Nürburg, 06.10.2026
Rock am Ring 2026 ist ausverkauft – so früh wie noch nie in der Geschichte des Festivals. Mit 90.000 verkauften Weekend-Tickets markiert das einen historischen Meilenstein und betont die ungebrochene Begeisterung und Treue der Fans.
Nach dem restlos ausverkauften Jubiläums-Jahr 2025 und einer Produktion, die mit Maßstäben in LED- und Sounddesign wegweisende Standards gesetzt hat, führt das Festival seine Erfolgsgeschichte mit einem monumentalen Line-up fort. Seit der Veröffentlichung der ersten Bandwelle am 23. September ist klar: Rock am Ring präsentiert das Line-up, auf das Fans gewartet haben.
Mit Linkin Park, Iron Maiden, Volbeat, Limp Bizkit, Papa Roach, Bad Omens, Electric Callboy, Sabaton und The Offspring stehen neun absolute Schwergewichte an der Spitze des Programms. Für musikalische Breite sorgen zudem Acts wie A Perfect Circle, Architects, Babymetal, Hollywood Undead, Ice Nine Kills, Landmvrks, Marteria, Social Distortion, Three Days Grace, Trivium und Within Temptation.
„Ein Ausverkauf in Rekordzeit – das ist ein unglaubliches Zeichen der Wertschätzung unserer Community und macht uns wahnsinnig dankbar“, sagt Matt Schwarz, Veranstalter Rock am Ring und Rock im Park. Jana Posth, Festival Director bei Rock am Ring fügt hinzu: „Rock am Ring ist weit mehr als ein Festival. Es ist eine Erlebniswelt voller Emotionen, die Menschen verbindet – mit Erinnerungen, die bleiben. Wir sind stolz, 2026 gemeinsam mit den Fans ein neues Kapitel aufzuschlagen.“
Camping-Tickets und Upgrades sind weiterhin unter www.rock-am-ring.com/tickets erhältlich. Für alle, die ihr Ticket nicht nutzen können, steht mit dem Eventim FanSale eine offizielle und sichere Plattform für den Weiterverkauf zur Verfügung: www.fansale.de Fans werden ausdrücklich gebeten, Tickets ausschließlich über den verifizierten Eventim FanSale zu kaufen oder weiterzugeben und vom Zweitmarkt auf inoffiziellen Plattformen abzusehen.
Auch Rock im Park steuert auf ein ausverkauftes Festivalwochenende zu. Tickets sind weiterhin unter www.rock-im-park.com/tickets erhältlich.
Rock am Ring: 5.–7. Juni 2026, Nürburgring, Eifel
Line-up A-Z:
A Perfect Circle
Architects
Babymetal
Bad Omens
Electric Callboy
Hollywood Undead
Ice Nine Kills
Iron Maiden
Landmvrks
Limp Bizkit
Linkin Park
Marteria
Papa Roach
Sabaton
Social Distortion
The Offspring
Three Days Grace
Trivium
Volbeat
Within Temptation
Rock am Ring 2026 mit Iron Maiden, Volbeat, Linkin Park und mehr Rekord: Über 70.000 Weekend-Tickets bereits verkauft
Nürburg, 23. September 2025 – Der Vorverkauf für Rock am Ring 2026 bricht alle Rekorde: Bereits über 70.000 Weekend-Tickets sind verkauft – so früh wie nie zuvor. Ein starkes Signal für die riesige Vorfreude und Begeisterung der Ring-Fans. Mit dieser Euphorie im Rücken kündigt Rock am Ring heute weitere hochkarätige Acts an.
Iron Maiden werden 2026 bei Rock am Ring und Rock im Park zu erleben sein – es sind die einzigen deutschen Festivals, die die Metal-Ikonen im kommenden Jahr bespielen. Mehr als ein Jahrzehnt nach ihrem letzten Auftritt am Nürburgring kehren sie damit auf eine der bedeutendsten Festivalbühnen Europas zurück. Mit ihrer weltweit gefeierten „Run For Your Lives“-Tour verspricht die Band ein episches Live-Erlebnis – ein lang ersehnter Moment für das Publikum an der Rennstrecke.
Ein weiteres Highlight im Line-up: Volbeat spielen 2026 ihre einzigen Deutschland-Shows bei Rock am Ring und Rock im Park – ein besonderer Moment für ihre riesige Fanbase. Ihr aktuelles Album stieg direkt auf Platz 1 der deutschen Charts ein, und auch ihre für Dezember 2025 angekündigte Arena-Tour war innerhalb weniger Stunden restlos ausverkauft – ein deutliches Zeichen für das Momentum der Band.
Bereits seit der letzten Ausgabe als Headliner bestätigt, stehen Linkin Park an der Spitze des kommenden Line-ups und markieren damit ein neues Kapitel in der Festivalgeschichte.
Auch Limp Bizkit zählen 2026 zu den größten Namen auf den Bühnen der Zwillingsfestivals. Als eine der prägendsten Nu-Metal-Bands überhaupt bringen sie ihre explosive Live-Show und den unverwechselbaren Mix aus Crossover-Sound und Attitüde zu Rock am Ring und Rock im Park. Mit dabei sind auch Papa Roach – eine feste Größe im Alternative-Rock-Kosmos und bekannt für ihre energiegeladenen Performances.
Für ein zusätzliches Ausrufezeichen sorgen Bad Omens, aktuell eine der spannendsten neuen Bands im modernen Metalcore, die auf einem Top-Slot auf der Mandora Stage zu erleben sein werden. Electric Callboy, die mit ihrer Mischung aus Metalcore und Humor längst Kultstatus genießen, präsentieren exklusiv ihre bislang größte Festivalshow bei Rock am Ring und Rock im Park 2026. Auch Sabaton bringen ihre spektakulären Live-Inszenierungen mit, während The Offspring mit einem ganzen Arsenal an Punkrock-Klassikern für Nostalgie und Ausnahmzustand zugleich sorgen.
Internationale Größen, Szenelieblinge und Publikumsmagnete verleihen der ersten Bandwelle zusätzliche Tiefe und Wucht – darunter Babymetal, die den Metal mit J-Pop-Einflüssen neu definieren, Within Temptation mit ihren epischen Klangwelten zwischen Symphonic und Alternative sowie Marteria, einer der prägendsten deutschen Live-Acts der letzten Jahre. Außerdem bestätigt: A Perfect Circle, Architects, Hollywood Undead, Ice Nine Kills, Landmvrks, Social Distortion, Three Days Grace und Trivium.
„Die Resonanz auf Rock am Ring 2026 ist schlichtweg überwältigend“, sagt Matt Schwarz, CEO von PRK DreamHaus und Veranstalter von Rock am Ring und Rock im Park. „Über 70.000 verkaufte Festival Tickets schon im September – das hat es in dieser Form noch nie gegeben. Wir sind den Fans unendlich dankbar für ihr Vertrauen und freuen uns, ihnen mit diesem Line-up ein Festival zu bieten, das in Erinnerung bleiben wird.“
Tickets sind unter www.rock-am-ring.com erhältlich. Für Rock am Ring 2026 wird es keine Tagestickets geben!
Termine: Rock am Ring: 5.–7. Juni 2026, Nürburgring, Eifel
Nass und kalt. So sollte der Sonntag bei ROCK AM RING 2025 beginnen. Die Fans waren wirklich nicht zu beneiden. Am Vortag hatte es so viel geregnet, dass man die Autos der Tagesgäste nachts zum Teil mit Traktoren aus dem Schlamm ziehen musste. Als Gegenmaßnahme hatte man jetzt die Nordschleife als Parkfläche geöffnet. Ein kluger Schachzug, um die chaotische Lage zu entzerren. Gegen den Regen waren inzwischen alle gewappnet, aber der kalte Wind machte vielen zu schaffen. Indiz: Hoodies und Mützen waren an allen Merch-Ständen ausverkauft. Aber den Spaß wollte man sich davon nicht verderben lassen – schließlich gab es am dritten Tag noch einige fantastische Bands zu sehen und zu entdecken!
Credit: Julia Nemesheimer
Für mich startete der Tag an der Utopia Stage mit Dead Poet Society. Sehr auffällig der hohe Gesang von Frontmann Jack Underkofler, der sich manchmal recht weiblich anhörte. Die Band aus Los Angeles hatte noch nicht viel Publikum, machte aber das Beste draus. Trotz des philosophischen Bandnamens gab es eher harte Klänge zu hören. Zwischendrin wurde es aber auch akustisch und melodisch, so dass man einen angenehmen Kontrast zwischen dunklerem Alternative Rock und durchaus filigranen Indie-Klängen erleben durfte.
