Katie Melua – Fotos vom Amphitheater Open Air in Trier, 18. Juli 2026
Am 18. Juli 2026 bezauberte Katie Melua das Publikum beim Amphitheater Open Air in Trier. Hier findet ihr unsere Fotos. Credit: Simon Engelbert
Am 18. Juli 2026 bezauberte Katie Melua das Publikum beim Amphitheater Open Air in Trier. Hier findet ihr unsere Fotos. Credit: Simon Engelbert
Die Stimmung war vom ersten Moment an großartig, als Giovanni Zarrella seine Show im Amphitheater Trier startete. Eigentlich gab es Sitzplätze im vorderen Bereich, doch bei fast jedem Song stand die Menge geschlossen auf und feierte eine italienische Party. Der Sänger und Entertainer hatte ordentlich aufgefahren: neben der üblichen Band waren drei Bläserinnen und die Backgroundsängerinnen Celina & Nathalie am Start. Außerdem Giovannis jüngerer Bruder Stefano am Flügel. So schuf man eine schöne Soundkulisse, die durch eine zweistündige Show voller Emotionen trug.

Die aktuelle Tour steht unter dem Zeichen seines 25jährigen Bühnenjubiläums, auch wenn es solo mit seinem Album „La vita è bella“ erst im Jahr 2019 und der darauffolgenden Corona-Zeit so richtig los ging. Das ehemalige Mitglied der Castingband Bro’Sis ist inzwischen als Moderator und Entertainer bekannt und hat sich seit sieben Jahren der Idee gewidmet, bekannte deutsche Stücke in italienischen Versionen neu einzusingen, was enorm erfolgreich ist. So besteht die aktuelle Show aus italienischen Klassikern neben bekannten Melodien von Nena, Wolfgang Petry oder Münchner Freiheit.

Die Band startete mit dem Sound von „L’italiano“, dann kam Giovanni unter großem Jubel auf die Bühne und legte direkt los. „Ci Sarai“ heißt seine Version von Nenas „Irgendwie irgendwo irgendwann“. Damit das Publikum lauthals mitsingen kann, gibt es immer wieder eingestreute Textpassagen in deutscher Sprache. „La discoteca Italiana“ und „Fantastico“ lieferten einen feinen Sound im Stil der Italo Disco, bevor mit „Senza Te“ (Ohne dich) ein nostalgischer Song der Münchner Freiheit erklang.
Zarrella war sehr redselig und erzählte unter anderem vom nächsten Album „My Italian Songbook“, das er zunächst mit dem Jimmy Fontana-Song „Il Mondo“ vorstellte. Zu einer smarten Version von DJ Ötzis „Hey Baby“ gab es ein erstes Tänzchen im Publikum. So ging es munter durch die Musikgeschichte. Mit Enrico Caruso widmete Giovanni sich dem „ersten Popstar der Geschichte“ in der „ältesten Stadt Deutschlands“ und gab auch „‚O sole mio“ zum Besten.

Giovanni zeigte sich einfach grundsympathisch und musikalisch sehr vielseitig. Es gab italienische Evergreens und deutsche Hits in seinem neuen Gewand, eigene Stücke von „Universo“ oder dem kommenden Songbook-Album und tatsächlich auch einige Pop-Klassiker, mit denen Giovanni das Publikum beeindruckte. So lieferte er eine grandiose Version von Michael Jacksons „Billie Jean“, zu der er einen kleinen Jungen (Tommy) auf die Bühne holte, der mit ihm zusammen den Moonwalk aufführte. Eine grandiose Performace.
Zuvor hatte Zarrella über seine lange Karriere gesprochen, über die Zeit mit Bro’Sis und das Glück, das er nach dem Casting hatte. Schließlich wurde auch deren Hit „I Believe“ aufgeführt. Und er verglich sich mit Robbie Williams, den er stets bewundert hat, weil aus seinen Anfängen in einer Boyband eine Solokarriere erwuchs. Nach einer langen Ansprache zum Thema Liebe und der Kraft, an sich selbst zu glauben, folgte dann auch „Angels“ in romantischer Stimmung.

Zum brandneuen Titel „Che Sarà“ verteilte der Sänger Rosen im Publikum. Er erinnerte an die Nächstenliebe und schwärmte von der Gemeinschaft zwischen Gastarbeitern und Einheimischen, die er in jungen Jahren erlebt hat. Heute kaum mehr vorstellbar. Eine weitere Kindheitserinnerung war die Fahrt über den Brenner in die italienische Heimat – und das Publikum durfte Songs erraten, die dort im Radio gespielt wurden. So interpretierte die Band „Felicità“ von Al Bano und Romina Power sowie Umberto Tozzis „Ti amo“, bevor das erlösende „Sempre Sempre“ als letzter Song im regulären Konzert erklang.
Den Zugabenblock bildete Giovannis Version von Wolfgang Petrys „Wahnsinn“ namens „Dammi“, wobei das nervige „Hölle Hölle Hölle“ durch ein feines „Bella Bella Bella“ ersetzt wurde. Und ganz zum Schluss die Ballade „Tornero“, die das Publikum in die lauwarme Sommernacht entließ. Ein stimmungsvolles Konzert, bei dem man viel Persönliches über den smarten Künstler erfahren konnte.
(Alle Fotos auf dieser Seite: Simon Engelbert)
Seit ich Wincent Weiss vor zehn Jahren erstmals als Support von Max Giesinger in der Garage Saarbrücken gesehen habe, ist viel passiert in der Karriere des inzwischen 33jähringen Sängers aus Bad Oldesloe. Damals stand er mit dem Radiohit „Musik sein“ noch ganz am Anfang – inzwischen hat er fünf Studioalben plus ein Weihnachtsalbum veröffentlicht und neue Musik ist bereits in der Mache.
Übrigens führt Wincent die Tradition fort, die ihm schon bei Max Giesinger neue Fans bescherte: Er holt einen jungen Künstler mit auf Tour. Und zwar jemanden, der schon eine ganz ordentliche Fanbase hat: Kayef aus Düsseldorf, Popmusiker und Rapper. Dieser hat schon einige Alben mehr veröffentlicht als Wincent und legte in Saarbrücken einen formidablen Set hin. Das junge Publikum hatte er ganz gut im Griff.
Schon zum ersten Song gab es eine Fanaktion mit bunten Flyern, dann brachte er die Leute dazu, bei jedem Schluck, den er aus seiner Trinkflasche nahm, „Hm, das schmeckt“ zu rufen. Dass das funktionierte, machte Kayef sichtlich glücklich. Er stellte sein aktuelles Album vor und überzeugte im 30 minütigen Set mit Songs wie „Tränen“ sowie „Mein Herz klopft Lieder für dich“. Im Anschluss erschien er mitten im Publikum, erfüllte Autogramm- und Fotowünsche und hatte für jeden (alten und neuen) Fan in der unendlich langen Schlange ein paar nette Worte übrig. Das ging eine gute halbe Stunde lang bis zum Start von Wincents Show – in sengender Abendhitze. Sehr sympathisch!
Und was soll man noch zur Show von Wincent Weiss sagen? Er zieht ein buntgemischtes Publikum an, von kleinen Kindern bis hin zur älteren Generation. Okay, vor allem hat er weibliche Fans, doch in der Publikumsbefragung kam heraus, dass auch junge Frauen sich von ihren Partnern „ungewollt“ zum Konzert mitschleppen lassen.
Fast zu jedem Song passierte etwas Besonders. Ideen dazu? Schon zu „Hast du kurz Zeit“ war die Konfettikanone im Gang, bei „Die guten Zeiten“ gab es Fotos mit den ersten Publikumsreihen und während „Bleiben wir“ ließ Wincent sich crowdsurfend bis zum FOH tragen. Zu dieser Zeit war das Bühnenbild noch gar nicht so spektakulär: leuchtende Türme rechts und links auf der Bühnenfläche. Wincent performte „In einem anderen Leben“ oben auf einem dieser Türme stehend und hielt dann vor „Was die Menschen nicht wissen“ eine flammende Rede gegen den Schönheitswahn auf Social Media. „Sei du selbst“, war seine Devise und sein Fazit.
„Hier mit dir“ sang er für seinen besten Freund und für alle besten Freunde im Publikum. Passend gab es das nächste Bad in der Menge. „Deiner Seite“ lieferte eine große Pyroshow und während „Langsam“ machte er sich auf den Weg zur B-Stage mitten auf dem Gelände. Zunächst gab es ein „Happy Birthday“ für die kleine Rosa, die mit dem Schild „Du bist mein Geburtstagsgeschenk“ vor ihm stand. Weitere drei Songs wurden akustisch dargeboten, zum Abschluss die Motivationshymne „Frische Luft“.
Inzwischen hatte man die Bühne hinter einem Vorhang komplett umgebaut. Jetzt war dort eine riesige LCD-Leinwand, die begehbar war und von der Wincent aus luftiger Höhe „Flieg“ interpretierte. Tanzen stand nun im Vordergrund, mit Dancefloor-Sound und kleinem Feuerwerk zu „Spring“. Dann ein Wechsel der kompletten Band zu Glitzer-Outfit und Discosound. Man brachte das Publikum von vorne bis hinten während „So gut“ in entsprechende Moves.
Ein ganz neuer Song wurde gespielt, melodisch und mitreißend mit dem Arbeitstitel „Uuuh“ (oder so ähnlich). Danach folgte ein letztes Triple, dass den zweistündigen Gig beendete: „Wer wenn nicht wir“ startete Wincent ganz allein mit Gitarre, bevor die Band einsetzte, zu „Feuerwerk“ gab es (wer hätte das gedacht) ein gigantisches Feuerwerk – und ganz zum Schluss erklang der WM Song „Kurz für immer“. Keine Zugaben, aber man blieb zum Feiern auf der Bühne. So endete das großartige Open Air hinterm E-Werk. Nächste Woche geht es weiter mit SDP und Tream.
