Die dreifach Grammy-nominierte, mit Multiplatin und Charterfolgen ausgestattete Singer/Songwriterin Camila Cabello macht sich für ihre bis dato größte, gewagteste und raffinierteste Veröffentlichung bereit: ihre mit Hochspannung erwartete neue Blockbuster-Single „Bam Bam“ [feat. Ed Sheeran], die – flankiert vom dazugehörigen Musikvideo – am 4. März 2022 via Epic Records erscheint.
Das Video wurde unter der Regie von Mia Barnes in Zusammenarbeit mit Dave Meyers gedreht, der auch schon bei Cabellos Videos zu „Havana“, „Señorita“, „My Oh My“ und „Liar“ Regie geführt hat.
Fotocredit: Rahul Bhatt
„Bam Bam“ ist Camilas erster Release im Jahr 2022 und gilt als eine der am höchsten gehandelten Singles des Jahres. Der Track feiert ein Wiedersehen mit einem der erfolgreichsten Künstler der Welt, dem GRAMMY Award-Gewinner Ed Sheeran und ist die Fortsetzung einer kreativen Kollaboration, die mit Sheerans mit Gold ausgezeichneten 2019er-Hit „South of the Border“ [feat. Camila Cabello & Cardi B] begann.
Vor allem aber kündigt „Bam Bam“ ihr drittes Studioalbum Familia an, das am 8. April veröffentlicht wird. Die Vorbereitungen für das Album starteten bereits im letzten Jahr mit „Don’t Go Yet“, das bis dato beeindruckende 232 Millionen Streams auf Spotify verzeichnet.
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Am 4. Februar veröffentlichte Leslie Clio ihr neues Album „Brave New Woman“. Der Name ist Programm: Zuvor hatte die Sängerin und Songschreiberin ihre eigene Plattenfirma gegründet, ein neues Team zusammengestellt und in einem selbstbefreienden künstlerischen Prozess einige der faszinierendsten Songs ihrer bisherigen Karriere geschrieben.
Der Opener startet mit einem elektronischen Befreiungsschlag. Es folgt eine Standortbestimmung im Sprechgesang: „No one‘s gonna tell you how to move on / Except the girl with a gun“. Das Album ist zwar nur 33 Minuten kurz, hat in diesem Umfang allerdings eine breite Palette vielfältiger Musik zu bieten. Eingängige Melodien und aussagekräftige Texte bestimmen das Geschehen. Und das Camouflage-Cover „Love Is A Shield“ belebt den Song aus dem Jahr 1989 mit einer starken Neuinterpretation.
Während die Uptempo-Songs sicher ihren Reiz haben, überzeugt mich vor allem eine Akustikballade wie „Comment Allez-Vous?“. Hier kann Leslie ihre ganze vokale Stärke zeigen. Sie verfügt über eine ausdrucksstarke Soulstimme. Anders als manche Kolleginnen setzt sie diesen Soulfaktor jedoch wohldosiert ein – und sie schafft es auch mühelos, ein bisschen retro und gleichzeitig modern und hip zu klingen.
Der unbeschwerte Tanzhit „Millionaire“ ist ebenso mitreißend wie der freche Chanson „Abcdf*ck Off“. In der ersten Albumhälfte verbreiten „Good Trouble“ und „Feet It In My Bones“ eine optimistische Grundstimmung, während später bis hin zur melancholischen Abschluss-Hymne „To Be Human“ auch sehr nachdenkliche Töne anklingen.
Entstanden sind elf Songs, deren Kernmerkmale weiterhin die Insignien des klassischen Leslie-Clio-Sounds sind: raumgreifende Arrangements, klare Instrumentierungen und eingängige Melodien. Soul, Pop, R&B und elektronische Einflüsse bilden hier immer noch die Basis, auf der Leslies unverkennbarer Gesang thront.
Die neuen Songs belegen aber gleichzeitig die beeindruckende künstlerische Entwicklung, die diese Frau durchlaufen hat. Die Souveränität, mit der Clio hier stets Dirigentin eines überaus facettenreichen und doch kohärenten Albums bleibt und dabei gänzlich losgelöst von allen vermeintlichen Zwängen so frei und selbstbestimmt wie vielleicht noch nie agiert, ist atemberaubend.
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Wenn alle Superkleber dieser Welt versagen und alle Macht nicht reicht – wenn auch die größte Liebe die Umstände nicht überwinden kann, hilft Musik den Schmerz zu lindern. „Hausflur“ macht die vermeintliche Schwäche, sich die Hilflosigkeit einzugestehen zur Stärke: Manchmal gibt es keinen Schuldigen und egal, wieviel man reinsteckt, es wird nie genug sein. Das zu akzeptieren und laut auszusprechen, ist zumindest der Ausweg aus dem endlosen Loop aus Rissen. Nach „Blau“ und Gold für den Debüttrack „Verlierer“ bringt LUNA mit „Hausflur“ erneut komplexe Gefühle auf den (wunden) Punkt.
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In gut einem Monat – am 25.03.2022 – erscheint mit „Dankbar“ endlich das langersehnte erste Album von Chris Cronauer. Als Vorgeschmack darauf veröffentlicht der 26-Jährige mit „Die Welt steht auf unserer Seite“ nun die erste Single aus seinem Debüt und zeigt mit dieser nochmal eine ganz neue Seite von sich und seinem musikalischen Können.
Mit rockig-kernigem Sound wird „Die Welt steht auf unserer Seite“ zu einer emotionalen und energiegeladenen Hymne auf die Sehnsucht. „Sag mir, wohin du willst, wie weit es geht | Hand in Hand werd ich dich begleiten | Über jeden Berg, bis ans Meer | Die ganze Welt steht auf unserer Seite“, singt Chris Cronauer zu E-Gitarren und treibenden Schlagzeugrhythmen von dieser unbändigen Sehnsucht, die einen manchmal überkommt. In seiner unverkennbaren Art erzählt Chris Cronauer von dem Gefühl, dass hier und jetzt genau der richtige Zeitpunkt ist, mit diesem einen Menschen alles hinter sich zu lassen. Hand in Hand, einfach los. Ganz egal, wohin. Ganz egal, wie weit weg. Mit Rückenwind, Sonne im Gesicht und der Gewissheit im Herzen, dass einem zu zweit einfach nichts passieren kann.
