick auf das Erwachsenwerden, auf Liebe, Verlust, Selbstzweifel und die Suche nach Echtheit. Es geht um das Loslassen alter Ängste, um das Finden von Ruhe und Vertrauen. So ist das neue Album eine neue emotionale Standortbestimmung mit viel Melancholie (wie im Opener „Unendlichkeit“) und mit viel Nostalgie wie im erzählenden Titeltrack.
Den Hang zum Erzählen kleiner Geschichten und Anekdoten spürt man in den meisten Songs. Das wurde längst zu Wincents Markenzeichen – mal hymnisch groß, dann wieder balladesk im Kleinen. Oft spielt die Liebe eine große Rolle, doch die Lyrics klingen abgeklärter als in der Vergangenheit, so bei „In einem anderen Leben“ und „Sommer der bleibt“.
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„Langsam“ behandelt schließlich die Beziehung zu seiner Frau. Damit ist das Album (mal wieder) sehr persönlich gehalten, wie auch „Wegen dir“ über Wincents depressive Phasen zeigt. Neben den vielen Balladen kommen tanzbare und rockige Klänge sehr kurz. „Den letzten beißen die Hunde“ und „Letzter Zug“ liefern angedeutete Tanzbeats, „Zeit vergeht“ kommt ganz schwungvoll an, doch darüber hinaus bleibt es ruhig und nachdenklich.
Trotzdem ist es ja genau das, was die Fans an ihrem Songpoeten lieben. Und wir wissen: Live wird er auch die neuen Stücke mit viel Power versehen. Im Sommer geht es auf Tour:
Sommertour 2026
26.06. ULM | Kloster Wiblingen
27.06. LINGEN | OpenAir-Platz EmslandArena
28.06. NÜRNBERG | Stadionpark Nürnberg
03.07. RASTATT | Ehrenhof im Schloss Rastatt
05.07. ECKERNFÖRDE | Strand Open Air
10.07. SAARBRÜCKEN | Open Air Gelände am E-WERK
11.07. REGENSBURG | Open Air am Jahnstadion
17.07. BONN | Kunstrasen Bonn Gronau
18.07. MÜNCHEN | Tollwood Sommerfestival – Musik Arena
19.07. LUCARNO | Moon & Stars
24.07. BERLIN | Zitadelle Spandau
25.07. HALLE / WESTFALEN OWL ARENA
30.07. LUDWIGSBURG | Residenzschloss Ludwigsburg
31.07. VILLINGEN-SCHWENNINGEN | Druckzentrum Südwest
01.08. MÖNCHENGLADBACH | SparkassenPark Mönchengladbach
06.08. WIEN | METAstadt Open Air
07.08. TRAUNREUT | Franz-Haberlander-Freibad
08.08. SCHAFFHAUSEN | Altstadt Schaffhausen
14.08. WILLINGEN | Festivalgelände Vor den Weiden
19.08. SCHWERIN | Freilichtbühne Schlossgarten
20.08. BRAUNSCHWEIG | Volksbank BRAWO Bühne
21.08. DRESDEN | Filmnächte am Elbufer
22.08. ST. GOARSHAUSEN | Loreley Freilichtbühne
29.08. BAD KISSINGEN | Turnierplatz Bad Kissingen
30.08. GIESSEN | Kloster Schiffenberg
02.09. BOCHUM | Zeltfestival Ruhr
03.09. BOCHUM | Zeltfestival Ruhr
04.09. MAGDEBURG | MDCC Parkbühne im Elbauenpark
05.09. WILHELMSHAVEN | Festplatz am Sportforum
12.09. NEUBRANDENBURG | Open Air am Tollensee
13.09. TIMMENDORFER STRAND | Musik-Arena
Tobias Hoffmann wurde 1988 in Göppingen geboren und entdeckte gegen Ende der Gymnasialzeit seine Liebe zur Musik und zum Saxophon. Von 2008 bis 2010 studierte er an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover und ab 2010 am Prins Claus Conservatorium Groningen (Niederlande), wo er im Juni 2013 sein Studium mit dem Bachelor of Arts (BA) abschloss. Von 2013 bis 2015 absolvierte er an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien ein Jazz-Saxophon-Studium, welches er mit dem Master of Arts (MA) mit Auszeichnung abschloss. Zeitgleich studierte er Jazz-Komposition und Arrangement (Abschluss mit Auszeichnung 2018).
Neben der Arbeit an seinen eigenen Projekten ist Tobias Hoffmann ein gefragter Sideman, Komponist und Arrangeur für verschiedene Besetzungen und Stilistiken. Konzertreisen führten ihn in verschiedene europäische Länder. Er spielte bereits mit Musikern wie Bob Mintzer, Joe Gallardo, Alexander von Schlippenbach, Benny Golson, Paul Kuhn und John Clayton. 2019 veröffentlichte er mit seinem Tobias Hoffmann Nonet das Album „Retrospective“. Im Jahr 2022 folgte mit dem Tobias Hoffmann Jazz Orchestra das Album „Conspiracy“ und 2024 das Album „Innuendo“.
