Vor einem Jahr waren Stereoact schon im Schlagermetier unterwegs. Damals vermischte das DJ- und Produzenten-Duo bekannte Hits früherer Jahrzehnte mit seiner wohlfeilen Mischung aus Discopop und elektronischer House-Music.
Rico Einenkel und Sebastian Seidel sind schon seit jeher für ungewöhnliche Kombinationen bekannt. Auf dem neuen Album gibt es eine Fortführung, denn man hat sich beispielsweise das ehemalige „Blümchen“ Jasmin Wagner mit an Bord geholt. „Die 90er“ feiert optisch, rhythmisch und textlich dieses Jahrzehnt der elektronischen Unbeschwertheit.
Auch darüber hinaus gibt es selbst geschriebene Tracks voller Naivität. Man nehme nur den Opener „Hallöchen“ mit den Vocals von Lena Marie Engel, der das mondäne Jetset-Leben auf die Schippe nimmt. Satte Synthie-Sounds und Songs mit aussagekräftigen Titeln wie „Na Na Na“ bewirken eine Reise in den eigenen Schlagerhimmel – allerdings ohne textliche Raffinesse. „Gib mir, gib mir, gib mir“ führt den bekannten ABBA-Song mit der Stimme von Julia Lindholm in eine deutschsprachige Interpretation.
Das beatlastige Schlagerstück „So wie wir sind“ hat Chris Cronauer an den Vocals, der bei vielen Stücken auch als Co-Songwriter tätig war. Die Single „Offline“ befasst sich nostalgisch mit einer Zeit, als man das Spielen noch nicht dem Computer überließ.
Die Deep-House-Beats von „100%“ vereinen Schlager, Pop und Tanzbarkeit. Das klingt für einzelne Songs ganz nett, wird aber auf Dauer recht eintönig. Im Vergleich zum letztjährigen Coveralbum bedeuten die eigenen Gehversuche einen deutlichen Rückschritt.
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Abel Tesfaye wurde bereits mit vielen Attributen belegt. „King of Pop“ ist dabei wohl die schwerste Bürde, die der Künstler namens The Weeknd zu tragen hat. Ob er dem gerecht wird? Mit seinem fünften Album „Dawn FM“ ist er zumindest nah dran am Ehrentitel.
Spätestens seit Hits wie „Starboy“, „Call Out My Name“ und vor allem „Blinding Lights“ ist er aus den internationalen Charts nicht mehr wegzudenken. Im Bereich R&B ist er schon lange Alleinherrscher und seine Neuauflage des 80er-Jahre-Discofeelings macht ihn seit Jahren zum Dauerbrenner im Radio. Der legendäre Auftritt in der Halbzeitpause beim Super Bowl 2021 ebnete ihm schließlich den Weg zum Olymp.
Mit „Dawn FM“ ist überraschend The Weeknds fünftes Album erschienen – ohne Promo und große Ankündigung quasi über Nacht zum Jahreswechsel. Und wie gewohnt setzt er neue Maßstäbe. „Dawn FM“ ist ein Konzeptalbum im Stil einer nostalgischen Radiosendung, das den Protagonisten als gealterten Sänger aus der Nacht begleitet. Dabei setzt er sich mit vergangenen Traumata auseinander und wirft zugleich einen optimistischen Blick in die Zukunft.
Jim Carrey führt als Radiomoderator durch die Songliste. Die Übergänge sind musikalisch virtuos gestaltete und es gibt selbst Fake-Werbung, um das Konzept lebendig zu machen.
Die versprochene neue Klangwelt schafft The Weeknd in Kooperation mit den Produzenten Max Martin und Oneohtrix Point Never durch einen einzigartigen Mix aus 80er Synthsounds, Discobeats, R’n’B und Pop. Neben Tyler The Creator und Lil Wayne, die als Feature-Künstler auftreten, liefert Quincy Jones – der legendäre Michael Jackson-Produzent – eine Reflektion auf seine elternlose Kindheit. Der darauffolgende Track „Out Of Time” ist ein musikalisches Tribut an den ehemaligen King of Pop, während „Gasoline” Erinnerungen an Depeche Mode wachruft.
Man sollte sich diese Show unbedingt am Stück geben! Das Album ist musikalisch so stark, dass man gar keine Songs herausgreifen mag. Es erinnert an Michael Jackson und Daft Punk. Dabei lässt es Konkurrenten wie Bruno Mars weit hinter sich. Die soulige Stimme, der an Motown angelehnte R&B und die elektronisch verfeinerten Tunes wirken von Track zu Track fantastisch. Ein Album, das zugleich eine Zeitreise in die 80er bedeutet und dabei absolut modern klingt. Ganz großes Kino!
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Mit seinen jüngsten Singles „Haven’t Been Doing So Well“ und „Miranda“ hat Frank Turner wieder einmal gezeigt, was seinen Ansatz als Musiker so einzigartig macht: Der Brite, der kurz vor Silvester seinen 40. feiern konnte, nimmt komplexe Gefühle und schwierige, sehr persönliche Themen – und verwandelt sie in eingängige, ganz klar lebensbejahende Songs. Während sonst eigene Erfahrungen und Geständnisse zumeist den Kern der Stücke bilden, widmet er seine neueste Single einem verstorbenen Wegbegleiter: Mit „A Wave Across A Bay“ verneigt sich Turner vor seinem langjährigen Freund Scott Hutchison von Frightened Rabbit, der sich 2018 das Leben nahm.
„A Wave Across A Bay“ beginnt mit Franks Beschreibung einer letzten Begegnung der zwei Freunde im Jenseits – worin schon eine gewisse Ironie steckt, wenn man bedenkt, dass keiner der beiden ein solches Zusammentreffen für möglich hält (bzw. gehalten hätte), „schließlich sind wir beide Atheisten.“ Danach entwirft der Engländer ein bewegendes Bild von den letzten Momenten im Leben seines Freunds, in denen dieser endlich auch jenen Frieden findet, den er zuvor so lange vergeblich gesucht hatte. Trotz des Schmerzes findet sich Frank Turner schließlich mit Scotts Entscheidung ab und kann sie akzeptieren.
„Ich vermisse meinen Freund Scott immer noch – jeden einzelnen Tag“, holt Frank Turner aus. „Sein Tod hat so ein gewaltiges Loch in so vielen Leben hinterlassen. Ich habe ihm zu Ehren dieses Stück geschrieben, um an ihn zu erinnern … und es war echt schwierig, es zu schreiben und aufzunehmen. Trotzdem glaube ich, dass es diesem Mann zumindest ein kleines bisschen gerecht wird.“
Scotts jüngerer Bruder Grant hat der neuen Single „A Wave Across A Bay“ bereits seinen Segen gegeben. Frank Turner spielte das Stück bereits im Jahr 2020 erstmals live (im Rahmen eines Sets, das durchweg aus Frightened Rabbit-Coverversionen bestand). Schon der Livestream von dieser ersten Performance generierte Spendengelder, die an Tiny Changes gingen, die von der Familie Hutchison ins Leben gerufene Wohltätigkeitsorganisation, die sich für psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen einsetzt. Die Familie des Verstorbenen hatte die Organisation gegründet, um dabei zu helfen, allen Kindern „die Möglichkeit zu geben, als Erwachsene ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.“
Ab sofort digital verfügbar, kann der neueste Vorbote auch als 7“-Vinylsingle bestellt werden. Gewinne aus dem Verkauf der 7“ gehen ebenfalls an Tiny Changes. Als B-Seite der Single fungiert Franks Cover des Frightened Rabbit-Songs „Modern Leper“, das er im Mai 2017 zusammen mit Scott im Rahmen einer Xtra Mile/OB1-Session aufgenommen hat. Exklusive Fotografien von Frank und Scott zieren nicht nur das Backcover der Single, sondern auch das B-Seiten-Label.
