Mit „Dir gehört die Welt“ veröffentlichen Maffay + Oerding die zweite Single aus ihrem gemeinsamen Album „Nashville“. Ein Duett für mehr Zuversicht in Momenten, in denen das Leben einfach nicht rund läuft. Jeder von uns kennt Situationen, in denen sich das Leben anfühlt, als ob man sich den kleinen Zeh an der Bettkante stoßen oder der Wind einem mit voller Kraft ins Gesicht pusten würde. Falsche Zeit, falscher Ort. Aber die gute Nachricht ist, dass die Wolken weiterziehen und schon bald die Sonne wiederkommt. Und dafür braucht es gar nicht viel: Nur eine Prise Witz und Mut, eine handvoll Freude und einen guten Schuss Selbstironie. Dann gehört einem schon bald wieder die Welt. Mit „Dir gehört die Welt“ liefern Maffay + Oerding ein Stück Musik, das Mut macht, die Hoffnung nicht zu verlieren und einen auch in vermeintlich schweren Stunden begleiten kann.
Fotocredit: Jennifer Toebben
Die Single ist ein weiterer Vorgeschmack auf „Nashville“, das gemeinsame Album von Peter Maffay und Johannes Oerding – zwei Seelenverwandte, deren Verbindung weit über einzelne gemeinsame Auftritte hinausgeht. Erste Berührungspunkte entstanden bereits im Umfeld von Peter Maffays MTV-Unplugged-Projekt, später begegneten sich beide immer wieder auf und abseits der Bühne – unter anderem beim gemeinsamen Duett „Wenn wir uns wiedersehen“ und auf Maffays großer Abschiedstournee 2024, die Oerding begleitete.
Ein gemeinsames Album war dabei nie der Plan: Erst im Gespräch stellten die beiden fest, dass sie denselben Rock’n’Roll-Kern teilen – Rhythm and Blues, Country-Rock und die Liebe zu handgemachter, erzählender Musik. Aus ersten Demos wurde „Nashville“: aufgenommen letztes Jahr live im renommierten Blackbird Studio in Nashville, innerhalb von nur fünf Tagen – elf Songs, ein komplettes Duettalbum, auf dem beide Künstler gemeinsam auf jedem einzelnen Track agieren.
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Wenn man heute hört, ein Künstler veröffentlicht den ersten Teil eines Doppelabums, geht man meist von einer vielleicht 20-25minütigen EP-Länge aus. Doch Clueso macht keine halben Sachen: „Deja Vu 1/2“ umfasst 14 neue Songs in einer knappen Dreiviertelstunde. Das ist doch schon mal eine Hausnummer.
Was wir in dieser Albumlänge bekommen, sind fast ausschließlich Balladen, so wie wir das von dem Singer-Songwriter-Songpoeten aus Erfurt lieben. Clueso macht hier Musik, die sich anfühlt, als würde er sie nur für einen selbst singen. So nah, intim und aufrichtig klingen diese neuen Lieder. Sein zehntes Album steckt voller tiefgründiger Emotionalität, Sehnsucht und moderner Indierock-Elemente.
„Gib mir was Echtes“ leitet die musikalische Reise also Mottosong ein. Anklänge in Richtung Bruce Springsteen kommen nicht von ungefähr, denn die Musik ist trotz ihrer ruhigen Klänge mitreißend und euphorisch. Es geht um echte Gefühle und Menschlichkeit. Allerdings wird ebenso die Plastik-Fake-Welt der Gegenwart angeprangert.
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„Minimum“ bietet echten Arena-Rock und das emotionale „Ballon“ ist Cluesos Vater gewidmet. „Freier Fall“ liefert pulsierend-rockige Töne. „Dieses Leben“ handelt von Depressionen, verpassten Gelegenheiten und der Kostbarkeit des Augenblicks. „Plattenladen“ ist eine Hommage an romantische Spinnerideen in selbstoptimierten Zeiten, bevor das Album mit der mächtigen Ballade „Spinner finden sich“ endet.
Clueso bietet mal wieder ein extrem vielseitiges Album, das mit der smart groovenden Stimme ein Alleinstellungsmerkmal in der Deutschpop-Szene hat. 2026 kehrt Clueso mit seiner »Deja Vu«-Tour in die Arenen zurück und spielt seine bislang größte Tournee überhaupt.
Wenn man an Britpop denkt, dann kommen einem zunächst die 90er Jahre und Bands wie OASIS, BLUR oder PULP in den Sinn. Der neue Sound entstand als Gegenbewegung zum US-amerikanischen Grunge und war (vor allem in Europa) überaus erfolgreich. Der Konkurrenzkampf unter den Bands trieb teils seltsame Blüten, wenn es um die Vorherrschaft ging. Kommerziell gewannen OASIS, was bis heute nachwirkt, aber aus musik-ästhetischer Sicht waren BLUR die waren Ikonen.
Heute lebt das Vermächtnis vor allem in Coldplay und Bands wie den Arctic Monkeys weiter. Und plötzlich kommt da ein Robbie Williams um die Ecke und nennt sein neues Album „Britpop“. Genau dreißig Jahre später. Die Intention ist klar: Er möchte da ansetzen und weitermachen, wo der Britpop Mitte der 90er Jahre geendet hat. Immerhin fiel sein Ausstieg bei Take That mit der Hochphase dieser Musikrichtung zusammen. In Interviews sagt er nun: „Ich wollte endlich das Album machen, das ich eigentlich schon 1995 nach meiner Trennung von Take That im Sinn hatte. Zu einer Zeit, in der sich Britpop auf dem absoluten Höhepunkt befand und ein goldenes Zeitalter für die britische Musik angebrochen war.“ Warum er es nicht getan hat, bleibt offen.
Doch egal. Jetzt gibt es schrammelige Gitarren, hymnische Melodien und rockige Arrangements. Nicht von ungefähr erinnern viele Songs an fetzige OASIS-Zeiten, doch Robbies Stimme ist unverkennbar. Auf „Rocket“ ist Rocklegende Tony Iommi von Black Sabbath an der Gitarre zu hören. „Spies“ klingt nostalgisch, „Human“ hat einen fast schon psychedelischen Touch und der orchestrale Touch von „It’s OK Until The Drugs Stop Working“ will so gar nicht zum provokanten Titel passen.
Stilistisch liefert Robbie hier eher eine Hommage an alte Zeiten als echten Britpop. Aber der Sound ist stimmig – und die Konzerte im Sommer werden dadurch vermutlich sehr abwechslungsreich. Passt.
Robbie Williams hat entschieden sein neues Album „BRITPOP“ spontan schon letzten Freitag zu veröffentlichen! Eigentlich war die Veröffentlichung für den 06.02.26 vorgesehen. Er überraschte seine Fans via social media smit der Ankündigung. Vorab sind die Singles „Rocket“. „Spies“ und „Human“ erschienen.
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„BRITPOP“ wird in verschiedenen Formaten erhältlich sein, darunter CD, Deluxe-CD, Vinyl und digital. Die Deluxe Version wird wie geplant erst am 06.02.26 erhältlich sein. Signierte Bundles sind im offiziellen Robbie Williams Store verfügbar.
Tracklist:
1. Rocket
2. Spies
3. Pretty Face
4. Bite Your Tongue
5. Cocky
6. All My Life
7. Human
8. Morrissey
9. You
10. It’s OK Until The Drugs Stop Working
11. Pocket Rocket
„Ich wollte das Album schreiben und veröffentlichen, das ich nach meinem Ausstieg bei Take That im Jahr 1995 machen wollte. Es war die Hochphase des Britpop und ein goldenes Zeitalter für britische Musik. Das neue Album ist rau, es gibt mehr Gitarren und es ist noch fröhlicher und hymnischer als sonst. Ich bin unglaublich stolz auf dieses Werk und freue mich darauf, dass die Fans es hören.“
Das Albumcover von „BRITPOP“ zeigt eine Hommage an Robbies ikonisches rotes Trainingsanzug-Outfit, das er 1995 beim Glastonbury Festival trug – eine Referenz an die Britpop-Ära.
Robbie wird im Juni für 2 Konzerte nach Deutschland kommen:
Nur wenige Namen sind so eng mit dem Triumphzug des deutschen Schlagers verknüpft, wie der des Berliners. Ein lupenreiner Ausnahmesänger, der seit fünf Dekaden ganze Hörergenerationen begeistert. Roland Kaiser hat es über Jahrzehnte geschafft, seine Würde zu bewahren und sich nicht in Ballermann-Hits und auf Oktoberfesten zu verlieren. Nur wenige deutschsprachige Künstler blicken auf eine solche Karriere zurück. Hits wie „Santa Maria“, „Joana“, „Dich zu lieben“ oder „Warum hast du nicht nein gesagt“ machten ihn bekannt, er verkaufte mehr als 90 Millionen Tonträger, wurde mit Preisen geehrt und trat so häufig in der ZDF-Hitparade auf wie niemand sonst: 67 Mal. Die Konzerte seiner jährlichen „Kaisermania“ in Dresden sind jeweils in wenigen Minuten ausverkauft.
