Der britische Songwriter, Sänger und Pianist Joe Jackson ist schon seit den späten 70er Jahren erfolgreich im Musikgeschäft und hat sich im Laufe seiner Karriere mit verschiedensten Musikstilen und Projekten beschäftigt. Dabei war er auch stets für Überraschungen gut. Seine Musik ist für ihre künstlerische Raffinesse und ihre Fähigkeit, verschiedene Genres zu verschmelzen, bekannt. Vor drei Jahren erschien mit seinem Konzeptwerk um den geheimnisvollen „Max Champion“ ein stilistisch eindrucksvolles Ausnahmewerk. Jetzt wendet er sich aber mit „Hope And Fury“ wieder seinem eigentlichen Metier zu und erinnert an Alben wie wie „Fool“ (2019), „Laughter and Lust“ (1991) sowie „Night and Day“ (1982).
Wie frühere Werke, lebt auch „Hope and Fury“ von starken Songs und originellen Texten. Getragen von Jacksons Gesang und Keyboardspiel, die so präsent und souverän sind wie eh und je. Dem Titel entsprechend, einer ironischen Anspielung auf „Land of Hope and Glory“, zeigt das Album einen deutlichen englische Humor, in dem sich immer wieder eine Hass-Liebe zu Jacksons Heimat zeigt. Joe Jackson pendelt weiterhin zwischen New York City und Portsmouth (UK) und bezeichnet sich selbst als „bicoastal“, geografisch wie musikalisch. Daraus erklärt sich auch seine selbst kreierte musikalische Einordnung: „BicoastalLatinJazzFunkRock“.
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„Hope and Fury“ bewegt sich zwischen Jazz, Pop und Artrock-Elementen. Jackson setzt mal wieder auf komplexere Songstrukturen, wechselnde Dynamiken und eine starke Klangästhetik. Sein Klavier und die raffinierten Arrangements stehen meist im Mittelpunkt. Viele Songs wirken introspektiv und setzen sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen, persönlichen Zweifeln und der Zeit selbst auseinander. Wer sich darauf einlässt, bekommt ein vielschichtiges Werk eines Künstlers, der sich auch nach Jahrzehnten nicht wiederholt.
Hope and Fury 2026 Tour
28 Oct – Stuttgart, GERMANY – Liederhalle/Hegelsaal
31 Oct – Bremen , GERMANY – Metropoltheater Bremen
01 Nov – Munich, GERMANY – Circus Krone
02 Nov – Berlin, GERMANY – Admiralspalast
04 Nov – Essen, GERMANY – Lichtburg
05 Nov – Hamburg, GERMANY – Fabrik
07 Nov – Darmstadt, GERMANY – Staatstheater
09 Nov – Zurich, SWITZERLAND – Kaufleuten
16 Nov – Vienna, AUSTRIA – Globe
17 Nov – Cologne, GERMANY – Gloria – ausverkauft
18 Nov – Luxembourg – den Atelier
Eines haben Menschen und Clementinen – diese seltsamen kleinen Früchte, die sich nicht entscheiden können, ob sie nun Mandarinen oder Orangen sein wollen – gemeinsam: Man weiß nie so richtig, was man bekommt. Wird ihre Schale einen abhalten? Oder entpuppen sie sich als „Easy Peeler“ – eine Frucht, die sich sofort öffnet, einen hereinlässt und nicht verbirgt, was in ihr steckt? Auf ihrem gleichnamigen Debütalbum beweist BROCKHOFF, dass sie Letzteres ist.
Lina Brockhoff – alias BROCKHOFF – betrat Anfang 2022 die Bühne und etablierte sich schnell als eine der spannendsten Newcomerinnen des Indie-Rock. Ihre Debüt-EP „Sharks“ mit der gleichnamigen Anti-Party-Hymne stellte sie als Songwriterin vor, die introspektives Storytelling mit dröhnendem Gitarrenrock verschmelzen kann – ohne Kompromisse. Auf dem 2023 erschienenen Nachfolger „I’ve Stopped Getting Chills for a While Now“ präsentierte BROCKHOFF eine noch selbstbewusstere Produktion und beschrieb ihr Leben mit ausladendem Indie-Rock und sanftem Pop.
„Easy Peeler“ ist der ambitionierte Höhepunkt von BROCKHOFFs musikalischer Coming-of-Age-Reise – eine Reise, die sie in den letzten Jahren offen mit ihrem Publikum geteilt hat. Zu Beginn ihrer Karriere spielte BROCKHOFF Support-Shows für Acts wie Giant Rooks, Alice Merton, Von Wegen Lisbeth und Paolo Nutini und trat unter anderem beim The Great Escape in Brighton, beim Tempelhof Sounds in Berlin und auf anderen renommierten Festivals wie dem Reeperbahn Festival, Eurosonic, Southside, Haldern Pop oder dem Dockville auf.
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„Easy Peeler“ (5. Juni über [PIAS] Recordings Germany), das zwischen 2020 und 2023 geschrieben und im vergangenen Jahr innerhalb von zwei Wochen aufgenommen wurde, präsentiert sich als ein langsam gewachsenes, sorgfältig ausgearbeitetes Projekt, das Gitarrenrock der 90er-Jahre mit Pop-Arrangements verbindet.
Es thematisiert auch die Unsicherheiten, die mit seiner Entstehung einhergingen. Während der Arbeit an „Easy Peeler“ rang BROCKHOFF mit dem Gedanken, sich als Künstlerin zu präsentieren – sie fühlte sich unwohl in ihrer eigenen Haut und in der schnelllebigen, oft gnadenlosen Musikindustrie. Sie erwog sogar, den Kindheitstraum aufzugeben, den sie jahrelang verfolgt hatte, gerade als er näher denn je schien. Letztendlich tat BROCKHOFF das, was sie als Geschichtenerzählerin auszeichnet: Sie fand Trost in ihrer eigenen Sensibilität und verwandelte diese in selbstbewusste Songs, aus denen ihr Debütalbum entstehen sollte.
Mit ihrer neuen Single „Sunny Day (Deadline)“ findet BROCKHOFF eine klangliche Leichtigkeit, die ihre gelähmten Gefühle trägt, und schafft so eine musikalische Versöhnung mit sich selbst, indem sie Texturen des Alternative Rock mit der Leichtigkeit des modernen Indie-Pop verschmelzt. „Sunny Day (Deadline)“ ist eine Ode an ihre eigene Intuition, Selbstreflexion und das Songwriting als Heilmittel. Ehrlich, eingängig und selbstbewusst fängt der Song das Verlangen nach Veränderung ein und beweist gleichzeitig, dass Verletzlichkeit dennoch hell leuchten kann. Zuvor erschienen aus dem Album bereits die Tracks „The Carpet Song“, „Easy Peeler“ und „Willows“.
Tracklist „Easy Peeler“:
01. Easy Peeler
02. The Carpet Song
03. Willows
04. Sunny Day (Deadline)
05. Blue Star
06. Front Row
07. Nothing Can Be Fixed in This Place
08. Dirty Dream
09. Japanese Garden
10. I’ve Stopped Getting Chills for a While Now
11. Cruel
12. Sleep It Off
13. It Never Happened
14. Hot Wheels
Live:
04.06.2026 Luxemburg – Rotondes (Support für Francis Of Delirium)
05.06.2026 Bremen – Fair-Weather-Fest
Weitere Daten werde in Kürze bekanntgegeben.
Mit seiner Mischung aus einer nachdenklichen Liedermacher-Tiefgründigkeit und einer poppigen Unbeschwertheit begeistert Florian Künstler ein Millionenpublikum. Nachdem er im vergangenen Jahr mit seinem letzten Studioalbum „Du bist nicht allein“ den 3. Platz der Charts enterte, legt der norddeutsche Sänger und Musiker nun den nächsten Vorboten seines Anfang Juni folgenden Longplayers vor: Auf dem bittersüßen Duett „Fremd auf der Party“ erzählt Florian von Einsamkeit und dem Gefühl, irgendwie fehl am Platz zu sein – und von diesem besonderen Menschen, der ihm in dieser Situation Nähe und Geborgenheit gibt. Unterstützt wird er dabei von Singer/ Songwriterin SOPHIA.
