„Your Favorite Toy“ ist die erste neue Musik der Foo Fighters im Jahr 2026 und nichts weniger als ein heimtückischer Ohrwurm. Zerklüftete Gitarrenklänge und finstere Keyboard-Stöße tanzen auf einem unerbittlichen rhythmischen Puls, während Dave Grohl einen neu entdeckten sarkastischen Gesangston in mitreißenden Refrains entfesselt:
Get back
Hörst du das, Junge?
Jemand hat dein Lieblingsspielzeug für immer weggeworfen
Für immer!
„Your Favorite Toy“ ist ein perfekter erster Vorgeschmack und repräsentiert das gleichnamige Album. Der Song klingt wie nichts anderes in der monolithischen Diskografie der Band, ist aber sofort und unverkennbar als Foo Fighters zu erkennen.
Dave Grohl kommentierte: „‚Your Favorite Toy‘ war wirklich der Schlüssel, der den Ton und die energetische Richtung des neuen Albums bestimmt hat. Wir sind darauf gestoßen, nachdem wir über ein Jahr lang mit verschiedenen Sounds und Dynamiken experimentiert hatten, und an dem Tag, an dem es Gestalt annahm, wusste ich, dass wir diesem Weg folgen mussten. Es war die Zündschnur für das Pulverfass an Songs, die wir schließlich für dieses Album aufgenommen haben. Es fühlt sich neu an.“
Nach der Titelsingle und dem explosiven „Asking For A Friend“ aus dem letzten Jahr wird „Your Favorite Toy“ am 24. April über Roswell Records/RCA Records veröffentlicht. Das Album wurde zu Hause aufgenommen, von den Foo Fighters und Oliver Roman co-produziert, von Oliver Roman gemischt und von Mark „Spike“ Stent abgemischt. Es enthält die folgenden Songs:
Caught In The Echo
Of All People
Window
Your Favorite Toy
If You Only Knew
Spit Shine
Unconditional
Child Actor
Amen, Caveman
Asking For A Friend
Die Veröffentlichung von „Your Favorite Toy” läutet die große „Take Cover”-Welttournee der Foo Fighters ein, die am 10. Juni in der Unity Arena in Oslo beginnt, und die Band auch nach München, Berlin und Wien führen wird.
Nach Ende der Nachmittagsvorstellung, die mit den tanzfreudigen Flogging Molly begonnen und mit einem glamourösen Yungblud geendet hatte, durfte man sich auf einen denkwürdigen Abend mit Limp Bizkit, Rise Against, Giant Rooks, Foo Fighters und Apache 207 freuen.
Fotocredit: Rainer Keuenhof
Wenn man nach dem korrekten ROCK AM RING Feeling fragt, dann sind es Momente wie diese: Fred Durst von Limp Bizkit singt „Behind Blue Eyes“ und die Welt bleibt für einen Moment stehen. Gleichzeitig ging ein sonniger Tag zu Ende, wie erschöner nicht hätte sein können. Der Gig stand für Limp Bizkit übrigens stark im Zeichen von Coverversionen. Man startete mit „Thieves“ von Ministry, dann gab es den genannten Ausnahmesong, der im Original von The Who stammt – und die Band machte einen Ausflug in den Pop von George Michael. Als die Rhythmen von „Faith“ erklangen, hielt die Menge das zunächst für einen Scherz, aber tatsächlich wurde zunächst „Careless Whisper“ komplett gespielt, das dann in ein frenetisch bejubeltes „Faith“ mündete. Das war durchaus passend für die Festivalstimmung. Aber natürlich gab es auch genügend eigene Songs. „Hot Dog“ musste zunächst aufgrund technischer Probleme abgebrochen werden, startete dann aber nochmal reibungslos durch. Von „Livin‘ It Up“ über „Nookie“ ging es bis zum Abschluss „Break Stuff“. Die Band um den Sänger mit grauem Lockenkopf und Gitarrist Wes Borland mit der obligatorischen Maske hat zum Ende hin den Härtegrad ordentlich hochgefahren.
Fotocredit: Rainer Keuenhof
Damit war der Boden bereitet für Rise Against und ihre melodischen Punkhymnen. Für eine Band, die soziale und politische Missstände stets anprangerte und sich dabei nie den Mund verbieten ließ, gibt es momentan unglaublich viel Stoff. Härtere und softere Töne boten eine ordentliche Mischung, die alle Qualitäten der Band von Punk über Hardcore-Ansätze bis hin zu fast schon melodischen Klängen zu bieten hat. Frontmann Tim McIlrath war nicht unbedingt in Bestform, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Das Publikum feierte ihn enthusiastisch.
Rise Against – Fotocredit: Rainer Keuenhof
Etwas zeitversetzt hatten es sich Giant Rooks auf der Mandora Stage gemütlich gemacht. Die 2014 in Hamm gegründete Band hat sich einer Mischung aus Artrock, Pop und Indie verschrieben. Bis zum Debütalbum hatte man sich sechs Jahre Zeit gelassen, aber dann konnten sie richtig durchstarten. Spätestens seit der Kollaboration mit AnnenMayKantereit für die Neufassung von Suzanne Vegas „Tom’s Diner“ sind sie in aller Munde – und klar gab es diesen Track auch ausgiebig beim RAR-Konzert. Spannend, dass es nicht nur hymnische Indie-Elemente gibt, sondern die fünf um Frederik Rabe auch mal verträumt a cappella ins mehrstimmige Schwelgen geraten.
Foo Fighters – Fotocredit: Rainer Keuenhof
Zurück bei der Utopia Stage herrschte gespannte Erwartung auf die Foo Fighters. Immerhin gehört Dave Grohl seit Jahrzehnten zu den größten Rockstars unserer Zeit – sei es mit Scream, Nirvana oder jetzt den sensationellen FF. Diese hatten schwere Zeiten durchzumachen, als nach Corona auch noch Schlagzeuger Taylor Hawkins tragisch ums Leben kam. Viele Beobachter meinten gar, dass die Band nicht mehr auf die Beine kommt – doch auf ihrer aktuellen Tour beweisen sie das Gegenteil. Mit Josh Freese wurde ein grandioser neuer Schlagzeuger gefunden und just auf den Tag zum Auftritt bei ROCK AM RING ist das neue Album „But Here We Are“ erschienen. Nicht nur vom Albumtitel eine selbstbewusste Standortbestimmung.
Foo Fighters – Fotocredit: Rainer Keuenhof
Startend mit „All My Life“ gab es zu „No Son Of Mine“ ein Gitarrenriff aus Black Sabbaths „Paranoid“, das auch den letzten anwesenden Rockfan aufrüttelte. Zunächst schien es, als sei Dave nicht in Erzähllaune. Er ließ lieber die Instrumente sprechen, wobei Freese als Hans-Dampf-in-allen-Gassen eine krassen Job hinlegte. Manchmal konnte man meinen, alle anderen Instrumente seien nur schmückendes Beiwerk. Sowas habe ich höchstens mal bei Dream Theater erlebt. Dabei will ich die Leistung der gesamten Band gar nicht schmälern. Es war eine Show wie vom anderen Stern und man hatte die Menge fest im Griff.
Foo Fighters – Fotocredit: Rainer Keuenhof
Zu „Times Like These“ wurde Dave gesprächiger und gab es eine lange emotionale Ansage, die die Geschehnisse der heutigen Zeit thematisierte, aber auch den Bogen zu Band schlug. Was für ein Bild, als es auf der Bühne dunkel wurde und man ein Handylichtermeer bis nach hinten zum Riesenrad sehen durfte. In diesen Momenten wurde die Größe des Geländes mal wieder bewusst. Die Bandpräsentation während „The Sky Is A Neighborhood“ war ein Happening, bei dem vor allem die Vielzahl von Bands des Schlagzeugers (u.a. Devo, Nine Inch Nails) ein Thema war. Emotional wurde es, als Dave „My Hero“ zunächst solo mit Publikum startete und dann in den Bandsound überging. Zu „Shame Shame“ kam seine Tochter Violet auf die Bühne und beide lieferten ein fantastisches Duett, das ausgiebig bejubelt wurde. Und „Aurora“ – wundervoll – wurde dem verstorbenen Taylor gewidmet. So kreierte man in zwei Stunden Konzertlänge die bisher größten Momente des Festivals.
Fotocredit: Rainer Keuenhof
Danach waren die meisten gesättigt und strebten zum Zeltplatz, doch man hatte die Rechnung ohne Apache 207 gemacht. Der Rapper aus Ludwigshafen hatte groß aufgefahren und die Bühne zur Heimat von „Apache Oil“ gemacht, sprich: eine komplette Tankstelle inklusive Späti und Mercedes aufgebaut. Der Start mit „In The Air Tonight“ zeigte die Bedeutung des Abends für Apache, der sichtlich überwältigt war. Gleich zu Beginn gab es ein Feuerwerk und fette Pyro. Songs wie „Brot nach Hause“ und „Fame“ erzählten von seiner Biografie – und das Publikum war standhaft textsicher. Das zu den Maulereien, dass solche Musik nicht an den Ring passt. Als der Konfettiregen auf die Zuschauer*innen niederging, fühlte sich jeder hier zuhause.
Die Musik kam von einem DJ, doch es gab auch echte Gitarrensoli und Schlagzeug. „Rhythm Is A Dancer“ erklang vom Band und zu „My Heart Will Go On“ ging es stilecht mit einem riesigen Boot durch die Menge. Zwischenhalt war auf einer drehenden Bühne, wo Apache mit seinen Mitstreitern einen kleinen Akustik-Set zum Besten gab. Der Beweis, dass er durchaus handgemachte Musik zu bieten hat. Bis ganz zum Schluss mussten alle warten, die sich auf seinen Überhit „Komet“ gefreut hatten. Es war weit nach 2 Uhr, als die Lichter erloschen. Apache 207 hatte hier definitiv einen persönlichen Sieg errungen, die Atmosphäre des Rockfestivals förmlich aufgesogen und sich zu eigen gemacht. Rap ist immer für eine Überraschung gut!
Während die Ohren noch immer von der klanglichen und emotionalen Wucht von „Rescued“ klingeln, haben die Foo Fighters „Under You“ vorgestellt, einen aggressiv-melodischen Punk-Ohrwurm, der bei den anstehenden Tourneen der Band sicher ebenso wie sein Vorgänger zu massiven Sommer-Singalongs führen wird.
„Under You“ ist der zweite Vorab-Song aus dem 11. Album der Rock & Roll Hall of Famers, „But Here We Are“, das am 2. Juni bei Roswell Records/RCA Records erscheint. Der neue Song folgt auf das bereits erwähnte „Rescued“, das unter anderem mit „frischem Pathos und Dringlichkeit“ (The New York Times), „Foo Fighters klangen noch nie so lebendig“ (Consequence), „einer der unmittelbarsten, emotionalsten Songs der Foos“ (Vulture), „bietet alles, was Fans kennen und lieben“ (Revolver) und viele mehr begeistert hat.