Die neue Single „A Wave Across A Bay“ ist auch auf dem kommenden Album „FTHC“vertreten, das am 11. Februar erscheint. Es erscheint als CD, Deluxe-CD, LP, Picture Disc und Kassette.
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Während die kommenden Dates in England, Wales und Schottland zuletzt pandemiebedingt schon wieder vertagt werden mussten, sind die Deutschland-Konzerte bislang noch nicht davon betroffen. Nach dem Startschuss in Bremen am 18. April spielen Frank Turner & The Sleeping Souls im Rahmen der massiven The Never Ending Tour Of Everywhere 2022 (Support: Pet Needs) zwar nicht „everywhere“, aber doch eine ganze Reihe von Shows in Deutschland. Im September bringt Turner dann auch endlich seine legendären „Lost Evenings“ erstmals nach Berlin. Im November kehrt er schließlich für zwei weitere Exklusiv-Shows zurück und tritt in Münster auf.
The Never Ending Tour Of Everywhere 2022 – Deutschland-Dates
18.04. – Bremen, Aladin Music-Hall
19.04. – Dortmund, FZW
21.04. – Hannover, Capitol
22.04. – Stuttgart, Im Wizemann (Halle)
23.04. – Saarbrücken, Garage
24.04. – Leipzig, Werk 2
26.04. – Heidelberg, Halle 02
11.05. – Nürnberg, Löwensaal
15.-18.09. Frank Turner presents: Lost Evenings V@Columbiahalle, Berlin
Wenn man Patricia Kelly mit der Kelly Family auf der Bühne erlebt, wird einfach deutlich, wie sie den Laden zusammenhält. Trotz ihrer großen Solo-Erfolge gibt es da keine Spur von Starallüren. Die Familie steht im Mittelpunkt. Und das zieht sich durch ihr ganzes Leben und ihre Karriere. Vor allem imponiert mir, wie ehrlich und authentisch sie auftritt. Mit den Solowerken „Grace & Kelly“ und „One More Year“ hat sie dabei noch einen Riesenschritt nach vorne gemacht.
Patricia spricht unverblümt über ihren Glauben, ihr Leben und ihre Gefühle. Auch musikalisch kehrt sie dabei das Innerste nach außen. Man nehme nur dieses wundervolle Album „One More Year“ mit dem herzzerreißenden Titelsong (HIER unsre Review). Der Hintergrund war ernst, denn nach ihrer Krebserkrankung im Jahr 2009 bat sie Gott um weitere zehn Jahre, um ihre Kinder aufwachsen zu sehen. Jetzt war die Zeit abgelaufen und die Hymne „One More Year“ ist die mantra-artige Bitte um ein weiteres Jahr. Dazu gab es ein Video, das Patricia mit schonungslosen Bildern durch ihre Krankheit begleitete. Für mich das Album des Jahres 2020, denn auch die übrigen Stücke schlugen den Bogen von Schmerz zu Stärke und waren äußerst emotional.
Genau so geht es Ende 2021 weiter. Woher nimmt man die Stärke, um Krisen zu überstehen? Wie behält man sein Lachen, wenn das Leben den Humor verliert? Fragt man Patricia Kelly, kommt die Antwort ohne Zögern: „Meine Kraftquelle ist die Liebe. Die meines Ehemannes, meiner Kinder, meiner großen Familie. Mein Glaube und meine Songs.“ Von dieser unerschöpflichen Ressource berichtet sie auf ihrem neuen Album, das während der vergangenen anderthalb Jahre entstanden ist. Und es kann allen Hoffnung machen, die in den Jahren der Pandemie in eine Sinnkrise gefallen sind: „Ich stehe auf der Bühne seit ich fünf Jahre alt bin und es war das erste Mal in 45 Jahren, dass ich nicht live spielen und meine Musik mit einem Publikum teilen konnte. Das war unglaublich schwer. Alles stand still: keine Tour-Termine, keine Ablenkung – ich fühlte mich eingesperrt. Aber dann habe ich festgestellt, dass es auch eine wichtige Erfahrung war. Ich habe mich mit allen Aspekten meines Lebens auseinandergesetzt und trotz aller Sorgen und trotz des Verlustes wichtiger Menschen in meinem Umfeld eine Antwort auf meine Fragen gefunden: pure Dankbarkeit.“
Die Titelhymne spricht mit orchestraler Melodie von Stärke und Unzerstörbarkeit. Patricia Stimme ist einfach wundervoll und mäandert durch die Emotionen. Doch es gibt auch tanzbare Songs wie „Doll“, hervorragend produziert und mit ihrer unvergleichlichen Stimmfarbe eingesungen. Es finden sich Anleihen an Folk und Gospel, doch diesmal ist der Pop-Anteil höher als beim letzten Werk. Anspieltipp ist definitiv eine Pianoballade wie „Hurts“, doch auch die Latin-Rhythmen von „Venga Chica“ haben ihren Reiz.
„Your Love“ hat biographische Elemente und „Fighter“ marschiert wacker nach vorne. Sehr gelungen finde ich das Duett „Brave“ mit Daniel Powter und der Abschluss „Back Again“ kommt als optimistische Zukunftshymne gerade im richtigen Moment. Patricia Kelly reflektiert ihr Leben. Sie war fast tot – und ist so stark wie nie. Schade, dass sie ihre Herbsttour aufgrund einer Fußverletzung abbrechen musste. Dann kam auch noch eine Corona-Infektion hinzu, die sie sich im Krankenhaus eingefangen hat. Doch sie bleibt einfach unerschütterlich.
Das Album ist stimmig vom ersten bis zum letzten Song. In meinen Augen fällt es zwar nach „One More Year“ leicht ab, doch das mag am kurzen Abstand zwischen den beiden Veröffentlichungen liegen. „Unbreakable“ ist ein furchtloses, internationales Pop-Album einer spannenden, gereiften Künstlerin, die weiß was sie will – und das definitiv nicht nur ihre Fans bedingungslos lieben werden.
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Er ist einer der erfolgreichsten Solokünstler dieses Planeten. Zehn Jahre nach seiner allerersten Veröffentlicht ist The Weeknd so erfolgreich wie nie zuvor und bricht einen Rekord nach dem anderen. Zuletzt landete sein Mega-Hit „Blinding Lights“ auf Platz 1 der „Billboard’s Greates Songs Of All Time Hot 100 Charts“ und schrieb damit Musikgeschichte. Denn The Weeknd löste mit „Blinding Lights“ den legendären 1060er Hit „The Twist“ ab, der seit 2008 an der Spitze verweilte. Zudem ist „Blinding Lights“ die Single, die die meisten Wochen in den regulären Billboard Hot 100 verbracht hat.
Seit 7. Januar schreibt er mit der Veröffentlichung seines neuen Albums „Dawn FM“ das nächste Kapitel seiner Erfolgsgeschichte. Die Veröffentlichung der CD folgt am 28. Januar, die Vinyl-Version am 29. April
Tracklist „Dawn FM“
Dawn FM
Gasoline
How Do I Make You Love Me?
Take My Breath
Sacrifice
A Tale By Quincy
Out Of Time
Here We Go…Again
Best Friends
Is There Someone Else?
