Die größte Stärke von Musik ist, Gefühle auf eine Weise ausdrücken zu können, wo uns Sprache im Stich lässt; Geschichten so kräftig nachzeichnen zu können, wo sonst jede Stiftmine abbrechen würde; Erinnerungen so realistisch ins Gedächtnis zu katapultieren, wo jegliche künstliche Intelligenz einen 404 Fehler anzeigen würde. Es ist wie gesagt ihre größte Stärke – aber auch ihre schärfste Waffe. LOTTEs neue Single „So wie ich“ ist der beste Beweis dafür.
„So wie ich“ erzählt die Geschichte eines Übergriffs und das so treffend und so schmerzhaft, wie auch befreiend. Das liegt vor allem daran, dass LOTTE Raum gibt für vermeintliche Widersprüche. Grenzenlose Wut trifft auf Verletzlichkeit, Angst steht unbändigem Mut gegenüber, Kaputtes fügt sich zu etwas Neuem, Wunderschönen zusammen. Alles davon ist echt und hängt miteinander zusammen.
Mit „So wie ich“ hat LOTTE die Oberfläche weit hinter sich gelassen und ist in die trüberen, düsteren Gefilde der Popmusik und von sich selbst hinabgetaucht. Vom fröhlichen Mädchen mit Gitarre ist sie zu einer 26-jährigen Frau mit einer vielschichtigen, komplizierten und deswegen umso interessanteren Gefühlswelt geworden. „So wie ich“ ist gerade erst der (schmerzvolle) Anfang einer neuen Ära, einer neuen LOTTE, die keine Angst hat, diesen Struggle auch zu zeigen.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Nachdem die Alben mit dem Titel „Reim“ inzwischen schon einige Jahrzehnte alt sind und das 20. Werk die Initialen „MR20“ trug, dürfen wir ihn nun endlich „Matthias“ nennen. Matthias Reim ist für mich neben Roland Kaiser der letzte Aufrichtige des deutschen Schlagers aus dem letzten Jahrhundert. Während Roland immer mehr zum eleganten Chansonnier nach Art von Udo Jürgens mutiert, wählt Reim eine rockige Auslegung des altbekannten Metiers. Heute ist das gang und gäbe, wenn man sich neue Interpreten wie Andreas Gabalier und Ben Zucker anschaut, doch Matthias hat diese Herangehensweise bereits in den 90ern salonfähig gemacht – schon lange bevor Meister Guildo Horn auf der Bildfläche erschien.
Der Titel des neuen Albums von Matthias Reim deutet ein persönliches Album an. Er ist gerade 64 geworden, ist immer noch ein leidenschaftlichen Erzähler fesselnder, Musik gewordener Geschichten. In seiner Karriere hat er viele Höhen und auch einige Tiefen erlebt. Gestärkt ging er aus jeder gewonnen Erfahrung heraus, suchte neue Anknüpfungspunkte und formte daraus Songs. Es liegt quasi auf der Hand, dass ein Lebensreisender wie Matthias Reim auch ein Musikreisender ist. Das Reisethema – jenes Unterwegssein, aus dem er seit gefühlten Ewigkeiten kreativ schöpft – ist entsprechend auch das Leitmotiv seines neuen Werks.
„4 Uhr 30“ schildert mit Dancefloor-Beats eine Begegnung in der Nacht. „Bon Voyage“ erzählt vom Reisen und Abschiednehmen. „Blaulicht“ wird zum sehnsuchtsvollen Roadmovie. Das Rad des Schlagers hat Reim diesmal wahrlich nicht neu erfunden, doch seine größte Stärke ist nun mal das Erzählen von Geschichten – und mit diesem Pfrund kann er mal wieder gekonnt wuchern. Schade allerdings, dass er ganz auf den modernen Schlagerzug aufspringt und nur wenig deutschrockige Klänge zu hören sind.
„Du liebst mich auch“ und „Typisch anders“ sind eindringliche Gitarrenballaden. Dieses Metier beherrscht Matthias sehr gut. Die „Reise um die Welt“ wird folkig von den Mittelalterrockern Versengold veredelt. Das hat Pfiff. Die zweite Albumhälfte ist allgemein ruhiger gehalten. Das gefällt mir definitiv besser und es gibt berührende Stücke wie „Reisen durch die Zeit“ und „Kindertraum“. Die Mischung von Schlager, Pop und einer kleinen Prise Rock ist stimmig, aber gegenüber den letzten beiden Alben bemerke ich einige Schwächen.
Der Abschluss „Nächsten Sommer“ war bereits auf dem 2019er Album vertreten. Da konnte keiner ahnen, wie aktuell er einmal sein wird. Jetzt klingt er wie ein Versprechen in Richtung besserer Zeiten, denn live wird Matthias Reim seine Stärken am besten ausspielen können. Vielleicht nächsten Sommer…
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Nach einer zweijährigen Tournee- und Veröffentlichungspause und nachdem sie fast durch zwei neue Musiker ersetzt wurden, ist das mit dem Grammy Award ausgezeichnete und in den Billboard-Charts führende Künstler-/Produzenten-Duo The Chainsmokers zurückgekehrt und hat heute seine mit Spannung erwartete neue Single „High“ veröffentlicht. Der Song, der von Alex und Drew mitgeschrieben und mitproduziert wurde, läutet eine neue musikalische Ära für die Band ein und ist der Startschuss für die Reise zu ihrem kommenden vierten Album in voller Länge.
Das offizielle Musikvideo zum Song hat heute ebenfalls Premiere und folgt den Jungs in todesmutige Höhen, während Drew seine unerreichbare Partnerin durch verschiedene surreale Szenarien jagt und sich in einer Welt bewegt, in der die Liebe immer flüchtig ist.
Die Band sagt über die Single: „Der Song fängt perfekt den Geist der heutigen Beziehungen ein, die Längen, die wir für jemanden, den wir lieben, gehen, und die Lügen, die wir uns selbst erzählen, um unglücklich weiterzumachen. Hinter diesen dunklen und oft umstrittenen Texten verbirgt sich jedoch eine Produktion, die sich feierlich anfühlt, weil wir alle wissen, dass wir am Ende des Tages nie auf Ratschläge hören, sondern das tun, was sich für uns selbst am besten anfühlt und uns immer wieder einreden, dass es dieses Mal anders sein wird.“
The Chainsmokers werden „High“ zum ersten Mal live während der Los Angeles Rams vs. San Francisco 49ers NFC Championship Game Halftime Show Presented by Audi diesen Sonntag im SoFi Stadium in Inglewood, CA, performen. Das Spiel wird somit das erste Mal in der Geschichte der NFL, in einem Stadion ausgerichtet, in dem der Super Bowl zwei Wochen später ausgetragen wird.
