Hochsensibilität ist eine besondere Art, die Welt zu erleben: Hochsensible Menschen nehmen Nuancen und Zwischentöne wahr, die anderen oft verborgen bleiben, und spüren Stimmungen intensiver. In einer lauten, schnellen Welt ist diese feine Wahrnehmung manchmal eine Herausforderung – und oft ein Geschenk.
Im Kinderbuch „Levi – So fühlt sich die Welt für mich an“ bekommt die Leserschaft es mit dem kleinen Levi zu tun, der noch in den Kindergarten geht und empfindlich auf starke Reize wie Lärm oder Lichtblitze reagiert. Ein schwieriges Thema, das hier aber mit schönen Zeichnungen sehr anschaulich dargestellt ist.
Levi wird zuerst als fröhlicher Junge beschrieben, der viele Freunde hat und eine große Empathie für sie entwickelt. Dann aber gibt es eine Begebenheit mit lärmendem Spielzeug, die ihn an seine Grenze führt. Seine Reaktion führt zu Unverständnis bei den anderen Kindern, die ihn auslachen.
Ein Erzieher nimmt sich der Situation an und konfrontiert alle Kinder am nächsten Tag mit einer leichten Reizüberflutung. Diese pädagogische Lösung wird sehr behutsam und authentisch erklärt. Sie führt schließlich zu einem gegenseitigen Verstehen der Kinder.
Idee und Auflösung sind gut gewählt, aber für mich ist die ganze Geschichte doch zu komplex und hat einfach zu viel Text. Klar – man versucht, alle Seiten zu verstehen und jedem gerecht zu werden, doch manches Kind im Vorschulalter dürfte damit noch überfordert sein. Vermutlich würde ich als Vorleser für diese Altersgruppe die Story etwas vereinfachen und mehr auf die Bilder als auf die Sätze eingehen.
Trotz dieses kleinen Mankos finde ich es schön, dass ein Autorenduo sich der schwierigen Thematik annimmt und eine ehrliche Lösung sucht. Es stimmt: Kinder sollen laut und wild sein dürfen, aber es gibt auch Kinder, die damit nicht umgehen können und die eine besondere Sensibilität brauchen. Dem wird man hier absolut gerecht und findet einen guten Weg, um mit der Besonderheit umzugehen.
Manuela veröffentlichte letzte Woche mit „Regrets“ eine neue Single ihres am 5. Juni 2026 erscheinenden, neuen Albums „Ultraviolet“. Das Album erscheint über Lost Map Records.
„Regrets“ ist ein mitreißender, traumhafter Wirbel aus funkelnden Synthesizern und schwebenden Orchesterklängen mit einer Atmosphäre à la „Twin Peaks“ und wurde von der in London und München ansässigen Sängerin und Songwriterin Manuela Gernedel aufgenommen. Der Titel wurde gemeinsam mit Nick McCarthy (Franz Ferdinand) geschrieben und von Nick McCarthy und Polina Lapkovskaya produziert. Der Titel wurde im April im Rahmen des PostMap Club-Abonnementservices von Lost Map veröffentlicht (zusammen mit einem düster-verträumten Remix von Naum Gabo) und kann ab sofort gestreamt und geteilt werden.
Er stammt aus Manuelas bevorstehendem, unglaublichen zweiten Album „Ultraviolet“ – neun Art-Pop-Songs voller verspieltem Humor, funkelnder Produktion und üppiger Arrangements, von denen man sich vollkommen mitreißen lassen kann. „Regrets“ folgt auf die Veröffentlichung der Singles „Hyena“ und davor auf Manuelas erste neue Musik seit 2017, „Coniine“ (mit Gastgesang von Laetitia Sadier, Sängerin der legendären anglo-französischen Avant-Pop-Band Stereolab, die Manuela im Frühjahr 2025 bei Konzerten in ganz Europa supportete).
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Manuela schreibt über „Regrets“: “The regrets are taking the shape of gargoyles and fraggles, dripping from the walls and tracking you down. Mistakes and bad decisions; hard to get rid of oddballs. We turned this song from a traditional wave approach into a more open form, with a verse without time. A spherical mood – floaty and tense all the same. Recorded traditionally with a three-piece band, then split open with open chords on string and synths. Whilst we were at the studio working on this one, there was a sudden, very heavy snowfall, which completely disrupted the city of Munich for 24 hours. All transport stopped, snowball fights in the middle of the streets and us stuck in the studio with great people. It was pretty magical. Our Twin Peaks moment.”
Manuelas selbstbetiteltes Debütalbum erschien 2017 bei Lost Map – ein fröhliches Juwel aus mitreißendem, schrägem DIY-Pop, das auf 12-Zoll-Vinyl längst vergriffen ist. Es erhielt breite Unterstützung und Lob von Medien wie Pitchfork, Stereogum, Drowned in Sound, The Line of Best Fit, The Skinny und anderen, und die Band trat auf Festivals wie dem Londoner Field Day, dem Hidden Door in Edinburgh und dem Festival Marvin in Mexiko-Stadt auf und nahm eine unvergessliche Live-Session für Marc Riley bei BBC 6 Music auf.
2019 zogen Manuela und ihre Familie von London nach München. „I concentrated more on my visual art and spent more time teaching and lecturing art. Also, both my kids have become excellent judokas and so I have spent a lot of time watching judo competitions… life!“
Ultraviolet “didn’t just slip out“, sagt Manuela. „It grew. This record is a living thing. It breathes and has emotions.“ Vollständig in Bayern geschrieben, mit der Folklore und Ornamentik der katholischen Kultur als stille Kulisse (“the echoey sounds of those empty churches, ideas of morality and god”), ist es ein Album, das von Synth-Experimenten, dem Chanson der 1960er Jahre und der schwungvollen Orchestrierung des klassischen Kinos geprägt ist. Es wurde in den Mastermix Studios in München aufgenommen, produziert und arrangiert von Manuela, Nick und Polina Lapkovskaya, und enthält Beiträge einer hochkarätigen Besetzung von Freunden und Mitstreitern aus der Musikszene von nah und fern. Dazu gehören die Bassistin und Keyboarderin Lapkovskaya, der Schlagzeuger und Gitarrist Erol Dizdar, der Slide-Gitarrist Luke Cyrus, der Gitarrist William Rees (Mystery Jets) sowie die Backing Vocals von Paulina Nolte und Laetitia Sadier (Stereolab). „The storytelling is coarse in places but you could bathe in some of those sounds“, sagt Manuela. „There is a richness to the music, an attitude of generosity from each person who contributed. It’s that attitude I take away from it. Radical tenderness and optimism.“
Über die Entstehung von Ultraviolet sagt Nick: „After we recorded the band we went back in and took bits out and added strings and synths and samples and of course amazing vocals. The lyrics are something very special. Something you don’t hear every day. Bizarre, weird, beautiful and moving. All the things I love.“
Die Österreicherin Manuela und der in Großbritannien geborene Nick machen gemeinsam Musik, seit sie sich Ende der 90er Jahre auf einer Sommerparty eines Jugendclubs in Bayern, wo sie beide aufgewachsen sind, kennengelernt haben. Einige Jahre später zogen sie gemeinsam nach Glasgow, nachdem Manuela, die bildende Künstlerin ist, einen Studienplatz an der Glasgow School of Art im Fach Malerei erhalten hatte. Während ihrer Zeit in Glasgow trat Manuela mit der Band White Nights auf, die eine 7“-EP über Paul Thompsons Label NEW! veröffentlichte. Nick schloss sich anschließend Franz Ferdinand an, verkaufte Millionen von Platten und tourte um die Welt, während er weiterhin gemeinsam mit Manuela als Box Codax sowie ihrem langjährigen Freund Alexander Ragnew Musik machte und zwei vielbeachtete Alben veröffentlichte: „Only An Orchard Away“ im Jahr 2006 und „Hellabuster“ im Jahr 2011.
Rock & Roll Hall of Fame Mitglied Jack White veröffentlichte mit „G.O.D. and the Broken Ribs“ und „Derecho Demonico“ zwei neue Songs und trat in der aktuellen Ausgabe von Saturday Night Live zum sechsten Mal live auf. Die dreifarbige und schwarze 7″ in limitierter Auflage wird ab sofort via thirdmanrecords.com sowie in den Third Man Shops in Nashville, Detroit und London erhältlich sein. Live-Shows in Berlin und Hamburg gibt es im Juni 2026:
Jack White Live:
04.06.2026 – Columbiahalle, Berlin
05.06.2026 – Georg Elser Halle, Hamburg
Produziert von White mit Unterstützung seiner langjährigen Live-Band – Patrick Keeler (Schlagzeug), Dominic Davis (Bass) und Bobby Emmet (Keyboard) – sind „G.O.D. and the Broken Ribs“ und „Derecho Demonico“ die ersten neuen Songs des kürzlich in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommenen Künstlers seit 2024, einem Jahr, das durch die Veröffentlichung des von Kritikern hochgelobten Albums „No Name“ geprägt war.
