Dass es sich beim neuen Album „Instandbesetzt“ weder um einen klassischen Live-Mitschnitt, noch um eine Best-of-LP handelt, haben Silly schon mit dem Vorabtrack „Hamsterrad“ im Juni bewiesen – einem von insgesamt drei brandneuen Stücken, die exklusiv auf dem neuen Longplayer vertreten sind. Eine weitere Facette ihres elften Albums zeigt die seit über 40 Jahren aktive Band aus Berlin mit der ersten offiziellen Singleauskopplung „Werden und Vergehn“, für die sich abermals die Sängerinnen AnNa R. und Julia Neigel das Mikrofon teilen.
Über dem eingängigen Arrangement aus Gitarrist Hassbeckers Feder, geht’s dieses Mal um große Umbrüche und kleine Annäherungen, ums Auseinander- und Wieder-aufeinander-zu-Driften im Leben: Durchzogen von Metaphern aus der Natur, ist „Werden und Vergehn“ ein Stück übers Kommen und Gehen, über den Wandel des Seins – und nicht zuletzt über den sehnlichen Wunsch nach einem Wiedersehen nach einer schwierigen Zeit wie den zurückliegenden Monaten: „Kontinente treiben aufeinander zu/wollen sich wieder finden/so wie ich und du.“
„Manche Liebe rostet/meistens aus Versehn“, heißt es anderswo im Text aus der Feder von Jörn Kalkbrenner, in dem auch Reibung als bedeutungsvoll und wichtig angesehen wird. Kurzum: Es ist eine von diesen heimlichen, grandios unaufgeregten Silly-Hymnen mit Tiefgang, perfekt ausbalanciert zwischen Pop-Eingängigkeit und Rock-Nachdruck, wenn sich die Melodien gegen Ende immer weiter in die Höhe schrauben.
Auf dem dazugehörigen Album „Instandbesetzt“ präsentieren Silly zehn neu produzierte Songs aus ihrem gesamten Repertoire, das sie live zuletzt auf der gefeierten, durchweg ausverkauften Analog-Tour 2019 unter dem Motto „10 Alben, 10 Städte, 10 Shows“ zum Besten geben konnten. Weder Best-of, noch bloßer Live-Mitschnitt, vereint „Instandbesetzt“ auch viele heimliche Highlights und Fan-Favoriten – wie z.B. „Puppe Otto“ oder auch „Die wilde Mathilde“. Abgerundet wird das neue Studioalbum durch drei exklusive Neukompositionen: Neben „Hamsterrad“ und der ersten Single „Werden und Vergehn“ zählt auch der neue Song „Lautes Schweigen“ dazu.
Im Jahr 1978 an einem Ost-Berliner Biertisch gegründet, sind Silly seit der ersten LP-Veröffentlichung vor inzwischen 40 Jahren zu einer festen Größe in der deutschsprachigen Musiklandschaft avanciert: Was einst mit erfolgreichen Releases in der DDR begann, bescherte der Band um Ritchie Barton (Keyboard), Uwe Hassbecker (Gitarre) und Jacki Reznicek (Bass) allein im letzten Jahrzehnt gleich mehrere Top-5-Alben in Deutschland – etwa „Alles Rot“ (2010; DE #3), „Kopf an Kopf“ (2013; DE #2) und „Wutfänger“ (2016; DE #5).
Im Jahr 2019 schlugen Silly das nächste Kapitel der Bandgeschichte auf und gingen mit den beiden Gastsängerinnen AnNa R. und Julia Neigel auf eine ausverkaufte und umjubelte Tour. Unter dem Motto „10 Alben, 10 Städte, 10 Shows“ stand die musikalische Historie der Gruppe im Fokus – und zwar analog. Aus insgesamt 62 Titeln, die in diesem Rahmen präsentiert wurden, haben Silly jetzt die 10 größten noch einmal neu interpretiert mit AnNa R. und Julia Neigel – fürs neue Album „Instandbesetzt“, VÖ am 17. September 2021.
Sting ist mit neuer Musik zurück! In der vergangenen Woche veröffentlichte der 17-fache Grammy-Gewinner die erste Single seines neuen Albums „The Bridge“, das am 19. November 2021 erscheinen wird, „If It’s Love“. Hört Euch den mitreißenden Pop-Song hier an:
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„I’m certainly not the first songwriter to equate falling in or out of love with an incurable sickness, nor will I be the last”, so Sting über seine neue Single. “’If It’s Love’ is my addition to that canon where the tropes of metaphorical symptoms, diagnosis, and downright incapacity are all familiar enough to make each of us smile ruefully“, ergänzt er.
Stings neues Album „The Bridge“ ist während der weltweit grassierenden Corona-Pandemie entstanden. Sting sinniert darauf über persönliche Verluste, Trennungen, Zerrüttung, Lockdowns sowie soziale und politische Umbrüche.
Die „Brücke“ fungiert dabei als Symbol und steht für die Verbindung von Ideen, Kulturen, Kontinenten und sogar den Ufern eines jeden Flusses. Für Sting ist „The Bridge“ außerdem eine Reise in die eigene Vergangenheit, zu den Orten und der Musik, die ihn prägten und die tief in seine DNA eingeschrieben sind:
“These songs are between one place and another, between one state of mind and another, between life and death, between relationships. Between pandemics, and between eras – politically, socially and psychologically, all of us are stuck in the middle of something. We need a bridge“, erklärt er.
Produziert hat Sting „The Bridge“ gemeinsam mit seinem Freund und langjährigen Manager Martin Kierszenbaum. Für den Track „Loving You“ holten sich die beiden Unterstützung von Maya Jane Coles.
Tracklisting „The Bridge”
Rushing Water
If It’s Love
The Book of Numbers
Loving You
Harmony Road
For Her Love
The Hills on the Border
Captain Bateman
The Bells of St. Thomas
The Bridge
Waters of Tyne (Deluxe bonus track)
Captain Bateman’s Basement (Deluxe bonus track)
(Sittin’ on) The Dock of the Bay (Deluxe bonus track)
Ein neues Album von Axel Bosse ist, als käme man nach Hause. Diese zugleich heimeligen und abgeklärten Melodien, seine raue und sehnsuchtsvolle Stimme – plötzlich fühlt man: Das habe ich in den letzten Monaten vermisst. Dabei muss ich gestehen, dass ich BOSSE oft gar nicht auf dem Schirm habe, wenn ich an die deutschen Songpoeten denke. Zuerst fallen mir immer Poisel und Giesinger, Oerding und Bourani ein. Während letzterer allerdings seit sieben Jahre seine kreative Schaffenspause zelebriert, legt Axel „Aki“ Bosse im groben Zweijahresrhythmus Zug um Zug wirklich formidable Songwriter-Alben vor, mit denen er zuletzt zweimal in Folge Platz 1 der deutschen Charts belegte..
Das neue Album des Musikers aus Braunschweig trägt den Titel „Sunnyside“. Und trotz aller Melancholie ist es ein durchaus optimistisches Album. Schon der Opener „Ende der Einsamkeit“ spricht mir voll aus der Seele. Selten hat jemand den Wunsch nach der Vor-Corona-Normalität so tiefgreifend ausgedrückt.
Es geht viel um innere Kämpfe, aber auch um die Zeit nach dem Tunnel. “Dann bist du wieder auf der Sunnyside, ab da geht alles von allein”. Immer weiter. Immer weiter. Das Schlimmste, was Aki passieren könnte, ist stehenzubleiben. Kopf in den Sand gibt es nicht. Dieses In-Bewegung-sein-müssen kennt man schon aus früheren Liedern. Hier hört man es in „Vagabund“ und „Der Sommer“ – nicht nur textlich sondern auch in den nach vorn treibenden Melodien.
Und noch zwei weitere Sachen findet man, die sonst eher privat bleiben: In den Texten gibt es jetzt eine Art lustige, entwaffnende Ehrlichkeit. Bosse fragt in „Nebensaison“, ob die Partnerin ihn dann auch liebt: “In der Nebensaison, wenn aus mir nur Leere rauskommt, wie aus Ballermann-Songs”.