In den letzten Jahren hat sich die Band Zeit genommen, um ihr viertes Album zu schreiben und aufzunehmen, während sie sich gleichzeitig auf Philanthropie und andere unternehmerische Unternehmungen wie ihren Risikofonds Mantis und ihre TV/Film-Produktionsfirma Kick The Habit konzentrierte. Es wird also schon sehr bald weitere Musik von The Chainsmoker geben.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Am 19. Februar 2022 hätte der österreichische Superstar FALCO seinen 65. Geburtstag gefeiert. Zu diesem Anlass veröffentlicht Sony Music Entertainment das neue Album „The Sound Of Musik“. Erstmals sind Falcos größte Hits chronologisch von 1981 bis 1998 – von „Ganz Wien“ bis „Out Of The Dark“ – auf CD, Vinyl und digital erhältlich.
Auf „The Sound Of Musik” finden sich einige außergewöhnliche und seltene Versionen seiner Hits:
ROCK ME AMADEUS (EXTENDED CANADIAN/AMERICAN 2022 RE-EDIT). 1986 wurden zahlreiche Mixes und Edits von Falcos größtem Hit für den internationalen Markt produziert. Insgesamt gibt es rund ein Dutzend verschiedene Versionen, allerdings vereint keiner dieser Mixe sämtliche für diese neuen Abmischungen zusätzlich produzierten musikalischen Elemente.
BODY NEXT TO BODY (RADIO VERSION): dieser Mix ist 1987 lediglich auf einer deutschen 7″ Promo verwendet worden und war bis heute weder digital noch auf CD erhältlich. Bei diesem Mix wurde das Stöhnen von Brigitte Nielsen vor den beiden Strophen und auch bei Falcos Rap am Ende entfernt. Dieser Mix enthält somit sehr viel Falco und viel weniger Brigitte Nielsen (die lediglich bei einzelnen Strophen zur Stimme von Falco dazu gemischt wird).
DATA DE GROOVE (FULL LENGTH VERSION): dieser Mix war 1990 lediglich auf der seltenen deutschen CD-Erstauflage des gleichnamigen Albums enthalten. Dieser Mix ist rund 20 Sekunden länger als die normale Albumversion, er ist bis heute lediglich auf den raren CD-Erstauflagen des Albums erhältlich.
Das Artwork von „The Sound Of Musik” ist liebevoll gestaltet, im Mittelpunkt steht Falcos Auftrittsjacke, eine rote Fantasie-Uniform mit goldenen Knöpfen und Quasten. Der Doppel-Vinyl-Version ist ein Poster beigelegt, auf dem Falco genau diese Jacke trägt.
Neben „The Sound Of Musik“ werden noch zwei weitere neue Falco-Fanprodukte veröffentlicht:
FALCO – THE BOX
Die Vinylbox enthält 3 LPs und eine 12“-Single. Sie beinhaltet Falcos erste drei Alben („Einzelhaft“, „Junge Roemer“, „Falco 3“) sowie eine Remix-12“-Single mit spannenden Original-Remixen aus den 80er Jahren.
JEANNY 12“-PICTURE VINYL:
Hier sind erstmals alle drei Teile der Jeanny-Saga auf einer 12“ vereint. Neben „Jeanny“ umfasst die Platte auch „Coming Home (Jeanny Part 2, Ein Jahr danach)“ und den 1990 aufgenommenen, selbstironischen dritten Teil „Bar Minor 7/11 (Jeanny Dry)“. Zudem finden sich von „Jeanny“ die beinahe 9 Minuten lange Extended Version sowie der Mix, bei dem Falco die Lyrics auf Englisch singt.
Emily Roberts macht Musik seit sie denken kann. „In meinem Kopf herrscht ein Feuerwerk – und ich habe einfach einen expressionistischen Drang.“
Dabei transportiert sie klare Worte smart und pointiert. Bei aller Deutlichkeit gehören bei EMILY ROBERTS Spaß und positive Vibes zum guten Ton, denn die sympathische Songwriterin lässt sich um keinen Preis die Laune verderben: „Humor ist mein ‚coping mechanism no. 1‘, aber ich scheue mich nicht, meine verletzliche Seite zu zeigen und einzugestehen, dass manche Erfahrungen sehr weh tun können.“
Fotocredit: Delia Baum
In der Ballade DINOSAURS – „den habe ich auf der Waschmaschine im Badezimmer meiner WG geschrieben, kurz nachdem ich verlassen wurde“ – verpackt Emily große Gefühle und beweist eindrucksvoll, dass sie auch nachdenkliche Themen authentisch und klug vertont.
Die Rohheit der Aufnahme – nur ihre Stimme, eine Guitarlele und ein paar Vögel, die im Hinterhof zwitschern – nimmt die Hörer mit in den fragilen Moment der Entstehung. Unmittelbar, verletzlich und extrem berührend.
„In meinen Songs steckt jede Menge Zeit, Kraft und Liebe von mir. Es geht um Beziehungen und Selbstliebe, aber auf der persönlichen Ebene – das hier ist mein Leben und was ich singe, betrifft mich zu 100 %.“
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Heute erscheint die 3-Track-EP zu Sarah Engels‘ Schauspieldebüt als Hauptdarstellerin in dem Sat.1-Movie „Die Tänzerin und der Gangster“. In dem Song „Gebe nicht auf“ präsentiert sich die Künstlerin als herausragende Popsängerin und selbstbewusste Frau, die ihren Weg geht.
Sie ist Sängerin, Tänzerin, Moderatorin, Influencerin – und tastet sich nun auch immer mehr an die Schauspielerei heran. Am 17. Januar 2022 zeigt Sat.1 „Die Tänzerin und der Gangster – Liebe auf Umwegen“ und damit das Schauspieldebüt als Hauptdarstellerin von Sarah Engels. In dem Film verkörpert sie Toni, eine alleinerziehende Mutter, die von einer Musical-Karriere träumt. Diese Rolle wurde ihr förmlich auf den Leib geschrieben. Passend dazu singt sie den eigens für diese Story komponierten Song „Gebe nicht auf“.
Zur Einstimmung auf Engels‘ ersten großen Auftritt als Hauptdarstellerin eines abendfüllenden Spielfilms erscheint das Stück bereits am 4. Januar als Titelsong einer 3-Track-EP bei dem Sony Music-Label Ariola.
Für „Gebe nicht auf“ gilt das Gleiche wie für den gesamten Film: Dies ist der perfekte Song für die Protagonistin – in ihrer Rolle als Toni, aber auch in ihrem wirklichen Leben als Sarah Engels. „Es ist die Zeit für Veränderung“ heißt es gleich in der ersten Strophe. „Schaffe ich ihn,/ Diesen großen Sprung?“, fragt sie. „Wander‘ zwischen den Welten / Muss mich oft verbiegen“, gibt sie zu. Aber dann konstatiert sie selbstbewusst: „Doch meine Geschichte / Ist längst noch nicht geschrieben.“
Sarah Engels ist einmal mehr ein Lied gelungen, das bewegt, ein Mut-mach-Song, wie er gerade in Zeiten wie diesen gebraucht wird. „Ich gehe meinen Weg / Nein, ich gebe nicht auf“, betont sie im Refrain. „Was am Ende wirklich zählt, ist dass du an dich glaubst!“ Musikalisch steigert sie sich von einer zunächst durch perlende Piano-Akkorde begleiteten Zartheit bis hin zu einem perkussiven Rhythmus, zu dem sie ihre Botschaft stark und entschlossen betont.