Whites sechstes Studioalbum wurde 2025 mit einer GRAMMY®-Nominierung in der Kategorie „Best Rock Album“ geehrt – Whites 34. Nominierung in seiner Solokarriere und seine 46. insgesamt, neben insgesamt 16 gewonnenen GRAMMY®-Awards. „No Name“ enthielt die aufeinanderfolgenden Nr.-1-Radiohits in den USA, „That’s How I’m Feeling“ und „Archbishop Harold Holmes“, wobei zu letzterem ein elektrisierendes offizielles Musikvideo gehört, in dem der legendäre Schauspieler John C. Reilly als ekstatische, leidenschaftliche Titelfigur zu sehen ist und das allein auf YouTube mittlerweile über 3,1 Millionen Aufrufe weltweit verzeichnet.
Fotocredit: James Swanson
Nachdem White einen Großteil von 2024 und 2025 damit verbracht hat, mit seiner epischen „No Name“-Tour durch Nordamerika, Europa, das Vereinigte Königreich und Japan zu reisen, wird er diesen Sommer für internationale Headliner-Konzerte und Auftritte als Headliner bei Festivals in Europa, den Vereinigten Staaten und Asien wieder auf Tour gehen. Alle Details und Ticketinformationen finden Sie unter jackwhiteiii.com/tour-dates.
Darüber hinaus erschien im Oktober 2024 die offizielle Veröffentlichung von „Jack White Collected Lyrics and Selected Writing Volume 1“, das ab sofort auf thirdmanbooks.com, in den Third-Man-Stores sowie im Buchhandel in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich erhältlich ist. Die von Ben Blackwell, Mitbegründer von Third Man Records, herausgegebene bahnbrechende neue Anthologie enthält bisher unveröffentlichte Gedichte und Texte von White, seltene und exklusive Fotos sowie neue Essays, die speziell für dieses Buch von Blackwell, dem preisgekrönten und für den Pulitzer-Preis sowie den National Book Award nominierten Dichter Adrian Matejka und der preisgekrönten, in Detroit ansässigen Filmemacherin und Autorin dream hampton verfasst wurden. Außerdem enthält sie Songtexte aus Whites bisherigen Soloaufnahmen sowie aus seiner gefeierten Arbeit mit The Raconteurs, The Dead Weather und anderen Kollaborationen.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Vor fünf Jahren ließ der Düsseldorfer Blockflötist Volker Kuinke mit seinem Konzeptalbum „Mirrorneuron“ aufhorchen, von dem jetzt ein zweiter Teil erschienen ist. Die SF-Story dreht sich um eine Künstliche Intelligenz namens Kai, die den Auftrag hat, in der Arktis nach Öl zu bohren. Bei der Berechnung von Nachhaltigkeit stellt Kai jedoch Widersprüche und Dissonanzen zwischen Theorie und Praxis fest, was bei ihm eine schwere existenzielle Krise auslöst. Die Psychotherapeutin Mara soll den humanoiden Roboter wieder in die Spur bringen. So die Handlung in Part 1.
Das komplexe Thema ist wieder hervorragend umgesetzt! Blockflöten treffen auf klassische und elektrische Gitarren, Keyboards und Schlagzeug, auf orchestrale Elemente und auf den packenden Gesang von Isgaard und Doris Packbiers. Multiinstrumentalist Jens Lueck ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben und bringt sich zudem stark als Sänger ein. Diese Vielfalt bietet ein spannendes, mitunter fast musicalhaftes Hörerlebnis, das immer wieder von der wunderbaren Bandbreite unterschiedlicher Flöten durchbrochen und geleitet wird.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Im zweiten Teil wird die Geschichte von Volkers Ehefrau Doris weitergesponnen: Auch nach erfolgter Therapie ändert Kai seine Meinung nicht. Die KI kämpft gegen Umweltzerstörung und wird für fossile Konzerne zur Bedrohung, als er eine Form von Empathie entwickelt (die Spiegelneuronen lassen grüßen). Während die Wirtschaft ihn kontrollieren will, erforscht Mara diese Fähigkeit und verwandelt ihn mithilfe von Biotechnologie in ein hybrides Wesen. Dabei entwickelt sich Kai immer weiter – bis hin zu fast organischen Strukturen und der Fähigkeit zur Selbstvermehrung.
Die Story würde auf jeden Fall einen guten Roman ergeben, doch auch musikalisch geht es krass zur Sache. Hannes Arkona und Frank Bornemann von ELOY sind dabei – zwei Aushängeschilder im deutschen Progressive Rock. Katja Flintsch und Annika Stolze simulieren zu zweit ein komplettes Streichorchester und sorgen für einen cineastischen, emotional aufgeladenen Sound. Doris und Isgaard führen stimmlich durch großartige Melodien.
Wieder bieten SYRINX CALL Neoprog vom Feinsten. Im Zusammenspiel der Protagonist*innen entsteht ein großartiger Sound, der zwar durchaus bombastisch klingt, aber an keiner Stelle übertrieben wirkt. Eine perfekte Fortsetzung des Konzepts. Mal sehen, ob die Geschichte auch noch einen Teil 3 verträgt.
Endlich wieder etwas Neues von MYRATH. Die Progressive-Metal-Band aus Tunesien ist für ihre einzigartige Mischung aus westlichem Metal und orientalischen Klängen bekannt. Inzwischen hat man weltweit die Konzertbühnen erobert und auf den renommierten Festivals wie dem WACKEN Open Air gespielt.
Endlich darf sich die treue Fangemeinde auf das Album „Wilderness Of Mirrors“ freuen, mit dem die Nordafrikaner nochmal eine Schippe drauflegen und ihren Sinature-Sound weiter festigen. Ihr Stil vereint wie immer Progressive Metal mit symphonischen Elementen und orientalischer Folklore. Vor allem die chorischen Passagen erklingen dabei sehr stark.
Der Titel in Kombination mit dem Fantasy-Cover, das ein Labyrinth und viele Spiegel zeigt, steht für die konzeptionelle Ausrichtung des Albums, das sich den Gegenpolen Illusion und Realität widmet, dabei aber vor allem auf die Selbstwahrnehmung zielt. So zieht sich der Bogen vom düsteren Opener „The Funeral“ bis hin zum hoffnungsvollen „Through The Seasons“.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Frontmann Zaher Zorgati singt emotional und eindringlich mit solider Rockröhre. Klar könnte er das Album auch allein tragen, doch viele Kollaborationen bieten das gewisse Etwas. „Until The End“ mit Elize Ryd (Amaranthe) ist ein dramatisches Duett voller Power. „Les Enfants du Soleil“ erklingt in französischer Sprache und wird von einem Schulchor begleitet und auch „Soul Of My Soul“ wartet mit einem starken Chor auf.
In knapp 47 Minuten gibt es fast nur Highlights, die jeden Liebhaber symphonischer Metalmusik erfreuen werden. Ungewöhnliche Instrumente, orchestrale Melodien – so entsteht ein melodisches Metalalbum mit seiner ganz besonderen Atmosphäre. „Wilderness of Mirrors“ präsentiert die Band von ihrer dynamischsten und authentischsten Seite. Ein Meilenstein auf ihrem Weg, der sie seit 25 Jahren in die Herzen der Metalgemeinde führt.
Mit ihrer grandiosen schwebenden Stimme gehört die niederländische Sängerin Nina June sicher zu den wichtigsten Interpretinnen unserer Zeit. Ihr cineastischer Pop erklingt voller Melancholie und mit grandiosen Melodien. Dabei ist jeder Song durchsetzt von poetischen Gedanken, die sich mit tiefgehenden Themen beschäftigen. So folgt sie musikalisch großen Vorbildern wie Tracy Chapman und Kate Bush, hinter denen sie sich keineswegs verstecken muss. Im Gegenteil: Ninas Stimme ist eine weitere Offenbarung im Reigen fantastischer Singer/Songwriterinnen.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Das neue Album „Seal Skin ~ Anthems of a Woman“ erkundet die Vielfalt und Komplexität des Frauseins in all seinen Facetten und die Navigation zwischen Rollen und Welten in verschiedenen Lebensphasen. Es ist eine Hommage an die weibliche Stärke und vielschichtige Identität. Nina startet mit einem instrumentalen Prolog und singt sich dann voller Hingabe durch die verschiedenen Themen. Es geht ihr darum, die Komplexität menschlicher Beziehungen zu erforschen. Mit ihrer unverwechselbaren Altstimme verbindet sie zeitlose Melodien, intime Texte und atmosphärische Klangwelten.
