Mit „Dir gehört die Welt“ veröffentlichen Maffay + Oerding die zweite Single aus ihrem gemeinsamen Album „Nashville“. Ein Duett für mehr Zuversicht in Momenten, in denen das Leben einfach nicht rund läuft. Jeder von uns kennt Situationen, in denen sich das Leben anfühlt, als ob man sich den kleinen Zeh an der Bettkante stoßen oder der Wind einem mit voller Kraft ins Gesicht pusten würde. Falsche Zeit, falscher Ort. Aber die gute Nachricht ist, dass die Wolken weiterziehen und schon bald die Sonne wiederkommt. Und dafür braucht es gar nicht viel: Nur eine Prise Witz und Mut, eine handvoll Freude und einen guten Schuss Selbstironie. Dann gehört einem schon bald wieder die Welt. Mit „Dir gehört die Welt“ liefern Maffay + Oerding ein Stück Musik, das Mut macht, die Hoffnung nicht zu verlieren und einen auch in vermeintlich schweren Stunden begleiten kann.
Fotocredit: Jennifer Toebben
Die Single ist ein weiterer Vorgeschmack auf „Nashville“, das gemeinsame Album von Peter Maffay und Johannes Oerding – zwei Seelenverwandte, deren Verbindung weit über einzelne gemeinsame Auftritte hinausgeht. Erste Berührungspunkte entstanden bereits im Umfeld von Peter Maffays MTV-Unplugged-Projekt, später begegneten sich beide immer wieder auf und abseits der Bühne – unter anderem beim gemeinsamen Duett „Wenn wir uns wiedersehen“ und auf Maffays großer Abschiedstournee 2024, die Oerding begleitete.
Ein gemeinsames Album war dabei nie der Plan: Erst im Gespräch stellten die beiden fest, dass sie denselben Rock’n’Roll-Kern teilen – Rhythm and Blues, Country-Rock und die Liebe zu handgemachter, erzählender Musik. Aus ersten Demos wurde „Nashville“: aufgenommen letztes Jahr live im renommierten Blackbird Studio in Nashville, innerhalb von nur fünf Tagen – elf Songs, ein komplettes Duettalbum, auf dem beide Künstler gemeinsam auf jedem einzelnen Track agieren.
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Die beliebten Kinderlieder-Alben der „Giraffenaffen“ gibt es bereits seit 15 Jahren und das Konzept hat sich mehrfach leicht verändert. Es gab traditionelle Kinderlieder in aufgepeppter Version, Hip-Hop-Beats, eine Schlagerparty, Jahreszeiten-Themen, daneben Hörspiele, Kinderbücher, Stofftiere – aber das Grundkonzept blieb immer bestehen: Stars der deutschen Musikszene präsentieren beliebte Songs in neuem Sound.
Auch für die zehnte Ausgabe bleibt man sich treu. Bekannte Künstler*innen interpretieren ihre eigenen Songs kindgerecht, kreativ und im unverwechselbaren Giraffenaffen-Sound. Das Ergebnis ist ein abwechslungsreiches Album, das Kindern moderne Popmusik mit Spaß zugänglich macht und gleichzeitig Eltern anspricht, die Wert auf Kindermusik mit Qualität und sinnvollen Inhalten legen.
Diesmal sind unter anderem Die Atzen, Mousse T., Soffie, Johannes Oerding, Wilhelmine, Florian Künstler, Pohlmann und MIA. dabei, und damit viele Deutschpop-Stars, die in den letzten Jahren die Hitparaden stürmte. Sie haben ihre wichtigsten Songs auf die Giraffenaffen zugeschnitten und mit zum Teil neuen Textzeilen versehen.
Zunächst aber kommt die Giraffenaffen-Gang selbst zu Wort und singt zum Jubiläumsauftakt ein mitreißendes „Wir sind 10“:
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Die Auswahl der Titel ist mit starken Botschaften versehen. Soffie hat ihren erfolgreichen Song “Für immer Frühling” neu gedacht und rückt diesmal die Liebe zur Tierwelt in den Mittelpunkt. Entstanden ist ein moderner Popsong mit Herz, der Kinder auf Augenhöhe anspricht und mit einer eingängigen Melodie und einer wichtigen Botschaft ein Lied für die ganze Familie ist. So gibt es Impulse für Gespräche über Freundschaft, Fantasie und den achtsamen Umgang mit Tieren.
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Die Atzen lassen den „Disco Pogo“ kindgerecht wieder aufleben, Johannes schmettert mit dem Giraffenaffen-Chor „An guten Tagen“, Wilhelmine steuert zur Motivation das wundervolle „Solang du dich bewegst“ bei, Florian Künstler erklärt mit „So viele mehr“, wie man sich Unterstützung bei guten Freunden sucht, Pohlmann träumt vom Sommer und MIA. zelebriert den „Tanz der Moleküle“. Eine sehr gute Mischung bewegender Songs.
Damit reiht sich das neue Album perfekt in die beliebte Giraffenaffen-Reihe ein, die schon seit vielen Jahren für kreative Neuinterpretationen, starke Botschaften und ein besonderes Hörerlebnis für die ganze Familie steht und moderne Popmusik in einem neuen Kontext erlebbar macht. Gleichzeitig übernimmt auch das neue Album wieder soziale Verantwortung: Ein Teil der Einnahmen kommt dem Kinder- und Jugendwerk “Die Arche” zugute!
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„Giraffenaffen 10“ steht nicht nur für gute Musik, sondern auch für Verantwortung und Zusammenhalt. Mit Fantasie, Kreativität und Herz gelingt es dem Album erneut, Kinder ernst zu nehmen, ihnen Freude zu schenken – und dabei gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Ein mehr als
würdiges zehntes Album, das zeigt, dass die Giraffenaffen-Idee lebendiger ist denn je!
Tracklist
01 Wir sind 10 – Giraffenaffen Gang
02 Zebrastreifenpferd (Giraffenaffen Version) – Oimara
03 Disco Pogo (GiraffenAtzen Edit) – Die Atzen
04 Ich klecker – Mousse T. feat. Evelyn Weigert
05 Blumenwiese – Giraffenaffen Gang
06 Für immer Tiere – SOFFIE
07 An guten Tagen – Johannes Oerding
08 Solange du dich bewegst – Wilhelmine
09 So viele mehr – Florian Künstler feat. Honigkuchenpferde
10 Wenn jetzt Sommer wär – Pohlmann.
11 Tanz der Moleküle (Giraffenaffen Version) – MiA.
12 Ein Nilpferd muss aufs WC (Dschungelrave Mix) – Giraffenaffen Gang
Max Giesinger meldet sich mit seinem fünften Studioalbum „Glück auf den Strassen“ zurück, ab dem 26. September 2025 ist es überall erhältlich. Auf dem Album erwarten euch 13 Songs, darunter die bereits veröffentlichten Singles „Menschen“, „Butterfly Effect“ und „Wimpernschlag“, sowie viele weitere musikalische Highlights. Neben der klassischen CD- und Vinylversion erscheint das Album auch als exklusive Fanbox. Diese enthält nicht nur besondere Fanartikel, sondern auch ein Ticket für eine einmalige Release-Show – wahlweise in Hamburg oder Karlsruhe. Die „NORD-Box“ beinhaltet das Ticket für das Konzert in Hamburg, die „SÜD-Box“ das Ticket für Karlsruhe.
Songs haben eine Geschichte. Zum Beispiel „Wimpernschlag“, die neue Single von Max Giesinger. Als er die geschrieben hat, war da eine traumhafte, durchgemachte Nacht auf der Hamburger Reeperbahn in seinem Kopf, mit einem lila Sonnenaufgang auf dem Fischmarkt über der Elbe und einer unfassbar guten Police-Coverband in der Fischauktionshalle, in der sich drei Typen in ihren 60ern morgens um halb sechs austobten.
Und Max, der gerade jemanden neben sich hatte, der ihm etwas bedeutet ,machte einmal die Augen zu und schlug sie wieder auf und dachte: Wie geil ist das denn bitte? Nicht das große Ganze, nicht gestern,nicht morgen, sondern jetzt, dieser Moment. „Alles was ich brauch‘ ist da“, singt er, „in nur einem Wimpernschlag“. Songs haben ein Gefühl, das hinter der Geschichte liegt, und das ist meist viel wichtiger als die Story selbst.
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Das Gefühl, das hinter „Wimpernschlag“ steckt, ist… sagen wir mal: Perfektion. Nicht im Sinn von: Besser geht’s nicht, sondern von: Es stört nichts. Nicht dieses ewige Kopfkino, dass auch Max in seinem Leben begleitet, keine Selbstzweifel, keine Dauerbeurteilung, der man nun mal als Mensch des öffentlichen Lebens ausgesetzt ist. Nein, nur ich und du und ein Moment, in dem alles andere ganz weit weg ist. Wer möchte, kann „Wimpernschlag“ als Liebeslied lesen. „Passt schon“, sagt Max, „ich habe beim Schreiben ja auch an einen bestimmten Menschen gedacht. Aber es ist auchein Song über Freundschaft und Verbindung, über das Teilen von besonderen Augenblicken“.