Im Mai 2025 ist der Grandseigneur des deutschen Schlagers (der früher mal Ronald Keiler hieß) 73 Jahre alt geworden. Und man kann ihn nur dafür bewundern, was er tut. Nach schwerer Krankheit ist er seit langem wieder auf Erfolgskurs, füllt die größten Hallen und bietet eine Show auf, die alles andere als eine typische Schlagerparty ist. Während die einschlägigen Kolleg*innen gleicher Altersgruppe sich gemütlich zurücklehnen und in alten Erfolgen sonnen, erfindet sich Roland immer wieder neu. Zehntausende strömen zu seinen Konzerten und erleben die unvergleichliche Atmosphäre dieser Events: magische Momente, die Verbundenheit von Künstler, Band und Fans – und dieses alle erfassende, überwältigende Glücksgefühl. Wer sich davon überzeugen will, dem sei der Konzertfilm „Roland Kaiser – 50 Jahre. Alle Hits. Live“ empfohlen.
Credit: Sony Music
Mit seinem Konzertfilm lässt die Musiklegende die unvergesslichen Momente seiner ausverkauften Jubiläumstour „RK50 | 50 Jahre – 50 Hits!“ noch einmal Revue passieren. Aufgezeichnet während seiner Stadiontour im Sommer 2024, vereint der Film die größten Erfolge seiner Karriere in mitreißenden Live-Versionen – voller Emotion, Energie und Gänsehautmomente. Die DVD bietet ein einzigartiges Zusammenspiel aus Musik, spektakulären Show-Bildern, exklusiven Backstage-Einblicken in den Touralltag, Interviews mit langjährigen Wegbegleiter*innen sowie einem persönlichen Rückblick auf fünf Jahrzehnte Bühnenleben. Der Film stürmte direkt die Spitze der Kinocharts und wurde gleichzeitig in über 580 deutschen Kinos gezeigt – der erfolgreichste Kinostart eines Konzertfilm eines nationalen Künstlers aller Zeiten.
Kaisers sonore Stimme ist einzigartig gut. Wenn man dabei bedenkt, dass seine Karriere vor gut 15 Jahren nach einer Lungentransplantation beinahe zu Ende gewesen wäre, ist das mehr als beachtlich. Er tritt wie stets elegant im Anzug mit Weste und Krawatte auf. Anders kann man ihn sich gar nicht vorstellen. Und ganz als Gegenpol ist das Stadion eine bunte Menge an Fans aller Generationen. Selbst gestandene Männer singen die Texte fehlerfrei mit.
Im Bühnenhintergrund gibt es eine riesige LCD-Wand, auf der parallel zum gebotenen Song alte Aufnahme des jungen Roland Kaisers gezeigt werden. Der Kontrast ist offensichtlich und großartig. Musikalisch wird alles geboten vom Disco-Schlagerbeat über filigrane Streicher und E-Gitarren bis hin zum rockigen Sound einer formidablen Liveband, die einige Überraschungen zu bieten hatte, vom Saxofon-Solo bis zur Schlager-Atmosphäre in „Santa Maria“.
In Form einer musikalischen Doku gibt es zwischen den Songs Interviews, Aufnahmen von den Proben, vom Soundcheck, Backstage-Eindrücke, O-Töne von Roland, der Band sowie Duettpartnerin Maite Kelly. So bekommt man einen sehr guten Eindruck von der riesigen Tourproduktion.
Auch wer kein Schlagerfan ist, kann hier ein einzigartiges Konzerterlebnis haben. Kaiser ist seinem Metier zwar immer treu geblieben, er lässt sich aber nicht in eine Schublade pressen. Die musikalische Vielfalt und die großen Showeffekte lassen sowohl beim Konzert als auch zuhause am Bildschirm ein begeistertes Publikum zurück.
Das neue Album kommt nicht ohne Grund mit einem Cover in leuchtendem Rot daher. Es ist ein Album über die Liebe geworden. Ina Müllers Lieder sparten zwar auch bisher nie an mal lustigen, mal tragischen Geschichten über Zwischenmenschlichkeiten, doch hier ist es anders. Hier ist es noch vielschichtiger, noch komplexer, noch überraschender. Ina Müller 6.0 ist keine Schmonzette, kein Kitsch, kein Kuschelrock. Das Album macht Liebe viel mehr auf eine ganz eigenständige Art zum Kernthema, ganz ohne den Zeigefinger eines wuchtigen Konzeptalbums.
Es ist scheinbar ganz von selbst ein Album über die Liebe, in all seinen Formen und Farben geworden. Den schönsten und den hässlichsten. Denen, die jeder kennt und natürlich denen, über die sich niemand sonst zu sprechen traut. Geschweige denn zu singen. Von der freien Liebe (“13 Männer“), der enttäuschten Liebe (“Gerade so, dass es reicht“, “Gestrandet“), bis hin zur Selbstliebe (“Mein neuer Freund“) und zum sich selbst genug sein (“Mit der stimmt doch was nicht“).
Zwischen all diesen Themen entsteht ein Spannungsfeld, das deutlich macht, dass Ina Müller nicht nur die Königin der Kneipe ist, sondern auf diesem Album auch mehr denn je die Königin der Ambivalenz. Mal postuliert sie feierlich, man brauche mindestens 13 Männer um glücklich zu sein, und beschreibt im nächsten Stück dann eine Frau, die allein, aber beileibe nicht einsam ist, um dann im rührend, nostalgischen beste Freundinnen Lied „Weiber WG“ eben dieser vorzuschlagen, doch wieder bei ihr einzuziehen.
Fotocredit: Sandra Ludewig
Sie widmet ihrem „neuen Freund“, der elektrisch in ihrem Nachttisch wohnt, eine wahre Hymne, bei der live sicher bald nicht nur die Feuerzeuge gezückt werden, und berührt im nächsten Moment mit einer bittersüßen Abrechnung mit der alten Feindin „Zeit“. Und auch wenn es sich vorher an so vielen Stellen andeutet, wird einem dann schließlich erst mit dem letzten Lied gänzlich klar, wem die Liebe in all diesen Liedern wirklich gewidmet ist.
Unterm Strich nämlich ist 6.0 ein farbenprächtiges Mosaik an Gründen, dieses seltsame, vielschichtige und oft so schmerzhafte Ding namens Leben in Grund und Boden zu lieben. Da kann es auch überhaupt gar kein Zufall sein, dass 6.0 das allererste Album ist, auf dessen Cover Ina Müller laut und herzlich lacht. Die Liebe zum Leben steckt in jedem Ton, auch noch in der traurigsten Zeile. Und das Beste daran ist, dass das Leben frei nach Udo Jürgens ja erst in ganzen 6 Jahren für Ina Müller anfängt! Spaß daran hat sie aber jetzt schon. Und wir alle mit ihr und diesem wunderbaren Update. Auf die Liebe! Und das Leben! Und auf Ina Müller 6.0! Das Album erscheint am 14.11. auf dem Label Columbia/Sony Music.
Fotocredit: Sandra Ludewig
Ab Oktober 2026 ist Ina Müller dann zurück auf der Bühne: Begleitet von ihrer Band geht die beliebte Sängerin, Moderatorin und Entertainerin wieder auf große Tour und spielt über 50 Konzerte in ganz Deutschland.
Die 6.0 Tour
10.10.2026 Siegen • Siegerlandhalle
16.10.2026 Heilbronn • Konzert- und Kongresszentrum Harmonie
Fans von Pink Floyd vermissen Liveauftritte ihrer Lieblingsband – seit Jahrzehnten. Ohne Frage! Doch zum Glück hält der 79jährige David Gilmour weiterhin die Fahne hoch und bestreitet wunderbare Konzerte, die sein Solowerk aber auch das Erbe von Pink Floyd hochhalten.
Das aktuelle Soloalbum „Luck and Strange“ wurde über fünf Monate in Brighton und London aufgenommen und ist Gilmours erstes neues Album seit neun Jahren. Die „Luck and Strange“-Tour begann mit zwei ausverkauften Warm Up Shows im Brighton Centre, bevor sie für sechs ausverkaufte Abende in den Circus Maximus in Rom zog, gefolgt von der Royal Albert Hall in London. Es folgten die USA mit ausverkauften Abenden im Intuit Dome und Hollywood Bowl (Los Angeles) und fünf ausverkauften Abenden im Madison Square Garden in New York.
Für diejenigen, die die Shows verpasst haben, bietet der Konzertflm „Live At The Circus Maximus“ eine einmalige Chance, dieses außergewöhnliche musikalische Ereignis am heimischen Bildschirm zu erleben. Zur Review liegt mir die 3DVD-Version vor. Die Setlist liefert eine schöne Mischung aus Klassikern von Pink Floyd und dem neuen Material vom Album „Luck and Strange“, das sich mit Themen rund um unsere Sterblichkeit befasst.
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Es ist eine wirklich intensive Liveaufnahme mit Highlights wie „Wish You Were Here“, „High Hopes“ (mein Favorit!), „The Great Gig In The Sky“ und „Comfortably Numb“. Besonders berührend: Tochter Romany Gilmour gibt bei diesem Konzert ein atemberaubendes Debüt und spielt Harfe auf dem Cover eines Songs von 1999 mit dem Titel „Between two points“. Grandios!