Mir liegt nun „Innuendo“ zur Review vor, ein Album mit acht Instrumentaltracks in 78 Minuten Länge, die allesamt von Hoffmann geschrieben wurden. Er leitet als Dirigent ein 18köpfiges Orchester, das sich im Bigband-Sound über die grandiosen Arrangements hermacht. Mal wird es laut mit vertrackten Rhythmen und fetzigem Bläsersound, doch es gibt auch verhaltene und filigrane Klänge.
Die Musik verlangt Aufmerksamkeit und erlaubt keineswegs ein Easy Listening, trotzdem sind die Stücke in aller Komplexität erstaunlich zugänglich und man gerät immer wieder in kurzweilige Träumereien, bevor die Bläser wieder loslegen. So gelingt Hoffmann ein glänzend aufgelegtes Jazzalbum im Orchestersound, das von seiner Atmosphäre und den vermittelten Emotionen lebt.
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Das zweite Album der Rainbirds trug den sperrigen und zugleich kultigen Titel „Call Me Easy Say I’m Strong Love Me My Way It Ain’t Wrong“. Die Band war 1986 in West-Berlin entstanden und wurde von der Sängerin, Gitarristin und Songwriterin Katharina Franck ins Leben gerufen, die von Beginn an das kreative Zentrum der Band bildete. Zusammen mit dem Bassisten Michael Beckmann und dem Schlagzeuger Wolfgang Glum entwickelte sie einen melodischen, zugleich introspektiven Pop-Rock-Sound, der Einflüsse aus New Wave und Art Pop aufgriff.
Schon kurz nach ihrer Gründung gewannen die Rainbirds den Deutschen Pop-Rock-Preis, was ihnen zu einem Plattenvertrag verhalf und den Weg für ihr Debütalbum ebnete. Dieses erschien 1987 unter dem Titel „Rainbirds“ und enthielt den Song „Blueprint“, der zu einem internationalen Hit wurde und bis heute als ihr bekanntestes Stück gilt. Es war aber das ganze Album mit seinen poetischen Lyrics und der filigranen Musik, das die Popwelt jener Tage betörte und verzückte. Zugleich bestand aber von Beginn an die Gefahr, dass ein Hit wie „Blueprint“ zum One-Hit-Wonder verkommen könnte.
Das zweite Album belehrte Zweifler eines besseren – auch wenn ich ehrlich gestehen muss, dass ich 1989 als damals großer Fan der Band die Tiefe des neuen Werk noch nicht verstanden habe. Erst über die nächsten Jahrzehnte hat es sich zu einem meiner Lieblingsalben der 80er Jahre entwickelt – und ist es bis heute.
Wie groß die Rainbirds wirklich waren und was für ein Potential in dieser deutschen Erfolgsband steckte, hört man in der Live-Vorab-Single „Sea Of Time“ – für den Re-Release des Albums. Eine Band, die fantastisch tight performt und eine Frontfrau, die es versteht, lyrische und persönliche Tiefe mit einer großartigen Performerinnen Qualität zu begleiten – das Publikum liegt ihr zu Füßen. Und das bei einem Song, der sich mit Erwartungen an einen Menschen beschäftigt, der seinen eigenen Weg gehen will.
Katharina Franck gibt auf ihrer Webseite Hinweise zum Hintergrund: ein Wiegenlied, die Zeichnungen von Escher und „Alice hinter den Spiegeln“ standen Pate, um die Bilder in ihrem Kopf aufschreiben zu können. Der Song ist die zentrale Nummer des zweiten Rainbirds Albums und gibt ihm den Titel. Die jetzt veröffentlichte Liveversion ist 1989 in der Biskuithalle in Bonn mitgeschnitten und remixed von Hans-Martin Buff, der einen Grammy für seine Zusammenarbeit mit Peter Gabriel bekommen hat.
Nachdem Odd Couple im April 2025 ihr aktuelles Album „Rush-Hour des Lebens“ via Clouds Hill veröffentlichten, erscheint am 05. Dezember 2025 die Live Session im Hamburger Clouds Hill Studio als „Live at Clouds Hill“ digital und auf farbiger Vinyl.