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„Neben der Liebe sind gute Freundschaften das Zweitwichtigste im Leben“, so Florian Künstler. „Menschen, denen man sich anvertrauen und über alles reden kann. Die einem Halt und Trost geben, wenn es mal nicht so rund läuft. Das genaue Gegenteil sind Gespräche auf irgendwelchen angesagten Partys, auf denen man im Grunde nur Oberflächlichkeiten austauscht. Jede:r erzählt nur von seinen oder ihren persönlichen Erfolgen und stellt sich als der oder die Geilste im ganzen Game dar. Auf diesen belanglosen Smalltalk habe ich nur minimalsten Bock und frage mich regelmäßig, was ich dort eigentlich mache. Meine Frau und ich sind immer extrem froh, wieder nach Hause zu kommen und zu einer Dose Fertignudeln ganz gemütlich `Harry Potter` im Bett zu schauen.“
Auf „Fremd auf der Party“ wird Florian Künstler von Sängerin und Songwriterin SOPHIA begleitet, die er während einer TV-Sendung kennengelernt hat, in der beide zu Gast waren. „Wir kamen später ins Gespräch und waren uns auf Anhieb sympathisch. Außerdem sind wir beide nur zu gut mit dieser Situation vertraut, auf Events eingeladen zu werden, von denen man am liebsten nach fünf Minuten schon wieder flüchten möchte, weil man sich so unwohl fühlt. Ihre Stimme passt einfach wunderbar zu dieser Ballade.“ Spätestens seit Release ihres aktuellen Studioalbums „Durch die Blume“, das Anfang des Jahres auf den 3. Platz der deutschen Longplay-Charts einstieg, zählt SOPHIA zu den aufregendsten Talenten innerhalb der deutschsprachigen Popmusik. Momentan folgen ihr über 820k monatliche Hörer:innen auf Spotify sowie 360k Fans auf TikTok und 320k auf Instagram.
Credit: Universal Music
Florians Album „Alles nur geliehen“ folgt am 05.06.2026 und ist in folgenden Formaten erhältlich: Als Download/ Stream, als CD im Digipack sowie im Bundle mit einem exklusiven Shirt, Hoodie oder Tickets für eines von zwei exklusiven Unplugged-Konzerten, bei denen Florian Künstler nur von einem Pianisten begleitet wird und in einer intimen Atmosphäre zu erleben ist. Außerdem veröffentlicht der Sänger mit „Alles nur geliehen“ erstmalig eine spezielle Vinyl-Edition im Gatefold-Cover inkl. Booklet.
Kurz nach Album-Release ist Florian Künstler live auf großer Open Air-Tour zu sehen, die im Frühjahr 2027 bereits wegen großer Nachfrage fortgesetzt wird. Zudem tritt er im Herbst mit dem renommierten Rilke-Projekt auf, für dessen neuesten Teil er kürzlich den Titelsong komponiert hat.
Open Air-Tour 2026:
11.07.2026 – Dresden (Konzertplatz Weißer Hirsch)
07.08.2026 – Magdeburg (Parkbühne)
21.08.2026 – Hamburg (Stadtpark)
22.08.2026 – Berlin (Kulturbrauerei)
27.08.2026 – Hanau (Amphitheater)
28.08.2026 – Köln (Tanzbrunnen)
Alles nur geliehen – Tour 2027
08.04.2027 – Osnabrück (Botschaft)
09.04.2027 – Hannover (Capitol)
15.04.2027 – Saarbrücken (Garage)
16.04.2027 – Ulm (ROXY)
17.04.2027 – Stuttgart (Im Wizemann (Halle))
19.04.2027 – München (TonHalle München (im Werksviertel Mitte))
Seit zwanzig Jahren gehören Long Distance Calling zu den festen Größen im Post-Rock und haben sich mit ihrem unverwechselbaren instrumentalen Sound einen Namen gemacht. Das neue Album „The Phantom Void“ zeigt sie erneut als eine der spannendsten Bands des Genres – und es fügt ihrem Sound eine düstere Note hinzu, die härter und kompromissloser klingt als alles, was wir bisher von den Münsteranern hören durften.
Für „The Phantom Void“ hat sich das Quartett auch ungewöhnlich lange Zeit gelassen. Bei manch anderen Bands sind vier Jahre vielleicht nicht der Rede wert, doch für Long Distance Calling ist es schon ungewöhnlich, den 2-Jahres-Rhythmus zu durchbrechen. Das neue Album soll die düstere und verschrobene Welt des menschlichen Geistes erforschen – also eine Art Konzeptalbum zum Thema Träumen, wobei es sich in der musikalischen Ausrichtung deutlich um Albträume handelt. Dazu passen auch die geisterhaft verzerrten Vokalpassagen, die in manche Tracks eingeflochten sind.
Ganz cineastisch und gleich einem Horror-Soundtrack geht es durch die Traumwelten von „The Spiral“, „A Secret Place“ und „Sinister Companion“, die als Trilogie schon vor dem Album-VÖ mit entsprechend starken Visuals versehen wurden. Als Höhepunkt dieses Konzepts kann man jetzt ein über 25minütiges Video genießen, das die atmosphärischen Bilder zusammenfasst und entsprechend untermalt.
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Kenner wissen, dass es bei LDC nie langweilig wird. Das Album ist brutal und fesselnd von der ersten bis zur letzten Minute. Sieben kompromisslos fokussierte Tracks formen das kompakteste, härteste und atmosphärisch dichteste Album der Band bisher. Ein selbstbewusstes Statement ohne Umwege, das mit voller Kraft trifft.
Mit „Beautiful Reasons“ präsentiert Michael Schulte ein wunderbares Album, das genauso warm und einladend klingt wie der Frühling und Sommer selbst. Der Ausnahmesänger und Songwriter vereint darauf 16 kraftvolle Pop-Tracks voller Gefühl, Tiefgang und Leichtigkeit – ein musikalisches Kaleidoskop, das seine unverwechselbare Stimme und sein außergewöhnliches Talent eindrucksvoll hervorhebt. Das am 17. April 2026 erscheinende Album trägt eine ganz besondere persönliche Note: Michael Schulte widmet „Beautiful Reasons“ seiner Frau und seinen beiden Kindern. Viele der Songs sind inspiriert von den Momenten, die sie gemeinsam erleben – den großen wie den kleinen.
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Mit auf dem Album sind zahlreiche Radiotop−10-Hits wie „Broken Sunshine“, „Beautiful Reason“, „Half of My Heart (mit Ásdís)“ oder „Afterlife“ – Songs, die Millionen Menschen berührt und begeistert haben. Dieses Album ist ein sonnendurchfluteter Soundtrack für alle, die das Leben feiern möchten und genau diese „beautiful reasons“ suchen und auf dem Album finden können.
Das neue Album erscheint via Polydor/Universal Music digital, als CD, limitierte Color-Vinyl in frischem Lemongelb, sowie exklusiv im Künstlershop handsigniert, sowie im sommerlichen Bundle mit limitierter Beautiful Reason Bag. Download Cover/Packshots
Mit seiner neuen Single „Flackern“ verdichtet BOSSE das, was seine Songs seit jeher ausmacht: große Gefühle in klaren, unmittelbaren Bildern. Zwischen Stroboskop-Nacht und emotionalem Ausnahmezustand erzählt der Song von Nähe als Gegenentwurf zu einer Welt im Dauerrauschen – „alles ist scheiße, aber du eben nicht“. Getragen von Euphorie, Chaos und Hoffnung wird Nähe zum Gegenentwurf: ein Leuchten im Tristen, geprägt von der Sehnsucht nach mehr „Liebe in Zeiten, wo Hass regiert“.
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Das neue Album „Stabile Poesie“ erscheint am 17. April und in dem Titel steckt wie immer sehr viel Wahrheit. Es gibt hier nichts verkünsteltes, sondern unmittelbare Beobachtungen, ohne Scheu und doppelten Boden, dafür mit Empathie – deutschsprachige Popmusik mit maximaler Seele. Es geht um Empowerment, darum auch in schwierigen Zeiten Hoffnung zu behalten und sich nicht resigniert hinzulegen. „Stabile Poesie“ ist ein Album wie ein(e) gute(r) Freund(in): Es nimmt Dich in den Arm, aber es sagt Dir auch deutlich die Meinung, wenn es nötig ist. Und es macht mit stabiler Poesie und klarer Haltung für einen Moment die Welt ein bisschen besser.
Hochsensibilität ist eine besondere Art, die Welt zu erleben: Hochsensible Menschen nehmen Nuancen und Zwischentöne wahr, die anderen oft verborgen bleiben, und spüren Stimmungen intensiver. In einer lauten, schnellen Welt ist diese feine Wahrnehmung manchmal eine Herausforderung – und oft ein Geschenk.