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Daneben veranstaltet die Band „Foo Fighters: Preparing Music For Concerts“, ein globales Streaming-Event voller Rock’n’Roll (einschließlich der Uraufführung von Songs aus „But Here We Are“), exklusivem Material von hinter den Kulissen und einigen Überraschungen – alles aufgenommen in den großzügigen und doch gemütlichen Räumen der bandeigenen 606 Studios. „Foo Fighters: Preparing Music For Concerts“ wird am 21. Mai um 20:00 Uhr BST / 3:00 Uhr EST / 12:00 Uhr PST exklusiv auf https://foofighters.veeps.com/ zu sehen sein und kann bis zum 24. Mai auf Abruf wiederholt werden. Egal, ob Sie Karten für ein bevorstehendes Foo Fighters-Konzert haben oder nicht, verpassen Sie nicht die Chance, die letzte große amerikanische Rockband hautnah – und laut – zu erleben.
„Shows wie diese gibt es nicht jeden Tag. Diesen Moment zu nutzen, um Fans auf der ganzen Welt zu versammeln und den Menschen die Möglichkeit zu geben, an diesem Erlebnis teilzuhaben, egal wo sie sind, ist ein Geschenk. Einen Ort zu haben, der diese Momente zugänglich macht, ist der Grund, warum wir Veeps aufgebaut haben, und wir fühlen uns geehrt, dass man uns diese unglaubliche Show für die Foo Fighters und alle ihre Fans anvertraut hat“, sagt Joel Madden, CEO und Gründer von Veeps.
Nach einem Jahr voller erschütternder Verluste, persönlicher Reflexion und bittersüßer Erinnerungen kehren die Foo Fighters mit „BUT HERE WE ARE“ zurück, das am 2. Juni bei Roswell Records/RCA Records erscheint, dem Tag an dem die Band auch bei Rock am Ring auftritt.
„BUT HERE WE ARE“ ist eine brutal ehrliche und emotional rohe Antwort auf alles, was die Foo Fighters im letzten Jahr durchgemacht haben, und ein Zeugnis für die heilenden Kräfte von Musik, Freundschaft und Familie. Mutig, beschädigt und unbeirrbar authentisch eröffnet „But Here We Are“ mit der neu veröffentlichten Leadsingle „Rescued“, dem ersten von 10 Songs, die die emotionale Skala von Wut und Trauer bis hin zu Gelassenheit und Akzeptanz und unzähligen Punkten dazwischen durchlaufen.
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„BUT HERE WE ARE“, produziert von Greg Kurstin und den Foo Fighters, ist gleichermaßen das elfte Foo Fighters-Album und das erste Kapitel des neuen Lebens der Band. „But Here We Are“ ist der Sound von Brüdern, die Zuflucht in der Musik gefunden haben, die sie vor 28 Jahren zusammengebracht hat – ein Prozess, der ebenso therapeutisch wie lebensbejahend ist und der die Naivität des Foo Fighters-Debüts von 1995 widerspiegelt.
„BUT HERE WE ARE“ kann ab sofort vorbestellt werden. Die Trackliste des Albums lautet wie folgt:
Der letzte fehlende Hauptbühnen-Headliner steht fest: Die Foo Fighters spielen exklusiv bei Rock am Ring und Rock im Park. Die beiden Festival-Auftritte sind die einzigen europäischen Headline Auftritte der US-amerikanischen Multiplatin-Rockband im Jahre 2023. Five Finger Death Punch und zahlreiche andere komplettieren das Line-Up.
Es ist ein Ereignis: Die Foo Fighters spielen dieses Jahr exklusiv bei Rock am Ring und Rock im Park. Seit ihrer Gründung durch den vormaligen Nirvana-Schlagzeuger Dave Grohl im Jahre 1994 wurden die Foo Fighters unter anderem elfmal mit dem Grammy Award ausgezeichnet, die Band erreichte zuletzt mit fünf aufeinanderfolgenden Alben die Top 5 der US-amerikanischen Billboard-Charts und ist mit 30 Millionen verkauften Alben eine der größten Stadion-Rockbands der Gegenwart. Der Ort für ihre ersten Deutschland-Konzerte seit fünf Jahren ist nicht zufällig gewählt: Band und Festivals verbindet eine lange Freundschaft, zuletzt spielten die Foo Fighters 2018 zwei spektakuläre Headliner-Shows bei Rock am Ring und Rock im Park.
Nach den Toten Hosen und Kings Of Leon steht mit den Foo Fighters somit der dritte Hauptbühnen-Headliner fest. Die Fans harter Klänge werden sich derweil über eine weitere spektakuläre Neubestätigung freuen, denn auch Five Finger Death Punch werden bei Rock am Ring und Rock im Park auftreten. Die Metaller gehören zu den erfolgreichsten harten Rockbands der vergangenen zehn Jahre und wurden vielfach mit Gold und Platin ausgezeichnet.
Ein alter Bekannter ist auch der deutsche Indie-Star Thees Uhlmann, der bereits 2006 mit seiner Band Tomte bei Rock am Ring und Rock im Park auftrat. Komplettiert wird das Line-Up von der amerikanischen Metal-Band Bad Wolves, dem österreichischen Indie-Duo Cari Cari, den Glamrockern Steel Panther, den Indierock-Bands Yonaka und Pabst sowie von Die Nerven, der wichtigsten deutschen Diskursrockband der Stunde. Ebenfalls neu bestätigt wurden Sam Tompkins, Mod Sun und die Chemnitzer Indie-Band Blond.
Mit den einzigen europäischen Auftritten der Foo Fighters in diesem Jahr und den weiteren Neuzugängen steht somit ein sensationelles Programm, das mit einer nie dagewesenen Breite und Exklusivität an hochkarätigen Künstler*innen einmal mehr die nationale Festivalszene anführt. Die Toten Hosen verlängern ihre Live-Feierlichkeiten zum 40. Bandjubiläum und treten erstmalig in einem Kalenderjahr nur bei Rock am Ring und Rock im Park auf, wo sie 2023 ihre beiden einzigen Headline-Shows in Deutschland spielen. Auch Kings Of Leon und die britischen Metalcore-Pioniere Bring Me The Horizon kann man in diesem Sommer auf mitteleuropäischen Festivals ausschließlich bei Ring und Park erleben.
Internationale Fan-Favoriten wie Rise Against, Limp Bizkit oder das Rock-Duo Tenacious D sowie die Alternative-Rocker Incubus, Evanescence um Sängerin Amy Lee, US-Superstar Machine Gun Kelly oder die Hardcore-Durchstarter Turnstile spielen ebenfalls exklusive Festivalshows auf den Rocks. Die Punkrock-Veteranen NOFX haben für ihre letzten Auftritte in Deutschland Ring und Park gewählt, denen die Festivals einen gebührenden Rahmen hierfür bieten. Rock am Ring und Rock im Park finden vom 2. bis zum 4. Juni 2023 am Nürburgring und auf dem Nürnberger Zeppelinfeld statt. Für beide Festivals sind aktuell noch Tickets verfügbar.
Am Donnerstag, den 24.02.2022 ist es auch in Deutschland soweit und die neue Horror-Komödie der Foo Fighters „Studio 666“ läuft in den hiesigen Kinos an. Passend dazu präsentiert uns das Sextett um Mastermind Dave Grohl nun auch einen ersten musikalischen Vorgeschmack zum Soundtrack des Films und klingen härter denn je.
Unter dem Synonym „Dream Widow“ kommt direkt aus dem „Studio 666“ ein kraftvolles Trash Metal Stück mit dem Titel „March Of The Insane“ daher, wie man es von den Foo Fighters nicht unbedingt erwartet hättet.
Schaut euch hier das Video zu „March Of The Insane“ an:
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„Dream Widow“ fungiert als fiktive Band, die bereits im Studio 666 Musik aufnahm bevor es zu mysteriösen Ereignissen kam… und 25 Jahre später betreten Dave Grohl, Taylor Hawkins, Nate Mendel, Pat Smear, Chris Shiflett und Rami Jaffee nun das Studio.
In den Mittelpunkt des Films rücken fiktive Versionen des Foo Fighters die gegen die Mächte des Bösen kämpfen. Gepickt mit lustigen Cameoauftritten (u.a Lionel Richie) und feinster B-Movie-Horrorfilm Einlage. Dave Grohl selbst sagt über den Film „Ein paar Szenen sind so episch. Wenn du denkst, wir könnten uns nicht etwas noch Lächerlicheres ausdenken… Das wird euch echt den Atem rauben.“
In STUDIO 666 zieht die legendäre Rockband Foo Fighters in ein Herrenhaus in Encino, das von einer grausamen Rock’n’Roll-Geschichte geprägt ist, um ihr mit Spannung erwartetes zehntes Album aufzunehmen. Im Haus angekommen, sieht sich Dave Grohl mit übernatürlichen Kräften konfrontiert, die sowohl die Fertigstellung des Albums als auch das Leben der Band bedrohen.
STUDIO 666 wird von BJ McDonnell inszeniert, in den Hauptrollen spielen Dave Grohl, Taylor Hawkins, Nate Mendel, Pat Smear, Chris Shiflett, Rami Jaffee, Whitney Cummings, Will Forte, Jenna Ortega, Leslie Grossman und Jeff Garlin. Der Film basiert auf einer Geschichte von Dave Grohl und einem Drehbuch von Jeff Buhler und Rebecca Hughes und wird von John Ramsay und James A. Rota produziert. Ausführende Produzenten sind John Cutcliffe, Dave Grohl, Wes Hagan, Taylor Hawkins, Rami Jaffee, James Masciello, Nate Mendel, Tom Ortenberg, Chris Shiflett, Matthew Sidari, John Silva, Gaby Skolnek, Pat Smear, Kristen Welsh und Mitchell Zhang.
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Der 25.02 nähert sich und damit auch der amerikanische Release der Foo Fighters Horror Komödie „Studio 666“. Passend dazu veröffentlicht die Band um Mastermind Dave Grohl nun den ersten Trailer, welcher ihn und seine Foo Fighters Kollegen Taylor Hawkins, Nate Mendel, Pat Smear, Chris Shiflett & Rami Jaffee in den Mittelpunkt rückt, wie sie als fiktive Versionen ihrer Selbst gegen die Mächte des Bösen kämpfen. Gespickt mit lustigen Cameoauftritten (u.a. Lionel Richie) und feinster B-Movie-Horrorfilm-Einlagen und natürlich einer Menge Musik präsentiert die Band uns hier also einen ersten Vorgeschmack, was uns bald im Kino erwartet:
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In STUDIO 666 zieht die legendäre Rockband Foo Fighters in ein Herrenhaus in Encino, das von einer grausamen Rock’n’Roll-Geschichte geprägt ist, um ihr mit Spannung erwartetes zehntes Album aufzunehmen. Im Haus angekommen, sieht sich Dave Grohl mit übernatürlichen Kräften konfrontiert, die sowohl die Fertigstellung des Albums als auch das Leben der Band bedrohen.