Die Live at Clouds Hill-Serie hat sich dem Einfangen eines Moments verschrieben, der sich nie wiederholen lässt – der Energie eines echten Live-Erlebnisses. Künstler*innen spielen in den legendären Clouds Hill Studios in Hamburg, vor einem ausgesuchten Publikum, alles wird direkt auf Band aufgenommen – unter perfekten Bedingungen. Auf Vinyl gepresst, bleibt dieser Augenblick lebendig und wird Teil eines gefeierten Katalogs, zu dem bereits Veröffentlichungen von Faust, Omar Rodríguez-López, Le Butcherettes, Bela B., Deantoni Parks und vielen anderen gehören. Jedes Album dieser Reihe bewahrt die Intimität, Zerbrechlichkeit und Brillanz einer einzelnen Performance – ein zeitloses Dokument eines einzigartigen Moments.
Nun reiht sich Odd Couple in diese Reihe ein.
In Ostfriesland ist nicht viel los – wer dort etwas bewegen will, muss selbst aktiv werden. Genau das haben die Wahlberliner Jascha Kreft und Tammo Dehn schon früh verstanden. Als Odd Couple verkörpern sie eine ganze Reihe ur-norddeutscher Tugenden: Gelassenheit gegenüber äußeren Erwartungen, tiefes Vertrauen ins eigene Tempo und eine Performance, auf die man sich verlassen kann. Vor allem aber besitzen sie eine gesunde Skepsis gegenüber unnötigem Gefasel – und das Wissen, dass man sich selbst nie zu ernst nehmen sollte.
Fünf Alben („It’s a Pressure to Meet You“, „Flügge“, „Yada Yada“ und „Universum Duo“, „Rush-Hour des Lebens“) haben Odd Couple bislang veröffentlicht, unzählige Konzerte und Festivals im In- und Ausland gespielt. Ihr Sound verbindet Kraut mit Dada, druckvolle Klangwände mit funkelndem Glam und ausufernde Gitarrenexplosionen mit ironisch-witzigen Texten. Und jetzt folgt Album sechs.
Auf „Live at Clouds Hill“ zeigen Odd Couple ihre ganze Bandbreite – mit Hits wie „Dübelmann“ und „Haste Storm, haste Licht“ ebenso wie mit neuen Songs aus ihrem kürzlich erschienenen Album „Rush-Hour des Lebens“.
Ein energetischer, unmittelbarer Mitschnitt zweier Musiker, die genau wissen, was sie tun – roh, charmant verschroben und voller Spielfreude.
Am Samstag, 25. Juli 2026, wird in Hamm dreifach gefeiert: Kapelle Petra begeht ihr 30-jähriges Bandjubiläum, Sportfreunde Stiller feiern ebenfalls drei Jahrzehnte voller Musik, Freundschaft und Geschichten – und die Stadt Hamm blickt auf stolze 800 Jahre Stadtgeschichte zurück. Drei Anlässe, ein riesiges Fest: Das kAPEllE30 SOMMA Open-Air im Kurhausgarten Hamm.
Unter dem Motto „kAPEllE PEtra und die besten Bands der Welt“ lädt die Gastgeberband zu einem ganz besonderen Jubiläums-Spektakel ein. Und das Line-up kann sich sehen lassen: Neben den beiden Geburtstagskindern Kapelle Petra und Sportfreunde Stiller stehen Madsen, Butterwegge, MOLA und NIKRA auf der Bühne – sechs Acts, die in ihrer Vielfalt das Beste vereinen, was
deutschsprachige Rock- und Popmusik aktuell zu bieten hat.
Sportfreunde Stiller – 30 Jahre Hymnen, Humor und Herz
Seit 1996 schreiben Sportfreunde Stiller den Soundtrack für ganze Generationen. Songs wie „Ein Kompliment“ oder „Applaus, Applaus“ sind längst Teil der Popkultur – ehrlich, emotional und immer mit einem Augenzwinkern. Nach unzähligen Konzerten, WM-Hymnen und MTV-Unplugged-Erlebnissen feiern sie 2026 ihr 30-jähriges Bestehen. In Hamm treffen zwei Bands aufeinander, die nicht nur Geburtstag, sondern auch Geist, Haltung und jede Menge Spielfreude teilen. Wenn Sportfreunde Stiller beim kAPEllE30 SOMMA die Bühne betreten, trifft Geschichte auf Gegenwart – laut, herzlich, unvergesslich.
MOLA & NIKRA – die neue Generation
MOLA steht für modernen Indiepop mit Haltung, Seele und Rotz. Zwischen Tanzfläche und Melancholie singt Isabella Streifeneder über Freiheit, Selbstbestimmung und das bittersüße Chaos des Lebens – direkt, emotional und mitreißend. NIKRA bringt frischen Wind, Wut und Hoffnung auf die Bühne. Ihre kompromisslosen Texte und ihr wuchtiger Sound sind das Echo einer Generation, die nicht länger schweigt. Zusammen mit MOLA zeigt sie, dass die Zukunft der deutschsprachigen Popkultur weiblich, laut und vielfältig ist.