Im Kinderbuch „Levi – So fühlt sich die Welt für mich an“ bekommt die Leserschaft es mit dem kleinen Levi zu tun, der noch in den Kindergarten geht und empfindlich auf starke Reize wie Lärm oder Lichtblitze reagiert. Ein schwieriges Thema, das hier aber mit schönen Zeichnungen sehr anschaulich dargestellt ist.
Levi wird zuerst als fröhlicher Junge beschrieben, der viele Freunde hat und eine große Empathie für sie entwickelt. Dann aber gibt es eine Begebenheit mit lärmendem Spielzeug, die ihn an seine Grenze führt. Seine Reaktion führt zu Unverständnis bei den anderen Kindern, die ihn auslachen.
Ein Erzieher nimmt sich der Situation an und konfrontiert alle Kinder am nächsten Tag mit einer leichten Reizüberflutung. Diese pädagogische Lösung wird sehr behutsam und authentisch erklärt. Sie führt schließlich zu einem gegenseitigen Verstehen der Kinder.
Idee und Auflösung sind gut gewählt, aber für mich ist die ganze Geschichte doch zu komplex und hat einfach zu viel Text. Klar – man versucht, alle Seiten zu verstehen und jedem gerecht zu werden, doch manches Kind im Vorschulalter dürfte damit noch überfordert sein. Vermutlich würde ich als Vorleser für diese Altersgruppe die Story etwas vereinfachen und mehr auf die Bilder als auf die Sätze eingehen.
Trotz dieses kleinen Mankos finde ich es schön, dass ein Autorenduo sich der schwierigen Thematik annimmt und eine ehrliche Lösung sucht. Es stimmt: Kinder sollen laut und wild sein dürfen, aber es gibt auch Kinder, die damit nicht umgehen können und die eine besondere Sensibilität brauchen. Dem wird man hier absolut gerecht und findet einen guten Weg, um mit der Besonderheit umzugehen.
Manuela veröffentlichte letzte Woche mit „Regrets“ eine neue Single ihres am 5. Juni 2026 erscheinenden, neuen Albums „Ultraviolet“. Das Album erscheint über Lost Map Records.
„Regrets“ ist ein mitreißender, traumhafter Wirbel aus funkelnden Synthesizern und schwebenden Orchesterklängen mit einer Atmosphäre à la „Twin Peaks“ und wurde von der in London und München ansässigen Sängerin und Songwriterin Manuela Gernedel aufgenommen. Der Titel wurde gemeinsam mit Nick McCarthy (Franz Ferdinand) geschrieben und von Nick McCarthy und Polina Lapkovskaya produziert. Der Titel wurde im April im Rahmen des PostMap Club-Abonnementservices von Lost Map veröffentlicht (zusammen mit einem düster-verträumten Remix von Naum Gabo) und kann ab sofort gestreamt und geteilt werden.
Er stammt aus Manuelas bevorstehendem, unglaublichen zweiten Album „Ultraviolet“ – neun Art-Pop-Songs voller verspieltem Humor, funkelnder Produktion und üppiger Arrangements, von denen man sich vollkommen mitreißen lassen kann. „Regrets“ folgt auf die Veröffentlichung der Singles „Hyena“ und davor auf Manuelas erste neue Musik seit 2017, „Coniine“ (mit Gastgesang von Laetitia Sadier, Sängerin der legendären anglo-französischen Avant-Pop-Band Stereolab, die Manuela im Frühjahr 2025 bei Konzerten in ganz Europa supportete).
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Manuela schreibt über „Regrets“: “The regrets are taking the shape of gargoyles and fraggles, dripping from the walls and tracking you down. Mistakes and bad decisions; hard to get rid of oddballs. We turned this song from a traditional wave approach into a more open form, with a verse without time. A spherical mood – floaty and tense all the same. Recorded traditionally with a three-piece band, then split open with open chords on string and synths. Whilst we were at the studio working on this one, there was a sudden, very heavy snowfall, which completely disrupted the city of Munich for 24 hours. All transport stopped, snowball fights in the middle of the streets and us stuck in the studio with great people. It was pretty magical. Our Twin Peaks moment.”
Manuelas selbstbetiteltes Debütalbum erschien 2017 bei Lost Map – ein fröhliches Juwel aus mitreißendem, schrägem DIY-Pop, das auf 12-Zoll-Vinyl längst vergriffen ist. Es erhielt breite Unterstützung und Lob von Medien wie Pitchfork, Stereogum, Drowned in Sound, The Line of Best Fit, The Skinny und anderen, und die Band trat auf Festivals wie dem Londoner Field Day, dem Hidden Door in Edinburgh und dem Festival Marvin in Mexiko-Stadt auf und nahm eine unvergessliche Live-Session für Marc Riley bei BBC 6 Music auf.
2019 zogen Manuela und ihre Familie von London nach München. „I concentrated more on my visual art and spent more time teaching and lecturing art. Also, both my kids have become excellent judokas and so I have spent a lot of time watching judo competitions… life!“
Ultraviolet “didn’t just slip out“, sagt Manuela. „It grew. This record is a living thing. It breathes and has emotions.“ Vollständig in Bayern geschrieben, mit der Folklore und Ornamentik der katholischen Kultur als stille Kulisse (“the echoey sounds of those empty churches, ideas of morality and god”), ist es ein Album, das von Synth-Experimenten, dem Chanson der 1960er Jahre und der schwungvollen Orchestrierung des klassischen Kinos geprägt ist. Es wurde in den Mastermix Studios in München aufgenommen, produziert und arrangiert von Manuela, Nick und Polina Lapkovskaya, und enthält Beiträge einer hochkarätigen Besetzung von Freunden und Mitstreitern aus der Musikszene von nah und fern. Dazu gehören die Bassistin und Keyboarderin Lapkovskaya, der Schlagzeuger und Gitarrist Erol Dizdar, der Slide-Gitarrist Luke Cyrus, der Gitarrist William Rees (Mystery Jets) sowie die Backing Vocals von Paulina Nolte und Laetitia Sadier (Stereolab). „The storytelling is coarse in places but you could bathe in some of those sounds“, sagt Manuela. „There is a richness to the music, an attitude of generosity from each person who contributed. It’s that attitude I take away from it. Radical tenderness and optimism.“
Über die Entstehung von Ultraviolet sagt Nick: „After we recorded the band we went back in and took bits out and added strings and synths and samples and of course amazing vocals. The lyrics are something very special. Something you don’t hear every day. Bizarre, weird, beautiful and moving. All the things I love.“
Die Österreicherin Manuela und der in Großbritannien geborene Nick machen gemeinsam Musik, seit sie sich Ende der 90er Jahre auf einer Sommerparty eines Jugendclubs in Bayern, wo sie beide aufgewachsen sind, kennengelernt haben. Einige Jahre später zogen sie gemeinsam nach Glasgow, nachdem Manuela, die bildende Künstlerin ist, einen Studienplatz an der Glasgow School of Art im Fach Malerei erhalten hatte. Während ihrer Zeit in Glasgow trat Manuela mit der Band White Nights auf, die eine 7“-EP über Paul Thompsons Label NEW! veröffentlichte. Nick schloss sich anschließend Franz Ferdinand an, verkaufte Millionen von Platten und tourte um die Welt, während er weiterhin gemeinsam mit Manuela als Box Codax sowie ihrem langjährigen Freund Alexander Ragnew Musik machte und zwei vielbeachtete Alben veröffentlichte: „Only An Orchard Away“ im Jahr 2006 und „Hellabuster“ im Jahr 2011.
Rock & Roll Hall of Fame Mitglied Jack White veröffentlichte mit „G.O.D. and the Broken Ribs“ und „Derecho Demonico“ zwei neue Songs und trat in der aktuellen Ausgabe von Saturday Night Live zum sechsten Mal live auf. Die dreifarbige und schwarze 7″ in limitierter Auflage wird ab sofort via thirdmanrecords.com sowie in den Third Man Shops in Nashville, Detroit und London erhältlich sein. Live-Shows in Berlin und Hamburg gibt es im Juni 2026:
Jack White Live:
04.06.2026 – Columbiahalle, Berlin
05.06.2026 – Georg Elser Halle, Hamburg
Produziert von White mit Unterstützung seiner langjährigen Live-Band – Patrick Keeler (Schlagzeug), Dominic Davis (Bass) und Bobby Emmet (Keyboard) – sind „G.O.D. and the Broken Ribs“ und „Derecho Demonico“ die ersten neuen Songs des kürzlich in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommenen Künstlers seit 2024, einem Jahr, das durch die Veröffentlichung des von Kritikern hochgelobten Albums „No Name“ geprägt war.