Credit: Julia Nemesheimer
Weibliche Bands und Fronter sind ja am Ring traditionell rar gesät. Um so besser, dass mit The Warning gleich eine komplette Frauenband am Start war, die es den männlichen Kollegen auch ordentlich zeigte. Daniela, Paulina und Alejandra Villarreal Vélez sind drei Schwestern aus Mexiko, die als Trio die Bühne rockten. Bekannt geworden ist man durch Coverversionen bekannter Rocksongs auf Youtube, doch inzwischen funktioniert die Musik längst eigenständig.
Credit: Rainer Keuenhof
Drei grandiose Stimmen, unter denen Daniela besonders herausstach, nutzten ihren einstündigen Set, um neue Fans zu gewinnen. Stücke „Six Feet Deep“, „Apologize“ und „Hell You Call a Dream“ zeigten einen gitarrenlastigen Hardrock, der vor allem dann überzeugte, wenn die drei sich im Harmoniegesang gegenseitig stützten. Eine hervorragende Neuentdeckung für das Festival, die man gerne auch mal später am Abend platzieren darf.
Credit: Rainer Keuenhof
Danach gab es Punk aus Bristol. Die Idles (übersetzt: Faulenzer) wurden 2009 gegründet und haben bislang fünf Studioalben veröffentlicht, von denen zwei den Spitzenplatz der britischen Charts erreichten. Die Mischung aus Indierock mit punkigen Klängen und Hardcore-Elementen war sehr passend und das Publikum ließ sich ordentlich anfeuern. Man zeigte auch politische Haltung und wandte sich explizit gegen homophobe, transphobe sowie faschistische Tendenzen. Ein früher Gegenpol in Richtung von Falling In Reverse, bei denen sich der Frontmann leider mit einigen spitzen Gesten und Bemerkungen ganz anders zeigte.
Die Setlist der Idles reichte von „Colossus“ über „Divide and Conquer“ bis hin zum abschließenden „Rottweiler“. Gerne nutze man diverse Ansagen und Textzeilen, um sich politisch zu positionieren: „My best friend is Palestenian“ hieß es beispielsweise in „Danny Nedelko“. Das Anprangern gesellschaftlicher Misstände liegt den Musikern im Blut.
Credit: Rainer Keuenhof
Etwas zeitversetzt ging es zur Mandora Stage, wo Jinjer aus der Ukraine mit ihrer famosen Sängerin und Shouterin Tatiana Shmayluk aufwarteten. Die Band wurde 2009 in Donezk gegründet und fünf Jahre später ist man aufgrund des Krieges um die Krim aus dem Land geflüchtet. Einerseits gab es starke Metalklänge zu hören, bei denen die Frontfrau ein aggressives und hartes Growling an den Tag legte. Wenn es dann aber zu melodischen Textzeilen ging, überzeugte Tatiana mit einem klassisch anmutenden Klargesang. Der Wechsel zwischen dieses extremen Polen ist ein deutliches Alleinstellungsmerkmal der Band.
Credit: Rainer Keuenhof
Die Beatsteaks aus Berlin werden schon dreißig Jahre alt. Kaum zu glauben! Die Berliner Punkband um Arnim Teutoburg-Weiß feierte die unglaubliche Kulisse vor der Utopia Stage und riss das Publikum von Beginn an mit. Es gab eine Mischung aus deutschen und englischen Texten. Natürlich mit viel beschwingtem Punk, aber auch mit gesellschaftskritischen Momenten. Man feierte das Leben und die Livemusik, ließ aber gleichzeitig dem Hass auf die AFD freien Lauf und ermutigte alle, sich gegen rechte Tendenzen zu stellen.
Credit: Julia Nemesheimer
Die Hymne „Hey Du“ mit den tröstlichen Textzeilen „Du bist schön, auch wenn du weinst“ wurde zur emotionalen Hymne des frühen Abends und führte zu langen Beatsteaks-Sprechchören. Die Setlist hatte einiges zu bieten – von „Hand in Hand“ über „Frieda und die Bomben“ bis hin zu „I Don’t Care as Long as You Sing“. Es gab eine emotionale Bandvorstellung, bei der man die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren ließ. Das Setting war aber auch wie aus dem Bilderbuch. Endlich ist die Sonne rausgekommem. Fans aller Colour schwenkten ihre Arme von den ersten Reihen über das ganze Infield bis in die letzte Ecke, wo man die Menschen kaum noch erkennen konnte. Arnim machte einen Kniefall vor dem Publikum und man hatte mal wieder bewiesen, dass die Beatsteaks einfach eine grandiose Liveband sind. Es war eine Megaparty bis zum Schluss!
Credit: Julia Nemesheimer
Eine der umstrittensten Bands des Festivals war dann sicher Falling In Reverse. Die Band ist 2008 von Sänger Ronnie Radke gegründet worden, während er im Gefängnis saß. Auch als geläuterter Straftäter gibt er weiter den Bad Guy und hat dabei ein recht charismatisches Auftreten. Die Mischung aus Hardcore und Metalcore passte wie die Faust aufs Auge auf die Hauptbühne, wo später noch KORN zu sehen sein sollten. Es gab ein gekonntes Crossover aus Rock und Rap, wobei Ronnie stets mit klarer Stimme sang, ständig in Bewegung war, das Publikum mitriss und fast schon sympathisch erschien, wären da nicht seine transfeindlichen Gesten und Äußerungen. Er spielte damit, lachte, und vermutlich hat die große Mehrheit des Publikums ohnehin nicht zugehört und nicht verstanden, wovon er sang und sprach. Seine Frage, ob die Fans überhaupt Englisch verstehen, sprach Bände.
Credit: Rainer Keuenhof
„Ich bin ein Arschloch wie ihr“, meinte Ronnie und ließ einzelne Fans von einer „Asshole Cam“ filmen und auf die Leinwand übertragen. Vielleicht witzig gemeint, aber ohne großen Effekt. Musikalisch und showtechnisch war der Gig grandios, das muss man zugestehen. Es gab eingeblendete Videosequenzen zu den Songs und die Band zog alle Register, um sich im Glanz der Main Stage zu sonnen.
Die Interaktion mit dem Publikum war durchaus seltsam, so ging der Frontmann zu „No Fear“ von der Kamera begleitet backstage und performte den Song aus dem Off. „Popular Monster“ kokettierte mit dem verdorbenen Image und das Konzert endete mit „Watch The World Burn“ ziemlich abrupt und mehr als eine Viertelstunde früher als geplant. Ronnie hatte mehrfach die frierenden Fans bedauert, aber vielleicht war es ihm jetzt selbst zu kalt und auch das mit den Fans im Chor gesungene „We Are the Champions“ konnte ihn nicht mehr aufwärmen. Wer weiß, was in ihm vorging? Die Show war eine Wucht – ohne Frage -, aber ein fader Beigeschmack bleibt.
Credit: Rainer Keuenhof
Auf der Mandora Stage zelebrierten jetzt Powerwolf ihre ganz besondere Metal-Messe. Die Lokalmatadoren aus dem Saarland wurden 2003 in Saarbrücken gegründet und man lief zur Höchstform auf, als man den rumänischen Sänger Attila Dorn als Frontmann verpflichtete. Was seitdem aus den Boxen dröhnt, ist Powermetal vom Feinsten. Markenzeichen ist aber die sakrale Anmutung der Songs, die sich in weiten Teilen an spirituellen Klängen orientieren, auch mal Orgelmelodien nutzen und neben englischen sowie deutschen Texten zudem auf Latein erklingen. Etwas Gregorianik, rumänische Sagen-Andeutungen, Wölfe, Vampire und Blut. Mit diesen Elementen spielt die Band sehr erfolgreich und feiert den Bombast. Bühnenbild und Kostümierung mögen bisweilen übertrieben erscheinen, doch es funktioniert: Neben europaweit größten Hallen war auch der Headliner-Slot bei Rock am Ring bemerkenswert.
Der Wind war gar nicht mehr so eisig, als KORN als dritter großer Headliner die Utopia Stage übernahmen – und das mit einem Start kurz vor Mitternacht. Für die formidable Lightshow mit beweglichen Strahlern und viel Atmosphäre auf jeden Fall ein Glücksfall. Auch die hohen LCD-Türme durch das ganze Infield waren eine hervorragende Ergänzung für bisweilen fehlende Sicht. Mit fetten Flammen ließ man die Menge immer wieder Jubeln. Es ist halt ein großes Ereignis, wenn die Nu Metal Pioniere endlich mal wieder in Deutschland sind.