STUDIO 666 wird von BJ McDonnell inszeniert, in den Hauptrollen spielen Dave Grohl, Taylor Hawkins, Nate Mendel, Pat Smear, Chris Shiflett, Rami Jaffee, Whitney Cummings, Will Forte, Jenna Ortega, Leslie Grossman und Jeff Garlin. Der Film basiert auf einer Geschichte von Dave Grohl und einem Drehbuch von Jeff Buhler und Rebecca Hughes und wird von John Ramsay und James A. Rota produziert. Ausführende Produzenten sind John Cutcliffe, Dave Grohl, Wes Hagan, Taylor Hawkins, Rami Jaffee, James Masciello, Nate Mendel, Tom Ortenberg, Chris Shiflett, Matthew Sidari, John Silva, Gaby Skolnek, Pat Smear, Kristen Welsh und Mitchell Zhang.
Bei den Foo Fighters wird es gerade einfach nicht langweilig. Kündigt die ikonische Rockformation um Dave Grohl mit „Studio 666“ erst vor wenigen Tagen einen kompletten Spielfilm an, der 2022 in die Kinos kommen soll (hier unsere News dazu), gibt es mit „Love Dies Young“ (enthalten auf „Medicine At Midnight“) nun einen weiteren, kleinen Kurzfilm bei dem Dave Grohl Regie führte. Dabei stellt das Video zugleich den Abschluss von „Medicine At Midnight“ – dar und zeigt, dass die Band, mit Unterstützung von Golden Globe Gewinner Jason Sudeikis (bekannt aus „Ted Lasso“ „Kill The Boss“), auch als Synchronschwimmer eine verdammt gute Figur macht!
Schaut euch das Video zu „Love Dies Young“ hier an:
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Das als „Ode an die Freude am Ende der LP“ gefeierte „Love Dies Young“ der Foo Fighters ist nun sowohl das epische Finale von „Medicine at Midnight“ als auch die neueste Single des Albums. Im Video, bei dem Dave Grohl auch selbst als Regisseur und Autor tätig war, holt sich die Band Unterstützung von Golden Globe Gewinner Jason Sudeikis (bekannt aus „Ted Lasso“ „Kill The Boss“), welcher die Band, mit einer energetischen Rede, für ihren wichtigsten Wettkampf im Synchronschwimmen, motiviert.
Passend zum Einsatz der Musik der Musik zeigen die Foo Fighters dann, dass sie nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Badeanzug eine extrem gute Figur machen – auch wenn die Szenen im Wasser letztlich nicht selbst gedreht wurden. So engagierte die Band ein Team von Profi-Schwimmerinnen und ließ im Nachhinein ihre Köpfe ins Video einarbeiten. Doch dies tut dem Spaß keinen Abbruch.
„Love Dies Young“ ist auf dem aktuellen, achten Studioalbum „Medicine at Midnight“ enthalten (hier findet ihr unser Review).
Open Road Films hat die weltweiten Rechte an der Horrorkomödie STUDIO 666 mit Dave Grohl, Taylor Hawkins, Nate Mendel, Pat Smear, Chris Shiflett und Rami Jaffee in den Hauptrollen erworben. Zur Starbesetzung gehören außerdem Whitney Cummings, Leslie Grossman, Will Forte, Jenna Ortega und Jeff Garlin. Der Film, bei dem BJ McDonnell Regie führte, soll am 25. Februar 2022 in über 2.000 Kinosälen in den USA die Kinos kommen. Der internationale Starttermin wird in Kürze bekannt gegeben. Die Ankündigung wurde von Tom Ortenberg von Open Road und den Foo Fighters gemacht.
In STUDIO 666 zieht die legendäre Rockband Foo Fighters in ein Herrenhaus in Encino, das von einer grausamen Rock’n’Roll-Geschichte geprägt ist, um ihr mit Spannung erwartetes zehntes Album aufzunehmen. Im Haus angekommen, sieht sich Dave Grohl mit übernatürlichen Kräften konfrontiert, die sowohl die Fertigstellung des Albums als auch das Leben der Band bedrohen.
„Nach Jahrzehnten lächerlicher Musikvideos und zahlreicher Musikdokumentationen war es endlich an der Zeit, die nächste Stufe zu erreichen… eine Horrorkomödie in Spielfilmlänge“, so Dave Grohl. „Wie die meisten Dinge bei Foo begann auch STUDIO 666 mit einer weit hergeholten Idee, die sich zu etwas Größerem entwickelte, als wir es uns je vorstellen konnten. Wir haben im selben Haus gedreht, in dem wir unser letztes Album „Medicine at Midnight“ aufgenommen haben (ich habe euch ja gesagt, dass es dort spukt!) und wollten die klassische Magie all unserer Lieblings-Rock’n’Roll-Filme wieder aufleben lassen, aber mit einem besonderen Twist: urkomischer Gore, der verdammt ROCKT. Und jetzt, mit der Hilfe von Tom Ortenberg und dem Team von Open Road Films, können wir endlich die Katze aus dem Sack lassen, nachdem wir es zwei Jahre lang als bestgehütetes Geheimnis gehütet haben. Seid bereit zum Lachen, Schreien und Headbangen mit eurem Popcorn. STUDIO 666 wird euch fertig machen.“
„Wir könnten uns nicht mehr freuen, mit den Foo Fighters für einen Film zusammenzuarbeiten, der die Zuschauer zum Schreien und Lachen bringen wird“, so Ortenberg. „Die Foos bringen ihre komödiantische Chemie und das musikalische Talent, das wir alle lieben, in diesem hysterischen Horrorfilm auf die große Leinwand.“
Regisseur BJ McDonnell ergänzt: „STUDIO 666 ist eine perfekte Kombination aus allem, was ich liebe. Rock, Horror und Komödie, alles zusammen in einem sehr spannenden Kinofilm. Ich freue mich so sehr, dass ich mich mit den Foo Fighters zusammengetan habe, um einen „Band“-Film der alten Schule zu drehen. Es ist Jahre her, dass wir etwas wie „Help!“ von den Beatles, „Head“ von den Monkees oder „KISS trifft das Phantom des Parks“ gesehen haben. Man nehme den Old-School-Bandfilm-Spaß der 60er und 70er Jahre, mische ihn mit Horror und STUDIO 666 ist geboren! Ich bin begeistert, dass das Film- und Musikpublikum zusammenkommt und unseren Film genießen kann.“
Die Foo Fighters feiern ihren 25. Geburtstag – mit einem Jahr Verspätung. Nachdem in der vergangenen Woche bereits die limitierte Jubiläumsedition eines Foo Fighters-Sneakers aus dem Hause Vans für Schnappatmung bei den Fans und einen Ausverkauf in Rekordzeit sorgte, folgt mit „Medicine At Midnight“ nun das zehnte Album der Band aus Los Angeles. Vor dem Release hat Dave Grohl einen Interviewmarathon absolviert und gewohnt launig Auskunft über die Entstehungsgeschichte der Platte und seine persönliche Gemütslage in Corona-Zeiten gegeben. Neben der Tatsache, dass er Konzerte vermisst und Schlaf für die reinste Zeitverschwendung hält, kündigte er im „Rolling Stone“ das neue Album als „Partyplatte“ an, „zu der die Leute aufstehen und sich bewegen“ sollen. Als Hardcore-Fan der ersten Stunde – der nebenbei immer noch die Metamorphose von U2 zwischen „Rattle And Hum“ und „Achtung Baby“ Anfang der 90er verarbeitet – machte mir das Wort „Tanzen“ im Zusammenhang mit „Foo Fighters“ vor allem eines: Angst. Aber für jemanden wie Dave Grohl wäre es nach einem Vierteljahrhundert wohl auch zu einfach gewesen auf die altbewährte Punkrock-Karte zu setzen und einfach in den Sonnenuntergang zu reiten. Im Gegenteil: „Gerade jetzt wollten wir ganz viel Energie haben“.
Also schloss er sich mit dem Rest der Band im Oktober 2019 für drei Monate in einem alten Haus in seiner Nachbarschaft ein und ließ die Kreativmuskeln spielen. Das Ergebnis sind neun Songs mit knackigen 37 Minuten Spielzeit. „Making A Fire“ eröffnet den Reigen als fröhlicher, fast schon poppiger Mitsing- und (Achtung!) Mittanz-Rocker, der begleitet von einem hymnischen Refrain und einem klatschbaren Backgroundgesang um die Ecke biegt. Es folgt die vor sich hin galoppierende erste Single „Shame Shame“ (zu der ein düsteres Video gehört), die sich sehnsuchtsvoll in den Himmel schraubt und auf Dave Grohl’s Stimme davonschwebt. Da wirkt der dreckige Midtempo-Rocker „Cloudspotter“ fast schon beruhigend, wie er mit seinen Stiefeln über den Asphalt kratzt, die Fäuste ballt, beim „Swing Swing“ das Bier verschüttet und dabei die ganze Zeit auf die Straße rotzt.
Mein persönlicher Favorit auf „Medicine At Midnight“ ist das ebenfalls bereits zuvor ausgekoppelte „Waiting On A War“. Das Stück steht in der Tradition alter Foo Fighters-Songs wie „But, Honestly“, „Best Of You“ oder „These Days“ und besticht durch eine Akustikgitarre, einen eingängigen Refrain, viel Dave Grohl-Gefühl und ein etwas (zu) hektisches Ende. Der Titeltrack erinnert zunächst leicht verstörend an die Disco-Vibes der 80er Jahre und schwenkt dann über in eine David Bowie-Gedenkveranstaltung. Hat was! Auch das stampfende „No Son Of Mine“ weckt Erinnerungen. Lemmy Kilmister wird im Rock’n’Roll-Himmel seine helle Freude daran haben. Man sieht ihn förmlich mit der Whiskeyflasche in der Hand auf seiner Wolke… äh, tanzen.
Die verbliebenen drei Songs fallen im Vergleich dazu leicht ab. „Holding Poison“ beginnt mit einem AC/DC-Gedächtnisriff und lässt die Foo Fighters dann einfach ausgelassen drauflos rocken. Nicht neu, aber immer wieder schön. „Chasing Birds“ ist ein melancholischer Schmachtfetzen, so weich wie Butter und so blubbernd wie eine Lavalampe. Eine Atempause, die man nicht gebraucht hätte. Den Abschluss von „Medicine At Midnight“ bildet der dann doch noch typische und etwas langweilige Stadionrocker „Love Dies Young“.
Offensichtlich hatte auch Dave Grohl im letzten Corona-Jahr viel Zeit, um über sich selbst und die Welt um ihn herum nachzudenken. So verarbeitet er in seinen Texten persönliche Alpträume und Ängste ebenso wie die zerstörerische Politik der (glücklicherweise beendeten) Trump-Ära und blickt mit einer Mischung aus Dankbarkeit und Demut auf sein eigenes Leben, in dem er nicht nur als der „netteste Rockstar der Welt“ gilt, sondern auch dreifacher Vater und von der Road-Crew über das Management bis hin zur Buchhaltung für ein 50 Leute-Team verantwortlich ist.