David Gilmour ist hier in Topform – schwelgerisch, atmosphärisch, in unendlicher Spielfreude, mal still, mal laut, immer präsent, begleitet von einer fantastischen Band. Man wünscht sich, in dieser besonderen Location dabei gewesen zu sein. Zum Glück gelingt es der Produktion, die Atmosphäre einzufangen. Bild, Ton, Kameraführung – alles passt!
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Mit „ja zu dir (der hochzeitssong)“ veröffentlichen Revelle und Florian Künstler eine gefühlvolle Hymne auf die Liebe – ein Song, der berührt, Hoffnung schenkt und mitten ins Herz trifft. In dem Duett erzählt die Wahlberlinerin Revelle eine Geschichte vom Festhalten, vom Vertrauen und davon, dass echte Liebe es wert ist, für sie zu kämpfen. Zwischen Akustikgitarre, Klavier und emotionalen Stimmen entsteht ein Hochzeitssong, der wie ein Filmsoundtrack das Leben und die Liebe feiert.
Unterstützt wird sie dabei von Florian Künstler, der mit seiner markanten Stimme und seinem authentischen Storytelling bekannt wurde. Mit über 80 Millionen Streams seines Hits „Kleiner Finger Schwur“ und einer ausverkauften Headliner-Tour zählt Künstler zu den gefragtesten Stimmen des deutschsprachigen Pop. Gemeinsam schaffen Revelle und Florian Künstler mit „ja zu dir (der hochzeitssong)“ eine emotionale Liebeserklärung – für alle, die an das große Glück glauben.
Revelles neues Album „was wenn alles gut geht?“ erscheint am 22. August!
Die Single wird unter anderem auf Revelles zweitem Studioalbum „was wenn alles gut geht?“ erscheinen, das am 22. August 2025 veröffentlicht wird. Das Album umfasst 18 Tracks – darunter neben vielen neuen Songs auch Fanlieblinge wie „dass liebe schön sein kann“, „karma“ und „vorsatz“ mit OSWALD.
„Auf meinem ersten Album habe ich die Erlebnisse aus sechs Jahren verarbeitet. Auf dem neuen Album will ich ein neues Kapitel aufschlagen – Zuversicht und Liebe vermitteln. Ich glaube, dass diese Emotion, vor allem in der heutigen Zeit, den Leuten Halt geben kann. Es müssen nicht immer nur Songs über die Liebe oder eine Beziehung sein. Deshalb geht es in meinem neuen Album viel um Hoffnung und Wärme“, so Revelle.
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In Luxemburg kann man Joris öfter sehen, hatte er doch zeitweise im Kulturzentrum Dudelange sein Lager aufgeschlagen, um für Konzerte zu proben und neue Songs zu schreiben. Ursprünglich gehörte er zur Indieband Oakfield, doch seit 2014 ist er solo unterwegs. Das Debüt „Hoffnungslos hoffnungsvoll“ schlug vor zehn Jahren groß in die Charts ein und erlangte Goldstatus. Das war vor allem der Single „Herz über Kopf“ zu verdanken. In den Folgejahren wurde es ruhiger – aber weiterhin machte Joris solide Musik und brachte alle 3-4 Jahre ein Album raus.
Warum das aktuelle Werk jetzt „zu viel retro“ heißt? An einem veränderten Musikstil kann es kaum liegen. Joris bleibt in unverkrampfter Indie-Stimmung zwischen Rock und Pop mit einigen eingängigen Krachern und stimmungsvollen Texten. Die erste Single „spring!“ erzählt mit positiven Vibes vom Sprung ins Unbekannte. Und irgendwie handelt das komplette Album von der Achterbahnfahrt des Lebens.
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„zu viel retro“ sagt KI-Musik den Kampf an – denn das Album wurde komplett live im Studio eingespielt. Es feiert die Makel und Fehler der Musik. „zu viel retro“ ist Musik aus dem Innersten. Einer künstlerischen und privaten Phase aus Höhen und Tiefen, die den 34-Jährigen vor neue Herausforderungen gestellt hat. Es sind ungefilterte Gefühle, die ebenso unmittelbar im Studio, in einem zwei-jährigen Prozess, festgehalten wurden. Dabei hat sich Joris auf das eine verlassen, was nicht berechenbar ist und pure Emotionen beinhaltet: Das live spielen. Was dem Musiker in die Seele übergegangen ist und er mit seiner Band seit zehn Jahren auf dem höchsten Niveau präsentiert, hat jetzt auch sein zuhause in einer Platte gefunden. Mit allen Makeln, Ecken und spannenden Wendungen.
Handgemachte Musik ist irgendwie retro. Echte Emotionen sind retro. Songs ohne Trap- und 80s-Elemente sind retro. Keine KI zu benutzen ist retro. Retro-Overdose? „zu viel retro macht das Herz schwer“ singt Joris im Titelsong seines vierten Longplayer und das Paradoxon ist, dass genau das Gegenteil der Fall ist. „zu viel retro“ singt über Leichtigkeit, über die Schwere und die Tücken des Lebens.
Seine Freundin war schwer erkrank – und so entstanden Songs wie das melancholische „so schnell vorbei“ und der grandios-verspielte letzte Song „das leben ist…“ über Sinn und Unsinn des Lebens. Mit seiner Musik hat Joris die Welt im Griff. Und er nimmt uns mit auf eine Reise, die seine ganz persönliche Seite zeigt.
Marie Reim begeistert ein breites Publikum mit ihrem modernen Mix aus eingängigen Melodien und tiefgehenden, ehrlichen Texten, die direkt ins Herz treffen. Mit ihrem zweiten Album „Bist du dafür bereit?“ schaffte sie es 2022 in die Charts und etablierte sich damit als unverwechselbare Stimme im deutschen Schlager-Pop.
Nun geht die gebürtige Kölnerin den nächsten Schritt: Mit „Sternzeichen Liebe“ präsentiert sie ihr drittes Album, das von ihren Fans bereits sehnsüchtig erwartet wird. Darauf enthalten sind Hits wie „Heartbreak“ und „Naiv“, der beim ESC-Vorentscheid bereits für Begeisterung sorgte.
Ein besonderer Höhepunkt des Albums ist der berührende Song „Jemand träumt von dir“ bei dem Marie gemeinsam mit Tim Peters singt – ein Titel, der bereits jetzt erfolgreich veröffentlicht wurde. Zudem erwartet die Fans mit „Hallo ich möchte gern wissen wie’s dir geht“ ein weiteres Highlight: ein gefühlvolles musikalisches Zusammenspiel mit ihrem Vater Matthias Reim.
Fotocredit: Niklas El-Mahdi
Marie Reim ist längst mehr als nur eine Sängerin – sie ist zu einem bekannten und etablierten Gesicht in der TV-Landschaft geworden und erreicht dort regelmäßig ein Millionenpublikum. Ob in den großen Samstagabend-Shows oder bei Pop- und Schlagerevents: Marie bringt die Bühne zum Strahlen und lädt zum Tanzen, Träumen und Mitfühlen ein.
In „Sternzeichen Liebe“ dreht sich viel um die Liebe in all ihren Facetten. Mal romantisch und hoffnungsvoll, mal nachdenklich und selbstbewusst – jeder Song zeigt eine andere Perspektive auf dieses universelle Thema. Besonders in ihrer Single „Liebesfieber“ erzählt sie von dem Gefühl, wenn alles zu passen scheint und der andere Mensch perfekt erscheint, aber das Herz einfach nicht entflammt. Ein ehrliches, gefühlvolles Lied über die Erfahrung, dass man auch mal auf sein Bauchgefühl hören muss.
Das Album umfasst 13 Songs, die Marie Reims emotionale Reise widerspiegeln – von romantischen Momenten bis hin zu empowernden Botschaften voller Stärke. Eine musikalische Weiterentwicklung, die moderne Einflüsse mit einem authentischen, ehrlichen Schlagerstil vereint.
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Erst vor 17 Monaten hat Lea mit „Bülowstraße“ ein ganz besonderes Werk auf den Markt gebracht. Lange ist es her, dass deutsche Musiker*innen sich an ein echtes Konzeptalbum gewagt haben. Diese Geschichte um eine Gruppe Jugendlicher in Berlin an der Schwelle zum Erwachsenwerden gehört für mich zu den besten Alben des vergangenen Jahres. Eigentlich sollte man daraus einen Musikfilm machen, doch dafür bietet es vielleicht zu wenig Handlung. Immerhin wartet das GRIPS-Theater Berlin im nächsten Jahr mit einer Bühnenfassung auf, was hoffentlich ein Erfolg wird.