Und deshalb ist es auch kein Zufall, dass er Johannes Oerding dabei hat, das Stück funktioniert zu zweit nämlich noch besser. Und mit Oerding ist Max Giesinger so richtig gut befreundet, seit er bei Johannes‘ Tour vor zehn Jahren im Vorprogramm gespielt hat. Die beiden haben seit damals zusammen auch schon die eine oder andere Nacht durchgemacht. Und nicht seltendabei genau das „Wimpernschlag“-Gefühl eingefangen: Alles ist gut. Wenigstens jetzt und hier.
„Ich bin super happy mit diesem Song“, sagt Max, „weil er genau das wiederspiegelt, was gerade in mir los ist“. Er meint damit dieses Mit-sich-im-Reinen-Sein, das sich irre gut anfühltund ihm ausgezeichnet steht. Was er aber auch meint: Dass er sich dem Gefühl, wie er klingen möchte, wieder ein Stück angenähert hat. Die Hymen wie „80 Millionen“ oder „Wenn sie tanzt“ hatten ihre Zeit und sie bleiben in seinen Leben, gut so. Aber „Wimpernschlag“ ist ein erster Höhepunktinder neuen Ära des Musikers Max Giesingers. Es wird nicht der letzte bleiben.
Credit: BMG / Sony
Im Sommer ist Max mit seiner Band auf diversen Open Air Terminen zu sehen und im Herbst startet die Hallentournee „Menschen 2025“.
Das Tauschkonzert „Sing meinen Song“ beim Sender VOX geht schon in die elfte Runde. Johannes Oerding ist zum vierten Mal Gastgeber und holt damit Xavier Naidoo ein, der mit den ersten drei Folgen dieses Format in Deutschland einführte und zu großen Erfolgen brachte. Schließlich hat es dazu geführt, dass Stars wie Gregor Meyle, Daniel Wirtz und Seven in der Publikumsgunst einen starken Sprung nach vorne machten. Außerdem wurden Sarah Connor und Gentleman dazu bewegt, es mit deutschen Alben zu versuchen, was gerade bei Sarah äußerst erfolgreich war. Dem Stellenwert deutschsprachiger Musik hat das Format von Anfang an sehr gut getan – und in der Coronazeit zeigte sich dann, dass dieses Potential bei Konzerten gut nutzbar war, wollten doch viele ausländische Stars nicht so gern auf Reisen gehen.
Die illustre Schar an Künstler*innen ist 2024 mal wieder so bunt gemischt wie eh und je. Neben Johannes sind Sammy Amara (Frontmann der Broilers), Tim Bendzko, Eva Briegel (JULI), Soulqueen Joy Denalane, Eko Fresh und Emilio mit dabei. Außerdem eine Besonderheit: Es gibt erstmals einen Gast, der nur für eine Folge „mitspielt“, nämlich Altmeister Peter Maffay.
Fotocredit: Markus Hertrich
Während alle in den bisher gesendeten Folgen genau das ablieferten, was man von ihnen erwarten konnten, will ich mal zwei der Protagonisten rausgreifen: Joy ist mir insgesamt zu vorhersehbar und drückt allen Titeln ihren souligen Stempel auf. Glanzvoll gemacht, aber einfach zu solide – als habe sie ein Album mit Coverversionen aufgenommen. Überraschend hingegen Emilio, den ich bisher vor allem aus den „Bibi & Tina“ Filmen kannte. Er hat sich den Stücken sehr emotional angenommen und sie sich in seiner frischen Art perfekt zu eigen gemacht. Als Rührer in den Tränen der anderen war er von Anfang an gesetzt.
Die obligatorische CD-Box zur Sendung ist mal wieder sehr umfassend und enthält alle Tauschsongs in der Reihenfolge der Sendungen – ganz originalgetreu mit der Couch-Besatzung als Publikum, das man dann auch mal Flüstern und Rufen hört, und mit zirpenden Grillen im Hintergrund. Als Band sind die grandiosen Grosch’s Eleven mit dabei, die fast alle Stücke instrumental und mit Backgroundgesang aufpeppen. Eine bewährte Kombi.
Der Digipack enthält drei Silberlinge mit zweimal 22 Songs und auf der dritten CD die acht Duette, die es in der letzten Sendung zu hören geben wird. Sehr schön finde ich das Booklet in Form eines Freundebuchs, indem die Beteiligten etwas zur Sendung und zu den anderen Künstler*innen sagen. Auch nach zehn Jahren hat die Sendung noch viel Potential!
Den Titelsong des neuen Albums von Johannes Oerding haben wir schon seit „Sing meinen Song“ in den Gehörgängen. Ein Ohrwurm, wie er im Buche steht! Das neue Album wurde heiß erwartet. Kein Wunder – hat sich der Singer/Songwriter aus Münster doch klammheimlich in die erste Riege der Deutschpop-Künstler nach vorn geschoben.
Seit 2009 erschien konsequent im Zweijahresrhythmus ein neues Album – nur für das neue „Plan A“ hat er sich drei Jahre Zeit gelassen. Während er seit 2013 regelmäßig in den deutschen Charts zu finden ist, war „Konturen“ im Jahr 2019 seine erste Nummer 1-Platzierung. Single-Veröffentlichungen spielen selten eine große Rolle. Während die Kollegen mit „Auf uns“, „80 Millionen“, „Chöre“ und „Feuerwerk“ dauerpräsent in den Radioplaylists sind, setzt Johannes eher auf konstante Qualität und legt die Messlatte von Album zu Album höher.
Der Opener „Kaleidoskop“ ist die zweite Single und hätte ebenfalls das Album in seiner melodischen und thematischen Vielfalt betiteln können. „Bei all den Konflikten in der Welt fällt es manchmal schwer zu glauben, dass wieder hellere Tage kommen. Ich wollte einen Song schreiben, der daran erinnert, dass alles irgendwann vorbeigeht – auch die schweren Zeiten. Er ist eine Erinnerung an unbeschwertere Kindheitstage und den Wandel von dunkel zu hell, von statisch zu dynamisch. Die einzige Konstante ist letztlich die Veränderung selbst“, erklärt er und gibt Hoffnung auf bessere Zeiten als die jetzigen.
„Porzellan“ ist ein atmosphärischer Popsong für einen Menschen, der Hilfe braucht. Sehr bewegend und authentisch. Für „Stärker“ hat er sich mit Zeynep Avci zusammengetan, die er im Jahr 2021 als Coach bei „The Voice of Germany“ begleitet hatte. Man hört ja oft, dass die Juroren den Kandidaten große Versprechungen machen („ich nehme dich mit auf Tour“, „wir machen auf jeden Fall ein Album zusammen“). Johannes macht keine leeren Versprechungen – er tut es einfach. Und anscheinend hatte es ihm Zeynep angetan, obwohl sie im Viertelfinale von den Anrufer*innen rausgekickt wurde. „Stärker“ ist ein eindringliches Duett, bei dem die Sängerin in türkischer Sprache performt.
Fotocredit: Yvonne Goldschmidt
Wirkliche Ausfälle gibt es nicht. „Plan A“ präsentiert zwölf starke, melodische Popsongs in 42 Minuten. Textlich hat Oerding sich dabei mit Freunden, Familie und Beziehungen auseinander gesetzt. „Was wäre wenn“ zeichnet ein utopisches Bild der Welt – voller Wunschgedanken für eine schöne Zukunft.
„Ecke Schmilinsky“ erzählt von einer Begegnung auf der Reeperbahn – und man kann nur vermuten, dass es sich um ein Date mit Lebensgefährtin Ina Müller handelt. „Eins-zu-eins-Gespräch“ ist eine wundervolle, gesprochene Ballade, die Johannes vermutlich an seinen Vater richtet. Sehr bewegend und von entwaffnender Ehrlichkeit!
Die Pianoballade „Die Stadt ist einsam ohne dich“ spricht von Abschied und Vermissen. Viele Songs tragen eine große Melancholie in sich, aber es gibt auch fröhliche Stücke wie „Schnee von gestern“, das den Bogen einer Biografie von „Sommer of 69“ bis zu Fettes Brot zieht. Die nostalgischen Momente werden in dieser Uptempo-Nummer zum Leben erweckt.
Auch „Santa Fu“ kommt als halbwegs rockige Nummer während „Bis der Himmel uns bestellt“ das Album als romantischer Schlussakkord abschließt. Wie Johannes bemerkt: „Ich habe alles aufs Album genommen, was aus mir rauskam. Den Kopf auszuschalten und noch mehr nach innen zu gehen, hat einfach Spaß gemacht.“ Das hört man.
