„Sing meinen Song“ geht in die vierte und bislang beste Staffel

VERÖFFENTLICHUNG» 09.06.2017
BEWERTUNG» 9 / 9
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Nach dem Durchhänger im Jahr 2016 bin ich inzwischen wieder mit „Sing meinen Song“ versöhnt. Die neue (vierte) Staffel bietet alles, was mich in der Vergangenheit an diesem Sendeformat begeistert hat. Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss haben Xavier Naidoo als Gastgeber abgelöst. Auch sie erledigen diesen Job relativ unaufgeregt, lassen die Emotionen spielen, verzichten aber auf allzu rührselige Kommentare. Das passt.

Die Gäste sind mal wieder vom Feinsten. Multitalent Mark Forster, Stefanie Kloß von Silbermond, uns aller Lena, Gentleman, Moses P und Michael Patrick Kelly. Eine sehr vielseitige Zusammenstellung. Das Anhören der CD macht großen Spaß und entfaltet seine volle Wirkung, wenn man auch noch die Bilder der entsprechenden Sendungen (Folge 4 läuft just heute) im Hinterkopf hat. Die Ausbeute ist so groß, dass es erstmals eine Doppel-CD mit allen (43) Songs der Staffel zu kaufen gibt. Ein Indiz dafür, dass kaum Lückenfüller am Start sind.

Was mich von der ersten Sendung an – mit Songs von Mark Forster – begeistert hat, ist die enorme Bandbreite der vertretenen Künstler. Und keiner beschränkt sich auf eine Egomanie, sondern jeder versucht, die Songs in sich aufzunehmen und emotional neu zu interpretieren. Von Mark und Stefanie erwartet man ohnehin nichts anderes. Doch Michael Patrick Kelly lässt die Zuschauer staunen, wenn er aus den einfachsten Titeln echte Stadionhymnen macht. „Krieger des Lichts“ und „Führ mich ans Licht“ klingen aus seinem Mund einfach gigantisch.

Auch Lena versucht sich (gezwungenermaßen) an deutschsprachigen Titeln und schlägt damit voll durch. Sie sollte das öfter probieren – und sie wäre ja nicht die erste, die per SMS an das deutschsprachige Liedgut heran geführt wurde. Gentleman liefert weiterhin seinen typischen Reggae-Sound, doch er gibt sich alle Mühe, den Originalen gerecht zu werden und erweitert sie gerne mal um eigens hinzu komponierte Rap-Passagen. The BossHoss verändern sich stilistisch kaum in ihrer Country-Attitüde, wissen aber zumindest mit einigen ruhigen Stücken zu gefallen.

Größte Überraschung für mich ist aber Moses Pelham. Den hielt ich seit seinen Streitereien mit Xavier und den Söhnen ohnehin für einen ungehobelten Flegel. Hier geht es aber nicht ums Geschäft, sondern um gute Musik – und da ist er ein echtes As im Ärmel und per Dauergrinsen absolut sympathisch. Moses kann verändern und neu produzieren. Dieses Talent spielt er voll aus. Als Verstärkung hat er oft Cassandra Steen mit dabei, die Hammerstimme von Glashaus, zaubert ein Feature mit Stefanie Kloß aus dem Hut oder rappt sich kurzerhand selbst durch einen Song. Die Ergebnisse sind durchgehend geil: Silbermonds „Symphonie“ gewinnt an neuen Facetten und „Home“ von Lena wird als „Meine Heimat“ ein komplett eigenständiger Song mit Tiefgang.

Die SMS-Sendungen sind oft tränentriefend. Das mag den ein oder anderen nerven, ist aber berechtigt und geht weiter über einen Soap-Charakter hinaus. Zumindest im CD-Format bekommt man die puren Songs ohne visuelle Rührseligkeiten. Und das ist von vorn bis hinten stimmig. Sehr empfehlenswert!

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