Setlist Wincent Weiss, 10. Juli 2026, Open Air am E-Werk Saarbrücken
Till Brönner lud zur Reise nach Italien ein – passend zum aktuellen Album „Italia“. Mit diesem Album widmet sich Brönner der italienischen Musik der 1960er- bis frühen 1980er-Jahre, einer Epoche voller unvergesslicher Songs und großem Lebensgefühl. Das alles gab es auch in Trier beim zweistündigen Konzert zu hören. Fotocredit: Dietmar Schmitt
Auch im Jahr 2026 hat die Veranstaltungsreihe „Porta hoch drei“ vor dem alten römischen Stadttor wieder für Furore gesorgt und an drei Abenden jeweils fast 2.500 Zuschauer*innen auf dem Vorplatz des Wahrzeichens begeistert. Die Vorzeichen waren diesmal etwas anders, denn die Porta Nigra ist aus Gründen einer Sanierung momentan teilweise verhüllt, doch die Stadt hat das gut gelöst: auf die Hülle ist ein Foto der Porta aufgedruckt, so sieht es fast aus wie immer. Man hat sogar einige römische Figuren in die Fenster eingefügt.

18. Juni 2026 – MEUTE
Am Donnerstag gab es die wohl ungewöhnlichsten Klänge, die man hier jemals hören konnte. MEUTE aus Hamburg waren am Start. Die elfköpfige Techno-Marching-Band hat ihr Alleinstellungsmerkmal allein schon aus der ungewöhnlichen Idee, Technoklänge und elektronische Beats mit Blasinstrumenten zu einem organischen Leben zu erwecken. Es gibt unterschiedliche Bläser – Trompeten, Posaune, Tuba und drei Saxofone -, eine Marimba und sehr viel Schlagwerk.

Das aktuelle Album trägt den Titel „JUBEL“ und der Auftritt vor der Porta war fast komplett instrumental. Nur ein einziger Titel wurde mit souligen Vocals dargeboten. Ansonsten ließen MEUTE den Dancefloor beben. Da konnte kaum jemand im Publikum die Füße still halten. Allerorten wurde ausgiebig getanzt und man gab sich dem Groove hin.

Zu starken Beats waren die Stücke relativ lang und man ließ sich Zeit, diese langsam aufzubauen. Das wirkte oft wie ein ausgedehnter Rave, wenn das Tanzfieber um sich griff. Die Soli der Instrumentalisten wurden jederzeit bejubelt. Dabei waren die Musiker nicht besonders gesprächig: ein knappes „Hallo Trier“ blieb einzige Ansage. Doch gestört hat das niemanden. Mit einer Konfetti-Kanone ging der Gig nach gut zwei Stunden zu Ende und man machte sich im Zugabenblock auf in die Menge (einer „Marching Band“ mehr als würdig), um Publikumsnähe zu zelebrieren.
19. Juni 2026 – Christian Steiffen
Der Freitag gehörte dem Entertainer Christian Steiffen. Eigentlich heißt der illustre Künstler Hardy Schwetter und ist ein Schauspieler aus Osnabrück. Dort hat er gar zweimal als Oberbürgermeister kandidiert. Musikalisch präsentierte der selbsternannte „Gott of Schlager“ teils rockige Popsongs mit sarkastischen Texten und einer Prise Synthiesound.
Steiffen verwandelte seine Show vor der Porta mit markanten Texten, viel Humor und der kraftvollen Unterstützung des Original Haseland Orchesters in eine mitreißende Mega-Party. Die einzigartige Mischung aus Unterhaltung, Witz und musikalischer Raffinesse schaffte so eine Atmosphäre, die seine Konzerte unvergesslich macht – und seine stetig wachsende Fangemeinde begeistert. Den Fans konnte man die Freude auch anmerken, kamen sie doch stilecht zum Teil in Schlaghosen und mit blumigen Kostümen. Das kennt man ja schon von Lokalmatador Guildo Horn.
20. Juni 2026 – Till Brönner
Am Samstag wurde nochmal die Trompete ausgepackt, diesmal vom Virtuosen Till Brönner. Der lud zur Reise nach Italien ein – passend zum aktuellen Album „Italia“. Mit diesem Album widmet sich Brönner der italienischen Musik der 1960er- bis frühen 1980er-Jahre, einer Epoche voller unvergesslicher Songs und großem Lebensgefühl. Das alles gab es auch in Trier beim zweistündigen Konzert zu hören. Till sagte zum Schluss, man habe extra zwei Stücke weggelassen, um pünktlich zum Deutschland-WM-Spiel fertig zu sein. Okay, kann man drüber streiten. Die meisten Anwesenden hätten vermutlich lieber mehr Musik gehört…
Auf jeden Fall war es ein rundum gelungener Abend. Der Künstler erzählte von seinen ersten fünf Lebensjahren in Rom, lobte das perfekte italienische Wetter und bezeichnete Trier unter allgemeinem Jubel als „Rom Deutschlands“. Die Kulisse war auch wirklich perfekt. Dass die Porta Nigra verhüllt war, fiel kaum ins Gewicht.
Das Programm stellte eine Mischung aus Filmmusik und Jazz dar. Das Repertoire stammt größtenteils aus Jahrzehnten, die eine goldene Ära des musikalischen Austauschs in Europa markierten. Italienische Songs liefen im französischen Radio und füllten deutsche Plattenläden. Die Songauswahl umfasste Klassiker von Lucio Battisti, Paolo Conte und Ennio Morricone, aber auch viele Raritäten jener Epoche. Hinzu kam die hervorragende Band: natürlich Till Brönner an Trompete und Flügelhorn, Bruno Müller an der Gitarre, Christian von Kaphengst als musikalischer Direktor am Bass, Mark Wyand am Saxofon, David Haynes an den Drums, Olaf Polziehn am Piano, Roberto DiGioia an den Keyboards und die wundervolle Alessia Tavian an den Vocals.
Bekannte Melodien, komplett instrumentale Stücke und Gesang bereicherten den Abend. So gab es für Nostalgiker die Titelmelodie aus „Herr Rossi sucht das Glück“. Alessia verfeinerte Songs wie „Meravigliosa Amore Mio“ mit ihrer wunderschönen Stimme. Bei „L’appuntamento“ sang Till selbst und erzählte von einer Begebenheit mit der fantastischen Hildegard Knef. Es gab Melodien aus „Der Pate“ und Morricones „Cinema Paradiso“ mit hohem Wiedererkennungswert. Ein Klassiker wie „Volare“ musste natürlich sein – der kam jedoch in einer jazzig verspielten Version, wobei das Original nur in Ansätzen zu erkennen war. Später wieder Alessia im Hit „Parole Parole“ und beim Duett „Via Con Me“ gemeinsam mit Till Brönner. Ganz zum Schluss durften die Zuhörer*innen noch einen Ausflug in die Werbe-Welt machen, als Brönner erklärte, wie sich „Du darfst“ bei Ryan Paris‘ „Dolce Vita“ bedient hat. Der Abend war nicht nur musikalisch großartig, sondern in Tills Ausführungen auch durchaus lehrreich.
So endete PORTA HOCH DREI im sommerlich aufgeheizten Trier. Mal wieder grandios in seiner musikalischen Mischung, auch wenn die großen Namen aus Pop und Rock diesmal fehlten. Die wird es dann an anderen Orten der Region geben:
Amphitheater Trier 2026
Stausee Losheim 2026
Open Airs am Bostalsee 2026
Und der Termin für PORTA HOCH DREI 2027 steht ebenfalls fest: 17. bis 19. Juni 2027
Christian Steiffen verwandelte seine Show vor der Porta mit markanten Texten, viel Humor und der kraftvollen Unterstützung des Original Haseland Orchesters in eine mitreißende Mega-Party. Die einzigartige Mischung aus Unterhaltung, Witz und musikalischer Raffinesse schaffte so eine Atmosphäre, die seine Konzerte unvergesslich macht – und seine stetig wachsende Fangemeinde begeistert. Den Fans konnte man die Freude auch anmerken, kamen sie doch stilecht zum Teil in Schlaghosen und mit blumigen Kostümen. Fotocredit: Dietmar Schmitt
„Trink aus! Wir müssen gehen“ – die aktuelle Tour der TOTEN HOSEN trägt diesen Titel, ebenso wie das gerade erschienene Album. Sie scheinen es wirklich ernst zu meinen mit ihrem Abschied. Und so schließen die fünf Musiker fast 45 Jahre nach ihrer Gründung 1982 einen Kreis: Es ist das letzte reguläre Studioalbum der Band. Und tatsächlich feuert man noch einmal die ganze Bandbreite ab, für die DIE TOTEN HOSEN seit Jahrzehnten stehen – laut und leise, euphorisch und melancholisch, persönlich und politisch. Gleichzeitig blickt die Band auf ihr eigenes Leben und ihre gemeinsame Geschichte zurück.
So sind auch die Konzerte aufgebaut, die (vorerst bis September) als Abschiedstour laufen und vielerorts schon ausverkauft sind. Man kann natürlich darüber spekulieren, dass es im Anschluss eventuell noch Festivalauftritte geben wird, beispielsweise bei ROCK AM RING oder WACKEN 2027. Aber nehmen wir die Düsseldorfer ruhig mal beim Wort, denn auf der aktuellen Tour ziehen sie wirklich alle Register der langen Karriere und performen Songs vom „Eisgekühlten Bommerlunder“ bis hin zu den brandaktuellen Titeln.