Die Sonnenblume ist das Symbol des Albums. Sie steht für melancholischen Optimismus. In der Aktion #zusammenwachsen verteilte Bosse Sonnenblumensamen an Tausende seiner Fans und säte selbst ein großes Feld aus. Es geht um das Miteinander-wachsen in einer Zeit, in der man glaubt, man sei allein.
Kaum ein deutschsprachiger Songwriter schafft es, ein solch homogenes und in sich stimmiges Album abzuliefern. BOSSE überzeugt! Und wer noch Nachholbedarf an seinen melodischen älteren Songs hat, darf getrost zur Deluxe Edition greifen: Hier gibt es neben einigen akustischen Albumsongs auch noch fünf Livetracks – allesamt Hits aus Bosses Backkatalog.
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Das Konzept des Hamburger DJs und Produzenten ist äußerst erfolgreich. Die Compilation-Reihe „Classical 90s Dance“ erschien erstmals 2017, war 43 Wochen in den Charts und erlebte in den Jahren 2018 und 2019 zwei ebenso erfolgreiche Fortsetzungen. Das Konzept war und ist sehr simpel: Man lässt die Popmusik einer bestimmten Epoche orchestral neu aufleben. Partner in crime war jeweils das „Berlin Orchestra“, das für strahlende und durchgreifende sinfonische Momente sorgte.
Nach den 90er Hits wie „Rhythm Is A Dancer“, „What Is Love“ und „Tears Don’t Lie“ war dann irgendwann das Potential der 90er erschöpft. Was tun? Eine kleine Rolle rückwärts – denn jeztzt sind die 80er dran. Auch hier mit vielen bekannten Ohrwürmern. Ich sage nur: „Smalltown Boy“, „Another Day In Paradise“ und „Words“.
Das Berlin Orchestra rief Christensen selbst ins Leben, eine Zusammenkunft der besten Orchestermusiker der Hauptstadt. Und er engagierte das Who-is-who der Popszene als Features. Das fällt vermutlich mit dem steigenden Erfolg der Reihe immer leichter, denn es sind inzwischen absolut namhafte Stars mit an Bord.
Aus der ursprünglich hölzernen 80s-Produktionsweise befreit AC zusammen mit keinem geringeren als Weltstar Ronan Keating den „Smalltown Boy“ von Bronski Beat, der dem Leben jetzt lässiger, vielschichtiger entgegenläuft. Die vielfach platin-dekorierte Sophie Ellis-Bextor beschwört die „Sweet Dreams“, die den Eurythmics einen Top-5-Hit bescherten, voller neuer Spannung anders herauf und verleiht „Self Control“ mehr weibliche Selbstbestimmung.
Mike Singer erreicht mit „Never Gonna Give You Up“ bei weitem nicht die zeitlose Klasse des Originals, aber Take Thats Gary Barlow kann dem Smasher „Don’tt Dream It’s Over“ durchaus neue Facetten entlocken. Die meisterliche Bonnie Tyler singt „Total Eclipse Of The Heart“ zum Glück selbst. Das kann keiner wie sie. Und „Tainted Love“ erklingt rein instrumental, wobei kein Geringerer als David Garrett den Bogne schwingt. Wow!
Die Monrose- und Popstars-Senkrechtstarterin Mandy Capristo unterstreicht den eingängigen Chorus von „Fade To Grey“ mit ihrem Stimmenvermögen modern-catchy und der Schweizer Soul-Star Seven mehrdimensioniert „Killer“ mit tiefem Seelengesang. Doch so schön diese Features auch sind: Die Hauptrolle spielen Orchester und Arrangements. Und gerade wenn man sich Zeit lässt für den Songaufbau und die bekannten Melodien orchestral (wahlweise opulent oder filigran) umspielt, dann zeigt sich die ganze Stärke des Konzepts.
Ab Juni 2022 präsentieren Alex Christensen & The Berlin Orchestra zusammen mit ausgewählten Sängerinnen und Sängern erstmalig die Perlen der „Classical 80s“ und „Classical 90s Dance“ LIVE in 18 deutschen Städten! Als Ideen- und Taktgeber seines Projekts, wird Alex Christensen hinter seiner DJ-Kanzel ein großes Orchester positionieren. Die Fans erwartet ein Abend voller Hits in noch nie da gewesener Form!
Tourdaten
04.06.2022 20:00 Uhr Zwickau Stadthalle Zwickau
06.06.2022 20:00 Uhr Erfurt Messe
07.06.2022 20:00 Uhr Chemnitz Stadthalle Chemnitz – Stadthallen-Saal
08.06.2022 20:00 Uhr Leipzig QUARTERBACK Immobilien ARENA
09.06.2022 20:00 Uhr Berlin Tempodrom
10.06.2022 20:00 Uhr Hamburg Barclays Arena
11.06.2022 20:00 Uhr Rostock Stadthalle Rostock
14.06.2022 20:00 Uhr Kiel Wunderino Arena
15.06.2022 20:00 Uhr Oldenburg Kleine EWE Arena
16.06.2022 20:00 Uhr Dortmund Westfalenhallen Dortmund – Halle 2
17.06.2022 20:00 Uhr Stuttgart Liederhalle – Hegelsaal
18.06.2022 20:00 Uhr Nürnberg Meistersingerhalle
19.06.2022 20:00 Uhr München Gasteig
21.06.2022 20:00 Uhr Münster Messe und Congress Centrum Halle Münsterland
22.06.2022 20:00 Uhr Düsseldorf Mitsubishi Electric Halle
23.06.2022 20:00 Uhr Hannover Swiss Life Hall
24.06.2022 20:00 Uhr Frankfurt am Main Alte Oper – Großer Saal
25.06.2022 20:00 Uhr Mannheim Rosengarten – Mozartsaal
Zu Person und Karriere von Alex Christensen:
Alex Christensen, DJ erster Stunde, war tonangebender Mitinitiator der Techno-Dance- und Eurodance-Bewegung. Er ließ erst Deutschland, dann Europa und schließlich die ganze Welt tanzen. Beinahe im Alleingang. “Ritmo de la noche”, der Sommerhit des Jahres 1990, stammte aus seiner Feder. Danach ging es für den selbsternannten Musikverrückten aus Hamburg Schlag auf Schlag. 1991 zündete er einen Knaller ungeahnten Ausmaßes: Das Boot von U96 hielt sich geschlagene 13 Wochen auf #1 der deutschen Singles-Charts, sorgte europaweit für Furore und ebnete der Techno-Szene eigenhändig den Weg in den Mainstream.
Universal Music veröffentlicht am 24. September von Ringo Starr die neue EP „Change The World“. Die 4 Songs, die ab sofort vorbestellt werden können, wurden alle in Ringo Starrs Roccabella West Studio aufgenommen. Ähnlich wie bei seiner im März 2021 veröffentlichten EP „Zoom In“ entstanden die Songs in Zusammenarbeit mit populären Musikern.
Ringo kommentiert: „Ich habe immer gesagt, dass ich nur noch EPs veröffentlichen möchte und dies ist die nächste. Was für ein Segen es in diesem Jahr war, ein Studio hier zu Hause zu haben und mit so vielen großartigen Musikern zusammenarbeiten zu können, einigen, mit denen ich schon gearbeitet habe, und einigen neuen Freunden.“
Starr teilte die Neuigkeiten erstmals am Donnerstag, den 12. August auf talkshoplive mit, als er auf dem Rock ‚N‘ Roll Channel auftrat, um den Fans die erste Möglichkeit zu geben, die neue EP vorzubestellen.
Die Leadsingle „Let’s Change The World“ bietet Hoffnung und Starrs typischen Optimismus. Den Song schrieben Joseph Williams und Steve Lukather, die beide auch bei dem Titel mitspielen, unterstützt von den Backing Vocals von Amy Keys, Zelma Davis, Billy Valentine und Darryl Phinnessee.
„Just That Way“ wurde von Ringo und seinem langjährigen Tontechniker Bruce Sugar geschrieben und ist eine Fortsetzung des Reggae-Vibes von „Waiting For The Tides To Turn“ von der „Zoom In“-EP. Tony Chen kehrt an der Gitarre zurück, begleitet von Fully Fullwood am Bass und Ed Roth an der Hammond B3 mit Zelma und Zho Davis als Backgroundsängerinnen.