Als Fan geht man mit den Alben seiner Lieblingsband entweder gnadenlos nachsichtig oder übertrieben kritisch um. Als Rezensent sollte man um Objektivität bemüht sein. Und objektiv betrachtet waren die Foo Fighters-Alben seit „Wasting Light“ von 2011 eher Mittelmaß. Mit „Medicine At Midnight“ zeigt die Kurve eindeutig wieder nach oben. Es ist ein abwechslungsreiches und kraftstrotzendes Album, das wie aus einem Guss klingt und fast durchgängig jede Menge Spass macht. Die dreijährige Pause seit dem glattgebügelten „Concrete And Gold“ hat der Band hörbar neues Leben eingehaucht. Ich wage zu behaupten, dass wir, im Gegensatz zu denen des Vorgängers, viele Songs von „Medicine At Midnight“ auf der nächsten (und hoffentlich bald folgenden) Tour auch live … äh, mittanzen können.
Chris Shiflett gilt als einer der besten Lead-Gitarristen der Welt und ist seit zwei Jahrzehnten fester Bestandteil der Foo Fighters. Neben dem Pensum, das er mit seiner Stammkapelle zu absolvieren hat, findet der 48-Jährige immer wieder Zeit für eigene Projekte. So hat er mehrere Sidebands gegründet (Face to Face, Jackson United) und drei Soloalben veröffentlicht (hier findet ihr unser Review zu „All Hat And No Cattle“). Vor kurzem war er auf Stippvisite in Europa, um sein neuestes Werk „Hard Lessons“ zu promoten und spielte dabei eine kleine Clubtour in Irland, England, Schottland und Skandinavien. Jetzt gibt es „Hard Lessons“ auch für das heimische Wohnzimmer. Ein elf Songs starkes Gemisch aus Country, Rock und Americana.
Der Opener „Liar’s Word“ startet mit einem Mitsingrefrain und gibt damit schon die Richtung vor. Optimismus und gute Laune stehen im Gegensatz zum Albumtitel ganz klar im Vordergrund, auch wenn es zwischendurch, wie in „This Ol‘ World“ mal ernster wird und das „Call and Response“-Spiel der beiden E-Gitarren ein hitziges Pro und Contra nachahmt. Am Ende recken an der Theke aber dann doch wieder alle ihre Fäuste in die Luft und gröhlen mit erhobenen Biergläsern zu „Fool’s Gold“. Das wunderschöne Duett mit Elizabeth Cook in „The One You Go Home To“ bringt den Testosteronspiegel anschließend wieder ins Gleichgewicht und dieselben harten Kerle von eben liegen sich nun heulend in den Armen. Dazwischen darf es auch gerne mal eine kleine Prise Blues sein („I Thought You’d Never Leave“), bevor Chris Shiflett das gefühlt viel zu kurze Album mit „Leaving Again“ entspannt groovend ausklingen lässt.
Ach Stop… ganz zum Schluss folgt ja noch „The Hardest Lessons (Reprise)“, das da anknüpft, wo das ursprüngliche „The Hardest Lessons“ etwas abrupt aufgehört hat und dem Meister nochmal die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Gitarrengegniedel gibt. Nebenbei sei gesagt, dass er nicht nur gekonnt seine Fender bearbeiten, sondern auch noch singen kann. Unterstützt wird Chris Shiflett dabei von einem All-Star-Kollektiv aus Studiomusikern. Chris Powell an Schlagzeug und Percussion ist ebenso dabei wie Brian Allen am Bass, Keyboarder Michael Webb, Paul Franklin am Pedal Steel und Grammy-Preisträger Dave Cobb, der das Ganze auch produziert hat, an der Akustikgitarre. Kristen Rogers steuert den Harmoniegesang bei.
Natürlich ist „Hard Lessons“ kein Album das die Musikwelt verändern wird. Aber es zeigt, dass es sich Chris Shiflett in der Foo Fighters-Hängematte nicht gemütlich machen will, sondern dass er sich auch außerhalb des „Dave Grohl-Kosmos“ musikalisch selbst verwirklicht. Dazu zählt auch sein wöchentlicher Podcast unter dem Titel „Walking the Floor with Chris Shiflett“, in dem er Einzelinterviews mit musikalischen Gästen, Schriftstellern, Athleten und Künstlern wie Ace Frehley, Vince Gill, Chris Stapleton, Sheryl Crow und vielen anderen präsentiert (unser ausführliches Interview mit Chris Shiflett von 2013 gibt es übrigens hier). Chris Shiflett’s viertes Soloalbum ist als Soundtrack für das nächste Barbeque genauso ein Volltreffer wie für einen alkoholgeschwängerten Abend in der nächstgelegenen Kneipe oder die Fahrt im offenen Cabrio über endlose Highways. Wohl nicht rein zufällig endet „Hard Lessons“ mit einem herzhaften Lacher.
Wer die „Memory Lane“ betritt, macht eine Reise in die eigene Vergangenheit. Benjamin Richter tut dies mit seinem aktuellen Album, das vermutlich Teile seiner musikalischen Biographie beinhaltet. Der Piano-Poet schafft einen klangvollen Raum, der zum Erinnern einlädt, zum Träumen und zum Nachdenken. Sieben Tracks sind Coverversionen – und diese vermischen sich mit fünf Eigenkompositionen.
Richter hat eine schwungvolle Karriere hinter sich: Nach seinem Philosophiestudium und einem Praktikum beim Hitproduzenten Mousse T. stieg er in die Liveband von Marc Terenzi ein, gründete ein Jahr später die Metalband Butterfly Coma und wurde noch im selben Jahr von der Symphonic Metal-Formation Krypteria als Livekeyboarder engagiert. Aber nicht nur als Tourmusiker, auch als Producer arbeitet er für Caliban, die Emil Bulls, Moonspell und Marc Terenzi. Seine wahre Leidenschaft gilt aber dem Piano.
Mit Soloalben kann er diese Leidenschaft ausleben. Mit seinem ersten Werk „The Grand Momentum“ gelang ihm der Einstieg in die deutschen Albumcharts. Seitdem gild Benjamin Richter als notorischer Grenzgänger zwischen verschiedensten Stilen und Genres.
Mit seinem sanften Pianospiel fängt er Emotionen ein und lässt diese über seine Finger und das Klavier direkt in die Herzen der Zuhörer fließen. Das Album startet mit Alan Walkers „Faded“. Eine einsame Klaviermelodie, die später durch Streicher und elektronische Spielereien furios gesteigert wird. So funktionieren Richters Arrangements und so macht er deutlich, dass Vocals in diesem Fall unnötig sind, um Gefühle zu transportieren.
Den eigenen Stempel erhalten auch „The Pretender“ der Foo Fighters und Ed Sheerans Smashhit „I See Fire“ als wundervolle Pianoballade. Beendet wird das Album mit Samuel Barbers „Adagio For Strings“. Die vielseitige Zusammenstellung ist ebenso faszinierend wie der homogene Klang des Albums. Richter versieht im Booklet jeden Song mit einem kleinen Gedankenblitz. Bisweilen sind das Zitate, z.B. von Dietrich Bonhoeffer oder Christian Morgenstern. Schmunzeln lässt aber das Zitat zu „Don’t Let Me Down“ der Chainsmokers: „Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken“ (Lothar Matthäus).
„Am Klavier fließen meine Gedanken einfach in Musik. Für mich ist es etwas ganz Persönliches und Poetisches, darauf zu spielen. Als würde ich träumen, nur halt in Musik“, so Richter. „Ich möchte die Menschen mit meiner Musik berühren und sie ebenfalls zum Träumen einladen.“ Das ist ihm definitiv gelungen.
Als Gitarrist der Foo Fighters dürfte Chris Shiflett jedem Rockfan ein Begriff sein. Dass der 42-Jährige nebenbei noch eine heimliche Vorliebe für Country, Rockabilly und Americana hat, weiß man spätestens seit dem gleichnamigen Debütalbum seines Sideprojects Chris Shiflett & The Dead Peasants von 2010. Anfang August erschien deren zweites Album „All Hat And No Cattle“ (hier findet ihr unser Review), auf dem Chris Shiflett nicht nur Gitarre spielt, sondern auch singt.
Musicheadquarter-Chefredakteur Thomas Kröll verabredete sich mit Chris Shiflett zu einem Skype-Interview zu frühmorgendlicher Stunde in Los Angeles. Dabei unterhielten sie sich natürlich über The Dead Peasants und das neue Album, aber auch über Kassetten und alte Platten, Frühstücksgewohnheiten und fehlende Tipps von Dave Grohl (English Version available here).
Hallo Chris. Danke für deine Zeit. Wo bist du im Moment?
Chris Shiflett: Zuhause in Los Angeles. Ich bin erst vor kurzem aufgestanden.
Oh ja, ich glaube es ist verdammt früh in Los Angeles. 8.30 Uhr, richtig?
Chris Shiflett: Ja, aber wir haben drei kleine Jungs. Deshalb stehen wir sowieso immer um diese Zeit auf.
Du hast also schon gefrühstückt.
Chris Shiflett: Ja, ein wenig. Einen Kaffee und Frühstück. Warte mal, hier kannst du mein Frühstück noch sehen (hält eine leere Müslischale hoch).
Sieht gut aus. Lass uns über The Dead Peasants sprechen. Das ist dein zweites Nebenprojekt nach Jackson United. Wer sind die Mitglieder der Band und wie seid ihr zusammen gekommen?
Chris Shiflett: Wir haben schon 2010 ein Album als The Dead Peasants veröffentlicht. Zu dieser Zeit hatte ich keine eigene Band. Als das Album erschienen war, hatte ich große Lust darauf die Songs live zu spielen. Also rief ich ein paar alte Freunde an. Wir trafen uns und spielten ein paar Konzerte. Zur selben Zeit fing ich aber auch wieder an mit den Foo Fighters zu arbeiten. Die nächsten Jahre war ich damit sehr beschäftigt und hatte keine Zeit, um mich um The Dead Peasants zu kümmern. Danach habe ich dieselben Jungs wieder angerufen, um ein bisschen Honky Tonk-Zeug zu machen. Einige von ihnen sind wirklich richtig alte Freunde, andere hatte ich erst vor kurzem kennengelernt. Irgendwann fingen wir dann mit der Arbeit an einem neuen Album an, als uns plötzlich unser Schlagzeuger verließ. Ich rief meinen alten Kumpel Mitch (Marine, Anmerkung der Redaktion) an, der ein großartiger Schlagzeuger ist. Ich fragte ihn, ob er jemanden kennt, der einspringen könnte und er sagte: Ich mache es selbst. Ich hatte das überhaupt nicht erwartet, weil er immer sehr beschäftigt ist. Deshalb übernimmt auf den Konzerten auch Milo Tedesco seinen Part. Mein Kumpel Marty Rifkin spielt auf dem Album die Pedal Steel. Die Band ist also eine Mischung aus alten und neuen Freunden, zusammen mit meinen besten Freunden Luke (Tierney an der Gitarre, Anm.d.Red.) und Jeff (Gross am Bass, Anm.d.Red.). Wir hatten also ein paar richtige Countryjungs dabei, die uns beibrachten wie es geht.
In Deutschland erscheint „All Hat And No Cattle“ am 2. August, also kommenden Freitag. Steckt hinter dem Titel irgendeine tiefere Bedeutung?