Zwei Tage waren sie in der luxemburgischen Rockhal, einer Location, die 6.500 Zuschauer*innen fasst – und beide Konzerte waren ausverkauft! Es war auch kuschelig eng in der Halle. Man konnte durchaus von einem „Hexenkessel“ sprechen, während die über zweistündige Show andauerte.
Den Anfang machte am Montag, 8. Juni die belgische Band Triggerfinger mit ihrem Bluesrock, den man tatsächlich auch aus den deutschen Charts kennt. 2012 schaffte die Band nämlich mit „I Follow Rivers“, einer Unplugged-Coverversion des Songs der schwedischen Musikerin Lykke Li, einen Charthit. Den spielten sie in der Rockhal bezeichnenderweise nicht. Er hätte auch nicht in den insgesamt sehr kraftvollen, dynamischen Set gepasst. Also alles richtig gemacht und 30 Minuten lang perfekt eingeheizt.
Die HOSEN fuhren groß auf mit LCD-Leinwänden, formidabler Lighshow sowie vielen nostalgischen Fotos und Einspielern. Es gab eine ganz runde Setlist. Zuerst die Mottosongs der Tour: „Die Show muss weitergehen“ und „Wir waren nie weg“. Dann Klassiker wie“Opel-Gang“, „Auswärtsspiel“, „Altes Fieber“. Den brandneuen Hit „Schlechte Nachbarn“ und sogar Live-Debüts: „Augen zu (Es regnet Blumen)“, „Ich will“ und „Schicksal“. Wer beide Konzerte in Luxemburg besucht hatte, konnte sich über eine stark veränderte Setlist freuen.
Am Ende des Hauptsets die großen Banger, bei denen alle begeistert mitsangen: „Bonnie & Clyde“, „Wünsch dir was“, „Hier kommt Alex“, „An Tagen wie diesen“. Ich wundere mich selbst, wie textsicher ich bei diesen Titeln bin.
Im Zugabenblock folgten ganze zehn (!) weitere Songs. Vom „Bommerlunder“ über das brandneue „Düsseldorf“ bis hin zu „All die ganzen Jahre“, „Trink aus“ und dem Cover „You’ll Never Walk Alone“, das schon so viele Konzerte der TOTEN HOSEN beendet hat. Campino und Co. waren in Topform. Eigentlich könnte die Show noch Jahrzehnte so weitergehen.
Zum Glück gibt es noch viele Gelegenheiten, die Band auf ihrer Abschiedstour zu sehen – vor allem am Bostalsee, gar nicht weit von der Rockhal entfernt:
„Trink Aus! Wir Müssen Gehen“-Tour 2026
13.06.26 DE-Stuttgart – Cannstatter Wasen – AUSVERKAUFT
20.06.26 CH-Zürich – Stadion Letzigrund – AUSVERKAUFT
27.06.26 DE-Frankfurt – Deutsche Bank Park – AUSVERKAUFT
03.07.26 DE-Düsseldorf – Merkur Spiel-Arena – AUSVERKAUFT
04.07.26 DE-Düsseldorf – Merkur Spiel-Arena – AUSVERKAUFT
08.07.26 DE-München – Hans-Jochen-Vogel-Platz – AUSVERKAUFT
09.07.26 DE-München – Hans-Jochen-Vogel-Platz – AUSVERKAUFT
11.07.26 DE-Berlin – Olympiastadion Berlin – AUSVERKAUFT
17.07.26 DE-Köln – RheinEnergieSTADION – AUSVERKAUFT
18.07.26 DE-Köln – RheinEnergieSTADION – AUSVERKAUFT
25.07.26 DE-Freiburg – Messeplatz – AUSVERKAUFT
14.08.26 DE-Bremen – Bürgerweide – AUSVERKAUFT
15.08.26 DE-Hannover – Messe – AUSVERKAUFT
21.08.26 DE-Nohfelden – Bostalsee – AUSVERKAUFT
22.08.26 DE-Nohfelden – Bostalsee – AUSVERKAUFT
27.08.26 DE-Hamburg – Trabrennbahn Bahrenfeld – AUSVERKAUFT
29.08.26 DE-Dresden – Rinne – AUSVERKAUFT
02.09.26 DE-Münster – Open Air Halle Münsterland – AUSVERKAUFT
05.09.26 DE-Minden – Weserufer / Kanzlers Weide – AUSVERKAUFT
09.09.26 DE-Bayreuth – Volksfestplatz – AUSVERKAUFT
12.09.26 AT-Wien – Ernst-Happel-Stadion – AUSVERKAUFT
„Trink Aus! Wir Müssen Gehen“-Tour 2027
12.06.27 DE-Nürnberg – Max-Morlock-Stadion – AUSVERKAUFT
17.06.27 DE-Mannheim – Maimarktgelände
19.06.27 CH-Bern – Stadion Wankdorf
23.06.27 AT-Graz – Messe Graz – Open Air
26.06.27 DE-Leipzig – Festwiese
03.07.27 DE-Braunschweig – Eintracht-Stadion
07.07.27 DE-Konstanz – Bodensee Stadion
10.07.27 DE-Düsseldorf – Merkur Spiel-Arena – AUSVERKAUFT
(Credit für alle Fotos auf dieser Seite: Dietmar Schmitt)
Die antiken Stätten in Deutschlands ältester Stadt eignen sich immer für kulturelle Ereignisse aller Art. Ganz besonders empfehlenswert ist das Amphitheater Open Air, da wo früher die Gladiatoren kämpften. Eine grandiose Location für bewegende Konzerte!
17. Juli – Giovanni Zarrella
Mit seinem großen Herzen, seinem unwiderstehlichen Charme und seiner überfließenden Lebensfreude bringt Giovanni Zarrella uns erneut – und noch mitreißender – das Dolce Vita in unser Leben und auf den Gendarmenmarkt. Mit seinen vielfältigen Talenten und Qualitäten hat sich der deutsch-italienische Sänger, Moderator und Entertainer unwiderruflich in der absoluten Spitzenliga der deutschsprachigen Entertainmentbranche etabliert.
Nach dem überwältigenden Erfolg seines Live-Open-Air Programms „Eine italienische Sommernacht“ im letzten Jahr kommt der charismatische Publikumsliebling 2026 nochmal zurück auf die große Bühne des Classic Open Air – im Gepäck die größten Hits Italiens in ein neues Gewand gepackt. Dazu gibt es große deutsche & internationale Hits auf Italienisch, sowie Songs von seinem neuen in 2026 erscheinenden Album. Begleitet wird der Superstar in seinem 25-jährigen Bühnenjubiläumsjahr von seiner großartigen Live-Band aus der „Die Giovanni Zarrella Show“ und klassischen Streichern.
Dieser Sommer verspricht noch mehr Unterhaltung, Esprit und italienisches Lebensgefühl – mit einer Show, die moderner, mitreißender und größer ist als je zuvor.
18. Juli – Katie Melua
Sieben Jahre nach dem verlegten Konzert kehrt Katie Melua zurück – diesmal in einer der eindrucksvollsten Konzertkulissen Deutschlands: dem Amphitheater Trier. 2019 sollte sie bereits dort auftreten, doch eine Unwetterwarnung machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Die Show wurde kurzfristig in die SWT Arena verlegt, wo 2.200 Fans dennoch ein besonderes Konzerterlebnis genießen konnten.
Am 18. Juli 2026 erfüllt sich endlich der Wunsch vieler Fans: Katie Melua präsentiert ihre größten Hits und neue Songs – begleitet von einer exzellenten Live-Band. Ihre Konzerte sind bekannt für ihre besondere Atmosphäre: reduziert, elegant und voller musikalischer Intensität.
Katie Melua zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen Großbritanniens: über 11 Millionen verkaufte Alben, mehr als 56 Platin-Auszeichnungen und acht Top-10-Studioalben. Hits wie „Nine Million Bicycles“ und „Piece By Piece“ sind längst Klassiker. Ihr aktuelles Album „Love & Money“ (BMG) zeigt einmal mehr ihre Vielseitigkeit und ihr Gespür für zeitlose Melodien.
22. Juli – The BossHoss
Nach der restlos ausverkauften Club-Tour 2025 gehen The BossHoss mit ihrem neuen Album Back To The Boots im Sommer 2026 auf große Festival- und Open-Air-Tour! Freut euch auf pure Live-Energie, legendäre Hits und den unverwechselbaren Country-Rock-Sound der Hauptstadt-Cowboys.
20 Jahre Bandgeschichte treffen auf brandneue Songs wie die Single I’ll Be Back mit Arnold Schwarzenegger. Mit rauem Charme, ehrlichem Sound und ihrer einzigartigen Mischung aus Rock, Country und Americana bringen Boss Burns, Hoss Power & Co. jede Bühne zum Beben. Wer The BossHoss live erlebt, weiß: Hier wird ohne Kompromisse gerockt!
23. Juli – Feine Sahne Fischfilet
Staub in der Luft, Bier in der Hand, Herz auf Anschlag – es ist soweit: Feine Sahne Fischfilet kommen vorbei und bringen alles mit, was man für ein Open Air braucht.
Zwischen Punkrock, Politik und purer Ekstase wird gesungen, geschrien, gelacht und zusammengehalten. Das wird laut. Das wird ehrlich. Das wird ein Abend für alle, die keinen Bock auf Stillstand haben.
Wir freuen uns riesig auf euch, auf volle Reihen, verschwitzte Umarmungen und diese Momente, in denen man merkt: Genau dafür sind Konzerte da.
Also schnappt euch eure Leute, markiert den Termin fett im Kalender und holt euch die Tickets, solange es noch geht. Kommt alle rum – wir sehen uns im Moshpit.
