Crossbone Skully melden sich mit ihrem zweiten Studioalbum „Condemned to Rock n’ Roll“ zurück, das am 29. Januar 2027 über earMUSIC erscheint. Mit der zweiten Single „Riding With Angels“ liefert die Band um Frontmann Tommy Henriksen (Alice Cooper, Hollywood Vampires) zeitgleich einen weiteren Vorgeschmack auf das kommende Album. Der Song ist ab sofort auf allen digitalen Plattformen verfügbar.
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Inspiriert von den Künstlern und Genres, die Tommy Henriksen über Jahrzehnte geprägt haben, vereint „Condemned to Rock n’ Roll“ Einflüsse aus 80er-Jahre-Metal, klassischem Rock, Pop, Country und allem dazwischen. Das Ergebnis ist laut, eingängig, roh und hymnisch, zugleich aber auch überraschend persönlich.
Über das Album sagt Henriksen: „‚Condemned to Rock n’ Roll‘ ist der Sound eines Lebens, das ganz der Musik, den Songs, dem Chaos und allem, was dazugehört, gewidmet ist. Große Gitarren, eingängige Hooks, jede Menge Attitüde und Geschichten über Außenseiter, Liebende und Kämpfer ziehen sich durch das gesamte Album. Der Spirit des klassischen Rock ist überall zu spüren, doch die Platte lebt klar im Hier und Jetzt.“
Vierzehn Songs voller Liebe, Leidenschaft, Rebellion, Freundschaft und Durchhaltevermögen, getragen von großen Gitarren, eingängigen Refrains und Tommy Henriksens unverwechselbarer Handschrift. Im Kern des Albums steht dabei eine einfache Wahrheit: „Ich habe mir Rock n’ Roll nie ausgesucht. Ich bin dazu verdammt.“
An der Seite von Frontmann Tommy Henriksen prägt Gitarristin Anna „Blackthorn“ Cara, ebenfalls bekannt aus Alice Coopers Touring-Band, den Sound von Crossbone Skully. Darüber hinaus arbeitet die Band immer wieder mit engen musikalischen Weggefährten und besonderen Gästen zusammen, die das stetig wachsende Crossbone-Skully-Universum bereichern. Hinter den Kulissen wurde Henriksen erneut von Executive Producer Mutt Lange, den renommierten Toningenieuren Mike Plotnikoff und Olle Romo, Mastering-Legende Howie Weinberg sowie dem Grammy-nominierten Mixer Jay Ruston unterstützt. Gemeinsam bildet dieses Team die kreative Grundlage von „Condemned to Rock n’ Roll“.
Fotocredit: Tommy Henriksen by Victor Chalfant
Mit der Veröffentlichung von „Condemned to Rock n’ Roll“ schlagen Crossbone Skully das nächste Kapitel ihrer Geschichte auf und laden alte wie neue Fans ein, Teil davon zu werden.
Die Reise geht weiter! Die Misfits versammeln sich! Und Crossbone Skully drehen weiter auf!
Track Listing
01. Let’s Kick Some Ass
02. Condemned To Rock n’ Roll
03. Thunder Love featuring Phil Collen
04. Riding With Angels
05. Emergency
06. Warriors
07. Angel With Tattoos
08. It’s Your Love
09. Sex Fire
10. Truck All Night
11. Destroy You Bastards
12. Victory
13. Nobody Cares
Bonus Track: It’s Never Too Late
Mit „Family Dinner“ veröffentlichte NINON am 11. September eine ihrer bisher persönlichsten Singles – und einen zentralen Vorboten ihres Debütalbums „That’s Just How Things Go“, das am 29. Januar 2027 erscheint. Der Song erzählt vom Heimkommen an Weihnachten, vom Sitzen an einem festlich gedeckten Tisch und von jenem stillen Moment, in dem man einer Person gegenübersitzt, die einem wehgetan hat – und trotzdem schweigt, um die Menschen zu schützen, die man liebt.
„Year after year, I find myself at the same table as him, dressed up and quiet, like a good daughter. Turning hard things into something beautiful is what I do, and what I want to keep doing“, sagt NINON über den Song.
Aus dieser Spannung entsteht ein Stück, das die künstlerische Welt der in Luxemburg aufgewachsenen Songwriterin besonders klar bündelt: Verletzlichkeit wird bei NINON nicht nur zugelassen, sondern bewusst geformt, verarbeitet und in etwas Transformierendes verwandelt. In ihren intimen, detailverliebten neo-barocken Popsongs liegen Schmerz, Sehnsucht und stille Wut nah beieinander – doch noch stärker spürt man darin die Entschlossenheit, für das zu kämpfen, was in ihrer Welt wirklich zählt.
„Family Dinner“ erscheint gemeinsam mit einem beeindruckenden Musikvideo unter der Regie von Rari Matei. Gedreht in Luxemburg, erweitert das Video die visuelle Sprache des Songs zu einem hochkonzeptuellen, filmischen Moment zwischen familiärer Enge, barocker Überhöhung und innerem Aufbruch.
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Beeinflusst von prägenden französischen Songwriter wie Jean-Jacques Goldman und Daniel Balavoine ebenso wie von zeitgenössischen Ikonen wie Willow Smith, Lana Del Rey und Paris Jackson, begegnet NINON ihrem Handwerk mit großer Hingabe und Sorgfalt. In ihren Texten verarbeitet die 25-Jährige ihre eigenen Lebenserfahrungen in all ihrer Komplexität und formt daraus etwas Greifbares. Genau diese Transparenz hat es ihr ermöglicht, loszulassen und sich selbst vollständig anzunehmen – mit all der Schuld, dem Schmerz und der Schönheit, die dazugehören.
Kurz nach dem Lockdown trat die Künstlerin, die mit bürgerlichem Namen Ninon Varin heißt, mit einer unverwechselbaren Mischung aus roher, romantischer lyrischer Selbstoffenbarung und beinahe ASMR-artiger Vocal-Melodik erstmals in Erscheinung. Seitdem gewann sie drei Bookers’ Choice Awards beim Screaming Fields Song Contest 2023 und wurde bei den Luxembourg Music Awards als „Best Newcomer“ nominiert. Nach diesen frühen Meilensteinen hat NINON, autodidaktische Pianistin und Produzentin, ihre musikalische Palette stetig erweitert: durch Neuinterpretationen früherer Songs, kontinuierliche Releases – darunter die leuchtende EP „Breathe Again“ aus dem Jahr 2025 – sowie ihren ersten Headline-Auftritt im De Gudde Wëllen Anfang dieses Jahres.
Das künstlerische Selbstvertrauen, das sie auf diesem Weg – unter anderem während ihrer Zeit in Paris und Montreal – gewonnen hat, mündet nun in ihr kommendes Debütalbum „That’s Just How Things Go“ (Album VÖ: 29.01.2027). Darauf treibt NINON ihre Musik noch weiter in klangliche Tiefe. NINON verbindet gezupfte Gitarren mit sanften, aber kraftvollen Shoegaze-Arrangements und erschafft Klangräume, die nicht nur aus den Kopfhörern herausdringen, sondern direkt unter die Haut gehen.
“Music connects me to the real world and gives me space to write about sadness, feeling different and having a mind that works differently,” erklärt NINON. “It sounds melancholy; the songs balance both light and dark, as well as a bit of glitter!”
Für NINON steht im Zentrum, „tiefe Gefühle in alle möglichen Formen von Kunst zu legen“. Als bekennender „film freak“, der mindestens einen Film pro Tag schaut, zählt sie „Black Swan“, „The Big Blue“ und den gotischen Märchenzauber von „Labyrinth“ mit David Bowie zu ihren absoluten Lieblingsfilmen, ebenso wie die Arbeiten von Guillermo del Toro und Tim Burton. Auch das Kriegsdrama „The Sound Of Falling“ aus dem Jahr 2025, mit seinen Momenten stiller, ätherischer Schönheit, hat NINONs eigene visuelle Identität stark geprägt.
Darüber hinaus ist NINON eine talentierte Illustratorin, Poetin und begeisterte Bastlerin. Diese künstlerischen Interessen spielen eine zentrale Rolle in ihrem Songwriting: Durch die fließende Bewegung beim Experimentieren mit Aquarellfarben kann sie innere Gedanken aufs Papier bringen und eine Form der Kommunikation finden, die Worte allein nicht leisten können.
Mit ihrem neuen Material beginnt NINON, sich mit einem erneuerten Selbstverständnis weiterzubewegen.
Manchmal muss man gar nicht lange drumherum reden: Rock’n’Roll ist nicht tot. So kommen fünf junge Schweden aus Göteborg daher und machen einfach das, was sie offenbar am liebsten tun: lauten, dreckigen, melodischen Hardrock mit großen Refrains, ordentlich Attitüde und jeder Menge Gitarren.
Velveteen Queen heißt die Band und „The Greater Good“ ist ihr zweites Album. Und wer jetzt denkt, dass fünf Mittzwanziger aus Schweden im Jahr 2026 mit Glam- und Sleaze-Rock ungefähr so zeitgemäß sind wie Schulterpolster und Vokuhila, sollte ihnen vielleicht einfach mal ein paar Minuten zuhören.
Gegründet wurde Velveteen Queen 2021 von fünf Freunden, die sich in der Highschool kennengelernt hatten. Samuel Nilsson (Gesang und Piano), Lukas Axx und Noah Mardh an den Gitarren, Vilmer Fall am Bass und Isac Borg am Schlagzeug veröffentlichten 2024 das Debütalbum „Consequence of the City“. Danach ging es erstaunlich schnell. Auftritte beim Sweden Rock Festival, gemeinsame Bühnen mit Judas Priest, Alice Cooper und Megadeth, Supportshows für Mammoth WVH und schließlich eine Europatournee mit Nestor durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ganz ordentlich für diese junge Band.
Auf „The Greater Good“ klingen die Jungs überhaupt nicht so, als müsste sie noch beweisen, dass sie dazugehört. Schon „Too Far Gone“ geht mit einer lässigen Gitarrenmelodie ins Rennen, bevor Velveteen Queen den Fuß aufs Gaspedal stellen. Das Ding hat Groove wie zu den großen Zeit des Glamrock. Guns N‘ Roses lassen grüßen, Aerosmith ebenfalls, dazu kommen Spuren von Mötley Crüe und Velvet Revolver.
Entscheidend ist, dass Velveteen Queen ihre Vorbilder nicht einfach nachspielen. Die Band nimmt deren Zutaten und bastelt daraus einen eigenen, erstaunlich frischen Cocktail. Sänger Samuel Nilsson besitzt eine Stimme, die rau und dreckig werden kann, aber ihren eigenen Charakter behält.
