„Main Offender“ ist das dritte Soloalbum und das zweite Studioalbum von Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards. Zum 30jährigen Jubiläum gibt es nun eine Neuauflage inklusive eines Konzertmitschnitts aus dem Erscheinungsjahr.
Das Album erschien ursprünglich im Oktober 1992, vier Jahre nach „Talk Is Cheap“ und wurde von den X-Pensive Winos eingespielt: Das sind namentlich der durch seine langjährige Mitarbeit bekannte Drummer Steve Jordan (der 2021 auch gemeinsam mit den Rolling Stones auf deren „No Filter“-Tour in den Vereinigten Staaten zu erleben war), Gitarrist Waddy Wachtel, Bassist Charley Drayton, Keyboarder Ivan Neville, Sängerin Sarah Dash sowie die Background-Sänger Bernard Fowler und Babi Floyd.
Unter den zehn fesselnden Tracks von „Main Offender“ finden sich die elektrisierenden Singles „Wicked As It Seems“, „Eileen“ und „Hate It When You Leave“. In seiner Gesamtheit ist „Main Offender“ ein mitreißendes und recht hart rockendes Album voller Energie. Auch nach dreißig Jahren kann es seine Hörer*innen uneingeschränkt begeistern.
Keith sagt selbst über den Release: „Das ist das zweite Mal für uns und die Winos entwickeln sich so langsam. Ich versuche, diese Jungs solange beisammen zu halten wie möglich. Sie sind eine der besten Bands der Welt. Eine extrem faszinierende Formation, deren ganzes Potenzial sich gerade anfängt zu entfalten. Wenn ich nicht mit den Winos auf Tour gegangen wäre, wäre dieses Album mit Sicherheit total anders geworden. Ich habe versucht, auf diesem Album nicht allzu viel preiszugeben.
Für mich ist diese besondere Zweideutigkeit, das Geheimnisvolle und auch ein gewisser Provokationsfaktor wichtig. Die Leute zum Denken anzuregen, hat viel mehr Kraft, als nur den Finger zu erheben und zu sagen: Ich weiß genau, was er ausdrücken will. Mach dies nicht, mach das… Als Musiker ist die Stille deine Leinwand. Man achtet darauf, sie nicht vollständig auszufüllen, sondern auch Lücken zu lassen. Ansonsten verrät man schon alles… Die interessantesten Teile in der Musik sind die, die man gerade nicht spielt.“
Eine starke Zugabe ist die zweite CD mit einem Konzert „Winos live in London ’92“. Ein grandioser Mitschnitt, der hauptsächlich aus Stücken der beiden Richards-Soloalben besteht, aber mit „Gimme Shelter“ (Stones, 1969), „Before They Make Me Run“ (Stones, 1978) und „Happy“ (Stones, 1972) auch einige Schmankerl der Hauptband enthält. Allein dieses Livealbum ist es wert, dem neuen Release ein Ohr zu gönnen.
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999
Wicked As It Seems
Eileen
Words Of Wonder
Yap Yap
Bodytalks
Hate It When You Leave
Runnin’ Too Deep
Will But You Won’t
Demon
“Winos Live In London ‘92’”-Tracklisting
Take It So Hard
999
Wicked As It Seems
How I Wish
Gimme Shelter
Hate It When You Leave
Before They Make Me Run
Eileen
Will But You Won’t
Bodytalks
Happy
Whip It Up
Das legendäre Duo Daryl Hall & John Oates wird am 25. März ihr damals 15. Album „Marigold Sky“ von 1997 in einer Neuauflage veröffentlichen. Zur Feier des 25-jährigen Album-Jubiläums erscheint es zum ersten Mal als Doppel-LP sowie als erweiterte CD mit drei Bonustracks. Außerdem ist „Marigold Sky“ erstmals auf allen wichtigen Streaming-Plattformen erhältlich, um die Songs auch digital genießen zu können.
„Ich betrachte ‚Marigold Sky‘ als das verlorene Hall & Oates Album“, erzählt Daryl Hall. „Die Fans haben mich seit Jahren danach gefragt. Ich bin wirklich stolz auf diese Songs und freue mich, dass es eine weltweite Wiederveröffentlichung bekommt.“ Und John Oates ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass ‚Marigold Sky‘ jetzt endlich weltweit erhältlich ist. Es ist ein einzigartiges und cooles Album, und ich hoffe, dass alte und neue Fans es wirklich genießen.“
Das Album präsentiert eine Sammlung von exquisitem und unwiderstehlichem Soul-Pop, mit dem klassischen Songwriting des Duos, das ihre gesamte Karriere prägte, darunter die Singles „Promise Ain’t Enough“, „Romeo Is Bleeding“ und „The Sky Is Falling“.
Daryl Hall & John Oates sind nach wie vor eine große Inspiration für einige der weltweit erfolgreichsten zeitgenössischen Künstler, von The XX bis Kanye West, die Hits des beeindruckenden Duos gesampelt haben. Sie zählen zu den meistgesampelten Künstlern unserer Zeit, und ihr Einfluss ist überall zu hören, von Boyband-Harmonien über Neo-Soul bis hin zu Rap-Rock-Fusion. Diese Neuauflage ergänzt die umfangreiche und äußerst erfolgreiche Diskografie von Daryl Hall & John Oates.
2014 wurden Daryl Hall & John Oates in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen – eine Würdigung für ihre legendäre Diskografie, ihren Superstar-Status und eine Reihe ausgezeichneter Top-Hits aus fünf Jahrzehnten.