Neben „Die Welt steht auf unserer Seite“ finden sich auf noch 13 weitere Songs auf „Dankbar“, dem Debütalbum von Chris Cronauer. Eine Mischung aus handgemachtem Band-Sound mit volkstümlich-urigen Einflüssen, aber auch elektronischen Elementen. Uptempo-Songs treffen auf ruhige Balladen, tiefsinnige Texte wechseln sich mit Hymnen auf das Hier und Jetzt ab und beweisen einmal mehr Chris Cronauers Qualitäten als Sänger und Songwriter, der seit seinem zwölften Lebensjahr schreibt, textet, komponiert, arrangiert und produziert.
Chart-Acts wie Nico Santos, Stereoact, Vanessa Mai, Gestört aber Geil und SJUR schwören genauso auf Chris Cronauers musikalische Ideenschmiede wie die Macher des ARD-„Tatort“ und die Produzenten des Kino-Renners „Fack ju Göhte“. 7x Gold, 6x Platin und einen Diamant-Award kann sich der junge Mann mit dem gewinnenden Wesen bereits in seine Erfolgs-Vita schreiben – und gerade erst hat er neben dem deutsch-spanischen Duett „Vamos a Marte“ von Helene Fischer mit Latin-Popstar Luis Fonsi noch vier weitere Titel auf ihrem Nummer 1 Album „Rausch“ beigesteuert. Nach mehreren erfolgreichen Singles wie „Mega“ oder „Ich lass Dich nie mehr los“ veröffentlicht Chris Cronauer mit „Dankbar“ sein lang erwartetes Debütalbum als Solokünstler.
Die neue Single „Die Welt steht auf unserer Seite“ ist ab dem 25.02.2022 überall als Stream/Download erhältlich. Das Album „Dankbar“ erscheint am 25.03.2022.
Nathan Trent veröffentlichte letzte Woche eine weitere Single aus seinem kommenden Album „The Stages of Change“. In seiner neuen Single „Faith“ behandelt Nathan auf sehr offene Art und Weise seine Erfahrungen in der Musikindustrie. Nathan schrieb den Song zu einer Zeit, als er sich nicht sicher war, wohin seine musikalische Reise gehen würde. Er spricht von Aufs und Abs und davon, dass er glaubt, dass sein Durchhaltevermögen das ist, was ihm eines Tages den Erfolg bringen wird, den er für sich sieht.
Der Song behandelt das Thema Mental Health, Leistungsdruck und die Erlebnisse, die die Musikbranche mit sich bringt. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Hoffnung und die Zuversicht, die man nie verlieren soll. Man solle sich nicht von Zahlen und Statistiken beeinflussen lassen, sondern einfach seinen Weg gehen und dran glauben, dass man das erreichen kann, was man sich vornimmt.
Fotocredit: Fabian Holoubek
Jedoch steht das Lied nicht nur für die Musik, sondern kann als Metapher für jede Lebenslage gesehen werden. Mit „Faith“ hat Nathan seinen Schwerpunkt auf Lyrics und rhythmischen Flow gelegt und somit seinem Stil den extra R’&’B-Touch hinzugefügt.
„Ich hab diesen Song für mich geschrieben. Ich wollte etwas haben, das meine inneren Gedanken widerspiegelt und mir gleichzeitig Mut macht nicht aufzuhören. Das Künstlerbusiness und die Musikindustrie sind sehr harte Pflaster und man stößt oft auf Ablehnung oder Desinteresse. ’Faith’ beschreibt sehr detailliert die Konversation, die ich immer wieder mit mir selbst führe. Der Song ist an all jene gerichtet, die entschlossen haben selbständig tätig zu sein und eine kleine Motivation brauchen weiterzumachen, um deren Traum zu verwirklichen.“
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Den ersten Hit „Begging“ hatte er noch unter dem Namen Lions Head, unter dem er auch das Debütalbum „LNZHD“ auf den Markt brachte. Der in Manhattan geborene Sänger und Songwriter Ignacio Uriarte brauchte wohl das Selbstbewusstsein erster Erfolge, um zu sich selbst zu stehen. Das zweite Werk „This is Iggy“ zeugt nicht nur im Titel von einer gewachsenen musikalischen Persönlichkeit.
Seit dem Namenswechsel von Lions Head zu Iggy, gibt es endlich auch äußerlich keine Differenzierung mehr zwischen Iggy der Privatperson und Iggy dem Singer-Songwriter. Schlussendlich sind beide ein und derselbe Mensch, denn als Künstler verarbeitet Iggy alles, was ihn als Privatperson beschäftigt. Die Mission von beiden Hälften ist gleich: seinen Platz in der Welt zu finden, sich selbst treu zu bleiben, Gedanken und Gefühle zu erforschen und all dies irgendwie zum Ausdruck zu bringen – auch als Form der Bewältigung.
Iggy legte den Grundstein für seine Karriere bereits als Kind an der Metropolitan Opera und begleitete Größen wie Luciano Pavarotti. Nach dem Stimmbruch zog es ihn dann Richtung Popmusik und seitdem ist die weltbekannte Brooklyner Singer-Songwriter-Szene, aus der bereits Acts wie The Strokes und The Virgins entsprangen, sein Zuhause. Mit unzähligen Platten und Musikinstrumenten im Gepäck machte sich Iggy auf die Suche nach neuen Abenteuern und landete schließlich in Deutschland.
Elf Tracks umfasst das Album, zum Beispiel das Gute-Laune-Lied „Pleasure“. Mit einem Intro, dass den Klang einer alten Vinylplatte simuliert, welches dann von einem schnellen Beat abgelöst wird, gibt einem der Song schon in den ersten Sekunden das Gefühl, man hört sich grade einen Radiohit an. „Miss you“ ist eine gefühlvolle Uptempo-Ballade, die das niederschmetternde Gefühl des Vermissens erläutert. Und während „Fix me up“ Zuhörer:innen mit seinen sanften Klavierklängen und Lyrics, die von einer rundum perfekten Beziehung schwärmen, auf eine emotionale Reise mitnimmt, geht es in „SMFM (Save me from myself)“ darum, dass andere manchmal noch vor einem selbst erkennen, dass man Hilfe benötigt.
Die charmanten Popsongs liefern vor allem gute Laune. Für „Alien“ hat sich der Songwriter gar mit Rapper SIDO zusammengetan, was zu spannenden deutschsprachigen Textzeilen führt.