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Der Titelsong „The Greater Good“ ist dann auch gleich einer der spannendsten Momente des Albums. Hier regiert der Blues. Das Piano von Gast Peter Keys (Lynyrd Skynyrd) verpasst dem Song einen deutlichen Classic-Rock-Touch. Inhaltlich geht es um Lügen, Gleichgültigkeit und die Frage, wo dieses viel beschworene „größere Gute“ eigentlich liegt. So bekommt das Album etwas gesellschaftlichen Biss.
Danach wird wieder ordentlich aufgedreht. „Talk Or Walk“ liefert wunderbar rotzigen Glam-Punk und einen Refrain, der sich ziemlich schnell im Hirn festsetzt. „Adrenaline“ ist dann genau das, was der Titel verspricht: treibend, eingängig und mit einem Chorus, der ziemlich eindeutig für die große Bühne geschrieben wurde. „Can’t Go Back In Time“ dürfte anschließend all jene glücklich machen, die bei Guns N‘ Roses nicht nur an „Sweet Child O‘ Mine“ denken, sondern auch die dreckigere Seite der Band mögen.
Dass Velveteen Queen mehr können als nur Gas geben, zeigen „Chains“ und „Sorry“. Die Gitarren dürfen hier auch mal Raum für Atmosphäre lassen, während Nilsson deutlich gefühlvoller singt. Insgesamt bleiben die elf Songs mit gut 41 Minuten angenehm kompakt.
„The Greater Good“ ist definitiv kein Album, das den Hardrock neu erfindet. Das will es aber vermutlich auch gar nicht. Velveteen Queen wissen ziemlich genau, wo ihre musikalischen Wurzeln liegen, und stehen selbstbewusst dazu. Sie liefern große Gitarren, eingängige Melodien, ein bisschen Blues, eine Prise Glam und jede Menge Rock’n’Roll. Und man hört, dass sie Spaß an der Sache haben. Weiter so!
Nachdem das Amsterdamer Indie-Pop-Duo Ciao Lucifer bereits eine Tour für November ankündigte und mit „Kissing In The Rain“, „Do Do Do“ und „Offline“ zwei Vorab-Songs veröffentlicht hat, erscheint heute mit „Get Me In / Get Me Out“ eine weitere Single aus dem Album „Sunset Riders“, welches am 25. September 2026 erscheint.
Einige Songs entstehen liebevoll über einen längeren Zeitraum – andere entstehen während eines schlechten Soundchecks irgendwo im Nichts von Deutschland und kommen als super Songs heraus. „Get Me In / Get Me Out“ ist so ein Song.
Diese spontane Energie ist im ganzen Song zu spüren. Rau, treibend und herrlich beschwingt verkörpert er das Beste des sonnigen Indie-Rocks der Mitte der 2000er: kantige Gitarren, ein Beat, der einfach nicht nachlässt, und diese mitreißende Dynamik, die einen zum Tanzen bringt. Das sind Ciao Lucifer in Bestform: Sie verwandeln einen echten, ehrlichen Moment in etwas Unwiderstehliches.
„This started during a terrible soundcheck at a gig somewhere in the middle of Germany,“ erklärt die Band. „We’d started an hour late because the organization messed up and our frustration had been building steadily. We blurted the song out of pure misery and it worked — we got rid of the bad vibes and had a great show.“
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Ihr kommendes Album „Sunset Riders“ erzählt unterdessen seine eigene Geschichte darüber, wie die Band sich oft selbst im Weg stand. Während frühere Aufnahmen von akribischer Liebe zum Detail geprägt waren, haben Ciao Lucifer diesmal das Ganze in drei Tagen abgedreht – ein bewusster Vertrauensvorschuss gegenüber dem Produzenten Simon Akkermans (Pip Blom, Iguana Death Cult). Das Ziel war dieses Mal simpel: Was immer ihre Live-Shows so unvergleichbar macht, auf ein Album channeln!
Dafür wurde fast alles in einem einzigen Take aufgenommen. Sänger Marnix übernahm die tiefen Töne auf seiner speziell angefertigten 10-saitigen Gitarre – ein zusätzlicher Tonabnehmer lieferte dem Duo den Bass, ohne dass ein Bassist nötig war –, während Schlagzeug, Gesang und Gitarre in Echtzeit darum herum ihre Plätze einnahmen. Kein Zweifeln, kein endloses Herumprobieren.
Das funktioniert so gut, weil Ciao Lucifer ihr Material seit Jahren vor allem live testen. Seit ihren High School Tagen in Amsterdam spielt und schreibt das Duo zusammen in einem unvergleichlichen Tempo. Songs werden beim soundcheck geschrieben und gleich danach roh dem Publikum vorgespielt. Entweder blieben die Songs oder wurden wieder verworfen.
Das Album strahlt durchweg diese rastlose, kompromisslose Energie aus – Songs darüber, wie man sich mit dem Partner versöhnt, Schlaflosigkeit und über die seltsame Zufriedenheit des Lebens auf Tour. Kleine, ehrliche Momente, gespielt, als ginge es um alles. Das ist eine Band, die Freude ernst nimmt, echte Gefühle in unwiderstehliche Hooks verpackt und seit Jahren beweist, dass Gute-Laune-Musik härter zuschlagen kann, als man es erwartet.
Das in Amsterdam gegründete Duo hat Jahre damit verbracht, seine Live-Show in Clubs und auf Festivals in ganz Europa zu verfeinern und ein Set zu entwickeln, das nahtlos von Titel zu Titel übergeht – eher wie ein DJ-Set als wie ein traditioneller Bandauftritt. Mit diesem Ansatz haben sie das Publikum unabhängig vom Rahmen für sich gewonnen, von vollbesetzten Veranstaltungsorten bis hin zu Late-Night-Slots auf Festivals.
Die für diesen Mai bestätigten Festivalauftritte in Großbritannien sind eine gute Vorbereitung auf die für diesen Herbst geplante EU-Tournee. Damit markiert „Kissing in the Rain“ den nächsten Schritt, um diese Energie einem neuen Publikum näherzubringen – eine Band, die auf Verbundenheit, Dynamik und der Idee basiert, dass Freude, wenn auch nur für kurze Zeit, eine Form der Flucht sein kann.
Bekannt für ihren energiegeladenen, gute Laune verbreitenden Indie-Pop-Stil, haben sich Ciao Lucifer in erster Linie einen Ruf als Live-Band erarbeitet – sie verbinden prägnantes Songwriting mit einer Spontanität, die jede Show zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis macht. Ihre Musik schafft einen Ausgleich zwischen Leichtigkeit und Tiefgang und verbindet fröhliche, tanzbare Arrangements mit Texten, die sich mit Unsicherheit, Beziehungen und den kleinen Widersprüchen des Alltags auseinandersetzen.
Das 16. Studioalbum der irischen Band und ihr erstes Album mit neuem Material seit neun Jahren erscheint am 13. November 2026. Die erste Single des neuen Albums heißt „Silencio“.
Produziert von Jacknife Lee, umfasst „Carnaval De Luz“ zwölf neue Songs. Bono, The Edge, Adam Clayton und Larry Mullen Jr. beschäftigen sich darin mit Themen wie Spiritualität, Freundschaft, Freiheit und Durchhaltevermögen.
Zu den Gästen und Mitwirkenden zählen unter anderem Brian Eno, Martin Garrix, Daniel Lanois und Ryan Tedder. Den Abschluss des Albums bildet „Torn“, ein Duett von Bono mit Dolly Parton. „Carnaval De Luz“ erscheint im Jahr des 50-jährigen Bestehens von U2.
„Carnaval De Luz“ erscheint unter anderem als CD, Vinyl, Deluxe-Boxset und digital.
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Wer beim Reeperbahn Festival nur an Musik denkt, hat eigentlich schon verloren. Natürlich geht es um Bands, Künstler*innen, Konzerte und neue Songs. Aber mindestens genauso sehr geht es um Hamburg, den Kiez, volle Straßen, kleine Clubs, lange Tage und Nächte sowie die ewige Frage: Wo gehe ich als Nächstes hin? Denn es gibt unendlich viele Möglichkeiten und unterschiedliche Strategien. Man lässt sich einfach treiben, man sucht sich spannende Acts aus der sehr langen Liste in der App, man schaut, welche Location grad in unmittelbarer Nähe ist, oder man stolpert einfach in die Richtung, aus der wohlige Töne erklingen.
Auch 2026 wurde die Reeperbahn wieder zum musikalischen Wimmelbild. Während an einer Ecke gerade jemand vor einem überschaubaren Publikum seinen ersten großen Schritt machte, wartete zwei Straßen weiter vielleicht schon der nächste Geheimtipp. Genau dieses Gefühl macht das Reeperbahn Festival so spannend – und manchmal auch ein bisschen anstrengend. Die Mission war klar: sich treiben lassen, zuhören, überraschen lassen und möglichst viele neue Lieblingssongs mit nach Hause nehmen. Und es gab an vier Tagen viel zu entdecken!
RBF 2026 / Credit: David Reineke
Mittwoch, 16. September 2026
Nach der (wen wundert’s?) recht chaotischen Bahnfahrt vom Südwesten in den Norden kam ich doch pünktlich am Hotel an, konnte einchecken und mich schnell ins Gewühl stürzen. Am Spielbudenplatz hatte gerade Josy ihren Set begonnen. Man kennt sie noch von „The Voice Kids“, damals im Verbund mit ihrer Schwester Mimi. Als Solokünstlerin ist sie sichtlich erwachsen geworden und brachte eine Mischung aus verträumtem Pop und R&B mit starker stimmlicher Energie mit.
Am N-Joy Reeperbus war eine alte Bekannte zu finden: Antje Schomaker hatte sich für einige Jahre aus dem Showgeschäft zurückgezogen, doch nun will sie mit neuem Album wieder durchstarten und lieferte einige neue Songs und persönliche Geschichten. Zum einen über „The love of my life“, ihren Freund, der sie von Berlin zurück nach Hamburg gebracht hat. Hauptthema war aber auch der Komplex sexualisierter Gewalt, der sich in den neuen Songs widerspiegelte und zu einem eindringlichen Appell führte, nicht jedem „Buddy“ zu vertrauen und ihm nicht alles zu verzeihen.
Haller, bürgerlich Martin Ody, hatte es sich auf der Acoustics Bühne im Festival Village gemütlich gemacht. „Halt dein Maul“ hieß der Signature Song, mit dem er das Publikum schnell mitnahm. Kanzler Merz und vor allem die AfD bekamen ihr Fett weg und es tat gut, einen kompletten Platz „AfD – halt dein Maul“ rufen zu hören. Ebenso therapeutisch wie dieses Gemeinschaftsgefühl waren andere Themen wie der Alkoholismus in der eigenen Familie, den Haller ungeschönt besang, und seine Aussagen zur Schönheit in jedem Körper.