24. Juli – VERSENGOLD
Am 24. Juli 2026 bringen Versengold gemeinsam mit ihren Gästen Fiddler’s Green das Arenarund zum Kochen.
Versengold, die bereits 2024 mit einer ausverkauften Show in der Trierer Europahalle begeisterten, bringen ihre markante Mischung aus mittelalterlich inspiriertem Folk und modernem Rock auf die Bühne – klanggewaltig, emotional und mit viel Mitsingpotenzial. Die Band veröffentlichte am 4. Juli ihre neue Single „Klabauterfrau“ und gibt damit einen ersten Vorgeschmack auf ihr kommendes Studioalbum.
Fiddler’s Green waren zuletzt 2019 als Support von In Extremo im Amphitheater zu erleben. Mit ihrem energiegeladenen Irish Speedfolk liefern sie die perfekte Ergänzung für ein abwechslungsreiches Live-Erlebnis in besonderer Atmosphäre.
25. Juli – FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE
Während Fury In The Slaughterhouse mit ihrer Open Air-Tournee FURY LIVE TWENTY FIVE durch den Sommer gerockt sind, wurde hinter den Kulissen munter weitergeplant für: FURY LIVE TWENTY SIX! Weil es in diesem Sommer so unfassbar schön war und viele der Konzerte bereits Wochen vorher restlos ausverkauft waren, haben die Bandmitglieder einer der erfolgreichsten Rock-Bands aus Deutschland entschieden, einfach direkt neue Live-Termine für die kommende Open Air – Saison anzusetzen. Damit lassen sie jedes Fanherz Freudensprüngen machen. Kai Wingenfelder sagt dazu „Wir sind zu alt, um jetzt aufzuhören. Wie sollten wir ohne die Feiern, das Singen und das Tanzen mit den Fans klarkommen?“.
Fury In The Slaughterhouse begeistern seit den frühen 1990er Jahren Fans im In- und Ausland mit ihrer kraftvollen Musik und mitreißenden Live-Auftritten. Gegründet in Hannover, hat sich die Band schnell einen festen Platz in der deutschen Rockszene erobert und ist bekannt für eingängige Melodien, tiefgründige Texte und energiegeladene Shows. Nach fast 40 Jahren Bandgeschichte krönte die Ausnahmeband 2023 ihren durchgehenden Erfolg mit dem ersten #1 Album ihrer Karriere: HOPE!
Mit ihren All-Time-Favorits wie „Every Generation Got It‘s Own Desease“, „Radio Orchid“, „Time To Wonder“ und neuen Hits wie „Sorrowland“ und „Everyday Heroes“ hat Fury In The Slaughterhouse zahlreiche Chartplatzierungen erreicht und den Soundtrack einer ganzen Generation geschrieben. Die Band zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit aus, die von hartem Rock bis zu gefühlvollen Balladen, von Krawall bis Kitsch, von Wacken bis zu den Bravo Hits reicht.
Fury In The Slaughterhouse bleiben eine bedeutende Kraft in der deutschen Musiklandschaft. Mit ihrer Leidenschaft für Musik und ihrer Hingabe an die Fans setzen sie weiterhin Maßstäbe und begeistern ungebrochen.
Mit seinen sieben Klavier-Kabarett-Programmen hat es Bodo Wartke in den letzten drei Jahrzehnten geschafft, vom Geheimtipp zum hallenfüllenden Topact zu werden. Dabei hat das Internet eine entscheidende Rolle gespielt: Seine ausgedehnten Zungenbrecher-Stücke sind inzwischen in aller Munde, seit er mit dem „Dicken Dachdecker“ und „Barbaras Rhabarberbar“ zum YouTube-Phänomen avancierte. Inzwischen gibt es reine Zungenbrecher-CDs aus seinem Munde und ein wundervoll gestaltetes Kinderbuch zu selbigem Thema. Kein Wunder also, dass die Europahalle in Trier ausverkauft war und viele Generationen vertreten waren, von YouTube-gehypten Kindern mit ihren Eltern bis zu den Kabarett-Freunden gediegener Altersklasse. Und ich kann versichern: Niemand hat sich gelangweilt, auch wenn die Gegensätze in der Setlist manchmal frappierend waren.
Los ging es mit dem neuen „Lied vom Denken“, das auch die aktuelle CD „Wunderpunkt“ einleitet. Dann folgte „Mein Drucker“, das Bodo aber kurz unterbrach, weil ihm unser Fotograf bei seiner Arbeit zu nahe kam. Damit muss man bei einem Kabarettprogramm immer rechnen: plötzlich Teil des Geschehens zu sein. Auch das Publikum wurde früh mit einbezogen und sollte beispielsweise bis 15 zählen, während Bodo sein Lied um die Zahlen bastelte. So funktionierte der ganze Abend: mit virtuosem Klavierspiel, witzigen sprachlichen Bildern, Gedichten im Stil eines Heinz Erhard und vielen Zungenbrechern. „Fischers Fritze“, „Blaukraut bleibt Blaukraut“ und „In Ulm, um Ulm und um Ulm herum“ wurden mit Spitzengeschwindigkeit vorgetragen und entsprechend bejubelt.
Doch es gab auch Nachdenkliches und Gesellschaftskritik: „Die Heiligen Schriften 2.0“ zeigten auf bewegende Art, wie sich Wartke den Einfluss von Religionen in der heutigen Zeit vorstellt und wie dies zu einer besseren Welt führen könnte. Nachdenklich wurde „Ein Tag ohne“ besungen, wobei es bei Männern und Frauen ganz unterschiedlich aussehen kann. Männer würden ohne Frauen so weitermachen wie bisher, Frauen könnten ohne Männer endlich mal angstfrei und unbeschwert auf die Straße gehen. Kurz vor der Pause gab es noch das Nina-Chuba-Cover „Wildberry Lillet“ mit Originaltext aber der veränderten Titelzeile „Ich bin bei der FDP“, was der Luxus-Satire die Krone aufsetzte. Dann war nach 70 Minuten in der ersten Konzerthälfte erst einmal Verschnaufen angesagt.
Der zweite Teil begann mit amüsant-belehrenden Infos zu Zwölftonmusik, Blue Notes und dem Tongeschlecht. Es ging um Staatsformen wie Demokratie und Autokratie, aber auch um das leider sehr reale Nonsens-Wort „Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“, das Bodo so lange mit dem Publikum übte, bis es jeder fehlerfrei mitsingen konnte. Zur Freude der Kinder gab es den Klassiker „Eierloch“ und die Geschichte von „Kuckuck und Hai“. Alles so aufbereitet, dass man generationenübergreifend Spaß hatte – selbstredend auch bei weiteren Zungenbrechern.
Im Zugabenblock folgte schließlich „Atemlos“ in einer Gangsterrap-Version, die den bekannten Schlager in ganz neue Sphären führte. Grandios! Es war ein fast dreistündiger Abend voller Sprachakrobatik, Humor und Herzblut. Bodo Wartke beweist erneut, dass man mit Klavier, Reim und Verstand nicht nur lachen, sondern auch fühlen kann. „Wunderpunkt“ ist ein Programm, das seinem Namen alle Ehre macht – und dabei schwer beeindruckt. Er legt seine Finger in die Wunden unserer Zeit, beeindruckt aber auch mit wundervoll herzlichen Momenten.
Wenn zwei Stimmen wie von Natur aus füreinander bestimmt scheinen, dann sind es die von Paul Simon und Art Garfunkel. In ihrer Harmonie lag eine beinahe zeitlose Klarheit – sanft, melancholisch, dabei doch voller Kraft. Ihre Lieder haben Millionen berührt und den Soundtrack einer ganzen Generation geprägt. Als liebevolle Hommage bringt „The Simon & Garfunkel“ Story diesen charakteristischen Sound authentisch auf die Bühne und erzählt die außergewöhnliche Geschichte von zwei begnadeten Musikern nach.
Talentierte Schauspieler und Musiker aus dem Londoner West End versetzen das Publikum in die groovige Zeit der 60er Jahre zurück. In der Show wird die frühe Geschichte erzählt: beginnend bei ihren bescheidenen Anfängen als Rock‘n´Roll-Duo „Tom und Jerry“ bis hin zu ihren großen Erfolgen und der dramatischen Trennung. Die Show endet mit einer atemberaubenden Nachstellung des Reunionkonzerts im Central Park New Yotk 1981.
Als liebevolle Hommage, gekonnt verdichtet auf rund 130 fesselnde Minuten, bringt die gefeierte Tribute-Show den charakteristischen Sound der Folkrockstars originalgetreu und voller Respekt auf die Bühne – natürlich inklusive aller Hits von Paul Simon und Art Garfunkel, darunter „Mrs. Robinson“, „Cecilia“, „Bridge Over Troubled Water“, „Homeward Bound“ und das emotionale „Sound Of Silence“, mit dem die Show startet.
Darüber hinaus transportieren Projektionen von Foto- und Videomaterial die Stimmung der damaligen Zeit und rufen besondere Momente ihrer Erfolgsgeschichte auch visuell in Erinnerung. Die Geschichte begann in den 1950er-Jahren, als sich die beiden Musiker in Queens, New York, kennenlernten. Unter dem Namen Tom & Jerry versuchten sie sich zunächst im Rock’n’Roll, ehe sie in den 60er-Jahren zu Simon & Garfunkel wurden. Mit ihren Songs gaben sie den leisen Zweifeln und Sehnsüchten der Zeit eine Stimme. Ihre Mischung aus poetischen Texten, filigranen Gitarrenarrangements und unvergleichlichem Gesang war einzigartig im Folkrock.