Über die Bandbreite an unterschiedlichen Songs, Sounds und Moods auf dem Album erzählt Iggy: „Dieses Album ist eine Klangreise. Es berührt, was Lions Head begonnen hat, und führt es dann weiter. Musikalisch und emotional ist es ein Auf und Ab. Allerdings bleibt ‚This is Iggy‘ definitiv im Rahmen dessen, wer ich als Künstler bin und wer ich als Lions Head war, also denke ich nicht, dass es große Überraschungen geben wird. Es ist eher ein Polieren.“
Dem kann man nur zustimmen – im Positiven wie im Negativen. „This is Iggy“ bietet keine große Überraschungen, aber sehr eingängige Melodien fürs Radioformat. So gesehen ist das Album vor allem eine gelungene Standortbestimmung moderner Popmusik. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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Ein einstündiges Album mit neuen Songs von Midnight Oil – das man das nochmal erleben darf! Schon vor 15 Monaten gab es mit dem Minialbum „The Makarrata Project“ ein Lebenszeichen der Band um Peter Garrett, nachdem es zuvor lange 18 Jahre sehr ruhig um die Australier war. Man hatte die musikalischen Aktivitäten mehrfach für längere Phasen auf Eis gelegt, da der Sänger sich in hohem Maße politisch und gesellschaftspolitisch engagierte. Zweimal war er für jeweils vier Jahre Präsident der Umweltschutzgruppe “Australian Conservation Foundation”, engagierte sich bei Greenpeace und schaffte schließlich den Sprung ins Repräsentantenhaus, wo er zwei Legislaturperioden lang als Minister fungierte.
Die größte Pause der Band währte somit ganze 15 Jahre (2002 bis 2017), doch fulminant kehrten sie zurück, nachdem Garrett kein Regierungsmitglied mehr war. Im Juni 2019 konnte ich die Band mit viel Energie und in alter musikalischer Pracht beim Open Air in Trier bewundern. Und jetzt ein weiteres neues Studioalbum. Großartig!
Ein Wermutstropfen ist allerdings die Tatsache, dass Bassist Dwayne „Bones“ Hillman im November 2020 (just am Wochenende der Veröffentlichung von „Makarrata“) verstorben ist. Beim aktuellen Album ist er musikalisch noch an Bord. Die Songs wurden mit ihm zusammen geschrieben und aufgenommen. Seitdem machen die Gründungsmitglieder Peter Garrett, Martin Rotsey (Gitarre), Jim Mogonie (Keyboard) und Rob Hirst (Schlagzeug) als Quartett weiter.
Obwohl es wieder ganz neue Stücke sind, wirkt das Album wie eine Reise in die Vergangenheit. In die große Zeit der 80er Jahre mit gewohnt rockigen Klängen und charismatischen Vocals. Ein Song wie „At The Time Of Writing“ wird uns eindringlich um die Ohren gehauen. Stimmlich ist Garrett mit fast 69 Jahren voll auf der Höhe, wie schon der atmosphärische Opener „Rising Seas“ beweist, bei dem man ihn ganz im Vordergrund hören kann. Hier macht die Band den Klimawandel zum Thema. Gesellschaftskritik wurde bei den Australiern schon immer groß geschrieben und in packende Hymnen verpackt.
„Reef“ und „Lost At Sea“ sind melodische Rockstücke mit mitreißender Gitarre und starker Botschaft. Das abschließende „Last Frontier“ schafft als siebenminütiger Longtrack eine düstere Atmosphäre und gibt der musikalischen Idee als elektronisches Klanggemälde viel Raum, bevor sich ein rockiger Sprechgesang Gehör verschafft.
Das neue Album ist das Statement einer Band, die nach vorne blickt und deren Maxime immer lautete: „Es ist besser, auf den Füßen zu sterben, als auf den Knien zu leben“. Garrett sagt dazu: “Wir wissen alle, dass die Zeit nicht stillsteht. Aber nach vielen gemeinsamen Jahren ist der Bandspirit immer noch so stark wie unsere Musik und unsere Worte. Unsere Ideen und Aktionen sind so spektakulär, wie es uns möglich ist. Wir haben die Menschen auf Wegen erreicht, die wir uns nie hätten vorstellen können. Unser Drang, kreativ zu sein und unsere Stimme zu erheben, ist ungebrochen. Wir hoffen, dass jeder, der das Album hört oder eine der Shows besucht, sich um die Zukunft unseres Planeten Gedanken macht. Wir sind jede Tour so angegangen, als wäre es unsere letzte – und dieses Mal ist es wirklich so weit.” Das klingt nach Abschied, aber daran will man noch gar nicht denken, wenn man dieses fulminante Album hört.
Wie wenige andere Bands haben Midnight Oil ihre Fans inspiriert und einen kritischen Weg des Widerstands gegen Ungerechtigkeiten vorgegeben. Schon der Titel des Albums impliziert, dass es damit noch lange nicht vorbei ist. „Resist“ ist es ein zeitloses Album voll klassischer Rockmusik, das genauso gut und inspirierend bereits vor über 30 Jahren hätte erscheinen können.
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Der umtriebige Neal Morse scheint jeden Tag ins Studio zu gehen wie andere zur Arbeit. Gefühlt ist sein Output für mich geradezu inflationär. Hier hat er sich mit Nick D’Virgilio (Spock’s Beard) und Ross Jannings (Haken) zu einer Troika zusammengefunden. Herausgekommen ist ein Album, das mich teils an die Styx der 70er oder Crosby, Stills & Nash erinnert. Gesang und Arrangements harmonieren bestens mit der akustischen Gitarre im Opener „Everything I Am“, meinem Lieblingssong auf dem Album. Der Nachfolger „Julia“ steht diesem kaum nach.
Ein Konzept ist in den Songs nicht erkennbar. Einige haben unterschiedliche politische Themen zum Inhalt. Wenn man weiß, was die drei ansonsten für eine Musik machen, ist mit diesem Album etwas Neues entstanden. Die Melodien machen Laune. Je länger ich in das Album hinein höre, spüre ich das Flair von Woodstock. In „One Time Less“ glaube ich George Harrisons Gitarre wie in „While my guitar gently sweeps“ zu hören.