Und dann wurde es plötzlich ziemlich laut. Mit den MoreCore Music Awards zog am Mittwochabend eine gehörige Portion Rock, Metalcore und Alternative Music ins Uebel & Gefährlich ein. Für mich war das eine willkommene Abwechslung zum ansonsten so bunten musikalischen Reigen des Reeperbahn Festivals. Statt sich einfach nur zur nächsten Bühne treiben zu lassen, gab es diesmal eine richtige Show – mit Auszeichnungen, Live-Performances und einer Menge Energie. Besonders schön: Hier standen nicht nur die ganz großen Namen im Mittelpunkt, sondern auch Künstler und Bands, bei denen man durchaus das Gefühl bekam, gerade ein Stück Zukunft der Szene mitzuerleben.
Überhaupt war es ungewöhnlich, so starke Metalacts beim RBF zu haben. Die Veranstaltung war bewusst eher als Liveshow denn als klassische Gala angelegt. Und schon der Start mit Avralize aus Rottweil (BaWü) lieferte eine irre Performance, bei der das Publikum mitging. Spätestens als Nothing Bute Thieves für einen Akustik-Set die Bühne betraten, war jedenfalls klar, dass dieser Abend alles andere als ein gewöhnlicher Festivaltermin werden würde. Die MoreCore Music Awards waren für mich ein ziemlich lauter, aber ausgesprochen unterhaltsamer Kontrapunkt zum restlichen Festivalgeschehen.
Und schließlich die Brasilianerin Karen Dió, ehemals Mitglied von Violet Soda. Sie wirbelte von Beginn an über die Bühne und war in ihrer Energie nicht zu stoppen. In der Folge gab es respektable Circle Pits in dem Club im Bunker, um ihre kompromisslose Riot-Grrrl-Power zu würdigen. Während Nothing But Thieves ihrer Rolle als Act der Zukunft für die großen Stadien Europas absolut gerecht wurden, war Karen für mich die größte Überraschung des ersten Festivaltags. Einem Festival wie Rock am Ring würde diese Female Power auch einmal gut tun.
RBF 2026 / Credit: Marvin Contessi
Donnerstag, 17. September 2026
Der Donnerstag startete wieder am Spielbudenplatz, diesmal mit Singer-Songwriterin Kylie Spence. Ihre smarte Stimme mit sanfter Melancholie kann man sich auch auf einem Wohnzimmerkonzert vorstellen, doch sie bestand absolut auf der großen Bühne – auch wenn der Platz am frühen Nachmittag noch sehr leer wirkte.
Anders dann vorm N-Joy Reeperbus, denn Zsá Zsá hatte sich eine große Fanbase mitgebracht, ist sie doch nicht nur als Schauspielerin (Trude bei den „Wilden Hühnern“) sondern auch durch ihre TikTok-Videos bekannt. Ihren musikalischen Stil nennt sie selbst Hyperrap, welcher wie eine Mischung aus Ski Aggu und Ikkimel klingt. Im sexy Outfit und zu elektronischen Klängen performte sie Songs wie „Kissenschlacht“ und „Süß & gefährlich“, wobei die Textstärke im Publikum durchaus beeindruckend war.
Da ich ohnehin grad in der Nähe war, führte mich mein Weg dann zum Club UWE, der ins „Canada House“ umgewandelt worden war. Will heißen: Acts aus Kanada gaben sich hier beim Showcase die Klinke in die Hand und ich hörte mir Kelly McMichael an. Die Singer-Songwriterin stammt aus Ontario und vermittelte eine Soundsignatur zwischen Country und Vintage-Pop mit Anleihen an die 70er Jahre.
Die Musikwelt hat sich verändert – spätestens seit Corona – und so spielen Podcasts eine immer stärkere Rolle in der Rezeption. Das spiegelt sich natürlich auch beim RBF wieder und es gab einige Live-Podcast-Shows im Festivalgeschehen. Das Imperial-Theater, in dem sonst Krimis aufgeführt werden, beherbergte unter anderem „Zwischen zwei und vier“, das Newsletterformat von Melanie Gollin und Rosalie Ernst. Die beiden Gastgeberinnen taten live genau das, was sie im Podcast auch tun: den Scheinwerfer auf das richten, was in der Musikindustrie so schief läuft. Es gab also nette Quiz-Formate wie „Erkenne das Original“ und „Echt oder KI?“, ein musikalisches Kazoo-Experiment aber auch harte und nachdenkliche Fakten zum Rückgang in der Kulturförderung. Die beiden sehen sich als Aktivistinnen und legten überzeugend dar, wie die Kürzungen durch Wolfram Weimar der Wirtschaft letztendlich schaden. Insgesamt war ihre Show ein sehr kurzweiliges Vergnügen.
Auf der fritz-kola-Bühne im Village hatte sich Liska stimmgewaltig mit ihren sonoren Vocals bemerkbar gemacht. „Ich sammle Farben für den Winter“, erklärte sie ihre Mission in Anleihen an das Kinderbuch „Frederick“. Und so darf man ihre Musik auch verstehen. Es sind Songs von Verlusten und Scheitern, beispielsweise in „Hungerspiele“, wo es um ihre Essstörung geht, doch sie beinhalten immer den optimistischen Blick der inneren Stärkung: per aspera ad astra.
Der Platz auf dem Festival Village füllte sich immer mehr, denn es sollte Großes passieren: Jan Delay hatte ein Gratiskonzert angekündigt. Und man muss wissen: Zu diesem Bereich haben auch alle Menschen ohne Festivalbändchen Zugang. Kein Wunder, dass die Fläche schnell gefüllt war und irgendwann der Zugang gesperrt werden musste. Dabei war der Hintergrund für den Auftritt zugleich ernst und absolut positiv besetzt:
Eine ziemlich ungewöhnliche Bühne wartete nämlich auf dem Heiligengeistfeld. YUNOMI sah zunächst einmal aus wie ein bunt bemalter Container – war aber deutlich mehr als das. Hinter dem Kunstwerk steckt ein mobiles Wasseraufbereitungsprojekt, das nach dem Festival nach Kibera in Nairobi gebracht werden soll. Dort kann die Anlage täglich bis zu 50.000 Liter sauberes Trinkwasser liefern. Bevor es allerdings auf die Reise nach Afrika geht, wurde der Container beim Reeperbahn Festival zum Treffpunkt für Musik, Kunst und Begegnung. Shingai Shoniwa von den Noisettes sorgte zunächst für die musikalische Einstimmung, anschließend übernahmen Jan Delay und seine Delaydies.
RBF 2026 / Credit: Christian Hedel
Jan kramte tief in der Reggae-Ära, ließ alte Songs zum 25jährigen Jubiläum wieder aufleben und zeigte zwischendurch, dass er auch als Rapper immer noch verdammt viel Druck entwickeln kann. Das Ganze hatte weniger den Charakter eines gewöhnlichen Festivalauftritts als einer großen Party mitten auf dem Heiligengeistfeld. Und dann ganz zum Schluss nach 45minütiger Sause der Höhepunkt „Oh Johnny“. Jan schnappte sich den Deko-Schal einer Mitsängerin und das große Wedeln begann, bei dem alle mitmachen mussten. Ein ziemlich durchgeknallter, aber verdammt unterhaltsamer Festivalmoment. Ein kostenloses Konzert mitten im ganzen Trubel, dazu eine ziemlich ungewöhnliche Bühne und vor allem eine Idee, die über den Moment hinausreicht – genau solche Geschichten machen das Reeperbahn Festival dann doch immer wieder besonders.
Der Abend hatte aber erst angefangen. Im KNUST hatte Luiza die Bühne erobert, Tochter eines französischen Jazz-Bassisten und einer brasilianischen Tänzerin. Diese Einflüsse beeinflussen sicht- und hörbar die Musik der frankophonen Künstlerin, die selbst an der Flöte brillierte und Songs performte, die meist schnell und tanzbar waren. Dazu hatten sich auch stilvolle Chansons ins Set geschmuggelt.
Zum Schluss eilte ich zum Club Angie’s in Schmidts Tivoli. Grund war eine Fahrstuhlbekanntschaft im Hotel, als ich mit einer kompletten Bandbesetzung nach unten fuhr. „Gehst du zum Festival? Wir spielen gleich da.“ Es waren Softpower aus Köln, ein quirliges Quartett, das mit entspannten Funk-Vibes überzeugte. Es gab gut gelaunten Indierock mit melodischen Gitarren. Ein Song wie „Zwiebelkeller“ wurde mehrstimmig unter Einbeziehung des Publikums angestimmt. Und um den Wiedererkennungswert zu steigern, gab es mit mit „Believe“ ein formidables Cher-Cover.
Freitag, 18. September 2026
Beim Rausgehen aus der Haltestation der U3 hatte sich ein Straßenkünstler den Platz vor dem Festival Village ausgesucht, um neue Songs auszuprobieren. Es war der Hamburger Michèl von Wussow, den ich schon vor Jahren im Vorprogramm von Silbermond gesehen hatte. Allein mit Gitarre gab er Songs vom dritten Album zu Gehör, das in Kürze erscheinen soll. Es ging um Liebe und Utopien von einer besseren Welt. Sehr intensiv mit einer Attitüde, die das immer größer werdende Zufallspublikum mitnahm und bei der Stange hielt.
In der Prinzenbar hinterm DOCKS hatte sich die Luxemburger Kulturszene mit einem Showcase eingefunden. Da ich fast täglich in dieses kleine Land zur Arbeit fahre, musste ich mich natürlich voller Verbundenheit dort einfinden. Die Kulturszene im Ländle ist enorm und ich bin immer wieder überrascht, was es dort alles zu entdecken gibt. Zum Beispiel Ninon. Die junge Sängerin lieferte Dreampop in einem modernen, transformativen Sound. Voller Sinnlichkeit versank sie in ihren Liedern und war in ihrem Auftreten einfach wundervoll. Eine Performance voller Verletzlichkeit, die mich so schnell nicht los ließ.
Es gab sogar einen Empfang mit „Bouneschlupp & Mettwurst“, dem Luxemburger Traditionsgericht. Besser konnte die Reise in den Südwesten nicht sein. Und dann First Mote, eine Band aus Gitarre bzw. Mandoline und Schlagzeug, die instrumental und experimentell erklangen. Es war eine Mischung aus vertrackten Stücken zwischen Postrock und Folk. Das Ergebnis klang so ungewöhnlich wie der Versuch, diese Musik zu beschreiben. Grandios auf jeden Fall, wie diese beiden Acts die Vielfalt der Musik beschrieben.
Hand of Juno aus Italien hatten inzwischen die Spielbude XL Bühne gekapert und nach Ninon gab es hier die zweite Überraschung des Nachmittags. Goth Metal aus Venedig mit clearem Gesang und deftigen Growls der überwältigenden Frontfrau Melissa Bruschi. Was diese Performerin hier zu bieten hatte, war einfach krass. Man muss sich wohl daran gewöhnen, dass der Metal jetzt auch das RBF erobert und so schnell nicht wieder verschwinden wird. Auch die übrigen Bandmitglieder machten eine gute Figur und das Album „Psychotic Banana“ sollte man sich zu Gehör führen. Live jedenfalls war es eine Wucht.