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Die Tatsache, dass Johannes Oerding mittlerweile einer der größten deutschen Musiker mit über einer Million verkaufter Alben und etlichen Gold- und Platinauszeichnungen ist, ist weder ihm noch seinen Fans besonders wichtig. Was den Musiker wirklich antreibt, ist die Livebühne und die Chance, jeden Tag an einem anderen Ort mit seinem Publikum und seiner Band eine einzigartige Nacht zu verbringen.
Es gibt neue Musik von revelle! Mit „ich vermiss dich <3“ knüpft sie musikalisch an ihr in diesem Sommer erschienenes Album „immer nur liebe“ an und läutet zugleich die Kampagne für die VÖ einer Deluxe-Version ihres Debütalbums ein, das Anfang 2023 digital erscheinen wird.
„Egal ob Fernbeziehung oder Trennung: Wenn ein Mensch, den man liebt von einen auf den anderen Tag nicht mehr da ist, ist nichts mehr, wie es war. Doch jede Veränderung bringt auch gute Dinge mit sich. In dem Song „ich vermiss dich <3“ zeigt revelle die positiven Seiten des Alleineseins: man hat mehr Zeit für sich und kann Dinge unabhängiger entscheiden, muss nachts nicht mehr um die Decke kämpfen oder kann einfach so um vier Uhr früh Musik hören, weil man es eben kann. Doch auch wenn das neue Leben gut ist, wie es ist, denkt man in den schönsten Momenten doch noch an die Person und an diesen einen Satz: „ich vermiss dich“.
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Nach einem vollgepackten Konzert-Sommer mit über 20 Support-Shows für Johannes Oerding spielt revelle außerdem am 24. November als Teil der Pop Seasons Reihe ein Konzert in der Christianskirche in Altona.
Der dritte Release aus OERDINGs kommendem Album PLAN A ist eine intime Angelegenheit. In dem schillernden Pop-Track geht es um Trennung und darum, dass man sie sich leichter vorstellt, als sie am Ende ist. „Mit den Jahren bilanziert man mehr, hört auch bei Freunden anders hin. Zeynep hat mich bei THE VOICE mit ihrer Stimme und menschlich total begeistert. Ich glaube, es gibt nicht viele deutsch-türkische Duette – dabei ist das Zusammenleben unserer Kulturen doch längst eine Realität. Deswegen ist es total stimmig, dass Zeynep hier auch Deutsch singt und ich Türkisch.“
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Die Karrierekurve von Johannes Oerding zeigt seit zwanzig Jahren steil nach oben. Mit bis dato sechs Studioalben, über einer Million verkaufter Einheiten, diversen Gold- und Platinawards und insgesamt mehr als einer Million verkaufter Konzertkarten zählt der Songwriter zu den erfolgreichsten Musikern des Landes.
Nach dem 2019er #1-Album „Konturen“, das sich 44 Wochen lang in den Top 100 der deutschen Charts hielt und Platin meldete, sowie TV-Engagements bei „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“ und „The Voice of Germany“ spielt Oerding diesen Sommer insgesamt 42 Open Air-Shows, die allein 200.000 Tickets über die Tresen gehen ließen. Neben Songwriting für Kollegen wie Peter Maffay, Udo Lindenberg oder Ina Müller war er gerade erneut als Gastgeber des Grimme-dekorierten Formats „Sing meinen Song“ zu sehen.
Das Finale der Sommertour fand am 24.09. auf dem Magdeburger Domplatz statt – weitere Livetermine sind bereits für März und April 2023 bestätigt. Das Album „Plan A“ erscheint am 04.11.2022.
Eigentlich hätte Johannes Oerding schon vor zwei Jahren beim Zeltfestival im saarländischen Lebach auftreten sollen, aber da hat die Pandemie den berühmten Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt war es endlich soweit und das große Zirkuszelt auf der Pferderennbahn in Lebach war zwar nicht ausverkauft, aber bis in die hinteren Reihen sehr gut gefüllt. Die Location ist absolut cool auf der großen Wiese etwas abseits des Stadtgebiets. Es gibt genügend Parkplätze, An- und Abfahrt laufen reibungslos. Die Versorgung mit Imbiss- und Getränkeständen vor dem Zelt und drinnen ist hervorragend.
Auch der Zeitplan war ziemlich lässig. Schon um 19 Uhr trat die junge Sängerin revelle auf. Die 24jährige Wahlberlinerin ist mittlerweile fester Bestandteil der Deutschpop-Playlisten. Sehr quirlig, sympathisch und frisch nahm sie das Publikum mit auf eine 30minütige Reise durch luftige, meist fröhliche Popsongs, die sie sehr reduziert zu Klavierbegleitung interpretierte. Man sah ihr die Freude über den Auftritt merklich an und die halbe Stunde verging wie im Flug. revelle hat an diesem Abend sicher einige neue Fans in Lebach gewonnen.
Schon um 19.50 Uhr stand dann der heiß ersehnte Johannes Oerding auf der Bühne. Natürlich mit Hut, mit großer Lightshow und einer fantastischen Band. Als Ouvertüre gab es ein instrumentales Intro, aus dem man schon einige Songfetzen raushören konnte – wie bei einem grandiosen Opernabend. Und so wirkte auch das komplette Konzert, das weit über zwei Stunden dauerte, wie aus einem Guss.
Von Beginn an hatte Johannes die Menge mit „Leuchtschrift“ und „Plan A“ ganz auf seiner Seite. Letztgenannter Ohrwurm wurde zum Dauerbrenner bei der letzten Staffel von „Sing meinen Song“. Dem kann keiner entkommen. Eigentlich ist Johannes ja noch auf „Konturen“-Tour, wobei besagtes Nummer-1-Album bereits 2019 erschien. Inzwischen hat er „Plan A“ für November als nächsten Longplayer angekündigt. Es geht also Schlag auf Schlag.
Bewundernswert ist Oerdings Publikumsnähe. Als stünde er im kleinen Club, hat er ganz schnell Kontakt zu einzelnen Menschen im Zelt aufgebaut, sodass sich ihm jeder nahe fühlte. Da sah er seinen Fan Gabi in der ersten Reihe, die ihm seit zwölf Jahren von Konzert zu Konzert folgt. „Älter siehst du aus“, meint er zum Gejohle des Publikums. „Da sieht man, was die Zeit aus uns beiden macht“, schiebt er direkt relativierend hinterher.
Johnannes Oerding will eine Wohlfühl-Show. Also sollte sich jeder erstmal mittels Faustschlag (coronakonform) bei den Nachbarn vor, hinter und neben sich vorstellen. Das gehört schon zum guten Ton bei seinen Konzerten. Aber er suchte auch Personen, die nicht freiwillig da waren, und fand Olli in Begleitung von Suse. Beide waren vor zwei Jahren noch ein Paar. Jetzt nicht mehr, aber weil die Karten nun mal am Kühlschrank hingen, mussten sie zusammen hin. Johannes wollte gleich den Beziehungsretter spielen und meinte: „Da geht noch was. Wenn ihr irgendwann heiratet, ruft mich an. Ich spiele auf der Hochzeit.“ Ein Argument, dass manch anderes Pärchen im Zelt vielleicht zu einem spontanen Heiratsantrag bewegt hätte.
Im Set gab es jedenfalls „So schön“, mit dem sich Frauen und Männer gegenseitig anschmachteten, während der Sänger den Chorleiter gab. Es folgte „Nie wieder Alkohol“ mit Auszügen von „Rehab“ (Amy Winehouse). Der Song „Anfassen“ war das unfreiwillige Statement zur Pandemie. Obwohl schon 2018 geschrieben, wurde er aufgrund der hellseherisch aktuellen Thematik viel im Radio gespielt. Und durchaus passend, da es schon damals darum ging, dass man sich mit Smartphone und sozialen Medien immer mehr vom realen Leben entfernt.
Ein gefeierter Lieblingssong vieler Fans war das hymnische „Kreise“ mit jubelnden Chören. Zu „Wo wir sind ist oben“ lieferte die Band ein hinreißendes und überaus rockiges Gitarrenduell, wobei sich der Song mit Bob Marleys „Could You Be Loved“ durchmischte. Zwischenzeitlich hatte sich der Frontmann zum Bad in die Menge begeben und lernte dort den siebenjährigen Martin kennen. Dessen Mutter wünschte sich „Jemanden wie dich“ als spontanes Ständchen und tatsächlich bot Johannes den lange nicht mehr gespielten Song vom zweiten Album solo an der Gitarre dar.
Herzzerreißend gab es „Blinde Passagiere“ zu Pianobegleitung und die Stimmung wurde romantisch und melancholisch. Dazu passte auch „Hundert Leben“, das Oerding dem jungen Martin auf seinem Weg zur Pubertät widmete. Und mit „Ketten“ folgte ein echter Lockdown-Song, den Johannes auch tatsächlich erst in der ruhigen Zeit geschrieben hat.