Fotocredit: InsideOut
Überhaupt habe ich den Eindruck, dass in den Songs einige Reminiszenzen versteckt sind. Bei „A Change is gonna come“ hoffe ich: bloß nicht. Denn so, wie das Album bisher abgeht, darf es gerne weitergehen. Bei „If I could“ stört mich die eingestreute Flöte. Unter den 11 Songs mit einer Spielzeit von 52 Minuten ist das nach meinem Empfinden auch der schwächste. Aber schon der nächste, „King for a Day“, erhöht wieder die Schlagzahl. Hier kommen auch mal die Drums zur Geltung. „Second Hand Sons“ kommt purpleesk daher. Die E-Guitar leitet ein rockiges Intro ein. Hier hätte ich etwas mehr Mut gewünscht, da der Thrill nicht durchgehalten wird und der mehrstimmige Gesang die anfängliche Erwartung nicht erfüllt. Gegen Songende erinnern die Gitarrenparts wieder an Styx. In den beiden letzten Songs ist der Country-Sound prägend.
Es ist reiner Zufall, dass ich das Album höre. Mit Spock’s Beard habe ich schon seit einigen Jahren abgeschlossen, Haken ist auch nicht gerade eine meiner Lieblingsbands und Neal Morse kommt mir oft zu religiös daher. Aus dieser Sicht hat mich das Album positiv überrascht und wird garantiert kein Regalhüter. Country Rock at its best.
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Ich muss gestehen, das hier ist das erste Album, das ich mir von Arjen Lucassen angehört habe. Natürlich war er mir als eclipsed-Leser namentlich bekannt, vor allem mit seiner Band Ayeron. Zunächst dachte ich im Albumtitel einen Schreibfehler entdeckt zu haben, denn „Rebel in Time“ würde ebenso zu diesem Powerrock-Album passen.
Die Gitarren drängen sich mehr auf als der Gesang. Zu Beginn des Albums geht es noch einigermaßen gemächlich zu, aber nach einigen Sekunden zieht das Tempo an. Einige Arrangements erinnern mich an Yngwie Malmsteen. Danach mausert sich das Album zu einer wahren Rock-Oper. In den Texten, die wie von Filmmusiken, speziell Science Fiction, inspiriert klingen, geht es um die Manipulation von Zeit.
Meine Anspieltipps sind der Opener „Fate of Man“, „Bridge of Life“ und „Beyond the Edge of it all“. Das Album geht ab wie Schmidts Katze, aber jeden Tag muss ich die CD nicht auflegen.
Das Album enthält 11 Titel mit einer Laufzeit von 66 Minuten. Es ist auch als Doppel-CD erhältlich. Auf der 2. CD befinden sich die gleichen Titel, allerdings von jeweils einem anderen Sänger interpretiert. Sehr große Unterschiede sind mir keine aufgefallen, für Fans dürfte es jedoch einen Mehrwert haben. Die Instrumentalisierung ist mit den Songs auf CD identisch, weshalb es auf die gleiche Spiellänge kommt.
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Dass tiefgründige Lieder nicht immer traurig klingen müssen, beweisen die beiden Singer-Songwriter Florian Künstler aus Lübeck und die Berlinerin Elen mit ihrer gemeinsamen neuen Single „Wovor hast du Angst“. Doch mit der konfrontativen Frage wollen sie niemanden niedermachen – sie wollen sich selbst ermutigen! Es geht um Liebe und Ängste und das ganze Gefühlschaos, das so viele Menschen viel zu gut kennen. Rohe Emotionen treffen auf einen packenden Beat, der Mut macht und Optimismus aufflammen lässt.
Wer einmal verletzt wurde, tut sich künftig oft langfristig damit schwer, sich neuen Menschen zu öffnen. Dass man damit potenziellen Partner:innen und sogar sich selbst oft nicht gerecht wird, ist den meisten sogar bewusst, aber Angst ist nun mal ein Gefühl, dass sich selbst mit Logik nicht einfach abstellen lässt. Genau darum geht es in „Wovor Hast Du Angst“. Man lernt jemanden Neues kennen, gibt alles und macht dann doch wieder einen Rückzieher wenn es ernst wird.
Ohne Umwege beschreibt der Liedtext geradeheraus wie die Verletzungen der Vergangenheit nun zum Problem werden. Mit Zeilen wie „Das heißt nicht, dass ich dich nicht vermiss, doch wie ich dir das sag weiß ich nicht. Bin so wütend, weil ich’s grad verbau, glaub mir, ich frag mich doch auch …“ oder „Du sehnst dich so nach Nähe und baust trotzdem eine Wand. Wovor hast du Angst?“ verfügt der Song über eine Poesie und Melancholie wie man sie von anderen deutschen Singer-Songwriter:innen wie Philipp Poisel, LEA, Bosse, Elif oder auch Johannes Oerding kennt, während die Tanzbarkeit an Hits wie die von Glasperlenspiel erinnert.
Textlich und inhaltlich ist „Wovor hast du Angst“ eine Ballade, doch der Rhythmus macht das Ganze zweifellos zu einer deutschen Dance-Pop Hymne: Seinen Einstieg findet die Single zu Florian Künstlers rauer und zugleich samtiger Stimme, gefolgt von Elens ebenfalls ultra-einfühlsamen, souligen Vocals im Refrain, welcher sich in der ersten Runde langsam und pulsierend aufbaut und in der zweiten Wiederholung zu einem pochenden Elektro-Beat seinen Höhepunkt findet. Melodisch, poetisch, ehrlich und unter die Haut gehend, sind alles Schlagworte, die beim Hören sofort in den Sinn kommen. Ein endloser Ohrwurm ist vorprogrammiert.
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Viele werden wie ich überrascht sein, dass Ian Andersson doch noch ein Jethro Tull-Album herausbringt. Unverkennbar entpuppt sich der Sound dem blinden Hörer nach wenigen Sekunden als neues Tull-Werk. Vorab war mir der Titelsong „The Zealot Gene“ vom eclipsed-Sampler bekannt. Er ist für mich auch der stärkste Song auf dem Album. Was nicht heißt, dass die restlichen Songs nur dahinplätschern. Wenn ich das Album mit den Vorgängern vergleiche, ähnelt es für meinen Geschmack noch am ehesten „Stormwatch“, Ende der 70er. Einen total neuen Stil entdecke ich nicht, das erwartet aber auch kein Fan ernsthaft.