Starry Eyes
Every Angel Is Terrifying
Don’t Break My Heart
I Heard You’re Married
Less Than Zero
Phantom Regret By Jim
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Die belgische Sängerin Angèle Van Laeken stammt aus einer echten Künstlerfamilie: Der Vater ist Sänger, die Mutter Schauspielerin, der Bruder ein halbwegs bekannter Rapper. Doch mit ihrem eigenen Debüt „Brol“ hat sie im Jahr 2018 die Familie locker rechts überholt. Das Album schaffte die Nummer 1 sowohl in Belgien als auch in Frankreich und räumte zwei Trophäen beim französischen Musikpreis „Victoires de la Musique“ ab.
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Die Vorzeichen stehen also gut für den Zweitling, den Angèle nach ihrem Geburtsjahr „Nonante-cinq“ benannt hat. Im Opener „Bruxelles je t’aime“ besingt sie mit süßlicher Stimme die Liebe zu ihrer Heimatstadt. Es folgen vor allem melodische Stücke mit Chanson-Charakter. Angèle schreibt ihre eigenen Texte, kreiert ihre eigenen Sounds und entwickelt ihre Musik so, dass sie ihren persönlichen Stil widerspiegelt. Der Klang ist mal balladesk („Taxi“), mal hat er einen elektronischen Einschlag („Solo“). Besonders stark kommt die Single „Démons“ im Duett mit Rapper Damso.
Wer den frankophilen Einschlag von Popgrößen wie ZAZ und Camille mag, wird auch dieses Album lieben. Besonders wenn Angèle nur von einem Piano begleitet wird, gelangt ihre wundervolle Stimme zu wahrer Größe.
Fotocredit: Manuel Obadia-Wills
Die zwölf Tracks nehmen einen erneut mit in die Welt der Songwriterin und erfüllen mühelos die hohen Erwartungen an ihr zweites Album. Die Entstehungsphase hat einen ganz besonderen Platz in Angèles Herzen. “They always say that the second album is the hardest. It is a very special experience, sometimes challenging, but overall, it was such an exhilarating process”, erklärt die Sängerin.
Ihr bewegtes Leben verschaffte Angèle bereits eine Aufsehen erregende Dokumentation bei Netflix:
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Kürzlich durfte ich das wundervolle Tanztheater „Message in a Bottle“ zur Musik von Sting und The Police im Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg bewundern. In solchen Momenten wird einem wieder bewusst, welch zeitlose Musik Gordon Matthew Thomas Sumner geschrieben hat – mit der Gabe, melodische Geschichten zu erzählen.
Auch für Sting stellte die Pandemie eine schwere Zeit dar. Emotionale Probleme, sowie die steigende Einsamkeit waren Themen, die ihn befassten. Aber die musikalische Legende versteckte sich nicht, sondern er verarbeitete seine Eindrücke und Gedanken in dem, was er am besten kann – der Musik. Über ein Jahr lang sammelte der englische Musiker Gedanken und Ideen, die er schlussendlich mit einigen seiner engsten Musikerfreunden umsetzte. Teil des neuen Albums sind unter anderem Dominic Miller, Branford Marsalis, Melissa Musique, Gene Noble oder Josh Freese, mit denen Sting schon in der Vergangenheit zusammenarbeitete.
„This album was made at distance. Nonetheless, what I’m singing about is what comes out of my head and my heart. The feelings are not small. They’re big emotions for me“, sagt Sting über den Prozess des Schreibens. Und es ist ein großes Geschenk, dass endlich wieder eigene Songs aus seiner Feder erscheinen, während er sich in den letzten Jahren eher mit Musicals, Duetten und seinem Backkatalog beschäftigt hatte.
Am 2. Oktober ist Sting 70 geworden. Wow! Seiner Stimme merkt man das Rentenalter nicht an und musikalisch hat er noch einiges zu bieten. Der Opener „Rushing Water“ klingt wie ein verlorenes Werk von The Police. Das ist doch schon mal ein großartiger Einstieg. Der optimistische Popsong „If It’s Love“ geht ebenfalls direkt ins Ohr. Dann wird es ruhiger mit den rhythmisch vertrackten Stücken „The Book of Numbers“ (voller textlicher Anspielungen an die Bibel) und einem verjazzten „Loving You“.
Die Liebe zum Jazz wird auch an anderer Stelle zelebriert: „Harmony Road“ und „The Bells of St. Thomas“ werden filigran umspielt, wobei die Gitarrenarbeit von Dominic Miller großen Einfluss hat. „For Her Love“, „The Hills on the Border“ und „Captain Bateman“ leben hingegen ganz den Folk, den wir seit Stings ersten Soloalben so lieben. Der Titelsong „The Bridge“ und das thematisch anschließende „Waters of Tyne“ werden sehr melancholisch interpretiert. Hier merkt man Sting die Jahre durchaus an, wenn seine Vocals an Tiefe gewinnen. Ein verspieltes Cover von „(Sittin‘ on) The Dock of the Bay“ schließt die Zusammenstellung der Deluxe Edition ab.
Fazit: Ich bin absolut angetan von diesem Album, das alle Facetten von Stings Musik vereint und Pop, Soul sowie Jazz in sich trägt. Nachdem man lange Zeit das Gefühl hatte, dem Briten fällt nichts wirklich Neues mehr ein, beweist er hier das Gegenteil. Ungewöhnlich ist das Format der Deluxe Edition, die ungefähr die Größe einer Vinylsingle hat. Dies sorgt zwar für Chaos im CD-Regal, hat aber den Vorteil, dass man das Booklet gut lesen und betrachten kann. In einer langen Einleitung schreibt Sting über sein Befinden und die neue Musik, die Zusammenarbeit mit Dominic Miller und die Symbolik von „The Bridge“, die er unter anderem in Werken von Thornton Wilder, Iain Banks und in Billy Joels gleichnamigem Album aus dem Jahr 1986 wiederfindet.
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In Europa segelt die Gruppe aus Manchester noch immer weitestgehend unter dem Radar der breiten öffentlichen Wahrnehmung, während in UK die Chartspitze schon lange gepachtet ist. Die erste größere Aufmerksamkeit erhielten Elbow 2005 mit dem Album „Leaders Of The Free World“. Es folgte drei Jahre später „The Seldom Seen Kid“ und damit der musikalische Durchbruch des Quintetts um den trunkenen Melancholiker Guy Garvey. Elbow spielten als Support von R.E.M., U2 oder Coldplay und empfahlen sich hier nochmals einem größeren Publikum.
Was spannend ist bei „Flying Dream 1“: Das Album enthält kurz vor Schluss einen Track mit dem Titel „The Seldom Seen Kid“. Die Erinnerungen an ihren 2006 verstorbenen engen Freund, den Musiker Bryan Glancy. hängen also immer noch hoch. Er ist nämlich mit der Bezeichnung des „selten gesehenen Kindes“ gemeint. Und die Melancholie des Albums ist in dem Song noch immer greifbar. Doch auch die übrigen Tracks wirken sehr losgelöst und schwebend. Wer nach dem Albumtitel und dem gleichnamigen Eröffnungssong ein sanftes, ruhiges Album erwartet, wird nicht enttäuscht.
Elbow bleiben eine seltsame eigenständige Band im ganzen Britpop-Geschehen, mit ihrem ganz eigenen Sound aus E-Pianoklängen, weinerlichen Gitarren und sphärischer Weltfremdheit. Schmerz und Trauerarbeit werden seit jeher in musikalische Kleinode packt, die mal laut nach uneingeschränkter Aufmerksamkeit rufen und andererseits in kammermusikalischer Manier introvertiert an sich selbst arbeiten. Seit vielen Jahren bekommen die Hörer vor allem poetische Texte und melancholische Melodien. Dieses Konzept haben Guy Garvey und seine Mitstreiter mal wieder auf die Spitze getrieben.