Chris Shiflett: Ich habe diesen Satz mal irgendwo gehört und er hat mir gefallen. Er klingt irgendwie nach einem Haufen Scheiße (lacht). Alles Hüte aber keine Rinder. Das ist was für Poser. Unser Album enthält fast nur Coversongs, also sind wir auch eine Art Poser. Deshalb ergab der Satz als Albumtitel Sinn. Er ist ironisch gemeint.
Ich konnte mir das Album schon anhören. Normalerweise ist dieses Americana-Zeug nicht unbedingt die Art von Musik, die ich mag. Aber diese zehn Songs machen richtig viel Spaß. Welche Kriterien hast du bei der Auswahl der Coversongs angelegt? Ausgenommen natürlich „A Woman Like You“, das du selbst geschrieben hast.
Chris Shiflett: Eigentlich hatte ich die Idee mit The Dead Peasants für eine Weile als Honky Tonk-Coverband weiterzumachen. Ich bin mit Country-Musik aufgewachsen und ich liebe sie seit langem. Ich dachte es würde Spaß machen die alten Stücke von 1950 oder 1960 zu spielen. Also haben wir dreißig oder vierzig Songs gelernt und damit ein paar Konzerte gegeben. Als wir dann die für das Album auswählen mussten, war das Kriterium einfach, welche Songs uns live am meisten Spaß bereitet hatten. Ich begann „A Woman Like You“ zu schreiben und spürte, dass er vom Gefühl her perfekt zu den übrigen Coversongs passen würde. Ich wollte zumindest einen Song auf dem Album haben, den ich selbst geschrieben hatte.
Wie du schon sagtest sind neun der Songs auf „All Hat And No Cattle“ Coversongs. Auf eurem ersten Album von 2010 gab es nur einen Coversong von insgesamt neun. Also quasi genau anders herum. Was können wir als nächstes erwarten?
Chris Shiflett: Das nächste Album wird definitiv nur eigene Songs enthalten. Ich habe schon einige Ideen im Kopf, aber ich habe keine Ahnung wann wir dafür Zeit finden. Im Moment arbeiten wir an einem neuen Foo Fighters-Album und damit werde ich erstmal eine Zeitlang beschäftigt sein. Ich hoffe aber, dass es nicht wieder drei Jahre bis zum nächsten Dead Peasants-Album dauert. Vielleicht diesmal nur ein Jahr. Ich will es am Laufen halten. Mal abwarten.
Ich habe gelesen, dass ihr „All Hat And No Cattle“ komplett live zusammen in einem Raum eingespielt habt. Diese Aufnahmeweise ist selten geworden. Die meisten Bands benutzen heutzutage Overdubs und all dieses Zeugs. Magst du die Art aufzunehmen so wie ihr es getan habt besonders?
Chris Shiflett: Ich mochte sie definitiv bei diesem Album. Weißt du, die ursprüngliche Idee war ja sogar ein Live-Album in irgendeinem Club aufzunehmen. Das erwies sich aber als zu schwierig.
Weil?
Chris Shiflett: Einfach von der technischen Seite her. Du musst dafür eine Menge Kram aufbauen. Und du hast nur einen Versuch um es gut hinzukriegen. Wenn es nicht klappt bist du im Arsch (lacht). Außerdem haben wir kein Budget und es wäre einfach zu teuer geworden. Aber ich habe ja noch das Foo Fighters-Studio (Studio 606 in Los Angeles, Anm.d.Red.). Wenn wir da nicht gerade mit den Foo Fighters arbeiten, benutzen wir das Studio auch für unsere anderen Bands. Und in diesem Studio gibt es einen schönen riesengroßen Raum. Also entschied ich mich das Live-Album dort zu machen. Ich habe noch nie ein Album auf diese Weise aufgenommen. Natürlich habe ich so schon Demos aufgenommen, aber es herrscht eine andere Energie. Wir versuchten es nicht zu übertreiben, sondern es locker anzugehen. Nicht nach dem Motto: Habe ich das perfekt gespielt? Es ging mehr um das Feeling insgesamt. Das war sehr cool. Wir haben mit diesen Songs vorher ein paar Live-Shows gespielt. Normalerweise gehst du ins Studio, lernst die Songs, nimmst sie auf, aber du spielst sie vorher nicht live, um zu sehen was sie bedeuten. Songs verändern sich, wenn man sie live spielt. Es war gut, dass wir sie live gespielt haben bevor wir sie aufnahmen. Ich würde es gerne nochmal auf unsere Art machen.
Ist diese Art aufzunehmen nicht auch ein Zeichen von großem Vertrauen innerhalb einer Band?
Chris Shiflett: Du musst natürlich auch gut vorbereitet sein. Du musst dich sicher fühlen. Wir hätten das nicht zwei Wochen nachdem wir die Songs gelernt hatten machen können. Wir haben das Album sechs oder acht Monate später aufgenommen und nachdem wir die Songs bereits einige Male live gespielt hatten. Übrigens hatten wir das Album schon vor etwa einem Jahr im Sommer komplett mit unserem alten Schlagzeuger eingespielt. Als wir fertig waren habe ich mit ihm telefoniert und er hat mir mitgeteilt, dass er die Band verlässt. Und ich dachte: Scheiße, jetzt habe ich hier ein fertiges Album mit diesem Typen drauf (lacht). Wie gesagt rief ich daraufhin Mitch an und er spielte ein Konzert mit uns. Ich sagte mir: Verdammt, das ist so viel besser als mit dem alten Schlagzeuger. Das ist die Platte, die wir machen sollten. Also haben wir das Album nochmal neu mit Mitch aufgenommen und er spielte eine wichtige Rolle in Sachen Produktion und Dynamik. Er ist ein enorm erfahrener Country-Veteran. Wir waren nur ein Haufen Jungs, die mit Rock’n’Roll aufgewachsen waren und versuchten ihre Version von Country zu spielen. Er war es, der den wahren Kern des Originals verteidigt hat. Und wir durften dabei sein und unseren Senf dazugeben (beugt sich vor und macht ein Geräusch, das sich wie Kotzen anhört). Er hat uns wirklich enorm weitergebracht.
Hört sich gut an. Du warst mit The Dead Peasants auf Tour und in diesem Sommer stehen erneut einige Konzerte an, richtig?
Chris Shiflett: Ja, wir spielen diese Woche einige Promo-Gigs und nächste Woche ein paar Konzerte an der Westküste.
Gibt es eine Chance euch irgendwann auch mal in Europa live zu sehen?
Chris Shiflett: Ja, auf jeden Fall. Wir haben einen Booking Agenten, der in Europa ein paar Locations für uns finden soll. Ich würde gerne einige der Sommerfestivals spielen. Aber es ist nicht einfach, denn niemand weiß wer wir sind. Wir bedeuten nichts. Deshalb zögern auch die Veranstalter. Und so eine Tour ist ja auch nicht ganz billig. Wenn ich ein neues Konzert auf unserer Facebook-Seite ankündige heißt es sofort: Wann kommt ihr nach Brasilien? Wann kommt ihr nach Australien? An mir soll es nicht liegen, ich gehe nach Europa und auch sonst überall hin. Aber das ist mein Wunsch und auf der anderen Seite steht die Realität, wie die Industrie arbeitet. Hoffentlich kommen wir an den Punkt, an dem wir auch Konzerte in Europa machen können. Vielleicht als Support für jemand anderen. Das wäre ideal. Ich bin sicher, dass es klappt, aber du musst noch ein wenig Geduld haben.
Ich kann warten. Dein Gesang auf dem Album erinnert mich übrigens ein wenig an Johnny Cash.
Chris Shiflett: Oh, vielen Dank (grinst).
Warum hast du dich dafür entschieden zu singen? Oder wollte niemand anders aus der Band den Job haben?
Chris Shiflett (lacht): Ich fühle mich in dieser Musik einfach sehr wohl und ganz besonders mit dem Gesang. Obwohl, wenn ich mir die Platte jetzt anhöre, dann würde ich den Gesang gerne nochmal machen, weil ich glaube, dass ich heute besser singe. Es war ein Lernprozeß, weil diese Musik ganz anders ist als Rockmusik. Ich bin kein begnadeter Sänger und in der Countrymusik hängt sehr viel vom Gesang ab. Also musste ich härter daran arbeiten als in der Vergangenheit. Bei Jackson United war das eher Shouting. Es hat Spaß gemacht, aber es ist definitiv anders.
Hat Dave (Grohl, Anm.d.Red.) dir keine Tipps in Sachen Gesang gegeben?
Chris Shiflett: Nein, er gab mir keinen einzigen Tipp (lacht). Er hat bloß gesagt: Schreib einfach eine Handvoll Songs und es wird großartig.
Wenn man so wie du professioneller Musiker ist, dessen Tage vermutlich voll sind mit dem Schreiben von Songs, dem Aufnehmen von Songs, um diese dann auf Tour live zu spielen, hört man da privat überhaupt noch Musik?
Chris Shiflett: Das ist eine lustige Frage, weil ich zuhause tatsächlich kaum Musik höre. Ich habe gar keine Stereoanlage. Ich höre Musik auf meinem iPhone oder im Auto. Die meiste Musik höre ich beim Joggen und im Auto. In Los Angeles verbringst du verdammt viel Zeit im Auto. Vor ein paar Monaten habe ich meinen Kindern ein kleines Turntable gekauft, meine alten Platten wieder rausgekramt und noch ein paar bei ebay gekauft. Als ich ein Kind war, da haben wir Musik noch aktiv gehört. Verstehst du? Wir haben eine Platte aufgelegt und es uns auf dem Bett gemütlich gemacht. Ungefähr so (pfeift und lehnt sich zurück). Wir haben der Musik zugehört. Heute läuft Musik im Hintergrund während du irgend etwas anderes machst. Manchmal wünsche ich mir, dass ich mehr Zeit hätte um Musik wirklich zu hören.
Ich erinnere mich auch noch an die Zeiten, als es noch keine CDs oder iPods gab. Man saß stundenlang vor dem Radio und hat versucht seine Lieblingssongs auf Kassette aufzunehmen. Und wehe der Sprecher quatschte in das Ende des Songs. Dann war alles umsonst.
Chris Shiflett: Ja, da wirst du verrückt. Platten als Kunstform sind praktisch tot. Heutzutage legt kein Mensch mehr eine Platte auf und hört sie sich vom ersten Song bis zum Ende an. Ich tue das nicht, meine Kinder nicht und auch sonst niemand. Ich hatte als Kind einen Walkman für Kassetten. So etwas ähnliches wie ein iPod nur achtmal so groß (lacht). Ich hatte immer Angst um meine Batterien. Deshalb habe ich nie vor- oder zurückgespult. Niemals. Ich habe die Kassette immer von Anfang bis Ende gehört, umgedreht und dann wieder von Anfang bis Ende gehört. Es war die einzige Möglichkeit um die Batterien zu schonen. Es ist erschreckend, dass den Leuten eine solche Erfahrung heute fehlt.
Letzte Frage: Wenn du den Rest deines Lebens auf einer einsamen Insel verbringen müsstest…
(lacht)
Du kennst die Frage schon?
Chris Shiflett: Ja.