Auf den Tourshirts stand „Endlich wieder live!“ und das wurde vor allem im feierwütigen Abschluss-Triple des regulären Sets ausgiebig zelebriert. Da gab es das eindringliche „Heimat“ als Lovesong an Land und Leute, das rockige „Alles brennt“ mit formidabler Lightshow und schließlich die Hymne „An guten Tagen“.
Gut zwei Konzertstunden von Johannes Oerding waren inzwischen vergangen, doch von Müdigkeit keine Spur. Im Zugabenblock kamen allerdings keine Gassenhauer mehr, sondern Songs wie die ganz aktuelle Single „Kaleidoskop“ und „Ich will noch nicht nach Hause“. Irgendwann musste man aber doch gehen und ein beseeltes Publikum machte sich auf den Heimweg. Das Konzert war eine Wucht und in sich durchgehend stimmig – mit einem roten Faden, wie man ihn nur selten bei Livekonzerten erlebt. Bald erscheint das siebte Album und die nächste Tour ist ebenfalls schon geplant. Auf ein Neues!
Die Karrierekurve von Johannes Oerding zeigt seit zwanzig Jahren steil nach oben. Mit bis dato sechs Studioalben, über einer Million verkaufter Einheiten, diversen Gold- und Platinawards und insgesamt mehr als einer Million verkaufter Konzertkarten zählt der Songwriter zu den erfolgreichsten Musikern des Landes.
Nach dem 2019er #1-Album „Konturen“, das sich 44 Wochen lang in den Top 100 der deutschen Charts hielt und Platin meldete, sowie TV-Engagements bei „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“ und „The Voice of Germany“ spielt Oerding diesen Sommer insgesamt 42 Open Air-Shows, die allein 200.000 Tickets über die Tresen gehen ließen. Neben Songwriting für Kollegen wie Peter Maffay, Udo Lindenberg oder Ina Müller war er gerade erneut als Gastgeber des Grimme-dekorierten Formats „Sing meinen Song“ zu sehen.
Mit der neuen Single „Kaleidoskop“ bringt Johannes Oerding jetzt den ersten Vorboten seines im November erscheinenden Longplayers „Plan A“ und flankiert gleichzeitig den Pre-Order-Start des Albums. Oerding über den Track: „Bei all den Konflikten in der Welt fällt es manchmal schwer zu glauben, dass wieder hellere Tage kommen. Ich wollte einen Song schreiben, der daran erinnert, dass alles irgendwann vorbeigeht – auch die schweren Zeiten. Er ist eine Erinnerung an unbeschwertere Kindheitstage und den Wandel von dunkel zu hell, von statisch zu dynamisch. Die einzige Konstante ist letztlich die Veränderung selbst.“
Das Finale der Sommertour findet am 24.09. auf dem Magdeburger Domplatz statt – weitere Livetermine sind bereits für März und April 2023 bestätigt.
„Kaleidoskop“ wird am 2. September 2022 um 17 Uhr veröffentlicht, das Album „Plan A“ erscheint am 04.11.2022.
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Manchmal gibt es Konzerte, die so ganz anders verlaufen, als man sich das vorgestellt hat. So hatte ich keine Idee davon, was mich bei einem Konzert von Roman Lob erwartet. Der Sänger aus Düsseldorf hat vor zehn Jahren Deutschland beim Eurovision Song Contest in Baku vertreten. Damals war er gerade 21, hatte die von Stefan Raab konzipierte Show „Unser Star für Baku“ gewonnen und belegte beim ESC immerhin einen respektablen achten Platz (ja – wir waren nicht immer die Letzten im Wettbewerb).
Roman Lob lebt immer noch am Rhein, ist Sänger der Kölschrockband StadtRand und erwartet just sein zweites Kind, wie wir im Lauf des Abends erfahren durften. Außerdem ist er immer mal wieder musikalisch in der Region Trier unterwegs. Und so kam auch dieser ganz besondere Abend zustande: Vier Herzenmenschenen haben sich zusammengetan, um ihre Herzensmusik zu spielen und damit ein Herzensprojekt zu unterstützen.
Das Konzert fand im Innenhof des „Palais am Balduinsbrunnen“ statt. Der Palais e.V. ist ein Träger der Kinder- und Jugendhilfe und mit dem Erlös der Veranstaltung werden Kinder, Jugendliche und deren Familien in besonderen Notlagen und bei unverschuldeten finanziellen Engpässen unterstützt. So hatten sich zu diesem Benefizkonzert gut 150 Zuschauer im beschaulichen Innenhof inmitten von Trier eingefunden und genossen die atmosphärische Umgebung.
Punkt 20 Uhr ging es los und Keyboarder Marco Lehnertz sowie Schlagzeuger Stefan Schoch nahmen ihre Plätze auf der kleinen Bühne ein. Marco ist bekannt als Keyboarder von Jupiter Jones, StadtRand sowie den Coverbands „Dynamite Funk“ und „We Rock Queen“. Bisher habe ich ihn nur spielen gehört, umso überraschter war ich von seiner Stimme und der Performance des Gregor Meyle-Songs „Niemand“. Vocals in deutscher Sprache stehen dem Eifeler sehr gut und es war ein gelungener Start in einen fantastischen Abend. Drummer und Perkussionist Stefan ist vor allem durch seine Mitwirkung in der Thomas Schwab Band und beim Erfolgskonzept JUST SING bekannt.
Beide hätten den Abend vermutlich locker allein gestalten können, doch natürlich wurde Roman Lob als Star des Abends erwartet und stürmte zu den Klängen seines eigenen Songs „After Tonight“ vom Debütalbum „Changes“ die Bühne. Ein stimmlich brillanter Einstieg, der davon künden sollte, was vom Rest des Abends zu erwarten war. Interessant dabei: Marco und Roman wechselten sich an den Vocals ab und beide waren großartig. Wenn Marco sang, blieb Roman meist on stage und sorgte für Stimmung. Auch das machte ihn ungeheuer sympathisch.
Die Konzeptidee war: Wir gehen zusammen auf die Bühne und interpretieren unsere Lieblingslieder. Einfach und genial! Dabei gab es eine Menge Überraschungen. Marco kam mit einem melancholischen „Fields of Gold“ und dem doch recht unbekannten „Pinguine“ – im Original von Schauspieler Tom Beck. Auch Roman wartete mit spannenden Songs auf: Da gab es das soulige „Immer noch“ des Schweizers Seven und zwei akustisch filigran arrangierte Stücke des Norweger DJs Kygo („Higher Love“) sowie des kanadischen Rappers Drake („Hold On, We’re Going Home“).
Roman erzählte von seiner Nervosität, weil er in den nächsten Tagen zum zweiten Mal Vater wird. Er verteilte Schnaps an einen Zuschauer, weil dieser nicht freiwillig im Konzert war, und probierte sich im Trierer Platt: „Quant, datt dir hei seid“. Auch Marco war zu Späßen aufgelegt und spielte auf Wunsch des Publikums „Wir sagen Danke schön“ der Flippers von seinem Handy ein.
Das war aber ein musikalischer Ausreißer, denn mit „Keine ist wie du“ (wieder von Gregor Meyle) und „Zuhause“ (Fynn Kliemann) legte Roman zwei melancholische Glanzlichter hin, was Marco mit „Schönste Zeit“ von Bosse konterte. Inzwischen war der Trierer Carlos Wagner am Saxophon zur Band gestoßen und verfeinerte die Klänge mit grandiosen melodischen Einlagen. Außerdem tauschte Stefan immer häufiger die Percussion gegen ein Akkordeon, was zu der Anekdote führte, wie seine Eltern ihn früher zum Akkordeon-lernen zwangen. Beide waren anwesend und sonnten sich kurz im Applaus.
Dann war es Zeit für Kölschrock, aber auf die ruhige Art. Von StadtRand sang Roman Lob zunächst die Ballade „Wenn do laachs“, die er für seinen Sohn Jakob geschrieben hat, und dann den ungewöhnlichen Karnevalssong „Hin un widder“, der keineswegs auf Partystimmung ausgelegt ist sondern an die fehlenden Menschen erinnern soll, die uns „von oben zuschauen“. Roman nutze die Gelegenheit, um Werbung für die Weihnachtstour von StadtRand zu machen, die beispielsweise am 16.12. in Bitburg spielen werden.