„Coming Undone“ ist Ringo Starrs erste Zusammenarbeit mit Linda Perry, die das Stück komponiert hat und auch auf dem Trombone Shorty mitspielt. Jeder kennt die Momente, in denen er sich nicht mehr sicher fühlt. Der Song bietet gefühlvolle, melodische Country-Klänge, gepaart mit Ringos warmer Stimme.
Bei der letzten Nummer rockt Ringo seine eigene Version von „Rock Around The Clock“, angeheizt durch die unverwechselbaren Licks von Joe Walsh an der Gitarre. Unterstützt werden sie von Nathan East am Kontrabass, Bruce Sugar am Klavier und den Backing Vocals von Amy Keys und Windy Wagner.
„Change The World“ ist ab dem 24. September digital sowie auf CD und Kassette erhältlich; die 10″-Vinyl erscheint am 19. November.
Wer Quentin Tarantinos Meisterwerk „Once Upon a Time in Hollywood“ sieht oder seinen gleichnamigen Roman liest, erfährt einige Anekdoten über den unheiligen Einfluss, den Charles Manson Ende der 60er Jahre auf Dennis Wilson hatte. Die beiden haben sogar zwei Songs zusammen geschrieben.
Es waren Zeiten des Umbruchs, nicht nur in den USA. Und auch die Beach Boys vollzogen einen Imagewechsel – weg von den Surferhits und dem großen Klanggemälde „Pet Sounds“. Stattdessen ging es über das unvollendete „Smile“ hin zu Folksongs und Moog-Experimenten, wofür vor allem der Titelsong dieser Compilation, „Feel Flows“, steht.
Thematisch war nicht mehr heile Welt am Strand, sondern es wurden gesellschaftspolitische Themen angesprochen. Auch musikalisch ging es recht virtuos zu, da sich einige Bandmitglieder zu Multi-Instrumentalisten entwickelt hatten.
Dieser spannende Zeitraum von drei Jahren wird jetzt hier in einer 5CD-Box gewürdigt. Sie bietet 133 Songs, darunter 108 bisher unveröffentlichte Tracks, Live-Aufnahmen, Radio-Promos, alternative Versionen, alternative Mixe, Backing-Tracks und A-Capella-Versionen, die aus den Album-Sessions stammen.
Eingerahmt wird das Set durch ein 48-seitiges Buch mit unveröffentlichten und seltenen Fotos, Songtexten, Artefakten der Aufnahmen, aufschlussreichen neuen Anekdoten des bekannten Radio-Journalisten und Beach Boys-Kenners Howie Edelson, sowie neuen und archivierten Interviews von Al Jardine, Brian Wilson, Bruce Johnston, Carl Wilson, Dennis Wilson, Mike Love und anderen.
Mir liegt zur Review die kleinere 2CD-Version vor. Hier bekommt man die neu remasterten Originalalben „Sunflower“ und „Surf’s Up“ jeweils mit einem großen Bündel unveröffentlichter Bonustracks passend zum jeweiligen Album. Das ganze im Digipack mit informativem Booklet. Ein guter Einblick in diese besondere Ära der Kultband – ohne die ganz großen Hits.
John Coltrane starb vor 54 Jahren – und doch ist sein phänomenaler Sound bis heute aktuell. Sein innovatives Spiel hat die Jazzwelt nachhaltig beeinflusst. Im Mai 1957 nahm der Künstler „Coltrane“ – sein erstes Album als Leader – auf, dem bald darauf so frühe Meilensteine wie „Lush Life“, „Soultrane“ (beide 1958) und „Giant Steps“ (1960) folgten. Seine Karriere allerdings begann er schon Jahre vorher als hoch respektierter Sideman, der an der Seite einiger der größten Namen des Jazz zu Ruhm gelangte. „Another Side of John Coltrane“ erforscht diesen Aspekt der Karriere des bahnbrechenden Künstlers und beleuchtet einige seiner besten Arbeiten in Sessions unter der Leitung von Miles Davis, Thelonious Monk, Sonny Rollins, Red Garland, Tadd Dameron und Art Taylor.
Die spezielle Version von „Oleo“, die ursprünglich auf „Relaxin‘ with the Miles Davis Quintet“ erschien, wurde im Oktober 1956 im Studio von Rudy Van Gelder in Hackensack, NJ, aufgenommen. Mit dabei sind Davis an der Trompete, Coltrane am Tenorsaxophon, Red Garland am Klavier, Paul Chambers am Bass und Philly Joe Jones am Schlagzeug. Die Aufnahme beginnt mit einem Fehlstart, gefolgt von einem kurzen Geplauder zwischen den Musikern, bevor sie mit dem Hard-Bop-Stück beginnen. In seinen Liner Notes bemerkt Ramsey: „Nach Davis‘ knackigem Anfangschorus der Improvisation beginnt Coltrane ein Gesprächssolo, zunächst nur mit Paul Chambers‘ Bass als Begleitung. Er reitet auf der Inspiration einer Rhythmusgruppe, die zum Vorbild für Bands auf der ganzen Welt wurde.“
Daneben enthält „Another Side of John Coltrane“ mehrere Highlights aus diesen von Davis geleiteten Sessions, darunter eine Aufnahme des von Rollins geschriebenen „Airegin“ von 1956 und Thelonious Monks Klassiker „‚Round Midnight“. Letztere Aufnahme aus dem Jahr 1956 erschien ursprünglich auf „Miles Davis and the Modern Jazz Giants“. Ramsey schreibt, dass Coltranes Solo in dieser Aufnahme „die sehnsüchtige Qualität hat, die für seine Arbeit in der Mitte der 50er Jahre wesentlich war, und die bewegende Auseinandersetzung mit den Akkorden, die im weiteren Verlauf des Jahrzehnts noch an Intensität zunehmen sollte.“
In dieser Zeit arbeitete Coltrane auch mit einem anderen Jazzvirtuosen zusammen, Thelonious Monk. Im Jahr 1957 begleitete er den Pianisten allabendlich für eine sechsmonatige Residenz im New Yorker Five Spot Café. „Die Arbeit mit Monk brachte mich in die Nähe eines musikalischen Architekten von höchstem Rang. Ich habe in jeder Hinsicht von ihm gelernt“, sagte Coltrane später gegenüber Downbeat. Obwohl die beiden Titanen nur eine Handvoll gemeinsamer Sessions aufnahmen – alle in ’57 – gelten die nachfolgenden Alben als ehrwürdige Werke des Genres. „Another Side of John Coltrane“ enthält ausgewählte Stücke aus dieser Zusammenarbeit, darunter die Ballade „Monk’s Mood“ sowie den Monk-Standard „Epistrophy“.
Coltrane glänzt auch mit seinem Saxophonkollegen Sonny Rollins auf dem kultigen „Tenor Madness“ – der einzigen bekannten Aufnahme der beiden Saxophon-Giganten zusammen – die auf Rollins‘ gleichnamigem Album von 1956 erschien. Ramsey merkt an, dass die Aufnahme „eine erstklassige Gelegenheit bietet, Rollins‘ und Coltranes Stile zu vergleichen, besonders gegen Ende, wenn sie eine Reihe von viertaktigen Phrasen austauschen.“ In seinem Artikel in der New York Times führt Ratliff weiter aus: „Coltrane fängt gerade erst an und baut ein eiliges Solo auf, das sich von Mr. Rollins‘ Reihe pointierter, sauberer melodischer Improvisationen unterscheidet.“
Weitere Höhepunkte dieser Sammlung sind „Soultrane“ mit dem Pianisten und Komponisten Tadd Dameron. Das zu Ehren des Saxophonisten benannte Stück erschien auf dem 1957 erschienenen Album „Mating Call“, das laut Ramsey „einige von [Coltranes] bezauberndsten Arbeiten“ enthält. Das Zusammenspiel zwischen Coltrane und dem Schlagzeuger Art Taylor auf „C.T.A.“ von „Taylor‘s Wailers“ aus dem 1957 ist ein weiterer besonderer Genuss für Hörer/innen, genauso wie die Kombination des Saxophonisten mit Red Garland, seinem Bandkollegen des Miles Davis Quintets, in „Billie’s Bounce“ von 1957, erschienenen auf „Dig It!“.