Whites sechstes Studioalbum wurde 2025 mit einer GRAMMY®-Nominierung in der Kategorie „Best Rock Album“ geehrt – Whites 34. Nominierung in seiner Solokarriere und seine 46. insgesamt, neben insgesamt 16 gewonnenen GRAMMY®-Awards. „No Name“ enthielt die aufeinanderfolgenden Nr.-1-Radiohits in den USA, „That’s How I’m Feeling“ und „Archbishop Harold Holmes“, wobei zu letzterem ein elektrisierendes offizielles Musikvideo gehört, in dem der legendäre Schauspieler John C. Reilly als ekstatische, leidenschaftliche Titelfigur zu sehen ist und das allein auf YouTube mittlerweile über 3,1 Millionen Aufrufe weltweit verzeichnet.
Fotocredit: James Swanson
Nachdem White einen Großteil von 2024 und 2025 damit verbracht hat, mit seiner epischen „No Name“-Tour durch Nordamerika, Europa, das Vereinigte Königreich und Japan zu reisen, wird er diesen Sommer für internationale Headliner-Konzerte und Auftritte als Headliner bei Festivals in Europa, den Vereinigten Staaten und Asien wieder auf Tour gehen. Alle Details und Ticketinformationen finden Sie unter jackwhiteiii.com/tour-dates.
Darüber hinaus erschien im Oktober 2024 die offizielle Veröffentlichung von „Jack White Collected Lyrics and Selected Writing Volume 1“, das ab sofort auf thirdmanbooks.com, in den Third-Man-Stores sowie im Buchhandel in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich erhältlich ist. Die von Ben Blackwell, Mitbegründer von Third Man Records, herausgegebene bahnbrechende neue Anthologie enthält bisher unveröffentlichte Gedichte und Texte von White, seltene und exklusive Fotos sowie neue Essays, die speziell für dieses Buch von Blackwell, dem preisgekrönten und für den Pulitzer-Preis sowie den National Book Award nominierten Dichter Adrian Matejka und der preisgekrönten, in Detroit ansässigen Filmemacherin und Autorin dream hampton verfasst wurden. Außerdem enthält sie Songtexte aus Whites bisherigen Soloaufnahmen sowie aus seiner gefeierten Arbeit mit The Raconteurs, The Dead Weather und anderen Kollaborationen.
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Vor fünf Jahren ließ der Düsseldorfer Blockflötist Volker Kuinke mit seinem Konzeptalbum „Mirrorneuron“ aufhorchen, von dem jetzt ein zweiter Teil erschienen ist. Die SF-Story dreht sich um eine Künstliche Intelligenz namens Kai, die den Auftrag hat, in der Arktis nach Öl zu bohren. Bei der Berechnung von Nachhaltigkeit stellt Kai jedoch Widersprüche und Dissonanzen zwischen Theorie und Praxis fest, was bei ihm eine schwere existenzielle Krise auslöst. Die Psychotherapeutin Mara soll den humanoiden Roboter wieder in die Spur bringen. So die Handlung in Part 1.
Das komplexe Thema ist wieder hervorragend umgesetzt! Blockflöten treffen auf klassische und elektrische Gitarren, Keyboards und Schlagzeug, auf orchestrale Elemente und auf den packenden Gesang von Isgaard und Doris Packbiers. Multiinstrumentalist Jens Lueck ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben und bringt sich zudem stark als Sänger ein. Diese Vielfalt bietet ein spannendes, mitunter fast musicalhaftes Hörerlebnis, das immer wieder von der wunderbaren Bandbreite unterschiedlicher Flöten durchbrochen und geleitet wird.
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Im zweiten Teil wird die Geschichte von Volkers Ehefrau Doris weitergesponnen: Auch nach erfolgter Therapie ändert Kai seine Meinung nicht. Die KI kämpft gegen Umweltzerstörung und wird für fossile Konzerne zur Bedrohung, als er eine Form von Empathie entwickelt (die Spiegelneuronen lassen grüßen). Während die Wirtschaft ihn kontrollieren will, erforscht Mara diese Fähigkeit und verwandelt ihn mithilfe von Biotechnologie in ein hybrides Wesen. Dabei entwickelt sich Kai immer weiter – bis hin zu fast organischen Strukturen und der Fähigkeit zur Selbstvermehrung.
Die Story würde auf jeden Fall einen guten Roman ergeben, doch auch musikalisch geht es krass zur Sache. Hannes Arkona und Frank Bornemann von ELOY sind dabei – zwei Aushängeschilder im deutschen Progressive Rock. Katja Flintsch und Annika Stolze simulieren zu zweit ein komplettes Streichorchester und sorgen für einen cineastischen, emotional aufgeladenen Sound. Doris und Isgaard führen stimmlich durch großartige Melodien.
Wieder bieten SYRINX CALL Neoprog vom Feinsten. Im Zusammenspiel der Protagonist*innen entsteht ein großartiger Sound, der zwar durchaus bombastisch klingt, aber an keiner Stelle übertrieben wirkt. Eine perfekte Fortsetzung des Konzepts. Mal sehen, ob die Geschichte auch noch einen Teil 3 verträgt.
Endlich wieder etwas Neues von MYRATH. Die Progressive-Metal-Band aus Tunesien ist für ihre einzigartige Mischung aus westlichem Metal und orientalischen Klängen bekannt. Inzwischen hat man weltweit die Konzertbühnen erobert und auf den renommierten Festivals wie dem WACKEN Open Air gespielt.
Endlich darf sich die treue Fangemeinde auf das Album „Wilderness Of Mirrors“ freuen, mit dem die Nordafrikaner nochmal eine Schippe drauflegen und ihren Sinature-Sound weiter festigen. Ihr Stil vereint wie immer Progressive Metal mit symphonischen Elementen und orientalischer Folklore. Vor allem die chorischen Passagen erklingen dabei sehr stark.
Der Titel in Kombination mit dem Fantasy-Cover, das ein Labyrinth und viele Spiegel zeigt, steht für die konzeptionelle Ausrichtung des Albums, das sich den Gegenpolen Illusion und Realität widmet, dabei aber vor allem auf die Selbstwahrnehmung zielt. So zieht sich der Bogen vom düsteren Opener „The Funeral“ bis hin zum hoffnungsvollen „Through The Seasons“.
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Frontmann Zaher Zorgati singt emotional und eindringlich mit solider Rockröhre. Klar könnte er das Album auch allein tragen, doch viele Kollaborationen bieten das gewisse Etwas. „Until The End“ mit Elize Ryd (Amaranthe) ist ein dramatisches Duett voller Power. „Les Enfants du Soleil“ erklingt in französischer Sprache und wird von einem Schulchor begleitet und auch „Soul Of My Soul“ wartet mit einem starken Chor auf.
In knapp 47 Minuten gibt es fast nur Highlights, die jeden Liebhaber symphonischer Metalmusik erfreuen werden. Ungewöhnliche Instrumente, orchestrale Melodien – so entsteht ein melodisches Metalalbum mit seiner ganz besonderen Atmosphäre. „Wilderness of Mirrors“ präsentiert die Band von ihrer dynamischsten und authentischsten Seite. Ein Meilenstein auf ihrem Weg, der sie seit 25 Jahren in die Herzen der Metalgemeinde führt.
Linda Schipp ist Anfang 30 und lebt in der Nähe von Düsseldorf. Sie erzählt Geschichten in Vollzeit – als Autorin, Redakteurin, Hörbuchsprecherin und auf Social Media. Dabei schreibt sie dopamingeladene Next-Generation-Thriller, die Leser*innen an die malerischsten Orte der Welt entführen. Als Backpackerin hat sie die meisten ihrer paradiesischen Schauplätze schon selbst erkundet.
In genau diese Kategorie fällt auch der Stand-alone-Thriller „Guilty Pleasure“, der in einem abgelegenen Luxushotel auf einer unbenannten paradiesischen Insel spielt und eine mysteriöse Kriminalgeschichte liefert:
Hotel Guilty Pleasure ist weltberühmt. Das Luxusresort erfüllt dem obersten Prozent geheime Wünsche – ohne Tabus und mit höchster Diskretion. Nicht mal die erlesenen Gäste kennen den Standort. Erbaut auf einer tropischen Insel, ist das Hotel komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Für fünf Gäste scheinbar die perfekte Gelegenheit, um ihren persönlichen Begehren freien Lauf zu lassen. Dabei wissen sie nicht, dass ihre Machenschaften von einem Kamerasystem beobachtet werden. Und in ihren kühnsten Albträumen hätten sie sich nicht ausmalen können, dass dieses System die Geschehnisse im Hotel online streamt. Als brutal-reale Reality Show. Live. In die ganze Welt. Niemand kann sie kontaktieren. Niemand kann sie aufhalten. Und die Hotelgäste sind im Begriff, vor den Augen aller entsetzliche Verbrechen zu begehen.