Wie eine „Stormwatch“ gestaltete sich auch die Entstehung des Albums. Als die Band zu Anfang der Pandemie noch vor dem ersten Konzert ihre Tournee abbrechen musste, zog sich Andersson in sein Haus zurück und wartete dort zunächst auf „das Ende des Sturms“ ab. Das Warten zog sich in die Länge und so entstanden Songs, die die Konfrontation mit dem Unerwarteten atmen. Die Wut und Verzweiflung, Traurigkeit, nicht auftreten zu dürfen, spiegelt sich in den Kompositionen wider. So überraschend das Album für die Fans kommen mag, war es das wohl längste, an der die Band arbeitete – und schwierigste, konnte man sich doch seltener zum Proben treffen, als über digitale Kanäle den Output auszutauschen.
Andersson selbst sagte in einem Interview, dieses Album sei über eine längere Zeit wie ein Whisky gereift. Eine gewisse Religiosität ist in den Songtexten erkennbar, aber die Botschaft ist eher, dass sich in religiösen Geschichten auch immer die Hässlichkeit wiederfindet. Die Texte sind weder auf Eiferer zugemünzt noch auf Hasser. Dennoch besteht die Gefahr, dass polarisierende Ansichten die gemäßigten übertönen.
Die 12 Titel haben eine Länge von 47 Minuten. Neben dem Titelsong gefielen mir noch der Einstieg „Mrs Tibbets“ und die beiden Songs am Albumende, „In Brief Visitation“ und „The Fisherman of Ephesus“. Ob das Mitwirken von Michael Barre an dem Album vermisst wird oder auffällt, mögen die Fans, die alle Alben, an denen er mitgewirkt hat, kennen, besser zu beurteilen wissen. Für mich klingt es jedenfalls nicht weniger nach Tull als andere Alben.
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Die 28-jährige Hamburgerin wuchs als Tochter einer Fotografin und eines Musikers auf. Eine ungeplante Schauspielkarriere hängt sie ihrem eigentlichen Traum von der Musik zuliebe mit 19 ohne Zögern an den Nagel: „Ich habe dieses Zirkuspferd-Gen, muss aber nicht immer im Rampenlicht stehen. Songs schreiben war für mich immer das wichtigste.“ Emily Roberts macht feinsten organischen Pop, manchmal mit Vintage-Flavour, immer mit Köpfchen und verpackt in souverän internationalen Sound.
2019 landeten Emily Roberts, Gamper & Dadoni mit „Bittersweet Symphony“ einen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vergoldeten Hit, Emily legte im gleichen Jahr den offiziellen Dschungelcamp-Track In This Together nach. Sie spielte gefeierte Supportshows für Tom Grennan, LEA oder James Blunt, mit dem sie vor ihrer eigenen Clubtour im April erneut auf Arenatour geht.
Mitte September 2021 erschien ihr EP-Debüt 4-Chord-Songs From My Garage beim Sony Music-Label RCA.
Fotocredit: Delia Baum
Der neue Song „Soap“ erzählt vom Wunsch, sich vom ständigen Gedanken an diese eine Person „the one that got away“ und dem Gefühl des „Was wäre wenn?“ freizumachen. Vom Wunsch, sich diese Gedanken und Gefühle einfach mit einem großen Stück Seife aus dem Kopf waschen zu können und nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, wie das Leben heute wäre, hätte man damals nicht….
„Soap“ ist ein schonungslos ehrlicher und energiegeladener Rock-Pop-Song, der mithilfe von verzerrten Gitarren das ganze Gefühlschaos in drei Minuten tanzbar macht.
Neben Emily Roberts wurden fünf weitere Acts von den sieben Mitgliedern der ESC-Fachjury für den Vorentscheid ausgewählt. Zum ersten Mal waren die Radio-Popwellen der ARD integraler Bestandteil des Auswahlverfahrens und die Musikchef:innen von SWR 3, Antenne Brandenburg, WDR 2, NDR 2, MDR Jump und Bayern 3 neben Alexandra Wolfslast (Head of Delegation) Teil der Jury. Dazu Frank Beckmann, ARD Unterhaltungskoordinator und NDR Programmdirektor: „Radio, Fernsehen und online – die ganze ARD zieht an einem Strang“ und Torsten Engel, Programmchef NDR 2: „So viel Radio war noch nie beim ESC […]“.
Welcher der Acts für Deutschland zum ESC-Finale nach Turin fährt, entscheidet das Publikum ab dem 28. Februar. Feststehen wird das Ergebnis am großen ARD ESC-Tag, dem 4. März. Alle Dritten Programme zeigen den Vorentscheid mit Barbara Schöneberger live. Das Finale des Eurovision Song Contest findet am 14. Mai in Turin statt. 2021 gewannen Emilys italienische Labelkolleg:innen von Måneskin den internationalen Wettbewerb.
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Versengold aus Bremen bringen ihren Folkrock standesgemäß sehr feinsinnig und lyrisch an den Hörer. Damit heben sie sich wohltuend vom brachialen Getue mancher Mittelalterrocker ab. „Was kost die Welt“ ist bereits das zehnte Album der Truppe um Sänger Malte Hoyer und zurecht hat man endlich die Chartspitze in Deutschland erobert.
Der vom einzigen Gründungsmitglied Malte Hoyer bekannte Wortwitz inklusive einer guten Portion trockener norddeutscher Ironie nebst unprätentiöser Lyrik unterstreichen die gelungene Gratwanderung der Band zwischen nachdenklichen Balladen, Pop, Rockhymnen und Feiersongs. Für Versengold sind Ironie und Metaphorik gerne eingesetzte Mittel, Sprache zu nutzen und neue Bedeutungsebenen in einen Song zu bringen.
Das zeigt schon der Opener und Titelsong, der sich laut und sehr sarkastisch dem Jetset-Leben widmet und damit klimapolitische Gesellschaftskritik in eine folkige Feierhymne verkleidet. „Hier kumpp de Storm“ ist eine düstere Ballade mit norddeutschem Text und „Bella schau“ gibt dem italienischen Partisanenlied eine ganz neue Bedeutung. Allein mit diesen drei Titeln erklärt sich bereits die Vielfältigkeit des Sextetts.