Die Botschaft von Zuversicht, Kraft und Mut wächst von Takt zu Takt. Sarah öffnet sich emotional und musikalisch, präsentiert die Möglichkeiten ihrer beeindruckenden Stimme und durchlebt den Text des Refrains, indem sie voller positiver Energie nicht nachlässt, an ein Happy End zu glauben: „Ja, ich geh‘ meinen Weg auch wenn ich mich verlauf‘/ Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt / Doch ich gebe niemals auf / Ich gebe nicht auf.“
Gebündelt mit dem Titelsong „Gebe nicht auf“ gibt es mit der 3-Track-EP auch die Songs „Flügel in Gedanken“ und „Alles auf Rot“. Beide stammen von Sarah Engels‘ Top-Ten-Album „Im Augenblick“ und gehören darüber hinaus ebenfalls zum Soundtrack des Sat.1-Films. Seit mittlerweile zehn Jahren zählt Sarah Engels zu den vielseitigsten und erfolgreichsten jungen Entertainerinnen im deutschsprachigen Raum.
Millionen folgen ihr auf Instagram und YouTube. 2020 begeisterte sie als Siegerin von Staffel 3 der ProSieben-Erfolgsshow „The Masked Singer“. Anfang 2021 wurde die Single „Te Amo Mi Amor“ in Florian Silbereisens ARD-Show „Die Schlagerchampions –Das große Fest der Besten“ mit der Trophäe für den Hit des Jahres ausgezeichnet.
Alina-Bianca Neumann wurde mit deutsch-polnischen Wurzeln in Solingen geboren, lebte aber bis zu ihrem sechsten Lebensjahr in Polen. Anschließend wuchs sie in Schleswig-Holstein auf und kam in Kontakt zum Rio Reiser Bassisten Jochen Hansen, der sie förderte und dazu ermutigte, eigene Musik zu schreiben. Dessen Einfluss konnte man schon auf den ersten beiden EPs „Hohes Fieber“ und „Monster“ erkennen. Mit dem Debütalbum setzt sie die Linie weiter fort: Direkte und ehrliche Texte, verbunden mit einem authentischen Indiepop.
Schon der Albumtitel ist eine Wucht und zeugt von den psychoanalytischen Ideen Sigmund Freuds, der zu erklären versuchte, warum Männer sich die Geborgenheit eines Mutterersatzes für die Familie suchen und gleichzeitig eine andere Frau fürs Bett haben wollen. So divergent ist auch die Erscheinung von Alli, die als blonde zierliche Frau erscheint, dann aber in ihren Lyrics deutlich zur Sache geht und gegen Sexismus ansingt.
Der Sound ist mitreißend und ihre Vocals haben einen starken Flow. Sie nutzt Stilmittel von Pop, HipHop und R’n’B, um ihrem Sprechgesang Gehör zu verschaffen. Das hymnische „Frei“ ruft ihren Wunsch nach Selbstbestimmung aus. Songs wie „bike boy“, „problem killer“ und „männer wie du“ beschäftigen sich mit maskulinen Typen. Erst im letzten Albumdrittel schafft sich die romantische Seite Raum und es gibt vier süßlich anmutende Songs wie „herz aus gold“ und „Herzhotel“.
„Madonna Whore Komplex“ ist ein durchaus lohnenswertes Debüt mit starken Tracks. Vor allem die moderne Produktion und die stilistische Vielfalt heben es aus der Masse heraus. Alli Neumann befreit sich gekonnt von allen Pop-Klischees und geht ihren eigenen Weg. Spannend!
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Zum Jahresende „Danke“ sagen – für Familie, Freundschaften, zum Weiterleiten. Emilio bringt nach „Winter“ den Sommer zurück. In einer Kooperation mit amazon Studios spielt er die Hauptrolle im Film „One Night Off“ (ab 29.12. bei prime Video) und bringt mit „Danke“ den Abspannsong zum Film und für die Jahreszeit ein.
Wer Unterstützung in der Formulierung braucht und bisher nicht wusste wie, darf Emilio danken, denn er hat gemeinsam mit seinem Producerteam Truva, und seinen Co-Writern Lazlo und Megaloh den idealen Musik-Wortanteil gefunden, um diesen Song genau dafür zu nutzen – „Danke“ sagen. Zum Verschicken an Menschen, an die man oft denkt und sich selten meldet, mit Lächeln im Gesicht-Garantie und einer Botschaft, die in der kalten Jahreszeit ankommt. Begleitet von einem sommerlichen Video, in dem das Leben lebenswert ist.
Christopher von Deylen hat sich mit seinem Projekt SCHILLER schon seit längerem nicht mehr allein auf die elektronische Musikkunst beschränkt. Immer häufiger gingen seine Werke über Pop oder Ambient hinaus und er hat den digitalen Kunstwerken analoge Elemente hinzugefügt, sogar ein reines Klassikalbum geschrieben. Mit „Epic“ geht er noch weiter, denn es soll – wie der Titel schon sagt – ein episches Album werden. Und was ist epischer als orchestrale Momente und sinfonische Filmmusik? So ließ sich der Hamburger Künstler inspirieren und verwob seine atmosphärischen Elektronik-Klangwolken mit großen Orchesterarrangements und bombastischem Kopfkino.
Eine Computerstimme trägt den Willkommensgruß vor, doch schon in „Do You See The Light?“ vermischen sich Synthesizer und Streicherklänge. Diese Symbiose ist das Konzept für alle Tracks und es entstehen schöne Kleinode wie „She Never Saw The Ocean“ mit seinem rasanten Glockenspiel, „Midnight In Shiraz“ voller Worldmusic-Anleihen und der futuristische Longtrack „From Here To Eternity“.
„Ich versuche ständig, mit meiner Musik neue Felder zu erkunden und stilistische Brücken zu bauen, wo es noch keine gibt“, sagt von Deylen über den Modus Operandi, dem auch sein neues Album zugrunde liegt. Nach Alben wie dem von klassischer Musik inspirierten „Opus“ (2013), dem im vergangenen Jahr unter eigenem Namen veröffentlichten Piano-Album „Colors“ und dem klassisch-instrumentierten Livemitschnitt „Symphonia“ (2014) vollzieht SCHILLER auf „Epic“ nun den Schritt hin zu einem ganz neuen audiovisuellen Sound, der nicht mehr zwischen Elektropop und Filmmusik unterscheidet, sondern beide Genres zu einem harmonischen Breitwandepos verbindet, in dem sich Soundtrack und Clubmusik verbinden.
„Epic“ wurde in den renommierten Wiener Synchron Stage Studios aufgenommen, in denen schon Größen wie Herbert von Karajan, Hans Zimmer oder James Newton Howard zu Gast waren. Unterstützung bekam Schiller dabei von einem internationalen 40-köpfigen Orchester, das seine Klassikpartituren unter der musikalischen Leitung von Dirigent Gottfried Rabl und Music Supervisor Ben Palmer in bombastisch-epischer Breite umgesetzt hat. Alle Stücke wurden mithilfe der modernsten State-Of-The-Art-Technik im Dolby Atmos-Surround-Sound auf insgesamt zwölf Kanälen aufgenommen und abgemischt für ein wahrlich atemberaubendes Klangergebnis in authentischem Leinwand-Feeling.