Best life, die 3. Single aus dem Album „LABYRINTH“ läutet ein Jahr ein, in dem einiges passieren wird mit und um Stefanie Heinzmann. Gemeinsam mit ihrem Cowritingpartner Tim Deal aka HIGHT (Zoe Wees, Michael Schulte, KYGO, Tom Walker, Alle Farben, Ofenbach) schenkt sie uns hier eine remixte Duett Version des Titels, der durch seine Fragen nicht besser in die aktuelle Zeit passen könnte:
Leben wir unser bestes Leben oder können wir etwas so verändern, um zurück zu uns selbst zu finden, ohne Bewertung von außen, ohne Sorgen und nur mit Hoffnung auf das Gute?
Heinzmann bricht damit auf in ein Jahr von Kollaborationen und neuen Ufern, die sie uns von einer neuen noch aufregenderen Seite zeigen wird.
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„Der ultimative Optimist ist ein Mensch, der einfach immer weiter ans Gute glaubt und mit dem Besten rechnet – selbst im Angesicht des Schlimmsten“, kommentiert Bryan Adams den Kerngedanken der neuen Single. „Es geht darum, einfach im Moment zu leben – anstatt in permanenter Angst zu leben. Alles Negative in etwas Positives zu verwandeln. Den Regen zu nehmen und ihn als Geschenk zu betrachten.“ (BRYAN ADAMS)
Gewohnt lässig kündigt Bryan Adams das nächste Kapitel seiner Karriere an: „So Happy It Hurts“ wird das neue Album des Kanadiers heißen, das im März 2022 bei BMG erscheint. „Die Pandemie und Erfahrung des Lockdowns haben mir wirklich gezeigt, wie einem jede Spontaneität genommen werden kann. Von einem auf den anderen Tag gab es keine Touren mehr, niemand konnte einfach so ins Auto springen und losfahren“, kommentiert Adams. „Der Titelsong ‘So Happy It Hurts’ handelt genau davon: Es geht um Freiheit, um Unabhängigkeit, Spontaneität und um diesen Glücksrausch, den man bekommt, wenn die offene Straße vor einem liegt. Das gleichnamige Album verhandelt eine Reihe von flüchtigen Dingen im Leben, in denen jedoch genau genommen das Rezept zum Glück schlummert – wobei menschliche Bindungen dabei die wichtigste Rolle spielen!“ (BRYAN ADAMS)
Fotocredit: Bryan Adams
Das Album „So Happy It Hurts“ erscheint am 11. März 2022. Das 15. Studioalbum von Adams vereint 12 brandneue Songs, die der Grammy-Gewinner allesamt als Co-Autor mitgeschrieben hat. Neben den physischen und digitalen Standardkonfigurationen wird „So Happy It Hurts“ unter anderem auch als Deluxe-CD (inkl. Hardcover-Buch + Vinyl + Lenticular-Cover) erhältlich sein. Neben einer exklusiven Vinylvariante in Farbe gibt es zudem ein limitiertes Boxset, das die Deluxe-CD, Vinyl, das Hardcover-Buch sowie ein signiertes Foto von Bryan Adams beinhaltet.
Nicht zuletzt wegen seiner gefeierten Live-Shows seit Jahren eine feste Größe in der aktuellen Rocklandschaft, wird Bryan Adams in den USA auch demnächst wieder live auftreten: Seine Residency im Wynn von Las Vegas beginnt am 10. November. Weitere Informationen zu Konzerten gibt es unter https://www.bryanadams.com/tours/
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Keith Richards veröffentlicht sein gefeiertes, zweites Soloalbum „Main Offender“ als limitiertes Super-Deluxe-Boxset, das außerdem den bisher noch unveröffentlichten Konzert-Diamanten „Winos Live In London `92“ enthält – eine Liveperformance, die im legendären Londoner Town & Country Club in Kentish Town mitgeschnitten wurde. Die Sonderedition erscheint am 18. März via BMG.
Außerdem enthält die Sammlung ein 88-seitiges Buch mit ebenfalls unveröffentlichten Fotos, Abbildungen handgeschriebener Lyrics, gesammelten Essays über die Original-Albumveröffentlichung und vieles mehr. Abgerundet wird die Box von einem Umschlag mit Archivmaterial mit Nachdrucken von Promotional- und Tourmaterialien aus Keiths persönlichem Archiv.
Mit „Main Offender“ legt Keith Richards nun das nächste Glanzstück aus seiner umfangreichen Schatzsammlung vor, das auf den Release des im vergangenen Jahr erschienenen „Live At The Hollywood Palladium“ und das 2019 veröffentlichte, mittlerweile legendäre erste Soloalbum „Talk Is Cheap“ folgt.
Das Album erschien ursprünglich im Oktober 1992, vier Jahre nach „Talk Is Cheap“ und wurde von den viel verehrten X-Pensive Winos eingespielt: Namentlich der durch seine langjährige Mitarbeit bekannte Drummer Steve Jordan (der 2021 auch gemeinsam mit den Rolling Stones auf deren „No Filter“-Tour in den Vereinigten Staaten zu erleben war), Gitarrist Waddy Wachtel, Bassist Charley Drayton, Keyboarder Ivan Neville, Sängerin Sarah Dash sowie die Background-Sänger Bernard Fowler und Babi Floyd.
Unter den zehn fesselnden Tracks von „Main Offender“ finden sich u.a. die elektrisierenden Singles „Wicked As It Seems“, „Eileen“ und „Hate It When You Leave“. Das Album wurde von Keith Richards, Waddy Wachtel und Steve Jordan produziert, der ebenso für den Mix des Live-Bonusalbums verantwortlich zeichnet.