Es gab einen umtriebigen Set, der mit „Blind“, „Twist“ und „Here To Stay“ startete. Der Backkatalog ist groß und jeder fand vermutlich etwas nach seinem Geschmack. Jonathan Davis growlte sich durch die Setlist und griff (leider selten) auch mal zum Dudelsack. Die Fans feierten die Show mit einem Moshpit neben dem anderen. Natürlich gab es auch Dubstep und schnelle Rap-Einlagen, doch der Schwerpunkt des Konzerts lag auf harten Gitarren. Songs wie „Cold“, „Dirty“ und „Somebody Someone“ ließen die Kälte vergessen. Und gleich drei Zugaben gab es kurz vor 1 Uhr nachts, bevor ein (kleines) Feuerwerk das diesjährige Ende für die Utopia Stage bedeutete.
Credit: Julia Nemesheimer
Und dann Sleep Token. Was für ein grandioser Abschluss! Man musste sich sputen, um zur Mandora Stage zu gelangen, denn jetzt wollten alle dorthin. Mit zehn Minuten Verspätung startete die Band der Stunde, die sich dem Progressive Metal verschrieben hat. Die Londoner Band erinnert mich an die Glanzzeiten von Anathema und Opeth. Gerade ist das ambitionierte Album „Even in Arcadia“ erschienen, das im Mittelpunkt der Performance stand.
Der Set war in vier Teile gegliedert, die durch kleine Zwischenspiele voneinander getrennt wurden. Die Band trat maskiert auf, was wie bei Slipknot zum Markenzeichen gehört. Die Identität der Mitglieder wird streng gehütet. Der Sänger, genannt Vessel, spielt auch Gitarre und Keyboard. Texte und Melodien sind von melancholischer Schönheit. So passte es, dass ständig ein Blüten-Konfetti-Regen vom Bühnendach fiel. Die zärtlichen Melodien standen brachialen Vocals mit Growls entgegen. Das Ergebnis ist keine Musik zum Abfeiern, stattdessen lauscht man den sphärischen Klängen, bewundert den Gesang und lässt sich während der harten Passagen einfach gehen. Dabei wurden nicht nur Gitarren und Drums geliefert, sondern bisweilen auch filigrane Pianomelodien. Und diese Stimme! In den Höhen absolut grandios. Sleep Token sind eine musikalische Wucht und lieferten eine Performance wie vom anderen Stern. Man musste einfach ausharren, um dem beizuwohnen.
So bleibt es dabei, am Ende ein Fazit zu ziehen. Was waren die Highlights, was die Überraschungen? Ein Hoch jedenfalls auf die neuen LCD-Türme. Hoffentlich wird das beibehalten. Die vierte Bühne hätte ich nicht gebraucht, aber sie trägt zur Vielfalt bei. Wo hätte man sonst nachts die kölschen Klänge von Kasalla untergebracht? Mit der Öffnung der Rennstrecke zum Parken hat der Veranstalter Flexibilität bewiesen. Auch die Kommunikation über Social Media fand ich ausgesprochen gut.
Überraschungen wie Electric Callboy hat man gerne mal. Das Infield war freitags schon früh gefüllt und die Fans konnten auch Roy Bianco was abgewinnen (zum Teil zumindest). Ein wirklich großer Wurf war bei den Secret Acts aber nicht zu finden. Auch Kraftklub gingen in der Zuschauermasse unter. Da hätte es einer besseren Übertragung bedurft, so wie bei den Donots im Jahr 2024 vor der Hauptbühne.
Freitags waren erwartungsgemäß Bring Me The Horizon das Highlight. Auch Feine Sahne Fischfilet sorgten mit dem gut aufgelegten Monchi für beste Stimmung. Am Samstag hat mich – ganz ehrlich – Kontra K extrem abgeholt. Ist doch ein sympathischer Kerl, der mit den Ringrockern eine gute Zeit haben wollte und alles dafür tat. Slipknot haben mich in der Vergangenheit schon mehr begeistert. Es war halt solide. Und am dritten Tag? Die Beatsteaks in melancholischer Feierlaune und Sleep Token mit einer überwältigenden Show. So konnte das Festival grandios zu Ende gehen.
2026 geht’s weiter. Wieder am ersten Juni-Wochenende und mit Linkin Park als Headliner. Was will man mehr? Der VVK startet schon morgen, High Noon. Und vermutlich wird es wieder ausverkauft sein. Auf Tagestickets braucht wohl keiner zu hoffen. Die Zukunft von Rock am Ring ist so lange gesichert, wie es Bands gibt, die gestandene Rocker sehen wollen. Und das dürfte wohl auch bis zum 50jährigen Jubiläum gesichert sein. Rock on!
Die Beatsteaks aus Berlin hatten den frühen Abendslot am 8. Juni 2025 auf der Utopia Stage bei ROCK AM RING. Seht hier unsere Fotogalerie, Credit: Julia Nemesheimer
Pünktlich um 13.45 Uhr ging es los und das Team von ROCK AM RING hatte mal wieder ein absolut glückliches Händchen für den Opener. Querbeat aus Bonn bzw. Köln hatten ja quasi ein Heimspiel in der Eifel und brachten eine ordentliche Portion Karneval mit.
Wer feiern wollte, hatte natürlich schon zwei Tage lang Gelegenheit dazu, denn sowohl am „Rocksquare“ direkt neben dem Haupteingang und in der „Eventarena“ beim offiziellen „Camping am Nürburgring“ gab es schon Mittwoch und Donnerstag ordentlich Beschallung. Kochkraft durch KMA feierten gestern den totalen Abriss und stimmten das Publikum hervorragend auf das Festival ein. Ihre Songs sind laut und wie geschaffen fürs Feiern. Auch die politische Haltung, denn die AfD bekam unter dem Jubel des Publikums ordentlich ihr Fett weg.
Querbeat starteten heute vor einem schon sehr gut gefüllten Infield. Kein Wunder, bei diesem grandiosen Wetter. Blauer Himmel mit einigen Wolken, nicht zu heiß bei 17-18 Grad und kein Regen in Sicht. So soll es wohl bis Sonntag bleiben. Kaum zu glauben.
Querbeat legten mit viel Bläser-Power und dem Song „Ich schlaf nicht“ los. Gleich darauf gab es schon die Hymne „Nie mehr Fastelovend“ und die Menge war nicht mehr zu bremsen. So muss ein Festival starten. Es gab einige partytaugliche Cover und man schaffte es sogar, die Fans zum Massentanz „Freestyle“ zu bewegen. Doch insgesamt blieb es rockig und eine Flamingo-Tour übers Publikum wurde von „Fight for your right (to party)“ begleitet.
Weiter ging es unter großem Jubel mit „Kein Kölsch für Nazis“ und natürlich durfte der Song für Renate „Du und Deine Disco“ nicht fehlen, bevor es mit „Eisbär“ und „Randale & Hurra“ in den Endspurt ging. Der Auftakt ist geglückt – und weiter geht’s mit Guano Apes, Kerry King, Kreator, den Ärzten und Avenged Sevenfold. Wir werden berichten.
Tag 3 ließ die Fans mit leichtem Frösteln erwachen. Die Vorhersage wollte nichts Gutes verheißen: Regenwahrscheinlichkeit von 100 % und Unwetterwarnung für den frühen Abend. Eigentlich typisches Eifelwetter um diese Jahreszeit. Und doch kam es anders – Petrus hatte ein Einsehen mit den 90.000 musikalisch ausgehungerten Fans und ließ sie ihr erstes großes Festival seit über zwei Jahren hauptsächlich trocken erleben. Gewitter und die große Regenfront machten einen weiten Bogen um den Nürburgring.
Zum Start von Myles Kennedy auf der Mandalorian, äh, sorry, „Mandora Stage“ ging die stark erhöhte Luftfeuchtigkeit des Morgens von Nieselregen in ordentliche Schauer über. Währenddessen bot Myles eine solide Rockshow mit fantastischen Vocals. Der Sänger von Alter Bridge ist eine echte Rockröhre alten Schlags. Vor drei Jahren hatte er die Massen schon als Sänger bei SLASH begeistert und jetzt durfte er mit seinen Soloqualitäten überzeugen. Er hat nämlich die durch die Pandemie erzwungene Auszeit dazu genutzt, sein zweites Soloalbum „The Ides of March“ zu veröffentlichen. Von diesem gab es viele neue Stücke, aber unter anderem auch „World On Fire“ aus dem SLASH-Repertoire. An der Gitarre war Myles selbst tätig und überzeugte mit genialen Soli. Dazu reiste er mit seinem starken Timbre durch die Landschaften von Rock, Blues und Countrymusik.