Das Album ist in kompletter Länge genial und bei mir machte sich nach mehrmaligem Anhören ein zunehmend wohliges Gefühl breit. Diese Band macht handgemachte Popmusik, manchmal wollen sie rocken, doch sie sind irgendwie immer traurig, auch romantisch, ehrlich und bodenständig. Mit dieser Musik kann man sich zuhause fühlen, vor allem wenn man die ruhigen Klänge anderer britischer Größen wie Peter Gabriel, Marillion oder Coldplay liebt. Elbow haben (mal wieder) etwas ganz Großes geschaffen.
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Mit der Band Journey und Songs wie „Don’t Stop Believing“ sowie „Wheels In The Sky“ wurde Steve Perry weltberühmt. Seiner Stimme und der enormen Ausdruckskraft war es zu verdanken, dass er bis heute zu den größten Acts im AOR zählt.
Bereits vor zwei Jahren veröffentlichte der Sänger mit der rauchigen und markanten Stimme eine weihnachtliche EP namens „Silver Bells“. Deren Titelsong und „Have Yourself A Merry Little Christmas“ sind auch auf diesem Album vertreten, das mit acht Tracks nicht gerade üppig ausfällt.
Bei „The Christmas Song“ startet Perry mit schmachtend hoher Crooner-Stimme. Leider wird es auch im Folgenden nicht besser. Er interpretiert die bekannten Tracks nicht gewohnt rockig, sondern sehr getragen und mit viel Schmalz in der Begleitung. Das mag zu „Auld Lang Syne“ und „Winter Wonderland“ ganz gut passen, aber insgesamt hätte das Album mehr Schwung verdient. Allein „Santa Claus Is Coming To Town“ geht ansatzweise ins Uptempo.
Perry kommentiert die Inspiration für The Season wie folgt: „Alle Songs auf dieser Platte waren meine Lieblingslieder, als ich aufwuchs. Ich hörte sie immer auf dem Philco-Radio, das meine Großmutter in der Küche laufen hatte, wenn sie das beste Festtagsessen kochte, und deshalb haben sie einen sehr emotionalen Platz in meinem Herzen. Ich wollte sicherstellen, dass ich sie alle auf eine einfache Art und Weise aufnehme, die ehrt, wie ich sie als Kind zum ersten Mal gehört und mich in sie verliebt habe.“
Meine hohe Erwartungshaltung wurde ganz und gar nicht erfüllt. Zum Glück hört man Weihnachtsalben nur im Dezember. Den Rest des Jahres darf man dann den Mantel des Schweigens darüber ausbreiten. Schade.
Das vierte KISS-Album wurde zum ersten internationalen Erfolg. Über 45 Jahre ist das jetzt schon her! Und es wurde auch Zeit, denn die Band aus New York City spielte bereits ausverkaufte Konzerte mit ihren exzessiven und (kunst)bluttriefenden Shows. Kein Wunder, dass das Livealbum „Alive!“ (1975) sich millionenfach verkaufte und den Boden für „Destroyer“ bereitete. Bob Ezrin als Produzent war ein echter Glücksgriff – und er schuf das kommerziell erfolgreichste Studioalbum der Band.
Der Start mit „Detroit Rock City“ und dem eingespielten Radio-Nachrichtensprecher ist legendär. Dann das angespielte „Rock And Roll all Nite“, der akustische Verkehrsunfall zum Ende und der nahtlose Übergang zu „King of the Night Time World“. Die Produktion ist ebenso legendär wie Ace Frehleys geniale Gitarrenarbeit. Und so wird der Hörer durch knapp 35 Minuten Partyrock geführt, für den KISS über Jahrzehnte berühmt sein sollten. Auskopplungen wie „Shout it Out Loud“ und „Flaming Youth“ waren Programm, doch vor allem die Ballade „Beth“ wurde zum Radio-Liebling.
Das 45jährige Jubiläum wird in Form einer Super Deluxe 4 CD + Blu-ray Box und einer schwarzen Doppel-Vinyl sowie einer limitierten Doppel-Vinyl in gelb und rot, einem 2 CD-Set und mit digitalen Releases gefeiert. Mir liegt zur Review die 2 CD-Version vor.
Die Bonusscheibe ist ordentlich gefüllt. Man startet mit Demos aus den Archiven von Paul Stanley und Gene Simmons, die teilweise fürs Album verwendet wurden und zum größten Teil unreleased sind. Weiter geht es mit Raritäten wie dem feinen Acoustic Mix von „Beth“, Instrumentalversionen von „King Of The Night Time World“ und „Detroit Rock City“ sowie einer frühen Version von „Flaming Youth“. Den Abschluss bilden vier Livetracks aus dem Pariser L’Olympia, mitgeschnitten am 22. Mai 1976, also zwei Monate nach Albumrelease.
Das Booklet des schön aufgemachten Digipacks enthält eine Einleitung des KISS-Biografen Ken Sharp, gefolgt von umfangreichen Liner Notes der Bandmitglieder und des Produzenten. So darf die Vergangenheitsbewältigung gerne weitergehen! Für den 11. März 2022 ist der Vinyl-ReRelease von „(Music From) The Elder“ angekündigt. HIER findet ihr weitere Infos!
Das ikonische erste und einzige Konzept-Album aus dem Jahr 1981 wird anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums in dieser speziellen und exklusiven Vinyl-Edition erhältlich sein!
Die Rock-Legenden KISS veröffentlichten diese Jubiläumsedition in einer streng limitierten Auflage von nur 7000 Stück weltweit – versehen mit dem deutschen KISS Logo! In Deutschland gefertigt, wird es „(Music From) The Elder“ als 1 LP Ausfertigung mit durchsichtigem Vinyl (180g) in einer goldfarben laminierten Hülle geben. Auf der Rückseite durchnummeriert, enthält es außerdem die Texte mit deutscher Übersetzung plus einem Insert mit dem Artwork der australischen und japanischen Auflagen.
Für einige zählt das Album zu den unzugänglichsten der Band, für andere ist es DAS KISS Album schlechthin. Ursprünglich wurde es am 10. November 1981 als neuntes KISS Album veröffentlicht, aufgenommen mit dem Schlagzeuger Eric Carr (der Peter Criss ersetzte) ist und bleibt es ein unglaublich ambitioniertes Konzeptalbum – mit einer epischen Storyline und allem, was dazugehört.
Das ist die Geschichte: „The Boy“ wird rekrutiert und trainiert von einer ominösen Gruppe, die sich „The Council of Elders“ nennt – einer Organisation, die wiederum Teil einer größeren Gruppe mit dem Namen „Order of the Rose“ ist. Im Großen und Ganzen handelt es sich um ein klassisches Superhelden-Epos, dem ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Erzählt aus der Sicht von „The Boy“ und einer Vater-Figur namens Morpheus (by the way: lange bevor es The Matrix gab).
Das Album wurde zwischen Toronto, New York und dem ländlichen Connecticut im Laufe des Jahres 1981 aufgenommen. Anfänglich schien es so als wäre es kommerziell kein großer Erfolg, denn es war das erste KISS Album, das in den Staaten nicht auf Anhieb Goldstatus erzielte. Doch jetzt – 40 Jahre später – ist es zu einem Kultalbum unter den KISS Fans avanciert. So erzählt Gene Simmons dem US Magazin Louder, dass er jedes Jahr Anfragen für eine Elder Tour bekomme. Angeblich ist jetzt auch einen Filmversion von The Elder in Arbeit.