Ab Track 4 befindet man sich in der Phase des sentimentalen Geschichtenerzählens. Die Ballade „Windsbraut“ lebt die Leidenschaften von Meer und unerreichter Liebe. „Hey Hanna“ hingegen ist ein Partysong des bemitleidenswerten Nicht-Tänzers, der mit der Liebsten lieber einen Pogo aufs Parkett legen würden. „Die wilde Jagd“ schafft eine mystische Atmosphäre, während „Sternensee“ melancholisch die See mit dem Leben gleichsetzt.
Neben diesen nachdenklichen Songs begeistern aber auch spaßige Trinklieder wie der Song vom „alten Rathenstein“, der als Geist dafür sorgt, dass jeder sein Glas austrinkt. Oder der witzige Beziehungssong vom „Kobold im Kopp“, den viele Feierwütige sicher nachvollziehen können. Dass auch hier die Melancholie walten kann, zeigt der Abschluss „Die letzte Runde“.
Der Folksound ist erdig und hauptsächlich mit akustischen Instrumenten versehen. Das eingesetzte Instrumentarium erstreckt sich über das gesamte Spektrum der westlichen Folklore. Rock-Einflüsse sind unverkennbar, doch hauptsächlich bietet das Sextett gelungenen Folk mit keltischer Attitüde. Hinzu kommen die charismatischen Vocals von Sänger Malte Hoyer, der mit sonorer Stimme zum Erzähler spannender Geschichten wird. Bisher das beste Album von Versengold – das bis hin zum Fantasycover absolut stimmig ist.
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Seit jeher gelten die Brit Awards nicht nur als die musikalisch wichtigstes Award Verleihung im Vereinigten Königreich, sondern besitzen auch global eine enorm Strahlkraft, weshalb natürlich auch die Eröffnung nicht zu kurz kommen darf. Und diese besagte Zeremonie übernahm diesmal niemand geringeres als Ed Sheeran verstärkt durch die alternative Rockband Bring Me The Horizon. Dabei präsentierten die beiden Top Acts eine völlig neue, härtere Version von Sheerans letztjährigem Hit „Bad Habits“
Begleitet von einem choreografierten Tanz, Nebel, spektakuläre Lichteffekten und Trapezkünstler:innen, teilen sich BMTH Frontmann Oli Sykes und Sheeran die Gesangsaufgaben der neue Version und verleihen dem Song so eine atemberaubende Dynamik, die sowohl musikalisch als auch visuell einiges her macht und Ed Sheerans eingängigen Pop auf die geballte Energie der Rockkombo aus Sheffield treffen lassen.
Sheeran selbst ist trotz seines Erfolgs in der Popwelt kein Fremder was härtere Musikausrichtung angeht. So erzählte er bereits der britischen Boulevardzeitung The Sun von seiner Metal-Erziehung: „Ich stand als Kind wirklich auf Death Metal. Ich habe Cradle of Filth und Slipknot und all das Zeug gehört“, er habe zwar nie selbst darüber nachgedacht habe, Metal-Musik zu machen, aber sei auch nicht dagegen.
Bring Me The Horizon hingegen ist eine der elektrisierendsten und erfolgreichsten Rockbands, die aus Großbritannien hervorgegangen sind. Die 5-köpfige Band aus Sheffield erhielt erst letztes Jahr ihre erste BRIT Award-Nominierung als „Beste Gruppe“. Letztes Jahr veröffentlichte die Band zudem ihre neue Single „DiE4U“, welche die Band von ihrer experimentellen Hyper-Pop Seite zeigt.
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Die drei ??? sind Kult. Auch mit Folge 214 ihrer Abenteuer sind sie nicht aus der Popkultur wegzudenken. Ich lege das Hörspiel ein und schon bei den ersten Klängen kann ich eintauchen in eine Zeit von Einschlafritualen, Jugendzeltlagern und der Trägheit sonntäglicher Nachmittage. Wichtigstes Phänomen bis heute: Seit Folge 1 im Jahr 1979 haben Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Oliver Rohrbeck (Justus Jonas) und Andreas Fröhlich (Bob Andrews) die Sprechrollen der drei Protagonisten. Dabei sind die Charaktere in der Story kaum gealtert und man wundert sich, wie die älteren Herrschaften das stimmlich hinbekommen. Aber es funktioniert auch ohne technische Spielereien. Wer einmal ein Livehörspiel der drei ??? erlebt hat, wird das bestätigen können.
Zur Story will ich nicht zuviel verraten: Die drei ??? werden zu einem verlassenen Bunker an der Steilküste von Rocky Beach geschickt. Dort soll es spuken – und tatsächlich hören sie geisterhafte Stimmen. Beim Erkunden des Bunkers werden sie plötzlich eingesperrt. Können Justus, Peter und Bob sich aus dem Geisterbunker befreien? Ein nervenaufreibendes Abenteuer beginnt.
Großes Plus sind der Spannungsaufbau und die dialoglastige Erzählweise. Hinzu kommen weitere hervorragende Sprecher wie Axel Milberg als Erzähler und Caroline Peters als Kommissarin Lisa Merryweather. Wenn man sich verträumt zurücklehnt, kommt aufgrund der vertrauten Stimmen durchaus ein Feeling zwischen „Tatort“ und „Mord mit Aussicht“ auf, aber natürlich bleibt die Hörspielgeschichte kindgerecht unblutig und ohne Tote.
Die Geschichte um den Geisterbunker ist ein weiteres spannendes Abenteuer. Gewiefte Hörer kommen dem Geheimnis vermutlich schon früh auf die Schliche, aber was soll’s. Hauptsache, die drei Detektive bieten uns ein kurzweiliges Vergnügen. Und das tun sie!
Das neue Greatest Hits-Album von Boney M. „THE MAGIC OF BONEY M.“ wird als Special Remix Edition am 18. März von Sony Music in den Formaten CD, Vinyl und digital veröffentlicht.
Es sind diese besonderen, raren Acts, die über Jahrzehnte hinweg unvergessen sind – und deren Musik bis heute Menschen in der ganzen Welt bewegt. Boney M. und die Musik von Frank Farian zählen federführend dazu. Während noch heute Jugendliche zu den Songs bspw. auf Plattformen wie TikTok tanzen, kann man fast 50 Jahre zurückblicken, um den Ursprung dieser Musik zu ehren. 1976 begann mit Boney M.’s erstem #1-Hit „Daddy Cool“ eine außergewöhnliche Musikkarriere. Sie wurden zur absoluten Supergroup der Disco-Ära – und es ist keine Frage, warum ihre Best-Of-Veröffentlichung „THE MAGIC OF BONEY M.“ genannt wurde, vereint sie doch die Schätze dieser Zeit und hat definitiv ihre eigene Magie!