Nach längerer Verschnaufpause gab es im Imperial mit Dermot Henry den absoluten Kontrast. Der junge Brite hat eine verdammt hohe Stimmlage, die er immer wieder ausspielte. Der Wuschelkopf performte authentische Folk-Perlen mit bittersüßen Texten. Dabei erzählte er vom Wunsch, berühmt zu werden, anstatt daheim im Zimmer zu sitzen und zu zocken („Ich rede nicht von mir. Ich rede von einem Freund.“).
Und grandios, als letztes Highlight des Tages, Fat Dog im DOCKS. Die Schlange zog sich bis zum Operettenhaus – und das will schon was heißen. Bei der Londoner Band um Sänger Joe Love trifft Post-Punk auf elektronische Rave-Elemente, Techno, Punk und eine gehörige Portion Wahnsinn. Der Sänger bewegte sich wie ein Derwisch über die Bühne und suchte permanent den Kontakt zum Publikum, das sich in einen tanzenden Moshpit verwandelte. Das Ergebnis war ein ziemlich wilder Ritt zwischen Dancefloor, Pogo und kontrolliertem Chaos. Fat Dog machen keine Musik zum gemütlichen Zuhören – sie ziehen ihr Publikum hinein. Und genau deshalb funktioniert das Ganze live so verdammt gut. Nach ein paar Minuten stand man nicht mehr einfach vor der Bühne, sondern war irgendwie Teil dieses völlig durchgeknallten Energiebündels geworden. Saxofon, Violine und Tribals taten neben der üblichen Bandbesetzung alles dazu, um den Sound ganz besonders zu machen. Für solche Musiker wurde Livemusik erfunden!
Samstag, 19. September 2026
Der letzte Festivaltag war diesmal der Elbphilharmonie gewidmet, und ich ließ es nach dem tagelangen Stage-Hopping etwas langsamer angehen. Zwischen all den kleinen Clubs, Kneipen und improvisierten Festival-Locations wirkt der Große Saal der Elphi zunächst fast wie eine andere Welt. Umso spannender war es, hier das Moses Yoofee Trio zu erleben, eine instrumentale Band, die 2024 den Deutschen Jazzpreis gewonnen hat.
RBF 2026 / Credit: Marvin Contessi
Was Moses Yoofee am Keyboard, Roman Klobe am Bass und Noah Fürbringer am Schlagzeug zu Gehör brachten, hatte mit gediegenem Jazzabend allerdings herzlich wenig zu tun. Die drei spielen einen modernen, ungemein druckvollen Mix aus Jazz, Fusion, elektronischen Sounds und ein wenig Acid Jazz, lassen ihren Instrumenten aber gleichzeitig jede Menge Freiraum. Mal wirkte das Ganze beinahe filigran, dann wieder trieb Fürbringer seine Drums mit einer Präzision nach vorne, die ordentlich Energie entwickelte. Ein Konzert, das wunderbar zeigte, wie vielseitig das Reeperbahn Festival ist: Plötzlich sitzt man in einem der besten Konzertsäle der Welt und hört Musik, die sich genauso wenig an Grenzen hält wie dieses Festival.
RBF 2026 / Credit: Marvin Contessi
Als um 22.45 Uhr Anna von Hausswolff die Bühne der Elbphilharmonie betrat, wurde es dunkel, intensiv und beinahe unwirklich. Die Schwedin hat diese ganz eigene Fähigkeit, Musik gleichzeitig gewaltig und zerbrechlich wirken zu lassen. Ihre Stimme schwebte durch den riesigen Saal, mal entrückt und fast sakral, dann wieder kraftvoll und unmittelbar. Dazu eine eigentümliche Mischung aus Neoklassik, Avantgarde, Rock und elektronischen Klangflächen. Der Gitarrist spielte sein Instrument bisweilen mit dem Streichbogen und es kam immer wieder zu progressiven instrumentalen Eskapaden. Es war definitiv kein Konzert, bei dem man nebenbei noch schnell seine Nachrichten checkt. Ich saß da und ließ mich in ihre Musik hinein ziehen, die eher einen Sog entwickelte als einfach nur Songs aneinanderzureihen.
RBF 2026 / Credit: Marvin Contessi
Anna saß häufig an der Orgel und damit mit dem Rücken zum Publikum, doch im Rund der Elphi war das natürlich kein Problem. Sie performte barfuß und war nicht nur als Sängerin bzw. Instrumentalistin, sondern auch in schauspielerischem Ausdruckstanz unterwegs. Die Vocals beherrschten jederzeit den Saal, gingen dabei aber oft in lautmalerische Schreie über. Es war unglaublich, was man hier in knapp 90 Minuten an musikalischer Kraft erleben durfte.
RBF 2026 / Credit: Marvin Contessi
Das war der perfekte Abschluss für ein mal wieder wunderbar vielfältiges Festival. Ich will allerdings nicht verhehlen, dass ich zwischen den beiden Elphi-Acts noch im KNUST vorbei schaute, um zum zweiten Mal Antje Schomaker – diesmal mit einem 45minütigen Set in akustischer Bandbesetzung – zu sehen. Es machte einfach Spaß, die Indiepop-Künstlerin wieder in ihrem Element zu sehen, mit alten und neuen Songs. Schön, dass sie ihre kleine Sinnkrise überwunden hat und wieder an den Start geht. Auch dafür ist das Reeperbahn Festival die perfekte Ausgangsbasis!
RBF 2026 / Credit: Tom Heinke
Kann man ein umfassendes Fazit ziehen? Es gab laut Festivalangaben insgesamt 540 Konzerte von 425 Acts. Der geringe Prozentsatz, den ich gesehen habe, umfasste 27 komplette Shows plus etliches Reinschnuppern und Weiterziehen. Folgende Highlights konnte ich dabei – rein subjektiv – ausmachen:
Antje Schomaker
Nothing But Thieves
Karen Dió
Jan Delay
Luiza
Ninon
Hand of Juno
Fat Dog
Anna von Hausswolff
Bleibt die Vorfreude auf 2027. Das Datum steht fest: 15. bis 18. September – und der „Early Bird“ VVK ist eröffnet!
In der heutigen Samstagnacht ging die 21. Ausgabe des Reeperbahn Festivals zu Ende. Insgesamt rund 45.000 Besucher*innen erlebten über die vier Tage hinweg ein internationales Programmangebot mit ca. 540 Konzerten (davon 260 kuratiert) von etwa 425 Acts (davon kuratiert 231) aus 44 Ländern in mehr als 40 Spielstätten. Ergänzt wurde das Musikprogramm durch das Arts & Word-Programm mit rund 30 Veranstaltungen, darunter Lesungen, Live-Podcasts, Kunstausstellungen und geführte Touren.
Dass Bülent Ceylan mehr kann als „nur“ den Spaßmacher und Komiker auf der Bühne zu spielen, hat er spätestens im Jahr 2019 bei der Show „The Masked Singer“ bewiesen, wo er in der Maske als „Engel“ den dritten Platz belegte. Dort hatte er Stücke von Marilyn Manson, Metallica und Rage Against The Machine krass gut interpretiert. Kenner hatten ihn schnell auf dem Schirm, den Bülents Metal-Karriere begann schon Jahre zuvor mit seinem Comedyprogramm „Haardrock“, einem Auftritt mit der Band KORN beim Rocco del Sclacko und dem Erscheinen auf weiteren Festivals wie Wacken und Summer Breeze.
Der Weg zum Metal- und Hardrockalbum „Ich liebe Menschen“ (2024) war also gar nicht weit. Und das neue Werk „B.L.N.T.“ erscheint jetzt gar beim renommierten Label Napalm Records, das Freun*innen der härteren Gangart natürlich ein Begriff ist. Im Jahr 2026 klingt Bülent noch deutlich härter als beim Vorgänger. Elemente aus Neuer Deutscher Härte und viel Elektronik haben Einzug gehalten. Electric Callboy lassen grüßen.
Die ersten Songs liefern Gesellschaftskritik und sprechen sich gegen stumpfe Parolen sowie das allseits beliebte Wegschauen aus. Dann folgt „Wir haben gelebt“ als große Ballade, bevor Bülent sich für „Wolfherz“ die große Metalqueen DORO mit ins Boot nimmt. Der Kontrast beider Stimmen ist im Duett absolut wirkungsvoll.
So geht es weiter mit (zum Teil ironischen) Pathos und metallischer Lautstärke. Für „Randale und Radau“ gibt es mit Michael Rhein von In Extremo einen weiteren Gast – und klar: Ceylan kann auch im Genre des Mittelalterrocks bestehen. Nach den frustriert anmutenden Textzeilen von „Ein Hoch auf die beschissenen Zeiten“ und „Leck mich Tag“ folgt mit „Diktatürk“ eine Rückschau auf die beliebte Comedy-Figur bevor die Hymne „Am Ende gut“ zum versöhnlichen Abschluss führt.
Bülent Ceylan versucht gar nicht erst, sich zwischen Comedian und Musiker entscheiden zu müssen. Er ist beides. Manchmal funktioniert das besser, manchmal weniger gut. Nicht jeder Text besitzt die ganz große lyrische Tiefe und auch musikalisch bewegt sich das Album eher im Bereich gefälliger, moderner Metal- und Rockproduktion als in irgendwelchen experimentellen Untiefen. Dafür sind die Songs zugänglich, abwechslungsreich und vor allem ziemlich konsequent auf Ceylans Persönlichkeit zugeschnitten.
Besonders gut funktionieren für mich die Momente, in denen Humor und Musik tatsächlich miteinander verschmelzen. „Stumpf ist Trumpf“, „Lange Haare“ und „Randale und Radau“ zeigen den Comedian, während „Wir haben gelebt“, „Wolfsherz“ und „Am Ende gut“ deutlich mehr vom Menschen Bülent Ceylan erzählen. Und dann gibt es mit „Fünf vor Zwölf“, „Leck mich Tag“ und „Diktatürk“ die Songs, bei denen er seine gesellschaftliche Haltung auf den Tisch legt.
Natürlich wird ein eingefleischter Metalhead vermutlich nicht bei jedem Song sofort die Kutte aus dem Schrank holen. Dafür ist „B.L.N.T.“ schlicht zu vielseitig und stellenweise zu glatt produziert. Aber vielleicht ist genau das der Punkt. Ceylan will hier kein Genre-Lehrbuch abliefern. Er will Musik machen. Seine Musik. Und die darf laut, albern, nachdenklich, politisch, kitschig, persönlich und manchmal eben auch herrlich bekloppt sein.