Und es gibt noch mehr für’s Geld: Die Blu-ray der „Deluxe Edition“ enthält das komplette Album im Dolby Atmos Mehrkanalsound, ausführliches „Behind-The-Scenes“ Material und exklusive Orchester–Performances.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Wenn ich an meine Hörspiel-Zeiten in den 80er Jahren zurück denke, fallen mir einige Serien ein: „Hui Buh, das Schlossgespenst“, Enid Blytons „Fünf Freunde“ und natürlich der große Weltraumheld „Perry Rhodan“. Das Label EUROPA hat einige dieser Hörspielreihen in sogenannten „Nostalgie-Boxen“ neu aufgelegt. Ganz aktuell ist auch Perry mit dabei. Die Box bietet mit ihren zwölf Folgen eine schöne Zeitreise in die Anfänge der größten Weltraumserie.
Die Serie „Perry Rhodan“ gibt es bereits seit dem 8. September 1961! Kürzlich ist Band 3146 der wöchentlichen Romanhefte erschienen. Wenn man alle Nebenserien, Sonderausgaben und Taschenbücher dazu zählt, gibt es inzwischen über 5.000 Romane aus diesem für viele unüberschaubaren Universum. Auch im Hörspiel-Bereich ist PR eine Marke. Es gibt eine riesige Anzahl von Hörbüchern mit vollständigen Lesungen, aber es gab auch immer einzelne Hörspiel-Reihen.
In den Jahren 1983 und 1984 veröffentlichte das Label EUROPA nach einer Bearbeitung von Autor H.G. Francis zwölf Folgen, die auf den ersten 19 Romanheften basieren und damit die Anfänge der langlebigen Serie erzählen: Im Jahr 1971 landet das Raumschiff STARDUST auf dem Mond und entdeckt dort einen Raumer der Arkoniden. Perry Rhodan begründet mit Hilfe außerirdischer Technik die „Dritte Macht“ auf der Erde als Puffer zwischen Ostblock und den westlichen Mächte. Er verhindert zunächst einen Atomkrieg, muss außerirdische Invasoren bekämpfen, die auf die Erde aufmerksam werden, und löst schließlich das „galaktische Rätsel“ der Superintelligenz ES, die ihm die Unsterblichkeit verleiht.
Das ist das Grundgerüst einer Serie, die bis heute Zigtausende Fans begeistert. Natürlich muss man im Blick behalten, dass die Serie Anfang der 60er Jahre entstand. In den zwölf Hörspielen gibt es noch ein festgeschriebenes Männer- und Frauenbild. Rhodan ist beispielsweise erstaunt, dass mit Thora eine weibliche Arkonidin das Kommando auf dem Raumschiff führt, die dann zudem noch als sehr zickig dargestellt wird. Auch das Gut-Böse-Schema ist ziemlich strikt festgeschrieben, zunächst auf der Erde (Ost gegen West), dann im Weltraum (Außerirdische gegen Terra). Heute werden die Protagonisten viel differenzierter dargestellt.
Die Hörspiele kommen mit futuristischer Soundkulisse und viel Computerklang. Das passt in die 80er Jahre. Die Dialoge wirken manchmal etwas gestelzt, aber durchaus auch mit vierzig Jahren Abstand noch gut anhörbar. Ich habe mich zumindest direkt in meiner altbekannten PR-Welt wiedergefunden und die Nostalgiebox sehr genossen.
Die Aufmachung ist sehr schön in einer festen Pappbox mit zwölf CDs in einzelnen Hüllen. Als Bonus gibt es ein Poster und einen Stickerbogen. Als Sprecher fungieren Peer Schmidt, Uwe Friedrichsen, Rolf Jülich, Ernst von Klipstein, Judy Winter, Horst Stark, Gernot Endemann, Lutz Mackensy, Günther Ungeheuer und viele andere.
Die Nostalgieboxen von EUROPA sind immer ein schönes Erlebnis und lassen die Hörer*innen im Herzen wieder jung werden. Was PERRY RHODAN angeht, gibt es hier den perfekten Einstieg in die langlebige Serie. Wer Blut geleckt hat, sollte anhand der Silberbände die Anfänge der Serie in Buchform nacharbeiten und beim nächstgelegenen Jubiläumsband (3200) in die Hauptserie einsteigen. Tausende wunderbarer Welten erwarten euch.
Im Jahr 1987 veröffentlichten Depeche Mode ihr Album „Music For The Masses“, Die darauf folgende Tour umfasste 101 Konzerte und war der unumstrittene Karriere-Höhepunkt der Synthie-Rocker. Selbst in den USA hatte man den Sprung vom Geheimtipp zur Arenen und Stadien füllenden Band geschafft. Für die Zeit Ende der 80er Jahre war dies ein Novum im Bereich elektronischer Musik.
Ein Mitschnitt des von über 60.000 Zuschauern besuchten Abschlusskonzerts im Pasadena Rose Bowl Stadium (Kalifornien) wurde Anfang 1989 als Live-Doppelalbum „101“ veröffentlicht, begleitet von einem gleichnamigen Dokumentarfilm, der während der US-Tour entstand.
Die mir vorliegende Doppel-DVD entspricht vom Inhalt der erweiterten 2003er Auflage. Disc 1 enthält besagten Dokumentarfilm, Disc 2 bietet zwölf Livetitel vom Pasadena-Konzert (nicht den kompletten Mitschnitt) und Interviews mit diversen Beteiligten.
Die Doku ist es immer noch wert, ein Auge darauf zu werfen. Man bekommt exklusive Einblicke ins Tourleben und begleitet zudem eine Gruppe von Fans, die als Gewinner eines „be-in-a-Depeche Mode-movie-contest“ durch Amerika reisen. Die Aufnahmen der Band sind zum Teil sehr privat und absolut authentisch. Selten kann man als Zuschauer eine solche Nähe zu seiner Lieblingsband entwickeln.
Regisseur und Produzent D.A. Pennebaker hatte einen Dokumentarfilm gedreht, keinen Konzertfilm. Dessen sollte man sich bewusst sein. Momentaufnahmen und Interviews nehmen mehr Raum ein als Konzertmitschnitte, aber das wird durch die zweite Disc wieder wettgemacht. Leider gibt es keinen vollständigen Videomitschnitt aus Pasadena, aber immerhin eine fulminante live-CD, die auch nach über dreißig Jahren noch Kult ist.