Okay, also du musst den Rest deiner Tage auf einer einsamen Insel verbringen. Welche fünf Platten würdest du mitnehmen?
Chris Shiflett: Da muss ich schummeln. Erstmal den kompletten Backkatalog der Beatles. Ich liebe „Beatles For Sale“. Ich würde „London Calling“ von The Clash mitnehmen. Dann noch… (überlegt) „Destroyer“ von Kiss. Und „24 Hour Revenge Therapy“ von Jawbreaker. Und zuletzt „Suffer“ von Bad Religion. Oh, da ist gar kein Countryalbum dabei. Ich würde das Boxset von Buck Owens in meiner Tasche verstecken (lacht). Das ist echt schwierig. Aber wahrscheinlich würdest du auf der Insel selbst eine beschissene Tonne voll Songs schreiben, weil dir so verdammt langweilig wäre.
Trotzdem eine sehr gute Wahl. Okay, das war’s.
Chris Shiflett: Wunderbar. Das war einfach. Und wir hatten keine Probleme mit der Skype-Verbindung (dreht sich um, winkt zur Terrassentür hinaus und ruft: Macht’s gut Jungs, habt viel Spaß). Sie fahren heute in ein Sommercamp. Und keiner sagt mir auf Wiedersehen (lacht). Meine Kinder glauben sowieso, dass ich den seltsamsten Beruf der Welt habe. Heute haben sie mich gefragt, warum ich mich mit jemandem in meinem Computer unterhalte. Ich habe vor kurzem einen Podcast gestartet, in dem ich selbst Interviews führe. Diese Art von Interviews sind schwierig. Dabei habe ich auch ein Skype-Interview mit John Doe von „X“ gemacht. Er lebt im Norden und ist ein ganz ganz großer Held für mich. Mein verdammter Computer hat dabei dreimal die Verbindung unterbrochen und das ganze Interview ruiniert.
Da hatten wir mehr Glück. Ich danke dir vielmals für das Gespräch!
Musicheadquarter bedankt sich ebenso bei Thomas Dreux von SideOneDummy Records und Torsten Schlimbach von Dream Out Loud für ihre Unterstützung bei der Vermittlung dieses Interviews!
Chris Shiflett is absolutely well-known as guitarrist of the Foo Fighters. That the 42-year old has also a hidden preference to Country, Rockabilly and Americana should be notably since the debut album of Chris Shiflett & The Dead Peasants from 2010. On August, 2nd, 2013 their second album „All Hat And No Cattle“ (click here to read our review) was released, in which Chris Shiflett not only plays the guitar but also does all of the vocals.
Thomas Kröll, chief editor of Musicheadquarter, had a date with Chris Shiflett by Skype on a very early morning in Los Angeles. Of course they talked about The Dead Peasants and the new album but also about cassettes and old records, breakfast habits and missing hints by Dave Grohl (German Version available here).
Hi Chris. First of all thank you for your time. Where are you at the moment?
Chris Shiflett: I’m here at home in Los Angeles. I just woke up a little while ago.
Oh yes, I think it’s very early in Los Angeles. About 8:30am, right?
Chris Shiflett: Right, but we have three little boys so we are always up at this time.
So you had breakfast already.
Chris Shiflett: Yes, a little bit. A little coffee and a little breakfast. Wait, here you can see my breakfast (shows an empty bowl).
That looks good. Let’s talk about The Dead Peasants. This is your second project after Jackson United. Who are the members of the band and how did you come together?
Chris Shiflett: Well, you know I made a Dead Peasants record in 2010. At this time I didn’t have a band. When I got that record done and put it out I wanted to do some shows. So I called some old friends and we got together and did a little bit of touring for that record. Right about the time I put that record out I started working with Foo Fighters again. The next couple of years were busy and I wasn’t able to do that Dead Peasants stuff. When we started coming together to do that Honky Tonk thing I just called all the same guys. Some of them are my really good old friends and some of them were newer friends. We started to make this record and then our drummer decided to quit the band. I asked my buddy Mitch (Marine, edited by author) who is a great drummer if he knew anybody. And he actually said: Oh, I’ll do it. I didn’t expect that. He is a busy guy. He did the record with us, which is great. He hasn’t doing many of the live shows. For that we have Milo Tedesco who is playing with us now. That’s pretty much the band. My buddy Marty Rifkin plays Pedal Steel with us. The band is sort of a mixture of guys I grew up playing music with as my buddy Luke (Tierney on guitar, edited by author), my buddy Jeff (Gross on bass, edited by author) and then some newer friends. We have a couple of real country guys in it that teaches us how to do it.
The record will be released in germany on August 2nd, which is next friday. It’s called „All Hat And No Cattle”. Is there a message behind the title?
Chris Shiflett: I don’t remember where I heard that phrase. I just liked it. It means like your a kind of full of shit (laughs). All Hat and no Cattle. It’s like you’re a poser. I liked that phrase and I wrote it down to use that for something. When we decided to do this record it’s mostly coversongs. So it seems to make sense. It’s tongue-in-cheek, you know.
I had the opportunity to listen to the album yet. Normally this Americana influenced stuff is not my special sort of music but these ten songs really make a lot of fun. Which criteria did you establish before choosing these ten songs except „A Woman Like You” that you wrote yourself?
Chris Shiflett: I had the idea of becoming a honky tonk cover band for a while. I grew up playing country music and I’m a fan of country music for a long time. So I thought it would be fun for us playing that kind of country, I personally enjoy. Which is that 1950s, 1960s era. So we learned about thirty or forty songs. We started to do a lot of shows with it. And when it came time to record them, the criteria were basically what songs are the most fun to play live. We wind up writing that song „A Woman Like You” and I felt that it fits with the spirit of the other songs. I wanted at least one song on it that I wrote.
As you said nine of the songs are cover songs. On your first record with The Dead Peasants from 2010 there was only one cover song of nine in total. The other way around. What can we expect next?
Chris Shiflett: We are definitively doing a record of originals. I’m not sure when we’re gonna get to that. I’ve got a bunch of new songs but we just started working on the new Foo Fighters record. So I’m not sure when we get the next Dead Peasants record out. Hopefully it won’t be three years again. Maybe a year, I wanna keep it up and running. We’ll see.
I’ve read that you recorded „All Hat And No Cattle” live and all together in one room. This kind of working became very rare nowadays. A lot of bands use overdubs and stuff like that. Do you especially like this sort of recording and if so, why?
Chris Shiflett: I definitively liked it for that record. My initial thought was to record a live album in a club somewhere. But it seemed to be too difficult to do that.
Why is that?
Chris Shiflett: From the technical side of things, you gonna have a lot of set up and then you have only one shot to do it. If it wasn’t good you’re fucked (laughs). We of course don’t have any kind of budget and this kind of stuff is expensive. But I have the Foo Fighters studio (Studio 606 in Los Angeles, edited by author). When the Foo Fighters aren’t working, all of us go in and record with our other bands. We got this big beautiful room there. So I decided let’s basically make a live album here. I never made a record like that. I made some demo recordings and stuff like that. But it’s a different energy. We didn’t nitpick everything as much. We tended to keep it looser and not sitting there playing a solo track: Oh did I play that perfect? It was more about the overall vibe of it. That was great. I wanna do that again. It was pretty cool. We did a bunch of shows with these songs. Usually when you make a record you go into the studio, you learn the songs and you record them. But you never play them live first to see what they mean. Songs of all they change when you play them live. It was good that we got to do that before we recorded.
Isn’t that kind of working also a sign for a strong belief between you and the other band members?
Chris Shiflett: You have to be rehearsed. You have to be comfortable. We couldn’t have done it two weeks after learning the songs. We had to do it six or eight months after learning the songs and doing them live. And then actually having Mitch come in. We recorded a whole version of this record with our old drummer last summer. At the end of recording all the basic tracks, me and the drummer had a phoning out and he quit. And I thought: Fuck, I have this whole record with this guy on it (laughs). Then I called my friend Mitch and he wanted to play with us. And we did one show and I said: That is so much fucking better than it was with our other drummer. This is the record we got to make. And it was great because he played a huge role in the production and in the dynamic. He’s a really seasoned country veteran. He helped us a lot. Here’s a bunch of guys that grew up listening to Rock’n’Roll doing their sort of version of Country. At least he was the guy that keeps the truth to the original thing and we could all come in on top of it (makes a funny noise that sounds like a puke and laughs). He really helped us a lot.
Sounds good. You were on tour with the Dead Peasants and I think you will be on tour this summer again, right?
Chris Shiflett: Yes we do a bunch of shows in stores this week and then we have a run of dates down the west coast next week.
Is there any chance to see you in Europe one time?
Chris Shiflett: Yeah, definitively. I’m talking to our booking agent over there for months to find us some shows. I would like to get there for some summer festivals. But it’s a tough thing because nobody knows who we are. Promoters don’t necessarily wanna pay because we don’t mean anything. And then it becomes very expensive. Every time I put up a new date on our facebook page all the replies are like: When do you come to Brazil? When do you come to Australia? It’s not up to me. I go all over Europe. I go everywhere. But this is our desire to do that and then there is the reality how the industry works. Hopefully we come to the point where we can do some shows in Europe. Maybe someone gives us a support slot on a tour. That would really be ideal. It’ll happen for sure. We have to wait for some open arms.
I can wait. By the way, your vocals on the record remind me a little bit of Johnny Cash.
Chris Shiflett: Oh, thank you (grins).
Why did you decide to sing or did nobody else want to do this job?
Chris Shiflett (laughs): It’s funny. I feel so much more comfortable with this style of music and especially with the vocals. When I hear the record I wish I could re-do all the vocals now because now I feel I could sing them better. There’s been a learning curve there because it’s so different than Rock. And I’m not like a great singer. With Country it’s all about the vocal. So I had to work a lot harder than I did in the past when I made some stuff with Jackson United. This was a little more like shouting. It’s fun but it’s definitively different.
And did Dave (Grohl, edited by author) give you any advice for the vocals?
Chris Shiflett: No he didn’t gave me any advice (laughs). He just said: Write a couple of songs and it’ll be great.
If you are an artist like you, a musician, your days are probably full of writing songs, recording songs and then beeing on tour to play them live. Do you still listen to music at home?
Chris Shiflett: That’s a funny question because I actually don’t listen to music at home much. I don’t have a stereo at home. Cause I listen to music on my iPhone or I listen in the car. I’m listening to most of music when I’m jogging and when I’m in my car. And in L.A. you’re in your car a lot. But I bought a little turntable for my kids a few months ago. I went to hear my old records and bought a bunch of old records at ebay. That has been a lot of fun. When I was a kid, listening to music was like an activity in itself. Just put on a record and sit there like this (starts to whistle and leans backwards). Lay on my bed and just listen to music. That was the thing that I did. Now listening to music is something in the background while you’re doing something else. I wish I had more time to just casually listen to it.
I remember these times with no CDs or iPods very well. We sat in front of the radio with our cassette recorder for hours and tried to tape the songs from the radio. And sometimes the presenter started talking before the song was finished. That was horrible.