Obwohl sich „Another Side of John Coltrane“ in erster Linie auf Sessions konzentriert, die zwischen 1956 und 1957 aufgenommen wurden, enthält das Album auch eine weitere herausragende Performance, die zu Beginn von Coltranes Karriere als angesehener Leader aufgenommen wurde. Der Song „Someday My Prince Will Come“ aus dem Disney-Zeichentrickfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge von 1937 ist ein Klassiker in Davis‘ Kanon, zum Teil dank eines herausragenden Solos von Coltrane, der seinen ehemaligen Boss auch für zwei Titel auf der darauffolgenden LP „Someday My Prince Will Come“ von 1961 im Studio unterstützte.
Alles in allem gibt das Album einen guten Einblick in die Arbeit Coltranes bevor er seinen Durchbruch als Solokünstler feierte – und es zeigt, warum er einfach so groß werden musste, wie er am Ende war.
Definitiv: Es hat etwas gedauert, bis ich mich mit dem neuen Album der Killers anfreunden konnte. Keine Stadiokracher diesmal – stattdessen gibt Brandon Flowers den Bruce. Der Storyteller widmet „Pressure Machine“ der Kleinstadt Nephi in Utah, wo er seine Kindheit verlebt hat. Das verhaltene Album erzählt Geschichten und Erinnerungen aus Brandons Jugend. Es atmet pure Melancholie.
Eigentlich wollten The Killers mit „Imploding The Mirage“ auf Welttornee gehen, doch natürlich machte die Pandemie einen Strich durch die Rechnung. „But the sky was falling and we were hit with this emotion – especially Brandon“, sagt Schlagzeuger Ronnie Vannucci. Das Ergebnis der fehlenden Liveauftritte ist ein folkiges Konzeptalbum im Stil Springsteens.
Eins ist ganz sicher: Das Ergebnis ist anders als alles, was man bisher von den Killers gehört hat. Das Album funktioniert vor allem am Stück. Man kann einzelne Songs herausgreifen, doch seine beste Wirkung voller gefühlvoller Gedanken erzielt es als gut 50minütige Erzählung. Die Texte stammen von Brandon und handeln von Menschen aus seiner Jugend – einem Teenager-Paar, das von einem Zug überfahren wurde; der um sich greifenden Sucht nach Opioden; einem schwulen Jungen, der über Selbstmord nachdenkt.
Vielleicht wäre es ehrlicher gewesen, dieses Werk als Soloalbum zu veröffentlichen. Es steckt so viel von Brandon Flowers drin, wie in keinem seiner übrigen Alben (ob mit oder ohne The Killers). Doch andererseits ist es auch mutig, als Band ganz neue Wege zu gehen. „Pressure Machine“ bietet jedenfalls viel Material für ein Akustikset innerhalb der künftigen Livekonzerte.
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George Harrison, Leadgitarrist der Beatles, bekam gerne die Zuschreibung als das „stille“ Bandmitglied. Umso erstaunlicher, dass er wenige Wochen nach der Auflösung der Band ein umfangreiches Soloalbum mit dem recht bezeichnenden Titel „All Things Must Pass“ veröffentlichte. Schon zuvor war er Vorreiter, als er 1968 und 1969 als erster Beatle mit (instrumentalen) Soloalben am Start war. „All Things Must Pass“ ist somit bereits seit drittes Werk, das jetzt auch schon 50 Jährchen auf dem Buckel hat.
Mit dem Format schrieb George Geschichte: Es war das erste Studioalbum der Musikgeschichte mit drei Vinylscheiben. Kein Wunder, hatten sich doch viele Songs bei ihm angestaut, die es nicht auf ein Bandalbum geschafft hatten. Gegen das Duo Lennon/McCartney konnte Harrison sich nur selten durchsetzen.
Er musste all diese Songideen einfach rauslassen und sie in ihre endgültige Form bringen. Tatsächlich bietet „All Things Must Pass“ sehr viele Ideen, Einflüsse, Styles und Genres – von Rock & Roll und Country über Gospel, Blues, Pop und Folk bis hin zu R&B, traditioneller Musik aus Indien und kirchlichen Anklängen. George liebte die breite Soundpalette genauso wie seine Fans, denn das Album war ein riesiger internationaler Erfolg. Für die damalige Remaster-Edition zum 30. Jubiläum hatte er dennoch auch kritische Anmerkungen: „Ich liebe die Songs auf diesem Album noch immer, und ich glaube, sie werden trotz des Klangbilds der Originalaufnahmen weiterleben. Allerdings war es schwierig, der Verlockung zu widerstehen, jeden einzelnen Song neu abzumischen. Ich würde nämlich nach all den Jahren gerne einige dieser Stücke von der gewaltigen Produktion befreien, die sich damals so passend und richtig angefühlt hat“, so Harrison im Jahr 2001, kurz vor seinem Tod.
Zwei Jahrzehnte später kümmerte sich die Familie Harrison in liebevoller Detailarbeit nun darum, dass „All Things Must Pass“ tatsächlich komplett neu von den Originaltapes abgemischt wurde. – Somit geht Georges damaliger Wunsch mit der neuen Edition zum 50. Jubiläum endlich in Erfüllung.
Mir liegt zur Review die 3CD-Version vor. Diese kommt in einer stabilen Pappbox mit wertigem Booklet und einem Poster, das auf der Rückseite die Lyrics enthält. Die Silberlinge 1 und 2 erhalten das komplette Album im neuen Stereo Mix. CD 3 liefert Session Outtakes und Jams. Das ist quasi das Grundgerüst. Darüber hinaus kann man sich mit der „Uber Deluxe Edition“ oder der „Super Deluxe Edition“ das ultimative Komplettpaket geben.
Das zweite Soloalbum von Queen-Gitarrist Brian May erschien zwar erst nach dem Tod von Freddie Mercury, allerdings hatte er bereits 1987 mit der Arbeit daran begonnen. Herzstück des Albums ist sicher „Too much love will kill you“, das Queen schon 1980 aufgenommen aber nicht veröffentlicht haben. Die Version mit Freddies Gesang erschien dann auf dem posthumen Album „Made in Heaven“.
Bei seiner Veröffentlichung war „Back to the Light“ ein großer Erfolg. Das Album stieg direkt auf Platz 6 der UK-Charts ein und beinhaltete eine Reihe unvergesslicher Singles. „Too Much Love Will Kill You“ kannten Fans schon von Mays emotionalen Performance beim Freddie Mercury Tribute Concert im April 1992 im Wembley Stadion. Der Song erreichte Platz 5 der UK-Singlecharts. „Driven by You“ hatte es zuvor schon auf Platz 6 geschafft. Auch das hymnische „Back to the Light“ und das ausgelassene „Resurrection“ eroberten die Charts. Der Instrumentaltitel „Last Horizon“ wurde zu einem festen Bestandteil von Konzerten der Brian May Band und bei Mays späterer Rückkehr auf die Livebühne mit Queen.
Den Abschluss bildet die einzige Coverversion des Albums: eine fröhliche Version des Small Faces-Songs „Rollin’ Over“, auf der Brian mit seinen frühen Rockwurzeln in Berührung kommt. Das ganze Album mit seinen vielen Facetten erinnert daran, wie wichtig Brians Songwriting für Queen war.
„Back to the Light“ war lange Zeit nicht auf CD, Vinyl, als Download oder Stream erhältlich. Die Neuauflage wurde von den Musikproduzenten und Toningenieuren Justin Shirley-Smith und Kris Fredriksson betreut. Zusätzlich kam Grammy-Gewinner Bob Ludwig ins Spiel, der von den wiederhergestellten Originalmixen arbeitete, damit diese neue Edition den bestmöglichen Sound bekam.
Fredriksson begab auf eine ausgedehnte und gründliche Suche nach Bonustracks für die zweite CD bzw. LP mit dem Titel „Out of the Light“. Es gibt eindringliche Instrumentalversionen von „Nothin’ but Blue“, „Too Much Love Will Kill You“ und „Just One Life“. „Driven by You Two“, die Version aus der Werbung und „Driven by You“ (Cozy and Neil Version ’93) sind ebenso vertreten wie einige Livemitschnitte. „39/Let Your Heart Rule Your Head“, „Last Horizon“ und „We Will Rock You“ stammen von einem umjubelten Konzert in der Brixton Academy am 15. Juni 1993, die für das Album „Live at the Brixton Academy“ und den gleichnamigen Film aufgenommen wurden.