„The Lighthouse (Particles)“ ist eine Ode an die Leuchttürme in unserem Leben. Menschen, die uns geprägt haben. “What’s Love Without A Broken Heart” untersucht die Komplexität der Liebe, die oft dann am stärksten ist, wenn sie vorbei ist. Den Song „Beautiful Mess“ beschreibt Nina als „eine Ode an unvollkommene Beziehungen. Sie mögen chaotisch erscheinen, aber irgendwie stimmen sie. Sie mögen anders aussehen, als man es erwartet hat, aber sie beruhigen die Seele.“ Der Song „Limelight” hingegen handelt von diesem Bruchteil einer Sekunde, in dem man spürt, dass sich alles im Leben verändern wird und die Zukunft sich wie eine endlose Autobahn vor einem ausbreitet.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Speziell für dieses Album nahm Nina in London ein 12-köpfiges Streichorchester unter der Leitung der Arrangeurin und Dirigentin Sally Herbert (London Grammar, Lianne La Havas, Radiohead) auf. Es unterstreicht kongenial den hymnischen Charakter der Songs und verschafft ihrer Stimme trotz der Klangfülle noch an Durchsetzungskraft. Ganz atmosphärisch bringt sie ihre philosophischen Ideen an den Mann (und vor allem an die Frau). Ein wundervolles Leuchtturm-Album in schwierigen Zeiten!
Yungbluds einzigartiges Festival, das in den vergangenen Jahren Fans aus aller Welt angezogen hat, findet zum ersten Mal außerhalb Großbritanniens statt. Vor einem Monat kündigte der Veranstalter RFP Concerts in Zusammenarbeit mit D Smack U Promotion die exklusive Premiere der Veranstaltung am 27. Juni im Park 360 in Hradec Králové an, wo neben Headliner Yungblud auch Acts wie Biffy Clyro, Primal Scream, Palaye Royale und die tschechische Künstlerin Pam Rabbit auftreten werden.
Eine weitere Neuerung ist das erweiterte Angebot an Unterkunftsmöglichkeiten, das von voll ausgestatteten Glamping-Einheiten mit Premium-Annehmlichkeiten bis hin zum klassischen Camping mit eigener Ausrüstung reicht. Die Anreise für Besucher wird zudem durch eine direkte Busverbindung von Prag zum Veranstaltungsort erleichtert, ebenso wie durch die Tatsache, dass die Campingplätze von Freitag bis Sonntag geöffnet sind, um die An- und Abreise zu vereinfachen. Die ersten beiden Ticketkontingente waren innerhalb eines einzigen Tages ausverkauft, und das dritte Kontingent ist derzeit im Verkauf und geht ebenfalls schnell zur Neige.
Im Vergleich zu anderen Veranstaltungen zeichnet sich das Bludfest durch einzigartige Elemente aus, die es innerhalb von nur zwei Jahren zu einem Phänomen in der europäischen Festivalszene gemacht haben. Seit seiner Gründung im Jahr 2024 stützt es sich nicht nur auf sein Line-up, sondern vor allem auf die Fan-Community des Black Hearts Club und die Idee, dass das Festival ein Ort sein soll, an dem sich die Menschen frei und sicher fühlen können. „Bludfest is different in many ways from most festivals, and it’s important for us as organizers to bring this concept here in the most authentic form possible. Our goal is therefore to create an environment where people feel safe, open, and naturally connected“, sagt Luděk Motyčka, Direktor von RFP Concerts.
Auch internationale Medien haben in den vergangenen Jahren die einzigartige Atmosphäre des Festivals hervorgehoben. BBC-Reporter stellten fest, dass Fans aus aller Welt zum Bludfest kommen und viele von ihnen dessen Offenheit und Erschwinglichkeit in einer Zeit betonen, in der die Preise für große Festivals deutlich steigen. „He represents a lot of us who get treated differently and he’s made me feel free to be myself“, sagte ein Festivalbesucher gegenüber der BBC. Das Magazin Kerrang! schrieb über das Bludfest: „With the festival gates heralding a smorgasbord of vaudevillian chaos – much like YUNGBLUD himself – and boasting pretty much anything and everything you can think of, Bludfest is a kaleidoscope of creativity.“
Auch das Konzept des Festivalgeländes ist einzigartig. Das Bludfest ist nicht nur ein Festival, sondern ein ganztägiges Erlebnis, das Musik, Kunst und Gemeinschaft vereint. Im Laufe eines einzigen Tages können Besucher mehrere Konzerte besuchen und gleichzeitig andere Teile der Festival-„Stadt“ erkunden – von der Bar und dem Merch-Bereich vor Ort bis hin zu kreativen Installationen und Gemeinschaftsräumen.
Eines der markantesten Merkmale der vergangenen Jahre war das „Make A Friend“-Zelt, das für Offenheit und Inklusivität steht. Es bietet Fans, die alleine kommen, einen Ort, an dem sie andere Besucher kennenlernen und Kontakte knüpfen können. Genau solche Momente machen das Bludfest zu einem Fest für eine neue Generation von Fans. Auch im dritten Jahr wird das Festival wieder zeigen, dass es bei seiner Kernphilosophie nicht nur um Musik geht, sondern vor allem um Gemeinschaft, Offenheit und die Gewissheit, dass niemand auf dem Festival allein ist. Yungblud selbst verspricht bereits, dass das Bludfest 2026 größer sein wird als je zuvor.
Der multifunktionale Park 360 (100 km östlich von Prag, 190 km von Breslau, 400 km von Berlin und 110 km von Wien entfernt) wird die Veranstaltung ausrichten, bei der der britische Superstar als Headliner auftreten wird.
Bestätigt sind die Rock-Größen Biffy Clyro und die Psychedelic-Ikonen Primal Scream, die Indie-Pop-Lieblinge Pale Waves, das Art-Rock-Trio Palaye Royale und der Rapper Destroy Lonely aus Atlanta. Hinzu kommen der irische „Ouija Pop”-Durchstarter Bambie Thug und die Londoner Band Leap. Jesse Jo Stark, der gerade mit Lil Yachty gearbeitet hat, steht ebenfalls auf dem Programm, ebenso wie die aufstrebenden Talente Nieve Ella und Pam Rabbit.
Über Yungblud:
Yungblud hat sich als einer der weltweit wichtigsten Musiker seiner Generation etabliert, der Einflüsse aus Rock und Punk zu einem monumentalen Effekt verbindet. Seine ausverkauften Konzerte haben ihn zu einem der elektrisierendsten Musikexporte der Welt gemacht. Er hat mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter den MTV EMA und den O2 Silver Clef Award für den besten Live-Act.
Bekannt für seine energiegeladene Bühnenpräsenz und seine grenzüberschreitenden Texte, fordert Yungblud weiterhin Konventionen heraus und inspiriert Fans weltweit mit Botschaften der Authentizität und Akzeptanz.
Vor kurzem erweiterte Yungblud seinen Einfluss, indem er sein eigenes kuratiertes Festival, das Bludfest, debütierte und sein erstes Buch veröffentlichte, das sofort auf Platz 1 der Sunday Times Bestsellerliste landete: „You Need to Exist: A Book to Love and Destroy”.
Der 28-jährige Multi-Instrumentalist, Songwriter und Performer wurde in Yorkshire, England, geboren, begann im Alter von zwei Jahren Gitarre zu spielen und schrieb mit 10 Jahren seine ersten eigenen Songs. Nach der Veröffentlichung seiner selbstbetitelten EP und seines Debütalbums „21st Century Liability“ (2018) erreichten seine folgenden drei Alben „Weird! (2020), Yungblud (2022) und IDOLS (2025) alle Platz 1 der offiziellen britischen Albumcharts. Seine Texte fanden bei Millionen von Menschen auf der ganzen Welt Anklang und bescherten ihm einen kometenhaften Erfolg. Seitdem hat er mehrere Millionen Follower, 8 Milliarden Streams und über 3 Millionen verkaufte Alben und 1 Million Konzertkarten vorzuweisen.
Das Jahr 2026 markierte einen historischen Meilenstein in seiner Karriere, als er als erster britischer Künstler drei Grammy-Nominierungen in den Rock-Kategorien in einem einzigen Jahr erhielt (Bestes Rock-Album, Bester Rock-Song und Beste Rock-Performance). Schließlich sicherte er sich seinen ersten Grammy für seine kraftvolle Interpretation von „Changes“, einer Hommage an seinen Mentor Ozzy Osbourne. Derzeit tourt Yungblud mit seiner ausverkauften IDOLS World Tour durch die Welt und präsentiert sein aktuelles Album.