Weiter ging es mit dem Hit „Save Tonight“, den Marco interpretierte, und einer ganz speziellen Version von „You’ve Got The Love“ (Florence + The Machine) von Roman. Außerdem war es wieder an der Zeit, dass Marco die Zuschauer mit deutschen Songs zum Träumen und Feiern brachte. Es gab „Still“ von Jupiter Jones und dann mit „Ein Kompliment“ der Sportfreunde Stiller einen ausgiebigen Mitsingteil. Das Publikum blieb nur noch selten auf den Sitzen – es wurde getanzt und im großen Chor mitgesungen. Inzwischen kam die Lightshow der Kulturkarawane bestens zur Geltung und man hatte allerorten Kerzen entzündet und elektronische Teelichter aufgestellt. Die Atmosphäre war traumhaft.
Nach kräftigen zwei Stunden Konzertlänge kündigte Roman im Anschluss an Johannes Oerdings „Schön“ seinen ESC-Song „Standing Still“ an, den man auch nach zehn Jahren noch erstaunlich gut im Ohr hat. Als letzte Zugabe gab es wieder einen Oerding-Song, diesmal (für die regionalen Musiker sehr passend) „Heimat“, gesungen von Marco.
Die Zuschauer spürten, dass sie Zeuge eines ganz besonderen und so nicht mehr zu wiederholenden Konzertabends geworden waren und verblieben noch lange bei Wein und Bier in der lauschigen Sommeratmosphäre des Palais. Es war ein Abend fürs Herz und für viele vermutlich unvergesslich. Eine Neuauflage im nächsten Jahr? Auf jeden Fall wünschenswert!
Songliste – Benefiz Sommer Open Air, 5.8.2022
Niemand (Gregor Meyle) – Marco
After Tonight (Roman Lob) – Roman
Fields of Gold (Sting) – Marco
Immer noch (Seven) – Roman
Pinguine (Tom Beck) – Marco
Higher Love (Kygo) – Roman
Hold On, We’re Going Home (Drake) – Roman
Für immer ab jetzt (Johannes Oerding) – Marco
Keine ist wie du (Gregor Meyle) – Roman
Zuhause (Fynn Kliemann) – Roman
Schönste Zeit (Bosse) – Marco
Wenn do laachs (StadtRand) – Roman
Hin un widder (StadtRand) – Roman
Save Tonight (Eagle-Eye Cherry) – Marco
You’ve Got The Love (Florence + the Machine) – Roman
Nach dem Album KONTUREN kündigt Johannes Oerding sein neues Album für den Herbst an und veröffentlicht mit „Plan A“ die erste Single aus dem kommenden Album.
Ob auf die eigene Bucketlist bezogen oder auf das leider immer wieder dramatische Weltgeschehen: Die Erfüllung von Träumen, die Umsetzung persönlicher Ziele oder einfach nur die Umarmung seiner Liebsten auf die lange Bank zu schieben, ist selten eine gute Idee. JOHANNES OERDING hat schon immer dafür plädiert, sich für die Erste Wahl zu entscheiden, im Hier und Jetzt zu leben und sich gute Tage bewusst zu machen – und unterstreicht diese Überzeugung auch mit der neuen Single PLAN A.
Wenn man nur einen Versuch hat, ist Plan B halt gar nichts wert Ja, das Ziel ist klar und der Weg dahin bleibt spannend Ich hab gehört, wir sollen früher an später denken Doch wir wollen lieber später auf früher trinken Und dass keiner von uns fragt, wieso haben wir’s nicht getan
Fotocredit: Sony Music
Der neue Track, der seine Message mit gewohnter Entschlossenheit und mitreißender Bläserwucht transportiert, kündigt auch JOHANNES OERDINGs siebtes Studioalbum an, das im Herbst erscheint. Schon vorher ist er in diesem Frühjahr bereits zum zweiten Mal Host des preisgekrönten TV-Formats „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“, dessen neuer Titelsong PLAN A ist. Nach Platz 1 in den deutschen Charts und Platin für sein letztes Album „Konturen“ sowie den Vorgänger „Kreise“ sind die Erwartungen an die kommenden Releases des erfolgreichen Wahlhamburgers enorm. Dass er sich davon aber nicht beirren lässt und weiter konsequent seinen Weg geht, steht übrigens auch in den Lyrics von PLAN A …
Stell dir vor, wir stehen da oben auf ’nem Drahtseil balancierend Und Fallen und Umdreh’n sind keine Option Unter uns kein Netz, nur Boden – doch uns kann gar nichts passieren Denn das Ziel ist klar und den Weg, den finden wir schon
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Frauen jenseits der 40 schweigen ja gerne mal über ihr tatsächliches Alter – Ina Müller allerdings steht zu ihren 55 Jahren und wählt diese schöne Schnapszahl sogar als Titel für ihr aktuelles Album. Die „55“ steht dabei aber nicht nur für ihr Alter sondern ebenso für die vielen Facetten ihres Lebens und ihrer Persönlichkeit.
Ina präsentiert uns 12 neue vielseitige Songs, in denen sie uns schonungslos ehrlich an ihrem Leben und an ihren Erinnerungen teilhaben lässt. Mal singt sie mit dem für sie typischen Humor von den Tücken des Alltags, etwa über das Ausprobieren verschiedenster Sportarten in „Laufen“, wobei sie offen bekennt „Ich kämpf nur noch gegen den Verschleiß“. Und wer hat nicht auch hin und wieder einen „Eichhörnchentag“, an dem man sich einfach nicht erinnern kann, wo man was verbuddelt hat? „Rauchen“ ist eine heimliche Hymne an eine schlechte Angewohnheit, mit „Das erste halbe Mal“ bringt sie sogar peinliche Teenager-Erinnerungen unterhaltsam rüber, und in „Wie Heroin“ liefert sie den Beweis, das Zucker eine nicht zu unterschätzende Droge ist, deren Entzug zu gefährlichem Verhalten führt!
Auf „55“ schlägt die Sängerin und Entertainerin aber oft auch nachdenkliche Töne an, etwa direkt im Opener „Obwohl du da bist“, der sich mit der Einsamkeit beschäftigt, vor der man selbst in festen Beziehungen nicht sicher ist. „Fast hält länger als fest“ ist eine wehmütige Erinnerung an eine Liebe, mit der sie nie wirklich abschließen konnte und „Die Zeit fliegt Dir davon“ ein schwungvolles Plädoyer für bewusstes Leben. Und Inas Wunsch nach Normalität und einer irgendwie wieder heilen Welt, dem sie mit „Ich halt die Luft an“ Ausdruck verleiht, können wir wohl momentan alle gut nachvollziehen. Zwischendurch wird es mal kurz romantisch mit dem ruhigen „Wohnung gucken“, und im Abschlusstitel „Wenn der liebe Gott will“ sogar fast philosophisch.
Wie bereits beim Vorgängeralbum „Ich bin die“ gibt es auch diesmal eine Premium-Edition mit Bonus CD. „Inas kleine Nachtmusik Vol.II“ enthält wieder 8 Titel aus der Fernsehshow „Inas Nacht“. Wer die Show kennt, weiß, dass sich Ina Müller hier immer ihre Lieblingskünstler einlädt und gemeinsam mit ihnen ihre Songs interpretiert. Von Gregory Porters „Don´t Be A Fool“ über Beth Harts „Thankful“ bis zum bittersüßen Duett „Ich hab dich nicht mehr zu verlier‘n“ mit Johannes Oerding sind hier wunderschöne intime Songperlen zu hören, die definitiv den Kauf der Premium-Edition lohnen. Und als zusätzlichen Bonus gibt es mit „Fünf Minuten“ noch einen brandneuen Titel von Ina selbst.
Die nächste Tour von Ina Müller & Band ist mit gesundem Realismus erst für 2022 geplant. Solange bietet „55“ aber immerhin gute Unterhaltung und eine Menge Vorfreude!
Johannes Oerdings sechstes Studio-Album „Konturen“ meldete nur zwölf Wochen nach dem Release Ende 2019 Gold-Status und war das erste Nr. 1-Album seiner Karriere. Es ist ein Fest aus lässigem Pop, knackigem Elektro, satten Streichern, reduziertem Beat, NDW-Übermut und orchestralem Filmmusik-Pathos. Und keine Angst: Wer die melancholische Seite des sanften Songwriters liebt, wird ebenfalls nicht enttäuscht.
“An guten Tagen” ist ein optimistischer Poptitel, der ebenso gut ins Ohr geht wie der Nostalgie- und Mutmachsong “Alles okay”. Doch schon mit “Blinder Passagier” wird es nachdenklich und politisch. Überraschend tanzbar sind der Weckruf “Anfangen” und die Hymne “Vielleicht im nächsten Leben”. Diese Songs tragen zur Auflockerung bei, doch mir gefällt vor allem der ruhige Sänger. Egal, ob er mit “Unter einen Hut” still zurückblickt oder für “Besser als jetzt” perfekten Gitarrenpop im Stil von Gregor Meyle abliefert. „Konturen“ ist mindestens ebenso gut wie mein bisheriges Lieblingswerk „Kreise“.