Keith über den Release: „Das ist das zweite Mal für uns und die Winos entwickeln sich so langsam. Ich versuche, diese Jungs solange beisammen zu halten wie möglich. Sie sind eine der besten Bands der Welt. Eine extrem faszinierende Formation, deren ganzes Potenzial sich gerade anfängt zu entfalten. Wenn ich nicht mit den Winos auf Tour gegangen wäre, wäre dieses Album mit Sicherheit total anders geworden. Ich habe versucht, auf diesem Album nicht allzu viel preiszugeben. Für mich ist diese besondere Zweideutigkeit, das Geheimnisvolle und auch ein gewisser Provokationsfaktor wichtig. Die Leute zum Denken anzuregen, hat viel mehr Kraft, als nur den Finger zu erheben und zu sagen ‚Ich weiß genau, was er ausdrücken will. Mach dies nicht, mach das…‘ Als Musiker ist die Stille deine Leinwand. Man achtet darauf, sie nicht vollständig auszufüllen, sondern auch Lücken zu lassen. Ansonsten verrät man schon alles… Die interessantesten Teile in der Musik sind die, die man gerade nicht spielt.“
Das neue Super-Deluxe-Boxset von „Main Offender“ ist als exklusives Sammler-Case erhältlich, dem ein herausnehmbarer, handnummerierter Druck des unbearbeiteten Originalportraits des Albumcover-Artworks beiliegt. Darüber hinaus enthält die Box ein einzigartiges Art-Book mit einer Albumpressung in rauchfarbenem Vinyl.
LP und CD von „Main Offender“ wurden unter der Aufsicht von Original-Produzent und X-Pensive Winos-Mitglied Steve Jordan neu gemastert. Der exklusive „Winos Live In London `92“-Mitschnitt versetzt den Hörer direkt in die erste Reihe der Show und enthält bisher unveröffentlichte Versionen von „Eileen“, „Hate It When You Leave“, „Happy“ und anderen.
Das Package enthält:
180g LP in rauchfarbenem Vinyl & CD des komplett remasterten “Main Offender”-Albums
Bisher unveröffentlichtes “Winos Live In London ‘92”-Album als 180g 2LP & CD
Das Audio-Remastering wurde von Original-Producer und X-Pensive Wino Steve Jordan höchstpersönlich überwacht
88-seitiges Buch im Ledereinband mit bisher unveröffentlichten Fotos and Keiths handgeschriebenen Lyrics
Gitarrenplektron von der “Main Offender”-Tour, Stoßstangenaufkleber, Promotional-Plakat und mehr!
Ebenfalls erhältlich als 2CD-Mediabook, limitierte 1LP 180g in rotem Vinyl, 1LP 180g in schwarzem Vinyl, 1CD-Digipak sowie in digitalen Formaten.
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Wenn wir Musik beschreiben sollen, ordnen wir sie gerne in Schubladen ein. Auf diesen Schubladen stehen dann Begriffe wie Rock, Pop oder Jazz – oder auch Adjektive wie authentisch, modern oder retro. Die Musik der kanadischen Sängerin Elise LeGrow lässt sich nicht ganz so einfach einordnen, aber ein Etikett passt auf jeden Fall – zeitlos. Sie schafft es, auf ihrem aktuellen Album „Grateful“ genau diesen Sound zu erzeugen, der sich einer genauen zeitlichen Einordung entzieht, und der vor 50 Jahren wahrscheinlich genauso begeistert hätte wie er es in den nächsten 50 Jahren noch tun wird.
Vielleicht gelingt ihr das deshalb so gut, weil sie auf ihrem Debüt „Playing Chess“ zunächst nur Coverversionen von Songs versammelt hatte, die alle beim legendären Chess-Label veröffentlicht wurden. So wie sie diesen Klassikern ein modernes Gewand verpasste, so haben jetzt ihre Eigenkompositionen gewissermaßen eine alte Seele. Zudem verfügt Elise LeGrow nicht nur über eine ausdrucksstarke Soul-Stimme, sie beherrscht auch rockige Töne oder verspielten Swing – die richtigen Voraussetzungen also für ein sehr vielseitiges Album.
Der Opener „Feel Alright“ beginnt ganz entspannt, schraubt sich im Refrain dann aber ungeahnt in die Höhe, wenn Elise trotzig ihr Recht einfordert, sich gut zu fühlen. Mit dem rhythmischen „Forever“ hinterfragt sie die Sinnhaftigkeit von ewigen Liebesschwüren und das eindringliche „Love Me Or Leave Me Alone“ markiert den Punkt, an dem eine Beziehung entweder ernst wird oder endet. Das düstere „Drinking In The Day“ erinnert nicht von ungefähr an Amy Winehouse und thematisiert die gefährliche Gewohnheit, seine Sorgen in Alkohol zu ertränken.
„Evan“ ist ein Song über einen persönlichen Verlust, bei dem sich das zerbrechliche Hauchen in den Strophen zu purer Verzweiflung im Refrain steigert. Dem gegenüber steht die tiefe Dankbarkeit im wunderbaren Titelsong „Grateful“, der sich dem Hörer wie eine wärmende Decke um die Schultern legt. Mit dem schwungvollen „Better Side“ endet das Album dann mit einer optimistischen Note.
Falls sich über „Grateful“ überhaupt etwas Negatives sagen lässt, dann höchstens, dass es mit seinen sieben Titeln etwas kurz geraten ist. Elise LeGrow hätte ich gerne noch länger zugehört – aber zum Glück gibt es ja die Repeat-Taste und hoffentlich in Zukunft auch noch mehr gute Musik von ihr!