Im Gesamten war der Sonntag aber ein Tag der härteren Klänge. Wer sich im Vorfeld beschwert hatte, dass das 2022er Line-up nur für Weicheier sei, durfte sich hier eines Besseren belehren lassen. Vor allem auf der „Utopia Stage“ ging es heftig zur Sache. Hier hatten die US-amerikanischen Rocker Black Veil Brides das Ruder übernommen und schon aus der Ferne konnte man das hämmernde Schlagzeug und die breite Gitarrenwand hören. Frontmann Andrew Dennis Biersack (ja, er heißt wirklich so) sang sich solide durch den Set. Er kann zwar auch melodische Stücke mit rockiger Attitüde aufbieten, doch vor allem glänzte er in den Growl und bereitete so den Boden für das, was noch kommen sollte.
Airbourne aus Australien galten viele Jahre als die neuen AC/DC. Auch wenn sie sich von diesem Image längst frei gespielt und eine Eigenständigkeit erlangt haben, erinnert der Sound doch immer noch an die großen Vorbilder. Von „Ready To Rock“ über „Burnout The Nitro“ und „Live It Up“ bis hin zu „Runnin‘ Wild“ gab es eine Vorlage für große Circle Pits im Publikum vor dem ersten und dem zweiten Wellenbrecher. Sänger Joel O’Keeffe fand sich dann auch schnell nebst Gitarre mitten im feiernden Publikum wieder. Er hatte sichtlich Spaß und begann irgendwann damit, die inzwischen trockenen Fans mit gefüllten Bierbechern vom Steg aus zu bewerfen. Wenn einer es schaffte, den Becher mit Inhalt zu fangen und einen Schluck zu trinken, wurde das mit großem Jubel von Band und Publikum gefeiert. Jedenfalls passte die Mauer aus Boxen mitten auf der Bühne zu dem gewaltigen Auftritt. Über mangelnden Sound konnte sich hier wirklich niemand beschweren.
Obwohl sie aus Florida stammen, hatten Shinedown es noch nicht geschafft, die Sonne zurück zu rufen. Sie starteten ihren Set mit „The Saints of Violence and Innuendo“ und schon bald gab es den ersten großen Circle mit weithin leuchtenden Bengalos in der Menge. Nicht erlaubt, aber auch kein größeres Problem, da das Publikum umsichtig aufeinander acht gab. Von dem inzwischen doch sehr kalten Regen ließ sich niemand abschrecken und man feierte sich durch „Planet Zero“, „Enemies“, „Monsters“ und ließ den Set mit „Sound Of Madness“ ausklingen. Neben purem Rock kann Sänger Brent Smith übrigens auch emotionale Balladen wie „Second Chance“ und schmetterte: „Tell my mother, tell my father / I’ve done the best I can / To make them realize, this is my life / I hope they understand“. Damit es nicht zu rührselig wurde, übernahmen die Gitarren im Anschluss die Growls und der Set ging hart rockend zu Ende. Die Protagonisten und das Publikum hatten sich am Ende total verausgabt. Wenn die Band schließlich genau so nass ist wie die Fans, dann stimmt das RING-Feeling!
Auch Bullet For My Valentine ließen es ordentlich brettern. Der Band aus Wales wird ja gerne mal nachgesagt, sie seien zu soft und poppig geworden. Das mag für neuere Studioalben gelten, aber live war davon nichts zu spüren. Hardcore-Puristen schreien vermutlich an manchen Stellen entrüstet auf, doch mir gefällt es ganz gut, dass die Songs bisweilen etwas ruhiger ausfallen, dass die Wutausbrüche weniger werden und es auch mal Ausflüge in eine halbwegs softe Welt gibt. Das tat der Stimmung im Publikum keinen Abbruch und die Fans nutzten das Ende des Regens, um sich trocken zu tanzen. Die starke Performance von Sänger Matt Tuck, die bissigen Riffs von Michael „Padge“ Paget und das Drumming-Sperrfeuer von Jason Bowld sorgten derweil für alte Metaller-Tugenden. Matt schwärmte in dankbarer Erinnerung von ihrem Gig bei Rock am Ring 2006 kurz nach Bandgründung und die Fans ließen sich in Scharen über die Menge nach vorn tragen.
Inzwischen gab es viele sonnige Momente auf dem RING-Gelände. Daran konnten auch KORN mit ihrem düsteren Nu Metal alter Schule nichts ändern. Es war zwar kalt, blieb aber den Rest des Abends und der Nacht trocken. Unter Dudelsack-Klängen zog die Band auf die Hauptbühne und sofort ging es brachial in die Vollen. Die Stage bot genug Platz für eine große Show. Das Schlagzeug war prominent auf einem Podest platziert. Mit „Falling Away From Me“ und „Got The Life“ gab es große Klassiker der Band gleich zu Beginn. „Coming Undone“ wurde mit einem Snippet von Queens „We Will Rock You“ vermischt und zu „Shoots And Ladders“ gab es die gefeierte Dudelsack-Einlage, auf die sich KORN-Fans bei jedem Konzert freuen plus einem umjubelten Metallica-Outro. Sänger Jonathan Davis beherrscht das Spiel mit Growls und sehr feinem Klargesang. Vor allem in den melodischen Passagen ist er immer für eine Überraschung gut und als Gesamtkonzept waren KORN für mich die angenehme Überraschung des dritten Festivaltags.
Zur Erholung ging es nach so viel Metal und Hardrock mal kurz zur „Mandora“, wo die BEATSTEAKS zum Happening einluden. Die Berliner Punkband um Arnim Teutoburg-Weiß war schon zum achten Mal am RING, und das will was heißen, trotz 27jähriger Bandgeschichte. „Hier stehen keine Profis. Hier steht ne Gang aus Berlin“, gab er sich fassungslos und feierte die unglaubliche Kulisse. Es gab eine Mischung aus deutschen und englischen Texten. Natürlich mit viel beschwingtem Punk, aber auch mit gesellschaftskritischen Momenten, die an Ton Steine Scherben erinnerten – beispielsweise bei „Frieda und die Bomben“ sowie „Hand in Hand“. Im Zugabenblock ließ Arnim die Fans ein Geburtstagsständchen für seine Mama singen. Auch solche Aktionen gehören zum RING und fördern die Verbundenheit von Künstlern und Fans. „I Don’t Care As Long As You Sing“. Dieser Titel zum Abschluss sprach vielen aus der Seele.
Auf der „Utopia“ hatten endlich die heiß ersehnten VOLBEAT das Ruder übernommen. Die Band aus Kopenhagen mit Sänger Michael Poulsen hat sich vor allem in Deutschland eine breite Fanbase erspielt. Allerorten sah man Menschen in Bandshirts und auch Poulsen wirkte etwas sentimental, als er „long time no see“ in die Menge rief und „you look older“ feststellte, um zugleich aber auch auf das eigene Alter anzuspielen. Die Musik war düster und metallisch, aber auch erzählend im besten Tarantino-Sinn. Der hardrockende Retrofaktor kam dabei live hervorragend rüber. Die Lightshow war gigantisch und erzeugte geniale Effekte durch Leinwände, die sowohl die Bühne umgaben als auch im Hintergrund der Band präsent waren. Ohne die sonst übliche Effekthascherei gab es eine perfekte Show mit straightem Rock. Besinnlich wurde es nur, als Michael vom Steg aus mit akustischen Klängen Johnny Cashs „Ring Of Fire“ spielte und seinem Vater widmete, der ihm den Rock’n’Roll der 50er Jahre nahe gebracht hatte. Das Publikum nahm den Ball direkt auf und sang lauthals mit – auch als der Song in „Sad Man’s Tongue“ überging. VOLBEAT hatten abgeliefert und schlossen als würdige Headliner mit den Zugaben „The Sacred Stones“, „Day To Live“ und „Still Counting“ die Hauptbühne.
Es war aber noch nicht vorbei! Das Partyvolk wanderte geschlossen zur „Mandora“, wo die Kanadier Billy Talent den Abend und das Festival ausklingen ließen. Frontmann Benjamin Kowalewicz hatte ein großes Herz auf dem Shirt, um die Verbundenheit zum Publikum auszudrücken. Die Freude über das Konzert nach langer pandemiebedingter Pause war auch ihm anzumerken. Die Band ist anfangs auf den Pfaden des Punk gewandelt, inzwischen muss man sie aber wohl eher als Alternative Rocker bezeichnen. „This Suffering“, „This Is How It Goes“ und „Red Flag“ ließen die Herzen beben – und die Punkhymne „Falling Leaves“ nahm alle nochmal mit, bevor es zurück in Zelte und Caravans ging. In Gedanken an die Foo Fighters und in Trauer um Taylor Hawkins wurde übrigens „Everlong“ gespielt – ein weiterer bewegender Moment.