Chris Shiflett: It drives you crazy. Nowadays records as a kind of art form are kind of dead. Nobody puts a record on at song one and lets it play till the end. I don’t do it, my kids don’t do it, nobody does it. But when I was a kid I had a walkman and cassettes. It’s like an iPod just eight times bigger (laughs). I was always in worry about running out of my batteries. I would never fast forward or rewind it. Never. So I just listened to it from start to finish, flip the thing over and go start to finish. That was the only way cause I was so terrified I was gonna run out the batteries. It’s abandoned that people don’t experience that now.
Last question: If you would have to live on a lonely island for the rest of your days…
(laughs)
You already know this question?
Chris Shiflett: Yes.
Okay then, which five records would you take with you?
Chris Shiflett: There are some of them. I would take the whole Beatles catalogue. I probably take „Beatles For Sale“ which I love. I would take „London Calling“ by The Clash. I would take… (considers) „Destroyer“ by Kiss and „24 Hour Revenge Therapy“ by Jawbreaker. And I would take Bad Religion’s „Suffer“. Hey, but there isn’t any country. So I would sneak Buck Owens boxset in my bag (laughs). But maybe you just write a shit ton of songs because you’ll be so bored.
Very good choice. That’s it.
Chris Shiflett: Alright. That was easy. And we didn’t have any skype problems (turns around to the terrace door and calls: Bye guys. Have a funny camp). They go in a summer camp today. And nobody says goodbye to me (laughs). My kids think I have the weirdest job in the world. Today they asked me: Why are you talking to somebody on your computer? I started interviewing a bunch of people and I cut off the interviews for some different podcasts. The art of the interview is hard. But I also used skype to do an interview with John Doe from X. He’s a huge, huge hero of mine and he lives in the north. My fucking computer dropped the call for three times ruined the whole interview. It just killed the flow.
So we are real lucky men. Thank you very much!
Musicheadquarter also takes a call to Thomas Dreux from SideOneDummy Records and Torsten Schlimbach from Dream Out Loud, who made this interview possible.
Die südafrikanische Band „Prime Circle“ gilt in ihrer Heimat als erfolgreichster Rock-Act in der Geschichte Südafrikas. Nun erobern die Herren aus der Bergbaustadt Witbank auch die europäische Musikszene. Nach der erfolgreichen Evidence-ReLoaded Tour im April ist die Band jetzt für einige Konzerte zurück in Deutschland, um weiterhin Werbung für ihr fünftes Album „Evidence“ zu machen. Damit ihr die Band etwas besser kennenlernt, habe ich die Gelegenheit genutzt um dem Sänger, Ross Learmonth, einige Fragen zu stellen.
Hallo Ross, wann hast du angefangen Musik zu machen?
Ross: Ich habe spät angefangen Musik zu machen, mit ungefähr 16 Jahren. Meine Freunde haben schon lange Instrumente gespielt. Als ich einen Freund beim Gitarre spielen gesehen habe, dachte ich mir, das ist das beste Instrument, was ich auch lernen könnte. So kaufte ich eine Gitarre und habe angefangen zu spielen.
So ähnlich war das auch bei mir. Ich habe mir das Gitarrespielen auch selbst beigebracht.
Ross: Wir nennen das „Streetkid“, wenn man sich das selbst beibringt, so wie ich. Mein erstes Lied auf der Gitarre war „Blister in the sun“.
Ihr habt Prime Circle im Dezember 2000 gegründet. Kanntet ihr euch schon vorher?
Ross: Wir waren vorher alle in verschiedenen Bands und haben eine Show gespielt -ein Tribute- für einen verstorbenen Freund. Es kamen sieben oder acht Bands zusammen. Wir wollten mit dem Konzert Geld für seine Familie sammeln. Außerdem sind an diesem Abend die Sängerin und der Gitarrist einer Band ausgestiegen. Da ich ebenfalls meine Band verlassen hatte, traf sich das gut, denn sie benötigten einen Sänger und ich eine neue Band.
Warum habt ihr euch dafür entschieden, eine Rockband zu werden?
Ross: Wir haben versucht Musik mit afrikanischen Einflüssen zu machen, aber das war nichts für uns. Wenn Rock´n´Roll ein Leben bestimmt, dann muss man auch diese Musik machen. Aus diesem Grund war es die richtige Entscheidung eine Rockband zu werden!
Wer hatte die Idee für den Bandnamen?
Ross: Die kam von Marco. Ich sagte, dass wir den Namen nicht nehmen können, da es schon eine Band gibt, die „Perfect Circle“ heißt. Marco kannte sie nicht. Wir haben den Namen anfangs nur für Auftritte behalten und irgendwie blieb der Bandname dann bis heute. Wir mögen den Namen. Wir sind Prime Circle!
Ich habe gelesen, dass Neil viele Songs schreibt. Wer schreibt sonst noch?
Ross: Ich bin zwar der Chef-Songwriter. Aber auch Neil schreibt gute Lieder, wie die andern aus der Band. Wir helfen uns gegenseitig, wir arbeiten zusammen. Ich mache die Lyrics und dann erarbeiten wir die Musik dazu. Wir haben eine gute Dynamik und das ist der Grund, warum das Album Hardrock und ruhigere Songs hat. Jedes Lied profitiert von den unterschiedlichen Einflüssen, die wir alle einbringen.
Verarbeitet ihr persönliche Erlebnisse und Erfahrungen in euren Songs?
Ross: Ja klar. Wir versuchen über Dinge zu singen, zu denen wir einen Bezug haben. Wir singen über Themen, die Realität für uns sind, alles andere ist Quatsch.
Wie entsteht ein Lied?
Ross: Wenn man ein Lied schreibt, verarbeitet man Dinge, die man im Kopf hat. Die Umsetzung in ein Lied ist manchmal allerdings sehr schwierig, beispielsweise, wenn man über Freunde singt, die man verloren hat. Wenn man solche Lieder schreibt, die später auf den Alben sind, wollen wir diese natürlich auch bei Konzerten spielen, aber es fällt einem trotzdem immer schwer.
Welcher eurer vielen Songs ist dein Lieblingslied?
Ross: Das kann ich nicht genau sagen, dass ist schwer. Momentan sind es‚ „Staring at Satallites“ vom neuen Album und die Akustikversion von „Evidence“. Ich liebe es diese Akustikversion zu spielen, aber die elektronische Version macht auch Spaß. Meine Lieblingslieder wechseln und das ist auch klar. Wir arbeiten so lange an den Liedern, bis sie uns gefallen.
Ihr habt jetzt das fünfte Album veröffentlicht. „All or Nothing“ und „Jekyll and Hyde“ waren die ersten Alben, die ich in Afrika kennengelernt habe. Was kannst du über das neue Album „Evidence“ sagen, worin unterscheidet es sich von den anderen Alben?
Ross: Es ist nicht besser, aber anders! „Jekyll and Hyde“ ist ein besonderes Album für uns, da es das erste Album mit Dale war. Die Band hat sich neu gefunden, es hat alles gepasst. So sehen wir „Jekyll and Hyde“ als unser erstes gemeinsames Album an. Das neue Album „Evidence“ ist unser nächster Schritt. Deshalb kann man nicht sagen, dass es besser ist, sondern es ist anders. Dale hat sehr viel an dem Album mitgearbeitet und das war super! Jetzt sind wir die endgültigen und perfekten Fünf!
Wie lange habt ihr am Album gearbeitet?
Ross: Wir haben ungefähr 1 ½ bis 2 Jahre daran gearbeitet, aber nicht immer im Studio, sondern meistens auf Tour. In Dales Studio „Bat Mountain“ in Johannesburg haben wir das Album aufgenommen und es hat Spaß gemacht.
Ihr habt viele interessanten Lieder auf dem neuen Album, aber wenn irgendjemand der Name des Liedes „Time kills us all” liest, würde er diesen Satz unterschreiben wollen und zugleich wissen, um was es in diesem Lied geht. Kannst du das Lied kurz beschreiben?!
Ross: Wenn ein Familienmitglied, Freunde oder sonstige Menschen die man gern hat, vor einem sterben oder weggehen, dann hofft man, diese Menschen irgendwann wiederzusehen. Die Zeit tötet uns irgendwann alle, und wir warten darauf. Wir sind alle Sklaven der Zeit.
Was können eure Fans oder Menschen, die euch nicht kennen, von eurem neuen Album erwarten?
Ross: Es ist ein Album mit viel neuer Energie und neuem Leben, das wir drin investiert haben. Die Leute können das aus dem Album heraushören. Durch die energiegeladene CD hat man das Gefühl, jünger zu sein.
Es ist in diesem Jahr eure zweite Tour in Deutschland. Damals hab ich euch in einem kleinen Club in Saarbrücken gesehen, es waren vielleicht zwanzig Leute im Publikum. In Südafrika spielt ihr vor Tausenden. Wie ist es vor ganz wenigen Menschen zu spielen?
Ross: Es war für uns eigentlich keine Frage, dass wir nicht auch vor wenigen Menschen spielen, denn wir lieben unsere Musik und möchten mit denjenigen die auf den Konzerten sind Spaß haben. Es ist uns auch bewusst, dass hier noch alles neu ist und wir noch nicht so bekannt sind. Aus diesem Grund ist es schön zu sehen, dass sich das ändert und immer mehr Leute zu unseren Konzerten kommen. Die Menge wächst von zwanzig auf vierzig und dann stehen hunderte von Menschen vor der Bühne. Und das ist cool. Es macht natürlich auch Spaß vor tausenden von Fans zu spielen, aber im Grunde freuen wir uns einfach, Musik machen zu dürfen!
Wo in Deutschland spielt ihr am Liebsten? Habt ihr eine Lieblingsstadt?
Ross: Berlin ist toll! Hamburg ist auch sehr schön…, was sich dort alles bewegt. Die Stadt hat eine besondere Dynamik. Wir lernen Deutschland immer besser kennen, sehen viel, aber in Berlin verbringen wir die meiste Zeit. Es gibt dort so viele verschiedene Menschen, mit denen man Spaß haben kann und das gibt uns ein gutes Gefühl.
Ihr habt euch schon mit vielen berühmten Musikern die Bühne geteilt, z. B. Seether und jetzt mit 3 Doors Down. Mit wem würdet ihr gerne mal auf Tour gehen?
Ross: Wir sind große „Foo Fighters“- Fans. Mit dieser Band, gerade mit Dave Grohl, würden wir gerne mal auf Tour gehen. „Foo Fighters“ sind einfach großartig.
Wie sieht bei euch ein Tag auf einer Deutschland-Tour aus?
Ross: Der typische Tag sieht so aus. Wir sitzen im Bus, schauen aus dem Fenster und fahren zum nächsten Konzert. Das haben wir vor vielen Jahren auch in Südafrika gemacht und wir mögen das. Es ist schön, verschiedene Landschaften zu sehen. Wenn wir lange im Bus sitzen, tanken wir viel Energie, die wir später auf der Bühne rauslassen können.
Warum seid ihr hauptsächlich nur in Südafrika auf Tour und nicht in Namibia oder in anderen afrikanischen Ländern?