So lautet der Plot laut Pressetext. Um diesen zu untermauern, werden die fünf Hauptpersonen im Klappentext nochmals geheimnisvoll aufgezählt und mit Spitznamen bzw. Funktionen versehen. Das ist schon verwirrend genug. Zudem sind es nicht wirklich fünf „Gäste“, sondern vor allem auch Menschen im Hintergrund des Geschehens.
Was die Lektüre angeht, bin ich zwiegespalten. In vielen Punkten ist die Erzählung wirklich spannend und man folgt bisweilen atemlos der Story um Zoe als Dienstmädchen, die ihrem gewalttätigen Ehemann entfliehen will und von einer Misere in die nächste stolpert. Das scheint auch ganz schlüssig. Aber die Hintergründe des Hotels und das Ausnutzen als eine Art Reality-Big-Brother sind dann doch zu abstrus, um es ernst zu nehmen. Da ging wohl ein Science-Fiction-Gen mit der Autorin durch. Auch das Ende finde ich nicht wirklich logisch.
Die Triggerwarnung hinsichtlich expliziter Szenen in Sachen Sex und Gewalt (selbst angedeutet gegenüber kleinen Kindern) besteht hingegen ganz zurecht. Hier entsteht die wirkliche Spannung des Buches und man ertappt sich oft selbst dabei, einem perfiden Voyeurismus zu verfallen. So wollte ich dann auch wissen, wie die Geschichte ausgeht, und habe die Protagonist*innen bis zum (für manche bitteren) Ende begleitet. Insgesamt als ein recht kurzweiliges Vergnügen mit einigen Schwächen.
Mit ihrer grandiosen schwebenden Stimme gehört die niederländische Sängerin Nina June sicher zu den wichtigsten Interpretinnen unserer Zeit. Ihr cineastischer Pop erklingt voller Melancholie und mit grandiosen Melodien. Dabei ist jeder Song durchsetzt von poetischen Gedanken, die sich mit tiefgehenden Themen beschäftigen. So folgt sie musikalisch großen Vorbildern wie Tracy Chapman und Kate Bush, hinter denen sie sich keineswegs verstecken muss. Im Gegenteil: Ninas Stimme ist eine weitere Offenbarung im Reigen fantastischer Singer/Songwriterinnen.
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Das neue Album „Seal Skin ~ Anthems of a Woman“ erkundet die Vielfalt und Komplexität des Frauseins in all seinen Facetten und die Navigation zwischen Rollen und Welten in verschiedenen Lebensphasen. Es ist eine Hommage an die weibliche Stärke und vielschichtige Identität. Nina startet mit einem instrumentalen Prolog und singt sich dann voller Hingabe durch die verschiedenen Themen. Es geht ihr darum, die Komplexität menschlicher Beziehungen zu erforschen. Mit ihrer unverwechselbaren Altstimme verbindet sie zeitlose Melodien, intime Texte und atmosphärische Klangwelten.
„The Lighthouse (Particles)“ ist eine Ode an die Leuchttürme in unserem Leben. Menschen, die uns geprägt haben. “What’s Love Without A Broken Heart” untersucht die Komplexität der Liebe, die oft dann am stärksten ist, wenn sie vorbei ist. Den Song „Beautiful Mess“ beschreibt Nina als „eine Ode an unvollkommene Beziehungen. Sie mögen chaotisch erscheinen, aber irgendwie stimmen sie. Sie mögen anders aussehen, als man es erwartet hat, aber sie beruhigen die Seele.“ Der Song „Limelight” hingegen handelt von diesem Bruchteil einer Sekunde, in dem man spürt, dass sich alles im Leben verändern wird und die Zukunft sich wie eine endlose Autobahn vor einem ausbreitet.
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Speziell für dieses Album nahm Nina in London ein 12-köpfiges Streichorchester unter der Leitung der Arrangeurin und Dirigentin Sally Herbert (London Grammar, Lianne La Havas, Radiohead) auf. Es unterstreicht kongenial den hymnischen Charakter der Songs und verschafft ihrer Stimme trotz der Klangfülle noch an Durchsetzungskraft. Ganz atmosphärisch bringt sie ihre philosophischen Ideen an den Mann (und vor allem an die Frau). Ein wundervolles Leuchtturm-Album in schwierigen Zeiten!
Yungbluds einzigartiges Festival, das in den vergangenen Jahren Fans aus aller Welt angezogen hat, findet zum ersten Mal außerhalb Großbritanniens statt. Vor einem Monat kündigte der Veranstalter RFP Concerts in Zusammenarbeit mit D Smack U Promotion die exklusive Premiere der Veranstaltung am 27. Juni im Park 360 in Hradec Králové an, wo neben Headliner Yungblud auch Acts wie Biffy Clyro, Primal Scream, Palaye Royale und die tschechische Künstlerin Pam Rabbit auftreten werden.
Eine weitere Neuerung ist das erweiterte Angebot an Unterkunftsmöglichkeiten, das von voll ausgestatteten Glamping-Einheiten mit Premium-Annehmlichkeiten bis hin zum klassischen Camping mit eigener Ausrüstung reicht. Die Anreise für Besucher wird zudem durch eine direkte Busverbindung von Prag zum Veranstaltungsort erleichtert, ebenso wie durch die Tatsache, dass die Campingplätze von Freitag bis Sonntag geöffnet sind, um die An- und Abreise zu vereinfachen. Die ersten beiden Ticketkontingente waren innerhalb eines einzigen Tages ausverkauft, und das dritte Kontingent ist derzeit im Verkauf und geht ebenfalls schnell zur Neige.
Im Vergleich zu anderen Veranstaltungen zeichnet sich das Bludfest durch einzigartige Elemente aus, die es innerhalb von nur zwei Jahren zu einem Phänomen in der europäischen Festivalszene gemacht haben. Seit seiner Gründung im Jahr 2024 stützt es sich nicht nur auf sein Line-up, sondern vor allem auf die Fan-Community des Black Hearts Club und die Idee, dass das Festival ein Ort sein soll, an dem sich die Menschen frei und sicher fühlen können. „Bludfest is different in many ways from most festivals, and it’s important for us as organizers to bring this concept here in the most authentic form possible. Our goal is therefore to create an environment where people feel safe, open, and naturally connected“, sagt Luděk Motyčka, Direktor von RFP Concerts.
Auch internationale Medien haben in den vergangenen Jahren die einzigartige Atmosphäre des Festivals hervorgehoben. BBC-Reporter stellten fest, dass Fans aus aller Welt zum Bludfest kommen und viele von ihnen dessen Offenheit und Erschwinglichkeit in einer Zeit betonen, in der die Preise für große Festivals deutlich steigen. „He represents a lot of us who get treated differently and he’s made me feel free to be myself“, sagte ein Festivalbesucher gegenüber der BBC. Das Magazin Kerrang! schrieb über das Bludfest: „With the festival gates heralding a smorgasbord of vaudevillian chaos – much like YUNGBLUD himself – and boasting pretty much anything and everything you can think of, Bludfest is a kaleidoscope of creativity.“
Auch das Konzept des Festivalgeländes ist einzigartig. Das Bludfest ist nicht nur ein Festival, sondern ein ganztägiges Erlebnis, das Musik, Kunst und Gemeinschaft vereint. Im Laufe eines einzigen Tages können Besucher mehrere Konzerte besuchen und gleichzeitig andere Teile der Festival-„Stadt“ erkunden – von der Bar und dem Merch-Bereich vor Ort bis hin zu kreativen Installationen und Gemeinschaftsräumen.
Eines der markantesten Merkmale der vergangenen Jahre war das „Make A Friend“-Zelt, das für Offenheit und Inklusivität steht. Es bietet Fans, die alleine kommen, einen Ort, an dem sie andere Besucher kennenlernen und Kontakte knüpfen können. Genau solche Momente machen das Bludfest zu einem Fest für eine neue Generation von Fans. Auch im dritten Jahr wird das Festival wieder zeigen, dass es bei seiner Kernphilosophie nicht nur um Musik geht, sondern vor allem um Gemeinschaft, Offenheit und die Gewissheit, dass niemand auf dem Festival allein ist. Yungblud selbst verspricht bereits, dass das Bludfest 2026 größer sein wird als je zuvor.
Der multifunktionale Park 360 (100 km östlich von Prag, 190 km von Breslau, 400 km von Berlin und 110 km von Wien entfernt) wird die Veranstaltung ausrichten, bei der der britische Superstar als Headliner auftreten wird.