UNHEILIG ohne den charismatischen Grafen war ein Versuch, aber irgendwie war er dann doch zum Scheitern verurteilt. 2014 und 2016 hatte sich der Graf, dessen bürgerlicher Name unbekannt bleiben soll, gleich zweimal verabschiedet. Auf dem Konzeptalbum „Gipfelstürmer“ gab es schon den Titel „Zeit zu gehen“, doch nach der großen Abschiedstournee wurde mit „Von Mensch zu Mensch“ ein weiteres Abschlussalbum nachgeschoben. Zehn Jahre dauerte die Trennung von Band und Frontmann, wobei der Graf noch sporadisch in den Medien in Erscheinung trat, während die Band als Zwischenlösung The Dark Tenor präsentierte und ansonsten mit Compilations in Erinnerung blieb.
Der Paukenschlag dann am 5. Februar 2025: Der Graf persönlich kündigte das Comeback von Unheilig noch für dasselbe Jahr an. Die Band werde wieder ins Studio gehen und ein neues Studioalbum produzieren, zudem wurde eine Tour versprochen. Im September 2025 gab man den Titel des zehnten Studioalbums „Liebe Glaube Monster“ bekannt, das im März 2026 erschien und direkt die Chartspitze stürmte.
Die Singleauskopplung „Wunderschön“ war bereits im September 2025 erschienen, im November folgte „Mein Löwe“ und im Januar 2026 „Spiegel“. Stilistisch geht es weiter, als sei nichts geschehen. UNHEILIG sind nur noch in Ansätzen so düster wie zu Beginn der Karriere. Seit „Geboren um zu leben“ hat man eine breite Konsens-Öffentlichkeit klar gemacht und bedient ein neues Publikum mit melodischen Songs und der sonoren Stimme des Grafen.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Dennoch bleiben einige Markenzeichen erhalten: Zum einen die quirligen elektronischen Einsprengsel und dann auch mal Stücke im Genre „Neue Deutsche Härte“ wie das starke „KI – 01001011 01001001“ (wobei übrigens der Binärcode wiederum KI bedeutet). „Wunderschön“ ist ein typisch emotionaler Song der neuen Ausrichtung, ebenso „Mein Löwe“, das der Graf seiner Mutter gewidmet hat.
Dann erschien mit Veröffentlichung des Albums am 13.03. eine weitere, tief bewegende Ballade des Ausnahmekünstlers. Es ist eine musikalische Liebeserklärung an den wohl wichtigsten Menschen in seinem Leben, seine Frau. „Du bist meine Heimat“, so der Titel des Songs, beschreibt die tiefe Verbundenheit, Nähe, Liebe und Dankbarkeit für mittlerweile über 50 Jahre gemeinsamen Lebens, die der Graf erstmals nun in einem Song ausdrückt.
So erklärt er selbst das neue Album: „Wie jedes UNHEILIG-Album, so ist auch das neue Studioalbum LIEBE GLAUBE MONSTER ein Konzeptalbum. Ich hatte in den vergangenen neun Jahren viel Zeit, um meine Inspiration und die kreativen Ideen zu sammeln und in Musik zu fassen. Es sind die Themen und Facetten meines Lebens, die ich mit den Menschen teilen möchte. Meine Gedanken, Erfahrungen, Träume, Erlebnisse, Ängste und Emotionen. Musik war immer meine Sprache, und mit Musik geht das für mich am besten. Und der Albumtitel erschien mir passend, all das, worum es in meinen neuen Songs geht, zu vereinen.
UNHEILIG hat sich schon immer durch eine sehr große musikalische Bandbreite ausgezeichnet. Von Metal über Pop, Rock und Balladen zu Schlager und Punkrock oder Alternative Musik und Electro findet sich alles in der Musikalität bei UNHEILIG wieder. Wir sind früher in Wacken und bei Carmen Nebel aufgetreten, dieser scheinbare Spagat ist Teil der UNHEILIG-DNA und dies bleibt auch LIEBE GLAUBE MONSTER so. Demnach vereint das Album eine bunte Mischung aus schnellen Songs, härteren Songs, Balladen, Midtempo Songs oder auch schlageresken Titeln geben. Das alles ist Teil von UNHEILIG.“
Das komplette Album geht unter die Haus – so als wäre der Graf nie weg gewesen. Im Digipack gibt es ein umfangreiches Booklet mit vielen Fotos und allen Lyrics, eine zweite CD voller Demos und alternative Titelbilder (Liebe, Glaube oder Monster) auf Kärtchen, die sich austauschen lassen. Ein würdiges zehntes Album, das die lange Wartezeit umgehend vergessen lässt.
UNHEILIG – WUNDERSCHÖN – DIE COMEBACK KONZERTE 2026
07.05.2026 Düsseldorf – MEH (Nachholkonzert)
04.06.2026 Saarbrücken – Saarlandhalle
05.06.2026 Saarbrücken – Saarlandhalle
06.06.2026 Tettnang am Bodensee – Schlossplatz
07.06.2026 CH – Bern – Festhalle (ausverkauft)
13.06.2026 Berlin – Parkbühne Wuhlheide (ausverkauft)
20.06.2026 Mönchengladbach – Sparkassenpark
26.06.2026 A – Graz – Freiluftarena
27.06.2026 A – Clam – Burg Clam (ausverkauft)
28.08.2026 Dresden – Filmnächte am Elbufer (ausverkauft)
29.08.2026 Dresden – Filmnächte am Elbufer (ausverkauft)
30 Jahre ist es nun schon her, dass ein paar rotzfreche Musikstudenten mit philharmonischen Ambitionen im Gasthaus Mnozil in Wien den Verlockungen der Wirtshausmusik nachgaben und so ganz ungeplant den Weg ins Entertainment Business einschlugen. Man ließ die hehre Welt der Klassik hinter sich und bereiste den Globus fortan im Auftrag der angewandten Blasmusik.
Der Erfolg stellte sich rasch ein und es kam, wie es kommen musste: Die Dekaden vergingen wie im Flug und aus Studenten wurden schließlich selbst Professoren. Lehrende, die nach bestem Wissen und Gewissen einzig danach trachteten, das Erlebte in Wort und Ton an ihre wissbegierigen Schülerinnen weiterzugeben.
Doch das Feuer der geblasenen Musik erlischt nie! Es lodert auch anno 2023 hell in ihren Herzen, genau wie damals, in der kleinen Wiener Gaststätte.
Und deshalb macht sich MNOZIL Brass abermals zu neuen Ufern auf und präsentiert den ultimativen Blechgeburtstag in Form einer Jubiläumsshow: JUBELEI! – 30 Jahre MNOZIL BRASS
Sie ist die spektakulärste und erfolgreichste, tourende Tanzshow der Geschichte und 2026 feiert sie fulminant ihr 30-jähriges Jubiläum: „Lord of the Dance“!
Schon mehr als 60 Millionen Menschen in 60 Ländern auf allen Kontinenten begeisterte die atemberaubende, mitreißende und magische Show. Das 30-jährige Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch die einmalige Gelegenheit, auf die außergewöhnliche Reise von „Lord of the Dance“ zurückzublicken. Alles begann mit Michael Flatleys Traum, die größte irische Tanzshow der Welt auf die Beine zu stellen. Und was fast alle für unmöglich hielten, schaffte Michael Flatley mit großer Entschlossenheit, außergewöhnlichem Talent, unermüdlicher Leidenschaft und viel Arbeit! Seine spektakuläre Pausenaufführung beim Eurovision Song Contest im Jahr 1994 endete mit Standing Ovations. Damit stellte er sogar das eigentliche Event in den Schatten. Der Rest ist Geschichte!
Michael Flatley schuf nicht nur die erfolgreichsten Tanzproduktionen aller Zeiten, er brach weltweit Rekorde und verhalf der Kunst des traditionellen irischen Tanzes zu Weltruhm und Anerkennung. Seine Show und auch Michael Flatley selbst wurden zu Legenden. Der Kampf zwischen Gut und Böse ist eine einzigartige Kombination aus energiegeladenem Tanz auf höchstem künstlerischem Niveau, origineller keltischer Musik, klugem und zugleich unterhaltsamem Storytelling sowie einer subtilen Sinnlichkeit. Dieses einmalige Zusammenspiel verzaubert das Publikum nun bereits seit 30 Jahren immer wieder aufs Neue!
Im Frühjahr 2026 hallt endlich wieder das rasante und markante „Klacken“ durch die Säle Deutschlands und Österreichs. Für die Jubiläumstour hat Michael Flatley das Original-Konzept von „Lord of the Dance“ auf eine neue, moderne Art und Weise weiterentwickelt. Von der Los Angeles Times als „showpiece extravaganza“ beschrieben, wird die Show das Publikum mit mehr als 150.000 Taps pro Vorstellung in eine Zeit und einen Ort voller Mythen und Fantasie versetzen.