KISS zählen zu Amerikas Gold-Award-Band aller Zeiten in jeder Kategorie und haben mittlerweile über 100 Millionen Tonträger weltweit verkauft. Auch als Live-Act haben sie sämtliche Verkaufsrekorde gebrochen, die es gibt. Nun – nach einer 48 Jahre andauernden Karriere, freuen sich die KISS Bandmitglieder Paul Stanley, Gene Simmons, Eric Singer und Tommy Thayer, dass sie mit dieser neuen und exklusiven Auflage 40 Jahre „(Music From) The Elder“ zelebrieren können. Ein weiteres unverzichtbares Sammler-Item für die unzähligen KISS Fans auf der ganzen Welt.
Angepriesen als die Musiksensation 2021 erreicht das „neue Album“ von ABBA im Handumdrehen die Spitzenpositionen der Musikcharts in mehreren Ländern. Ein Album von ABBA fast 40 Jahre nach ihrer Auflösung, das klingt so fantastisch, dass auch ohne das ganze Werbe-Tamtam das Album auf die Pole Position geschnellt wäre.
Aber wie klingt das Album, der mittlerweile über 70-Jährigen? Für mich in erster Linie wie eine Fortsetzung des Vorgängers „The Visitor“ (1981). Die Burner wie in den 1970ern fehlen zwar, aber die Melodien gehen dennoch ins Ohr. Höhepunkte vermisse ich aber. Vieles klingt wie Variationen von bereits irgendwo irgendwann Gehörtem. Natürlich klingen die Stimmen der vier Skandinavier (Benny, Björn und Agnetha aus Schweden und Annafrid aus Norwegen) nicht mehr so fest wie damals – auf schrille Töne und das Ausreizen aller Oktaven wurde verzichtet -, aber immer noch bewundernswert, wenngleich mit Sicherheit digital nachbearbeitet wurde.
Digitalisiert sind auch die Fotos der Bandmitglieder*innen im Inlay. Sie zeigen nicht die echten Personen, sondern nur ihre Avatare. Man erhält quasi einen Einblick in die fürs nächste Jahr angekündigten Shows, wenn auf den Konzertbühnen nur ihre Hologramme zu sehen sein werden. Ein einziges Foto im Inlay zeigt die Band bei den Aufnahmen im Studio. Spätestens hier, ungeschminkt, sieht man, dass 40 Jahre nicht spurlos an ihr vorübergegangen sind. Björn und Benny tragen Wollmützen, was chic aussehen mag, vielleicht aber die inzwischen lichte Haarpracht verbergen soll. Agnetha mit Brille erinnert mich in dieser Pose und Optik an die Schauspielerin Diane Keaton aus einer Szene in „Was das Herz begehrt“.
Nachvollziehbar wird hiermit aber auch, dass ich 2018 bei meiner Skandinavienrundreise Agnetha nicht auf Anhieb erkannt habe (nachzulesen in meinem Roman „Jenseits von Schweden – unterwegs mit Maria“). Im Traum hätte ich damals nicht geglaubt, dass Agnetha den Pferdehof wieder gegen ein Studio eintauschen würde. Agnetha wahrscheinlich auch nicht.
Mein Favorit ist die vorab ausgekoppelte Single „I still have faith in you“ sowie „Keep an eye on dan“ und „No doubt about it“. Irgendwie hört sich auch der Rest ganz nett an, aber so richtig will der Funken bei mir nicht zur meiner ersten Lieblingsband als Teenager überspringen. Der Zauber ist verflogen, das Ganze ist nicht mehr als ein Publicity-Gag. Geldnöte kann für die Multimillionäre nicht der Ansporn gewesen sein. Vielleicht sind ABBA hiermit aber auch Vorreiter einer ganzen Welle von Avatar-Konzerten. Man stelle sich vor, man besucht wieder ein Konzert der Beatles. Die heutige Technik kann selbst Tote wieder auferwecken.
Dem Pappschuber liegt noch das CD-Cover als Poster bei. Aus Nostalgie habe ich mir noch die Analog-CD zugelegt. Man will schließlich nicht seine ABBA-Sammlung mit einem MP3-Album vervollständigen.
Mit ihrer Band Daisy the Great bewegen sich Kelley Nicole Dugan und Mina Walker irgendwo im introspektiven Grenzgebiet zwischen Folk und Indierock. Zusammen vertonen sie die unterschiedlichsten Stimmungen und Gefühlslagen – mal klingen sie smart und gewitzt, mal komplett niederschmetternd, manchmal sogar beides zugleich. Mit ihrem Gespür für überraschende und unbedingt eingängige Harmonien und jenem Mix aus Folk-Pop und Indie-Balladen haben sie sich in den letzten vier Jahren eine solide Fanbase erspielt – zuletzt auch mehrfach dank TikTok-Rückenwind. Mit der Single „Record Player“ (aufgenommen mit der US-Band AJR) und einem neuen Studioalbum in der Pipeline, starten Daisy the Great ab sofort auch international durch.
Zur Aufnahme mit den Jungs von AJR und der neuen Version von „Record Player“ kam es im Sommer 2021. Auslöser war hier eine Message der Band, in der das Brüder-Trio zum Ausdruck gebracht hatte, wie sehr sie die Urversion abfeierten. „Jack hatte ‘The Record Player Song’ bei TikTok gehört, und dann meldete er sich und machte den Vorschlag zur Zusammenarbeit“, erzählt Kelley. „Also taten wir uns zusammen, gingen ins Studio und schrieben ein paar neue Strophen mit AJR, die zum Refrain der Originalversion passen. Ja, und so haben wir dann diesen neuen Song aufgenommen.“ Laut Kelley dreht sich die Single inhaltlich „um Identität, ums Hochstapler-Syndrom: Man will sich von einem Selbstentwurf befreien, den man selbst erschaffen hat – womöglich um akzeptiert zu werden oder um irgendwie Aufmerksamkeit zu bekommen. Trotzdem glaube ich, dass diese Experimentierphase superwichtig ist, um sich selbst besser zu verstehen – selbst wenn man dabei immer wieder in Rollen und Identitäten schlüpft, die eigentlich nicht wirklich zu einem passen.“
Mit dem neuesten Singlevorboten „Glitter“ zeigen Daisy the Great aktuell, in welche Richtung ihr zweites Album gehen wird, das 2022 bei S-Curve Records erscheinen soll. „‘Glitter’ handelt von einer Nacht, in der man partout nicht einschlafen kann und dann entschließt, einfach die ganze Nacht durchzumachen“, kommentieren Kelley und Mina den Track vom kommenden Longplayer, an dem sie schon seit einigen Jahren arbeiten. „Es geht also um diese Freiheit, dieses Chaos, diese Magie, die entsteht, wenn man ganz mit sich allein ist. Auch um den Mut und die Leidenschaft, mit der man die chaotischen Aspekte von sich selbst dann plötzlich als etwas Schönes betrachtet.“
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Noch vor Jahresbeginn erscheint die neue Hitsammlung der Familienexperten von Radio TEDDY. Wir haben diese Compilations bereits mehrfach reviewt – und es war vor allem der Mix aus internationalen Charthits, Deutschpop und moderner Kindermusik, der zu begeistern wusste. Allerdings wurde für die Ausgabe 2022 das Konzept geändert: Es gibt jetzt keine Chartkracher der letzten Monate mehr, sondern durchweg neue Musik beliebter Kindermusikmacher.