Fans erhalten zum 30jährigen eine würdige Neuauflage des Albums – ganz edel im Digipack mit informativem Booklet.
In heutigen Zeiten einem Album den Titel „Radikal positiv“ zu geben, ist auch ein Statement. Aber das passt zu der Brasspop-Band aus Bonn, die vor drei Jahren noch „Randale & Hurra“ feierte. Man kennt sie vor allem aus dem Kölner Karneval, wo sie seit Jahren „Nie mehr Fastelovend“ schmettern. Doch es steckt mehr in der Band.
Das 13köpfige Ensemble liefert wie immer starke Bläsersätze, energischen Sprechgesang und macht ordentlich Randale. Es geht um Nähe, Liebe und den radikalen Glauben an das Gute.
Der kölsche Dialekt ist leider komplett verschwunden – stattdessen gibt es hochdeutsche Songs mit zum Teil politischer Message. Ein bläserveredelter Discosound nimmt breiten Raum ein. „Früher wird alles besser“ und „Ich schlaf nicht“ preschen energisch nach vorne. Doch es gibt auch chillige Balladen wie „Ja“ und „Zu tun“.
In den humorvollen Stücken bekommen zeitgenössische Figuren wie Renate und Major Tom ihr Fett weg. Und wenigstens ein Song wie „Neu Köln“ vermittelt noch rheinischen Lokalkolorit.
Wer die Band nur aus dem Karneval kennt, wird sich vermutlich im falschen Film fühlen. Doch Querbeat haben einfach mehr drauf. Sie verbinden Swing und Brass mit zeitlosen Disco-Rhythmen und verbreiten hauptsächlich gute Laune. Alle, die mal wieder ausgelassen feiern wollen, liegen hier goldrichtig.
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„Almost Famous“ ist auch zwanzig Jahre nach seinem Erscheinen ein sensationeller Film. Zeigt er doch eine autobiografisch geprägte Sicht von Cameron Crow auf seine Zeit als Musikjournalist beim „Rolling Stone“. Er durfte die Allman Brothers für eine Titelstory begleiten – und vor allem die wundersame Welt der Groupies hat ihn wohl fasziniert und auch begeistert. Im Film ist es der junge William Miller, der im Zuge seiner Musikbegeisterung die exzentrische Penny Lane (Kate Hudson) kennenlernt. Der Film zeigt das Tourleben als faszinierenden Trip – natürlich mit viel Musik.
Der Soundtrack ist ebenso legendär wie der Film, den es auch als „Director’s Cut“ gibt. Er wurde 2001 mit dem GRAMMY Award als „Best Compilation Soundtrack“ ausgezeichnet. Wundervolle Musik gab es hier von Simon & Garfunkel, The WHO, YES, den Beach Boys, Rod Stewart, Led Zeppelin und Cat Stevens, um nur einige zu nennen. Hinzu kamen Songs der imaginären Band Stillwater, die eigens für den Film geschrieben wurden.
Während vor allem Stillwater auf dem originalen Soundtrack recht knapp in Erscheinung traten (mit dem Song „Fever Dog“) gibt es auf der Deluxe Edition zum Jubiläum mehr Stoff von ihnen zu hören. Auch das übrige Tracklisting wurde erweitert, unter anderem um Jethro Tull, Joni Mitchell, Fleetwood Mac und Deep Purple.
Auch gut zwei Jahrzehnte nach der Kinopremiere ist der vielfach prämierte Film vor allem ein Liebesbrief an jene aufblühende Welt des Rock, denn nirgendwo sonst sind der Look, der Sound, das Feeling, die ganze Haltung, die damals zum Rock & Roll-Lifestyle dazugehörten (was Fans zum Ausrasten brachte und bei Eltern Panikausbrüche auslöste) eindrucksvoller in Bildern festgehalten worden. Tatsächlich war es genau diese Musik, die Crowe faszinierte und seinen eigenen Karriereweg inspirierte – vom musikbegeisterten Teenager zum respektierten Rockjournalisten, schließlich zum gefeierten Filmemacher.
Auf den Deluxe-Editionen des ikonischen Soundtracks ist erstmals die vollständige Songkollektion zu hören. Mir liegt die 2CD-Version zum Reviewen vor, die schon einiges an Mehrwert bietet, im schicken Digipack daherkommt und viele Schwarz-weiß-Filmfotos mitliefert. Wer aber den Rundumschlag haben will, der darf ihn haben:
So erscheint die Compilation in gleich zwei 6LP-Varianten: Fans können wählen zwischen schwarzem Vinyl und dem Sixpack in Farbe. Von den 102 Tracks, die auf der 5CD Super Deluxe-Edition versammelt sind, sind 36 Stücke bislang unveröffentlicht. Dazu gibt’s eine 12“-EP auf Vinyl mit allen sechs Songs von Stillwater sowie eine Exklusiv-Edition zum Record Store Day mit sieben Original-Demos der Stillwater-Songs. Fünf davon von Wilson eingespielt, die anderen beiden von Frampton.
„Wir sind echt sehr stolz darauf, ALMOST FAMOUS mit einem derartigen Reichtum an Highlights wieder aufleben zu lassen“, kommentierte Cameron Crowe die neue Edition. „Zum ersten Mal haben wir einen Deluxe-Soundtrack zusammengestellt, der nahezu alle Songs aus dem Film vereint, kombiniert mit Nancy Wilsons grandios stimmungsvoller Filmmusik. Außerdem freut es uns wahnsinnig, endlich beide Versionen des Films mit diversen Bonus-Features auf diesen wunderschönen neuen 4K- und Blu-ray-Veröffentlichungen als Teil von Paramount Presents zu bekommen. Ein Hoch auf physische Medien!“ Dem schließe ich mich doch gerne an!
The Killers haben kürzlich ihr siebtes Studioalbum angekündigt: „Pressure Machine“ wird am 13. August 2021 erscheinen und kann ab sofort vorbestellt werden.
Produziert wurde „Pressure Machine“ – wie auch schon der Vorgänger „Imploding The Mirage“ aus dem vergangenen Jahr – erneut von der Band selbst sowie Shawn Everett und Jonathan Rado von Foxygen.
Sänger Brandon Flowers nutzte den erzwungenen Stillstand des vergangenen Jahres ohne Promotiontermine und Tourneen, um an den neuen Songs zu arbeiten: “And it was the first time in a long time for me that I was faced with silence. And out of that silence this record began to bloom, full of songs that would have otherwise been too quiet and drowned out by the noise of typical Killers records.”
„Pressure Machine“ erzählt von den Realitäten einer amerikanischen Kleinstadt. Vorbild war Brandon Flowers‘ Heimat Nephi in Utah, ein Dorf mit knapp 5.300 Einwohnern, ohne Ampeln, umgeben von Weizenfeldern und den West Hills. Das Album erzählt von Erinnerungen und Geschichten aus Brandons Jugend und von Leuten, die ihn damals prägten. Es ist das bisher verhaltenste Album der Killers.
“We were discussing [Brandon] moving to Nephi as a kid and being stuck in the middle of nowhere”, so Drummer Ronnie Vannucci. “And during Covid-19, it started to feel like we were all in the middle of nowhere”, ergänzt Brandon Flowers. “I discovered this grief that I hadn’t dealt with, many memories of my time in Nephi are tender. But the ones tied to fear or great sadness were emotionally charged. I’ve got more understanding now than when we started the band, and hopefully I was able to do justice to these stories and these lives in this little town that I grew up in.”
Das Album-Cover wurde auf einem Highway außerhalb von Nephi von Wes Johnson fotografiert und zeigt den Blick durch eine Stacheldrahtzaun auf eine Baptisten-Kirche.
Schaut Euch hier den Album-Trailer zu „Pressure Machine“ an:
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Man will nicht so recht an den unbeschwerten Sommer glauben, wenn man die Bilder der Starkregen- und Flutkatastrophe hier im Südwesten sieht. Da mag auch das neue Album von Alvaro Soler nicht ganz in die Zeit passen, doch es bietet Hoffnung – und das ist vielleicht das Wichtigste in schwierigen Zeiten.