Die Zuschauer dürfen sich auf eine packende Reise freuen, die durch aufwendige Kostüme, atemberaubende Choreografien sowie modernste Technik und Lichteffekte begleitet wird. 40 der talentiertesten jungen Tänzerinnen und Tänzer der Welt bringen unter der Regie von Michael Flatley eine Show auf die Bühne, die Tradition, Unterhaltung, Musik, Faszination und Tanz perfekt miteinander vereint. Diese Tanzsensation und ihre Jubiläumstour dürfen sowohl „Lord of the Dance“-Fans der ersten Stunde als auch Neulinge auf keinen Fall verpassen!
Mit der Konzertreihe „The World of Hans Zimmer“ hat der mehrfache Academy Award® – und Grammy-Gewinner Hans Zimmer Live-Erlebnisse geschaffen, die Fans weltweit auf individuelle und beeindruckende Weise durch seine Filmmusik führen. Als musikalischer Leiter und Kurator zeichnet der Meister persönlich maßgeblich für die „World of Hans Zimmer“- Produktionen verantwortlich, auch wenn er dabei nicht selbst auf der Bühne steht.
„The Immersive Symphony“ ist der jüngste Neuzugang der international gefeierten Konzertreihe. Nach der umjubelten Weltpremiere im Januar 2025 im Metronom Theater Oberhausen geht dieses neue Show-Juwel in diesem Frühjahr endlich auf Tournee.
Herausragende Solistinnen und Solisten aus Zimmers Talentschmiede sowie das Odesa Orchestra & Friends erwecken Zimmers weltberühmte Melodien aus Filmen wie „Dune“, „Inception“, „Der König der Löwen“ und „Gladiator“ zum Leben und sorgen für zahlreiche Gänsehautmomente. Fesselndes Lichtdesign, atemberaubende visuelle Effekte und der unvergleichlich-originale Hans Zimmer-Klangteppich ziehen die Zuschauer in ihren Bann und lassen sie zu einem integralen Teil dieser magischen Konzert-Atmosphäre werden.
Fans von Hans Zimmers Musik haben in diesem Frühjahr die einmalige Gelegenheit, in diese facettenreiche und magische Welt einzutauchen und das musikalische Genie des legendären Komponisten wie nie zuvor zu erleben.
Seit die erste Konzerttournee „The World of Hans Zimmer – A Symphonic Celebration“ im Jahr 2018 in Deutschland Premiere feierte, entstand daraus bis heute die international gefeierte Konzertreihe „The World of Hans Zimmer“, die bis heute 1.2 Millionen Zuschauer zählt.
Stefan Mross steht seit 38 Jahren auf der Showbühne und ist seit 21 Jahren Gastgeber der ARD-Show „Immer wieder sonntags“. Dabei wirkte der 50jährige Sänger, Trompeter, Moderator und Entertainer sehr jugendlich und frisch in der Europahalle. Die Schlagzeilen der letzten Wochen waren nicht so toll, da die ARD seine Show wohl zum Jahresende absetzen wird. Der Künstler, der schon mit 13 Jahren erstmals vor großem Publikum auftrat, nachdem er von Karl Moik entdeckt wurde, ging auch gar nicht über diesen kommenden Karriereknick hinweg, sondern thematisierte ihn recht ausführlich in seinen Moderationen. Diese Offenheit war schon immer Teil seines authentischen Auftretens.
Just in diesem Jahr geht die Show „Immer wieder sonntags“ erstmals auf Tour. Und das üblicherweise an normalen Wochentagen, wenn sonntags die Liveshow im Europapark Rust aufgenommen wird. Das Bühnenbild in der Europahalle wirkte etwas hilflos, bestand es doch vor allem aus einem großen Tuch im Hintergrund mit dem bekannten Schriftzug der Sendung. Auch das musikalische Geschehen war etwas spärlich, da die Interpret*innen zwar live, aber zu einem instrumentalen Playback performten. Also eine recht günstig produzierte Show, die aber im Ausgleich mit hochkarätigen Gästen glänzen konnte.
Den Anfang machte Mross selbst, lieferte einige etwas altbackene Witze und sang den Titelsong „Immer wieder sonntags“ ebenso souverän wie den Klassiker „Die kleine Kneipe“. Als ersten Gast begrüßte er Joey Heindle, Ex-DSDS-Sänger und Dschungelkönig 2013. Eine schillernde Persönlichkeit, die frischen Wind in die Halle brachte und Songs wie „Wellenreiter“, „Ich verliere die Kontrolle“ und „Weil das hier unser Leben ist“ sehr poppig interpretierte. Er begab sich früh ins Publikum und fand ein seit 47 Jahren verheiratetes Ehepaar, für das er „Wer außer dir“ zum Besten gab.
Dann Kristina Bach, Schlager-Urgestein und Komponistin unzähliger Hits der Branche. Sie hatte viel zu erzählen und sang ihre großen Erfolge wie „Antonio“ und „Cappuccino“. Vielen war vielleicht gar nicht bewusst, dass auch einer der größten Schlager der letzten Jahrzehnte aus ihrer Feder stammt, da Kristina zu den Stamm-Autor*innen von Helene Fischer gehört. So interpretierte sie mit fester Stimme auch „Atemlos“ – ein Lied, das ihr als Songschreiberin vermutlich Tantiemen in 7stelliger Höhe eingebracht hat. Chapeau!
Gemeinsam mit Joey und Kristina veranstaltete Stefan Mross ein kleines Schlagerquiz, um sein Schlagerwissen unterhaltsam zu verbreiten. Es folgten „Nessaja“ und „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ aus seinem Mund und man ging nach 75 Minuten in die Pause.
Der zweite Teil dauerte dann mehr als 90 Minuten, was die Gesamtlänge der Show sehr solide ausdehnte. Dem Publikum war’s recht, denn es sollten noch einige Highlights geboten werden. Madeline Willers ist erst Anfang 30, hat aber vor einer Woche schon ihr erstes „Best of“ veröffentlicht. Sie sang Titel aus dem eigenen Repertoire („Bauchgefühl“), aber auch ein Hit-Medley mit Songs wie „Ohne dich“ und „Major Tom“ im unvermeidlichen Schlagerbeat. Dann stellte Stefan seinen „Schatz“ vor, nämlich Lebensgefährtin Eva Luginger. Von ihr gab es u.a. den Leandros-Titel „Ich liebe das Leben“ und im Duett mit Stefan „Jenseits von Eden“.
Aber alle hatten jetzt auf die großen Stars gewartet und wurden nicht enttäuscht. Das 72jährige Temperamentbündel Michael Holm hüpfte erstaunlich agil über die Bühne und legte direkt mit „Mendocino“ los, das um das rockige Einsprengsel „Rockin‘ all over the world“ erweitert wurde. Diese Idee kennen Trierer so von Guildo Horn – und die Nähe kommt nicht von ungefähr, hat Holm doch Guildos Erfolgsalbum „Danke“ mit „Guildo hat euch lieb“ produziert und die Band jahrelang begleitet. Die Schlagerfans feierten natürlich auch „Tränen lügen nicht“ und ein quirliges Endlos-Medley mit „We will rock you“, „Beinhart“, „Da doo ron ron“, „Sexy“, „Highway to hell“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“, „Born to be wild“, „Ein Bett im Kornfeld“ und „Satisfaction“. So viel krasse Energie und Vielfalt hätte ich wirklich nicht erwartet. Das war fantastisch.
Ebenso Nicole, die ja aus dem angrenzenden Saarland stammt und damit fast schon Lokalmatadorin war. Sie wies auf ihre Wurzeln hin: „Heute bin ich Heimschläferin“ sagte sie zu tosendem Applaus und wurde auch in der Mundart des kleinen Bundeslandes gut verstanden. Ich fand es erstaunlich, wie viele nostalgische Songs von ihr mir auf Anhieb geläufig waren: „Mit dir vielleicht“, „Flieg nicht zu hoch, mein kleiner Freund“ und „Papillon“ (das sie a cappella von der Bühne schmetterte). Natürlich gab es eine emotionale Ansage zu „Ein bisschen Frieden“ und man konnte sich in die 17jährige Nicole hinein fühlen, die diesen Titel 1982 für Millionen Menschen weltweit gesungen hatte – nur mit einer Gitarre bewaffnet und komplett ohne das heutige ESC-Show-Brimborium. Auch in der Gegenwart funktioniert der zeitlos schöne Song mit seiner traurigen Aktualität. Die Herzen waren schon weich, doch als sie das Friedenslied als Zugabe nochmal a cappella zu Gehör brachte, wurden sichtbar einige Tränchen im Publikum verdrückt.