Kann man schon ein Fazit zu ROCK AM RING 2022 ziehen? Es gab viel Gemaule im Vorfeld: Die Zusammenstellung der Bands sei nicht rockig genug, alles zu teuer usw. Die neuen Veranstalter von DreamHaus haben das aber ganz gut gemeistert. Klar gab es viel Kritik (das war schon immer so, hat aber jetzt in der nervigen Protestkultur sozialer Medien noch erheblich zugelegt) und daneben auch sehr viel positives Feedback. Wenn man Zehntausende feiernde Fans sah, ging einem das Herz auf. Wartezeiten an Klos und Getränkeständen gab es auch vor 35 Jahren schon. Wer mit Marteria oder Schmutzki nix anfangen konnte, fand immer genügend Alternativen auf den anderen Bühnen. Trotz weiter Wege von A nach B konnte man sich vor allem im breiten Mittelfeld jederzeit gut bewegen.
Lasst uns also voll Freude nach 2023 blicken. Der Termin steht: ROCK AM RING 2023 findet vom 2. bis 4. Juni 2023 statt. Diesmal eine Woche nach Pfingsten (also denkt an den Urlaubsantrag für montags). Wir sehen uns in der Eifel!
Was für ein Start von ROCK AM RING 2022. Die Leute sind ausgehungert, was Livemusik angeht. Endlich geht es wieder los – am Anfang noch mit sonnigem Kaiserwetter. Eine geile Idee, die DONOTS den Opener machen zu lassen. Um 14 Uhr war das Gelände proppevoll und es gab Party ohne Ende. Ein besonderer Clou: Was wäre ROCK AM RING ohne die TOTEN HOSEN? Also hat Ingo in alter Freundschaft kurzerhand Campino und seine Gang mit zum großen Happening geladen. Zunächst gab es „Hier kommt Alex“ – und dann das Beste: Die DONOTS und DIE TOTEN HOSEN singen DIE ÄRZTE. Gemeinsam mit dem Publikum gab es den ultimativen „Schrei nach Liebe“. Im Anschluss ging es von Ibbenbüren nach Südengland und YOU ME AT SIX gaben sich die punkige Ehre. So darf es weiter gehen. Wir werden berichten!
Rock am Ring meldet mit 90.000 verkauften Wochenendtickets ausverkauft und überträgt mit dem Partner RTL+ erstmalig das komplette Programm der beiden Hauptbühnen live. Das Zwillingsfestival Rock im Park steht mit über 70.000 verkauften Wochenendtickets ebenfalls kurz vor dem Ende der Kapazität und kann nur noch wenige Tickets in den verschiedenen Kategorien anbieten.
Berlin, 31.05.2022
Kurz vor Beginn des Festivals kann Rock am Ring mit 90.000 verkauften Wochenendtickets ausverkauft melden. Ein Besucherrekord, der in der Größe 2022 erstmalig bei dem traditionsreichen Festival erreicht werden konnte. Für Kurzentschlossene gibt es noch limitierte Tagestickets.
Für die Fans, die am Wochenende nicht dabei sein können, überträgt RTL+ exklusiv das komplette Programm beider Hauptbühnen live, kostenlos und frei zugänglich im Webbrowser auf RTLplus.de und über die App für RTL+ Premium User:innen.
Darüber hinaus bringt eine Partnerschaft mit TikTok das Festival-Erlebnis in die weltweite Community. Neben Hashtag-Kampagnen, Live-Programm, offiziellen Rock am Ring Playlisten, sind auch Backstage-Eindrücke mit beliebten Creator:innen geplant. Auch beim Zwillingsfestival Rock im Park steht man mit über 70.000 verkauften Wochenendtickets kurz vor dem Ende der Kapazität. Noch sind wenige Tickets in fast allen angebotenen Kategorien erhältlich.
Bei Rock am Ring und Rock im Park können sich die Fans nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause vom 3. bis 5. Juni unter anderem auf die Headliner Green Day, Muse und Volbeat freuen. Insgesamt sind rund 70 Acts geplant, darunter Placebo, Måneskin, Marteria, Casper, Beatsteaks, Jan Delay & Disko No. 1, The Offspring, Korn, Deftones und Scooter.
Seit 1985 pilgern zunächst am Pfingstwochenende, dann am ersten Juni-Wochenende zehntausende Musikfans an den Nürburgring, 1997 kam das Rock im Park hinzu.
Über die Jahrzehnte spielten auf dem Zwillingsfestival Acts wie David Bowie, The Bangles, Alanis Morissette, The Fugees, Red Hot Chili Peppers, Rage Against The Machine, Metallica, Die Toten Hosen, A$AP Rocky oder Jay-Z. Von Beginn an war das Festival so immer auch ein Spiegel des jeweils geltenden Pop-Zeitgeists. Bei Rock am Ring und Rock im Park wurden Entwicklungen antizipiert, große und kleine Karrieren angestoßen.
Rock am Ring und Rock im Park finden vom 03.06. bis 05.06.2022 am Nürburgring/Eifel bzw. am Zeppelinfeld/Nürnberg statt. Alle weiteren Informationen unter www.rock-am-ring.com und www.rock-im-park.com.
Ich war nie jemand, der sich große Ziele gesetzt hat. Wusste aber recht früh in meiner Konzertfotografie, dass ich irgendwann mal bei Rock am Ring fotografieren möchte. Fernsehübertragungen von dem Festival mit der einmaligen Location in der Eifel habe ich an den Festivalwochenenden immer geschaut, später dann – dank Youtube – habe ich mir viele der alten Aufzeichnungen angesehen. Musik und vor allem Livemusik mochte ich schon immer, aber zu einem Festival hatte es mich nie gezogen. Im Jahr 2010 war dann Jubiläum für Rock am Ring angesagt und das Line Up gefiel mir so gut, dass ich mit Freunden aus dem Studium doch mal hin fuhr. Es war cool, aber das eine Jahr hat mir doch gereicht – eigentlich.
Nur zwei Jahre später, mittlerweile war ich auch schon auf recht vielen Konzerten fotografisch unterwegs, wurde ich von einem meiner besten Freunde gefragt, ob ich ihn nicht doch nochmal als Besucher begleiten will. Da „Metallica“ und „Linkin Park“ Headliner waren, habe ich mich kurzfristig dann mit auf den Weg gemacht. Komplettes Programm mit nassem Zelt. Es war auch wieder cool, aber mehr auch nicht. Zu dem Zeitpunkt meinte ich dann schon zum Kumpel, dass ich, wenn überhaupt, nur noch als Fotograf hingehen würde. Aber nie wieder als Besucher.
Sonnenuntergang bei Rock am Ring 2019
Im weiteren Verlauf des Jahres 2012 und dann auch 2013 wurden die Konzerte immer größer und auch immer häufiger. Irgendwann meinte ein Redakteur von Musicheadquarter, Marc Brüser, ob wir es nicht einmal mit Rock am Ring versuchen sollten. Ich, begeisterter Pessimist, war eher auf dem Trip, dass es eh verschwendete Energie sei, aber ließ ihn machen. Die Zeit verstrich und ich hatte auch gar nicht mehr auf dem Schirm, dass er angefragt hatte, bis zu dem Moment als er anrief. Zu dem Zeitpunkt war ich gerade in Oberhausen um „Pink“ bei ihrem Konzert in der König-Pilsener Arena zu fotografieren. Er fing an zu reden und eröffnete sofort, recht nüchtern, dass Rock am Ring für uns beide bestätigt sei. Er Redakteur, ich Fotograf. Ich ließ mir die Unterlagen abfotografieren, weil ich ihm nicht glaubte. Aber ja, nicht mal ein Jahr, nach meiner Aussage nie wieder zu Rock am Ring zu fahren, außer ich fotografiere dort, stand ich nun da, sammelte meine Gedanken, fotografierte das „Pink“ Konzert und realisierte dann, dass es wohl wirklich wahr würde.