„Magia“ liefert 13 Tracks – wie gewohnt in spanischer Sprache. Es ist ein packendes Album voller Leichtigkeit, voller Lebensfreude, es ist berührend und hoffnungsvoll. Gekonnt schwankt Alvaro in den eingängigen Stücken zwischen Melancholie und Leichtigkeit. Die Titel gehen ins Ohr und laden zum Tanzen ein. Dabei sind sie zum größten Teil in der ungewissen Pandemie-Zeit entstanden. Diese Diskrepanz erklärt Alvaro am besten selbst:
„Durch die Isolation waren wir alle gezwungen, uns neu zu entdecken und wieder zu spüren, dass die kleinen Dinge des Lebens magisch sein können. Neben Sorgen habe ich auch Zusammenhalt erlebt, den ich so noch nicht kannte, und meine Vision, Menschen durch meine Songs zusammenzubringen, ist wieder neu entflammt.“ 2021 ist sicher nicht nur für Alvaro Soler eine Herausforderung, aber unsere Welt ist für ihn sowieso ein Wunder voller Musik, das ständig um Balance ringt: „Ich glaube, wir brauchen auch die schwierigen Momente, um die leichten wirklich schätzen zu können – das soll auch das Artwork für Magia zeigen, das für mich das Schönste ist, das ich bisher hatte.“
Ein spannender Song wie „Despiertos“ bietet Pop, Soul und sogar eine Prise Rap. Daran kann man die Weiterentwicklung in der musikalischen Ausrichtung gut festmachen. So geht die sommerliche Reise bis zum gefühlvollen Abschluss mit „Alma de luz“. Perfekte Musik für bessere Zeiten und die lauschigen Sommernächte, die hoffentlich noch kommen.
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Billie Eilish hat heute ihre neue Single „NDA“ aus ihrem kommenden Album „Happier Than Ever“ (VÖ: 30.07.2021) inklusive Musikvideo veröffentlicht. Auch für diesen Clip führte Billie erneut selbst Regie.
„NDA“ zeigt eine düstere Seite des kommenden Albums auf, das Video lässt einem die Haare zu Berge stehen: Wir sehen eine waghalsige Billie in tiefer dunkler Nacht mitten auf einer scheinbar verlassenen Straße, als sie plötzlich umringt wird von rasenden Autos. Der Clip wurde in nur einem Take mit 25 professionellen Stunt-Drivern gedreht.
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Billie Eilishs für 2022 angekündigte Welt-Tournee ist bereits ausverkauft. Sie wird dafür erneut mit dem auf Nachhaltigkeit bedachten Partner REVERB zusammenarbeiten, um die CO2-Emissionen ihrer Tournee so gering wie möglich zu halten. Bei jeder Show wird es das sogenannte Billie Eilish Action Village geben, das Klimaaktivismus und Klimagerechtigkeit in den Fokus stellt und Umweltorganisationen, die von BIPOCs und Frauen geleitet werden, in den Mittelpunkt rückt. Außerdem wird REVERB in diesem Rahmen die Kampagne Music Climate Revolution vorantreiben. Ziel ist es dabei nicht nur, den ökologischen Fußabdruck dieser Tournee so gering wie möglich zu halten, sondern Projekte zu unterstützen, die zu einem messbaren Rückgang der Treibhausgase beitragen.
Weltpremiere des Musicals am 20.07.2021 in London – am Freitag erschien die CINDERELLA CD mit Gastbeiträgen von Adam Lambert und Todrick Hall!
In der Hauptrolle der Cinderella ist Carrie Hope Fletcher am Londoner West End zu sehen sein. Die 28-Jährige glänzte zuvor unter anderem in den Hauptrollen von „Heathers“ (Theatre Royal Haymarket), „The Addams Family“ (UK-Tour), „Chitty Chitty Bang Bang“ (UK-Tour), „Mary Poppins“ (Prince Edward Theatre) sowie zuletzt als Fantine in „Les Misérables“ (Sondheim Theatre). Gebürtig aus London, ist Fletcher inzwischen auch in den Sozialen Medien und darüber hinaus auch als Autorin sehr erfolgreich (ihr Buch ging zuletzt auf die #1 in den britischen Verkaufscharts).
In Andrew Lloyd Webbers neuem Stück wird der „Aschenputtel“-Märchenklassiker komplett neu erzählt. Seine neue „Cinderella“-Produktion basiert auf einer Idee der gefeierten Schauspielerin und Drehbuchautorin Emerald Fennell, die in diesem Jahr mit einem OSCAR ausgezeichnet wurde für das beste Drehbuch für den Film „A Promsing Young Woman“. Fennell hat zudem für den gleichen Film 4 Golden Globes Nominierungen erhalten. Als Schauspielerin glänzte Fennell zuletzt in der BBC-Serie „Call The Midwife“ (als Patsy Mount) und war als Camilla Parker Bowles in der Netflix-Serie „The Crown“ zu sehen.
Die Texte zu Andrew Lloyd Webbers Score stammen aus der Feder von David Zippel. Er räumte für seine vielen Broadway-Erfolge schon reihenweise Preise ab – u.a. für „City of Angels“, „The Goodbye Girl“, „The Woman In White“ und „Liza at the Palace“; zudem arbeitete er an großen Filmen wie „Hercules“ (Disney) und „Mulan“ mit, die beide für Oscars nominiert wurden. Während Cinderellas Stiefmutter von Victoria Hamilton-Barritt gespielt wird und Ivano Turco als Prince Sebastian bestätigt ist, folgen weitere Informationen zum Cast der neuen „Cinderella“-Produktion in den kommenden Wochen.
Für seine „Cinderella“ arbeitete Andrew Lloyd Webber ein weiteres Mal mit dem Regisseur Laurence Connor und der Choreografin JoAnn M. Hunter zusammen, mit denen zuletzt auch das prämierte „School of Rock“-Musical entstanden war. In derselben Konstellation hatte das Kreativteam auch die gefeierte Neuauflage von „Joseph & the Amazing Technicolor Dreamcoat“ umgesetzt, das im Londoner Palladium aufgeführt wurde und nach der Jubiläumsedition in NYC im Sommer in die britische Metropole zurückkehren wird.
Als Emmy-, Oscar-, Tony- und Grammy-Gewinner zählt Andrew Lloyd Webber zu den wenigen Künstlern, die alle vier großen Preise der US-Entertainmentbranche in Empfang nehmen konnten. Schon 1990 bekam der heute 72-Jährige den Grammy Legend Award verliehen. Zwei Jahre später zum Ritter geschlagen, wurde er schon 1997 zum Life Peer ernannt. Seine Autobiografie „Unmasked“ erschien im Jahr 2018.
Es ist das neueste Werk, mit dem er an die Welterfolge von „Jesus Christ Superstar“, „Evita“, „Das Phantom der Oper“, „Cats“ & Co. anknüpft.
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Stellen wir uns die Musik als Universum vor. Harmonien rauschen wie Sternschnuppen durch die Galaxie. Melodien umkreisen Sterne und verbünden sich mit Himmelskörpern, deren innere Pulse elektrisierende „Beats per Minute“-Spannungsfelder freisetzen. Mittendrin absorbieren Kreative das viele rhythmische und klangliche Treiben, um von ihren Entdeckungsreisen musikalischen Goldstaub mitzubringen. Dessen Verdichtung kann nur eins bedeuten: Hits! Einer der wichtigsten Musikreisenden der letzten 30 Jahre ist Alex Christensen. Von seinem Heimatplaneten Dance aus ging er 2016 auf Entdeckungsreise. Sein Plan: der Musik der 90er-Jahre, die von ihm maßgeblich mitinitiiert worden war, wollte er jenseits starrer Techno-Dance-Gesetze neue Horizonte eröffnen.