Die Opening Show im Schmidt’s Tivoli bildete am heutigen Mittwochabend den Auftakt für die vier Tage des 21. Reeperbahn Festivals.
Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen eröffnete mit seiner Grußbotschaft das Bühnengeschehen und thematisierte neben der über 21 Jahre gewachsenen internationalen Bedeutung des Reeperbahn Festivals als eine der wichtigsten Musikkonferenzen der Welt auch die drohende Kürzung der Förderungen. Er bezeichnete die Unterstützung des Festivals auch als Unterstützung der Demokratie und versprach, in der anhaltenden Debatte, alles dafür zu tun, die finanzielle Ausstattung und somit die internationale Strahlkraft des Festivals auch für 2027 zu erhalten. Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, griff dieses Versprechen auf und betonte die immense Bedeutung von Musik und Kunst als signifikante Merkmale freier Gesellschaften. Er verband diese Botschaft mit dem Appell, sich proaktiv dem Erreichen gemeinsamer Ziele zuzuwenden. Im Anschluss erläuterte Festivalleiter Detlef Schwarte das diesjährige Festivalmotto „Forever Legit?” als Umschreibung für den stetigen Transformations-Prozess der Musikindustrie für die rund 600 geladenen Gäst*innen aus Politik und internationaler Musik- und Kulturwirtschaft.
Fotocredit: Christoph Eisenmenger
Moderatorin YasmineBlair führte durch das rund 90-minütige Programm und leitete die nachfolgende Diskussion mit AmaWalton, Soundcloud General Counsel & Chief People Officer, Dr. KilianHampel, Sozialforscher der Universität Konstanz und Mitautor der Trendstudie „Jugend in Deutschland“ sowie JohannScheerer, Clouds Hill-Gründer und CEO ein. In diesem moderierten Talk ging es von der Einbeziehung der Perspektive der jungen Generation über gerechte Streaming-Vergütungsmodelle für junge Künstler*innen sowie dem Einsatz von KI um die aktuellen Herausforderungen der Musikindustrie. Hierbei wurde deutlich, dass es mehr als nur eine klare Meinung zum übergeordneten Motto des Reeperbahn Festivals gibt.
Nach dem Live-Auftritt von Singer-Songwriter Dotan (NL) wurde die Jury des internationalen Musikpreises Anchor vorgestellt, die in diesem Jahr aus Popkünstlerin Domiziana (DE/IT), Songwriterin und Aktivistin JerryHeil (UA), Sängerin und Produzentin Oklou (FR) und dem Produzenten, DJ und Songwriter SegaBodega (IE/CL) besteht. Diese Vier besuchen am Mittwoch die Live-Shows der sechs Nominees Dov’èLiana (FR/IT), NectarWoode (GB), JustForFun (GB) sowie am Donnerstag SonicInterventions (DE), Ganna (UA) und BIGWETT (AU) im Mojo Club, um am Freitag im St. Pauli Theater die Gewinner*in zu küren.
Im Anschluss gab das Reeperbahn Festival Einblick in drei neue Projekte der RBX GmbH für den digitalen Raum und die Förderung junger Talente.
Fotocredit: Christoph Eisenmenger
Christopher von Deylen (DE) alias SCHILLER stellte in seiner Keynote das diesjährige Guest Country of Honour Ukraine vor. Er berichtete anhand seiner Erfahrungen bei mehreren Besuchen und anhand vieler Gespräche mit ukrainischen Kulturschaffenden, wie der menschliche Drang nach Gestaltung und Ausdruck auch unter Kriegsbedingungen anhält und forderte die internationale Musikindustrie auf, ukrainischen Acts weiterhin Aufmerksamkeit auf ihren Bühnen und Festivals zuteil werden zu lassen. Anschließend performte SCHILLER gemeinsam mit der ukrainischen Sängerin JuliaSanina, Frontfrau der Rockband The Hardkiss den Song „My Silence”.
Das all female Quartett Dreamboys The Band (DE), zugleich Teilnehmende beim German Music Talent-Exportprogramm, entließen die Besucher*innen des Openings mit ihrem verträumten Indie-Pop in vier Tage voller Musik!
Fotocredit: Dominik Friess
Das Opening gab somit eine Einstimmung für die kommenden drei Festivaltage, in denen auf die Besucher*innen neben den vielversprechendsten neuen internationalen Musik-Talenten, spannenden Kunst- und Kulturprogrammen auch Formate wie die Partnerkonferenzen MUSIC FRONTIERS, Afro Futuristic Convention sowie die Nachhaltigkeitskonferenz Sustain! erwarten. Mit den neuen Spotlight On-Formaten haben alle, die sich speziell für Genres wie Heavy, Hip-Hop Culture, Track ID für elektronische Musik oder Festival Culture interessieren, die Möglichkeit, Spezial-Tickets für diese einzelnen Formate zu erwerben. Open Air-Bühnen im Festival Village und auf dem Spielbudenplatz laden zudem auch zu kostenfreien Konzerten ein.
Das Reeperbahn Festival wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Freien und Hansestadt Hamburg.
Nürburgring/Nürnberg, 15.09.2026
Rock am Ring und Rock im Park schreiben ihre Erfolgsgeschichte weiter. Nachdem beide Festivals in den vergangenen zwei Jahren restlos ausverkauft waren, entwickelt sich auch der Vorverkauf für 2027 auf Rekordniveau: Bereits mehr als 100.000 Weekend Tickets wurden verkauft, davon über 60.000 für Rock am Ring und mehr als 40.000 für Rock im Park. So groß war die Nachfrage nach Deutschlands größten Festivals noch nie.
Seit Jahrzehnten stehen Rock am Ring und Rock im Park für unvergessliche Festivalmomente. Generationen von Musikfans haben hier Freundschaften geschlossen, legendäre Konzerte erlebt und Erinnerungen geschaffen, die ein Leben lang bleiben. Heute erleben Rock am Ring und Rock im Park gemeinsam den erfolgreichsten Vorverkauf ihrer Geschichte.
Mit der ersten großen Bandwelle folgt heute der nächste Meilenstein. Neben dem bereits bestätigten Headliner blink-182 stoßen nun Die Toten Hosen und Bring Me The Horizon zur Spitze des Line-ups. Hinzu kommen Faith No More, Parkway Drive, Billy Talent, Evanescence, Turnstile, Falling In Reverse, The Prodigy und zahlreiche weitere Top-Acts.
Zeitgleich gehen ab sofort limitierte Tagestickets für Rock im Park in den Verkauf. Rock am Ring setzt hingegen auch 2027 ausschließlich auf Weekend Tickets. Darüber hinaus sind weiterhin Weekend Tickets sowie Upgrade-, Premium Camping- und VIP-Angebote erhältlich.
Drei Headliner. Drei Generationen. Ein Festivalwochenende.
Mit Die Toten Hosen, blink-182 und Bring Me The Horizon präsentieren Rock am Ring und Rock im Park drei Bands, die den Sound ihrer jeweiligen Generation geprägt haben – und ihn bis heute mitgestalten.
Ein Wiedersehen, das Festivalgeschichte geschrieben hat – und weiterschreibt
Wenn Die Toten Hosen 2027 zum zehnten Mal bei Rock am Ring und zum neunten Mal bei Rock im Park auf die Bühne treten, ist das weit mehr als ein weiterer Festivalauftritt. Seit den frühen 1990er-Jahren verbindet die Band und die beiden Festivals eine einzigartige gemeinsame Geschichte mit legendären Konzerten, unvergesslichen Nächten und Generationen von Fans.
Mit im Gepäck haben Die Toten Hosen „Trink aus, wir müssen gehen“, das letzte Studioalbum ihrer Karriere. Statt großer Abschiedsgesten bleibt die Band sich treu: voller Energie, voller Spielfreude und mit der Haltung, jeden Abend so zu spielen, als gäbe es keinen nächsten.
Campino sagt: „Rock am Ring und Rock im Park sind, seit wir in den 90ern zum ersten Mal eingeladen wurden, dort zu spielen, fester Bestandteil der Toten Hosen-Geschichte. Hier haben wir legendäre Schlachten geschlagen, wilde Partys gefeiert, uns Bänder gerissen, Freundschaften geschlossen und sind mehr als einmal in fremden Betten und Zelten aufgewacht. Die beiden Zwillingsfestivals haben einen Ehrenplatz in unseren Herzen und wir freuen uns sehr, dass wir auf der Zielgeraden noch einmal bei ihnen vorbeischauen können.“
Matt Schwarz, Veranstalter von Rock am Ring und Rock im Park: „Dass uns nach zwei restlos ausverkauften Festivaljahren bereits mehr als 100.000 Menschen ihr Vertrauen für 2027 schenken, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit. Rock am Ring und Rock im Park leben von ihrer einzigartigen Community.Gemeinsam mit unseren Fans und diesen außergewöhnlichen Künstlerinnen und Künstlern wollen wir 2027 das nächste Kapitel Rock-am-Ring- und Rock-im-Park-Geschichte schreiben.“
Rockgeschichte trifft auf die Gegenwart
Rock am Ring und Rock im Park standen schon immer für die Bands, die ihre Zeit prägen. 2027 treffen Ikonen, Rückkehrer und die wichtigsten Acts einer neuen Generation aufeinander – ein Programm, das vier Jahrzehnte Rockgeschichte mit den spannendsten Entwicklungen der Gegenwart verbindet.
Zu den spektakulärsten Momenten des Festivalwochenendes dürfte die Rückkehr von Faith No More zählen. Zwölf Jahre nach ihrem bislang letzten Deutschland-Auftritt kehrt eine der einflussreichsten Bands der alternativen Rockgeschichte festivalexklusiv zu Rock am Ring und Rock im Park zurück. Mit Mike Pattons unverwechselbarer Stimme, ihrer stilprägenden Mischung aus Rock, Metal, Funk und Alternative sowie unzähligen Klassikern hat die Band Generationen von Musikerinnen und Musikern beeinflusst und ihren Platz als eine der prägendsten Formationen der Rockmusik längst zementiert.
Mike Patton sagt: „Was soll man sagen – das letzte Mal, als wir unsere Freunde von Die Toten Hosen gesehen haben, ist über 13 Jahre her, und zwar in Argentinien. Wir würden uns schon freuen, sie einfach nur wiederzusehen … aber wenn das bedeutet, dass wir gemeinsam bei Rock am Ring und Rock im Park auftreten, dann gibt es kaum eine bessere Gelegenheit, um die guten Zeiten zu feiern.“
Mit Bring Me The Horizon steht gleichzeitig eine Band an der Spitze des Festivals, die den Sound einer neuen Generation definiert hat. Kaum ein anderer Act hat Rockmusik in den vergangenen Jahren so konsequent weiterentwickelt wie die Briten um Oli Sykes. Mit jeder Veröffentlichung und jeder Tour verschieben sie die Grenzen dessen, was moderne Rockmusik heute sein kann. Zwischen Metal, Alternative, Elektronik und Pop haben sie ihren ganz eigenen Stil geschaffen und sich mit ausverkauften Arena- und Stadiontourneen und spektakulären Festivalshows weltweit als einer der größten Rockacts der Gegenwart etabliert.