Zum Finale holte Mross dann die großen Schlagerschinken raus, lieferte Medleys mit Songs von Udo Jürgens und Roland Kaiser. Die Fans feierten ihn zum krönenden Abschluss mit stehenden Ovationen und die Message war klar: Wir brauchen weder ein geniales Bühnenbild noch eine ausgefuchste Liveband. Wir wollen unsere Lieblingssongs aus dem Mund bekannter Künstler*innen hören. Mission gelungen!
(Credit für alle Fotos auf dieser Seite: Dietmar Schmitt)
Jahr um Jahr veröffentlicht der US-Bestseller-Autor John Grisham neue Romane und die Ideen scheinen ihm dabei nicht auszugehen. Das neue Werk mit dem Titel „Das Vermächtnis“ startet als Justizthriller im Stil seiner größten Erfolge, wächst sich aber im zweiten Teil zu einem waschechten Whodunit-Krimi aus.
Der Klappentext spoilert die Handlung in Ansätzen: Simon Latch ist ein kleiner Anwalt im ländlichen Virginia. Finanziell kommt er nur mit Müh und Not über die Runden, zudem geht seine Ehe in die Brüche. Dann betritt Eleanor Barnett sein Büro, eine ältere Witwe, die ein neues Testament braucht. Offenbar hat ihr Mann ihr ein gewaltiges Vermögen hinterlassen, von dem niemand etwas weiß. Simon behandelt den Auftrag streng vertraulich, aber die Nachricht von Eleanors Reichtum scheint durchzusickern. Als Eleanor Opfer eines Autounfalls wird, muss Simon erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint. Kurz darauf findet er sich auf der Anklagebank wieder, der Vorwurf lautet Mord aus Habgier. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Ihm bleibt nur eine Chance, sich zu retten: wenn er den wahren Mörder findet.
Wie immer nimmt die Handlung schnell an Fahrt auf. Grisham führt die wichtigsten Figuren ein und schon geht es Schlag auf Schlag weiter. „Das Vermächtnis“ legt schnell los und wird zum echten Pageturner, auch wenn die eigentliche Krimihandlung sehr lange auf sich warten lässt. Zunächst geht es nämlich um die Erbschaftsgeschichte von Eleanor Barnett und man darf sich in die juristischen Winkelzüge eines Testamens einlesen, was durchaus spannend ist.
Nach dem Tod der alten Dame wird Simon Latch zum Gejagten und die Spannung, ob er heil wieder aus der Sache raus kommt, hält sich bis zur letzten Seite. Oft habe ich bei Grishams Geschichten das Gefühl, dass die Protagonisten zu gradlinig durch die Story wandeln und mit juristischer Klarheit aus allen Widrigkeiten rauskommen. Hier aber ist es ganz anders, denn man muss sich auf die Suche nach einem Mörder begeben – wobei es viele mögliche Spuren gibt.
Der Erzählstil von Grisham ist wie immer sehr flüssig, wenn man sich nicht zu lange mit den rechtlichen Spitzfindigkeiten aufhält. Der inzwischen 71jährige verliert sich zumindest nie in komplizierten Erläuterungen, sondern versucht seine Ausführungen möglichst einfach zu halten. Die Leserschaft wird mehrfach auf eine falsche Fährte geführt und zum Schluss gibt es eine doch recht überraschende Wendung. „Das Vermächtnis“ ist ein spannendes Spätwerk des Autors, das aus den über 40 Romanen positiv heraussticht.
Die französische Artrock-Band LAZULI durfte ich in den vergangenen Jahren schon häufig erleben, meist beim Event „Night of the Prog“, das bis vor kurzem jährlich auf dem Loreleyfelsen stattfand. Und jedes Mal war es ein ganz besonderes Konzert. So war ich auch in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen ganz gespannt, wie die Band dort ankommt – und sie hatte ihr Publikum vom ersten bis zum letzten Ton des 130minütigen Gigs fest im Griff.
Schon beim Betreten der Halle lag eine besondere Atmosphäre in der Luft: erwartungsvoll, fast andächtig, als wüsste das Publikum, dass es mehr als nur Musik hören würde. Als die Band schließlich die Bühne betrat, begann eine klangliche Reise, die sich nur schwer in ein Genre pressen lässt. LAZULI verbinden Progressive Rock mit Chanson-Elementen, Weltmusik und elektronischen Einflüssen – und erschaffen damit einen Sound, der gleichzeitig komplex und zugänglich ist.
Im Zentrum des Geschehens stand Claude Leonetti, dessen einzigartiges Instrument, die selbst entwickelte Léode, sofort alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Mit ihr erzeugte er schwebende, fast sphärische Klänge, die sich mühelos über die rhythmische Basis der Band legten. Ruhige, fast zerbrechliche Passagen wechselten sich mit kraftvollen, rhythmisch dichten Momenten ab. Romain Thorel am French Horn und Vincent Barnavol an Percussion & Marimba sorgten für melodische Abwechslung, während Dominique Leonetti den Gesang beisteuerte und Geschichten zu den Songs erzählte.
Die Stücke bauten sich langsam auf, entfalteten sich und mündeten in emotionale Höhepunkte, die das Publikum spürbar mitrissen. Dazu gab es eine abgestimmte Show aus Licht und Videoeinspielern, die die Songs visualisierten. Zum Abschluss fanden sich „Neuf Mains autour d’un Marimba“ – ein virtuoser Abschluss für ein fantastisches Konzert!
(Credit für alle Fotos auf dieser Seite: Atelier3Bären)
Der Singer/Songwriter Pippo Pollina wurde 1963 in Palermo geboren, besuchte das Konservatorium und studierte Rechtswissenschaften. Er engagierte sich früh in der Antimafiabewegung und arbeitete für die von Giuseppe Fava gegründete Zeitschrift „I Siciliani“. Nach Favas Ermordung durch die Mafia verließ Pollina 1985 Sizilien, um erstmal als Straßenmusiker durch die Welt zu reisen. Inzwischen lebt er in Zürich, wurde für sein musikalisches Schaffen mehrfach ausgezeichnet, hat zahlreiche Alben aufgenommen und ist auf vielen großen Bühnen aufgetreten.
Pippo ist im deutschsprachigen Raum einer der bekanntesten italienischen Liedermacher. Seit drei Jahrzehnten ist er mit seinen Konzertprogrammen unterwegs und füllt mittlerweile nicht mehr nur die Kleinkunstbühnen, auf denen alles begann, sondern auch die großen Häuser von der Arena in Verona bis hin zum Hallenstadion in seiner Wahlheimat Zürich. Pollina besticht durch seine unbändige Kreativität, mit der er seit mehr als 35 Jahren auch seine vielen treuen Fans immer wieder überrascht. Sei es mit lyrischen Balladen, poetischen Protestliedern oder rockigen Songs: Pollinas Sprache bleibt immer sensibel und zart.
Sein aktuelles Album trägt den Titel „Fra guerra e pace“, übersetzt: „Zwischen Krieg und Frieden“. Damit trifft Pollina den Nerv und die Ängste der heutigen Zeit. Soll es wirklich so sein, dass man die 20er Jahre des letzten und des aktuellen Jahrhunderts irgendwann gleichsetzen muss?
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
„Fra guerra e pace“ ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Album. Mit seiner detailreichen, vielgestaltigen, mal hymnisch, mal archaisch anmutenden Musik, zieht es uns sofort in den Bann. Die Liedtitel und Texte konfrontieren uns mit grausamer Geschichte und Gegenwart. „Lanotte dei cristalli“ (Die Kristallnacht) ist ein Lied, das er für dieses Album gemeinsam mit seinen beiden Kindern, Singer-Songwriter FABER und Madlaina Pollina, aufgenommen hat. Es ist das erste Mal, dass die drei gemeinsam zu hören sind.
„Free Palestina“ besingt einen Ort, in dem es keine Erinnerungen, kein Brot, keine Würde gibt, aber viele Kräfte, die Free Palestine rufen. Immer schwingt die Hoffnung mit, schimmern Liebe und Menschlichkeit wie Gegengift durch das Leid hindurch. So erzählt das Lied „Fra i petali del girasole“ (In den Blütenblättern der Sonnenblumen) von einem ukrainischen Soldaten auf Heimaturlaub, der fernab vom Donbass, von einem guten Leben nach dem Krieg träumt. Denn eigentlich hält das Leben doch so viel Schönes bereit. „La vita è bella così com’è“ (Das Leben ist schön, so wie es ist) lautet der Titel von Pippo Pollinas Tour im kommenden Jahr.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
In akustischer Fülle mit Streichern, Akkordeon, Kontrabass, Holzblasinstrumenten und Mandoline neben der normalen Bandbesetzung führt uns Pippo Pollina in eine klanggewaltige Welt, die auch arabische Klänge in sich vereint. Einfach wundervoll.