Madsen & Butterwegge – Freunde, Punk und Energie
Madsen, die langjährigen Weggefährten von Kapelle Petra, bringen ihre unverwechselbare Mischung aus Rock, Hymnen und Herzblut mit. Nach über 20 Jahren Bandgeschichte, neun Alben und Platz 1 der deutschen Charts sind sie live eine Naturgewalt – energiegeladen und ehrlich. Butterwegge wiederum liefern den Soundtrack für den politischen Punkrock mit Haltung und Humor. Zwischen Ska, Rock und Reggae versprühen sie gute Laune – mit klarer Kante und einem Augenzwinkern.
Das kAPEllE30 SOMMA Open-Air ist der musikalische Höhepunkt des HAMM800-Festivals, das vom 24. bis 26. Juli 2026 im Kurhausgarten stattfindet. Während am Freitag das KURPARKFEST800 den Auftakt macht und am Sonntag der FAMILIENTAG800 die ganze Familie zusammenbringt, steht der Samstag ganz im Zeichen der Musik – und drei Jubiläen, die generationsübergreifend verbinden.
Das neue Album kommt nicht ohne Grund mit einem Cover in leuchtendem Rot daher. Es ist ein Album über die Liebe geworden. Ina Müllers Lieder sparten zwar auch bisher nie an mal lustigen, mal tragischen Geschichten über Zwischenmenschlichkeiten, doch hier ist es anders. Hier ist es noch vielschichtiger, noch komplexer, noch überraschender. Ina Müller 6.0 ist keine Schmonzette, kein Kitsch, kein Kuschelrock. Das Album macht Liebe viel mehr auf eine ganz eigenständige Art zum Kernthema, ganz ohne den Zeigefinger eines wuchtigen Konzeptalbums.
Es ist scheinbar ganz von selbst ein Album über die Liebe, in all seinen Formen und Farben geworden. Den schönsten und den hässlichsten. Denen, die jeder kennt und natürlich denen, über die sich niemand sonst zu sprechen traut. Geschweige denn zu singen. Von der freien Liebe (“13 Männer“), der enttäuschten Liebe (“Gerade so, dass es reicht“, “Gestrandet“), bis hin zur Selbstliebe (“Mein neuer Freund“) und zum sich selbst genug sein (“Mit der stimmt doch was nicht“).
Zwischen all diesen Themen entsteht ein Spannungsfeld, das deutlich macht, dass Ina Müller nicht nur die Königin der Kneipe ist, sondern auf diesem Album auch mehr denn je die Königin der Ambivalenz. Mal postuliert sie feierlich, man brauche mindestens 13 Männer um glücklich zu sein, und beschreibt im nächsten Stück dann eine Frau, die allein, aber beileibe nicht einsam ist, um dann im rührend, nostalgischen beste Freundinnen Lied „Weiber WG“ eben dieser vorzuschlagen, doch wieder bei ihr einzuziehen.
Fotocredit: Sandra Ludewig
Sie widmet ihrem „neuen Freund“, der elektrisch in ihrem Nachttisch wohnt, eine wahre Hymne, bei der live sicher bald nicht nur die Feuerzeuge gezückt werden, und berührt im nächsten Moment mit einer bittersüßen Abrechnung mit der alten Feindin „Zeit“. Und auch wenn es sich vorher an so vielen Stellen andeutet, wird einem dann schließlich erst mit dem letzten Lied gänzlich klar, wem die Liebe in all diesen Liedern wirklich gewidmet ist.
Unterm Strich nämlich ist 6.0 ein farbenprächtiges Mosaik an Gründen, dieses seltsame, vielschichtige und oft so schmerzhafte Ding namens Leben in Grund und Boden zu lieben. Da kann es auch überhaupt gar kein Zufall sein, dass 6.0 das allererste Album ist, auf dessen Cover Ina Müller laut und herzlich lacht. Die Liebe zum Leben steckt in jedem Ton, auch noch in der traurigsten Zeile. Und das Beste daran ist, dass das Leben frei nach Udo Jürgens ja erst in ganzen 6 Jahren für Ina Müller anfängt! Spaß daran hat sie aber jetzt schon. Und wir alle mit ihr und diesem wunderbaren Update. Auf die Liebe! Und das Leben! Und auf Ina Müller 6.0! Das Album erscheint am 14.11. auf dem Label Columbia/Sony Music.
Fotocredit: Sandra Ludewig
Ab Oktober 2026 ist Ina Müller dann zurück auf der Bühne: Begleitet von ihrer Band geht die beliebte Sängerin, Moderatorin und Entertainerin wieder auf große Tour und spielt über 50 Konzerte in ganz Deutschland.
Die 6.0 Tour
10.10.2026 Siegen • Siegerlandhalle
16.10.2026 Heilbronn • Konzert- und Kongresszentrum Harmonie