Künstler wie Bürger Lars Dietrich, Hurra Kinderlieder, Ulk van Bulk, Frank und seine Freunde, Ich & Herr Meyer (im Duett mit Anton) und Familie Sonntag (zusammen mit ihrer spanischsprachigen Partnerformation Familia Domingo) haben exklusive Tracks für dieses TEDDY-Album produziert, die erstmals veröffentlicht werden. Die Aufsteiger DIKKA (im Duett mit Wincent Weiss!), Anton und Nadine Sieben präsentieren tolle Vorab-Kostproben ihrer 2022 erscheinenden neuen Alben. Dazu kommen exklusive Mixe von Volker Rosin (eine deutsch-englische „Känguru Dance“-Version), KID CLIO, Nilsen, 3Berlin, Der Achtsame Tiger, Simon sagt, Eule findet den Beat und Bibi & Tina. Sogar Rolf Zuckowski ist mit einem exklusiven Megamix seiner schönsten Jahreszeitenlieder vertreten.
Soundtrack-Songs kommender Kinderfilme, das coole „Eule“-Duett von Jan Delay mit Ernie und Bert und „Imagine Us“, der deutsche Song für den Junior ESC 2021 von Pauline, runden das Tracklisting ab. Die 23 Songs sorgen für jede Menge gute Laune und sind ein abwechslungsreiches Hörvergnügen. Disco- und Dance-Mixes wie bei Lina Larissa Strahl, Anton und Volker Rosin sind ebenso dabei wie ein paar ruhigere und gechillte Pop-Balladen. Mit Bürger Lars Dietrich zieht der Rap ein und die funky Versionen von Frank und seine Freunde und Ich & Herr Meyer bitten auf die Tanzfläche.
Zumindest im Bereich der Kindermusik ist damit Vielfalt angesagt. Schade aber, dass die bekannten Mainstream-Radiosongs diesmal ausbleiben. Gerade diese Mischung hat für mich immer den Reiz der Compilation ausgemacht.
Zum Sender:
Radio TEDDY, das Kinder- und Familienradio, sendet seit 2005 aus Potsdam-Babelsberg und bietet Familien ein tagesablauforientiertes, kindgerechtes Vollprogramm aus Nachrichten, Interviews, Wetter, Verkehr, Hörspielen, viiiel Musik sowie Ratgeber- und Servicethemen für die Erwachsenen.
Die Rock-Legenden KISS veröffentlichten mit „Beth (Acoustic Mix)“ den ersten bisher unveröffentlichten Track ihrer anstehenden „KISS – Destroyer 45th Deluxe Editions“. Die Origignal-Album-Version von „Beth“ wurde 1976 veröffentlicht und erreichte #7 der Billboard Hot 100 Charts. Für den neuen Mix, wurde die damals aufgenommene Akustik-Gitarre mit dem Original-Piano, Gesang und Synthesizerspuren abgemischt.
Das Album „Destroyer“ zelebriert sein 45jähriges Jubiläum, es wurde 1976 erstmalig veröffentlicht und gehört zu DEN KISS Alben. Es war das erste Album der Band, das sich bereits im ersten Jahr eine Million Mal verkaufte und ist bis heute das KISS Album, das am häufigsten gekauft wurde. Die neuen Versionen beinhalten die Favoriten der KISS Army, wie „Detroit Rock City“, „Shout It Out Loud“, „God Of Thunder“ und „Beth“.
Im Dezember 2021 wird „KISS – Destroyer 45th“ in Form einer Super Deluxe 4 CD + Blu-ray Box und einer schwarzen Doppel-Vinyl sowie einer limitierten Doppel-Vinyl in gelb und rot, einem 2 CD-Set und digital veröffentlicht. Für die Aufnahmen zu „Destroyer“ kam Bob Ezrin als neuer Produzent zu KISS und half dabei die Band dabei, sowie musikalisch als auch kreativ auf ein neues Level zu heben. Das Album zeigte deutlich die Weiterentwicklung der Band als Musiker und Songwriter, sie experimentierten mit neuen Sounds und zeigten auch ihre ‚weichere‘ Seite mit Songs wie „Do You Love Me?“, sowie Titeln, die mit Orchester-Arrangements versehen wurden, so wie „Great Expectations“ oder auch eben ihrer Single „Beth“. „Destroyer“ folgte ihrem Durchbruch-Album „Alive!“ aus dem Jahr 1975 und hat die Band der breiten Masse zugänglich gemacht, aber auch ihren Status als Rock-Legenden manifestiert. Das wurde zum Anlass genommen, die neuen Editionen mit viel Bonus-Material auszustatten.
CD1 enthält das Original-Album, das von Abbey Road Mastering neu gemastered wurde, während CD2 15 Demo-Aufnahmen aus Paul Stanleys und Gene Simmons persönlichen Archiven enthält – 9 davon bisher unveröffentlicht. CD3 ist vollgepackt mit Studio Outtakes, alternativen Versionen, Mixen und Single Edits, sowie einer stripped down-version von „Beth (Acoustic Mix)“. CD4 enthält eine sensationelle Live-Performance der Band vom 22. Mai 1976 bei einem Auftritt im L’Olympia in Paris. Für die Blu-ray Audio-Aufnahmen wurde Steve Wilson mit einer speziellen Abmischung von „Beth (Acoustic Mix)“ und „Sweet Pain (Original Guitar Solo)“ beauftragt, letzteres featured Ace Frehleys Original-Gitarrenaufnahme, die auf dem Studioalbum nicht enthalten war.
Zusätzliche enthält die Super Deluxe Box eine Vielzahl an KISS Sammleritems, wie dem Original KISS Army Kit, das folgendes beeinhaltet:
KISS Army Newsletter Volume 1 – No 2 announcing Destroyer
2x 8”x10” Destroyer Pressefotos
Discography Sheet
Gene, Paul, Ace & Peter Bio
KISS Army Member Certificate
KISS Army Membership Card
Des weiteren sind enthalten:
KISS logo Bügelbild
KISS Army Sticker
“Detroit Rock City” Bumper Sticker
Destroyer Cover Sticker
11”x17” KISS on Westminster Bridge UK Poster
4 brand new 8”x10” Fotos der Bandmitglieder
8”x12” Destroyer Foil Flyer
8”x12” Destroyer Canadian Flyer (sehr rar)
4x Band Member Trading Cards (nur für dieses Set hergestellt)
16”x24” KISS Over New York Skyline Poster
16”x24” KISS Halloween 1976 Konzert-Poster
2x 9”x12” Destroyer Tour Stage Blueprints on Transparent Vellum (noch nie dagewesen)
16-seitgies Destroyer 1976 Tour Programm
Gotham Rock City News Volume 1 Newspaper, einem track-by-track Interview mit allen 4 Bandmitgliedern, Bob Ezrin and crew
68-page hardcover book mit Liner notes von Paul Elliott & Ken Sharp mit Interviews von Gene, Paul, Ace, Peter, dem damaligen Manager Bill Aucoin,
Album-Produzent Bob Ezrin, und vieles mehr über den Prozess der Entstehung des Albums, U.S. und Europa-Touren, Fotoshootings, lustige Geschichten, Erinnerungen der Band an ihre TV-Auftritte beiThe Paul Lynde Halloween Special und eine Unmenge an unveröffentlichten Fotos und Bildern.
Das alles ist in einer hochwertigen Box enthalten und featured auch Ken Kelly’s Orignal Destroyer Coverartwork, unbestritten eines der ikonischsten Albumcover der Rockgeschichte, das ultimative KISS Souvenir!
KISS sind Amerikas Gold-Award-Band aller Zeiten in sämtlichen Kategorien, sie haben weltweit über 100 Millionen Tonträger verkauft. Als Liveband unvergleichlich, sie haben global Rekorde gebrochen. Nun – nach einer 48 Jahre andauernden Karriere, befinden sich KISS – Paul Stanley, Gene Simmons, Eric Singer und Tommy Thayer- inmitten ihrer END OF THE ROAD Tour.