Jetzt soll es aber nicht mehr um die Bülowstraße gehen, sondern um das neue Album mit dem zunächst etwas sperrigen Titel „Von der Schönheit und Zerbrechlichkeit der Dinge“. Diesmal kein Konzeptalbum, das einer Story folgt, aber ein Album mit einem inhaltlichen Konzept. Denn das ist es, wovon Lea schon immer singt: von schönen Dingen, von Beziehungen und Liebe, von wundervollen Begegnungen und dem Wertvollen im Kleinen. Und eben davon, was ist, wenn Beziehungen auseinander brechen, wenn man die Schattenseiten erlebt. Davon handeln seit jeher ihre Songs – und jetzt wurde ein Albumtitel draus.
Es ist ein sehr persönliches Album voller Melancholie mit 13 Titeln in 36 Minuten, wobei „Welt“ in zwei Versionen vertreten ist. Der Titelsong liefert einen schönen akustischen Einstieg, der ein stimmungsvolles Bild zeichnet. Insgesamt überwiegen in der Produktion allerdings elektronische Klänge, die zum Glück aber nie überproduziert sind. Und es gibt einige Überraschungen, wenn beispielsweise im überaus tanzbaren „Chaos“ die Sängerin Dhurata Dora zur Duettpartnerin wird und südosteuropäische Klänge Einzug halten.
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„Phantasie“ als Zusammenspiel von Lea mit Lune beschreibt die Sehnsucht nach fernen Welten und den Schmerz, wenn Erinnerungen an eine vergangene Liebe durch alte Chats und vertraute Düfte lebendig bleiben. Auch wenn die Beziehung nicht gehalten hat, bleibt die Erinnerung an das, was einmal war, wertvoll. Ein weiterer Dance-Titel, der zugleich sanft wirkt und doch in die Beine geht.
„Ich bin“, „Danke dass es dich gibt“ und „Ich mag dich“ sind akustische Einschübe mit erzählendem positiven Text und vielen guten Wünschen. Der fetzige Beat von „Heimlich traurig“ steht in starkem Kontrast zu den Lyrics. Dabei ist Lea textlich wieder sehr stark, wenn sie Bilder kreiert wie den Kummer, der mit Blaulicht um die Ecke kommt.
„Heimatplanet“ und „November“ funktionieren als sphärische Balladen mit chilligen Klängen. Wundervoll und intensiv. Und dann ist da noch der Pianosong „Edvard Munch“ mit einer sehr persönlichen Erklärung, wie Lea als Melancholikerin aus Schwermut Kunst macht: „Und bricht meine Welt zusammen und alles fällt um, mach ich daraus Kunst wie Edvard Munch“. Ein grandioser Abschluss für ein wundervolles Album und es ist fast schon schade, dass es damit nicht ausklingt, sondern noch die zweite Version von „Welt“ im Duett mit maïa folgt.
Mit „Von der Schönheit und Zerbrechlichkeit der Dinge“ nimmt Lea ihre Hörer*innen mit auf einen poetischen Trip durch eine Welt, in der Anmut und Zerfall ineinander übergehen. Ihr sechstes Album ist durchzogen von einer sanften Melancholie, aus der aber immer wieder Zuversicht aufblitzt und sich Sonne durch die Wolken schiebt. Und so ist Leas neues Album die ideale Begleitung in den Herbst und die Kälte, in eine Zeit, in der sich Blumen und Schmetterlinge verabschieden und doch überall Anmut und Grazie verborgen liegen – im Eis, im Laub und im Regen.
Gegründet wurde die New Wave-Band Indochine im Mai 1981 von Nicola Sirkis und Dominique Nicolas. Am 19. September 1981 gab es das erste Livekonzert der Gruppe. Und mehr als vierzig Jahre sind ins Land gegangen, bis die Band aus Frankreich ihr vielleicht bestes Album auf den Markt bringt.
Indochine haben nie damit aufgehört, voran zu gehen. Viele Studioalben, unzählige Live-Auftritte und andere Spezial-Projekte machten sie zu Pionieren elektronischer Musik. Konzerte in Peru, Skandinavien, Vietnam, Kanada, Europa in unaufhaltsamen Zyklen: neues Album, danach eine Tour und dazu die alten Hits. Auf diese Weise erneuerten sie stetig ihr Publikum, zu dem sich immer wieder eine weitere Generation hinzugesellte.
Mit dem aktuellen Album „Babel Babel“ beweisen Indochine zudem, dass ihnen die Ideen nicht ausgehen. Im Gegenteil! Es handelt sich um ein großartiges, fast schon episches Konzeptwerk, das den Turmbau zu Babel als Synonym für Sprachverwirrung und menschliche Eitelkeit zum Thema hat. In Zeiten von Kriegen, Entfremdung und menschengemachten Naturkatastrophen ein überaus spannendes Thema.
Das hervorragende Albumcover wurde vom amerikanischen Fotografen David LaChapelle gestaltet und fasst zusammen, worum es auch in der Musik geht: Tradition und futuristische Vision. Indochine schaffen auf zwei CDs in fast 90 Minuten Länge ein grandioses Klangerlebnis. Elektronische Klanglandschaften – teils fröhlich, teils düster. Französische Lyrics und Vocals, die mal in Form eines Chansons und dann wieder mit sehr viel Pathos vorgetragen werden.
Musikalisch wird der Stil von Bands wie Depeche Mode, MGMT oder New Order hier auf ein neues Level gehoben. Ein großartiges neues Album mit starken Emotionen – wie geschaffen für eine Welt, in der keiner mehr versteht, was hier eigentlich vor sich geht.
Mal wieder hat sich David Gilmour viel Zeit gelassen für sein neues Soloalbum – doch das Warten wurde belohnt. Neun Jahre sind seit „Rattle That Lock“ vergangen. Damit blieb er im Rhythmus, denn „On An Island“ hat schon 18 Jährchen auf dem Buckel. Alle drei eroberten Platz 1 der UK-Charts und mit dem aktuellen Werk „Luck And Strange“ setzte sich der Brite erstmals auch in Deutschland an die Spitze. Kein Wunder – ist er doch der einzige, der das Vermächtnis von Pink Floyd noch ernsthaft hochhält. Diese haben sich mit „The Endless River“ vor zehn Jahren endgültig verabschiedet. Nick Mason widmet sich solo der ganz frühen Bandphase, Roger Waters verliert sich in halbgaren Verschwörungstheorien und ansonsten muss man schon eine der genialen Coverbands aufsuchen, um an alte Zeiten erinnert zu werden.
Gilmour hingegen wartet mit solider und weitestgehend entspannter neuer Musik auf. Ob er sich beim Albumtitel vom US-amerikanischen Wahlkampf inspirieren ließ? Eine bessere Zusammenfassung der Geschehnisse dort in nur drei Worten kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Fünf Monate arbeitete Gilmour in Brighton und London am neuen Werk. Das Album wurde von David selbst und Charlie Andrew produziert. Die meisten Lyrics stammen von Co-Autorin Polly Samson, mit der David schon seit 30 Jahren zusammenarbeitet. Sie sagt über die Themenbereiche, die ihre Texte auf „Luck And Strange“ abdecken: „Es geht um Sterblichkeit, darum, wie du die Welt betrachtest, wenn du älter wirst.“ Und Gilmour fügt an: „Während des Lockdowns und danach haben wir viel über diese Themen nachgedacht.“ Für Polly wirkte die Zusammenarbeit mit Charlie Andrew sehr befreiend, denn „er möchte wissen, worum es in den Songs geht. Jeder, der die Songs performt, soll die Lyrics kennen und das in sein Spiel einfließen lassen.“
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Auf dem Album sind acht neue Tracks, darunter ein Cover von „Between Two Points“ (Originalinterpreten: The Montgolfier Brothers) zu hören. Kein Geringerer als Anton Corbijn hat Artwork und Fotos beigesteuert. Und folgende Musiker waren an der Entstehung von „Luck and Strange“ beteiligt: Guy Pratt & Tom Herbert am Bass, Adam Betts, Steve Gadd und Steve DiStanislao am Schlagzeug sowie Rob Gentry & Roger Eno an den Keyboards. Für die Streicher- und Chor-Arrangements war Will Gardner verantwortlich. Auf dem Titeltrack des Albums ist eine Aufnahme des verstorbenen früheren Pink Floyd-Keyboarder Rick Wright zu hören, die 2007 bei einer Jam Session in Davids Scheune entstand!
Einige Beiträge der Gastmusiker*innen gehen auf die Live-Streams zurück, die David Gilmour und seine Familie 2020 und 2021 in den Lockdown-Phasen produzierten. Ein Beispiel sind der Leadgesang und das Harfenspiel von Romany Gilmour auf dem Titel „Between Two Points“. Gabriel Gilmour steuert ebenfalls Backing Vocals bei.
Wie immer gibt es sehr atmosphärische Arrangements im Stil ruhiger Floyd-Titel. Gilmours Gitarrenspiel ist wieder wie vom anderen Stern. Hinzu kommt seine entspannte, grandios verlebte Blues-Stimme, der man ihre 78 Jahre Altersweisheit absolut anhört, was das Hörerlebnis besonders stark macht. David versteckt sich nicht hinter produktionstechnischer Perfektion, sondern zeigt sich so, wie er ist. Der Abschluss mit dem epischen „Scattered“ ist dann überraschend düster und experimentell. Aufgelöst wird das musikalische Geschehen mit zwei Bonustracks, wobei für „Yes, I Have Ghosts“ wieder Romany mit an Bord ist und wir den Titelsong im frühen originalen Band Jam genießen dürfen.