Bestätigt sind die Rock-Größen Biffy Clyro und die Psychedelic-Ikonen Primal Scream, die Indie-Pop-Lieblinge Pale Waves, das Art-Rock-Trio Palaye Royale und der Rapper Destroy Lonely aus Atlanta. Hinzu kommen der irische „Ouija Pop”-Durchstarter Bambie Thug und die Londoner Band Leap. Jesse Jo Stark, der gerade mit Lil Yachty gearbeitet hat, steht ebenfalls auf dem Programm, ebenso wie die aufstrebenden Talente Nieve Ella und Pam Rabbit.
Über Yungblud:
Yungblud hat sich als einer der weltweit wichtigsten Musiker seiner Generation etabliert, der Einflüsse aus Rock und Punk zu einem monumentalen Effekt verbindet. Seine ausverkauften Konzerte haben ihn zu einem der elektrisierendsten Musikexporte der Welt gemacht. Er hat mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter den MTV EMA und den O2 Silver Clef Award für den besten Live-Act.
Bekannt für seine energiegeladene Bühnenpräsenz und seine grenzüberschreitenden Texte, fordert Yungblud weiterhin Konventionen heraus und inspiriert Fans weltweit mit Botschaften der Authentizität und Akzeptanz.
Vor kurzem erweiterte Yungblud seinen Einfluss, indem er sein eigenes kuratiertes Festival, das Bludfest, debütierte und sein erstes Buch veröffentlichte, das sofort auf Platz 1 der Sunday Times Bestsellerliste landete: „You Need to Exist: A Book to Love and Destroy”.
Der 28-jährige Multi-Instrumentalist, Songwriter und Performer wurde in Yorkshire, England, geboren, begann im Alter von zwei Jahren Gitarre zu spielen und schrieb mit 10 Jahren seine ersten eigenen Songs. Nach der Veröffentlichung seiner selbstbetitelten EP und seines Debütalbums „21st Century Liability“ (2018) erreichten seine folgenden drei Alben „Weird! (2020), Yungblud (2022) und IDOLS (2025) alle Platz 1 der offiziellen britischen Albumcharts. Seine Texte fanden bei Millionen von Menschen auf der ganzen Welt Anklang und bescherten ihm einen kometenhaften Erfolg. Seitdem hat er mehrere Millionen Follower, 8 Milliarden Streams und über 3 Millionen verkaufte Alben und 1 Million Konzertkarten vorzuweisen.
Das Jahr 2026 markierte einen historischen Meilenstein in seiner Karriere, als er als erster britischer Künstler drei Grammy-Nominierungen in den Rock-Kategorien in einem einzigen Jahr erhielt (Bestes Rock-Album, Bester Rock-Song und Beste Rock-Performance). Schließlich sicherte er sich seinen ersten Grammy für seine kraftvolle Interpretation von „Changes“, einer Hommage an seinen Mentor Ozzy Osbourne. Derzeit tourt Yungblud mit seiner ausverkauften IDOLS World Tour durch die Welt und präsentiert sein aktuelles Album.
UNHEILIG ohne den charismatischen Grafen war ein Versuch, aber irgendwie war er dann doch zum Scheitern verurteilt. 2014 und 2016 hatte sich der Graf, dessen bürgerlicher Name unbekannt bleiben soll, gleich zweimal verabschiedet. Auf dem Konzeptalbum „Gipfelstürmer“ gab es schon den Titel „Zeit zu gehen“, doch nach der großen Abschiedstournee wurde mit „Von Mensch zu Mensch“ ein weiteres Abschlussalbum nachgeschoben. Zehn Jahre dauerte die Trennung von Band und Frontmann, wobei der Graf noch sporadisch in den Medien in Erscheinung trat, während die Band als Zwischenlösung The Dark Tenor präsentierte und ansonsten mit Compilations in Erinnerung blieb.
Der Paukenschlag dann am 5. Februar 2025: Der Graf persönlich kündigte das Comeback von Unheilig noch für dasselbe Jahr an. Die Band werde wieder ins Studio gehen und ein neues Studioalbum produzieren, zudem wurde eine Tour versprochen. Im September 2025 gab man den Titel des zehnten Studioalbums „Liebe Glaube Monster“ bekannt, das im März 2026 erschien und direkt die Chartspitze stürmte.
Die Singleauskopplung „Wunderschön“ war bereits im September 2025 erschienen, im November folgte „Mein Löwe“ und im Januar 2026 „Spiegel“. Stilistisch geht es weiter, als sei nichts geschehen. UNHEILIG sind nur noch in Ansätzen so düster wie zu Beginn der Karriere. Seit „Geboren um zu leben“ hat man eine breite Konsens-Öffentlichkeit klar gemacht und bedient ein neues Publikum mit melodischen Songs und der sonoren Stimme des Grafen.
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Dennoch bleiben einige Markenzeichen erhalten: Zum einen die quirligen elektronischen Einsprengsel und dann auch mal Stücke im Genre „Neue Deutsche Härte“ wie das starke „KI – 01001011 01001001“ (wobei übrigens der Binärcode wiederum KI bedeutet). „Wunderschön“ ist ein typisch emotionaler Song der neuen Ausrichtung, ebenso „Mein Löwe“, das der Graf seiner Mutter gewidmet hat.
Dann erschien mit Veröffentlichung des Albums am 13.03. eine weitere, tief bewegende Ballade des Ausnahmekünstlers. Es ist eine musikalische Liebeserklärung an den wohl wichtigsten Menschen in seinem Leben, seine Frau. „Du bist meine Heimat“, so der Titel des Songs, beschreibt die tiefe Verbundenheit, Nähe, Liebe und Dankbarkeit für mittlerweile über 50 Jahre gemeinsamen Lebens, die der Graf erstmals nun in einem Song ausdrückt.
So erklärt er selbst das neue Album: „Wie jedes UNHEILIG-Album, so ist auch das neue Studioalbum LIEBE GLAUBE MONSTER ein Konzeptalbum. Ich hatte in den vergangenen neun Jahren viel Zeit, um meine Inspiration und die kreativen Ideen zu sammeln und in Musik zu fassen. Es sind die Themen und Facetten meines Lebens, die ich mit den Menschen teilen möchte. Meine Gedanken, Erfahrungen, Träume, Erlebnisse, Ängste und Emotionen. Musik war immer meine Sprache, und mit Musik geht das für mich am besten. Und der Albumtitel erschien mir passend, all das, worum es in meinen neuen Songs geht, zu vereinen.
UNHEILIG hat sich schon immer durch eine sehr große musikalische Bandbreite ausgezeichnet. Von Metal über Pop, Rock und Balladen zu Schlager und Punkrock oder Alternative Musik und Electro findet sich alles in der Musikalität bei UNHEILIG wieder. Wir sind früher in Wacken und bei Carmen Nebel aufgetreten, dieser scheinbare Spagat ist Teil der UNHEILIG-DNA und dies bleibt auch LIEBE GLAUBE MONSTER so. Demnach vereint das Album eine bunte Mischung aus schnellen Songs, härteren Songs, Balladen, Midtempo Songs oder auch schlageresken Titeln geben. Das alles ist Teil von UNHEILIG.“
Das komplette Album geht unter die Haus – so als wäre der Graf nie weg gewesen. Im Digipack gibt es ein umfangreiches Booklet mit vielen Fotos und allen Lyrics, eine zweite CD voller Demos und alternative Titelbilder (Liebe, Glaube oder Monster) auf Kärtchen, die sich austauschen lassen. Ein würdiges zehntes Album, das die lange Wartezeit umgehend vergessen lässt.
UNHEILIG – WUNDERSCHÖN – DIE COMEBACK KONZERTE 2026
07.05.2026 Düsseldorf – MEH (Nachholkonzert)
04.06.2026 Saarbrücken – Saarlandhalle
05.06.2026 Saarbrücken – Saarlandhalle
06.06.2026 Tettnang am Bodensee – Schlossplatz
07.06.2026 CH – Bern – Festhalle (ausverkauft)
13.06.2026 Berlin – Parkbühne Wuhlheide (ausverkauft)
20.06.2026 Mönchengladbach – Sparkassenpark
26.06.2026 A – Graz – Freiluftarena
27.06.2026 A – Clam – Burg Clam (ausverkauft)
28.08.2026 Dresden – Filmnächte am Elbufer (ausverkauft)
29.08.2026 Dresden – Filmnächte am Elbufer (ausverkauft)
Stefan Mross steht seit 38 Jahren auf der Showbühne und ist seit 21 Jahren Gastgeber der ARD-Show „Immer wieder sonntags“. Dabei wirkte der 50jährige Sänger, Trompeter, Moderator und Entertainer sehr jugendlich und frisch in der Europahalle. Die Schlagzeilen der letzten Wochen waren nicht so toll, da die ARD seine Show wohl zum Jahresende absetzen wird. Der Künstler, der schon mit 13 Jahren erstmals vor großem Publikum auftrat, nachdem er von Karl Moik entdeckt wurde, ging auch gar nicht über diesen kommenden Karriereknick hinweg, sondern thematisierte ihn recht ausführlich in seinen Moderationen. Diese Offenheit war schon immer Teil seines authentischen Auftretens.