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Im Zuge des weltweiten Singlehits „Why Does It Always Rain on Me?“ hätten Travis auch schnell zum One-hit-wonder werden und in Vergessenheit geraten können. Doch das ist zum Glück nicht passiert. Das Album „The Man Who“ mit besagtem Radioklassiker schaffte Platz 1 in UK und hielt sich lässige 135 Wochen in den Charts. Das Nachfolgealbum brachte den Erfolg dann auch nach Europa. „The Invisible Band“ schaffte Platz 3 in Deutschland und Platz 2 in Österreich. Die Band ist weltweit sichtbar geworden.
Auch „The Invisble Band“ (2001) enthielt mit „Sing“ einen Gassenhauer für den Mainstream. Damit war der Grundstock für eine nachhaltige Karriere gelegt. Das Multi-Platin-Album wird zur Feier seines 20-jährigen Bestehens neu aufgelegt. Die Deluxe Edition enthält das Originalalbum, das von Tontechnikerin Emily Lazar neu gemastert wurde, alle originalen B-Seiten und eine Auswahl an bisher unveröffentlichten Demos, Live-Sessions und alternativen Takes.
Der Albumtitel war ein Seitenhieb auf die Tatsache, dass viele Menschen den Song „Why Does It Always Rain on Me?“ kannten, aber nichts über die Band dahinter wussten. Selbstironisch bezeichnete man sich als „unsichtbare Band“, aber das war natürlich pures Understatement. Travis hatten sich im Britpop längst einen Namen gemacht und konnten ihr drittes Werk entspannt angehen. Kultig ist der Titel allemal – ebenso wie das geniale Cover, auf dem man die Bandmitglieder erst auf den zweiten oder dritten Blick entdeckt.
Alle Songs wurden von Sänger Fran Healy geschrieben, der damit für viele das perfekte 45-Minuten-Album geschaffen hat. Es gab nach „Sing“ mit „Side“ und „Flowers In The Window“ zwei weitere Singlehits, doch das war gar nicht der ausschlaggebende Punkt. „The Invisible Band“ funktionierte als Gesamtkonzept und wurde zum Inbegriff des gelungenen Indiepop der Jahrtausendwende.
CD 2 glänzt mit einigen Raritäten. „Ring Out the Bell“, „You Don’t Know What I’m Like“ und „Beautiful“ sind Bonustracks der Veröffentlichungen in Australien, USA und Japan. „Killer Queen“ kommt als recht geniales Queen-Cover, das vor allem eine Hommage ist, da es dem Original sehr ähnelt.
Die Liveversionen wie „Driftwood (Live At Barrowlands)“ oder das Beatles-Cover „Here Comes The Sun (Live At Top Of The Pops Award)“ klingen absolut solide und zum Schluss gibt es noch einige bisher unveröffentlichte Demoversionen sowie „Flower In The Window“ in einer feinen Akustikversion. Mit diesen Ergänzungen wird der Release absolut zur runden Sache.
Das Album erscheint in der mir vorliegenden 2-CD-Version als Digipack mit edel gestaltetem Booklet, das zwar keine Songtexte enthält, aber kurze Statements aller Bandmitglieder und etwas ausführlichere Liner Notes des Produzenten Nigel Godrich.
Frontmann Fran Healy sagt: „The Invisible Band ist 20! Ich hatte mir das ganze Album schon eine Weile nicht mehr angehört. Es ist ein wunderbares Werk, von den großen Singles wie ‚Sing‘ und ‚Flowers in the Window‘ bis zu ‚Afterglow‘ und ‚Last Train‘. Mit 20 Jahren klingt es großartig! Wir nehmen es auch mit auf Tournee. Wir freuen uns wirklich darauf, wieder live zu spielen.“
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Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch Gary Barlow mit einem Weihnachtsalbum um die Ecke kommt. Smarte Stimme, Talent für Songwriting – die Bedingungen sind perfekt. Erster Vorbote war der Titeltrack „The Dream Of Christmas“. Untermalt von Streichern singt er sich mit schmachtender Stimme durch selbst geschriebene Lyrics. Man könnte meinen, dass das komplette Album in diese Kerbe schlägt, doch das wäre zu kurz gegriffen. Tatsächlich umfasst die Sammlung fünf Originalsongs und sechs Cover bekannter Klassiker. Und schon mit „Sleigh Road“ wechselt er vom Streichorchester zu einem beschwingten Bigband-Sound.
Inspiriert wurde Gary Barlow, der von sich selbst sagt, ein absoluter Weihnachtsfan zu sein, vom Weihnachtsfest im vergangenen Jahr, das für uns alle wohl etwas anders ausfiel, als geplant: “We were all trying to make Christmas feel good last year”, erinnert er sich. “It was a really hard Christmas for so many because of the scenario we all found ourselves in. So, to try and make things a bit special, I started writing these songs.” Auf seinem sechsten Solo-Album gastieren einige talentierte Musiker*innen wie Sheridan Smith und Aled Jones. Produziert hat Gary das Album in den Abbey Road Studios.
Sehr stark finde ich den Swing von „Wonderful Christmastime“ und „Winter Wonderland“. Da kann der Take That-Sänger seine Qualitäten als Crooner voll rauslassen. Das Duett „A Child’s Christmas In Wales“ ist hingegen eine wundervolle Ballade im Duett mit Aled Jones. Was man doch für schöne Weihnachtsklassiker entdecken kann.
Manche der eigenen Stücke sind sehr seicht angelegt und ertrinken im Lametta, doch das Duett „How Christmas Is Supposed To Be“ mit Sheridan Smith ist ein Kracher. So ist das Album am Ende vielseitiger angelegt, als man vermutet hätte.
Fazit: Wirkliche Überraschungen gibt es nicht, aber Gary legt ein solides Weihnachtsalbum vor. Es sind nicht nur abgelutschte Hits, sondern durchaus eine spannende Auswahl. Das Booklet ist voll mit (vermutlich gestellten) Weihnachtsfotos des Künstlers. Aber was soll’s: Wer Weihnachten mit Gary will, bekommt Weihnachten mit Gary!
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Rolf Zuckowski und Weihnachten – das hat immer einen Touch von „Weihnachtsbäckerei“ und plärrenden Stimmen. Wenn der beliebte Kindersong aber von Martin Tingvall am Piano improvisiert wird, bekommt er einen ganz anderen Geschmack und wird auch für genervte Erwachsenenohren wieder uneingeschränkt hörbar.
Der 74jährige Träger des Bundesverdienstkreuzes ist gar nicht mehr so oft auf deutschen Bühnen zu sehen. Vor wenigen Jahren gab es eine Tour zu „40 Jahre Rolfmusik“, doch er ließ lieber seine Lieder von Kinderchören singen, als selbst zum Mikro zu greifen. Manche Highlights bleiben aber: Seit 2018 spielt Rolf jedes Jahr zur Adventszeit im Planetarium Hamburg ein Weihnachtskonzert zusammen mit seiner Tochter Anuschka, mit dem schwedischen Jazzpianisten Martin Tingvall am Klavier, sowie weiteren Mitgliedern seiner Band.
Der 90minütige Mitschnitt, der jetzt bei seinem Label „Musik für dich“ auf DVD vorliegt, entstand am 29.11.2020 (natürlich zu Corona-Bedingungen). Die Atmosphäre im Planetarium wird erfüllt von einem faszinierenden Sternenhimmel und traumhaften Projektionen. Allein die visuellen Landschaften machen das Konzert zu einem stimmungsvollen Ereignis.