Das Programm ist wie ein Querschnitt durch die internationale Rock- und Metalszene. Parkway Drive haben sich aus der australischen Metal-Szene heraus zu einer der größten Metalbands der Welt entwickelt und kehren mit neuer Musik und ihrer weltweit gefeierten Liveshow zurück. Sie zählen längst zur absoluten Speerspitze des modernen Metal.
Einen besonderen Akzent setzen außerdem The Prodigy. Seit mehr als drei Jahrzehnten sprengen sie die Grenzen zwischen elektronischer Musik und Rock und gehören mit ihrer kompromisslosen Live-Energie zu den außergewöhnlichsten Festivalbands überhaupt.
Billy Talent gehören seit Jahren zu den beliebtesten Bands des Rock-am-Ring- und Rock-im-Park-Publikum und arbeiten derzeit im Studio an ihrem nächsten Album. Mit ihrer Rückkehr schlagen sie das nächste Kapitel ihrer langjährigen Festivalgeschichte auf.
Nach ihrer ausverkauften Arena Tournee feiern Evanescence um Frontfrau Amy Lee ihre Rückkehr auf die großen Festivalbühnen.
Mit Turnstile präsentiert das Festival eine der derzeit spannendsten Gitarrenbands der Welt. Die Amerikaner stehen für den kreativen Aufbruch einer neuen Generation und verbinden Hardcore, Punk, Alternative und Indie mit einer Selbstverständlichkeit, die ihnen weltweit Anerkennung eingebracht hat. Falling In Reverse gehören zu den erfolgreichsten modernen Rockacts der vergangenen Jahre und stehen ebenso für die stilistische Vielfalt des Programms wie Motionless In White, Bullet For My Valentine, Lorna Shore, I Prevail, Nothing But Thieves, Amon Amarth, Arch Enemy, Imminence, Orbit Culture, Beartooth, Bad Religion, Simple Plan, Donots, Poppy, Trailerpark und Ski Aggu. Gemeinsam formen sie ein Line-up, das Rock am Ring und Rock im Park einmal mehr als Treffpunkt der größten Namen und spannendsten Entwicklungen der internationalen Rockmusik positioniert.
Die Geschichte wird weitergeschrieben
Mit der ersten großen Bandwelle ist das Line-up für 2027 noch lange nicht vollständig. Weitere Künstlerinnen und Künstler werden in den kommenden Monaten bekanntgegeben.
Bereits bestätigte Acts (alphabetisch)
Amon Amarth • Arch Enemy • Bad Religion • Beartooth • Billy Talent • blink-182 • Bring Me The Horizon • Bullet For My Valentine • Die Toten Hosen • Donots • Evanescence • Faith No More • Falling In Reverse • Imminence • I Prevail • Lorna Shore • Motionless In White • Nothing But Thieves • Orbit Culture • Parkway Drive • Poppy • Simple Plan • Ski Aggu • The Prodigy • Trailerpark • Turnstile
Termine: Rock am Ring: 4.–6. Juni 2027, Nürburgring, Eifel | Rock im Park: 4.–6. Juni 2027, Nürnberg
Als BUSH im Jahr 2011 ihr Album „The Sea of Memories“ veröffentlichten, hatten viele in der Musikwelt die Band schon abgeschrieben. Immerhin hatte es nach „Golden State“ zehn volle Jahre bis zu diesem Comeback gedauert. Dazwischen lagen die Trennung von Nigel Pulsford und ein neues Bandprojekt (Institute) sowie ein Soloalbum des umtriebigen Fronters Gavin Rossdale.
BUSH stammen aus London, wurden aber mit ihrem Grunge-Sound vor allem in den USA zu einer großen Rockband. Ihr Durchbruch kam 1994 mit „Sixteen Stone“. Musikalisch stehen sie bis heute irgendwo zwischen Alternative Rock und ziemlich eingängigem US-Rock.
Bei „The Sea of Memories“ machte Produzent Bob Rock den Sound breiter, sauberer und wesentlich Arena-tauglicher. Die Gitarren sind massiv, Rossdales Stimme steht sehr weit vorne und die Songs setzen deutlich stärker auf große Refrains. Vielen erschien dies zu glatt, ohne Ecken und Kanten, doch für den massentauglichen Neustart war es äußerst hilfreich.
Fotocredit: Joseph Llanes
Fünfzehn Jahre nach der Erstveröffentlichung erscheint das Album in seiner bislang umfassendsten Edition. Zum 15-jährigen Jubiläum präsentiert die Band das Album mit neu gemastertem Sound sowie allen neun Bonustracks aus der Album-Ära, die einen noch tieferen Einblick in eine der prägendsten Schaffensphasen der Band ermöglichen.
Die Jubiläumsedition ist als hochwertiges Ltd. 2CD-Digipak inklusive Poster-Booklet sowie als Ltd. 180g-3LP-Gatefold-Edition für Sammler und Vinyl-Liebhaber erhältlich. Beide Formate wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet und machen diese Veröffentlichung zur ultimativen Edition des Albums.
Ein Hit wie „Zombie“ stellt die Welt auf den Kopf – und ist ein zweischneidiges Schwert. Plötzlich hört die interessierte Öffentlichkeit ein komplettes Album der Band The Cranberries und entdeckt wundervolle Musik, die über Jahre immer wieder den Weg in den CD-Player findet. Doch man tendiert auch dazu, die Band auf ihren Superhit zu reduzieren. Er ist meist der einzige Titel, der im Radio gespielt wird, auch wenn „Ode To My Family“ und „Free To Decide“ dies viel eher verdient hätten, weil sie von zeitloser Schönheit sind.
Die Reaktionen auf den frühen und tragischen Alkoholtod der irischen Sängerin Dolores O’Riordan machten im Jahr 2018 deutlich, dass The Cranberries immer mehr waren als eine Band, die sich auf den Superhit reduzieren lässt. Klar stellt ein solcher Song die Welt auf den Kopf. Auf Konzerten warten die Menschen plötzlich auf den einen Moment, an dem die bekannten Klänge ertönen. Doch er führt auch ein neues Publikum zur Band, das auf die Suche nach dem Backkatalog geht und dabei ein Kleinod wie das Debütalbum mit dem sperrigen Titel entdeckt, das im Jahr 1993 erschien: „Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?“
Und dann wünscht man sich, die Band auf diesem Weg neu zu entdecken. Das Erfolgsalbum „No Need to Argue“ erschien am 3. Oktober 1994, doch viele der Stücke wurden bereits auf der Tour zwischen beiden Alben gespielt. Und manchmal werden aus den Archiven Aufnahmen zu Tage gefördert, mit denen irgendwie niemand mehr gerechnet hat – so die aktuelle Veröffentlichung „Live At The London Astoria II, 1994“. Diese Aufnahme entstand nämlich am 14. Januar 1994 und enthält eine wundervolle Setlist:
Der Mitschnitt liefert sieben Titel aus dem Debütalbum „Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?“, darunter „Pretty“, „Linger“ und „Dreams“, sowie sechs Titel aus ihrem Nachfolgealbum „No Need To Argue“, darunter „Dreaming My Dream“, „Daffodil Lament“, „Empty“ und natürlich „Zombie“. Außerdem enthält es zwei Titel, die nicht auf einem Studioalbum erschienen sind – „Liar“, das ursprünglich auf dem „Empire Records“-Soundtrack (1995) veröffentlicht wurde, und „So Cold In Ireland“, eine B-Seite ihrer Single „Ode To My Family“.
Es tut unheimlich gut, der Energie dieser frühen Aufnahme zu folgen und die Kraft in Dolores‘ Stimme neu zu entdecken, vor allem (aber nicht nur) in der Interpretation von „Zombie“. Auch Songs wie „Dreaming My Dreams“, „Linger“ und „Daffodil Lament“ zeugen von der grandiosen Stärke der Band und geben einen Hinweis auf alles, was da noch kommen mag. Das Publikum geht verhalten, vielleicht auch andächtig mit – aber logisch, wenn man viele Titel zum ersten Mal hört.
„Es war ein unglaubliches Gefühl, im Astoria zu spielen“, erinnert sich Schlagzeuger Fergal Lawler. „Wir waren gerade aus den USA zurückgekehrt und hatten uns über Weihnachten eine kleine Auszeit gegönnt. Das war unser erstes Konzert in London nach unserem großen Erfolg in Amerika. Wir haben uns riesig gefreut, einige unserer treuesten Fans ganz vorne vor der Bühne zu sehen – ich glaube, wir waren stolz darauf, dass sich all unsere harte Arbeit endlich ausgezahlt hatte.“
„Live At The London Astoria II, 1994“ ist eine Momentaufnahme der Band, bevor sie zu einer der größten Bands Irlands wurde. Die Songs dokumentieren die frühe Begeisterung der Bandmitglieder, die kurz vor dem Durchbruch zu Superstars standen, und hält sie in dieser besonderen Live-Aufnahme fest.
Titelliste:
Pretty
Dreaming My Dreams
Linger
Ridiculous Thoughts
Daffodil Lament
How
Everything I Said
Not Sorry
Waltzing Back
Dreams
Zombie
Liar
So Cold in Ireland
Empty
Still Can’t…
Obwohl als Altersangabe bei diesen neuen Spielen aus dem Oetinger Verlag 14+ angegeben ist, wird die jüngere Generation wohl schnell überfordert sein, wenn die ersten Quizfragen aus den Fragekarten gestellt werden. Es geht nämlich um Helden und Anekdoten einer Kindheit, die sich im letzten Jahrtausend abgespielt hat.
Das erste der neuen Spiele „Klingt wie Kindheit. Einmal Helden, immer Helden“ widmet sich den großen Geschichten von Bullerbü bis Nimmerland. Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf: Wer diesen Namen noch auswendig kann, ist sofort wieder Kind. 250 Quizkarten zu Pippi, Momo, Jim Knopf, Pettersson und Findus, den Drei ??? und vielen weiteren Helden wecken Erinnerungen, die nie verblasst sind. Knifflige Wissensfragen, Pantomime und Audio-Schnipsel per QR-Code öffnen Türen zurück ins Kinderzimmer.
Es gibt drei Kategorien. Dabei spielen zwei oder mehr Personen gegeneinander. Man kann außerdem Teams bilden, z.B. Mutter und Tochter gegen Vater und Sohn. So hat auch die neue Generation vielleicht Spaß an den ollen Kamellen.