„Luck And Strange“ ist ein wundervolles Klangkunstwerk. Die Gitarrensoli sind perfekte Anleihen an den besten Pink-Floyd-Sound und Romanys Stimme ist betörend schön. Ein Spätwerk des Meisters, nach dem sich alle Fans gesehnt haben.
Geboren in Argentinien kam Semino Rossi 1985 über Spanien nach Österreich. Der Sohn einer Pianistin und eines Tangosängers verdiente seine Brötchen zunächst mit Straßenmusik und auf Hotelveranstaltungen. Als 2004 sein erstes Album erschien, führte die Karriere über den Musikantenstadl und Florian Silbereisens Winterfest in die Herzen der Fans von Schlager und Volksmusik. Seitdem ging es steil bergauf und Top 10-Plätze in den deutschen, österreichischen und schweizerichen Charts sind ihm seit vielen Jahren sicher. Das aktuelle Werk trägt den Titel „Magische Momente“ und erscheint beim altbekannten Label Ariola.
Fotocredit: Konstantin Kurasch
Es sind schon echte Schmachtfetzen, die man da zu hören bekommt – mit pathetischen Chören und Schlagerbeat. Sein Akzent klingt frauenbetörend charmant. Diese Karte kann er jederzeit ausspielen. Auf „Magische Momente“ beleuchtet Semino Rossi alle Facetten der Liebe: Die romantische Art wie auf dem Duett „Wenn einmal heute keinmal wär (feat. Francine Jordi)“, dem vor Hingabe pulsierenden „Gigantische Liebe“ oder dem packenden Popschlager-Hit „Exklusiv“ genauso, wie familiäre Zuneigung und natürlich auch Selbstliebe, wie er mit dem nachdenklichen „Schreib deinen Wünschen einen Brief“ und der schwerelos-schwebenden Tagträumerei „Das wollt ich schon immer mal tun“ zeigt.
Seminos Statement zum Album: „Das ganze Leben ist ein magischer Moment für mich. Wir sollten es in vollen Zügen genießen, denn gestern ist vorbei und niemand weiß, was der nächste Tag bringt. Der einzige magische Moment, den man selbst in der Hand hat, ist der Augenblick, das Jetzt. Und es liegt an uns allen, wie wir unser Leben gestalten. Ich hoffe, dass dieses Album ein magischer Moment im Leben meiner Fans wird, für die ich große Dankbarkeit empfinde. Sie haben mich über zwanzig Jahre begleitet und alle Tiefen und Höhen gemeinsam mit mir erlebt. Ich wünsche jedem einzelnen von ihnen ein Leben mit magischen Momenten. Con todo Corazon, Euer Semino”
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Die manchmal etwas platten Lebensweisheiten in den Texten passen zum Schlagermetier. Doch es ist Rossis große Stärke, diese leidenschaftlich zu präsentieren. Hinzukommt eine moderne, tanzbare Produktion, für die das Publikum seinen nahbaren Star liebt. Wirklich groß wird es dann im Duett mit Charlien zu einer feinen Pianomelodie und orchestralen Klängen. Stücke wie „The Music Of My Heart (La Musica De Mi Corazon)“ und „Das wollt ich immer schon mal tun“ sind für mich die Highlights des Albums. Auch das lateinamerikanisch verspielte „Cuando Me Enamoro“ klingt sehr authentisch.
16 Songs bieten genug Platz, um sowohl seine Fans umfangreich zu bedienen als auch Überraschungen in die Tracklist zu stellen. Die berührende Ballade „Als wärst du noch hier“ zeigt eine wunderschön melancholische Seite des Sängers. So kann auch der nicht-schlageraffine Konsument ihm bisweilen gut zuhören.
Seit zwei Dekaden verzaubert Semino Rossi ein Millionenpublikum mit seinem unvergleichlichen Charme, seinem feinsinnigen Humor und seiner Leidenschaft, die Herzen zum Singen, Tanzen und Träumen bringt – unvergessliche Augenblicke, auf die sich seine Hörerinnen und Hörer auch auf dem neuen Studioalbum freuen dürfen: Mit seinen aktuellen Songs präsentiert sich Semino Rossi so unverbraucht, modern und tanzbar wie nie zuvor, während er erneut sein unvergleichliches Gespür für den unwiderstehlichen Zauber der Musik beweist, den er mit seiner Samtstimme und seinem lateinamerikanischen Temperament wunderbar ausdrückt. Er liebt die großen Gefühle – und das Publikum liebt ihn! Nachdem der gebürtige Argentinier in den vergangenen Monaten bereits drei gefeierte Single-Vorboten aus seinem sehnsüchtig erwarteten Longplayer vorausgeschickt hat, schenkt Semino Rossi seinen Fans in seinem 20. Jubiläumsjahr nun buchstäblich „Magische Momente“!
Mit insgesamt sechs seiner vielfach mit Gold und Platin ausgezeichneten Alben enterte Semino Rossi den 1. Platz der österreichischen Albumcharts und setzte sich mit dem 2006 veröffentlichten, mit Doppel-Platin prämierten „Ich denk an dich“ auch an die Spitze der deutschen Hitparade. Mit „So ist das Leben“ legte der 62-jährige Ausnahmesänger im Sommer 2019 sein bisher erfolgreichstes Album via Ariola/ Sony Music vor, mit dem er jeweils auf Platz 1 in Österreich und in der Schweiz, sowie auf Platz 2 der deutschen Charts einstieg. Ein Erfolg, an den Semino Rossi nahtlos mit dem im Frühjahr 2022 erschienenen „Heute hab ich Zeit für dich“ anknüpfte, das ebenfalls den 1. Platz in Österreich, Platz 2 in Deutschland und Platz 3 in der Schweiz belegte.
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Auf „Magische Momente“ beleuchtet Semino Rossi alle Facetten der Liebe: Die romantische Art wie auf dem Duett „Wenn einmal heute keinmal wär (feat. Francine Jordi)“, dem vor Hingabe pulsierenden „Gigantische Liebe“ oder dem packenden Popschlager-Hit „Exklusiv“ genauso, wie familiäre Zuneigung und natürlich auch Selbstliebe, wie er mit dem nachdenklichen „Schreib deinen Wünschen einen Brief“ und der schwerelos-schwebenden Tagträumerei „Das wollt ich schon immer mal tun“ zeigt.
„Das ganze Leben ist ein magischer Moment für mich. Wir sollten es in vollen Zügen genießen, denn gestern ist vorbei und niemand weiß, was der nächste Tag bringt. Der einzige magische Moment, den man selbst in der Hand hat, ist der Augenblick, das Jetzt. Und es liegt an uns allen, wie wir unser Leben gestalten. Ich hoffe, dass dieses Album ein magischer Moment im Leben meiner Fans wird, für die ich große Dankbarkeit empfinde. Sie haben mich über zwanzig Jahre begleitet und alle Tiefen und Höhen gemeinsam mit mir erlebt. Ich wünsche jedem einzelnen von ihnen ein Leben mit magischen Momenten. Con todo Corazon, Euer Semino”
Semino Rossis neues Album „Magische Momente“ erscheint am 6. September 2024 in den Formaten Standard-CD (inkl. 16 Tracks), als Stream und Download (inkl. 21 Songs), als limitierte Fanbox (inkl. 19 Tracks, Kochschürze, Notizblock und Stickerbogen) sowie als exklusive Amazon-Fanbox-Edition (inkl. 19 Tracks, Kochschürze, Notizblock, Stickerbogen und Stift).
Vor 40 Jahren, am 4. Juni 1984, kam Bruce Springsteens legendäre LP BORN IN THE U.S.A. erstmals auf den Markt. Anlässlich dieses Jubiläums veröffentlicht Sony Music das Album nun auf farbigem Vinyl. Die Platte erscheint in transparentem Rot, wird in einem Gatefold-Cover geliefert und bietet außerdem ein exklusives Booklet mit Archivmaterial aus der Entstehungszeit. Darin finden sich Liner Notes von Erik Flannigan und eine vierfarbige Lithografie.
BORN IN THE U.S.A. brach nach Erscheinen alle Rekorde. Nicht nur, dass es gleich sieben Titel der Tracklist in die Top Ten der Charts schafften, was bis dahin keinem Künstler gelungen war. Auch die Verkaufszahlen waren mit (bis heute) 17 Millionen verkauften Einheiten ebenfalls spektakulär.
Credit: Sony Music
Natürlich stellten Bruce Springsteen und die E-Street Band das Album einem Livepublikum vor und schrieben auch hier Geschichte: Auf ihrer bisher erfolgreichsten Tournee, die im Sommer 1984 startete, spielten die Musiker weltweit 156 Shows vor ausverkauftem Haus; bis heute sind Albumtracks wie “Dancing In The Dark,” “No Surrender” und “Glory Days” fester Bestandteil von Springsteens Konzerten.