Die Zeit bis zu den kürzlich bestätigten Nachholterminen der Corona-bedingt abgebrochenen Tour überbrückt aktuell eine 2-CD „Special Edition“ von „Konturen“, die am 23. Oktober inklusive zwei neuen Songs und einer Bonus-CD mit ausgewählten Akustikaufnahmen erscheint. Darunter, neben einem Feature von Kumpel Wincent Weiss, auch die neue Single „Ungeschminkt“. „Manchmal hat man das Glück, in wenigen Minuten und in wenigen Zeilen ein Gefühl genau auf den Punkt zu bringen. Es ist ein Liebesbrief, der sich wie von selbst geschrieben hat.“ Der neue Song funktioniert als Liebeserklärung an die Schlichtheit, an die einfachen Dinge des Lebens – und passt damit auch perfekt zu den akustischen Tracks, die CD 2 bilden. „Ketten“ hingegen ist eine treibende Hymne mit elektronischen Sounds, die den Wunsch nach einem neuen Aufbruch thematisiert. Ebenfalls sehr passend in dem Jahr der kulturellen Stille.
Die Konzertreihe „Lagerfeuer Acoustics“ erlaubte im Rahmen der „Stadtpark Acoustics“ in Hamburg mit maßgeschneidertem Setting und durchdachtem Hygienekonzept erstmals wieder Liveshows für bis zu 900 Zuschauer. Oerding spielte so an fünfzehn Dates bis Mitte September live vor insgesamt 13.500 Fans, die Tickets waren in Rekordzeit ausverkauft.
Die zehn Akustik-Tracks, die zum größten Teil vom „Konturen“ Album stammen, wurden im Studio neu aufgenommen und geben einen perfekten Eindruck davon, wie Oerdings Songs ohne große Produktion und technisches Brimborium klingen. CD 2 wird somit zur melancholischen, nachdenklichen Compilation, die das erwähnte Lagerfeuer-Feeling perfekt in den heimischen Player bringt. Das zweistimmige Duett mit Wincent ist wirklich ganz großes Kino und lässt mich die Bewertung des Albums in unserer Skala um einen Punkt auf die Höchstwertung anheben. Wundervoll!
Schade, dass es die Songs in diesen Versionen 2020 nur in Hamburg gab. Hoffen wir, dass im nächsten Jahr auch der Rest des Landes in den Genuss kommt.
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Mit seinem aktuellen Album „Alles oder Dich“ hat Roland Kaiser einmal mehr seinen Status als wohl erfolgreichster, beliebtester und beständigster Solokünstler in der Geschichte des deutschsprachigen Schlagers unter Beweis gestellt. Nach dem großartigen Feedback von Fans und Medienpartnern begab sich Roland Kaiser Anfang des Jahres erneut in die Berliner Hansa Studios um für eine besondere Edition 2020 weitere neue Titel aufzunehmen. Nicht zwingend ein leichtes Unterfangen, nach den neuen Hits, welche jeweils große Aufmerksamkeit generieren konnten.
Nur wenige Namen sind so eng mit dem Triumphzug des deutschen Schlagers verknüpft, wie der des 68-jährigen Berliners. Ein lupenreiner Ausnahmesänger, der seit viereinhalb Dekaden ganze Hörergenerationen begeistert und der sich dabei immer wieder neu erfindet. Dass er sich dabei vor wenigen Jahren mit Maite Kelly zusammengetan und einen modernen Schlagerhit geschrieben hat, tat ihm hörbar gut. Und es führte zu der Veröffentlichung “stromaufwärts”, bei der er im Jahr 2017 seine bekannten Hits mit neuen Musikstilen verzierte.
Doch darauf kann sich der Barde auch im Rentenalter nicht ausruhen. Im vergangenen Jahr erschien das neue Album “Alles oder Dich”, auf dem sich Roland Kaiser moderner denn je präsentiert. Die bekannten Schlagersternchen und junge männliche Kollegen wie Mitch Keller oder Ben Zucker müssen ihm da nichts vormachen: Kaiser beherrscht auch den Umgang mit Discobeat und Schlagerfox, ohne dabei aber seine Wurzeln zu vergessen.
Ganze vorne liegt mit dem Titelsong “Alles oder Dich” eine wunderschöne Ballade im orchestralen Sound. Die Single “Stark” bietet eingängigen Schlagerpop und “Liebe kann uns retten” ist vielleicht der wichtigste Song des Albums: Hier werden keine Plattitüden vermittelt, sondern es geht um Werte wie Toleranz und Gemeinschaftssinn in einer schwierigen Welt. Roland Kaiser hat nicht nur Liebesbotschaften für seine Fans. “Kein Grund zu bleiben” verarbeitet das Trennungsthema – und im Duett “Niemand” mit Barbara Schöneberger geht es um das alltägliche Alleinsein.
Nach der Modernisierung durch Maite Kelly ist das neue Album wieder ein typisches Kaiser-Album geworden, das ihn von seiner besten Schlager-Seite zeigt. Die modernen Elemente sind geblieben, aber sie spielen sich nicht in den Vordergrund. Stattdessen gibt es ein solides neues Werk. Roland Kaiser ruht sich nicht auf den Klassikern aus, sondern müht sich, ständig Neues zu schaffen. Dafür lieben ihn die Fans und stürmen seine Konzerte. Auch aktuell hatte er neben dem Dresdner Elbufer deutschlandweit die größten Arenen gebucht – das muss jetzt leider bis 2021 warten.
Für die neue (erweiterte) Version wurden Titel unter anderem von Allrounder Johannes Oerding geschrieben Den Auftakt des Albums macht jetzt der von Pop-Poet Oerding und Benni Dernhoff komponierte Titel „Lang nicht mehr gemacht“, womit Roland Kaiser eine sofort mitreißende Hymne auf das Wichtigste im Leben veröffentlicht: Die Zweisamkeit. Darauf, spontan zu sein. Sich endlich mal wieder Zeit für einander zu nehmen, sich ganz neu zu entdecken und gemeinsam die Dinge zu tun, zu denen man schon so lange nicht mehr gekommen ist.
Diese Erweiterung alleine ist schon sehr willkommen, doch den eigentlichen Mehrwert des neuen Digipacks bietet ein Clubkonzert, das in Berlin mitgeschnitten wurde. In Tagen fehlender Livekonzerte erhält man hier eine intimen Aufzeichnung für zuhause, bei der auch die großen Hits wie „Lieb mich ein letztes Mal“, „Schach Matt“, „Santa Maria“, „Joana“ und „Dich zu lieben“ in energischen Liveversionen nicht fehlen.
Wer noch mehr will, kann sich für die Hardcover-Buchversion entscheiden, die zusätzlich das Clubkonzert als DVD und Bluray enthält. Mehr geht nun wirklich nicht.
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Wer die Karriere von Wincent Weiss verfolgt, der sich in drei Jahren und zwei Alben vom One-Hit-Radiowunder zum Arenen füllenden Star gemausert hat, erkennt, dass dieser alles richtig macht und einen erfolgreichen Karriereplan verfolgt. Ob gewollt oder nicht – es gibt keine halben Sachen.
2019 war ein ganz besonders Jahr: Mit dem Ende März veröffentlichten zweiten Album „Irgendwie Anders“ konnte der Popstar seine Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre ohne Unterbrechung fortsetzen. Das Album schoss direkt auf Platz 2 der Deutschen Album-Charts, die Singles „Kaum Erwarten“ und der jüngst veröffentlichte Track „Einmal im Leben“ avancierten zu Dauerbrennern in den Radiocharts und Playlisten.
Zum Album muss man nicht mehr viel sagen. Ich habe zwei Kids im frühen Teenie-Alter. Klar also, dass es seit einem Jahr Dauerbrenner im Auto und im Wohnzimmer ist. Den Mehrwert bietet jetzt eine live-CD mit 11 Titeln. Das ist natürlich kein kompletter Konzertmitschnitt, aber die Scheibe enthält die Highlights von einer formidablen Tour. Wincent hat die Arenen der Republik im wahrsten Sinn des Wortes abgefackelt – „Feuerwerk“!
Leider wurden seine sympathischen Ansagen raus geschnitten, aber man spürt die Energie des Konzerts, das bei der ausverkauften Show in der Barclaycard Arena in Hamburg zum Tourabschluss aufgezeichnet wurde. Der effektvolle Start mit „Kaum Erwarten“. Das anklagende “1993” gerichtet an seinen Vater, den Wincent nie kennen gelernt hat. Der Stopptanz mit dem Publikum zu “Was machst du nur mit mir”. Hits wie „Musik sein“, „Frische Luft“, „An Wunder“ und zum Abschluss „Feuerwerk“. Er ist einfach ein perfekter Entertainer. Johannes Oerding als Special Guest ist ein zusätzliches Highlight.