Ross: Wir haben schon einige Konzerte in Namibia und Botswana gegeben. Auch im Swaziland hatten wir ein schönes Festival gespielt, mit vielen dunkelhäutigen Menschen und es war interessant zu sehen, wie ihnen unsere Rockmusik gefällt. Es ist schön für uns, dort zu spielen, aber auch sehr schwierig. Wir möchten auch mehr „international“ spielen, was einfacher ist, als in Afrika, denn dort ist alles etwas komplizierter.
Ihr habt in Südafrika auch schon einige Awards gewonnen. Was bedeuten euch solche Preise?
Ross: Es gibt einen Preis, den „People Choice Award“, der uns viel bedeutet, da der bei den Fans übergeben wird, die uns diesen Preis auch ermöglichen. Es ist nett Preise zu bekommen, aber wir stehen lieber auf der Bühne und machen Musik.
In meiner Zeit in Namibia war ich auf vielen Konzerten von afrikanischen Musikern. Gibt es afrikanische Künstler, die du dir gerne anhörst?
Ross: Johnny Clegg. Er ist der größte Superstar bei uns. Er ist wirklich ein großartiger Musiker. Er ist ein „White-Black Man“, der afrikanische Musik mit internationalen Styles mischt. Johnny Clegg ist ein musikalisches Vorbild. Gute traditionelle Musik macht auch „Ladysmith Black Mambazo“.
Letzte Frage, Ross: Was sind die weiteren musikalischen Pläne für die nächsten Jahre mit der Band?
Ross: Wir wollen viel in Europa touren und vielleicht auch in den USA, aber hauptsächlich in Europa. Außerdem möchten wir weitere Alben aufnehmen. Es wird beispielsweise ein Akustik-Album geben, mit vielen alten und einigen neuen Liedern. Wir haben eine Menge zu tun und dann kommen wir wieder!
Die Fragen stellte Anika Biwer, Trier. Ein herzlicher Dank geht an Maren Kumpe vom Music Matters, die das Interview möglich gemacht hat!
Tracer haben bereits einen langen Weg hinter sich, seit ihre musikalische Reise vor zehn Jahren in Adelaide im Süden Australiens begann. In dieser Zeit haben sie zwei Independent-EPs veröffentlicht, doch ihr eigentliches Debüt war 2011 „Spaces In Between“, dem Ende April das zweite Album „El Pistolero“ folgte. Damit fand das Trio endgültig den richtigen Dreh, um die Energie ihrer vielfach gepriesenen Liveshows auf einen Silberling zu bannen. An diesem herrlich warmen Frühsommerabend im Juni wollen auch wir uns davon überzeugen, ob der Ruf, der Sänger und Gitarrist Michael Brown, Drummer Andre Wise und dem neuen Bassisten Jeff Heysen-Hicks vorauseilt, tatsächlich gerechtfertigt ist. „El Pistolero“ hat die Messlatte hoch gelegt (das Review dazu findet ihr übrigens hier).
Wer es sich leisten kann, die Fans vor dem eigenen Konzert mit der kompletten neuen Scheibe von Queens Of The Stone Age zu beschallen, verfügt schon mal über ein gesundes Selbstbewußtsein. Als Vorgruppe bekommen die Kölner mit Dead Man’s Eyes aus Königswinter einen Lokalact geboten. Die fünf eher schüchternen Jungs um Sänger Peter Engel machen ihre Sache 40 Minuten lang erstaunlich gut und mit ihrer Mischung aus Southern- und Stoner-Rock nach anfänglicher Zurückhaltung richtig viel Spass. Ich habe jedenfalls schon weitaus schlechtere Anheizer erlebt.
So sind dann auch alle bereits in gehobener Stimmung, als Tracer um kurz nach 21 Uhr loslegen. Der Garfaktor im Luxor steigt augenblicklich um einige Grad an. Michael Brown knüppelt seine Riffs in den schlauchartigen Club an der Luxemburger Straße als gäbe es kein Morgen mehr. Nebenbei empfiehlt er „Fuck water, drink beer“. Live klingen Tracer viel weniger nach all den Querverweisen wie Kyuss oder den Foo Fighters, mit denen sie sich so oft vergleichen lassen müssen. Das hier ist Rock’n’Roll wie er sein soll: Heiß, laut, verschwitzt und voll auf die Glocke. Bei „Spaces In Between“ bildet sich ein erster kleiner Pogo-Pit.
Im Hintergrund bearbeitet Andre Wise sein Drumkit wie das berühmte „Tier“ aus der Muppet Show und Jeff Heysen-Hicks zuckt über die Bühne als stünde sein Bass unter Strom. „Lady Killer“ widmet Michael Brown seinem Bruder Leigh, der die Band vor zwei Jahren verließ, weil er den Tourstress nicht mehr aushielt. Trotz des nur halb gefüllten Luxors liefern die Drei eine Vollgasveranstaltung ab. Die Luftgitarre feiert fröhliche Wiederauferstehung. Und spätestens als Michael Brown bei den Zugaben mit nacktem Oberkörper erscheint, kommen auch alle weiblichen Fans auf ihre Kosten. Als gegen 22.30 Uhr das letzte Riff und der letzte Publikumschor verhallt sind, weiß man, dass Tracer mit „El Pistolero“ nicht zuviel versprochen haben. Die Stimmung brodelt und das liegt nicht nur an den schweißtreibenden Temperaturen.
Bevor wir gehen, lüften wir noch einmal unseren imaginären Hut, aus Respekt vor einer Band, die uns mit ihrem energetischen Mix aus Stoner-Hymnen, breitbeiniger Biker-Attitüde und klassischem Power-Rock einen Abend bereitet hat, der nach mehr schreit. Im Oktober kehren die Drei zurück und dann will ich das Luxor voll sehen. Im Gegensatz zu manch anderer substanzlosen Poser-Kapelle hätten Tracer das nämlich verdient!
Es ist lausig kalt in Bad Honnef. Selbst als ehemalige Kurstadt ist man im „rheinischen Nizza“ nicht vor Eis und Schnee sicher. Trotzdem machen wir uns heute auf den Weg in die „Rheinsubstanz“, einem zur Diskothek umgebauten ehemaligen Hallenbad, denn der Auftritt der Dirty Deeds ’79 aus dem benachbarten Bonn verspricht einen heißen Abend. 1989 formierte sich das Quintett als AC/DC-Tributeband, damals noch die große Ausnahme in Europa. Seitdem hat sich der Fünfer als überregionale Größe etabliert und spielt selbst in Hamburg vor ausverkauften Clubs. Im März 2007 zeichnete der WDR Rockpalast mit den Dirty Deeds ’79 sogar erstmals eine reine Coverband auf.
Schon zum zweiten Mal nach 2012 beginnen Frontmann Alex „Panzer“ Kaiser, Leadgitarrist Volker „Vangus“ Voigt, Rhytmusgitarrist Frank „KutA“ Glienke, Bassist Holger Jan Schmidt sowie Wolfgang „Gonzo“ Hintze am Schlagzeug das Konzertjahr in Bad Honnef. Die etwa 300 Fans müssen zunächst allerdings ein wenig Geduld aufbringen. Entgegen der vorherigen Ankündigung verzögert sich der Startschuß um gut 45 Minuten. Immerhin wird der erwartungsfrohen Meute die Wartezeit mit allerlei Hochkarätern aus der Konserve versüßt, darunter Tool, Soundgarden oder die Foo Fighters. Über der Bühne, auf der noch der alte Drei-Meter-Sprungturm steht, prangt das Dirty Deeds ’79-Logo und grinst sich einen ab.
Um 20.45 Uhr ertönt dann endlich das „Rock’n’Roll Train“-Intro und der Kessel in der „Rheinsubstanz“ steht sofort unter Volldampf. Vangus Voigt, stilecht mit roten Teufelshörnchen und Schuluniform, haut ein erstes Solo in die Saiten und Alex Kaiser – seit Jahrzehnten eine Institution in der Bonner Sängergilde – röhrt wie Bon Scott zu seinen besten Zeiten. Wenn man die Augen schließt, fühlt man sich tatsächlich in die Jahre bis 1980 versetzt, als der charismatische Schotte das stimmliche Zepter bei AC/DC schwang. Getreu den australischen Vorbildern begleiten Frank Glienke, Wolfgang Hintze und Holger Jan Schmidt die schweißtreibende Show eher stoisch, wobei sich letzterer durchaus zu der einen oder anderen Headbanging-Einlage hinreißen lässt.
Neben dem Schweiß fließt auch das Bier in Strömen. Entsprechend bombig, aber jederzeit friedlich ist die Stimmung. Die Fäuste fliegen hier nur als Zeichen der Begeisterung in die Höhe und wer gerade nicht damit beschäftigt ist die Faust zur „Frittengabel“ zu formen, der singt einfach aus voller Kehle mit. Die Texte kennt ohnehin jeder auswendig. Kein Wunder angesichts solcher Klassiker wie „Hells Bells“, „Highway To Hell“, „Thunderstruck“, „Dog Eat Dog“, „You Shook Me All Night Long“, „Night Prowler“, dem namengebenden „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ und und und… „Sin City“ widmet Alex Kaiser der Stadt „Bäd Honnef“. Nebenbei fordert er einen kleinen Jungen dazu auf, sich morgen von seinem Vater mal den Text von „Whole Lotta Rosie“ erklären zu lassen. Am kommenden Montag spielen die Dirty Deeds ’79 im Frauengefängnis in Köln-Ossendorf und passend dazu taucht heute „Jailbreak“ ebenfalls in der Setliste auf.
Natürlich fehlt auch Vangus‘ Strip während „The Jack“ nicht. Im Gegensatz zu Angus Young zeigt er dabei sein blankes Hinterteil. Wäre noch Wasser in dem früheren Schwimmerbecken, das mittlerweile als Tanzfläche dient, es würde spätestens jetzt anfangen zu kochen. Auch „Dirty Pussy“ und sein Dudelsack sind bei „It’s A Long Way To The Top (If You Wanna Rock’n’Roll)“ wieder mit von der Partie. Anschließend trägt er Vangus Voigt auf seinen Schultern einmal quer durch die feiernde Menge, ganz so wie es Bon Scott einst mit Angus Young getan hat. Zur ersten Zugabe „Let There Be Rock“ ist der legendäre AC/DC-Sänger dann quasi leibhaftig anwesend, als ein Altar mit seinem Bild auf die Bühne gerollt und mit gebührendem Jubel begrüsst wird. Volker Voigt hat sich zu der Rock’n’Roll-Predigt als Meßdiener mit Heiligenschein und Alex Kaiser als Priester verkleidet. Es ist ja auch bald Karneval. Den krachenden Abschluß bildet schließlich „For Those About To Rock (We Salute You)“ inklusive Böllerschüssen vom Band.
Nach zwei Stunden Vollbedienung verabschieden sich die Dirty Deeds ’79 von den restlos begeisterten Fans. Während AC/DC (noch) Pause machen, haben Alex Kaiser & Co. aus der „Rheinsubstanz“ mal eben so eine „Rocksubstanz“ gemacht. Ganz nach ihrem selbstgewählten Motto „We’ve got the biggest balls of them all“. Fire!