Auch 40 Jahre später ist bei den Rock-Legenden keine Live-Müdigkeit zu spüren. Schon 2023 begeisterte Springsteen mit 66 Shows, die 1,5 Millionen Tickets verkauften und zu den besten zählten, die er in seiner langen Karriere ablieferte. Nun startet am ersten Maiwochenende 2024 die große Europatournee in Wales und das Publikum kann sich auf ein unvergessliches Event freuen. „Hier kann keine andere Band mithalten“, meint zum Beispiel das Billboard-Magazin und auch der renommierte Rolling Stone findet „es werden immer noch Maßstäbe gesetzt“. Variety setzt mit „die energiegeladenste Show … die er je auf die Beine gestellt hat“ noch eins drauf.
Die „40th anniversary“-Ausgabe von BORN IN THE U.S.A. setzt eine Veröffentlichungsreihe bei Sony Music fort. So erschien am 19. April die karriereumspannende „Best of Bruce Springsteen“-Collection mit 18 Tracks auf Doppel-LP und CD. Die Tracklist der digitalen Edition umfasste sogar 31 Songs.
Das Jahr 2023 kann der Lübecker Singer-Songwriter Florian Künstler wohl als das Jahr seines Durchbruchs in der deutschen Musikszene abspeichern. Zuerst erreichte sein Hit „Kleiner Finger Schwur“ Millionen von Nutzern der Plattformen TikTok und Instagram und dann stiegt sein Debüt-Album „Gegengewicht“ von 0 auf Platz 11 in den deutschen Album Charts ein. Seitdem hat sich im Leben von Florian Künstler so einiges positiv verändert, vor allen Dingen kommen deutlich mehr Menschen zu seinen Konzerten und zeigen sich zutiefst berührt von den emotionalen Texten des charismatischen Sängers. Auch 2024 ist bereit sehr gut gestartet und seine Kollaboration mit Alexander Eder mit dem Titel „Lass dir Zeit mit erwachsen werden“ knackte in kürzester Zeit bereits über eine Millionen Streams allein bei Spotify. Seit April ist Florian Künstler bundesweit auf einer bereits größtenteils ausverkauften Tour durch Deutschland und Österreich und am 1. September hat er musikalische Freunde wie Cassandra Steen oder Laith Al-Deen zu seinem ersten eigenen „Florian Künstler & Friends“ Open Air in Lübeck eingeladen.
Fotocredit: Electrola / Universal Music
Ich durfte Florian kurz vor dem Konzert am 28. April 2024 in der Garage Saarbrücken treffen und erlebte einen sehr sympathischen, gut gelaunten Künstler, der sehr offen auf all unsere Fragen geantwortet hat:
Hallo Florian. Schön, dich zu treffen. Ich hab dich letztes Jahr zweimal live gesehen. Zunächst hier in der Saarlandhalle als Support von Max Giesinger, dann beim Reeperbahn Festival in Hamburg. Jetzt bist du auf großer Solotour. Deine Karriere hat ziemlich schnell Fahrt aufgenommen. Wie war das für dich?
Surreal ist das richtige Wort, glaube ich. Bei Max war es schon sehr beeindruckend, die Größe dieser Halle zu sehen. Da dachte ich „Oha – viele Menschen.“ Jetzt bin ich allein mit meiner Band unterwegs. Das ist sehr schön, aber man realisiert das immer erst später. Ich bin so fokussiert, dass der Abend gut läuft und die Leute Spaß haben. Und wir natürlich auch. Du gehst abends zum Bus, bist morgens in einer anderen Stadt, dann Bühne, Soundcheck und Power. Es ist eine der schönsten Sachen, die ich erleben darf. Allein wenn ich jetzt daran denke, dass gleich so viele Menschen da stehen. Das ist eh komisch, dass Leute kommen, um uns zu sehen. Bei Spotify sehe ich nur Zahlen, aber hier sehe ich Menschen, die mitsingen. Es gibt nichts Schöneres!
Deine Songs bieten sich ja zum Mitsingen an. Beim Reeperbahn Festival habe ich das ziemlich eindrucksvoll erlebt, wie du das Publikum mitgerissen hast.
Hamburg hat meistens Power. Es waren nicht viele, aber es war sehr laut.
Wenn du jetzt am Eingang der Garage schaust: Da sitzen schon seit 15.30 Uhr ein paar Mädels, um nachher in der ersten Reihe zu sein. Einlass ist erst um 19 Uhr.
Ja, krass. Muss ich mal „Hallo“ sagen gehen. Ich bin ja kein Max und kein Johannes, wo man um die Plätze vorn kämpfen muss. Aber es ist gleichzeitig auch schön. Ich hoffe nur, dass sie was Warmes zum Anziehen dabei haben. Ist doch ziemlich kalt heute draußen.
Fotocredit: Ben Wolf
Beim Reeperbahn Festival hast du die “Homeless Gallery” unterstützt – ein Projekt, bei dem Obdachlose mit Hilfe einer KI Bilder erstellt haben. Ich fand es sehr beeindruckend, was da an Kunstwerken geschaffen wurde. Was bedeutet es für dich, solche Projekte zu begleiten?
Ich weiß aus erster Hand, wie sich das wirklich anfühlt, weil ich vorher auf der anderen Seite war. Man wird unsichtbar und ist kein Mitglied der Gesellschaft mehr. Das Projekt hat diese Situation sichtbar gemacht. Gerade Leute, die lange auf der Straße leben, verschließen sich. Nicht jeder kann sich gut ausdrücken. Nun hatten sie die Möglichkeit, mit Hilfe einer KI ihre Gedanken auf ein Bild zu bringen. Man konnte den Stolz von allen spüren, die da waren und einen Teil von sich gezeigt haben. Ich kannte das Gefühl und war froh, die Menschen supporten zu dürfen. Ich habe auch selbst eins der Bilder ersteigert. Wenn das Geld jetzt dabei hilft, dass jemand sich sein Leben wieder ein bisschen aufbauen kann oder die Organisation alles sichtbar machen kann, dann war es gut. Ich hab schon viel gemacht. In Berlin war ich bei der Caritas tätig, in Lübeck hab ich den Wärmebus gefahren.
Machst du das noch selbst?
Ja, im Winter fahre ich oft noch beim Wärmebus mit. Im Sommer hab ich jetzt nicht so viel Zeit wegen der Musik und der Tour, aber im Winter bin ich wieder dabei.
Auf deinem ersten Album erzählst du viele kleine Geschichten, bei denen es oft um schwierige Themen geht – wie Trauer und Depression. So klingen deine Songs manchmal wie kleine Lebensratgeber und Mutmacher. Schöpfst du dabei aus eigenen Erfahrungen?
Ja, das hab ich selbst erlebt. Eine Zeit lang dachte ich, dass ich nie wieder fröhlich werde. Das war ein heftiger Schnitt in meinem Leben – vielleicht der heftigste. Und was Trauer angeht: Ich habe öfter Menschen gehen lassen oder mit Trauerverabeitung umgehen müssen. Jemanden zu verlieren, den man nie wieder sehen wird – das habe ich nicht verstanden. Oder für mich als Pflegekind in verschiedenen Familien aufzuwachsen, das war auch nicht so einfach. Das musste ich in meine Lieder packen und das ist auch ein wenig Heilung für mich. Wenn ich „Tausende mehr“ mit dem Publikum singe, das ist ein Wahnsinnsgefühl. Und danach bekomme ich viele Nachrichten auf Instagram oder werde beim Autogrammeschreiben angesprochen. Dann erzählen mir Menschen, dass sie in Kliniken waren oder sich Hilfe gesucht haben. Jeder Mensch hat bestimmt in seinem Leben eine Phase, wo er denkt, ich sehe mich von außen, ich erkenne mich gar nicht wieder. Die hatte ich auch, aber ich habe das Glück, dass ich darüber singen kann.
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Ich denke auch, dass deine Lieder den Menschen helfen können. Dass sie sich verstanden fühlen.
Genau. Ich will immer auch Hoffnung drin haben. Bei „Schwarzer Anzug“ heißt es: „Gib mir ein Zeichen und ich werde es verstehen“. Oder „wenn du jetzt glücklich bist“ in „Tausend Raketen“. Das sind schwere Themen, aber gleichzeitig hoffe ich, dass die Menschen, die nicht mehr da sind, spüren, dass wir an sie denken. Wenn wir auf einem Konzert sind und ich dieses Thema anspreche, sehe ich in den Augen der Menschen, dass sie an einen geliebten Menschen denken, den sie verloren haben. Und diese Person ist dann für drei Minuten – so lange das Lied geht – kurz wieder da. Die Tränen sind nicht unbedingt Traurigkeit, sondern: Es war ein schönes Leben mit dir und ich vermisse dich, aber ich weiß, dass das Leben so ist.
Wenn du das so erzählst, bekomme ich Gänsehaut.