BMG wird Marianne Faithfulls Studioalbum “Vagabond Ways” aus dem Jahr 1999 am 4. März 2022 neu in einer erweiterten Version veröffentlichen. Die Neuauflage des Albums, das ursprünglich in den Teatro Studios in Kalifornien aufgenommen und von Mark Howard und Daniel Lanois produziert wurde, bietet neben dem Originalalbum eine Auswahl von bisher unveröffentlichten Bonus-Demos und eine erstmals publizierte Studioaufnahme sowie neue Liner Notes. Zudem erscheint das Album neben der CD-Version und den digitalen Formaten auch erstmals auf Vinyl.
“Vagabond Ways” war Marianne Faithfulls erstes Album mit Originalmaterial nach einer fünfjährigen Pause, in der ihre Biografie “Faithfull” und ihre Aufnahme der Kurt-Weill-Oper “The Seven Deadly Sins” veröffentlicht wurden. Viele der auf diesem Album erzählten Geschichten stammen aus Erinnerungen, die nicht in der Biografie berücksichtigt wurden, oder aus ihren Beobachtungen sozialer Konflikte, die sie besonders bewegten. Weitere Titel sind zum Beispiel ihre Interpretation von Leonard Cohens „Tower of Song“, ein Lied („Incarceration of a Flower Child“), das ihr Roger Waters aus den Archiven von Pink Floyd gab und „For Wanting You“, das das Songwriter-Duo Elton John und Bernie Taupin speziell für Marianne schrieb.
Es war auch ein besonderer Longplayer für die Künstlerin, die damals sagte, es zeige ein Maß an Selbstakzeptanz, das sie zuvor noch nicht erkundet hatte, und dass sie „Farbe bekannt“ habe. Es enthält frühe Beispiele dafür, wie sie Poesie mit Musik überlagert, etwas, das sie kürzlich auf dem 2021 erschienenen – von derr Kritik gelobten – Album “She Walks In Beauty” mit Warren Ellis erneut umsetzte.
Als Bonusmaterial bietet das Album die unveröffentlichte Komposition „Drifting” von Marianne Faithfull und Daniel Lanois sowie Demoaufnahmen von „Vagabond Ways“, „Incarceration of a Flower Child“, „Electra“ und „Tower of Song“. Die Neuauflage präsentiert auch das von Bob Dylan geschriebene „Blood In My Eyes“, das hier zum ersten Mal – mit Ausnahme einer japanischen Edition – auf einem physischen Format enthalten ist.
Das Jahr 1968 war ein Wendepunkt in Johnny Cashs Leben. Seit Mitte der 50er Jahre ging es mit seiner Karriere steil bergauf, doch der weltweite Ruhm hatte auch Schattenseiten. Seine Tablettenabhängigkeit führte zur Scheidung von Vivian Liberto, zu Konzertabsagen und Gewaltausbrüchen. Er sagte selbst, dass er sich 1967 in eine Höhle zurückgezogen hat, um dort zu sterben. Zum Glück standen ihm noch einige erfolgreiche Jahrzehnte bevor. Er nahm 1968 die Country-Sängerin June Carter zur Frau und schaffte mit dem legendären Gefängnisauftritt „At Folsom Prison“ eine Nummer 1 in den US-Country-Charts, später im Jahr erschien das ebenso ikonische Livealbum „At San Quentin“. 1969 spielte Cash vor 21.000 Zuschauern im Madison Square Garden.
Fotocredit: Ralph Willsey
Zwischen den Prison-Alben wurde am 24.4.1968 das vorliegende Konzert „At The Carousel Ballroom“ mitgeschnitten, das nun fast 54 Jahre später auf CD und im Vinylformat erscheint. Ein kleines Juwel! Es markiert den letzten Neuzugang im Rahmen der „Bear’s Sonic Journals“-Reihe, die von der Owsley Stanley Foundation herausgebracht wurde. Sie umfasst darüber hinaus bereits Stanleys Live-Aufnahmen von The Allman Brothers Band, Tim Buckley, Commander Cody and His Lost Planet Airmen, Doc & Merle Watson und viele mehr.
Der Mitschnitt zeigt den Mann in Schwarz auf dem Höhepunkt seiner charismatischen Kräfte, im spielerischen und kraftvollen Dialog mit seiner neuen Braut June Carter und seinen langjährigen Musikern – dem Gitarristen Luther Perkins, dem Bassisten Marshall Grant und dem Schlagzeuger W.S. Holland.
64 Minuten werden in akzeptabler Soundqualität geboten. Das Publikum ist bisweilen deutlich und enthusiastisch hörbar. Die Setlist bietet genügend Besonderheiten, wie ein Cover von Bob Dylans „One too many Mornings“, um den Release von anderen Livealben abzuheben.
Ganz besonders gefällt mir aber die Aufmachung als Hardcove-Digipack mit June & Johnny in trauter Zweisamkeit auf dem Cover. Das Booklet bietet umfangreiche Infos zur Owsley Stanley Foundation, biografische Liner Notes von Bob Weir, Dave Schools und John Carter Cash.
Daryl Hall und John Oates haben 1973 im Vorprogramm des inzwischen verstorbenen Harry Chapin ihr erstes gemeinsames Konzert gespielt – im „The Troubadour“, dem legendären Nachtclub in Los Angeles. Kein Wunder, dass das US-amerikanische Pop-Duo sich dort seit Jahrzehnten zuhause fühlt. Sie waren dort immer wieder als Zuschauer zu Gast und es freute sie ganz besonders, im Mai 2008 erneut ein fulminantes Konzert dort geben zu dürfen.