Im Oktober 2017 konnte er stolz „mission accomplished!“ vermelden, „Classical 90s Dance“ stand nicht lange in den Läden, bevor die große Nachfrage mehrere zehntausend Nachpressungen erforderte. Neu arrangierte Dance Music-Hits der 90er-Jahre wie „Das Boot“ und „Rhythm Is A Dancer“ klangen darin völlig anders. Sowas hatte man noch nie gehört! Die Formel „Elektronik trifft auf Orchestersounds“ wurde selbst ein Hit. Mehr als 100.000 verkaufte Einheiten brachten Alex Christensen in Deutschland einen weiteren Gold-Award und dem Berlin Orchestra den allerersten ein. „Classical 90s Dance 2“ setze die Erfolgsgeschichte ein Jahr später, inzwischen ebenfalls vergoldet, fort. Gerade mal 12 Monate später, Anfang November 2019, folgte „Classical 90s Dance 3“, mit dem Christensen endgültig ein neues Genre etablierte: Orchestral Dance Music. Insgesamt über 300.000 abgesetzte Tonträger dauerrotieren seither bei Musikliebhabern, während die Einzeltracks der Albumreihe weit über 100 Millionen Audio- und Video-Streams verbuchen konnten.
Selbstverständlich gäbe der Fundus an großartigen Hits aus den 90er-Jahren für die Fortsetzung der Alben-Serie genug her. Aber Alex Christensen hätte sich nicht den erstklassigen Ruf eines Musikpioniers erarbeitet, wenn er über die Jahrzehnte kein flexibler Impulsgeber geblieben wäre. Sein neues Album verharrt nicht in den 90’s, der Dekade, die Christensen als DJ, Producer, Talent-Scout und Songwriter gigantische Erfolge bescherte. „Classical 80’s Dance“ geht ein paar Jahre zurück, in die der 80er-Jahre, die auf ihn prägenden Einfluss hatten. Der Longplayer kommt gut gelaunt daher und lässt auch gleich wohlfühlen: mit diesen Allzeit-Melodien, die in beinahe jedem Gedächtnis verankert sind, und mit Orchester-Arrangements, deren Harmonien weite Bögen um starre Genre-Grenzen machen.
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Die Hits der 80er-Jahre bekommen auf „Classical 80’s Dance“ eine neue Heimat – zeitlos melodisch in Szene gesetzt und frei von festgelegten Sightseeing-Tour-Routen durch ein besonderes Musikjahrzehnt. Dafür waren die 80er-Jahre auch viel zu bunt. „Wenn wir uns an Ikonen dieser Zeit, an Boy George und Divine, oder an Songklassiker wie ‚Smalltown Boy‘ erinnern, wurden Freiheitsaussagen getroffen, von denen wir in der Techno-Dance-Bewegung ein paar Jahre später, in den 90er-Jahren, stark profitierten“, sagt Alex Christensen. „Die Kernbotschaft war damals: Liebe wen auch immer du willst! Der Übergang zwischen der Freiheitsbewegung in den 80er-Jahren und unserer Techno-Bewegung in den 90’s war fließend. Wir trieben die 80’s auf die Spitze, denn bei uns war alles erlaubt: Love, Peace, Happiness. Mein neues Album zollt dem Geist der 80’s Tribut. Dieser Spirit lieferte mir die wichtigste Anregung dafür, etwas komplett anderes auszuprobieren. Mein neues Album feiert die Songs mit denen ich aufwuchs, während ich die Musik des Folgejahrzehnts aktiv mitgestalteten konnte.“
80’s-Electro-Pop ebnete prominenten Techno-DJs und-Komponisten den Weg für eine radikal andere Beat-Form in den 90’s. Die Titelauswahl für „Classical 80’s Dance“ fiel entsprechend nicht schwer. Neu arrangiert wurden Songs die Christensen besonders berührten. Geografisch betrachtet, sind es vor allem Hits aus dem Vereinigten Königreich, wo man sich wiederum früh von Pionieren der elektronischen Musik aus Deutschland beeinflussen ließ. Deswegen standen selbstverständlich auch Hits deutschen und französischen Ursprungs weit oben auf seiner Prioritätenliste. „Voyage, Voyage“, der frankophone Nummer-1-Smash von Desireless, entwickelt in Christensens neuem Arrangement, gesungen von der französisch-algerischen Berühmtheit Chimène, besonderen Sog.
Gerade wegen des Verzichts auf den Beat in der Einleitung, dem ein opulenter Orchesteraufbau im Anschluss an den Refrain folgt, verströmt die neue Version besonders einnehmenden Charme. „Die Nummer ist ein gutes Beispiel für meinen Ansatz, Songs, die schon oft durchgekaut wurden, zu entstauben. Ist das geschafft, kann man sie ganz neu betrachten“, kommentiert Alex Christensen. Aus der ursprünglich hölzernen 80’s-Produktionsweise befreit er zusammen mit keinem geringeren als Weltstar Ronan Keating den „Smalltown Boy“ von Bronski Beat, der dem Leben jetzt lässiger, vielschichtiger entgegenläuft. Die vielfach platin-dekorierte „Murder On The Dancefloor“-Eignerin Sophie Ellis-Bextor beschwört die „Sweet Dreams“, die den Eurythmics einen Top-5-Hit bescherten, voller neuer Spannung anders herauf und verleiht „Self Control“ mehr weibliche Selbstbestimmung.
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Mit seiner aktuellen SängerInnen-Wahl umgeht Christensen zusätzlich das Risiko, „Classical 80’s Dance“ wie einen Besuch im 80’s-Pop-Museum wirken zu lassen. Um die richtigen Stimmen zu finden, bräuchte der Freund vieler etablierter Stars lediglich seine Smartphone-Kontakte durchgehen. Aber die Nennung des Namens Alex Christensen würde ohne sein beständiges Ausschauhalten nach ganz jungen Gesangsartisten nicht weit über das Branchen-Establishment hinaus wohlklingend nachhallen. Auf „Classical 80’s Dance“ bringt er den hippen, aufstrebenden Nachwuchs mit beständigen Talenten zusammen. Die gebürtige Portugiesin Ana Kohler, die mit über 1,7 Millionen Social Media Followern in kurzer Zeit zum Star im Netz avancierte, interpretiert Giorgio Moroders „Never Ending Story“ und der unaufhaltsame deutsche Sänger, Schauspieler und „Deutschland sucht den Superstar“-Juror Mike Singer, dessen noch junge Karriere bereits drei Nummer-1-Alben aufweist, interpretiert Rick Astley‘s „Never Gonna Give You Up“. Weltstar Bonnie Tyler singt mit ihrer einzigartigen Stimmencharakteristik eine gegenwärtige Version von „Total Eclipse Of The Heart“.
Die Monrose- und Popstars-Senkrechtstarterin Mandy Capristo unterstreicht den eingängigen Chorus von „Fade To Grey“ mit ihrem Stimmenvermögen modern-catchy und der Schweizer Soul-Star Seven mehrdimensioniert „Killer“ mit tiefem Seelengesang. Violinen-Superstar David Garrett zieht die Zuhörer unter der Regieführung von Christensen mit einer genialen Instrumentalversion des Soft Cell-Hits „Tainted Love, der sagenhafte 17 Mal auf Platz 1 ging, in seinen Bann. Gary Barlow, Take Thats Dauer-Hit-Anwärter, singt eine mitreißende Version des Crowded House-Ohrenschmeichlers „Don’t Dream It’s Over“, den Christensen mittels Beats und Synth-Bass in sein Jahrzehnt, die 90er-Jahre, transportiert. „Ich bin halt Kind der 90er“, lacht er. „80’s und 90’s mischen sich bei mir mit der Neuzeit. Wie alle anderen, komme ich nicht aus meiner Haut heraus.“ Zum Glück! „Classical 80’s Dance“ ist gerade deshalb purer Goldstaub für die Ohren und die Seele.