“Depeche Mode 101” – A film by D.A. Pennebaker, Chris Hegedus, David Dawkins
Mute Film präsentiert eine Pennebaker Hegedus Film-Produktion
Mit Andy Fletcher • David Gahan • Martin Gore • Alan Wilder
Gefilmt und aufgenommen von David Dawkins • Jim Desmond • Nick Doob • Chris Hegedus • D.A. Pennebaker • Joel Demott • Jeff Kreines
Schnitt: D.A. Pennebaker • David Dawkins • Chris Hegedus
Assistenz beim Schnitt: Erez Laufer
Ausführende Produzenten: Bruce Kirkland • Daniel Miller
Produzent: Frazer Pennebaker
Regie: David Dawkins • Chris Hegedus • D.A. Pennebaker
“Depeche Mode – Live At The Pasadena Rose Bowl, June 18, 1988”
Die Songs:
Master And Servant • Pimpf • Behind The Wheel • Strangelove Blasphemous Rumours • Stripped • Somebody • Black Celebration Pleasure, Little Treasure • Just Can’t Get Enough • Everything Counts Never Let Me Down Again
Die Blu-ray enthält zudem drei bisher unveröffentlichte Bonus Tracks:
A Question Of Lust • Sacred • Something To Do
Boxset-Edition
Wer mehr will als das Material der DVD bzw. Blu-ray, muss sich an das umfassende Boxset halten, das ebenfalls dieser Tage erschienen ist. Hier bekommt das Fanherz Einiges geboten: Ein 48-seitiges Fotobuch, das Einblicke hinter die Kulissen und in das Tagesgeschäft gibt; eine 20 x 30 Zoll große Replik des originalen US-Kino-Posters; ein 16-seitiges Booklet mit Foto-Impressionen von Cover-Gestalter Anton Corbijn, das schon bei der CD-Erstveröffentlichung des Albums beilag; eine Doppel-CD mit den ursprünglichen 20 Songs des Live-Konzerts sowie eine Download Card, die Zugriffe auf die HD-Version des Films sowie des Bonusmaterials und auch auf 24-bit-Audiodateien des gesamten “101”-Konzertes ermöglicht.
Weihnachten mit Pentatonix – das ist jedes Jahr ein Muss. Entweder wird eines der alten Alben zum Fest neu aufgelegt oder es gibt neues Material der US-amerikanischen a cappella Truppe. In 2021 sind brandneue Songs am Start, was mich besonders freut. „Evergreen“ ist schon das sechste Album der Band, das sich der besinnlichen Zeit widmet. Da muss man vermutlich inzwischen schwer überlegen, was man an neuen Stücken drauf packt.
„Evergreen“ startet sehr getragen mit „It’s Been A Long, Long Time“. Schon untypisch für die Band, ganz ohne Beatbox und Mikro-Effekte auszukommen. Auf jeden Fall ein wundervoll romantischer Einstieg. Danach geht es rhythmisch weiter mit „Wonderful Christmastime“ und das Quintett zeigt seine wahre Stärke, indem fünf Stimmen eine Band ersetzen.
„I Saw Three Ships“ klingt hervorragend mit seinem folkigen Charakter. „Over The River“ wird von Lindsey Stirling an der Violine veredelt und Alessia Cara übernimmt die Leadvocals bei „Frosty The Snowman“. Aber nicht nur echte Weihnachtsklassiker werden geboten. „The River“ ist eine gelungene a cappella Umsetzung des bekannten Joni Mitchell Songs und Stevie Wonders „I Just Called To Say I’m Sorry“ kommt in einer sehr verspielten Soulversion.
Das Album bietet komplexe Arrangements und ist dabei überaus vielfältig. Während „The Prayer“ wie ein Musicalsong vorgetragen wird, gibt es zum Titelsong „Evergreen“ gar eine akustische Gitarre, was bei Pentatonix eher Seltenheitswert hat.
Die Musikwelt hat schon viele A-Cappella-Formationen erlebt, doch keine war so erfolgreich wie Pentatonix. Der Startschuss zu ihrer sensationellen Karriere fiel für Mitch Grassi (Countertenor), Scott Hoying (Bariton), Avriel Kaplan (Bass – inzwischen ersetzt durch Matt Sallee), Kirstie Maldonado (Mezzosopran) und Kevin James Olusola (Beatboxing) im November 2011, als sie die 3. Staffel der NBC-Show „The Sing-Off” für sich entschieden. Seither sorgte die Band mit atemberaubenden Bearbeitungen großer Popklassiker und fantastischen Eigenkompositionen für hunderte Millionen Youtube-Views,
Das Zusammenspiel von souligen a-cappella-Versionen bekannter Songs und der virtuosen Stimmakrobatik von Sängerin Kirstin Maldonado sowie ihren vier Gesangskollegen aus Texas macht die kuschelige Zeit mal wieder auch zum musikalischen Fest. Mit ihren harmonisierenden Stimmen und Tonlagen kreieren Pentatonix einen ganz eigenen Sound, der Weihnachten in neuem Licht erstrahlen lässt.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Ursprünglich waren EMIGRATE nur ein Nebenprojekt von Richard Kruspe, seines Zeichens Leadgitarrist von RAMMSTEIN. Da aber die Veröffentlichungen der Hauptband in den letzten Jahrzehnten wahrlich Seltenheitswert haben, ist man mit EMIGRATE und ihrem Alternative Metal doch ganz gut bedient. Gegründet 2005 erschien das selbstbetitelte Debütalbum im Jahr 2007. „The Persistence of Memory“ ist schon das vierte Album des Quintetts.
Das Album trägt den Titel eines der berühmtesten Werke von Salvador Dalí (ihr wisst schon: die zerfließenden Taschenuhren). Dieses Album ist in der Tat etwas besonderes, denn die neun darauf enthaltenen Songs vereinen Ideen, die Kruspe in den letzten zwei Jahrzehnten gesammelt hat. Industrial Rock, Rock mit elektronischen Elementen – wie auch immer man es beschreiben mag. Es steht außer Frage, dass die Songs hier immer einen starken Sinn für Melodien haben, die ebenso mitreißend wie tief sind.
Es sind zum größten Teil alte Stücke und Ideen, die er neu arrangiert hat. „Vielleicht ist das neue Album ein Abschluss und hilft mir dabei, eine Ära beiseite zu schieben und neue Türen zu öffnen“, sagt er selbst dazu. Musikalisch ist es nicht so aggressiv wie gewohnt, aber spannend in der Umsetzung. „Rage“ klingt noch nach Metal-Disco, doch schon „Always On My Mind“ mit Vocals von Till Lindemann zum bekannten Elvis-Song bringt düstere Momente.
Alles in allem liefern EMIGRATE neun solide Industrial Metal-Stücke auf einem kurzen Album, das mit dem hypnotisierenden „I Will Let You Go“ endet. Nicht weltbewegend, aber ein eleganter Abschluss einer Ära. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Nachdem Nathan Trent mit „Growing Pains“ einen ersten starken Vorboten seines im Frühjahr erscheinenden Debüt-Albums veröffentlicht hat, bleibt er seiner Linie treu und zeigt mit „Underwater“ abermals die Vielfältigkeit seiner Stimme und seine musikalische Bandbreite.
Nathan präsentiert eine ungewohnt ruhige, melancholische Seite, die mindestens genauso beeindruckend und mitreißend ist, wie seine gewohnt energiegeladene und fröhliche Art.