Rolf wird unterstützt von seinen Kindern Anuschka und Alexander. Vor allem Anuschka zeigt sich inzwischen im Songwriting und der liebevollen Performance als legitime Nachfolgerin des Meisters.
Eine Zusammenarbeit mit Martin Tingvall gab es schon 2017 auf dem Album „Wär uns der Himmel so nah“, das beide gemeinsam gestalteten. Der Pianist spielt die Stücke in wundervoll sanften Instrumentalversionen und gibt dem Konzert die entsprechende Stimmung mit. Ebenso stark sind die gefühlvollen und tiefsinnigen Liedtexte.
Das Konzert macht Weihnachten im Herzen spürbar und ist eher für Erwachsene gedacht, doch auch Kinder können ihre Freude daran haben, vor allem wenn sie Bekanntes wie die „Jahresuhr“ entdecken.
Rolf Zuckowski strahlt sehr viel Wärme aus, wenn er bei seinen Ansagen in Erinnerungen schwelgt und aus der „Irischen Weihnacht“ vorliest. Die Texte aus seiner Feder sind ebenso zeitlos wie die Werke von Joachim Ringelnatz, Wilhelm Busch und Erich Kästner, die er vertont hat. Es wird irisch, schwedisch und plattdütsch. „Dat Joahr geiht to Ind“ ist eine romantische Hommage an Rolfs Anfangszeit an der Waterkant.
Die DVD liefert wundervolle Musik, eine fantastische Atmosphäre und eine stilvolle Reise durch die Advents- und Weihnachtszeit bis hin zum Jahreswechsel. Es ist wunderbar vertraut, Rolfs Stimme zu hören und seinen Gedanken zu folgen. Mit Anuschka und Martin Tingvall hat er hervorragende Mitstreiter, die diese Tradition vielleicht auch fortführen werden und Rolfs Erbe am Laufen halten, wenn er das nicht mehr selbst kann.
Genießt die sinnlich-beseelten und fröhlichen Momente der „Weihnachtsbäckerei“:
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Nach „See You In Tears“ mit Illira und zuletzt dem Dancefloor-Banger „Touch“ meldet sich die multitalentierte Amber van Day jetzt mit ihrer neuen Single „Uh Oh“ zurück und präsentiert feinste Urban Pop Sounds für die Sinne!
Mit „Uh Oh“ zeigt Amber van Day erneut ihr Talent für unwiderstehliche Pop-Hymnen mit Power, Melodie und edgy Beats. Amber van Day verführt mit einer perfekten Mischung aus Pop & Dance und vor allem ihrer atemberaubenden Stimme! Ihre Songs thematisieren Empowerment, Selbstbewusstsein, Selbstliebe, aber erzählen auch von prägenden Momenten und Begegnungen, die vom Publikum rund um den Globus nachempfunden werden.
Auch „Uh Oh“ hatte einen eigentlich alltäglichen Ursprung: „Jemand kam zu spät zu unserer Songwriting-Session. Also saßen der Produzent Paul Whalley und ich auf den Stufen vor der Haustür und warteten. ‚Uh Oh‘ entstand in ungefähr einer halben Stunde, der Song schrieb sich quasi von selbst. Am Ende behielten wir sogar alle ursprünglichen Lead-Vocals und Texte bei“, erzählt Amber van Day und ergänzt: „‘Uh Oh‘ ist eine Konversation zu meinem inneren Monolog. Es geht um die Unberechenbarkeit dieses Tyrannen, der in meinem Kopf lebt, der jeden Moment meinen Denkprozess kapern und zum Star der Show werden kann.“
Gegen solche negativen Gedanken anzukämpfen, aber vor allem anzuerkennen, dass es sie gibt und sie die Stimmung und den Tag in eine Richtung reißen können, das erzählt „Uh Oh“ und gibt den passenden Energie-Booster gegen den Blues.
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Nach dem weltweiten Shazam-Erfolg mit ihrer Debütsingle «Kids in the Corner», die in der spektakulären Eröffnungsszene der #1-Netflix-Show «Fate: The Winx Saga» zu hören war, und ihrer Girlboss Kollaboration «See You In Tears» mit Sängerin, Songwriterin und kreativem Powerhouse Ilira, folgt nun Ambers nächste Dance-Infusion. „Uh Oh“ knüpft nahtlos an ihre vergangenen Dance-Produktionen und Kollaborationen an, wie z. B. mit Hugel, Younotus den britischen Top-Produzenten Goodboys (Meduza / Piece Of My Heart) und zuletzt Joel Cory (Out Out) sowie Ava Max, Jonas Blue und R3HAB (Sad Boy).
Über Amber van Day:
Sie denkt nicht über Schubladen und Limitierungen nach, wenn sie Musik macht – von Pop über Dance bis hin zu Folk: Amber van Day lässt sich von einer großen Bandbreite an Sounds und Genres inspirieren. Nachdem ihre Debütsingle «Kids In The Corner» von der No. 1-Netflix-Show in der epischen Eröffnungsszene von «Fate: The Winx Saga» zu hören war, löste sofort einen Hype auf Shazam aus! Der Song wurde weltweit über 250. 000 Mal gesucht und erreichte innerhalb weniger Tage Platz 17 der Global Shazam Charts. In den USA und Australien erreichte die Single Platz 2 der Shazam Discovery Charts und landete auf einigen der wichtigsten und einflussreichsten Radioplaylisten in Deutschland und anderen Ländern. Eine Remix-Version von den UK-Top-Produzenten Goodboys (Meduza / Piece Of My Heart) erschien Anfang März. Mittlerweile hat sich ihr Talent herumgesprochen: Derzeit hat 3 Millionen monatliche Hörer auf Spotify, u.a. auch durch ihre unterschiedlichen Features (Martin Jensen, Younotus, Alok, Wilkinson usw.)
Gerade mal 25 Jahre jung wurde der niederländische DJ und Musikproduzent Martin Garrex bereits von der UEFA geadelt und durfte gemeinsam mit Bono und The Edge von U2 den offiziellen Song zur Fußball-EM im Jahr 2021 schreiben und performen. Wirklich durchgestartet war er schon vorher, doch jetzt wurde auch die breite Masse auf den Namen aufmerksam.
Gemeinsam mit dem Songwriter und Produzenten Maejor legt er nun ein Album vor, dem die beiden mal – ganz ohne Größenwahn – den Titel „Greatest Hits Vol. 1″ gegeben haben. Jetzt darf man allerdings keine Hymnen im Stil des EM-Songs erwarten. Wäre ja auch zu schön gewesen. Stattdessen gibt es zwölf Tracks, die in der Summe ebenso futuristisch wirken wie das glänzende Comic-Cover.
Die Songs sind eingängig, elektronisch und meist mit AutoTune produziert. Ein perfekter Sound, der vor allem in die heutige Clubszene passt. Rap-Passagen und verfremdete Vocals entführen in eine vielfältige Welt für die Generation Spotify. Konzeptuell reisen die Protagonisten durchs Universum und verbreiten positive Vibes. Das mag einzelne Tracks wie „21“, „La La La“ und „Followers“ hervorheben – es reicht aber nicht, um den Spannungsbogen über ein ganzes Album zu halten.
Garrix und Maejor sind hervorragende Produzenten, die mit diesem Album alle Facetten ihrer Kunst zeigen. Insoweit passt der Name, denn „Greatest Hits Vol. 1″ ist eine lose Zusammenstellung potentieller Hits, die sich über einen Zeitraum von fünf Jahren angesammelt haben. Für SF-Fans sind die Videos auf jeden Fall ein visuelles Vergnügen.
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