Die Kategorie „Wissen“ stellt Fragen, die beantwortet werden müssen. „Was machen die Mumins jeden Winter?“ oder „Wie nennt das Sams Herrn Taschenbier?“ Knifflig, aber nicht unlösbar. In „Audio“ hört man sich per QR-Code Soundschnippsel an, ohne eine nervige App laden zu müssen. Die Fragen beziehen sich dann auf das Gehörte: „Warum muss Michel aus Lönneberga zum Arzt?“ oder „Wohin fliegt Karlsson, als er Lillebror das erste Mal mitnimmt.“ In „Pantomime“ muss man schließlich Figuren wie Speedy Gonzales oder Flipper ohne Worte und Geräusche darstellen.
Das Ende des Spiels sollten die Teilnehmern vorher festlegen. Die Anleitung gibt vor: Bei richtiger Antwort behält man die Karte. Wer zuerst 10 Karten hat, gewinnt. Das dürfte allerdings für eine kurze Spieldauer sorgen. Wer Gefallen dran findet, kann auch eine größere Anzahl festlegen.
Ähnlich funktioniert „Klingt wie Kindheit. Früher war mehr Bandsalat“. Diese Variante nimmt Spielende mit auf eine Zeitreise in die analoge Welt vor WLAN, Smartphones und Streaming. 250 Quizkarten zu Walkman und Wählscheibe, Videothek und Testbild, Gameboy und Diskette erinnern an eine Zeit, als Langeweile noch Abenteuer bedeutete. Welches Geräusch machte eigentlich ein 56k-Modem beim Einwählen?
Zu oben genannten Kategorien kommt hier noch eine vierte namens „Sendeverbot“ hinzu. Man muss einen Begriff erklären, ohne bestimmte Wörter zu benutzen. Beispiel: „Dolomiti-Eis“, aber man darf „Stiel“, „rot“ und „grün“ nicht sagen. Oder „Poesiealbum“ ohne die Worte „Freundschaft“, „Spruch“ und „einkleben“.
Auf jeden Fall ist der Nostalgiefaktor ebenso hoch wie der Spaßlevel, den man mit diesen neuen Kartenspielen erreichen kann. Da kann es schon mal emotional und melancholisch werden, wenn man sich an frühere Zeiten erinnert. Oder man atmet auf: Zum Glück ist das heute nicht mehr so.
Über die Jahre hat sich Sascha Schmitz, genannt SASHA, in vielerlei Hinsicht kompetent, authentisch und vielseitig gezeigt, ohne sich dabei auf eine Rolle festlegen zu lassen. Er hat auf Englisch gesungen und formidable Ohrwürmer sowie zum Teil unsägliche Popsongs produziert. Er hat als Dick Brave den Rockabilly aufleben lassen. Er hat an „Sing meinen Song“ teilgenommen und mit einem deutschsprachigen Album seine Karriere zum dritten Mal neu erfunden. Und auch neben der Musik begeistert das aus dem westfälischen Soest stammende Multitalent immer wieder als beliebter Entertainer mit seiner humorvollen und coolen Art in TV-Produktionen wie „The Voice Kids“ oder im niedlichen Dino-Kostüm bei „The Masked Singer“, wo er 2021 als Staffelgewinner hervorging.
Das aktuelle Album „Back for Good“ erschien im Januar wieder unter der Marke Dick Brave und widmete sich im Rockabilly-Gewand zwei Themen auf einem Doppelalbum. CD 1 enthält die größten Revival-Hymnen aller Zeiten – neu interpretiert im unnachahmlichen Dick-Brave-Sound. Von „Back for Good“ über „I’m Still Standing“ bis „Suspicious Minds“. Diese Songs haben Karrieren neu entfacht und tun es jetzt erneut – nur diesmal mit ordentlich Rockabilly im Tank. CD 2 versammelt Songs, die Popkarrieren gestartet, Türen geöffnet und Stars geboren haben. Von Taylor Swift über Billie Eilish bis A-ha: Dick Brave verwandelt ikonische Breakthrough-Hits in pulsierende Rockabilly-Hymnen, die klingen, als wären sie schon immer für die Tanzfläche eines 50s Diners bestimmt gewesen. Von „Shake it Off“ bis „Billie Jean“ geht hier die Post ab.
Nach einer erfolgreichen Clubtour legt Dick Brave noch einmal nach: Mit einer streng limitierten Special Edition erscheint das gefeierte Album jetzt in einer besonderen Re-Edition. Das Bundle besteht aus dem Standardalbum im Digipack sowie einer exklusiven Stecktasche mit fünf zusätzlichen Tracks, darunter Live-Aufnahmen der Clubtour und ein besonderes Highlight für alle Fans:
Erstmals ist das erfolgreiche Duett „Wackelkontakt (Rockabilly Version)“ von Dick Brave & Oimara auch auf einer physischen Veröffentlichung erhältlich! Die außergewöhnliche Zusammenarbeit verbindet den Charme des Originals mit Dick Braves unverwechselbarem Rockabilly-Sound und entwickelte sich schnell zu einem Publikumsliebling.
Darüber hinaus enthält die Special Edition vier ausgewählte Live-Mitschnitte der gefeierten Clubtour. Mit den energiegeladenen Versionen von „Back for Good“, „Shake It Off“, „Take On Me“ und „Beautiful Things“ können Fans die besondere Atmosphäre der ausverkauften Konzerte jetzt auch zu Hause erleben. Die Aufnahmen fangen die mitreißende Live-Energie und die Spielfreude von Dick Brave & Band authentisch ein.
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Seit dem Debütroman „Herr Lehmann“ im Jahr 2001 haben wir die Figuren sehr ins Herz geschlossen, deren Geschichte kurz vor dem Mauerfall 1989 in Berlin spielt. Eine Fortsetzung, bei der die Figur des Karl Schmidt im Vordergrund steht, gab es mit „Magicak Mystery“, doch viel spannender sind die vier Romane, die quasi als Prequels die Vorgeschichte von „Herr Lehmann“ erzählen – und dazu gehört jetzt auch „Frankie und Freddie“.
Gemeint sind die Brüder Lehmann, wie der Klappentext erklärt: Frankie und Freddie Lehmann, zwei Brüder aus Bremen, in Westberlin, im Jahr 1980. Während der eine seit Wochen damit beschäftigt ist, in Kreuzberg Fuß zu fassen, will der andere weiterziehen nach New York, musste aber erst einmal am Kudamm im Probandenhotel wohnen und als Versuchskaninchen für Antidepressiva herhalten. Jetzt, einen Tag vor Heiligabend, hat er Angst vor Menschen, kann nicht mehr U-Bahn fahren und verliert eine wichtige Tasche.
Sven Regener wurde 1961 in Bremen geboren. Er ist Sänger und Texter der Band Element of Crime. Die Bände der Lehmann-Trilogie standen wochenlang auf den Bestsellerlisten und der neue Roman steht ihnen in Erzählkunst und Humor in nichts nach. Regner fängt die Stimmung im Berlin der frühen 80er Jahre hervorragend ein und erzählt, wie die Protagonisten seiner Romane sich entwickelt haben. Dabei erleben sie wahrhaft kuriose Dinge, die zum Teil absolut überzogen wirken. Das stört aber überhaupt nicht. Es geht um Anekdoten wie die schwierige Parksituation in Berlin und die Flucht vor der Wehrpflicht. Dreh- und Angelpunkt ist jedoch eine turbulente Reise durch die Stadt in Form eines wilden Roadtrips.
Sven Regner schreibt grandios, mit hervorragenden Kenntnissen um Zeit und Ort – und mit hohem Nostalgiefaktor. Er schickt die beiden auf eine Odyssee durch eine Stadt zwischen den Welten, einen Ort von Spaß und Kälte, Trotz und Anarchie, Resignation und Überlebenswillen. Ein Roman über Brüder, Aufbrüche und plötzliche Liebe – klug, poetisch, warmherzig und sehr sehr lustig.Ein kurzweiliges Vergnügen, bei dem am Ende immer die Stadt Berlin im Mittelpunkt steht.
Bruce Springsteen und die E Street Band veröffentlichen ein sieben Songs umfassendes Konzertvideo vom Finale ihrer „Land of Hope and Dreams American Tour“ in Philadelphia, das neben Klassikern wie „Born in the U.S.A.“ und „Darkness on the Edge of Town“ auch Coverversionen von „War“ und „Clampdown“ enthält und Springsteens musikalisches sowie gesellschaftspolitisches Statement der Tour dokumentiert.
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Bruce Springsteen und die E Street Band’s Land of Hope and Dreams American Tour wurde als „einer der kompromisslosesten Akte musikalischen Widerstands in der Geschichte der Nation“ (TIME Magazine) bezeichnet. Am 9. September, wird offizielles Videomaterial der ersten sieben Songs des Tourfinales in Philadelphia veröffentlicht.
Die Show vom 30. Mai wurde vollständig aufgezeichnet und soll in diesem Jahr in vier Teilen veröffentlicht werden. „Bruce Springsteen and the E Street Band: Land of Hope and Dreams American Tour (Philadelphia Freedom Cut)“ zeigt Springsteen, wie er „mit voller Wucht loslegt“ (New York Times). Mit einem „mitreißenden Auftakt“ (Variety) – von seinen einleitenden Worten bis zu „Streets of Minneapolis“ – wird das Konzertvideo zu einem Zeugnis für „die Kraft der Kunst, Herzen und Köpfe zu bewegen“ (Billboard).
Neben den genannten Songs umfasst das Video Auftritte von „Born in the U.S.A.“, „Death to My Hometown“, „No Surrender“ und „Darkness on the Edge of Town“ sowie Coverversionen des Motown-Klassikers „War“ (geschrieben von Barrett Strong und Norman Whitfield) und „Clampdown“ von The Clash.
„Ich freue mich sehr, unsere letzte Show der Land of Hope and Dreams American Tour zu veröffentlichen – aufgenommen am Geburtsort der amerikanischen Freiheit, in Philadelphia, USA“, sagt Springsteen. „Auf der Tour haben wir im ganzen Land die Hallen zum Beben gebracht und gleichzeitig überall unsere Stimme erhoben – zur Verteidigung unserer Verfassung, unserer Bill of Rights und unserer heiligen Demokratie, die von einem gesetzlosen Präsidenten und seinem Regime angegriffen werden. All das ist in unserem Philadelphia Freedom Cut festgehalten – ich hoffe, es gefällt euch.“
Zu den Musikern auf der Bühne während der Land of Hope and Dreams American Tour gehörten die Mitglieder der E Street Band Roy Bittan (Klavier, Synthesizer), Nils Lofgren (Gitarre, Gesang), Garry Tallent (Bass), Stevie Van Zandt (Gitarre, Gesang) und Max Weinberg (Schlagzeug) sowie Soozie Tyrell (Violine, Gitarre, Gesang), Jake Clemons (Saxofon) und Charlie Giordano (Orgel, Keyboards, Akkordeon).