Knapp drei Wochen noch bis zu meinem ersten Rock am Ring. Was war also das wichtigste, was zu erledigen war? Ich musste mir für den Freitag von Rock am Ring frei nehmen und ich brauchte eine Unterkunft, denn zelten war eh schon nicht mein Ding und mit der ganzen Technik für mich komplett ausgeschlossen. Den einen Tag Urlaub zu nehmen war kein Problem, das mit der Unterkunft schon eher. Hotels direkt am Nürburgring waren, dank der Preise und Verfügbarkeit, recht schnell kein Thema. Also fing ich an, kleine Pensionen abzuklappern. Mir wurde klar, dass anscheinend mehrere Besucher keine Lust aufs Zelten hatten, denn die meisten Pensionen waren schon ausgebucht. Zum Glück wurde ich von einer ausgebuchten Pension auf eine andere Pension verwiesen, wo ich es mal versuchen sollte. Gefunden hätte ich diese wahrscheinlich nie, denn eine Website gibt’s bei dieser Pension einfach nicht. Und tatsächlich, man hatte ein Zimmer frei, welches ich dankend buchte.
Ein Tag bis zu meinem ersten Rock am Ring. Bepackt wie ein Maultier fuhr ich gen Köln, wo ich mit mehreren Kollegen den Weg in die Eifel antreten würde. Da zeltet man nicht mal, hat trotzdem gefühlt eine Tonne Gepäck dabei. Als Fotograf nicht mal so ungewöhnlich, aber ich hab es rückblickend wohl etwas übertrieben. Keine Ahnung, was mich erwarten würde, habe ich quasi alles eingepackt, womit man fotografieren kann. Nervös war ich. Davon ab, dass der begeisterte Pessimist nicht genau wusste, was ihn da wohl erwartet, hatte ich noch immer Angst, ob die Akkreditierung denn überhaupt echt ist. Nur soviel: Sie war es. Aber das wollte ich, knapp 18 Stunden vor meinem ersten Rock am Ring, mir nicht einreden. Ich bin ja begeisterter Pessimist.
Der erste Tag bei meinem ersten Rock am Ring. Bei jedem normalen Konzert kommt man an die Gästeliste oder den Presseschalter, sagt wer man ist und das man für einen Fotopass akkreditiert ist. Im normalen Fall steht man auf der Liste und bekommt seinen Pass. Ganz easy. Hier, bei Rock am Ring ist es eigentlich nichts anderes, aber es wirkt wie im Rathaus und man möchte seinen neuen Perso abholen. Für die nächsten drei Tage sind das Presseband und die Fotopässe nämlich mein Ausweis um das zu tun, was ich schon immer wollte. An der Bühne des Festivals stehen, wo man schon etliche Male die Übertragungen im Fernsehen geschaut hat oder von ca. 50m Entfernung aus der Menge Richtung Bühne geschaut hat. Bei Rock am Ring steht man indes nicht einfach nur vor der Bühne. Man steht auf einer kleinen extra Bühne vor der monströsen echten Bühne, sodass man nicht aus 2,5m Tiefe den Künstlern in die Nasenlöcher fotografiert. Und dann steh ich nun da, ungefähr 1,5 Meter über der Menge vor der Bühne und fotografiere erstmal diese einzigartige Aussicht Richtung Besuchermeer in dieser einmaligen Kulisse.
Runde 1 – Rock am Ring 2013
Die Konzerte zu fotografieren ist aber eigentlich nichts anderes, wie in jeder Location, wo ich schon gearbeitet habe. Warum eigentlich auch nicht? Und deshalb hab ich mich nun die drei Wochen vor dem Festival verrückt gemacht. Aber egal, geil ist es trotzdem. Viele Festivals habe ich vorher noch nicht fotografiert und so konnte ich da nicht ahnen, wie luxuriös das hier eigentlich ist. Will man zu einer der zwei kleineren Bühnen, die wenn man davor steht nicht minder riesig wirken, muss man sich nicht die Hacken wundlaufen, sondern wird mit Presseshuttles gefahren. Über die Rennstrecke – leider gelten für den Festivalbetrieb Tempo 30, was sicherlich auch den ein oder anderen Shuttlefahrer ärgert. Die Bands, die ich bei meinem ersten Rock am Ring fotografiert habe, liste ich euch auf. Aber ich muss zugeben, bis auf ein paar wenige Ausnahmen habe ich mich nur auf einen Act wirklich gefreut. Jason Newsted. Geschiedener Bassist der Band, warum ich eigentlich was mit Musik zu tun habe: „Metallica“. Ich hatte „Metallica“ zu dem Zeitpunkt noch nicht fotografiert, aber konnte so wenigstens den ex-Bassist fotografieren.
Ein Tag nach meinem ersten Rock am Ring. Bis auf einen kurzen Regenschauer war es eigentlich kein echtes Eifelwetter. Irgendwie schade, aber froh war ich schon, nicht klitsch nass fotografieren zu müssen. Und wisst ihr was? Das blieb mir sogar bei meinem zweiten Rock am Ring erspart.
Asking Alexandria
Bring me the Horizon
Bullet for my Valentine
Cro
Fettes Brot
FUN
Korn
Limp Bizkit
Paramore
Airbourne
Beatsteaks
Papa Roach
Stereophonics
Stone Sour
The Prodigy
Volbeat
All time low
Bad Religion
Casper
Green Day
Kraftklub
Newsted
Royal Republic
Seed
Simple Plan
Sportfreunde Stiller
Im diesem Jahr sind einiger meiner – bis heute – liebsten Bilder entstanden. Und eins davon wird vermutlich auf ewig in meinem Portfolio bleiben. Das Foto von „Papa Roach“-Sänger Jacob Shaddix. Um der Menge etwas näher zu sein, ging er spontan zu uns aufs Podest runter und an uns vorbei. Auf dem Weg zurück schaute er dann in unsere Richtung und ich hatte Glück, weil sein Blick direkt meiner Kamera galt. Unser Beruf ist trotz aller Planung und Können am Ende auch von dem Funken Glück geprägt.
Metallica! – Rock am Ring 2014
Im nächsten Jahr klappte es wieder mit der Akkreditierung. Gefreut habe ich mich nicht minder, denn dieses Mal stand nicht der ex-Bassist von „Metallica“ auf dem Line-Up. Nein „Metallica“ selber sollten den Headliner geben. Neben „Kings of Leon“, „Iron Maiden“ und „Linkin Park“. Gegenüber dem Vorjahr fand ich die Namen deutlich beeindruckender, da ich bis auf Kings of Leon, noch keinen Act fotografiert hatte. Ich, der begeisterte Pessimist, war aber mal optimistisch und hatte direkt nach meinem ersten Rock am Ring die Pension direkt fürs nächste Jahr gebucht. Clever.
Aber wisst ihr was? Ich war doch wieder nervös. Ich bin zu dem Zeitpunkt nahezu komplett auf ein neues Kamerasystem umgestiegen und hatte mir noch ein extra Objektiv geliehen. Dazu habe ich noch meine gesamte alte Ausrüstung als Backup mitgeschleppt. Also auch 2014 überzeugtes Maultier. Das zweite mal Rock am Ring war, bis auf die Bands, im Prinzip exakt gleich. Nur eine Sache überschattete das Festival. Nämlich die Ankündigung, es sei das letzte Rock am Ring am Nürburgring. Warum genau, lässt sich gut HIER in der Wikipedia nachlesen.
Nicht nur, dass sehr schnell ein „neues Festival am Nürburgring“ aus dem Boden gestampft wurde, wurde es den Besuchern des – vermutlich – letzten Rock am Ring am Nürburgring mit einem großen Banner auch noch unter die Nase gerieben. Blieben die Besucher Rock am Ring auch treu, so würden doch viele den Nürburgring vermissen. Eine lange Ansprache von Rock am Ring Gründer Marek Lieberberg endete mit „Wir sind der Ring“-Rufen und der Chef persönlich suchte den direkten Kontakt zu den Fans.
Ich habe in diesem Jahr in den vier Tagen ganze 37 Bands fotografiert, für mich Rekord.