Das Album „Bridge Over Troubled Water“ (1970) wurde ihr größter Triumph – und zugleich ein Schwanengesang: kurz nach Veröffentlichung gingen die beiden getrennte Wege. Paul Simon entfaltete eine gefeierte Solokarriere, während Art Garfunkel neben seiner Musik auch in Film und Theater Erfolg hatte. Trotz vieler Konflikte und Trennungen kehrten die beiden immer wieder für Konzerte zurück. Legendär bleibt ihr Auftritt 1981 im Central Park vor über 500.000 Menschen – ein symbolisches Wiedersehen mit jener Stadt, in der alles begann.
Das Publikum in der Trierer Europahalle war begeistert von der nostalgischen Show und feierte die Darsteller am Ende mit stehenden Ovationen. Absolut verdient!
Ein Satz von DIKKA – und schon sind alle Kinder kleine Nashörner. Das war ein munteres Treiben in der SWT Arena Trier, als Sera Finale (bürgerlich Simon Müller-Lerch) in seiner Inkarnation als Nashorn DIKKA zu kinderfreundlicher Zeit in die Konzertlocation lud. Der Start war für 17 Uhr angesetzt, doch schon zwei Stunden vorher sah man Scharen von Kindern mit ihren Eltern auf den Wegen rund um die Arena. An einem Samstagnachmittag war es nicht ganz einfach, einen Parkplatz zu finden. Auch die Schlangen an den Getränkeständen und am Merchandise wollten nicht enden. Grandios, wie der Rapper im Nashorn-Kostüm bei den Kleinen ankommt!
Das Bühnenbild war so bunt wie bei Sascha Grammel. Alles an ein Großstadt-Flair angelehnt, mit riesigem Skateboard im Mittelpunkt. Als die Show mit der Ansage aus dem Off startete, ein Nashorn sei aus dem Zoo ausgebrochen, kannten Jubel und Geschrei keine Grenzen mehr. Was tausende Kids für einen Lärm machen können, wurde hier schnell deutlich. Und DIKKA als HipHop-Star wollte von Anfang an weg von den Helikopter-Eltern. Der Bereich vor der Bühne wurde zum Nashorn-Gehege und nur Kinder durften ihn betreten. „Hallo Eltern, uns geht’s gut“, sollten sie im Chor schreien. Perfekte Umsetzung!
Es gab noch mehr Menschen in Tierkostümen auf der Bühne. DJ Löwe beispielsweise, der zwischendurch mal in die Zuschauerränge ausbüchste, und ein Chamäleon mit Skateboard. Später zudem zwei kleine Esel und ein weibliches Zebra, die das Nashorn unterstützen. DIKKA singt nun wirklich keine Kinderlieder, wie man sie von Jöcker oder Zuckowski kennt. Er nimmt seine Klientel sehr ernst und erzählt vom korrekten Teilen, vom Friedenszeichen, von Selbstbewusstsein und Zusammenhalt. Die Erwachsenen werden zwischendurch mit viel Ironie in den Senkel gestellt.
Zwischen den Songs gibt es immer wieder lange Entertainment-Passagen. DIKKA bringt den Kids den Vogel-Strauß-Tanz bei, übt mit ihnen markante Sätze („Boah ist das krass“), Bewegungen und Fingerspiele. Ein Song wie „Nein heißt nein“ liefert eine wichtige Botschaft. Und das ist wirklich die erste Version der unsäglichen „Life is live“-Melodie, die mich nicht an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringt. Man verstreute Fantasie-Konfetti und traf sich romantisch zum Candlelight-Döner. Das alles oftmals emotional als Plädoyer für alle Kinder der Welt und ihre Träume.
Bei Songs, die als Duette angelegt sind, kamen die Duettpartner*innen vom Band. Mit Lea gab es „Ich bin ich“ und mit Montez „Zusammen“. Der Hauptset endete nach 80 Minuten, doch die Kinder wollten noch mehr. Viel mehr! Der Zugabenblock schloss um 18.45 Uhr mit dem Signature-Song „Bis zum Mond“, den DIKKA im Original mit Lea singt, und der Textzeile: „Weißt du eigentlich, wie doll ich dich lieb hab?“
Viele Kinder sahen hier das erste Konzert ihres Lebens – und das in der großartig gefüllten Arena und in einer Größenordnung, die selbst erwachsene Konzertbesucher selten erleben. Das Gemeinschaftsgefühl über Generationen hinweg war perfekt. Manchen mag er affig erscheinen, dieser Rapper im Nashorn-Kostüm, doch er zeigte sich hier überaus sympathisch und als ein Mensch, der Kinder stärken und für die Zukunft wappnen will. Hat riesigen Spaß gemacht!
Setlist DIKKA, 27.9.2025 in der Arena Trier
Zugaben
Am Freitag, 29. August 2025, war es Johannes Oerding, der fast 7.000 Fans ins saarländische Losheim am See lockte. Die Open Airs im Strandbad sind immer einen Besuch wert, hat man doch in den Abendstunden auf dem leicht abschüssigen Gelände von überall her einen guten Blick auf die Bühne und zugleich auf das beschauliche Gewässer im Hintergrund. Könnte also perfekt sein, doch es war Regen angesagt, wie man an der Kleidung der Zuschauer*innen erkennen konnte. Auch die Veranstalter von Popp Concerts hatten im Voraus vorsorglich darauf hingewiesen, dass Regenschirme auf dem Konzertgelände nicht erlaubt sind. Sollte auch selbstverständlich sein, nicht nur aus Gründen der Sicherheit, sondern weil sich sonst alle die Sicht versperren würden.

Petrus hatte aber ein Einsehen und beschränkte die Regengüsse auf ein Minimum. Der geschotterte Rasen war gut begehbar und im Vorfeld gab es höchstens mal ein wenig erhöhte Luftfeuchtigkeit. Support Jacob Elias konnte also guter Dinge seinen 30minütigen Set starten. Der junge Sänger aus Wien bot leichten Pop mit sympathischen Texten und dazu Songs wie „Situationship“ und „Wachstumsschmerz“. Der Singer/Songwriter erspielte sich sein Publikum und zeigte deutliche Ehrfurcht vor dem großen Publikum. Er wird demnächst selbst auf Clubtour gehen und vielleicht manche der Anwesenden dort wiedersehen.

In der Umbauzeit begann es wie auf Kommando zu schütten. Doch tatsächlich sollte es bei diesem ausgiebigen Regenguss bleiben und Johannes Oerding konnte sich trocken durch den Abend bewegen. Dessen Set dauerte über 150 Minuten und startete nach einem kurzen Intro mit dem ganz neuen „Hier gehör ich hin“. Als Statement nahm man ihm das von Beginn an ab. Johannes hat eine enorme Bühnenpräsenz und war stets in engem Kontakt zum Publikum.
Schon der zweite Song „Kreise“ hatte den entsprechenden Mitsingfaktor. So vorbereitet, ging es ihm erst einmal darum, dass alle Anwesenden sich besser kennen lernen. Während man die Aufforderung, sich allen Nachbarn mit Handschlag und Namen vorzustellen, sonst vielleicht als kleinen Spaß abtut, wurde es hier direkt zum Gemeinschaftsevent und schnell war eine Verbundenheit hergestellt. Die Fortführung mit dem Song „Anfassen“ lief aber trotzdem ganz gesittet ab.

Oerding lernte bei der folgende Publikumsbefragung sowohl die zehnjährige Mara kennen als auch einige Damen über 70 kennen, die erstaunlicherweise ganz vorn in der Menge standen. Nach „Morgen“ stimmte das Publikum kollektiv „Döp Döp Döp“ an und Johannes als Gute-Laune-Mensch ließ sich natürlich darauf ein, bevor er zu „Nie wieder Alkohol“ überleitete, die angebotene Weinschorle aber ohne Umschweife akzeptierte. Zwischendrin gab es ein recht langes Zwischenspiel mit Whitney Houstons „I Will Always Love You“ – und man muss dem Sänger wirklich Respekt zollen, dass er sich auch an die hohen Töne des Refrains wagte und diese mit Bravour meisterte.
Der Song „Unter einem Hut“ kann als musikalische Selbstvorstellung des 44jährigen gelten, doch man durfte durchaus noch mehr von ihm erfahren. Passenderweise nach „Turbulenzen“ musste nämlich der aktuelle Spielstand des Lokalderbys St. Pauli gegen HSV erwähnt werden. Dabei ist der Bassist der Band erklärter HSV-Fan, während Oerding dem Verein mit dem Totenkopf huldigt. Johannes war so erfreut über dessen Führung, dass er sich auf den Weg zum Bierstand machen musste, unterwegs viele Menschen begrüßte und ein sehr gelungenes Duett mit einem Zuschauer improvisierte.

Oerding erinnerte sich daran, wie er vor 15 Jahren als Support für PUR in Losheim gespielt hat und welchen Weg seine Karriere seitdem genommen hat. In der ersten Reihe fand er Fan Gabi, die ihn damals erstmals gesehen hat. Und neben ihr den Über-Fan Uli, die gerade ihr 300. Oerding-Konzert erlebte. Extra für sie spielte er ihren Lieblingssong „Wenn es einen Gott gibt“, der sonst nicht auf der Setlist zu finden ist, und es war einfach magisch!
Überhaupt wurde nach viel Bewegung und Erzählen auch die Musik wieder wichtig. „All In“, dann mit „Hotel“ und „Leuchtschrift“ zwei akustische Songs, wobei ihn Gitarrist Moritz Stahl nicht nur instrumental sondern auch stimmlich begleitete. Danach gab es eine ganze Reihe biographischer Stücke. Die Hymne „Hundert Leben“ erzählte vom Aufleben auf dem Land. Für die Dorfkinder im Publikum mit hohem Nostalgiegehalt. „Ecke Schmilinsky“ beschrieb eine Begebenheit nachts um halb eins auf der Reeperbahn und „Eins-zu-eins-Gespräch“ war eine sehr melancholische und sentimentale Hommage an den verstorbenen Vater. Darauf konnte nur noch „Heimat“ folgen, verkleidet als Liebeslied mit seinen grandiosen Textzeilen wie „Du bist immer da, wenn ich keinen zum Reden hab′“.