Neben „Daddy Cool“ und dem Klassiker „Rivers Of Babylon“ aus dem Jahr 1978 bereichern andere #1-Tracks wie „Sunny“ oder „Ma Baker“, „Brown Girl in The Ring“, „Rasputin“; aber auch „Belfast“ und „Hooray! Hooray! It’s A Holi-Holiday“ die Titelliste. Und man denke auch an Balladen wie „El Lute“ oder die Weihnachtsversion von „Mary’s Boy Child“, die auf der ganzen Welt berühmt wurde. Es ist Musik für das ganze Jahr, es ist Musik für das ganze Leben.
THE MAGIC OF BONEY M. erscheint als spezielle erweiterte Remix-Edition. Während „Sunny“ in seiner Mousse T. Remix-Version bereits gefeiert wurde, finden sich hier zwei zusätzliche neue Remixe: Zum einen der frische „Daddy Cool“-Remix von LIZOT, zum anderen die „Rasputin“-Remix-Version von Majestic. Beide bringen die Disco-Ära auf eine neue Bühne. Aber das ist noch nicht alles: Frank Farian lieferte auch „By The Rivers Of Babylon“ in einer bisher unveröffentlichten spanischen Version.
Um diese besondere Geschichte von Boney M. noch mehr aufleben zu lassen, wird auf dem YouTube Channel beginnend mit dem Pre-Order-Start jede Woche ein Auftritt aus der Musikladen-Ära veröffentlicht, darunter auch zahlreiche Tracks aus der hiesigen Veröffentlichung:
04.02.22 Daddy Cool
11.02.22 Sunny
18.02.22 Rivers Of Babylon
25.02.22 Hooray! Hooray! It’s A Holi-Holiday
04.03.22 Rasputin
11.03.22 Belfast
18.03.22 Kalimba de luna
25.03.22 Felicidad (Margherita)
01.04.22 Gotta Go Home
08.04.22 Ma Baker
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Am 19. Februar 2022 jährt sich der Geburtstag von Johann Hölzel zum 65. Mal! Es war ein Leben auf der Überholspur, das Falco am 6. Februar 1998 vor fast genau 24 Jahren durch einen Autounfall in der Dominikanischen Republik beenden musste. Seine Popularität ist ungebrochen. So verwundert es nicht, dass nach der umfassenden Sammlung „Falco 60“ zum letzten runden Geburtstag fünf Jahre später schon wieder eine Greatest Hits-Compilation erscheint, diesmal unter dem Motto „The Sound of Musik“. Die bis heute anhaltende Nachfrage für sein Werk zeigt die künstlerische Einmaligkeit des Wieners.
Mir liegt zur Review die Doppel-Vinyl vor, wo sich die rote Fantasie-Uniform auf dem Cover sehr gut macht. Man hat sich die Mühe gemacht, neben den üblichen Verdächtigen ein paar seltene Versionen seiner Hits zusammen zu tragen. So wird die Compilation zwar nicht zum unbedingten „Must Have“, aber sie hat durchaus ihre Daseinsberechtigung.
Gut angelegt finde ich auf jeden Fall die chronologische Reihenfolge der Tracks. Son kann man sich mit „Ganz Wien“, „Maschine Brennt“ und natürlich „Der Kommissar“ perfekt Eingrooven auf die Karriere des Österreichers. „Junge Roemer“ – das zweite von vier aufeinander folgenden Nummer-1-Alben im Heimatland – ist mit zwei Stücken vertreten. Doch erst „Falco 3“ brachte mit „Rock Me Amadeus“ und „Vienna Calling“ den internationalen Erfolg, der sogar in den USA Beachtung fand.
„Jeanny“ und der Nachfolger „Coming Home“ finden sich stilecht in aufeinanderfolgenden Tracks. Das opulente „The Sound of Musik“ gibt es leider nur als Single Edit. Da hätte ich mir doch die mehr als zehnminütige Maxiversion gewünscht. Bis hin zu „Out Of The Dark“ folgt dann ein Einblick in das bisweilen düstere Spätwerk.
Auch nach einem Dutzend Best-of-Releases gibt es noch Neues zu entdecken. „Body Next To Body“ hat in der seltenen Radioversion vor allem nostalgischen Wert, da man hier das laszive Stöhnen der Brigitte Nielsen entfernt hat – vermutlich aus Gründen der puritanischen Radiotauglichkeit. „Data De Groove“ ist zwanzig Sekunden länger als die spätere Albumfassung. Das fällt aber kaum ins Gewicht.
Highlight ist auf jeden Fall der kanadisch-amerikanische Extended Mix von „Rock Me Amadeus“ in respektablen 5:25, also zwei Minuten länger als der Originaltrack. Wenn man die weiten des Internets durchforstet, findet man natürlich noch einige deutlich verlängerte Mixe, doch auch hier kommt schon echtes Maxi-Feeling auf.
Dass jemand mit dem Geburtsnamen Hansi Hölzel eine Weltkarriere und einen Riesenhit in den USA hinlegen würde, hätte wohl kaum jemand für möglich gehalten. Als Falco hat er von Österreich aus die Welt erobert und ist viel zu früh gestorben. Dass der Einstieg ins Rentenleben über eine postume Compilation stattfindet, ist eine große Ehre, aber vor allem äußerst traurig.
Der Titel des neuen Albums von Alexa Feser ist schon genial. Vermutlich versteht fast jeder zwischen 10 und 77 die Bedeutung der prominenten Fehlermeldung, je nach Seite mit Hinweisen wie „Seite nicht gefunden“ oder „Server Not Found“ versehen. Und wer zunächst auf dem Schlauch steht, bekommt im Titelsong die entsprechenden Hinweise.
Bekannt wurde die schon seit langem in Berlin lebende Singer/Songwriterin Alexa Feser als Goldkehlchen am Piano. Ihr Debüt „Gold von morgen“ wurde getragen von wundervollen Pianomelodien und ihrer Ausnahmestimme. Das zweite Album „Zwischen den Sekunden“ war opulenter ausgestattet und sehr orchestral ausgerichtet. Und das dritte Werk „A!“ gehört bis heute zu meinen absoluten Lieblingsalben voller vertonter Gedichte in sphärischer Grundstimmung.