Cro
Iron Maiden
The Offspring
Anthrax
Coldrain
Ghost
Huntress
Jake Bugg
Kasabian
Kings of Leon
Mando Diao
Mastodon
Nine Inch Nails
Queens of the Stone Age
Rea Garvey
The Brian Jonestown Massacre
The Fratellis
Alligatoah
Die Fantastischen Vier
Fall Out Boy
Heaven Shall Burn
Jan Delay & Disko No. 1
Kaiser Chiefs
Kvelertak
Linkin Park
Powerman 5000
Rob Zombie
The Pretty Reckless
Alter Bridge
Avenged Sevenfold
Crazy Town
Haim
Marteria
Metallica
Nessi
Triggerfinger
Trivium
Die Geschichte um das „neue Festival am Nürburgring“ ist schnell erzählt. Umzug weil zu wenig Verkäufe, minder gut besucht trotz großen Headlinern wie „Metallica“ und „Kiss“, ein noch kleineres zweites Mal an wieder neuer Location und dann aus. Rock am Ring indes zog es nach Mendig. Nur wenige Kilometer vom Nürburgring auf ein Flugplatzgelände. Nach 29 Jahren Nürburgring hatte man hier nun die Chance sich zu vergrößern, war man doch immer an die Kapazitätsgrenze der Rennstrecke gestoßen. Zum 30jährigen konnte man auf dem neuen Gelände direkt 10.000 mehr Besucher empfangen. Das Konzept blieb soweit aber gleich. Drei Bühnen; zwei massive Hauptbühnen und die „kleinere“ Clubstage zog in ein Zelt. Als Headliner standen „Die Toten Hosen“, „The Prodigy“ und als Abschluss die „Foo Fighters“ auf dem Plan. Es sollte ein perfekter Geburtstag werden. Wenn das Wetter nicht wäre.
Neue Location – Rock am Ring 2015
Für mich gab es nach zwei Jahren Pension das erste mal Zelt mit Technik, da wir auf die schnelle keine gescheite Unterkunft gefunden hatten. Mit dem Wetter der letzten Jahre, wäre das auch ok gewesen, aber leider kam es anders. Es war der Abend vom Freitag, dem ersten Festivaltag. Eine massive Gewitterfront mit Starkregen zog heran. „Die Toten Hosen“ war mitten in ihrem Set und ich mit einem Kollegen mitten auf dem Gelände auf dem Weg zum Zelt um Rapper Ice-T mit seiner Metalband „Body Count“ zu fotografieren. Ich fotografierte auf dem Weg noch Wetterleuchten in den riesigen Wolkenfronten.
Fazit des Geburtstages: Mehrere, durch Blitzeinschläge, verletzte Besucher und Mitarbeiter im Backstagebereich. Ich kam mit nassen Klamotten und einer leicht defekten Kamera nochmal gut weg. Der Regen war für die – eigentlich – gegen Wasser geschützte Kamera zu viel. Aber ich habe daraus gelernt. Es war für mich das letzte Festival ohne Regenschutz und mit Zelten. Nun begann die Zeit der Pressekonferenzen während des Festivals, denn das Jahr 2015 war leider nur der Anfang.
Kurz bevor wir am Zelt ankamen gab es den ersten großen Regenschauer, dem wir gerade noch entfliehen konnten. Nach den zu fotografierenden Liedern spähten wir in die Nacht und sehen, dass der Starkregen wieder ausgesetzt hatte. Und so machten wir uns auf den Weg durch die strömenden Massen, da „Die Toten Hosen“ gerade ihr Set beendet hatten. Ungefähr 100m vor dem sicheren Pressezentrums ( gelegen in einem Hangar neben dem Flugfeld ) brach die Hölle über uns zusammen und wir wurden inkl. Kameras einmal komplett durchweicht. Da eh Feierabend war, ging es nun in die Nacht“ruhe“. Also nass ins Zelt, nur um zu merken, dass dieses auch nicht ganz wasserdicht war. Naja, schlafen geht vor. In der Nacht ging dann das Gewitter des Jahres über dem Festivalgelände hinab.
A Day to Remember
Body Count feat. Ice-T
Die Toten Hosen
Donots
Marilyn Manson
Rise Against
Deichkind
Feine Sahne Fischfilet
KIZ
Kraftklub
Marsimoto
Slash feat. Myles Kennedy
Foo Fighters
Godsmack
In Flames
Lamb of God
Motörhead
Papa Roach
Slipknot
Fazit des Geburtstages: Mehrere, durch Blitzeinschläge, verletzte Besucher und Mitarbeiter im Backstagebereich. Ich kam mit nassen Klamotten und einer leicht defekten Kamera nochmal gut weg. Der Regen war für die – eigentlich – gegen Wasser geschützte Kamera zu viel. Aber ich habe daraus gelernt. Es war für mich das letzte Festival ohne Regenschutz und mit Zelten. Nun begann die Zeit der Pressekonferenzen während des Festivals, denn das Jahr 2015 war leider nur der Anfang.
Ein Jahr zum vergessen – Rock am Ring 2016
Die Planung für das Festival begann recht früh, denn dieses Jahr musste eine Unterkunft mit festem Dach her. Mit drei anderen Kollegen buchten wir uns dann ein kleines Ferienhaus. Rock am Ring 2016 versprach groß zu werden, so gaben „Black Sabbath“ ihre Teilnahme bekannt und sollten das Festival am Sonntag beenden. Leider kam alles anders. Der erste Tag verlief soweit noch ganz ok bis die ersten Unwetter eintrafen und dafür sorgten, dass ein paar Bands ihre Auftritte unterbrechen mussten. Andere wurden etwas verschoben. Der Abend endete leider in einer kleinen Katastrophe. So wurden durch einen Blitzeinschlag am Abend 72 Personen, 15 davon schwer, verletzt.
Der Samstag startete dann verspätet, da das Gelände durch die Unwetter sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Kurz nachdem die ersten Bands anfangen konnten verschärfte sich die Wetterlage wieder und sorgte für eine Unterbrechung für mehrere Stunden. Am Abend konnte der Headliner „Red Hot Chili Peppers“ dann die Bühne betreten und spielen. Bei dem – für mich – letztem Act des Tages, den deutschen Cowboys von „The Boss Hoss“ kam dann die Pressemitteilung, dass das Festival am Sonntag nicht fortgesetzt wird. Die Gemeinde Mendig hatte den Veranstaltern aufgrund der Wettervorhersage die Genehmigung für den Sonntag entzogen.
Gefühlt habe ich in diesem Jahr mehr Fotos von Pressekonferenzen und allgemeine Geländefotos gemacht als von Bands. Das waren nämlich nur 12 Stück.
Breaking Bejamin
Disturbed
Larkin Poe
Major Lazer
Puscifer
Tenacious D
Volbeat
Billy Talent
Bullet for my Valentine
Deftones
Red Hot Chili Peppers
The Boss Hoss
Back to the Roots – Rock am Ring 2017
Das Gastspiel in Mendig war nach zwei Jahren dann auch wieder Geschichte. Und es ging zurück zum Nürburgring und für mich wieder in die gute alte Pension von 2013/2014. Alle Zeichen standen auf Neustart und mit Rammstein, die zuletzt 2010 das Festival besuchten, stand der erste Headliner für den Freitag schon fest. Auch die Toten Hosen kehrten zurück und System of a Down gaben den dritten Headliner für den Sonntag. Ich war den ersten Tag fast nur mit einer Band beschäftigt. Ich hatte den Auftrag bekommen, die aufstrebende Band „Welshly Arms“ für die Plattenfirma zu begleiten. Der Tag begann dementsprechend mit einem kleinen Shooting, Dokumentation hinter der Bühne und natürlich dem Auftritt selber. Spontan ging es dann noch zu einem Mini-Konzert auf der Bühne eines Sponsors. Danach machte ich mich dann auf um meine „normale“ Arbeit aufzunehmen. Nach nur einer Band machte ich mich im Pressezentrum an die Bearbeitung der Fotos von „Welshly Arms“ um schnell was an die Plattenfirma zu schicken. Draussen spielten gerade die „Broilers“ ihr Konzert.
Kurz vor 21 Uhr wurde es dann hektisch und zugleich gespenstisch. Festivalpapa Marek Lieberberg stand mit einer Polizeibeamtin auf der Bühne und setzte das Publikum in Kenntnis, dass es eine terroristische Bedrohungslage gäbe und das gesamte Gelände geräumt werden müsse. Das, was darauf geschah war so faszinierend und zugleich beachtenswert. Die Masse an Besuchern war in einer gespenstischen Ruhe so schnell und zugleich ruhig verschwunden, dass ich es kaum glauben konnte. Nichtmal eine Stunde später wurde die gesamte Bühne mit Sprengstoffhunden abgesucht. Zum Glück wurde nichts gefunden. Die gesamten Hintergründe könnt ihr HIER in einem SPIEGEL-Beitrag nachlesen.