Nathan Trent ist gebürtiger Tiroler, zur Hälfte Österreicher, die andere Hälfte seiner Familie stammt aus Italien. Er spricht fließend Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch und startete seine noch so junge Karriere, als er 2017 mit seiner damals ersten Single beim ESC für Österreich angetreten ist. Im Anschluss an den ESC ist Nathan nach London gezogen und seitdem erfolgreich als Musiker und Songwriter tätig.
Zu seinen bisher größten Erfolgen zählen Radio-Hits wie z.B. „Legacy“, Millionen von Streams und unzählige TV Auftritte. So war Nathan u.a. TV Juror bei „The Masked Singer“ in Österreich, ist aber auch international sehr gefragt: Er spricht viele Werbespots für Marken und Unternehmen und ist so z.B. auch die offizielle Stimme der Videos der Automarke MINI in England. Aber auch als Musiker und Songwriter konnte sich Nathan schon international einen Namen machen, in Sessions in Los Angeles, Berlin und London sein Talent zeigen und schon für Stars wie Alex Aiono Songs schreiben.
Zu Beginn der Covid-19-Pandemie ist Nathan wieder zurück nach Wien gekommen, aber nicht lange geblieben: Mittlerweile hat der Weltenbummler seine neue Heimat in Berlin gefunden, wo er bereits den Anschluss zur Szene gefunden hat und sich in diversen Songwriting-Session wiederfindet!
Mit Millionen von Likes und Views und über 220.000 Follower, zählt er zu den erfolgreichsten Musikern Österreichs auf Tik-Tok. US-Superstars wie Meghan Trainor folgen und schreiben ihm und auch andere Stars wie Ryan Tedder, JP Saxe und Jessie J, haben seine Beiträge auf Instagram und TikTok schon geliked und kommentiert.
Man kann auch schon mehr verraten: Ja, es kommt ein Debüt-Album – und was für eines! Mit „the Stages of Change“ hat Nathan ein wunderbares Album geschrieben, das einen persönlichen und musikalischen Selbstfindungsprozess beschreibt, dem sich Nathan die vergangenen zwei Jahre unterzogen hat.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Nach viereinhalb aufregenden Dekaden schloss sich im Jahr 2018 der Kreis für eine der bekanntesten und erfolgreichsten Formationen Schottlands: Runrig haben im Stirling City Park an zwei Abenden vor jeweils 25.000 Zuschauern und der beeindruckenden Kulisse des Stirling Castle ihren endgültigen Abschied gefeiert.
Runrig waren ein Folk-Rock-Phänomen. Gegründet von den Brüdern Rory und Calum McDonald (schottischer geht’s kaum) hat man natürlich viele Höhen und Tiefen erlebt, sich aber konsequent vom gälischen Folk hin zur Rockband entwickelt. Ein entscheidender Einschnitt war sicher der letztendlich erfolglose Wechsel des langjährigen Sängers Donnie Munro in die Politik. Aber darüber muss man eigentlich gar nicht mehr reden, denn mit Bruce Guthro hatte man 1998 einen adäquaten Ersatz gefunden, der zwar nicht das Stimmvolumen seines Vorgängers erreichte, ihm aber in punkto Bühnenpräsenz jederzeit das Wasser reichen konnte. Der Sänger aus Neuschottland in Kanada war für viele Fans zunächst ein Problem und wurde nicht gerade begeistert aufgenommen. Er hat sich aber in die Herzen der Runrig-Gemeinde gesungen und wurde ein mehr als würdiger Ersatz.
Die vorliegende 112minütige Dokumentation ist eine filmische Retrospektive auf die Geschichte der Band – von ihrer Gründung auf der Isle of Skye im Jahr 1973 über die Auftritte vor 50.000 Fans am Loch Lomond und ihrem letzten Auftritt im Stirling City Park 2018. Mit beispiellosem Zugang zu den persönlichen Archiven der Band ist der Film die endgültige Geschichte einer der beliebtesten Bands Schottlands. Neben nostalgischen Bildern und malerischen Impressionen aus Schottland gibt es auch aktuelle Interviews mit den beteiligten Musikern, allen voran die Brüder Rory und Calum Macdonald, die die Band gegründet haben.
There must be a place Under the sun Where hearts of olden glory Grow young
Die Zeilen, die der Doku des renommierten Produzententeams von Blazing Griffin ihren Namen gegeben haben, stammen vom Song „Hearts Of Olden Glory“ – einer der großen Hymnen, die für die Musik der Schotten stehen. Wenn dann Tausende Fans diesen Song mit Tränen in den Augen über die Highlands schmettern, bekommt man auch zuhause am Bildschirm eine Gänsehaut. „There Must Be A Place“ ist eine würdige Zusammenfassung einer großen musikalischen Geschichte. Eindrucksvoll und bewegend!
Fotocredit: Andrew King
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Bisher war mir Hape Kerkeling als Schlagersänger eher in Gestalt der alternden Diva Uschi Blum bekannt. Ebenso unvergessen wie deren Performaces sind der Ulksong „Hurz“ und seine wundervolle Interpretation skurriler letzter Plätze im Eurovision Song Contest, die er im Programm „Wieder auf Tour“ zum besten gab. Was soll man also erwarten, wenn der Star aus Recklinghausen ein komplettes neues Album auf den Markt bringt? Ulk oder Ernsthaftigkeit?
In den letzten Jahren war es recht ruhig um Kerkeling als Komiker. Seinen Abschied von der Bühne hat er sehr offensiv propagiert. Stattdessen gab es Bucherfolge wie „Ich bin dann mal weg“, „Der Junge muss an die frische Luft“ und ganz aktuell „Pfoten vom Tisch!“. Trotz der Ernsthaftigkeit in den autobiographischen Werken kommt auch das Material zum Schmunzeln nie zu kurz. Da mag man durchaus Parallelen zum Album „Mal unter uns…“ ziehen, das auf dem Cover als „das persönlichste Album seines Lebens“ beworben wird.
Und tatsächlich ist es ein ziemlich ernsthaftes Schlageralbum geworden, mit oftmals biografischen und nachdenklichen Songs. Man nehme nur „Der Weg nach Haus“, das sich ziemlich deutlich auf Hapes Reise auf dem Jakobsweg bezieht. Oder „Ich leb den Traum“, der zurück auf ein bewegtes Leben blickt und vielleicht den Grund liefert, warum Kerkelings Abschied aus der Medienwelt doch nicht so endgültig war (nach dem Album wird es in Kürze auch eine Doku-Reihe „Hape und die 7 Zwergstaaten“ bei VOX geben).
Natürlich gibt es nicht nur Nachdenkliches. Das beschwingte „Sexy wenn ich tanz“ kommt mit großem Augenzwinkern daher und die Hommage an „Gudrun“ klingt auch eher parodistisch. Ernsthaft wird es dann wieder in Lovesongs wie „Darf ich dann zu dir“ und vor allem „Amsterdam“, in dem authentisch und unaufgeregt die Homosexualität zum Thema gemacht wird.
Apropos Holland: Die Originalsongs, die dem Album zugrunde liegen, stammen aus den Niederlanden und Hape hat sie mit deutschen Texten versehen. Da schließt sich doch der Kreis zu seinem legendären Auftritt 1991 als Königin Beatrix.