Johannes Oerding ist ein toller Mensch, der seine Fans versteht und von ihnen verstanden wird, der die Magie des Augenblicks erkennt und anscheinend in Herzen blicken kann. Der auch nicht auf die Uhr zu blicken scheint, wie andere Künstler*innen es so oft tun. Was erzählt werden muss, wird erzählt – ohne dabei die Setlist zu verkürzen. „Alles brennt“ und „An guten Tagen“ brachten die Menge nach gut über zwei Stunden erneut in Partystimmung und es war fast 23 Uhr, als das Konzert mit einem Zugabenblock und Songs wie „Wenn du lebst“ und „Zurück“ endete.
Man konnte nur ganz beseelt nach Hause gehen nach diesem Konzert voller Liebe und Magie. Johannes Oerding ist ein wahrer Herzensmensch, was er bei vielen Gelegenheiten authentisch zeigt.

Nach Scooter und CRO war es an Johannes Oerding beim Strandbad Open Air im saarländischen Losheim am See. Hier unsere Fotos. Support war Jacob Elias.
Party People, are you ready? Nach einer komplett ausverkauften Arenen-Tour 2024 ging es jetzt nach draußen – Harder, Louder, Scooter der Extraklasse. Mit jeder Menge Bass, fetten Pyros und einer explosiven Show bringen Scooter jede Location zum Kochen. Ihre Fans bekommen in diesem Sommer die Chance, die THIRTY, ROUGH and DIRTY!-Ekstase unter freiem Himmel zu erleben. So auch am 22.8.2025 im Strandbad Losheim am See. Seht hier unsere Fotos!
Seit 45 Jahren sind die Haudegen um den genialen Frontmann Justin Sullivan als Band unterwegs. Gegründet im britischen Bradford stand man von Beginn an für eine linke, alternative Weltanschauung und politische Tiefe. Namensgeber war die historische New Model Army aus dem englischen Bürgerkrieg, die für Rebellion und Unabhängigkeit stand. Nach vielen Besetzungswechseln ist Justin die einzige Konstante im Line-up, doch auch die jetzige Zusammensetzung ist schon seit 13 Jahren konstant. Davon können andere Bands nur träumen.
Bevor es aber mit Army los ging, war die Trierer Band vandermeer für einen 45minütigen Support am Start. Laut und rockig begleitete die Band Namensgeberin Harmke van der Meer bei ihrem Gesang, der zwischen anmutigen und aggressiven Klängen schwankte. Seit 2016 spielt man eine Mischung aus Shoegaze und Indierock. Das aktuelle Album „Grand Bruit“ erschien Ende 2022.
In Neunkirchen schuf die Band eine kräftige Soundkulisse, die beim Publikum sehr gut ankam und ordentlich gefeiert wurde. Bisweilen gingen Harmkes Vocals ein wenig im großen Klangteppich unter. Es war halt etwas Konzentration erforderlich, um dem Geschehen zu folgen, was dem Publikum aber nicht schwer fiel.
Stark fand ich vor allem die langsamen, sphärischen Shoegaze-Stücke, die viel Melancholie atmeten und zeitweise sehr im modernen Progressive Rock verhaftet schienen. Insgesamt ein starker Auftritt, der der Band sicherlich einige neue Fans eingebracht hat.
Um 21.15 Uhr war es endlich an der Zeit für NEW MODEL ARMY, die ihr Set mit „White Light“ vom 93er Album „The Love of Hopeless Causes“ begannen. Mit diesem Album begann – recht spät – meine Liebe zur Band und so konnte es nur ein cooler Abend werden. Wer jetzt allerdings einen Partyset erwartet hatte, wurde zunächst enttäuscht. NMA haben es (immer noch nicht) nötig, sich auf ihren Klassikern auszuruhen. In mehr oder weniger großen Abständen erscheinen neue Alben wie das Werk „Unbroken“ aus 2024, dessen Titel sicher auch für die standhafte Haltung der Band in wirren Zeiten steht.
So folgten gleich fünf Songs, die von Alben der letzten elf Jahre stammen. Gefeiert wurde im Publikum trotzdem, was für die Treue der Fans spricht. Vor allem der Tribal Sound im Duett mit den Drums wurde ordentlich bejubelt. Und dann sorgte „Here Comes the War“ schließlich für größere Strahlkraft im Set. Justin war diesmal nicht besonders gesprächig, aber man spürte seine Mischung aus Wut und Verzweiflung, wenn er den „Gaza genozid“ anprangerte und mit der aktuellen Politik haderte.
„Do You Really Want to Go There“ erzählt von den falschen Versprechungen der sozialen Medien, „Notice Me“ stammt als ältester Song des Abends vom 1984er Album „Vengeance“. So schloss sich der Kreis durch die Jahrzehnte und es gab mit dem umjubelten „Vagabonds“, „See You in Hell“, „Stormclouds“ und „“225“ ein glänzendes Finale im Hauptset, der knapp 90 Minuten gedauert hatte.
Der Zugabenblock sah dann drei Klassiker in 20 ausgedehnten Minuten. „Nor Rest“ wurde gar um einen Schnipsel von Black Sabbaths „War Pig“ als Hommage an den gerade verstorbenen Ozzy Osbourne erweitert. Es folgten „Purity“ und die abschließende Hymne „Wonderful Way to Go“. Fazit: Rundum zufriedene Gesichter.
Der Altersschnitt im Publikum war recht hoch, doch wer sich daran störte, sollte besser nicht in den Spiegel schauen. Fans und Band werden gemeinsam älter – doch der Spirit und die Attitüde bleiben. Wie sagte Justin als Einstieg zu „Purity“ und als Antwort auf die rechten „Fuckers“ in der Welt? Jedes Blatt am Baum ist verschieden, und doch sind wir alle eins!
(Credit für alle Fotos: Atelier3Bären)
OSKA aus Österreich war Support beim Konzert von Philipp Poisel am 14.7.2025 im Trierer Brunnenhof. Hier findet ihr die Fotogalerie ihrer durch und durch sympathischen Show. Fotocredit: Atelier3Bären
Es wurde auch Zeit, dass ich MY’TALLICA endlich mal live sehe. Schließlich stammt Schlagzeuger Stephan Zender hier aus der Region und ist mit der gefragten Coverband inzwischen deutschlandweit und darüber hinaus unterwegs. Als Location hatte ich mir das Kulturzentrum Kammgarn in Kaiserslautern ausgesucht. Und der Abend gestern war wirklich grandios. Viele Hardcore-Fans hatten sich eingefunden, wie man an den Metallica-Shirts, aber auch an den My’tallica-Shirts sehen konnte. Es war vor allem die ältere Generation, aber das passt. Schließlich hat man vor allem in den 80er und 90er Jahren gelernt, wie ordentlich gefeiert wird.
MY’TALLICA haben sich über zwei Jahrzehnte zur gefragtesten Metallica Tribute Show Deutschlands entwickelt. Das Original-Equipment der Vorbilder Metallica, ein gewaltiger Live-Sound und ein abwechslungsreiches, über zweistündiges Programm sind bei MY’TALLICA nur der Anfang. Die deutsche Metallica Tribute Band ist mehrfach als offizieller Live-Act im Rahmenprogramm von Metallica-Shows aufgetreten – und auch den Mitgliedern von Metallica selbst seit Jahren ein Begriff. Unter internationalen Metallica-Fanclubs genießen MY‘TALLICA den Ruf als einer der besten Metallica Tribute-Acts der Welt.
Weltweit einzigartig ist MY’TALLICAs neue Videoshow – mit atemberaubender LED-Technologie erzählt sie die Bandgeschichte von Metallica auch visuell. MY’TALLICA binden die Fans auf einer Leinwand interaktiv in die Show ein. So wird jedes Konzert mehr als eine Setlist mit vielen großen Metallica-Klassikern – es wird zu einem indivuellen und einzigartigen Erlebnis mit einem durchdachten Konzept.
Mit zwei Videos startete man auch im Kammgarn, pünktlich um 20 Uhr. Zunächst gab es AC/DC-Klänge, nämlich „It’s a Long Way to the Top“, und dazu visuelle Einblendungen von Metallica mit Bildern ihrer langen Karriere. Immer wieder kam Jubel im Publikum auf. Dann erklang „The Ecstasy of Gold“ von Ennio Morricone, unterlegt mit Filmbilder aus „Zwei glorreiche Halunken“. So zelebriert man einen Showstart! Als die Band schließlich zu „Battery“ auf die Bühne kam, war der Saal schon am Brodeln.
MY’TALLICA lieferten von Beginn an eine fulminante Show, die zum Teil auf die Leinwände übertragen wurde und sich mit zu den Songs passenden Animationen abwechselte. Das machte den Gig sehr lebendig und gab ihm ordentlich Drive. Die Protagonisten setzten sich gut in Szene und standen den Vorbildern in nichts nach. Martin Iordanidis am Bass und Tom Botschek an der Gitarre machten einen soliden Job und hielten den Laden am Laufen, doch vor allem zwei Bandmitglieder sind hervorzuheben: Metti Zimmer gab den perfekten James Hetfield, war ständig in Bewegung, animierte die Menge und machte vor allem stimmlich einen fantastischen Job. Und dann Stephan Zender, am erhöhten Drumset und häufig auf der Leinwand eingeblendet. Er spielte mit überragender Geschwindigkeit und war stets mit Gesten und Grimassen präsent. Als Lars Ulrich lieferte er ein Feuerwerk der Emotionen.