Als Fazit muss ich sagen, dass mir ein komplettes Livealbum (am liebsten mit DVD) natürlich lieber gewesen wäre. Doch ein halbes Konzert ist besser als nix. Die Songauswahl ist jedenfalls sehr gelungen. Wer das Album schon im Besitz hat, überlegt sich natürlich, ob er es ein zweites Mal kaufen muss. Elf Titel einzeln als Download kosten fast soviel wie die Doppel-CD. Das ist halt die Krux mit solchen Aktionen. Wer aber das Album noch nicht besitzt, hat jetzt keinen Grund mehr zu zögern.
„Konturen“ ist bereits das sechste Studioalbum – und Johannes Oerding hat sich über zehn Jahre eine treue Fangemeinde erspielt. Kein Wunder, wenn man in steter Regelmäßigkeit hervorragende Alben auf den Markt wirft. Die Legende besagt, dass er bei einem Stadtfest durch den Auftritt mit seiner Schülerband entdeckt wurde und man ihm umgehend einen Plattendeal anbot. Als das Album „Erste Wahl“ im Februar 2009 erschien, war der gebürtige Münsteraner aber schon 27 Jahre alt. Gut Ding will eben Weile haben.
Mit der Zeit stiegen die Chartplatzierungen und seit 2013 ist Johannes Dauergast in den Top 5. Nur den Spitzenplatz hat er noch nicht geschafft. Aber die Zeichen stehen gut für das aktuelle Werk, das vor Vielfalt nur so strotzt. Es ist ein Fest aus lässigem Pop, knackigem Elektro, satten Streichern, reduziertem Beat, NDW-Übermut und orchestralem Filmmusik-Pathos. Und keine Angst: Wer die melancholische Seite des sanften Songwriters liebt, wird ebenfalls nicht enttäuscht.
„An guten Tagen“ ist ein optimistischer Poptitel, der ebenso gut ins Ohr geht wie der Nostalgie- und Mutmachsong „Alles okay“. Doch schon mit „Blinder Passagier“ wird es nachdenklich und politisch.
In seinen Worten: „Ich langweile mich ungern und wollte wieder mehr auf meine innere Stimme hören, mich noch mehr trauen. Auf Konturen sind deswegen auch mehr politische Songs, die Fragen stellen, die mir einfach unter den Nägeln brennen. Was aktuell auf der Welt passiert, hat für uns alle Konsequenzen, deswegen hat es für mich in diesem Fall nicht funktioniert, einfach dreizehn Popsongs zu schreiben, die nur mich und mein Leben betreffen. Es gibt in meinen Augen Dinge, die jetzt dringend laut ausgesprochen werden müssen und die Songs richten den Blick über den Tellerrand – auf mein ganzes Umfeld, unsere Gesellschaft. Ich sage immer ‚ich bin einer von uns’ und Konturen verkörpert das total. Ich habe mir extreme Mühe gegeben, damit jedes Wort sitzt. Es handelt von Themen, über die ich noch nie oder nicht auf diese Weise gesungen habe.“
Überraschend tanzbar wird es mit dem Weckruf „Anfangen“ und der Hymne „Vielleicht im nächsten Leben“. Diese Songs tragen zur Auflockerung bei, doch mir gefällt vor allem der ruhige Sänger. Egal, ob er mit „Unter einen Hut“ still zurückblickt oder für „Besser als jetzt“ perfekten Gitarrenpop im Stil von Gregor Meyle abliefert.
Was aber ist mit dem Duett, das Oerding mit seiner Lebensgefährtin Ina Müller singt? Ein wehmütiger Herz-Schmerz-Trennungssong. Das könnte den Gossip anheizen, doch wie der Sänger in diversen Interviews betont hat: Es ist nur ein fiktiver Song. Sie sind noch zusammen und glücklich.
Neben „Kreise“ liefert Johannes Oerding hier sein bisher bestes Album ab. Wer die Credits zum neuen Album von Peter Maffay sieht, mag erkennen, dass Oerding ein hervorragender Songwriter auch für den Altrocker ist. Doch die besten Titel bewahrt er für sich selbst: „’Konturen‘ ist ein großer Schritt für mich. Ich habe viel Klimbim weggelassen, mich neuen Genres geöffnet und bin mir dabei als Songwriter treu geblieben. Mein roter Faden ist eben nicht rot – er ist bunt.“
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Mit Recht bemängeln viele Fans, dass das nicht mehr „ihr“ Sido ist. Dieser im Mainstream verhaftete Superstar, der von Fernsehsendung zu Fernsehsendung tingelt und neuerdings als Coach bei The Voice of Germany von sich reden macht. Mag sein, dass Paul Hartmut Würdig in der Gesellschaft angekommen ist. Statt Maske nun also öffentliche Statements, die vom breiten Publikum gehört werden. Aber ist das nicht schon länger so? Vielleicht seit er Aggro Berlin verlassen hat, aber spätestens seit er die Maske abgelegt hat und veritable Massenhits wie „Der Himmel soll warten“ (2010), „Bilder im Kopf“ (2012) und „Astronaut“ (2015) schreibt. Das Flirten mit dem Deutschpop gibt es also schon lange – und das neue Album „Ich & keine Maske“ ist die konsequente Weiterentwicklung.
Es ist das achte Soloalbum und sehr persönlich ausgerichtet. „Wie Papa“ richtet sich selbstbeweihräuchernd sowohl an den Nachwuchs als auch an die Mitbewerber in der Rapwelt. Diesbezüglich ist alles beim Alten. „Junge von der Straße“ klingt berührend autobiographisch und beschreibt (vielleicht) den kleinen Paul in seiner Herkunftswelt. In die gleiche Kerbe schlägt „2002“, das einen Blick auf die Zeit vor der Solokarriere wirft.
„Leben vor dem Tod“ und „Beste Zeit“ zeigen die Aufbruchsstimmung der jungen Jahre und „Papu“ ist eine Hommage an den einflussreichen Großvater, der anscheinend eine große Bedeutung für Sido hatte. Nicht rührselig, sondern konsequent ehrlich. Im Hier und Jetzt angekommen dürfen wir auf „Jedes Geheimnis“ die an Sido gerichteten Kinderfragen erleben und ihn als guten Papa bewundern.
Natürlich gibt es massenweise Features: Beka, Monchi, Apache, Samra, Kool Savas, Nico Santos und Casper – um nur einige zu nennen. Der obligatorische Popsong „Pyramiden“, diesmal mit Johannes Oerding an der Melodie, folgt ganz zum Schluss.
Ein starker Beat und perfekter Flow in den Texten machen dieses Album ebenso aus wie die Vorgänger. Hier macht keiner Sido was vor. Er ist allerdings auf einer neuen Stufe angekommen. Schadet ja nichts, wenn die Lyrics neuerdings mehr Sinn haben.
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Den 30. August 2019 haben sich vermutlich viele Fans dick im Kalender angestrichen: Ihr musikalisches Idol feiert heute seinen 70. Geburtstag! Zugleich steht das 50jährige Bühnenjubiläum an, denn mit „Du“ erschien im Januar 1970 die erste Single unter eigenem (Künstler-)Namen. Und in Form von „Jetzt!“ ist ab heute das 26. Studioalbum in den Läden.
Grund genug, zu feiern. Und natürlich stand Maffay um Mitternacht auf der Bühne. Glückliche Fans durften live in der Berliner Columbiahalle dabei sein, andere wählten den Weg über Magenta Livestream oder eines der vielen Kinos, die das Event zeitgleich auf die große Leinwand übertrugen. Ich fand mich auf Einladung von Sony Music im Cinemaxx Trier ein und wurde nicht enttäuscht: Peter und Band stellten das Album in voller Länge vor und feierten eine ordentliche Party. Zuvor gab es eine 30minütige Doku über Maffays Karriere.
Und was erwartet uns an neuer Musik? Auf jeden Fall ein Album voller Kracher. Man hat sich bewusst gegen eine „Werkschau zum Jubiläum“ entschieden. Stattdessen Brandneues mit Musik von Maffays kongenialen Bandkollegen und mit Texten von Johannes Falk, Johannes Oerding (der allein fünf Titel mit Lyrics versehen hat) und Benjamin Dernhoff. „Wir wollten nichts wiederholen und nichts recyceln, sondern zeigen, dass wir den Hintern noch bewegen können.“ So begründet Peter Maffay, dass er und seine Band zum 50. Bühnenjubiläum ein neues Studioalbum herausbringen – und damit das erste seit fünf Jahren.
„Jetzt!“ haut genau da rein, wo „Ewig“ und „Wenn das so ist“ aufgehört haben. Aber es bietet einen Tick mehr, denn Maffay hat viel Autobiographisches mit rein gebracht. Philosophische Gedanken zu Vergangenheit und Gegenwart, Texte über Optimismus, Zusammenhalt und die höhere Instanz.