Unterstützt wurden sie von den E Street Horns und Percussion (Anthony Almonte, Barry Danielian, Eddie Manion, Ozzie Melendez, Curt Ramm) sowie dem E Street Choir (Ada Dyer, Curtis King, Lisa Lowell, Michelle Moore). Tom Morello trat bei allen 20 Konzerten der Tour als Special Guest gemeinsam mit Springsteen und der E Street Band auf.
„Bruce Springsteen and the E Street Band: Land of Hope and Dreams American Tour (Philadelphia Freedom Cut)“ wurde von Chris Hilson und Thom Zimny inszeniert. Der Schnitt stammt von Zimny und Sam Shapiro. Produziert wurde das Video von Bruce Springsteen, Jon Landau, Zimny und Adrienne Gerard.
Der Sound wurde von Jon Altschiller gemischt und von John Cooper aufgenommen. Das Lichtdesign stammt von Jeff Ravitz und Todd Ricci. Das Video wird morgen zum Gedenken an Dave Marsh veröffentlicht.
Bruce Springsteen and the E Street Band: Land of Hope and Dreams American Tour (Philadelphia Freedom Cut)
„War“
„Born in the U.S.A.“
„Death to My Hometown“
„Clampdown“
„No Surrender“
„Darkness on the Edge of Town“
„Streets of Minneapolis“
Die britischen Heavy-Metal-Legenden Saxon melden sich mit „Gods of Thunder“ zurück – mit ihrem neuen Studioalbum, das sich Themen wie Geschichte, Fantasy, Horror, antiker Mythologie, heidnischen Riten und dem unvergänglichen Geist des Rock ’n’ Roll widmet.
Die brandneue Single und der Titeltrack – eine kraftvolle, hymnische Reise in die Welt der keltischen Mythologie – werden heute veröffentlicht. „‚Gods of Thunder‘ ist eine gewaltige Geschichte aus der keltischen Mythologie, voller Geist und Kraft des echten Heavy Metal“, schwärmt Biff Byford. „Dreht die Lautstärke auf und bangt mit!“
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Produziert von dem legendären Gründer und Frontmann Biff Byford und abgemischt von Andy Sneap (Judas Priest, Exodus, Accept), präsentiert „Gods of Thunder“ die Band auf dem Höhepunkt ihres Schaffens und verbindet kraftvolle Darbietungen mit lebendigem, detailverliebtem Storytelling. Wuchtige Bässe und Drums, messerscharfe Gitarren und Biff Byfords unverwechselbare Stimme verschmelzen zu einem Klanggewitter aus reinstem britischen Metal, das den Geist von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in sich trägt.
Mit diesem Album überträgt eine der weltweit besten Live-Bands ihre legendäre Kraft und Energie ins Studio und liefert ein Metal-Meisterwerk ab, das dem beständigen Vermächtnis von Saxon mehr als gerecht wird. Jeder Song besticht durch jene Wucht, Dynamik und die ausgefeilten Arrangements, die seit jeher den Sound von Saxon prägen, während das Album als Ganzes eine beeindruckende Geschlossenheit und Zielstrebigkeit bewahrt.
„Wir hatten riesigen Spaß bei der Aufnahme dieses Albums“, sagt Biff. „Das wird erst mal zu toppen sein!“ Byfords langjährige Leidenschaft für Geschichte bildet das Herzstück des Albums; seine unverwechselbare Erzählkunst erweckt historische Figuren und Ereignisse in zehn kraftvollen, für Saxon typischen Songs eindrucksvoll zum Leben.
In „The Bloody Tower (The Ballad of Anne Boleyn)“ schildert Byford die politisch brisante Hinrichtung von Anne Boleyn, während bei „Medusa“ der Fokus auf den Mythos rückt – angetrieben von einem straffen, hypnotischen Riff und vorgetragen in unerbittlichem Tempo. „Remember the Alamo“ stürmt mit der rasanten Energie und dem Geist der NWOBHM der frühen 80er Jahre voran. Das Gitarrenduo Doug Scarratt und Brian Tatler brilliert besonders bei „Temple of Rock“, untermauert von der grundsoliden Rhythmusgruppe aus Nigel Glocker und Tim „Nibbs“ Carter. Den Abschluss des Albums bildet „MI5“, eine zeitlose Headbanger-Hymne, die Themen wie die Berliner Mauer und Spionage im Kalten Krieg miteinander verknüpft
„Gods of Thunder“ erscheint am 22. Januar in verschiedenem Vinyl, CD, exklusiven Bundles und allen digitalen Formaten über Silver Lining Music.
Mehr als 35 Jahre nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung zählt das dritte Studioalbum „The Seeds Of Love“ von Tears For Fears wegen seiner zeitlosen Musikalität und den ausgezeichneten Songs zu den herausragenden Longplayern der 1980er Jahre. Das Album erschien ursprünglich im September 1989. Es war sowohl kommerziell als auch bei der Kritik ein Triumph, stieg auf Platz 1 der britischen Albumcharts ein und erhielt innerhalb von nur drei Wochen eine Platin-Auszeichnung. Auch in den USA wurde das Album mit Platin geehrt und erreichte Platz 8 der Billboard Top 200.
„The Seeds Of Love“ gilt weithin als eines der prägenden Alben der späten 1980er-Jahre und enthält einige der polulärsten Aufnahmen der Band, darunter die Hitsingles „Sowing The Seeds Of Love“, „Woman In Chains“ und „Advice For The Young At Heart“ sowie das Herzstück des Albums, „Badman’s Song“. Die neuen Deluxe-Editionen von The Seeds Of Love umfassen neue Stereo-Mixe von Steven Wilson, der das Album zu seinen fünf Lieblingsalben aller Zeiten zählt, eine 2LP-Ausgabe auf blauem Special-Effect-Vinyl mit alternativem Artwork, die das Originalalbum mit einer zweiten LP aus B-Seiten und Demos kombiniert – einige davon erstmals auf Vinyl – sowie ein 3CD-Set mit alternativen und seltenen Mixen, Single-Versionen und B-Seiten.
Musikfans und Audiophile auf der ganzen Welt begeistert das Album bis heute mit seiner Tiefe und seiner schieren Kühnheit – weshalb es auch dreieinhalb Jahrzehnte später kaum gealtert wirkt. Roland Orzabal sagt dazu: „Von all unseren Alben würde ich es wahrscheinlich am höchsten einstufen. Ich glaube, es hat viele Leute überrascht, auch viele unserer Kollegen – Menschen, mit denen wir Mitte der Achtziger vielleicht verglichen wurden.“ Curt Smith ergänzt: „Die Songs, die ich damals mochte, mag ich auch heute noch. Woman In Chains, Badman’s Song, Sowing The Seeds Of Love und Advice For The Young At Heart sind alle geblieben. Wir spielen sie immer noch live.“
Nachdem sie sich in ihrer jüngsten Single „Puppet Show“ mit der Toxizität heutiger, unerreichbarer Schönheitsideale auseinandergesetzt hat, beleuchtet Mollie Elizabeth in dem theatralisch-verspielten und zugleich eleganten Song „Petty Crimes“ ein weiteres schwieriges Thema. Der Titel erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die um Hilfe bittet, deren Sorgen jedoch heruntergespielt und missverstanden werden. Dies befeuert einen selbstzerstörerischen Kreislauf: „She’s always making headlines / For petty crimes / By design, she’s traumatized.“ Ihr ausdrucksstarker, verträumter Gesang wird von Streichern sowie Bläsern und Händeklatschen untermalt. Produziert wurde der Song von Joshua Murty; die Streicherarrangements stammen von Kyle Gordon und Mark Rudin.
„Meiner Erfahrung nach muss man als junge Frau erst ganz unten angekommen sein, um von Ärzten ernst genommen zu werden. Jahrelang erhielt ich Fehldiagnosen und nahm Medikamente, die mein Körper nicht brauchte und die mir überhaupt nicht halfen“, sagt Mollie Elizabeth. „‚Petty Crimes‘ ist mein letzter Appell an die Menschen, mir zu glauben, wenn ich sage, dass etwas nicht stimmt – und es ist die Erkenntnis, dass man völlig ausrasten muss, damit sie einem überhaupt zuhören …“ Im dazugehörigen Video, für das sie Konzept und Regie übernahm, spielt Mollie eine flüchtende Protagonistin im Krankenhauskittel. Sie findet Zuflucht in einem verlassenen Schuppen, wo sie eine Teeparty mit schelmischen Ratten feiert und mit einer Axt tanzt. Oder spielt sich diese Soirée nur in ihrem Kopf ab?
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Mollie wuchs in den Bergen der Kaskadenkette im US-Bundesstaat Washington auf. Ihre Kindheit verbrachte sie damit, im Wald zu spielen und die Lieblingskünstler ihrer Eltern zu hören: Rosemary Clooney, Doris Day und Connie Francis (ihre Mutter) sowie The Zombies und The Kinks (ihr Vater). Mit einem 12-Dollar-Mikrofon begann sie, eigene Songs aufzunehmen. Sie ging viral, als sie ein frühes Demo dessen online stellte, was später ihr Durchbruchshit „Vegas Venetian“ werden sollte. Ihre 2025 veröffentlichte Debüt-EP „Dirty Blonde“ (Neon Gold Records) wurde vom Atwood Magazine als „Ode an den Hollywood-Glamour, überlagert von einem unverkennbar modernen Schleier … eine sorgfältig collagierte Einladung in ihre Welt“ gefeiert.
Die Nachfolgesingles „Run Rabbit“ und „Puppet Show“ unterstrichen ihre einzigartige künstlerische Vision, die auf der entschiedenen Weigerung beruht, sich einer allzu konformen Welt anzupassen. Clash beschrieb den „retro-referenziellen Song ‚Puppet Show‘“ als eine Auseinandersetzung mit Schönheitsidealen und der Verkleinerung des eigenen Ichs zwecks Anpassung, eingebettet in eine von Jazz inspirierte Klanglandschaft mit Pop-Sensibilität. In einer Würdigung des dazugehörigen Videos merkte „The Line of Best Fit“ an: „Die Bildsprache ist bewusst im Retro-Stil gehalten; ihre monochromen, beklemmenden Nahaufnahmen sind an das Twilight-Zone-Fernsehspiel „Eye of the Beholder“ aus dem Jahr 1960 angelehnt.“ Die 22-jährige Künstlerin erklärt: „Für mich ist jede Melodie eine kleine Welt, die einen zu sich einlädt – eine Einladung, zugleich kraftvoll und zart zu sein und zu feiern, wer man ist, wer man war und wer man gerade wird. Meine Musik ist nicht nur zum Zuhören da – sie lädt dazu ein, auf Entdeckungsreise zu gehen, sich Dinge vorzustellen und ein Stück von sich selbst an einem Ort wiederzufinden, den man schon vergessen hatte.“