Dabei tauchte das Duo tief in sein Repertoire und begeisterte die Fans mit fast zweistündigem Material, welches vor allem ihre größten Hits beinhaltete. Als nostalgisches Zugeständnis wurden auch sehr soulige Titel wie “When The Morning Comes“, “Had I Known You Better Then“ und “Abandoned Luncheonette“ in die Setlist eingebaut. Das Publikum freute sich aber vor allem über Klassiker im Stil von „You Make My Dreams“, „Rich Girl“, „Sara Smile“ und natürlich den Smashhit „Maneater“.
Man merkt schon, dass beide zum Zeitpunkt der Aufnahme auf die 60 zugehen (Oates) oder diese schon überschritten haben (Hall). Das tut der Stimmung im Club und der energievollen Performance allerdings keinen Abbruch. Ihre Stimmen harmonieren immer noch perfekt. Da gibt es kein Vertun. Und mit „Getaway Car“ ist auch ein Stück des Albums „Do It For Love“ (2003) mit an Bord. Der Sound ist jedenfalls fantastisch und man merkt, mit welcher Freude die heutigen Superstars an den Ort ihrer ersten Gehversuche zurückgekehrt sind.
„Live At The Troubadour” wurde 2008 zunächst als CD und DVD veröffentlicht und ist nun zum ersten Mal auch im Vinyl-Format erhältlich.
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Im Jahr 1981 wurden ASIA als sogenannte „Supergroup“ gegründet. Was das heißt? Bekannte Künstler tun sich für ein neues Projekt zusammen. Oft sind das nur kurzfristige Kollaborationen und selten haben diese so lange Bestand wie bei ASIA. Geoff Downes, John Wetton, Steve Howe und Carl Palmer waren ein für diese Zeit quasi unschlagbares Quartett aus Mitgliedern bekannter Progressive Rockbands. Dass sie mit „Heat Of The Moment“ ihren größten Erfolg im Mainstream-Pop hatten? Geschenkt! Immerhin mischte der schmissige Titel das damalige Radioformat ganz schön auf und trug weiter zur weltweiten Bekanntheit der Band bei.
Die Geschichte von ASIA ist spannend und mit vielen Wendungen verbunden. Die großen Erfolge der beginnenden 80er Jahre, die Auflösung 1985, eine Neugründung 1989. Es gab unzählige Wechsel im Line-up und Ende der 90er den gescheiterten Versuch einer Wiederbelebung in Originalbesetzung. Gelungen ist dieser schließlich im Jahr 2005 und mit „Phoenix“, „Omega“ sowie „XXX“ erschienen drei respektable neue Studioalben, die die Herzen der Fans zwar nicht zum explodieren brachten, aber doch höher schlagen ließen. Das letzte Studioalbum „Gravitas“ erschien im Jahr 2014. Auch wenn vermutlich nicht mit neuen Heldentaten zu rechnen ist, sind ASIA doch noch theoretisch live aktiv – zumindest wenn die Pandemie dies zulässt. Anstelle des verstorbenen John Wetton findet sich normalerweise Billy Sherwood (YES) am Bass und der US-Rocker Ron „Bumblefoot“ Thal ersetzt Steve Howe.
Freunde gepflegter Livemusik können sich nun freuen, denn ASIA tun es geschätzten Kollegen wie Marillion, UFO oder Tangerine Dream nach und veröffentlichen eine offizielle Bootleg-Sammlung, um unseriösen Händlern ein Schnippchen zu schlagen. Auf „Volume 1“ widmet sich die Supergroup ihren beiden Hochphasen: Die ersten beiden Livealben entstammen der Gründungszeit Anfang der 80er, als die Band weltweite Erfolge mit „Asia“ und „Alpha“ feierte. Danach gibt es einen Zeitsprung von 25 Jahren zur umjubelten Reunion-Tour 2007 und den Konzertreihen jeweils nach Veröffentlichung von „Phönix“ (2008) und „Omega“ (2010).
Da jedem dieser Livealben trotz großer Gemeinsamkeiten in der Setlist ein aktuelles Studioalbum zugrunde liegt, bietet die Box genügend Vielfalt, um Fanherzen höher schlagen zu lassen. Es sind fünf Doppel-CD-Sets im schicken Digipack, die sich in einen Pappschuber einfügen. Das Artwork stammt vom genialen Roger Dean, der schon zuvor alle ASIA-Alben designt hat und auch diesen Release zum schmucken Sammlerstück macht. Zwar enthält nicht jeder Mitschnitt ein eigenes Booklet, doch das ist gar nicht nötig. Die Box beinhaltet ein Begleitheft mit einem historischen Abriss des renommierten ASIA-Biografen Dave Gallant und allen nötigen Infos zu den gespielten Tracks.
Live At Kleinhams Music Hall, Buffalo, NY, USA, 3 May 1982 wurde sechs Wochen nach Erscheinen des Debütalbums mitgeschnitten. Es wurden alle Tracks von „Asia“ gespielt und mit „Midnight Sun“ gab es einen Ausblick auf das zweite Album. Da man damit kein ordentliches Liveset füllen konnte, durften die Protagonisten mit ausgiebigen Solo-Passagen ran. Steve Howe brachte „The Ancient“ und „Clap“ von YES zu neuer Blüte, Geoff Downes durfte lange sphärische Keyboardpassagen gemischt mit rhythmischen Ausschweifungen beitragen und Carl Palmer bekam seinen großen Schlagzeugmoment während „Here Comes The Feeling“. Den krönenden Abschluss bildete „Heat Of The Moment“, bei dem John Wetton allerdings stimmlich etwas einknickte. Vielleicht ein Beleg dafür, dass man das bekannteste Stück nicht immer ans Ende stellen sollte. Der Mitschnitt ist leicht basslastig, aber in Anbetracht des Alters sehr gut anhörbar.