Nachdem am Samstag dann das komplette Veranstaltungsgelände durchsucht und freigegeben wurde, konnte das Festival gegen Mittag fortgesetzt werden. Die „Broilers“ konnten ihren abgebrochenen Auftritt sogar noch beenden, für das abgesagte Konzert von „Rammstein“ fand sich leider keine Möglichkeit. Die größten Schlagzeilen machte an diesem Tag wohl nur Marek Lieberberg selbst, der während der Pressekonferenz zu den Geschehnissen am Vortag etwas die Fassung verlor. Schwamm drüber, den coolsten Auftritt hatte dann „Marteria“ am Sonntag. Sein Auftritt am Freitag gehörte zu den abgesagten Konzerten. Da er Sonntag aber auch auf dem Schwesterfestival Rock im Park in Nürnberg spielen sollte, wurde man kreativ. So stand er für ein verkürztes Set erst bei Rock am Ring auf der Bühne, flog dann nach Nürnberg und spielte sein Set bei Rock im Park. Kennt man schon von Phil Collins während Live Aid 1985, aber es ist nicht minder cool.
Rag´n´Bone Man
Welshly Arms
187 Strassenbande
Beatsteaks
Beginner
Broilers
Dat Adam
Donots
Kraftklub
Lower Than Atlantis
SUM 41
Airbourne
Frank Carter and the Rattlesnakes
Gojira
Jake Bugg
Macklemore
Marteria
Prophets of the Rage
System of a Down
Es läuft wieder rund – Rock am Ring 2018
Nach drei Jahren Unterbrechungen und Absagen nun endlich wieder ein volles Jahr. Bis auf einen größeren Regenguss von Donnerstag auf Freitag gabs endlich wieder gutes Wetter und alle Bands konnten spielen. Aber was auffiel: Die Sicherheit wurde extrem hochgesetzt. Mit MPs bewaffnete Polizisten standen vor dem Eingang und die Präsenz von Streifen auf dem Gelänge wurde erhöht. Den Maßnahmen folgten auch die anderen Festival auf denen ich das Jahr noch war.
Auf eine Band habe ich mich am meisten gefreut: „Alexisonfire“. Die fünf Kerle hatte ich bereits einige Jahre vorher fotografiert, ohne diese damals gekannt zu haben. Wer mich kennt, weiß, dass ich zumeist eher zurückhaltend bin, aber bei dem Konzert musste ich dann auch mal beim arbeiten mitsingen. Mit „A Perfect Circle“ konnte ich eine weitere Band endlich ablichten, auch wenn das Zweitprojekt von Tool-Mastermind Maynard nicht gerade dafür bekannt ist, einfach fotografiert zu werden. Es war dunkel, neblig und der Sänger steht nicht wie normal vorne, sondern versteckt sich am hinteren Bühnenrand.
„Casper“ konnte sich das erste Mal auf der Hauptbühne beweisen und performte – meiner Meinung nach – 30 Second to Mars deutlich an die Wand. Am Samstag gab es das – für mich erste – Konzert von „Parkway Drive“ vor ihrer großen Tour, die mich immer wieder bis 2019 begleitete und dann beim Wacken Festival als Headliner Konzert endete. Bei Rock am Ring waren indes „Muse“ und die „Foo Fighters“ die großen Headliner für mich, auch wenn der Auftritt der „Foo Fighters“ durch ein geschädigtes Stimmorgan des Gröhl-Grohl überschattet wurde. Sehr schade.
30 Seconds to Mars
A Perfect Circle
Casper
Enter Shikari
Jimmy Eat World
Marilyn Manson
Milky Chance
Alexisonfire
Beh Ditto
Body Count feat. Ice-T
Bullet for my Valentine
Bury Tomorrow
Kettcar
Muse
Parkway Drive
Snow Patrol
Bilderbuch
Foo Fighters
Gorillaz
PVRIS
Rise Against
„Die Ärzte“ sind zurück!- Rock am Ring 2019
Es wurde in der Pressekonferenz zum Festival im Vorjahr schon bekannt gegeben: „Die Ärzte“ werden bei Rock am Ring und Rock im Park exklusiv in Deutschland auftreten. Es war tatsächlich DIE Nachricht über das Festival, was am meisten die Runde gemacht hatte. Ich persönlich freute mich dann eher auf die Bestätigungen von „Slipknot“ und „Tool“. Auch wenn bei letzterer Band wieder mal das Problem des gescheiten Fotografierens auftreten wird, was sich schon im Vorjahr bei „A Perfect Circle“ auftat. Tatsächlich war es etwas einfacher, aber mein liebstes Foto des Jahres ist dann bei dem Auftritt von „Bring me the Horizon“ entstanden, deren Sänger kurzerhand „zu uns“ in den Graben kam und die Publikumsnähe suchte.
Weiterhin standen „Slayer“ auf dem Line-up. Es sollte einer der letzten Festivalauftritte der Band sein, die mittlerweile in Rente gegangen sind. Leider durften wir bei dem Auftritt nicht direkt vor die Bühne, sondern mussten aus einem Zwischengraben aus dem Publikumsbereich fotografieren. Im letzten Jahr war das bei dem Auftritt der „Gorillaz“ auch so, also wusste ich bereits, dass ich abermals mit schwerem Teleobjektiv auf dem Gitter balancierend fotografieren musste. Aber ich hatte dann auch endlich mal „Slayer“ fotografiert.
Den Abschluss des Festivals bestreitet traditionell nicht der Headliner am Sonntag, sondern meist ein Act danach auf der kleineren Bühne. In den Jahren waren das für mich „Casper“, „Marteria“, „Slipknot“ und wieder „Marteria“ und dieses Jahr: „Casper und Marteria“. Viel Abwechslung war das also über die Jahre nicht, aber beide für sich sind schon Garanten für gute Stimmung. Zeit wurde es also für ein gemeinsames Album und Tour inkl. Festivalauftritten. Und dann war das Festival auch schon wieder vorbei.
Alice in Chains
Arch Enemy
Halestorm
Slash feat. Myles Kennedy
The Smashing Pumpkins
Tool
Bring me the Horizon
Die Ärzte
Dropkick Murphy´s
Fever 333
Slayer
Trivium
Amon Amarth
Atreyu
Casper und Marteria
Slipknot
Tenacious D
The Boss Hoss
Die große Stille – Rock am Ring 2020 und 2021
2020 war dann wieder Geburtstag angesagt – 35 Jahre Rock am Ring – und angekündigt waren die Headliner „Volbeat“, „System of a Down“ und „Green Day“. Letztere waren die ersten Headliner für mich bei Rock am Ring im Jahre 2013. Nach zwei Festivaljahren ohne große Komplikationen war dieses Jahr aber wieder der Wurm drin, der sich da Covid-19, oder auch Corona-Virus, nannte.
Es ist nach sehr langer Zeit mit das schlimmste, was der Welt passiert. Wie lange wir mit den Folgen kämpfen müssen, ist noch lange nicht klar. Bis weit ins Jahr 2022 sollte es keine Großveranstaltungen geben. Darunter fielen große Stadion- und Open-Air-Konzerte und natürlich auch alle Festivals inkl. Rock am Ring.
Auch wenn mich eine Festivalpause ein wenig freut, würde ich am ersten Juni Wochenende vermutlich dann doch lieber am Nürburgring sein. Unsere Hoffnungen liegen auf 2022!
Folgende Nachricht erreichte uns pünktlich zum Nikolaustag in Sachen ROCK AM RING und ROCK IM PARK:
„Kurz vor Weihnachten freuen wir uns über insgesamt mehr als 140.000 verkaufte Tickets für Rock am Ring und Rock im Park 2022. Grund zur Freude bescheren auch A Day To Remember, Drangsal, Shinedown, Tremonti und die Überflieger Turnstile, die neu in den Line-ups am Start sind.
Rock am Ring und Rock im Park stehen seit jeher für Zusammengehörigkeit und Verbundenheit. Dieses besondere Gemeinschaftsgefühl hat uns animiert, den Festivals einen neuen Look zu verpassen, der sowohl für einen Neustart als auch eine Rock’n’Roll-Hommage an die Tradition von Rock am Ring und Rock im Park steht. Um auch auf der digitalen Seite die Festivals für euch erlebbarer zu machen, gibt es neue Websites und eine neue Festival-App, die inklusive Festival- und Artist-Playlists nicht nur wieder Lust auf Live-Musik macht, sondern euch die Navigation im Vorfeld und vor Ort erleichtert und mit allen wichtigen Infos versorgt.
Außerdem gibt’s zum Relaunch einen ersten Drop an super limitiertem Merch im neuen Design, das ihr in unserer Boutique auf rock-am-ring.com und rock-im-park.com findet.
Wir freuen uns, mit euch nächstes Jahr endlich wieder am Ring und im Park zu feiern und wünschen euch eine schöne Vorweihnachtszeit!“