Livetermine 2026: 13.05.26 Sontheim – Dampfsäg 14.05.26 Friedrichshafen – Bahnhof Fischbach 15.05.26 Ebersberg – Alter Speicher 16.05.26 Frankfurt am Main – Alte Oper 17.05.26 Lörrach – Burghof 19.05.26 Bonn – Pantheon
Als die H-BLOCKX um Henning Wiehland vor zwei Jahren ihr langes Schweigen brachen und endlich wieder bei ROCK AM RING in Erscheinung traten, war es wie in alten Zeiten und Erinnerungen wurden wach. 1995 gab es den ersten Gig der deutschen Crossover Pioniere am Ring und deren damaliger Hit „Risin‘ High“ ist bis heute im Ohr. Jetzt gibt es sogar ein neues Album – das letzte ist 14 Jahre her – und prompt mit Platz 3 die höchste Chartplatzierung ever.
Die neue Platte der Münsteraner erscheint über Solitary Man-Records, das von den DONOTS geführt wird: Beide Bands verbindet eine lange Historie und Donots-Sänger geht soweit, „FILLIN_THE_BLANK“ das „zweite Album der Band“ zu nennen: „Denn so unbeschwert, leicht, direkt, hittig und ja, cool, war das Quartett ehrlich seit Jahrzehnten nicht.“
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren
Das sieht auch Sänger Henning Wehland so: „Ingo hat uns mit diesem Satz einen Gefallen getan: Unser Debüt war sehr bedeutend und hat in der Szene einiges bewegt – im Positiven wie im Negativen. Wir haben 30 Jahre gebraucht, um alle anderen Wege auszuprobieren, und jetzt verstanden, dass das unsere DNA ist. Es fühlt sich so an, als wären wir jetzt wieder dort angekommen, wo wir hingehören.“
In diesem Sinne führt das Album gradlinig und überzeugend zurück in die 90er. Rau und roh, mit viel Groove und starken Gitarren. Es erinnert bisweilen thrashig an Metallica und Co, hat aber daneben genug Platz für die ordentliche Portion Rock, Funk und Rap. Elf Songs in 32 kurzweiligen Minuten bieten viel Power und eine Menge Ohrwürmer.
So, als wären sie nie weg gewesen: viel Retro mit dem Potential, sich neue Hörerschichten zu erschließen!
Seit diesem Monat ist die Theateradaption von Dan Browns Bestseller-Roman „Der Da Vinci Code – Sakrileg“ auf Tour durch die großen Arenen in Deutschland und Österreich. Der Thriller hielt über 80 Millionen Leser*innen weltweit in Atem und fand sich 48 Wochen lang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Und damit nicht genug: Die Verfilmung mit Tom Hanks in der Hauptrolle war ebenso erfolgreich, obwohl die Kritiken eher bescheiden ausfielen.
Man tritt also in sehr große Fußstapfen und ich war äußerst gespannt, wie sich die Handlung auf der Theaterbühne umsetzen lässt, wo es doch in Buch und Film an historischen Schauplätzen nur so wimmelt. Unter der Regie von Christoph Drewitz war Saarbrücken nach der Premiere in Frankfurt erst die zweite Station für das Stück, das im englischen Original von Rachel Wagstaff und Duncan Abel adaptiert wurde.
Das Bühnenbild war mit seiner Gitterkonstruktion einer großen Kathedrale nachempfunden, doch es konnte je nach Beleuchtung und projizierten Lichtinstallationen auch Krypta, Museum oder Bibliothek sein. Überhaupt hatte man sich viel einfallen lassen, um den mystischen Charakter der Geschichte zu betonen. Es gab eine zweite Ebene in der Kulisse, auf der Einzelheiten verdeutlicht und die Handlung vorangetrieben wurde. Leuchtsymbole auf den Kutten der Mönche tauchten wie aus dem Nichts auf und brachten einen coolen Effekt.
Ganz großartig empfand ich aber das Schauspielensemble. Hannes Levianto als Robert Langdon hat ein aus dem Fernsehen bekanntes Gesicht, war aber auch schon bei den Schlossfestspielen Regensburg und Bayreuth aktiv. Helena Charlotte Sigal spielt normalerweise am Berliner GRIPS-Theater und verlieh hier der Rolle der Sophie Neveu eine kraftvolle, kluge und zugleich berührende Präsenz. Die Sprechrolle und das Ensemble tanzender Mönche wurde hervorragend eingesetzt und man war gleich mitten in der spannenden Erzählung:
Harvard-Professor Robert Langdon wird eines Nachts in den Pariser Louvre gerufen, wo Chefkurator Jacques Saunière direkt vor der Mona Lisa in einem Pentagramm ermordet wurde. Gefragt ist Langdons Expertise, um den symbolträchtigen Mord mit Hilfe von kryptischen Hinweisen in Werken von Leonardo Da Vincis aufzuklären – doch schnell wird er zum Hauptverdächtigen! Gemeinsam mit der Kryptologin Sophie Neveu begibt er sich auf die Flucht und es beginnt ein Rennen gegen die Zeit, um seine Unschuld zu beweisen und vor seinen mächtigen Widersachern ein Jahrtausende-altes Mysterium aufzudecken, welches die Grundfesten der Kirche erschüttern könnte…
Man begann mit einem Vortrag Langdons über historische Symbole. Ein Schwesternorden und Opus Dei spielten eine Rolle, daneben historische Geheimnisse wie die Mona Lisa, die Rosenlinie oder die Besonderheiten von Da Vincis Gemälde „Das letzte Abendmahl“. Ich will nicht spoilern, obwohl die meisten wohl Story und Auflösung ganz gut kennen.
Es war jedenfalls aufregend, wie die Rätsel erläutert wurden und man die Diskussionen und Erkenntnisse dazu live verfolgen können. Das Stück dauert zweimal knapp 70 Minuten mit einer 20minütigen Pause. In der zweiten Hälfte ging es von Paris nach London. Abweichend von der Buchvorlage ging die Inszenierung mit der Zeit und brachte sowohl iPhone als auch Chat GPT in die Handlung mit ein. Künstlerische Kniffe wie Rückblicke, Traumsequenzen und eine Szene in Zeitlupe bereicherten das Geschehen.
Die Saarlandhalle war nicht voll besetzt, doch alle die da waren, zeigten am Ende ihre Begeisterung. Den Machern und dem Ensemble ist hier ein großartiges Stück gelungen, das den Geist von Dan Brown meisterhaft auf die Bühne bringt und in meinen Augen mehr Spannung erzeugt als der bekannte Kinofilm. Absolute Empfehlung, wenn es demnächst eine Aufführung in eurer Nähe gibt!
(Credit für alle Fotos: Nico Moser – Pressefotos SHOWLOT)
Howard Carpendale hat eine bewegende Karriere hinter sich. Nach erfolglosen Versuchen als Beat-Sänger und Presley-Imitator erhielt er 1966 seinen ersten Plattenvertrag bei der Electrola und wurde über Nacht zum Star. Das ist jetzt 60 Jahre her – und im Januar feierte Howie seinen 80. Geburtstag. Genug Grund zum Feiern! Und wie sollte man das anders tun, als mit einer ausgedehnten Abschiedstournee, die ihn am 17. März in die SWT Arena Trier führte.
Natürlich war die Halle mit 4.500 Zuschauer*innen ausverkauft. Alle wollten ihn nochmal sehen, denn neben Roland Kaiser ist der in Südafrika geborene Schlagersänger der letzte Große aus einer alten Garde von Schlagersängern, die durch die ZDF-Hitparade zu regelmäßigen Gästen in deutschen Wohnzimmern wurden. Und ganz ehrlich? Man merkte ihm sein hohes Alter fast gar nicht an. Charmant wie immer, mit viel Emotionalität und einer sonoren Stimme, die zeitlos perfekt und stimmgewaltig klang.
Das Setting war großartig und die Show sehr aufwendig gestaltet. Eine 15köpfige Band begleitet ihn durch die größten Hallen Deutschlands. Gitarren, Keyboard, Schlagwerk, ein großes Aufgebot an Blechbläsern, drei Menschen im Backgroundgesang – dabei auch das einzige weibliche Bandmitglied. Ein großer Scheinwerferkranz hing wie ein Heiligenschein über der Bühne und es gab eine riesige LCD-Wand im Hintergrund, die alles in Großaufnahmen einfing.
Fotocredit: Simon Engelbert
Nach einem instrumentalen Intro startete Howie mit „Let’s Do It Again!“, quasi dem programmatischen Motto der Tour. Prompt erhoben sich alle Fans von ihren Sitzplätzen und es wurde abgefeiert. Bei „Ist ein Leben genug“ wurde es erstmals ganz emotional und der Sänger bedankte sich warmherzig bei seinem Publikum: „Was wäre ich ohne euch?“ Das gab man gern zurück und schmetterte lauthals mit, als sich der Song „Hi“ mit Tina Turners „The Best“ vermischte. Für viele Anwesende ist Carpendale ganz klar die Nummer eins.