Live At Centrum, Worcester, MA, USA, 22 August 1983 entstand einen Monat nach dem Release von „Alpha“. Der Zweitling hatte immerhin Top-10-Positionen in Europa und den USA erreicht, womit ASIA zeigten, dass „Heat Of The Moment“ kein One-hit-wonder war. Bemerkenswert ist das jubelnde Publikum in Worcester bei Wettons Ansagen. Seine Vocals sind sehr deutlich abgemischt, während die Instrumentalfraktion allerdings sehr dumpf klingt. Der Mix aus beiden Studioalben war perfekt, wobei das neue Werk mit sieben Stücken gut vertreten war. Und auch Steve Howe bekam wieder ausgiebige Solomomente, die seinen Status als Ausnahmegitarrist unterstrichen.
Live At Credicard Hall, São Paulo, Brazil, 23 March 2007 hat fast eine identische Setlist wie das bekannte Livealbum „Fantasia: Live in Tokyo“. Einziger Unterschied: Howe spielt auch hier „Clap“ anstatt des „Intersection Blues“ von „Fantasia“. Es gab bei dieser Tour einen Rundumschlag durch die Bandkarriere und in das Soloschaffen des Quartetts: Neben Yes’ „Roundabout“, ELPs bekannter „Fanfare For The Common Man“ und dem Klassiker „In The Court Of The Crimson King“ wurde auch das poppige Buggles-Stück „Video Killed The Radio Star“ dargeboten. Was für ein Spaß! Natürlich endete der Set mit „Heat Of The Moment“. Man stand nach 25 Jahren also quasi am Anfang. Der Sound ist glasklar, während man ab und zu das enthusiastische brasilianische Publikum im Hintergrund erahnen kann.
Live At International Forum, Tokyo, Japan, 12 May 2008 sieht die Band kurz nach Veröffentlichung von „Phoenix“. Der Mitschnitt in zeitlicher Nähe zum Studiorelease scheint ein Auswahlkriterium bei den Bootlegs gewesen zu sein. Um so mehr fällt ins Auge, dass dieser mit „Never Again“ und „An Extraordinary Life“ stark unterrepräsentiert ist. Stattdessen hatte man den Rundumschlag durch die Bandkarrieren so belassen, wie er auf der vorherigen Tour war. Schade, denn vor allem YES und King Crimson hätten doch wahrlich noch andere Klassiker zu bieten. Soundtechnisch allerdings gibt es nichts zu meckern. Und „Heat Of The Moment“ steht nicht am Ende des Sets. Bravo!
Live At HMV Forum, London, UK, 14 December 2010 ist quasi das fehlende Glied zwischen „Fantasia“ und dem „Symfonia“-Mitschnitt aus 2013. „Omega“ war im April 2010 erschienen und es waren die letzten Auftritte im Königreich in der Ur-Besetzung. 2012 musste die UK-Tour gecancelt werden und 2013 verließ Steve Howe die Band. Mit „Finger On The Trigger“, dem melancholischen „End Of The World“, „I Belive“ und „Holy War“ gab es vier aktuelle Stücke von „Omega“. Ein erdiger Sound und ein gut hörbares Publikum zeugen hier von bestem Bootleg-Sound, der gegenüber dem 2008er Konzert klanglich allerdings wieder abfällt.
„Diese historische Sammlung repräsentiert einige unserer besten und prägendsten Live-Momente“, erklärt Geoff Downes, „von der allerersten ASIA-Tournee 1982 und der Alpha-Tournee im Jahr darauf bis hin zu drei unserer vielen Reunion-Shows. Es war ein großes Privileg, die Musik von ASIA auf diese verschiedenen Kontinente zu bringen und weltweit die Unterstützung der Fans zu spüren. Wir hoffen, dass dies großartige Erinnerungen wachruft und andere dazu inspiriert, die Musik von ASIA zu schätzen“.
Die Sammlung mit fünf Konzerten von vier Kontinenten ist umfassend und zeigte alle Stärken der Band zu ihren Glanzzeiten. Dass die Box den Titel „Volume 1“ trägt, macht Hoffnung auf weitere Veröffentlichungen – vielleicht auch mit Mitschnitten aus den 90er Jahren.
Im Oktober veröffentlichte Katie Melua ihr “Album No. 8” und begeisterte mit Klängen des Georgian Philharmonic Orchestra. Es waren gerade die orchestralen Elemente – vor allem die opulenten Streicher – die das Album beherrschten und Katies Vocals umschmeichelten. Dabei erklingt ihre Stimme auf dem Originalalbum sehr vorsichtig und sie drängt sich nie in den Vordergrund, fast als würde sie sich an die Töne herantasten und wolle das sinfonische Element nicht stören.
Ein Jahr später erscheint das Album nun ganz neu in all seiner Reinheit als akustische Version. Die Reihenfolge der Songs wurde geändert und mit „No Better Magic“ ein neuer Titel beigefügt. Produziert von Katies Bruder Zurab, der auch bereits auf dem Originalalbum Gitarre spielte, rücken diese reduzierten Aufnahmen noch einmal mehr den Fokus auf die Songs selbst, aber natürlich auch Katies einzigartige und wunderschöne Stimme, die hier auf ganz bezaubernde Weise in ihrer reinsten Form zu hören ist.