Just in diesem Jahr geht die Show „Immer wieder sonntags“ erstmals auf Tour. Und das üblicherweise an normalen Wochentagen, wenn sonntags die Liveshow im Europapark Rust aufgenommen wird. Das Bühnenbild in der Europahalle wirkte etwas hilflos, bestand es doch vor allem aus einem großen Tuch im Hintergrund mit dem bekannten Schriftzug der Sendung. Auch das musikalische Geschehen war etwas spärlich, da die Interpret*innen zwar live, aber zu einem instrumentalen Playback performten. Also eine recht günstig produzierte Show, die aber im Ausgleich mit hochkarätigen Gästen glänzen konnte.
Den Anfang machte Mross selbst, lieferte einige etwas altbackene Witze und sang den Titelsong „Immer wieder sonntags“ ebenso souverän wie den Klassiker „Die kleine Kneipe“. Als ersten Gast begrüßte er Joey Heindle, Ex-DSDS-Sänger und Dschungelkönig 2013. Eine schillernde Persönlichkeit, die frischen Wind in die Halle brachte und Songs wie „Wellenreiter“, „Ich verliere die Kontrolle“ und „Weil das hier unser Leben ist“ sehr poppig interpretierte. Er begab sich früh ins Publikum und fand ein seit 47 Jahren verheiratetes Ehepaar, für das er „Wer außer dir“ zum Besten gab.
Dann Kristina Bach, Schlager-Urgestein und Komponistin unzähliger Hits der Branche. Sie hatte viel zu erzählen und sang ihre großen Erfolge wie „Antonio“ und „Cappuccino“. Vielen war vielleicht gar nicht bewusst, dass auch einer der größten Schlager der letzten Jahrzehnte aus ihrer Feder stammt, da Kristina zu den Stamm-Autor*innen von Helene Fischer gehört. So interpretierte sie mit fester Stimme auch „Atemlos“ – ein Lied, das ihr als Songschreiberin vermutlich Tantiemen in 7stelliger Höhe eingebracht hat. Chapeau!
Gemeinsam mit Joey und Kristina veranstaltete Stefan Mross ein kleines Schlagerquiz, um sein Schlagerwissen unterhaltsam zu verbreiten. Es folgten „Nessaja“ und „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ aus seinem Mund und man ging nach 75 Minuten in die Pause.
Der zweite Teil dauerte dann mehr als 90 Minuten, was die Gesamtlänge der Show sehr solide ausdehnte. Dem Publikum war’s recht, denn es sollten noch einige Highlights geboten werden. Madeline Willers ist erst Anfang 30, hat aber vor einer Woche schon ihr erstes „Best of“ veröffentlicht. Sie sang Titel aus dem eigenen Repertoire („Bauchgefühl“), aber auch ein Hit-Medley mit Songs wie „Ohne dich“ und „Major Tom“ im unvermeidlichen Schlagerbeat. Dann stellte Stefan seinen „Schatz“ vor, nämlich Lebensgefährtin Eva Luginger. Von ihr gab es u.a. den Leandros-Titel „Ich liebe das Leben“ und im Duett mit Stefan „Jenseits von Eden“.
Aber alle hatten jetzt auf die großen Stars gewartet und wurden nicht enttäuscht. Das 72jährige Temperamentbündel Michael Holm hüpfte erstaunlich agil über die Bühne und legte direkt mit „Mendocino“ los, das um das rockige Einsprengsel „Rockin‘ all over the world“ erweitert wurde. Diese Idee kennen Trierer so von Guildo Horn – und die Nähe kommt nicht von ungefähr, hat Holm doch Guildos Erfolgsalbum „Danke“ mit „Guildo hat euch lieb“ produziert und die Band jahrelang begleitet. Die Schlagerfans feierten natürlich auch „Tränen lügen nicht“ und ein quirliges Endlos-Medley mit „We will rock you“, „Beinhart“, „Da doo ron ron“, „Sexy“, „Highway to hell“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“, „Born to be wild“, „Ein Bett im Kornfeld“ und „Satisfaction“. So viel krasse Energie und Vielfalt hätte ich wirklich nicht erwartet. Das war fantastisch.
Ebenso Nicole, die ja aus dem angrenzenden Saarland stammt und damit fast schon Lokalmatadorin war. Sie wies auf ihre Wurzeln hin: „Heute bin ich Heimschläferin“ sagte sie zu tosendem Applaus und wurde auch in der Mundart des kleinen Bundeslandes gut verstanden. Ich fand es erstaunlich, wie viele nostalgische Songs von ihr mir auf Anhieb geläufig waren: „Mit dir vielleicht“, „Flieg nicht zu hoch, mein kleiner Freund“ und „Papillon“ (das sie a cappella von der Bühne schmetterte). Natürlich gab es eine emotionale Ansage zu „Ein bisschen Frieden“ und man konnte sich in die 17jährige Nicole hinein fühlen, die diesen Titel 1982 für Millionen Menschen weltweit gesungen hatte – nur mit einer Gitarre bewaffnet und komplett ohne das heutige ESC-Show-Brimborium. Auch in der Gegenwart funktioniert der zeitlos schöne Song mit seiner traurigen Aktualität. Die Herzen waren schon weich, doch als sie das Friedenslied als Zugabe nochmal a cappella zu Gehör brachte, wurden sichtbar einige Tränchen im Publikum verdrückt.
Zum Finale holte Mross dann die großen Schlagerschinken raus, lieferte Medleys mit Songs von Udo Jürgens und Roland Kaiser. Die Fans feierten ihn zum krönenden Abschluss mit stehenden Ovationen und die Message war klar: Wir brauchen weder ein geniales Bühnenbild noch eine ausgefuchste Liveband. Wir wollen unsere Lieblingssongs aus dem Mund bekannter Künstler*innen hören. Mission gelungen!
(Credit für alle Fotos auf dieser Seite: Dietmar Schmitt)
Jahr um Jahr veröffentlicht der US-Bestseller-Autor John Grisham neue Romane und die Ideen scheinen ihm dabei nicht auszugehen. Das neue Werk mit dem Titel „Das Vermächtnis“ startet als Justizthriller im Stil seiner größten Erfolge, wächst sich aber im zweiten Teil zu einem waschechten Whodunit-Krimi aus.
Der Klappentext spoilert die Handlung in Ansätzen: Simon Latch ist ein kleiner Anwalt im ländlichen Virginia. Finanziell kommt er nur mit Müh und Not über die Runden, zudem geht seine Ehe in die Brüche. Dann betritt Eleanor Barnett sein Büro, eine ältere Witwe, die ein neues Testament braucht. Offenbar hat ihr Mann ihr ein gewaltiges Vermögen hinterlassen, von dem niemand etwas weiß. Simon behandelt den Auftrag streng vertraulich, aber die Nachricht von Eleanors Reichtum scheint durchzusickern. Als Eleanor Opfer eines Autounfalls wird, muss Simon erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint. Kurz darauf findet er sich auf der Anklagebank wieder, der Vorwurf lautet Mord aus Habgier. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Ihm bleibt nur eine Chance, sich zu retten: wenn er den wahren Mörder findet.
Wie immer nimmt die Handlung schnell an Fahrt auf. Grisham führt die wichtigsten Figuren ein und schon geht es Schlag auf Schlag weiter. „Das Vermächtnis“ legt schnell los und wird zum echten Pageturner, auch wenn die eigentliche Krimihandlung sehr lange auf sich warten lässt. Zunächst geht es nämlich um die Erbschaftsgeschichte von Eleanor Barnett und man darf sich in die juristischen Winkelzüge eines Testamens einlesen, was durchaus spannend ist.