Die Setlist ging durch viele Bandphasen. „For Whom the Bells Toll“ wurde abgelöst von „Fuel“. „Moth Into Flame“ führte zu „Sad But True“, einem von vielen Highlights. Zur Feierstimmung zwischendurch gab es „Whiskey in the Jar“. Das Publikum ging bei jedem Song mit, sei es „Welcome Home (Sanitarium)“ oder „Creeping Death“.
Einen grandiosen Endpurt lieferte die Sequenz von „One“ über „Master of Puppets“ und „Nothing Else Matters“ bis hin zu „Enter Sandman“. Pünktlich um 22 Uhr endete der Hauptset und die Band wurde ordentlich gefeiert. Natürlich sollte es einen umfangreichen Zugabenblock geben – beginnend mit „Wherever I May Roam“ bis hin zum vom Publikum skandierten „Seek & Destroy“. Nach 140 berauschenden Minuten wurden die Metalfans in die Nacht entlassen. Eine überzeugendere Covershow habe ich selten gesehen.
Wer sich selbst von der Klasse dieser Band überzeugen möchte, hat am 4. Juli 2025 Gelegenheit im Trierer Brunnenhof. Die Garage in Saarbrücken wird am 24.4.2026 gerockt. Und auch in Lautern wird es ein Wiedersehen geben: am 23. Mai 2026 im Kammgarn. Wir sehn uns!

Setlist MY’TALLICA – Kammgarn Kaiserslautern, 10.5.2025
Encore
Selbst der große Chansonnier unter den deutschen Liedermachern wird nicht jünger. 73 Jahre hat der Berliner Klaus Hoffmann schon auf dem Buckel, was man ihm aber absolut nicht anmerkt. Am Montag war er im eleganten Kulturzentrum „opderschmelz“ im luxemburgischen Dudelange. Knapp 250 Zuschauer fanden den Weg dorthin. Das sind natürlich weniger, als sich normalerweise zu seinen Konzerten einfinden, aber in Luxemburg hat er auch nicht den hohen Bekanntheitsgrad. Sei’s drum. Er nahm die Situation mit Humor: „Es sind nicht so viele, aber es sind die wichtigsten“, vermerkte er zur Freude des Publikums.
Wie ein guter Wein wird Klaus Hoffmann von Jahr zu Jahr besser. Seit Jahrzehnten irgendwie auf dem schmalen Grat zwischen Geheimtipp und Star. Die Alben nie so ganz weit vorn in den Charts, aber immer im Auge der Medien. Er singt Lieder von Jacques Brel, spielt mit Wortwitz und seiner Berliner Schnauze, doch seit einigen Jahren schon werden die Alben schwermütiger und sehnsuchtsvoller.
Bei der Liveperformance ist von Schwermut allerdings nichts zu bemerken. Was sich die Luxemburger so anhören mussten, war schon sehr spitz und launisch: „Die rennen ja nur mit Edelsteinen rum und sind alle reich“, meinte er. Auch die aktuelle politische Weltlage bekam ihr fett weg: „50 Kriege auf der Welt! Wo sind die Tyrannenmörder, wenn man sie braucht?“ Ein El Hotzo verliert für solche Sprüche seinen Medienvertrag, doch Klaus Hoffmann steht halt über den Dingen.
Man muss einiges ertragen, wenn man auf seine Konzerte geht, aber das will ich ganz positiv verstanden wissen. Er ist, wer er ist, und nimmt kein Blatt mehr vor den Mund. Manchmal wirkte er etwas verloren zwischen den Musikern, verhaspelte sich, verlor sich in Ansagen, tat ein wenig senil und kraftlos. Doch dann war er wieder voll da und ließ die Menschen merken, dass das alles nur Show ist. Schon beim zweiten Song „Kinder“ vom aktuellen Album „Flügel“ stand er vor der Bühne und verpasste Fans in der ersten Reihe Streicheleinheiten. Nicht im übertragenen Sinne, sondern wortwörtlich.
Das aktuelle Album bietet eine eigene musikalische Mixtur aus Pop, Jazz und akustischem Folk, gepaart mit feinen Streicherarrangements, die hier anhand eines Keyboards einflossen. Da findet sich eine Reihe von sanften Juwelen im Songwriting, mal mit akustischer Gitarre, mal am Piano begleitet. Die Texte folgen dem Puls der Zeit. „Neuer Morgen“ versprüht noch Optimismus und „Kinder“ baut auf die nachfolgende Generation, doch „Bin nicht Meer, bin nicht Strand“ liefert Erinnerungen an die Nachkriegszeit und einen verzweifelten Blick auf den Krieg in der Ukraine. „Im Osten geht die Sonne auf, in Odessa leider nicht“, heißt eine Songzeile kurz vor der Pause und lässt die Zuhörer*innen bedrückt und nachdenklich zurück.
Klaus Hoffmann füllt lässig zwei Stunden mit seiner Musik. Inklusive Pause war das Konzert gegen 22.30 Uhr zu Ende und schon vor den Zugaben gab es stehende Ovationen für diesen wundervollen, manchmal auch etwas skurrilen Künstler, der die Anwesenden mit sonorer Stimme und einer Atmosphäre zwischen Feierstimmung und Melancholie durchweg mitgenommen hatte.
Natürlich gab es nicht nur neue Songs. Auch viele Klassiker wurden zur Freude des Publikums eingestreut, beklatscht und auch textsicher mitgesungen. „Weil es dich gibt“, natürlich. „Wenn ich’s hier schaff, schaff ich’s überall“ und das wundervolle „Marieke“ als deutsch-flämische Coverversion von Jacques Brel. Auch die Ballade „Blinde Katharina“ war mit dabei und im Zugabenblock gab es mit „In meinem Kiez“ und „Derselbe Mond über Berlin“ zwei heimatverbundene Stücke über die deutsche Hauptstadt.
In der zweiten Hälfte ließen neue Stücke wie „Was dir dein Herz erzählt“ und der alte Lovesong „Wegen dir“ die Herzen schmelzen, aber damit es nicht zu rührselig wurde, ging zwischendurch die Publikumsbeschimpfung weiter („Sie lachen auch über jeden Mist“ – natürlich ganz liebevoll gemeint). „Wer achtet schon auf Erektionen?“, fragte Hoffmann unvermittelt. „Vielleicht Trump?“, gab er sich selbst zur Antwort und hatte alle wieder mit im Boot. „Bitte geh nicht fort“ als weiteres Brel-Cover passte dann auch als Wunsch der Fans, dass dieser Klaus Hoffmann noch lange weitermacht und die Menschen zum Nachdenken bringt. In Dudelange hat er das ganz sicher geschafft.
„Flügel“ wurde als 50. Album des Berliners beworben. Müde klingt er jedenfalls nicht. Vielmehr erweist Klaus Hoffmann sich als großer Geschichtenerzähler und feinsinniger Beobachter. Die Welt zeigt ihren verstörenden Charakter – seine Lieder aber tragen immer einen Hauch Zuversicht in sich. Bleibt zu hoffen, dass er Recht hat und uns noch lange mit solch schöner Musik beglückt.
In den 90er Jahren sind sie plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht und sorgten in der deutschen Konzertlandschaft für Furore: Guildo Horn und Dieter Thomas Kuhn. Zwei Kunstfiguren, die dem etwas entschlafenen Metier Schlager neues Leben einhauchten. Allein aus regionalen Gründen war ich natürlich immer Teil der Fraktion Guildo. Immerhin hat dieser Mann, bürgerlich Horst Köhler, den ich schon von meiner Arbeit bei der Lebenshilfe Trier kannte, das Erbe von Roy Black angetreten und durfte mit Hilfe von Stefan Raab gar zum ESC nach Birmingham, um seine Heimat piepend zu vertreten.
Tatsächlich habe ich bis gestern die zweite neue Schlager-Ikone Thomas Kuhn (das „Dieter“ wurde als Künstlername hinzugefügt) noch nie live gesehen. Nur seine spezielle Version von „Über den Wolken“ war mir als Ohrwurm ein Begriff. Es wurde also höchste Zeit für das „Festival der Liebe“, das 2024 am schönen Strandbad am Losheimer See über die Bühne ging.
Guildo hatte seine Clubkarriere 1991 gestartet, Dieter war drei Jahre später am Start. Und trotz vieler Gemeinsamkeiten sind die beiden von ihrer Art doch sehr unterschiedlich. Während Guildo die rockige Seite des Schlagers sucht und seine Stücke immer mal wieder mit Versatzstücken von AOR anreichert, hält Dieter Thomas Kuhn die alten Werte der ZDF-Hitparade zwischen Love & Glamour hoch. So hatte die eindrucksvolle Bühne in Losheim eine bühnenfüllende LCD-Wand und eine umlaufende Showtreppe.
Die mehr als 4.000 Zuschauer*innen hatten sich in einen Festival-Look gekleidet, der irgendwo zwischen Hippies und Prilblumen anzusiedeln ist. Die Stimmung war von Beginn an sehr ausgelassen, bier- und weinselig mit dem allumfassenden Wunsch, jeden Schlager lauthals mizusingen. DTK ließ sich auch nicht lumpen und füllte mit seiner Band locker 170 musikalische Minuten. Es wurde schon recht kühl am See, als sich alle gegen 22.50 Uhr wieder auf den Heimweg machten.