Zarte Gitarrenklänge umspielen Katies fantastische Stimme. Der Schwerpunkt liegt jetzt deutlich auf ihren Vocals und sie liefert eine Bestandsaufnahme ihrer persönlichen und emotionalen Situation.
Fotocredit: Rosie Matheson
Da Katie mit „Album No. 8“ aufgrund der Pandemie nicht auf Tour gehen konnte, teilte sie die akustischen Versionen der Songs, bei denen sie von ihrem Bruder begleitet wurde, zunächst im Internet. “Ich bin stolz auf die Songs und es hat mir wirklich gefehlt, mit diesem Album auf Tour gehen zu können. Die Songs in den puristischen Versionen zu zeigen, hat noch einmal etwas ganz Neues in ihnen hervorgebracht. Dank Zurab und seines brillanten Verstandes konnten wir alles, abgesehen vom Mastering, zu Hause in einem wunderschönen Teil von London machen. Ich glaube, die Ruhe und der grüne Park in der Umgebung sind dabei zu einem Teil der Atmosphäre auf der Platte geworden.”
Bei „Maybe I Dreamt It“ und „Remind Me To Forget“ wird Katie an der Violine von Simon Goff begleitet, der im Zusammenspiel mit der Gitarre eine ganz besondere Atmosphäre schafft.
Beide Versionen des „Album No. 8“ stehen für sich und liefern wundervolle Musik der georgischen Künstlerin. Es wird deutlich, dass ihre Musik und ihr Gesang unabhängig von den Arrangements Bestand haben. Die akustische Veröffentlichung ist auf jeden Fall ein perfekter Soundtrack für melancholische Novembertage.
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Gegründet 1982 sind SODOM aus Gelsenkirchen bis heute ein Garant für Thrash Metal vom Feinsten und gehören neben KREATOR und DESTRUCTION zu den erfolgreichsten deutschen Vertretern des Genres. Vor allem ihr enormer Härtegrad machte sie über Jahrzehnte zu Fanlieblingen.
Im Jahr 2001 erschien das Konzeptalbum „M-16“. Mit dem Schlagzeuger Bobby Schottkowski und dem Gitarristen Bernd „Bernemann“ Kost hatte Mastermind Tom Angelripper einige Jahre zuvor eine neue Bandbesetzung gefunden, die die Band zu den Ursprüngen zurückführte. Schon „Code Red“ hatte eine deutlich härtere Ausrichtung als die Vorgänger, die nun noch ausgeweitet wurde.
Statt experimenteller Alben gab es endlich wieder zündende Riffgewitter. Das Konzept um den Vietnamkrieg, der in den 1960ern zwischen Nord- und Südvietnam tobte und in dem sich zeitweise 500.000 US-Soldaten erbitterte Kämpfe mit Verbänden des Ostblocks lieferten, wurde in Songs wie “Among The Weirdcong”, “Napalm In The Morning”, “Minejumper” oder “Cannon Fodder” erzählt, die auf eindrucksvolle Weise Bilder von Krieg, Verrohung und Verwüstung, von Missständen und Auswüchsen westlicher Zivilisation in harsche Metal-Klänge und unmissverständliche Worte kleideten.
Auch wenn mit Platz 88 in den Charts nur ein dürftiger kommerzieller Erfolg zu verzeichnen war, wurde „M-16“ doch zu einem der wichtigsten Alben in der Karriere der Band und zu Recht von der Kritik gefeiert. Kein Wunder, dass es zum 20jährigen Jubiläum neu gemastert von SODOM-Schlagzeuger Toni Merkel mit umfangreichem Bonusmaterial und attraktiven Fan-Items in einer hochwertigen Aufmachung wieder veröffentlicht wird.
Als Bonus gibt es mit „Remember The Fallen“ und „Blasphemer“ zwei geniale Livetracks vom 2001er WACKEN-Festival, die SODOMs einzigartigen Shouter Tom Angelripper in Bestform zeigen.
Auch in der Retrospektive von zwei Jahrzehnten bleibt “M-16” für den Bandleader ein ganz besonderes Album: „Die Scheibe gehört zweifellos zu den Sodom-Klassikern, allein schon wegen des durchgehenden thematischen Konzepts. Außerdem war es unsere letzte Zusammenarbeit mit Produzent Harris Johns und beendete somit eine wichtige Ära der Band. Ich bin sehr glücklich, dass M-16 jetzt als 20th Anniversary Edition in neuen Versionen und mit viel Liebe zum Detail ausgestattet wieder auf den Markt kommt.“
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Vor einem Jahr veröffentlichte Kylie Minogue ihr neustes Album mit dem Titel „Disco“. Damit war klar, dass es eine Zeitreise in die Glitzerwelt der 80er und vor allem 90er Jahre geben würde. Wer sich gerne in der Welt von Daft Punk oder Giorgio Moroder bewegt und das Drehen der Discokugel als ultimative Aufforderung zur Bewegung ansieht, liegt hier schon mal gut. Der pandemische Sommer, der viele Künstler ins introvertierte Songwriting führte, bewirkte bei Kylie das Gegenteil: Sie fand den Weg zurück zum Dancefloor und lieferte ein astreines glamouröses Partyalbum.
2021 gibt es zwar kein neues Album, aber eine Fortführung des DISCO-Konzepts. Die „Guest List Edition“ enthält das Originalalbum und eine zweite CD voller Kollaborationen und Remixe. Der Kracher „Real Groove“ bekommt im Duett mit Dua Lipa einen starken zusätzlichen Drive.