Nach dem Tod der alten Dame wird Simon Latch zum Gejagten und die Spannung, ob er heil wieder aus der Sache raus kommt, hält sich bis zur letzten Seite. Oft habe ich bei Grishams Geschichten das Gefühl, dass die Protagonisten zu gradlinig durch die Story wandeln und mit juristischer Klarheit aus allen Widrigkeiten rauskommen. Hier aber ist es ganz anders, denn man muss sich auf die Suche nach einem Mörder begeben – wobei es viele mögliche Spuren gibt.
Der Erzählstil von Grisham ist wie immer sehr flüssig, wenn man sich nicht zu lange mit den rechtlichen Spitzfindigkeiten aufhält. Der inzwischen 71jährige verliert sich zumindest nie in komplizierten Erläuterungen, sondern versucht seine Ausführungen möglichst einfach zu halten. Die Leserschaft wird mehrfach auf eine falsche Fährte geführt und zum Schluss gibt es eine doch recht überraschende Wendung. „Das Vermächtnis“ ist ein spannendes Spätwerk des Autors, das aus den über 40 Romanen positiv heraussticht.
Die französische Artrock-Band LAZULI durfte ich in den vergangenen Jahren schon häufig erleben, meist beim Event „Night of the Prog“, das bis vor kurzem jährlich auf dem Loreleyfelsen stattfand. Und jedes Mal war es ein ganz besonderes Konzert. So war ich auch in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen ganz gespannt, wie die Band dort ankommt – und sie hatte ihr Publikum vom ersten bis zum letzten Ton des 130minütigen Gigs fest im Griff.
Schon beim Betreten der Halle lag eine besondere Atmosphäre in der Luft: erwartungsvoll, fast andächtig, als wüsste das Publikum, dass es mehr als nur Musik hören würde. Als die Band schließlich die Bühne betrat, begann eine klangliche Reise, die sich nur schwer in ein Genre pressen lässt. LAZULI verbinden Progressive Rock mit Chanson-Elementen, Weltmusik und elektronischen Einflüssen – und erschaffen damit einen Sound, der gleichzeitig komplex und zugänglich ist.
Im Zentrum des Geschehens stand Claude Leonetti, dessen einzigartiges Instrument, die selbst entwickelte Léode, sofort alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Mit ihr erzeugte er schwebende, fast sphärische Klänge, die sich mühelos über die rhythmische Basis der Band legten. Ruhige, fast zerbrechliche Passagen wechselten sich mit kraftvollen, rhythmisch dichten Momenten ab. Romain Thorel am French Horn und Vincent Barnavol an Percussion & Marimba sorgten für melodische Abwechslung, während Dominique Leonetti den Gesang beisteuerte und Geschichten zu den Songs erzählte.
Die Stücke bauten sich langsam auf, entfalteten sich und mündeten in emotionale Höhepunkte, die das Publikum spürbar mitrissen. Dazu gab es eine abgestimmte Show aus Licht und Videoeinspielern, die die Songs visualisierten. Zum Abschluss fanden sich „Neuf Mains autour d’un Marimba“ – ein virtuoser Abschluss für ein fantastisches Konzert!
(Credit für alle Fotos auf dieser Seite: Atelier3Bären)
Der Singer/Songwriter Pippo Pollina wurde 1963 in Palermo geboren, besuchte das Konservatorium und studierte Rechtswissenschaften. Er engagierte sich früh in der Antimafiabewegung und arbeitete für die von Giuseppe Fava gegründete Zeitschrift „I Siciliani“. Nach Favas Ermordung durch die Mafia verließ Pollina 1985 Sizilien, um erstmal als Straßenmusiker durch die Welt zu reisen. Inzwischen lebt er in Zürich, wurde für sein musikalisches Schaffen mehrfach ausgezeichnet, hat zahlreiche Alben aufgenommen und ist auf vielen großen Bühnen aufgetreten.
Pippo ist im deutschsprachigen Raum einer der bekanntesten italienischen Liedermacher. Seit drei Jahrzehnten ist er mit seinen Konzertprogrammen unterwegs und füllt mittlerweile nicht mehr nur die Kleinkunstbühnen, auf denen alles begann, sondern auch die großen Häuser von der Arena in Verona bis hin zum Hallenstadion in seiner Wahlheimat Zürich. Pollina besticht durch seine unbändige Kreativität, mit der er seit mehr als 35 Jahren auch seine vielen treuen Fans immer wieder überrascht. Sei es mit lyrischen Balladen, poetischen Protestliedern oder rockigen Songs: Pollinas Sprache bleibt immer sensibel und zart.
Sein aktuelles Album trägt den Titel „Fra guerra e pace“, übersetzt: „Zwischen Krieg und Frieden“. Damit trifft Pollina den Nerv und die Ängste der heutigen Zeit. Soll es wirklich so sein, dass man die 20er Jahre des letzten und des aktuellen Jahrhunderts irgendwann gleichsetzen muss?
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„Fra guerra e pace“ ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Album. Mit seiner detailreichen, vielgestaltigen, mal hymnisch, mal archaisch anmutenden Musik, zieht es uns sofort in den Bann. Die Liedtitel und Texte konfrontieren uns mit grausamer Geschichte und Gegenwart. „Lanotte dei cristalli“ (Die Kristallnacht) ist ein Lied, das er für dieses Album gemeinsam mit seinen beiden Kindern, Singer-Songwriter FABER und Madlaina Pollina, aufgenommen hat. Es ist das erste Mal, dass die drei gemeinsam zu hören sind.
„Free Palestina“ besingt einen Ort, in dem es keine Erinnerungen, kein Brot, keine Würde gibt, aber viele Kräfte, die Free Palestine rufen. Immer schwingt die Hoffnung mit, schimmern Liebe und Menschlichkeit wie Gegengift durch das Leid hindurch. So erzählt das Lied „Fra i petali del girasole“ (In den Blütenblättern der Sonnenblumen) von einem ukrainischen Soldaten auf Heimaturlaub, der fernab vom Donbass, von einem guten Leben nach dem Krieg träumt. Denn eigentlich hält das Leben doch so viel Schönes bereit. „La vita è bella così com’è“ (Das Leben ist schön, so wie es ist) lautet der Titel von Pippo Pollinas Tour im kommenden Jahr.
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In akustischer Fülle mit Streichern, Akkordeon, Kontrabass, Holzblasinstrumenten und Mandoline neben der normalen Bandbesetzung führt uns Pippo Pollina in eine klanggewaltige Welt, die auch arabische Klänge in sich vereint. Einfach wundervoll.
Livetermine 2026: 13.05.26 Sontheim – Dampfsäg 14.05.26 Friedrichshafen – Bahnhof Fischbach 15.05.26 Ebersberg – Alter Speicher 16.05.26 Frankfurt am Main – Alte Oper 17.05.26 Lörrach – Burghof 19.05.26 Bonn – Pantheon
Als die H-BLOCKX um Henning Wiehland vor zwei Jahren ihr langes Schweigen brachen und endlich wieder bei ROCK AM RING in Erscheinung traten, war es wie in alten Zeiten und Erinnerungen wurden wach. 1995 gab es den ersten Gig der deutschen Crossover Pioniere am Ring und deren damaliger Hit „Risin‘ High“ ist bis heute im Ohr. Jetzt gibt es sogar ein neues Album – das letzte ist 14 Jahre her – und prompt mit Platz 3 die höchste Chartplatzierung ever.
Die neue Platte der Münsteraner erscheint über Solitary Man-Records, das von den DONOTS geführt wird: Beide Bands verbindet eine lange Historie und Donots-Sänger geht soweit, „FILLIN_THE_BLANK“ das „zweite Album der Band“ zu nennen: „Denn so unbeschwert, leicht, direkt, hittig und ja, cool, war das Quartett ehrlich seit Jahrzehnten nicht.“
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Das sieht auch Sänger Henning Wehland so: „Ingo hat uns mit diesem Satz einen Gefallen getan: Unser Debüt war sehr bedeutend und hat in der Szene einiges bewegt – im Positiven wie im Negativen. Wir haben 30 Jahre gebraucht, um alle anderen Wege auszuprobieren, und jetzt verstanden, dass das unsere DNA ist. Es fühlt sich so an, als wären wir jetzt wieder dort angekommen, wo wir hingehören.“
In diesem Sinne führt das Album gradlinig und überzeugend zurück in die 90er. Rau und roh, mit viel Groove und starken Gitarren. Es erinnert bisweilen thrashig an Metallica und Co, hat aber daneben genug Platz für die ordentliche Portion Rock, Funk und Rap. Elf Songs in 32 kurzweiligen Minuten bieten viel Power und eine Menge Ohrwürmer.
So, als wären sie nie weg gewesen: viel Retro mit dem Potential, sich neue Hörerschichten zu erschließen!