Und ich hab Gänsehaut, wenn ich da im Konzert stehe, wenn die Lichter angehen und wir zusammen singen. Dieses Gefühl, mit Depressionen nicht alleine zu sein, ist so wichtig. Gerade Männer haben Schwierigkeiten, damit umzugehen. Aber dann schaue ich in die Gesichter und weiß: In diesem Augenblick sind wir ganz viele. Man kann das im Moment nicht reparieren, aber es nimmt ein bisschen die Last. Man guckt sich um und denkt: Ach, du auch.
Um wen geht es in „Schwarzer Anzug“?
Um einen guten Freund aus der Schule, der viel zu früh gehen musste. Es war einfach unfair. Da musste ich erstmals mit Trauer umgehen. Vor dem Song erzähle ich bei Konzerten gerne die Geschichte, wie ich auf der Beerdigung stand und sagte: Gib mir ein Zeichen. Und dann ging ein Ruck durch die Bäume, der war richtig heftig. Natürlich kann das Zufall gewesen sein, aber ich dachte: Ja – da ist das Zeichen.
Bei deinen Konzerten hat man das Gefühl, dass du auch einem großen Publikum sehr nahe sein kannst. Hat dir deine Zeit als Straßenmusiker geholfen, eine solche Nähe zu den Menschen aufzubauen?
Ich bin immer sehr aufgeregt, aber ich fühle mich auch wohl. Ich kann nur zeigen, was ich habe. Wenn das jemand gut findet, dann freue ich mich. Man kann es nicht allen recht machen, aber wenn man in einem Riesenpublikum ein paar erreicht, das ist richtig schön. Ich will alles raus geben, was ich habe. Das ist es ja auch, was ich selbst bekommen möchte – etwas Unverpacktes. Aber ich bin total nervös und mache mir so richtig in die Hose da vorne. Die Straßenmusik hilft mir da schon. Überhaupt dass ich die Shows so durchhalte. Fünf Shows hintereinander – da hilft mir die Straßenmusik sehr. Ich musste laut singen und mir Aufmerksamkeit erkämpfen. Auf der Straße war ich auch immer sehr aufgeregt. Man fängt vor nichts an zu singen, stört vielleicht die Leute, die da arbeiten.
Und wenn keiner stehen bleibt, hast du verloren.
Ja, damit musst du auch umgehen. Das ist ganz schön heftig. Aber da lernst du ganz gut, dass nicht jeder die gleiche Musik hört. Nicht jeder hat Zeit oder manche sind mit eigenen Problemen beschäftigt. Dann schau ich mir die Leute im Publikum an. Gestern war da eine Frau, die die ganze Zeit so böse geguckt hat. Und ich dachte: Oh, der gefällt es wohl gar nicht. Ich sehe sowas immer während der Konzerte. Und zum Schluss kam sie zu mir und meinte: „Das war das schönste Konzert ever. Ich war so berührt.“ Ich hab es nicht verstanden, aber man kann halt nicht in die Menschen rein schauen. Man sollte sich nicht verrückt machen, aber jeder Sänger macht sich verrückt. Wenn jemand an der falschen Stelle lacht oder hustet. Die Unsicherheit ist oft so groß, aber wenn es nicht so wäre, wäre es noch falscher.
Du hast viele soziale Ämter, in denen du tätig bist. Sind das alles Ehrenämter oder hast du auch einen sozialen Beruf erlernt?
Ich habe Rettungsassistent gelernt, bin Krankenwagen gefahren. Dann habe ich in einer Schule als Schulbegleiter mit Kindern mit Autismus gearbeitet. Ich habe jede Menge Jobs gemacht und es waren immer die sozialen. Ich mochte es, mit Menschen zu arbeiten, habe gern die Geschichten gehört. Wollte wissen, was in den Köpfen so los ist. Da ich selbst Pflegekind war, wusste ich, wie es den Kindern so geht. Dass sie es in der Schule nicht so leicht haben. Ich war mehr so ein Freund und es war für die meisten sehr cool, einen größeren Freund zu haben. Es gibt nicht traurigeres als ein Kind, dass allein auf dem Schulhof sitzt und mit dem keiner was zu tun haben will. Dann haben andere Kinder mich gefragt: „Warum bist du denn hier?“ Und ich habe erklärt, dass das eine Kind vielleicht etwas ruhiger ist und warum. So hat man über Autismus gesprochen, ohne das medizinisch darzulegen. Wenn diese Kinder danach etwas mehr in die Gemeinschaft eingebunden wurden, hat mich das sehr gefreut.
Ich kann das gut nachvollziehen, da ich selbst im Hauptberuf als Sozialpädagoge mit beeinträchtigten Menschen arbeite.
Ach ja, cool. Dann kennst du das ja. Manchmal dauert es recht lange, bis man Erfolge sieht, aber wenn sie da sind, ist es echt krass.
Fotocredit: Electrola / Universal Music
Natürlich gibt es nicht nur problembeladene Songs von dir, sondern auch positive und lustige Anekdoten wie das humorvolle “Gegengewicht” oder „Magnet“. Magst du auch dazu was erzählen?
Richtig. „Vergiss die Guten Tage nicht“ oder „Marie“ – das sind ja nicht nur traurige Sachen. Ein Konzert sollte immer beides haben: Nachdenkliches und Hoffnung. Und ein bisschen tanzen. Wir haben auch ein paar Dance-Sachen drin. Dieses Potpourri macht ein Konzert für mich aus. Man taucht kurz in etwas Schweres ein, wird aber auch wieder rausgeholt. Manchmal ist es witzig, manchmal auch ungewollt witzig. Dann gibt es Momente, wo wir einfach zusammen laut singen, grölen, abtanzen. Ich mag meine Band sehr und die haben echt Bock zu spielen.
Wie geht es weiter? Wird es bald ein zweites Album von dir geben oder ist das noch weit weg?
Ich denke, Anfang des nächsten Jahres. Ich schreibe schon und das Schwere wird sein, aus der Vielzahl an Songs die Songs fürs Album auszuwählen. Ich habe so viel geschrieben, dass es wohl ein schwieriger Prozess wird. Es sind bestimmt dreißig Songs, und davon muss ich dann 12-13 auswählen. Ich werde ohnehin viele raus bringen bis dahin und ein paar werden auf dem Album sein, aber die Leute sollen auch nicht alles schon kennen, wenn das Album erscheint.
Genau. Ein paar Überraschungen müssen dabei sein. Was dürfen wir denn vom heutigen und von weiteren Konzerten der aktuellen Tour erwarten? Wird es schon neue Songs geben? Singst du auch Coverversionen?
Wir haben eine neue Nummer mit deutschem Text auf die Melodie von „Time After Time“. Da müssen wir noch auf die Freigabe der Rechte warten, um das rauszubringen. Aber echte Coverversionen nicht. Ich hab das schon gesehen – bei Wincent und Johannes -, aber da musst du stabiler sein, um das machen zu können. Max lässt ja manchmal die Leute raussuchen, welcher Song gespielt wird. Das klappt total gut und lockert die Stimmung. Manchmal ist es „Highway To Hell“ oder sowas. Man braucht auf jeden Fall eine gute Band. Von meiner Zeit auf der Straße hätte ich noch ein paar Cover.
In Lübeck wird es Anfang September ein Konzert “Florian Künstler & Friends” geben. Cassandra Steen, Alexander Eder, Laith Al-Deen und Madeline Juno sind mit dabei. Wie kam es dazu? Was verbindet dich mit diesen Künstler*innen?
Freundschaften! Es ist ja verrückt, dass du mit der Zeit deine Idole triffst. Die meisten kennen sich untereinander. Mit Laith habe ich Songs geschrieben für sein neues Album. Mit Cassandra, Maddie und Alex hab ich Duette. Zuerst gab es die Freundschaften und daraus sind die Duette gewachsen. Deshalb heißt es ja „Florian Künstler & Friends“ und ich dachte, wen lade ich ein? Es ist sonntags in Lübeck, wird riesengroß und ich hoffe, dass viele Menschen kommen.
Dann wünsche ich dir viel Glück und erfolgreiche Konzerte. Vielen Dank für deine Zeit und das Interview!
Herzlichen Dank an Daniela von der Promotion-Werft für die Vermittlung des Interviews.
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Das Konzert war ebenso bewegend wie das Interview. Zunächst war die wundervolle revelle als Support allein am Klavier und gab ihre emotionalen Songs zum Besten. Dann startete Florian mit Band und sattem Sound voll durch. Allerdings hatte er fast immer auch selbst eine Gitarre in Händen und war bei Stücken wie „1000 Raketen“ und „Du bist nicht allein“ solo auf der Bühne.
in 110 Minuten Konzertlänge mit zwei Zugaben erzählte Florian aus seinem bewegten Leben und vom Fanmoment mit Cassandra Steen. „Wovor hast du Angst?“ glänzte mit einem tanzbaren Sound – und dann gab es Mitsingparts wie bei „Luke und Lorelei“. Er sprach offen über seine Pflegefamilie und die verstorbenen Großeltern. Trotzdem gab es mit „Vergiss die guten Tage nicht“ dazu einen positiven Song.
Der Abend in der Garage hat viele Menschen bewegt – und wer nicht genug bekommen hat, kann Florian Künstler schon bald wieder als Support von Max Giesinger in Trier sehen: am 20.6.2024 vor der Porta Nigra!