Erste Hits waren „Sag mir quando“, „Hello Again“, „Michaela“ und „Griechischer Wein“ – also Klassiker, die jeder kennt. In seinem Glamour-Outfit lud Dieter das Publikum zum kollektiven Nacktbaden im See ein. Ob es später wirklich dazu kam, will ich bezweifeln, hatte aber auch nicht die Muße, das zu überprüfen. Immer wieder flogen BHs auf die Bühne oder es durften sich Zuschauerinnen neben dem Star einfinden, um mit ihm zu tanzen und am Ende ein Küsschen abzustauben.
Die „singende Föhnwelle“ machte aber nicht nur Party. Mit „Am Tag als Conny Kramer starb“ wurde es psychedelisch. „Keiner muss allein nach Haus,“ sagte der Sänger. „Wenn am Ende noch jemand übrig bleibt, sind wir ja auch noch da“. Songs wie „Eine neue Liebe“ und „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ kamen mit starken Bläsern und ordentlich Tempo aus den Boxen. „Über den Wolken“ interpretierte DTK zunächst stilecht allein mit Gitarre, bevor es dann Fahrt aufnahm.
Dieter zog sich nicht auf der Bühne aus (Guildo ist ja spätestens nach 45 Minuten oberkörperfrei), zeigte aber schon um 21.10 Uhr sein Brusthaar-Toupet und verteilte Teile davon freigiebig in die ersten Reihen. In fast drei Stunden gab es nicht nur bekannte Gassenhauer, sondern durchaus auch interessante Kuriositäten wie „Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt“ (im Original von Barry Ryan), „Bind ein blaues Band um unseren Birkenbaum“ (Bata Illic) und „Der Teufel und der junge Mann“ (Paola). Das sind Schlager, die nur für Insider ein Begriff sind und dennoch – oder gerade deshalb – sehr gehaltvoll erscheinen.
Beeindruckt war ich von der melancholischen Performance „Du hattest keine Tränen mehr“. Das verursachte wirklich Gänsehaut. Richtung Finale war dann aber wieder die große Show angesagt mit „Fiesta Mexicana“, „Wunder gibt es immer wieder“ und „Es war Sommer“. Die Fans sangen selig „Dieter Thomas Kuhn“ auf die Melodie von „Sierra Madre“ und zum unvermeidlichen „Hossa“ brannte gar dezente Pyro in Schlagermanier.
Um 22.15 Uhr gab es die ersten Zugaben mit „Anita“ und „Ti Amo“. Zu Udos „Merci chérie“ kam Dieter zwar nicht im Bademantel auf die Bühne, setzte sich aber gediegen ans Klavier. Und „Butterfly“ sowie „Tränen lügen nicht“ beendeten ein ultimatives Schlagererlebnis. Interessanterweise wurde „Ein Festival der Liebe“ von Jürgen Marcus am ganzen Abend nicht gespielt, trotzdem hatte man ihn ob des Tourtitels durchgängig (und während der ganzen Nach) als Ohrwurm im Hinterkopf.
Braucht es ein Fazit? Grönemeyer oder Marius, Ärzte oder Hosen, U2 oder Simple Minds, Guildo oder Dieter – früher waren das ernsthafte Glaubensfragen. Heute weiß man, dass alles nebeneinander existieren kann. Und der Schlagerbarde Dieter Thomas Kuhn hat mich absolut überzeugt. Hut ab für den 59jährigen aus Tübingen. Ich bin gespannt, was er sich nächstes Jahr zum Einstieg ins Rentenjahrzehnt einfallen lässt.
Dieter Thomas Kuhn – „Festival der Liebe“ – die ultimative Setlist am 30.8.2024 in Losheim am See
Sag mir quando, sag mir wann
Hello Again
Michaela
Griechischer Wein
Am Tag als Conny Kramer starb
Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben
Ich war noch niemals in New York
Wann wird’s mal wieder richtig Sommer
Der Junge mit der Mundharmonika
Über den Wolken
Tanze Samba mit mir
Die kleine Kneipe
Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt
Amore mio
Du hattest keine Tränen mehr
Bind ein blaues Band um unsern Birkenbaum
Ich liebe das Leben
Über sieben Brücken mußt Du gehn
Der Teufel und der junge Mann
Vielen Dank für die Blumen
Fiesta Mexicana
Wunder gibt es immer wieder
Willst du mit mir geh’n?
Und es war Sommer
Fremde oder Freunde
Anita
Ti amo
Liebe ohne Leiden
Merci chérie
Butterfly
Tränen lügen nicht
Es war ein recht nostalgischer Abend im Trierer Brunnenhof, direkt neben der altehrwürdigen Porta Nigra. KETTCAR waren endlich mal wieder in Trier und schwelgten (wie vermutlich viele Fans) in Erinnerungen ans Exhaus. Das Jugend- und Kulturzentrum wurde 2019 geschlossen und harrt seitdem vergeblich der längst fälligen Sanierung. Ob wirklich was draus wird? Man darf seine Zweifel haben, wenn man sich die marode Finanzsituation der ältesten Stadt Deutschlands anschaut.
Mit Blick aufs Publikum am 28. August waren da viele Menschen anwesend, die in den Jahrzehnten zuvor regelmäßig das Exhaus bevölkert und sicherlich ihre ganz eigene Geschichte mit Bands wie KETTCAR mitgebracht haben. Und es hatte viel Wahres, wenn Marcus Wiebusch rückblickend sagte, dass die Auftritte im Exhaus – beispielsweise ihr drittes Konzert ever als Support von TOMTE – Meilensteine in der Karriere der Band gewesen sind. Das ging den Anwesenden natürlich runter wie Öl und schaffte ein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Hamburg und Trier.
Marcus und Reimer waren in bester Erzähllaune und kabbelten sich von Beginn an mit ihren Ansagen wie ein altes Ehepaar. Start war bereits um 20 Uhr ohne Vorgruppe, das die Location in der Altstadt ein Ende für 22 Uhr vorschrieb. Diese zwei Stunden wurden aber perfekt genutzt. Für Musik – aber auch, um über den Mut der Stadt zu staunen, im Wohnhaus von Karl Marx einen 1-Euro-Shop zuzulassen. Da der Brunnenhof auch in Rufweite der Karl-Marx-Statue liegt, wird der alte Herr sicher ein wenig über diese Bemerkung geschmunzelt haben.
Wiebusch erzählte gern von seiner Mama und ihrem vermeintlichen Einfluss auf die Band. Ihr wart lange nicht in Trier? Man hat euch nicht gefragt? Dann wart ihr vermutlich nicht gut genug. „Klarheit vor Harmonie“ benannte Marcus das Familienmotto. Und als es um den Song „München“ ging, wurde nochmal die Mutter herangezogen. Sollen wir so politisch werden? Ja, seid der Sand im Getriebe der Welt!
Ich liebe die fantastischen Ansagen. Mal voll skurriler Geschichten, wenn Marcus vom Proberaum unterm Swingerclub erzählt und wie er sich manchmal vorgestellt hat, dort „Balu“ auf der Minibühne zu singen, oder melancholisch, wenn es zu „Landungsbrücken raus“ immer wieder heißt: „In Städten mit Häfen haben die Menschen noch Hoffnung“. Ja, alte Hansestadt – bewahre dir diese Hoffnung.
Was die Setlist angeht, will ich gerne auf meinen Bericht zum Konzert in Saarbrücken hinweisen. Das ist gerade mal vier Monate her und auch damals stand das aktuelle Album „Gute Laune ungerecht verteilt“ im Mittelpunkt. Lest HIER die komplette Review.
Kaum eine Band schafft es, über Jahrzehnte textlich so scharf und tiefgründig zu bleiben wie KETTCAR. Oft kommen mir deren Album wie eine Sammlung von Sinnsprüchen vor, ohne dabei irgendwie platt zu wirken. Darum hier jetzt mal eine etwas andere Setlist zum Konzert am 28.8.2024 im Brunnenhof Trier mit mir ganz subjektiv wichtigen Textzeilen wiedergeben:
Es gibt keine coole Lösung, wenn man selber das Problem ist (Auch für mich 6. Stunde)
Nicht schlafen bevor wir hier heute Nacht das Meer sehen (Benzin und Kartoffelchips)
Guten Morgen, Liebe meines Lebens (Rettung)
Und da sah ich das Heer der leeren Flaschen auf dem Balkon verteilt (Balkon gegenüber)
Nein, Werk und Autor bleiben jetzt mal schön beisammen (Kanye in Bayreuth)
Du gehst tränenreich in eine höhere Liga (48 Stunden)
Mein Herz ist ein totgeschlagenes Robbenbaby (München)
Er nahm seinen alten Ford Granada und ward nie mehr gesehen (Sommer ’89)
Frieden ist wenn alle gleich sind (Balu)
Du weißt nicht wie das ist, wenn man immer eine Maske trägt (Der Tag wird kommen)
Zeig mir einen dem das egal ist und ich zeig euch einen Lügner (Money Left to Burn)
Zu erkennen, dass man glücklich ist, ist Kunst (Anders als gedacht)
Lieber peinlich als authentisch (Kein Außen mehr)
Wie aus romantischen Komödien entsprungen (Ankunftshalle)
In deinem ausgesuchten Leben, vollgestopft mit Privilegien (Ein Brief meines 20-jährigen Ichs)
Es ist auch nur die Angst, die bellt, wenn ein Königreich zerfällt (Im Taxi weinen)
Ein letztes mal winken und raus (Landungsbrücken raus)
Und nicht alle in Hamburg woll’n zu König der Löwen (Einkaufen in Zeiten des Krieges)
So lang die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende (Ich danke der Academy)
Nur weil man sich so dran gewöhnt hat, ist es nicht normal (Deiche)
Und am besten auf dich reimt sich immer noch mich (Mein Skateboard kriegt mein Zahnarzt)