Er war äußerst redselig, berichtete von seiner Familie, von der Frau, mit der er seit 46 Jahren zusammen ist und von seinem Sohn Wayne, der sich in Trier im Publikum befand. Sein Monolog und die Gedanken waren sehr authentisch. Die Band fing ihn auf, wenn es wie bei „Wenn ich könnte wie ich wollte“ mal einen kleine Texthänger gab, und der Backgroundgesang stützte ihn jederzeit, auch wenn das gar nicht nötig war. Die jugendliche Frische im zuweilen mehrstimmigen Gesang tat der Show jedenfalls gut.
In großer Trauer erzählte Howie von seiner Bekanntschaft mit Udo Jürgens und sang als Hommage eine umgetextete Version von „Ich war noch niemals in New York“, die im neuen Text viele Songtitel des großen Österreichers enthielt. Damit war der Umschwung zu den Gassenhauern gelungen und es ging weiter mit „Tür an Tür mit Alice“. Da man ohnehin nicht mehr verhindern kann, dass manche Fans die Ballermann-Version mit „who the fuck is Alice“ grölen, wurde diese Zeile einfach in den Song integriert. Da bleibt Carpendale gelassener als sein Kollege Roland Kaiser bei „Joana“.
Die erste Halbzeit war ein gelungenes Happening aus neuen und alten Hits. Nach einer guten Stunde ging es in die Pause und man konnte rundrum erkennen, wie zufrieden das Publikum war. Und dann drehte der 80jährige zu Beginn der zweiten Hälfte voll auf und ließ „Hello again“ auf die Fans los. Für viele gab es kein Halten mehr und man stürmte in Scharen zur Bühne, doch dafür war es noch zu früh. Die Ordner waren angehalten, alle auf die Plätze zurückzuschicken.
Fotocredit: Simon Engelbert
„Das ist unsere Zeit“ und „Das alles bin ich“ hießen zwei ganz persönlich gehaltene Songs. Durch ein Zusammenrücken der Band wurde für „Ihr Großen dieser Erde“ (als Aufruf zu Frieden und Zusammenhalt), „Schade“ und dem rührenden Abschiedssong „Du bist doch noch hier“ eine kuschelige Atmosphäre geschaffen. Ein Zuschauer wollte mehr Action und rief penetrant „Ti amo“, doch Howie blieb cool, entgegnete „Ich dich auch“ und baute den Set weiter auf.
Zum umjubelten „Samstag Nacht“ durften dann doch alle nach vorn zur Bühne. Hier ging die Party jetzt jubelnd und tanzend in die Vollen. Ja, tatsächlich wurden dem alten Herrn auch ein paar Schlüpper auf die Bühne geworfen. Titel wie „Ruf mich an“, „Deine Spuren im Sand“, „Laura Jane“ und „Das schöne Mädchen von Seite 1“ wurden als Medley dargeboten. Mit dem Abschluss „Nachts, wenn alles schläft“ war dann der Hauptset beendet.
Das Spielchen mit „Runter von der Bühne – rauf auf die Bühne“ schenkten sich Band und Sänger. Die vier Zugaben folgten Schlag auf Schlag. Zuerst der neue Hit „Sophia Loren“, den Howard mit den kultigen Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys in die Charts brachte, die Superhits „Dann geh doch“ und natürlich „Ti amo“! Danach stimmte der ganze Saal „Ti amo“ nochmal a cappella an und ging in „Oh wie ist das schön“ über. Howie war sichtlich gerührt und interpretierte seine „Symphonie meines Lebens“ ganz allein zum Piano.
Das Programm war hervorragend zusammengestellt. Es umfasste seine größten Hits ebenso wie persönliche Highlights, die Carpendale, Generationen von Fans und ein ganzes Genre über Jahrzehnte hinweg geprägt haben. Modern inszeniert, mit beeindruckender Bühnenshow und emotionalen Momenten, wurde das Konzert zu einer musikalischen Zeitreise durch das Lebenswerk des Ausnahmekünstlers.
Bereits seit über 30 Jahren ist der Essener Ingo Appelt hauptberuflich als Comedian unterwegs und gehört damit zu den Urgesteinen der deutschen Szene. Früher war er regelmäßig in „RTL Samstag Nacht“ und dem „Quatsch Comedy Club“ zu sehen, heute sind es Formate wie „Mario Barth deckt auf“. Doch die Königsdisziplin ist natürlich das Standup-Programm, das ihn am 15. März auch auf die Bühne der ausverkauften TUFA in Trier führte.
Das aktuelle Programm trägt den Titel „Männer Nerven Stark“ und die drei Worte sind bewusst groß geschrieben, um zwei Deutungen zuzulassen. Männer können stark nerven, aber sie brauchen manchmal auch starke Nerven. Appelt zumindest scheint mit den Nerven am Ende zu sein, wenn er auf die Bühne kommt und zwei Stunden lang (unterbrochen von einer kurzen Pause) ohne Punkt und Komma redet.
Ingo hängt den Maulkorb an den Haken und packt den verbalen Vorschlaghammer aus. So könnte man die Show in Trier beschreiben. Es geht um alles, was die Menschen nervt und bewegt: Gendern, Wokeness, Gemüse-Nazis und viel politisches Allerlei. „Betreutes Hassen“ nannte der Comedian seine Tirade und er sprach vielen aus der Seele: Ich hasse die Linken nicht, auch nicht die Grünen, die Rechten oder die Vegetarier – ich hasse Menschen!
Er mag mit seinen Ansichten etwas aus der Zeit gefallen sein, doch er erntete viel Applaus während der Show. Und er war zumindest authentisch, denn man nahm dem Ex-Gewerkschafter und (immer noch) SPD-Mitglied seine Wut auf alles ab, was in der heutigen Zeit passiert. Da bekam auch „Muschi-Grabscher“ Trump sein Fett weg.
„Lacht kaputt, was euch kaputtmacht“ lautete das Motto und der Humor war ebenso provokant. Appelt zerlegte unser Miteinander so wunderbar und gleichzeitig pointiert wie kein anderer. Nichts war vor ihm sicher – von der Kommunikation zwischen den Geschlechtern bis hin zu kleinen Macken und Mackern, die uns das Leben schwer machen. Ob wirklich die Männer an der ganzen Misere schuld sind, blieb aber bis zum Ende offen.
Der irische Autor Steve Cavanagh ist vor allem für seine temporeichen Thriller bekannt ist, in denen Justiz, Moral und überraschende Wendungen im Mittelpunkt stehen. Bevor er sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete er als Anwalt in Strafrecht und Zivilrecht. Als Schriftsteller wurde er durch seine Krimireihe über den Anwalt Eddie Flynn bekannt, die inzwischen neun Bände umfasst.
„Kill for me“ ist ein eigenständiger Roman, der ganz bewusst die Story von Hitchcocks Film noir „Der Fremde im Zug“ weiterspinnt. Der Untertitel sagt das schon deutlich: Sie tötet deinen schlimmsten Feind, wenn du ihren tötest… Das ist das Grundsetting der von Beginn an spannenden Geschichte, die ohne viel Blabla in die Handlung einsteigt.
Zur Story: An einem kalten New Yorker Abend lernen sich zwei Frauen in einer Selbsthilfegruppe für Trauernde kennen: Amanda und Wendy können nicht mit der Vergangenheit abschließen, nachdem sie ihre Liebsten durch brutale Verbrechen verloren haben. Beide warten vergeblich darauf, dass der Täter zur Rechenschaft gezogen wird. So schließen sie einen Pakt: Amanda wird den Mann töten, der Wendys Tochter vergewaltigt und ermordet hat. Und Wendy wird Wallace Crone umbringen, den Mörder von Amandas kleiner Jess. Doch der Plan geht schrecklich schief. Denn eine der beiden spielt ein falsches Spiel …
Damit ist schon einiges verraten, doch es geht um sehr viel mehr. Da ist die Handlungsebene um zwei Polizisten, die ein Fall nicht mehr loslässt. Es gibt verschiedene Verbrechen und Morde, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Wenn Cavanagh dann die Fäden zusammenführt, fällt es mir als Leser wie Schuppen von den Augen.
Der Roman ist spannend bis zur letzten Seite und man kann einige Überraschungen erleben. Der Autor bleibt sich treu und baut viele Wendungen ein, die man kaum erwartet hätte. Dabei macht er sich einen Spaß daraus. die Leserschaft mit kleinen Bemerkungen und Szenen in die Irre zu führen. Alles ist sehr klug und logisch konstruiert – und es besteht immer eine emotionale Nähe zu den Hauptfiguren. Auch ohne Eddie Flynn sehr lesenswert!