In den 14 Songs reflektiert Hape Kerkeling das Leben, die Liebe und Vieles, was nicht nur ihn, sondern auch seine Fans bewegt. Es sind ehrliche und beseelte Schlager, die er da singt. Vielleicht werden wir ihn bald als Hape auf Florians Schlagerbühnen sehen – und nicht als Uschi Blum.
Momentan kommt man an Roland Kaiser nicht vorbei. Als einer der ersten deutschen Künstler hat er sich nach den diversen Lockdowns auf große Hallentournee begeben (HIER unser Bericht vom Konzert in Trier). Die Tourdaten für seine Tour im Jahr 2022 – in dem er seinen 70. Geburtstag feiert – sind raus und die gebuchten Arenen sind noch ein Stück größer geworden! Momentan gibt er Interviews in diversen Zeitungen, Magazinen und Talkshows, da vergangene Woche seine breit erzählte Lebensgeschichte in Form des Buchs „Sonnenseite“ erschienen ist. Eine Rezension wird in Kürze bei uns erfolgen.
In diesem Beitrag geht es aber um das aktuelle Album „Weihnachtszeit“. Einen Vorgeschmack darauf durfte ich in Trier erleben, als er den Elvis-Song „In The Ghetto“ zum besten gab. Ein Weihnachtssong? Immerhin fällt bereits in der ersten Zeile Schnee – und ein Junge wird unter erbärmlichen Verhältnissen auf die Welt gebracht. Roland Kaiser hat eine enge Beziehung zu dem Song. 1973 stand der Autoverkäufer Ronald Keiler erstmals in einem Tonstudio, um sich auszuprobieren. Ohne jegliche Gesangserfahrung gab er den Elvis-Titel zum besten und bekam prompt einen 3-Jahres-Vertrag. So schreibt man Geschichte. Mag sein, dass ihm der Song besonders viel bedeutet, denn auch der Schlagersänger hat einiges hinter sich im Leben. Er wurde in ärmlichen Verhältnissen geboren, wurde von seiner 17jährigen Mutter als Findelkind ausgesetzt und später zur Adoption frei gegeben. Er wuchs bei einer Pflegemutter auf, die verstarb als er 15 Jahre alt war. Das gibt ihm – denke ich – jedes Recht, diesen Song zu singen.
„Der Song begleitet mein künstlerisches Schaffen von Beginn an und hat nach wie vor nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Ganz im Gegenteil, in den vergangenen zwei Jahren haben sich die im Song behandelten Themen sogar noch eher verschärft – für mich Anlass genug, um kurz vor meinem anstehenden Jubiläum noch mal auf meine Anfänge zurückzublicken und diesen wundervollen Song für mein Weihnachtsalbum neu zu interpretieren“, sagt er selbst.
Roland Kaiser kann mit seiner wundervoll sonoren Stimme einfach alles singen. Egal ob in deutscher oder englischer Sprache. Das Album enthält die Klassiker der Weihnachtszeit – jeder kennt sie, aber es gibt sogar die Texte im Booklet, damit man sich beim Mitsingen nicht in den Strophen verliert. Lieder wie „Leise rieselt der Schnee“, „Alle Jahre wieder“, „O Tannenbaum“ und „O du Fröhliche“ sind meist orchestral arrangiert und werden in vielen Fällen von einem Backgroundchor unterstützt. So kommt auf jeden Fall festliche Stimmung auf.
Es gibt noch einige Besonderheiten: „When A Child Is Born“ singt Kaiser im Duett mit der russischen Opernsängerin Olga Peretyatko. Für Lennons „Happy Christmas (War Is Over)“ konnte er mit Prahl und Liefers die Münster-Tatort-Kommissare im Doppelpack gewinnen. „White Christmas“ singt er als beschwingten Crooner zum Jazz-Piano und „What A Wonderful World“ bekommt mit „Wunderbar ist die Welt“ eine sehr geglückte deutschsprachige Version.
Mit insgesamt fünfzehn stimmungsvollen Liedern verwandelt der Sänger und Songwriter die schönsten Wochen des Jahres in eine unvergessliche Zeit. Unterstützt wird er dabei von hochkarätigen musikalischen Gästen. Was bleibt zu sagen? Dieses Album könnte zum neuen Klassiker unter den Weihnachtsbäumen werden.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Nachdem Mathea nach einer kleinen musikalischen Pause ihren sehr persönlichen Song „Wieder ich“ veröffentlichte, geht es direkt weiter mit „Paris“.
Ach, Paris… Die Stadt der Mode. Die Stadt der Lichter. Und allem voran: Die Stadt der Liebe! Nichts ist vergleichbar mit einem Spaziergang durch die malerischen Gassen von Montmartre, einem kleinen Café in einem Bistro und zum Abschluss noch der Panoramablick über die Stadt vom Eiffelturm aus. Für dieses Gefühl muss man aber manchmal gar nicht weit weg. Manchmal reicht es auch, einen ganzen Tag lang mit einer ganz besonderen Person im Bett liegen zu bleiben und einfach nichts zu tun. „Da wo wir sind, ist Paris“, heißt es in der neuen Single von Mathea. Genauer kann man es wohl auch gar nicht auf den Punkt bringen.
Nach einer kleinen Verschnaufpause meldet sich Mathea mit “Paris” zurück. Vielleicht schon der erste Vorbote auf ein neues Album? Bis es soweit ist, kann man sich aber ganz entspannt zurücklehnen und sich zu einer Bootsfahrt auf die Seine denken – und „Paris“ hören:
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Mathea wuchs in Bruck an der Großglocknerstraße auf. Nach ihrem Schulabschluss nahm sie an der 6. Staffel von The Voice of Germany teil, wo sie es bis in die Sing Offs schaffte. Im Anschluss an die Show zog es Mathea nach Wien. Während sie sich ihr Geld als Schuhverkäuferin verdiente, arbeitete sie konstant an eigener Musik.
Im Oktober 2018 veröffentlichte sie ihre Debütsingle 2x. Zunächst hielt sich der Erfolg des Songs in Grenzen. Erst im Jänner 2019 stieg die Single erstmals in die österreichischen Charts ein. Ganze zwei Monate später gelang dann sogar der Sprung auf Platz eins der Ö3 Austria Top 40. Dabei handelte es sich um einen wahren Meilenstein in der österreichischen Musikgeschichte. Es dauerte ganze acht Jahre, ehe wieder eine heimische Musikerin an der Spitze der Charts stand. Zuvor gelang dieses Kunststück der Siegerin der Castingshow Große Chance Cornelia Mooswalder im Februar 2011.
Nur kurze Zeit später erlangte die Single Gold- und schließlich auch Platin-Status. Zeitgleich schaffte 2x auch den Einstieg in die deutschen Singlecharts und hielt sich dort ganze 14 Wochen. In Österreich konnte der Song sogar 39 Wochen in der Hitparade verweilen. Zudem hielt er sich fünf Wochen lang auf Platz eins der Airplay-Charts der Radios fest. Ein Jahr später wurde 2x auch in Deutschland mit Gold geehrt.