Das ruhige Intro „1000 Wege“ – als Ouvertüre angelegt – zeigt Maffay als kleines Kind in Rumänien, das in die ungewisse Zukunft blickt. Dieser Song wird zum Abschluss in zwei Texten wieder aufgenommen: Maffay zeichnet ein Bild von einem sich schließenden Kreis und einer Linie, die durch den Kreis durch und darüber hinaus geht. Das steht sinnbildlich für seine Situation: „So schließt sich der Kreis“ ist ein akustischer Rocksong, der fast für sein Karriere-Ende stehen könnte, wäre da nicht der letzte Song „1000 Wege“, der deutlich in die Zukunft weist. Ein Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft also.
Das zieht sich durch alle Texte und macht „Jetzt!“ zu einem Konzeptalbum. Der Titelsong ist ebenso rockig gehalten wie das anklagende „Morgen“ gegen rechtspopulistische Strömungen und das Mottolied „Luft und Liebe“. Alles klingt so straight forward und abrockend, wie wie uns Maffay mit seinen Mitstreitern seit Jahrzehnten wünschen. Selbst „100.000 Stunden“ als Lovesong wird schlussendlich zur Rockballade. „Alles von mir“ hingegen funktioniert nach akustischem Start als zärtliches Liebeslied und „Nur einmal hier“ beschwört das intensive Leben.
Pascal Kravetz hat die Ballade „Wenn du wieder kommst“ beigetragen mit schöner Pianomelodie und luftigem Cello. Im Background ist Linda Teodosiu ebenso dabei wie der smarte Leon Taylor. Beim Konzert durfte Johannes Falk seinen Song „Kopf hoch“ selbst mit interpretieren und in Zugabenblock war Johannes Oerding für die Wiederholung von „Jetzt!“ mit dabei.
Überhaupt wurde in Berlin ordentlich abgefeiert und das Gefühl des Dabeiseins erreichte auch die Kinozuschauer. Pünktlich um Mitternacht machte das Publikum seinen Star mit Tausenden von Geburtstagsherzen sprachlos. Zuvor hatte dieser seine Liebe zu den Fans in der fabelhaften Hymne „Für immer jung“ besungen, die zum einen aus Songtiteln aus Maffays Karriere besteht und zum anderen so eingängig ist, dass zwei Reprisen nötig waren, um den Mitsingchor zu beenden.
Peter Maffay hat es mal wieder geschafft: Er steht mit 70 locker wie ein Jungspund auf der Bühne (naja – zumindest als sei er 20 Jahre jünger) und das aktuelle Album gehört vielleicht zu den Besten seiner Diskographie. Wir wissen, dass er sich nicht auf der Vergangenheit ausruht und seine Konzerte alles andere als „Best of“ Setlists bieten. Stattdessen wird es vermutlich das neue Album komplett geben – welcher Künstler kann sich das heutzutage noch erlauben? Maffay kann’s. Mit Recht!
Jetzt schreibe ich schon zum sechsten Mal über die begleitende CD zum Tauschkonzert „Sing meinen Song“. Ich will aber nicht müde werden zu betonen, wie gelungen dieses Format ist und wie herausragend die dazugehörige CD. Auch im sechsten Jahr der Show stimmt mal wieder alles. Und es ist vor allem eine Sache, die mir einmal mehr klar wird: In einer Zeit, da das Album kaum noch etwas zählt und nur einzelne Songs von Künstlern gehypt werden, die man dann schnell wieder vergisst, ist es um so wichtiger, einzelne Interpreten näher kennen zu lernen und sich mit ihnen zu beschäftigen. Dazu lädt „Sing meinen Song“ zum wiederholten Male ein. Gastgeber ist inzwischen Michael Patrick Kelly. Und er macht seine Sache hervorragend. Jede Sendung widmet sich einem der Beteiligten, man bekommt Einspieler der Originalsongs, erfährt viel zur Biografie und darf schließlich die Coverversionen genießen. Dieses Konzept kommt im CD-Format natürlich nur bedingt rüber, aber die Doppel-CD („Deluxe“ Version) bietet immerhin alle Songs in der Show-Reihenfolge. Sie ist damit der Einzelversion, die eher eine „Best of“ darstellt, um Längen voraus.
Mit sechs neuen hochkarätigen Musikern im Gepäck kehrt Michael Patrick Kelly nach seiner Tauschkonzert-Teilnahme 2017 als neuer Gastgeber von „Sing meinen Song“ nach Südafrika zurück: Milow, Wincent Weiss, Johannes Oerding, Alvaro Soler, Jeanette Biedermann und Jennifer Haben sind seiner Einladung gefolgt und haben ihre größten Hits mitgebracht, um sie der Reihe nach zum Tausch anzubieten.
Highlights gibt es viele. Auch einige Titel, die mehr wie Lückenfüller wirken, mit der Zeit aber ihre Bedeutung im Gesamtwerk der Künstler entfalten. Und es sind ja gerade die besonderen, zum Teil ausgefallenen Versionen, die zeigen, wie der Song im Mittelpunkt des Geschehens steht.
Es fängt schon an mit dem Überhit „Musik sein“ von Wincent Weiss, dem Milow als „Springsteen Story“ stellenweise einen eigenen englischen Text mit emotionalen Bezügen mitgibt. Das ist ebenso groß wie der Paddy-Titel „Hope“, dem Johannes Oerding in „Hoffnung“ einige Gänsehaut-Momente beschert. Selbst Alvaro Soler, dem ich musikalisch so gar nichts abgewinnen kann, besticht durch eine solide und stimmlich hervorragende Leistung. Hut ab!
Man entdeckt so einiges Neues, wenn man die CD komplett hört. Vor allem die Songs von Jeanette Biedermann und ihrer Band Ewig sind bisher weitestgehend an mir vorbei gegangen. Und was Beyond The Black mit Jennifer Haben normalerweise liefern, ist vor allem ein durchdringender Sound. Hier aber werden die Titel mit musikalischen Finessen versehen und man hört viel stärker auf den Text.
Ganz zum Abschluss gibt es noch eine kleine Überraschung: Das Duett „Ich will noch nicht nach Hause“ von Johannes Oerding und Michael Patrick Kelly beschreibt die besondere Chemie unter den Künstlern. Ein gelungenes Fazit, das die insgesamt 43 Songs gekonnt zusammenfasst.
Seit es keine neuen Filme der „Bibi & Tina“ Reihe mehr gibt, drohen auch die Hits aus den gleichnamigen Soundtracks in Vergessenheit zu geraten. Okay – nicht überall. Meine zehnjährige Tochter beispielsweise schaut die Filme noch in steter Regelmäßigkeit und so wird im Hause auch weiterhin „Up, up, up – Nobody is Perfect“ geträllert. Zudem gibt es ja die Bühnenshow, die ab 2019 ein weiteres Mal durchs Land tourt.
Lina Larissa-Strahl allerdings, die Schauspielerin aus dem Film und Sängerin der meisten Titel, geht inzwischen ihren eigenen Weg als Popsängerin und macht einen weiten Bogen um den Beginn ihrer Karriere. Man kann es ihr nicht verdenken, will sie doch als LINA bekannt werden und nicht als „die Bibi aus den Filmen“.
Was es in einer solchen Konstellation allerdings wirklich selten gibt: Eine Riege zum Teil ganz junger Popkünstler, zum Teil gestandener Damen und Herren aus dem Showbusiness, hat sich zusammengefunden, um die Songs von Peter Plate und Ulf Leo Sommer neu zu interpretieren. Und das Ergebnis ist eine ganz gelungene Zusammenstellung, die die Filmhits zum neuen Leben erweckt.
Wir hören also, wie die Lochis auf Amadeus und Sabrina reiten, wie Sido ein entspanntes „Omm“ von sich gibt, wie Roland Kaiser von Maite Kelly in die Jugendsprache eingeführt wird und wie alle zusammen ihren Status in „Mädchen gegen Jungs“ verteidigen. LEA verleiht ihre wundervolle Stimme dem Song „Funky Monkey“, Johannes Oerding singt das optimistische „Bester Sommer“ als stamme es schon immer aus seiner Feder und The BossHoss widmen ihre Cowboystiefel wie selbstverständlich diesmal den „Mädchen auf dem Pferd“.
Wenn ihr als Eltern noch Zweifel habt: Seid versichert – es funktioniert! Die Kids sind glücklich, weil sie ihre altbekannten Stücke in neuen Versionen hören dürfen (zum Teil von Lieblingskünstlern wie Lukas Rieger und Matthias Schweighöfer), die Eltern können sich entspannt zurücklehnen und den Stimmen namhafter Popkünstler lauschen. So passt’s. Und wenn es allzu stressig wird, kann man schnell zu Max Raabe skippen: „Viel zu selten gehen wir zelten“. Wundervoll!
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