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Es wäre zu einfach, die Leichtigkeit, Lässigkeit und elektrisierende Coolness von almost monday nur auf die Sonne Kaliforniens oder die Tatsache, dass sie sich beim Surfen kennengelernt haben, zurückzuführen. Die überberstende Kreativität vereinen almost monday mit der Intention, verdammt gute Songs zu machen. So liefern almost monday den perfekten Indie-Pop-Sound zum Cali-life, den Soundtrack für die Rückfahrt nach einem intensiven Tag am Meer oder durchgemachte Nächte am Strand, als wäre es in ihrer DNA. Die West Coast-Vielfalt und Freiheit ist direkt in ihre Songs gepflanzt, wenn Dawson Daugherty (Gesang), Luke Fabry (Bass) und Cole Clisby (Gitarre) vom Erwachsenwerden erzählen, von Beziehungen singen und Alltagsgefühlen, die wie ein Mood-Soundboard eine komplexe Bandbreite in ihren Songs eröffnen.
almost monday sind all das – und stehen dabei erst ganz am Anfang: Im vergangenen Jahr erschien mitten in der Pandemie ihre Debüt-EP „don’t say you’re ordinary“ und fiel den Kritikern durch die Feel-Good-Tunes und grandioses Songwriting auf. Die erste Single daraus – „broken people“ – schoss direkt in die Top 20 der Alternative Radio Charts, wurde von Sofi Tukker geremixt und generierte insgesamt über 32 Millionen Audio und Video Streams. Das GQ Magazine erklärte almost monday zu Recht zu den „21 Breakout Musicians To Know in 2021“. Die drei Freunde erklären ihre detailvollen Song-Lyrics und Arrangements vor allem mit Fleiß und Beharrlichkeit: „Wir sitzen nicht den ganzen Tag da und zermürben uns die Köpfe, aber wir schreiben jeden Tag eine Stunde an neuen Ideen – und lassen keinen Tag aus.“ In den vergangenen Wochen haben almost monday ihre neuen Songs „hailey beebs“ und „this is growing up“ veröffentlicht, jetzt folgt am 9. Juli die neue EP „til the end of time“.
Die drei jungen Musiker aus San Diego – alle Jahrgang 1998 – erzählen auf ihrer neuen EP „til the end of time“ u.a. von dem Gefühl, sich das erste Mal zu verlieben, von diesem inneren Zucken, wenn der Name auf dem Handy-Display aufpoppt, aber setzen sich auch mit der Frage auseinander, was Authentizität und sein Leben bewusst zu leben in der heutigen Zeit wirklich bedeutet. „Diese EP spielt mit dem Thema, unsere Zeit nicht als selbstverständlich zu erachten, es ist eine ziemlich konstante Idee, die in den Songs auftaucht“, beschreibt Dawson die neuen Songs. almost monday sprechen Dinge an, die ihre Generation bewegt, ohne sich zu Klassensprechern hochzustilisieren. Musik ist ihre “weapon of choice”, um zu hinterfragen, zu feiern, zu lieben und zu leben.
„Es ist etwas sehr Inspirierendes, durch Musik mit Menschen am anderen Ende der Welt in Kontakt treten zu können. Das ist, was mich an Musik am meisten fasziniert: Die Fähigkeit, eine sehr starke Botschaft durch Emotionen zu vermitteln, die nur durch Musik zu spüren sind“, erklärt Sänger Dawson. Die Band setzt sich eine hohe Messlatte, feiert die musikalischen Einflüsse wie Coldplay, The Strokes, die Beatles, U2, David Bowie oder Prince und Frank Ocean: „Wir ziehen aus einer Menge Zeug unsere Inspiration. Hoffentlich führt das dazu, dass die Songs unberechenbar und unvorhersehbar sind. Gleichzeitig kommen wir nie weg von San Diego. Es ist ein Teil von dem, was wir sind. Diese Energie, laid-back und chillig, findet irgendwie immer ihren Weg in das, was wir tun.“
Für „til the end of time“ haben sich almost monday Mark Needham an ihre Seite geholt, der bereits die Debüt-EP „don’t say you’re ordinary“ produziert hat. Für die kommenden Monate wünschen sich almost monday mehr Gelegenheiten für Live-Konzerte, die einen ganz besonderen Stellenwert für das Trio haben: „Einige meiner schönsten Erinnerungen sind entweder Konzerte, die ich als Kind besucht habe oder unsere eigenen“, erklärt Cole und Luke fügt hinzu: „Ich denke, unsere Musik kann ein Energie-Booster für die Leute sein und vielleicht ihre Stimmung ein wenig aufhellen, was immer sie gerade tun. Hoffentlich können die Leute mit den Songs mitgehen und ihnen eine eigene, persönliche Bedeutung geben.“
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Definitiv: „Greatest Hits“ von QUEEN ist ein Release, der auch nach 40 Jahren kein Stück gealtert ist. Fragt sich, ob man überhaupt eine Neuauflage braucht? Inzwischen kann man ja schon eine Collection der drei „Greatest Hits“-Platten der Briten für kleines Geld erwerben. Doch die beiden folgenden Veröffentlichungen haben nie mehr die Klasse des Originals aus dem Jahr 1981 erreicht. Wer also nochmal zuschlagen will, kann das hier tun. Einen Mehrwert gibt es nur in einem Pappschuber für die CD und in vier nostalgischen Musik-Kassetten, die jeweils ein anderes Bandmitglied auf dem Cover führen.
Das Album wurde bislang in Großbritannien 6,75 Millionen mal verkauft und ist damit die unumstrittene Nummer 1 der meistverkauften Alben des Landes. Es heißt, jeder vierte britische Haushalt besitze das Album. Auch weltweit war und ist der Siegeszug unaufhaltsam. Das Biopic „Bohemian Rhapsody“ hat nochmal ordentlich Zug in die Sache gebracht. Und Freddie bleibt unsterblich, auch wenn QUEEN mit Adam Lambert weiterhin furios auf Tour sind.
Das erste „Greatest Hits“-Album umfasst Queens triumphale Ära von 1974 bis 1980. Es enthält einige der beliebtesten Rock-Klassiker der Welt, darunter der zwischen Rock und Opern-Parodie wechselnde, fast sechsminütige Chartstürmer „Bohemian Rhapsody“ oder die Stadion-Hymne „We Are The Champions“, die 2011 von einem Team von Wissenschaftlern zum eingängigsten Song aller Zeiten gekürt wurde.
Das Album besticht weiterhin durch seine stilistisch vielfältige Bandbreite, vom epochalen „We Will Rock You“, dem elektrisierenden 70s-Disco-inspirierten „Another One Bites The Dust“, der Jukebox-Retro-Rock-Hommage „Crazy Little Thing Called Love“ oder zum Beispiel dem Gospel-geleiteten „Somebody To Love“. Für 1981 war die Zusammenstellung essentiell. Und eigentlich bleibt sie es bis heute. Was danach kam, war schmückendes Beiwerk.
Also: Wer die Compilation noch nicht hat, sollte zugreifen. Nostalgiker wählen eine Kassette und entstauben den Walkman. Auch schön.
Mit „Singing To Strangers“ hatte Jack Savoretti vor zwei Jahren seinen großen Durchbruch mit dem Spitzenplatz in den britischen Charts. Es war ein bahnbrechendes Album für den englischen Popmusiker aus London, dessen Vater aus Italien stammt und für den klangvollen Nachnamen gesorgt hat. Doch passend zum italienischen Namen gibt es auch eine smarte Stimme und den unwiderstehlichen Charme südeuropäischer Popmusik. Das passt perfekt in den Sommer!
„Europiana“ ist kein neu geschaffener Sound. Es sind Referenzen, Inspirationen und die Emotionen, die sie hervorrufen. Savoretti sagt dazu: „Es ist die Musik aus den Sommern meiner Kindheit, neu gemacht für heute.“
Und es stimmt! Das Album verbreitet den Glamour der Riviera und allgegenwärtige italienische Eleganz. Da finden sich viele schmachtende Balladen und ein tanzbarer Sound ganz ohne elektronische Rhythmen. Die 70er und 80er Jahre lassen grüßen – und man hat fast das Gefühl, als müssten jeden Moment Gina Lollobrigida oder Vittorio De Sica um die Ecke biegen.
„Europiana“ wurde in den Abbey Road Studios in London gemeinsam mit Produzenten wie Cam Blackwood (George Ezra, Florence & The Machine) und Mark Ralph (Jess Glynne, Years & Years, Jax Jones) aufgenommen. Das bürgt für eine glasklare Produktion.
Okay. Das Album verbreitet viel Kitsch und Klischees, aber die Streicher passen einfach perfekt zu dieser Musik. Savorettis Vocals sind wie geschaffen dafür, Frauenherzen zu betören. Seine bisweilen heiser-rauchige Stimme und die harmonischen Arrangements tuen ihr Übriges dazu. Wohltuend finde ich, wie der Gesang stets im Vordergrund steht. Da wird nichts umspielt und aufpoliert – man bekommt einfach den puren Jack.
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