Auf dem neuen „Liebe 404“ sucht man reine Pianosongs leider vergeblich. Der orchestrale Moment ist einer in weiten Teilen recht synthetischen Ausrichtung gewichen. Man könnte sagen: ein Schritt zurück zu den Anfängen, als die Künstlerin als Alexa Phazer mit dem Album „Ich gegen mich“ sehr elektronisch unterwegs war.
Doch so einfach ist es dann doch nicht. Trotz der soundmäßig getunten Songs berichtet Alexa sehr bodenständig von Alltagsdingen, die sie beschäftigen. Das war schon immer ihre große Stärke. Oft sind es illustrierte Dinge wie „Air Max“, ein „Schiebedach“ oder die „Minibar“, die stellvertretend für ein aufregendes Gefühlsleben stehen. Verliebt wähnt sie sich mit dem geliebten Menschen im „Fluchtwagen“ oder besingt den optimistischen Freund als „Aufstehmensch“.
35 Minuten sind recht kurz für ein neues Album nach drei Jahren, von denen zwei quasi im Lockdown stattfanden. Als Kollabo-Partner hat Alexa sich die Rapper Kool Savas und Sero mit ins Boot geholt. Das gibt manchen Songs ordentlich Pepp. Außerdem ist Esther Graf als Duettpartnerin für „Schiebedach“ dabei – ein sehr harmonischer Auftritt der beiden markanten Stimmen.
Im zehnten Track gibt es mit „404 Interlude“ einen kurzen inhaltlichen Bruch, dessen Sinn sich mir allerdings nicht erschließt. Im Prinzip fällt kein Track aus dem (elektronisch geprägten) Rahmen. Auffällig ist höchstens der Refrain im letzten Song „Optimist“, der melodisch und textlich auf Falcos „Egoist“ aufbaut.
„Liebe 404“ ist ein weiteres solides und inhaltlich stringentes Album von Alexa Feser. Wie sie selbst sagt, könnte es das letzte in physischer CD-Form sein. So sind die Zeichen der Zeit, aber ein solches Werk macht mal wieder deutlich, dass man gute Musik nicht zerschnippeln darf. „Liebe 404“ wirkt als Gesamtkonzept. Und wenn es auch das von mir am schlechtesten bewertete der vier Feser-Alben ist, dann liegt das vor allem an der musikalischen Genialität, die man auf „Gold von morgen“ und „A!“ erlebte und die eigentlich nicht mehr zu toppen ist.
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Der BRIT-Award-Gewinner und mehrfach mit Platin ausgezeichnete Musiker George Ezra kündigt sein mit Spannung erwartetes neues Album „Gold Rush Kid“ an, welches am 10. Juni erscheinen wird.
Mit der Veröffentlichung der euphorischen ersten Single „Anyone For You“, beginnt diesen Freitag die „Gold Rush Kid“-Ära. Begleitet wird der Song von einem Video, mit dem „Gold Rush Kid“ zum ersten Mal den Fans vorstellt wird.
„Das Gold Rush Kid? Das bin ich“, erzählt George über die Titelwahl seines dritten Albums – eine Komposition aus 12 wunderbaren, mitreißenden Songs. “Was sie alle vereint, ist dass jeder einzelne von ihnen genau nach mir klingt.”
Nach zwei Blockbuster-Alben, „Wanted On Voyage“ (2014) und „Staying At Tamara’s“ (2018), die beide in Großbritannien Platz 1 der Albumcharts erreichten und sich weltweit millionenfach verkauften – wobei letzteres ihm mit „Shotgun“ seine erste Nummer-1-Single bescherte und ihm 2019 den Brit Award als bester (männlicher) britischer Solokünstler einbrachte – war es nun an der Zeit, sich wieder einen Schritt näher an Herz und Seele zu wagen. Und so hat er gemeinsam mit seinem langjährigen Kollaborateur Joel Pott das komplette Album in London geschrieben und produziert.
„‘Anyone For You‘ ist ein Patchwork aus Text-Ideen, die ich in alten Notizbüchern gefunden habe, und Zufallsmomenten, die mit anderen Musikern im Studio zustande kamen“, erklärt George. „Es ist fröhlich und ansteckend, und ich kann nicht anders, als jedes Mal zu lächeln, wenn ich es singe.“
Mit „The Stages of Change“ kündigt Nathan Trent sein Debüt-Album für den 01.04.2022 an. Bereits die ersten Vorboten „Growing Pains“ und „Underwater“ haben gezeigt, dass der ehemalige ESC-Finalist aus 2017 nicht nur optisch und visuell, sondern auch musikalisch „erwachsen geworden“ ist.
Seine Musikvideos, sein neues Merchandise und sein kompletter visueller Auftritt sind um einiges düsterer und ernster geworden, seine Songs ehrlicher, angreifbarer und echter, seine Instrumente immer mehr live eingespielt und weniger am PC programmiert – Nathan hat sich 2021 gefunden und eine neue Richtung eingeschlagen, die nicht nur den mittlerweile über 260.000 TikTok-Follower gefällt!
Nathan hat nach der letzten Veröffentlichung auch von seinen heimischen Kollegen in Österreich viel Lob eingeheimst: so kündigt Sänger Julian Le Play ihn in seiner TV Show als „die beste Stimme Österreichs“ an und nicht umsonst wurde Nathans Single „Legacy“ in Österreich zum Radio-Hit.
Fotocredit: Fabian Holoubek
„Late Night Friends“ (VÖ 28.01.22) ist jetzt die nächste Auskopplung aus Nathan bevorstehenden Debüt-Albums. Der ziemlich selbsterklärende Titel, nimmt bereits einiges Vorweg: „Sind wir nur spät nachts „Freunde“ oder ist da etwa mehr?“ – singt Nathan. Eine Situation in der sich jede/r schon mal wieder gefunden hat.
Und auch der Sound spricht Nathans internationale Sprache: von Wien nach London und jetzt nach Berlin gezogen, ist Nathan für sein Songwriting-Talent bekannt und ein gerne gesehener Gast in Sessions, in denen er Toplines a la Jonas Brother, Justin Bieber und Charlie Puth aus dem Ärmel schüttelt, als wäre es das Normalste der Welt.
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