(Eine Kontroverse wurde die Verleihung der Amadeus Awards im Jahr 2019. So wurde 2x in der Kategorie Songwriter des Jahres nominiert, ging jedoch leer aus. Nach der Dankesrede von Lemo und EAV-Mitglied Thomas Spitzer, verließ Mathea umgehend das Volkstheater, in dem die Veranstaltung ausgetragen wurde.)
Die Folgesingle Chaos kletterte bis auf Platz sechs der österreichischen Charts und wurde mit Platin ausgezeichnet. Die im Anschluss veröffentlichte EP M1 schaffte ebenfalls den Sprung in die Hitparade, obwohl sie nicht physisch gekauft werden konnte.
Im Frühjahr 2020 releaste Mathea mit Wollt dir nur sagen den Vorboten für ihr Album. Auch diese Single schaffte neuerdings den Sprung in die Charts und wurde mit dem Goldstatus versehen. Das Debütalbum M erreichte in Österreich den vierten Platz, in Deutschland stieg das Album auf Platz 35 ein.
(Zeitnah mit dem Album-Release gründete Mathea ihr eigenes Label 1998 und unterschrieb einen Management-Vertrag bei Ragucci & Boldt und reihte sich damit zwischen Künstlern wie RAF Camora, KC Rebell, Ufo361 und der 187 Straßenbande ein.)
Im Herbst desselben Jahres kam es zu einer kuriosen Szene auf 1Live. Mathea wurde dort als Gast eingeladen, um mit der Nominierung für den Musikpreis 1Live Krone in der Kategorie „Beste Künstlerin“ überrascht zu werden. Sie selbst versuchte dem Radiomoderator zu erklären, dass sie davon ausgehe, dass sie lediglich als „Newcomerin“ nominiert sein könnte. Daraufhin fragte der Host der Show bei gleich mehreren Kollegen nach und rief sogar seinen Chef On Air an, um einen Fehler auszuschließen.
Im Mai 2021 nahm Mathea für Österreich an Stefan Raabs Free European Song Contest teil, bei dem auch Elif, Milow, Amy Macdonals und Rea Garvey mitmachten. Letzterer holte den Sieg für Irland. Mit dem Song Tut mir nicht leid erreichte sie 67 Punkte und belegte damit Platz sieben.
Im August 2021 überraschte sie mit ihrem allerersten Feature. Der Song „Willst du mich“ gemeinsam mit Mark Forster erstand bereits im Frühjahr 2020 im ersten Lockdown. Der Song wurde zeitgleich mit Forsters fünftem Studioalbum Musketiere released.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Hape Kerkeling ist einer der vielseitigsten und beliebtesten Künstler Deutschlands. Bei all seinen Erfolgen als TV-Entertainer, Schauspieler und in den letzten Jahren vor allem als Bestsellerautor, gilt seine große Liebe der Musik. Am 22. Oktober erscheint sein neues Album „Mal unter uns …“.
In den 14 Songs von „Mal unter uns …“ reflektiert Hape Kerkeling das Leben, die Liebe und Vieles, was nicht nur ihn, sondern auch seine Fans bewegt. In dem persönlichsten Album seines Lebens gewährt er tiefe Einblicke in seine Gefühls- und Gedankenwelt – von hochemotional bis amüsant und lebensfroh.
Das neue Album erscheint am 22. Oktober 2021 als CD sowie in einer exklusiven und limitierten Buch-Edition mit sehr persönlichen Einblicken und bislang unveröffentlichten privaten Fotos.
Hape Kerkeling: „Musik war schon immer meine große Leidenschaft! Dass ich nun ein Album mit meinen persönlichen Lieblingsliedern aufgenommen habe macht mich sehr stolz – das ist das persönlichste Album meines Lebens!“
Christian Geller: „Hape Kerkeling ist ein absoluter Ausnahmekünstler – extrem wandelbar und vielseitig! Ich bin über alle Maßen stolz darauf, ihn nun erstmals auch musikalisch ganz persönlich zu zeigen. Die Studioaufnahmen waren sehr emotional und Hape lässt den Zuhörer sehr nah an sich heran!“
Markus Hartmann, Vice President RCA Ariola: „Hape Kerkeling ist auf vielen Ebenen ein absoluter Ausnahmekünstler und Visionär. Er gehört zu den wenigen Menschen die große Erfolge feiern mit Projekten von denen vorher die meisten sagen „das geht nicht“. Hape und Christian haben ein hochemotionales Album geschaffen das viele Menschen berühren wird, dazu wird Hape in den nächsten Monaten sehr präsent sein im deutschen TV. Wir sind sehr glücklich hier Partner zu sein.“
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Mit etwas Verspätung widmen sich die 1970 gegründeten Judas Priest ihrem Jubiläum und feiern „50 Heavy Metal Years Of Music“. Echte Fans können ein wirklich geiles Teil erwerben: Die Band veröffentlicht ein monumentales, limitiertes Boxset, das alle offiziellen Live- und Studioalben der Band versammelt und nur über den Fanshop (D2C) erhältlich sein wird. Besonders spannend: Das Boxset bietet 13 Discs mit unveröffentlichten Songs – nie zuvor haben Judas Priest eine derartige Menge von bisher ungehörtem Material aus ihrem riesigen Bandarchiv präsentiert.
Für den kleinen Geldbeutel gibt es immerhin ein Art Highlights-CD, die mit 16 Tracks eine der einflussreichsten Bands ihres Genres feiert und auch einige Raritäten zu bieten hat.
Zuerst geht es darum, in sechs remasterten Studiosongs einen Querschnitt des musikalischen Schaffens zu bieten. Dabei wollen Judas Priest nicht eine weitere „Best of“ abliefern. Man muss sich auch nicht den Smashhit „Turbo Lover“ zum 1000. Mal anhören. Stattdessen gibt es energetische Kracher mit Rob Halfords unvergleichlichen Vocals, die zeigen, dass Judas Priest einfach zeitlos rocken: Songs wie „Fever“, „Eat Me Alive“ und „Never The Heroes“ preschen ordentlich nach vorn.
Im zweiten Teil folgen Liveversionen, die die enorme Bühnenpräsenz der Band gekonnt einfangen. Klassiker wie „Out In The Cold“ und „Running Wild“ machen den Anfang. Besonders interessant für Fans sind sieben bisher unveröffentlichte Titel wie zum Beispiel „Victim Of Changes“ von 1978 aus dem Cleveland Agora Theatre, „The Green Manalishi (With the Two Pronged Crown)“ von der Worldwide Blitz-Tour 1981 live aus dem Londoner Hammersmith Odeon oder “Sinner” aus New Heaven von 1988.
Am 15. August 2021 haben Judas Priest beim „Bloodstock Open Air“ offiziell ihr 50. Bühnenjubiläum gefeiert. Die Veröffentlichung kommt also gerade zur rechten Zeit. Wer sich die große Box nicht leisten kann oder will – oder wer ohnehin schon alle Platten im Regal hat – ist mit dieser CD voller Highlights bestens bedient und kann sich damit auf die Europakonzerte 2022 vorbereiten.