Hier die aktuellen Tourdaten für 2024 und 2025:
30.04.24 Freiburg, Jazzhaus
01.05.24 Ulm, Roxy
02.05.24 Wien, B72
03.05.24 Leipzig, Werk 2
04.05.24 Dresden, Alter Schlachthof
01.09.24 Lübeck, Kulturwerft Gollan Open Air „Florian Künstler & Friends“
Ich tue mich – ehrlich gesagt – immer noch etwas schwer mit der elektronischen Ausrichtung, die Alexa Feser bei ihren Veröffentlichungen in den letzten Jahren pflegt. Wenn ich sie dann live sehe und sie zwischenzeitlich allein am Keyboard sitzt, oder wenn ich die Pianoversionen von neuen Songs wie „Mein Name ist“ und „Fritten“ höre, denke ich schon etwas wehmütig an die Zeit von „Gold von morgen“ und „Zwischen den Sekunden“ zurück.
Nach dem großartigen „A!“ ist der Sound nun seit „Liebe 404“ viel moderner, aber auch steriler. Was geblieben ist, sind die tiefgründigen Texte und ihre eindringliche Stimme. Der Song „Fritten“ ist eine melancholische Antwort an den Zusammenhalt, den wahre Freunde erfahren, wenn sie eine schwierige Zeit durchleben und bedingungslos füreinander da sind. Ob es die nächtliche Fahrt nach Hause ist, das Tragen der Kisten beim Umzug nach einer Trennung oder die Portion Fritten mit Mayo nachts um halb vier.
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„Checkbox“ beschäftigt sich mit dem ernsten Thema Depression. So öffnet jeder Song eine neue Tür. Vom strahlenden Banger „Highscore“, den man nicht laut genug drehen kann, bis hin zur personifizierten Hoffnung in „Mein Name ist“ – einem Song, bei dem Alexa es schafft, einem so großen Begriff wie Hoffnung eine Stimme zu geben, die durch außergewöhnliche Bilder tröstend wirkt, in einer Schlichtheit, ohne dabei kitschig zu sein.
„Al Pacino“ klingt laut und lebendig durch seine schnellen Bilder, süß-sauer thematisiert dieser Track die Kunst des Ablenkens von jemandem, den man mal sehr geliebt hat. Dann wartet „Kaiserschnitt“, der filmischste Song von allen, mit dem wir eine Welt betreten, die modern, melancholisch und gleichzeitig befreiend ist, nicht zuletzt durch das Feature mit einer AI. „Was du brauchst“ ist ein kluger, beobachtender Song über das Alles und das Nichts im Leben. Darüber, dass sich am Ende immer alles so einpendelt, wie man es vielleicht nicht immer will, aber braucht.
„Kino“ ist auf jeden Fall wieder ein solides Album von Alexa mit Tiefgang und sympathischen inhaltlichen Ideen. Kein Meisterwerk, aber eine gute Grundlage für die kommenden Konzerte, bei denen dann auch sicher das Piano erneut genügend Raum bekommt.
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Im Kopf wieder Kino Tour 2024
21.04.2024 – Mainz, Frankfurter Hof
23.04.2024 – Köln, Kulturkirche Köln
24.04.2024 – Hamburg, KENT Club
25.04.2024 – Dresden, Alter Schlachthof
26.04.2024 – München, STROM
27.04.2024 – Berlin, Hole 44
Es wird dringend Zeit, dass Paloma Faith Blomfield (so ihr vollständiger Name) auch in Deutschland bekannter wird. Die britische Künstlerin ist ein Gesamtkunstwerk – das war von dem Moment an klar, als sie ihre Erfahrungen als Tänzerin, Schauspielerin, Theaterregisseurin und Sängerin bündelte und mit ihrem Debüt „Do You Want The Truth Or Something Beautiful“ im Jahr 2009 die musikalische Showbühne betrat. Mit ihrem neuen Album „The Glorification of Sadness“ lässt Paloma nun ihren Emotionen freien Lauf und beeindruckt durch ein sehr persönliches Songwriting.
Dabei ist das Album lebendiger, als der Titel vermuten lässt. Schon der Opener funktioniert als starker Gitarrensong, in dem Paloma die Qualitäten ihrer Stimme ganz ausspielt. Das elektronische „Pressure“ zeigt sie im Duett mit Rapper Kojey Radical. So gibt es Elemente aus Pop, Soul und Disco mit einem ordentlichen Anteil an schwelgerischen Balladen. Manchmal ist mir das Geschehen zu elektronisch, doch bei einer Länge von 52 Minuten gibt es genug Abwechslung, um darüber hinweg zu sehen. Selbst die Beats von „Cry on the Dance Floor“ gewinnen, wenn Palomas eindringliche Stimme drüber liegt.
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Palomas heftiges sechstes Album ist ein episches, weitläufiges, zutiefst persönliches Album, das diese Gefühle in einer chronologischen Reise durch das Zerbrechen einer erwachsenen Beziehung und damit einer Familie verarbeitet. Es gibt keine Schlussfolgerungen, nur einfühlsame Fragen einer Künstlerin, die davon besessen ist, den Status quo zu hinterfragen und Annahmen auf den Kopf zu stellen. Nachdem sie „Infinite Things“ fertiggestellt hatte, indem sie während der Pandemie in ihrem Keller lernte, selbst zu produzieren, wird Paloma hier als ausführende Produzentin genannt, die akribisch an den Abmischungen gefeilt, die Autorenteams orchestriert und die visuelle Welt des Albums mitgestaltet hat.
Co-produziert wurde das Album zusammen mit dem in Schweden geborenen, aber in LA lebenden Martin Wave, der sich einen Namen im Hollywood-Filmbereich gemacht hat. Nachdem sie begonnen hatten, gemeinsam an einem Track für das neue Album zu arbeiten und Martins cineastischen Produktionsstil zu schätzen wussten, wurde er schnell zu einem Eckpfeiler des Albums. Auf dem Album sind außerdem Chase & Status, Kojey Radical, Maverick Sabre, Lapsley, MJ Cole, Fred Cox, Amy Wadge, Liam Bailey und Jaycen Joshua zu hören.
Gesanglich reiht sich Paloma mühelos neben Sängerinnen wie Amy Winehouse, Adele oder Duffy ein, und ebenso wie diese legt sie beim Singen weniger Wert auf Schönheit als auf Emotionalität. Die Message des Female Empowerments ist ihr ein großes Anliegen und sie tut alles, um dem gerecht zu werden. „The Glorification of Sadness“ erreicht zwar nicht die Klasse von „The Architect“, doch es ist ein weiterer Meilenstein in ihrer glanzvollen Karriere.
Peter Garrett – inzwischen 70 Jahre alt – ist vor allem bekannt als charismatischer Frontmann der australischen Rockband Midnight Oil. Deren weltweites Renommee hat er auch durch seine politischen Ambitionen geprägt. Garrett war zeitweise gar Umwelt- und Kulturminister in seiner Heimat und gilt als Vorkämpfer für die Rechte der Aborigines.
Sein erstes Soloalbum hat Peter bereits im Jahr 2016 in der Bandpause veröffentlicht, bevor sich die Rockgruppe 2017 wieder vereinte. „A Version of Now“ erreichte immerhin Platz 3 in den australischen Charts. Weltweit aber blieb ihm der große Erfolg verwehrt. Insgesamt klangen die Solosongs nachdenklicher und melancholischer als die kräftigen Rocktitel der Band.
Dieser Trend setzt sich auch beim zweiten Soloalbum „The True North“ fort. Der Songwriter sagt selbst, dass er sich mit der Natur auseinandersetzen und eine neue Wertschätzung durch die Menschen fordern will. Die lebendigen Farben Australiens, seine Sehenswürdigkeiten und die Klänge des Kontinents spielen dabei eine große Rolle.
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Das Album bietet eine intensive, atmosphärische Hörerfahrung mit einer alten Stimme, die nichts von ihrer Strahlkraft verloren hat. Mit oft sanften Melodien stellt die Musik Vocals und Lyrics in den Vordergrund. Fast alle Songs wurden dabei vom Meister selbst geschrieben. Nur für das rhythmische „Paddo“ im Sprechgesang hat er sich Unterstützung von Martin Rotsey geholt und die Hymne „Human Playground“ wurde von Ainslie Wills verfasst.
Tracks wie das 7minütige „Innocence Parts 1 & 2“ erinnern noch am ehesten an Midnight Oil. „Hey Archetype“ kommt mit folkigen Anleihen und „Meltdown“ startet als akustische Ballade, bevor es rockig in die Vollen geht. Mit der Gitarrenballade „Everybody“ endet das 36minütige Album. Dabei stehen die leichten Klänge im Kontrast zur Endzeitstimmung des Songs: „The four horsemen with sharp swords have arrived“.
Dieses sehr persönliche Album Peter Garretts verrät viel von seinen Ideen und seiner Sicht auf die Welt. Es dürfte nicht nur Fans von Midnight Oil gefallen.