Es finden sich auch einige brandneue Songs: „A Second To Midnight“ ist eine elektronisch angehauchte Kollaboration mit Years & Years. „Kiss Of Life“ funktioniert als laszive Dancefloor-Ballade mit Jessie Ware. Und bei „Can’t Stop Writing Songs About You“ hat Kylr gar die grandiose Gloria Gaynor mit an Bord, deren tiefes Stimmvolumen perfekt mit Kylies hohen Klängen harmoniert.
Was ich jetzt nicht gebraucht hätte, ist eine Aneinanderreihung von drei Remixen von „Say Something“. Überhaupt sind die ausufernden Versionen der zweiten Albumhälfte manchmal stark überzogen. Doch bei der Masse an hervorragenden Tracks ist das verschmerzbar.
Die Deluxe Version besteht aus einem insgesamt fünf Tonträger umfassenden Set – drei CDs, eine DVD und eine Blu-ray. DVD und Blu-ray beinhalten jeweils den „Infinite Disco“-Auftritt. Außerdem gibt es eine Dreifach-Gatefold-Vinyl-Version, die ebenfalls das ursprüngliche 12-Track „DISCO“-Album sowie die neuen Kollaborationen und Remixe enthält.
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Sechs Nummer-1-Alben in Folge hat der Countrymusiker Jason Aldean aus Georgia zuletzt in den US-Countrycharts abgeliefert. Dass er aber nicht nur ein Star in dieser Sparte ist, zeigen die Positionen in den Billboard-Charts, wo er auch regelmäßig Spitzenplätze belegt. Zu trauriger internationaler Berühmtheit kam er im Oktober 2017, als während seines Auftritts beim Route 91 Harvest Festival durch einen Anschlag mit einer Schusswaffe 50 Menschen ums Leben kamen. In den USA kannte ihn aber schon vorher jeder Radiohörer durch seine Legion an Hitsingles.
Das zehnte Studioalbum ist nach der Stadt „Macon“, Aldeans Geburtsort im Südosten der USA, benannt. Was wir zu hören bekommen, entspricht keineswegs dem Klischee althergebrachter Countrymusik mit Lagerfeuer- und Trucker-Romantik. Jason Aldean liefert eine moderne Version dessen, was er unter dieser Musikrichtung versteht. Und das ist bisweilen eingängige Rock- und Popmusik. Quasi ein sehr modernes Album mit alter Seele.
Aldean hat in den letzten 16 Jahren das eine oder andere über sich selbst und seine eigene Musik gelernt. Aber so weit er auch gekommen ist: Er hat immer nach Macon in Georgia zurückgeblickt. In Kooperation mit seinem langjährigen Produzenten Michael Knox entstanden, zeigt vor allem der erste Teil seines neuen Albums eine große Bandbreite — von Stadion-Rockern bis Barstool Balladen — garniert mit modernen Sounds und jenem Stolz des Kleinstädters, den seine Fans an ihm so lieben.
Aldean treibt seinen einzigartigen, muskulösen Country-Sound mit hartem Rock, modernen Balladen und R&B- und Hip-Hop-Experimenten nach vorne, bleibt dabei aber stets dem Country-Lifestyle treu. Gut, wenn man nicht in Schubladen denkt und diesem renommierten Songwriter auch in Europa eine veritable Chance gibt.
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Unter all den Deutschpop-Alben, die neuerdings recht inflationär das Licht der Welt erblicken, war ich zuletzt am meisten auf die Songs von Max Giesinger gespannt. Das mag daran liegen, dass er immer sehr viel von sich erzählt und in jungen Jahren schon aus einem großen Erfahrungsschatz schöpft. Man denke an seine Jahre als Straßenmusiker und seine ersten Erfolge nach der Teilnahme bei „The Voice of Germany“ (2011). Wie gut, dass er die Show nicht gewonnen hat, sonst hätte er seine Musik vermutlich nie mehr so frei entfalten können.
Im Prinzip folgen bisher alle Alben einem musikalischen Konzept, wobei sie aufeinander aufbauen. Das ist umso schöner in einer Zeit, da sich das Musikgeschäft vor allem auf Singlehits und Streamingerfolge stürzt, dabei aber das episch erzählende Format immer mehr aus den Augen verliert.
Bisher sang der 33jährige aus Waldbronn (bei Karlsruhe), der inzwischen im Hamburger Schanzenviertel lebt, stets vom Sichbewegen und Unterwegssein. „Laufen lernen“, „Der Junge, der rennt“ und „Die Reise“ hießen die Alben. Nummer 1 hatte er noch per Crowfunding finanziert, danach wurden die Verkäufe von mal zu mal solider. Kein Abheben und durch die Decke gehen – eher ein schleichendes Überzeugen durch Qualität.
Jetzt scheint Max irgendwie angekommen zu sein. Nicht an einem bestimmten Ort, aber bei sich selbst. Er hätte das neue Werk auch „Ankunft“ nennen können, aber „Vier“ passt ebenso gut. Die Songs sind sehr persönlich. In den vielen Interviews, die man momentan zu hören bekommt, erzählt er davon, dass er diese Titel erst jetzt habe schreiben können, da er reifer ist und die rastlose Zeit vorbei zu sein scheint.
Der Opener „Irgendwann ist jetzt“ ist noch eine tanzbare Standortbestimmung voller Euphorie. Doch schon „Das Fenster“ erklingt voller Melancholie mit einem Blick auf Individualität und fremde Leben. „Deine Zweifel“ ist der Mutter gewidmet und bei „In meinen Gedanken“ ist mit wunderschönen Worten an die Oma gedacht.
Das Album ist ein Blick nach innen – und es strahlt dabei Ruhe und Gelassenheit aus. Mir gefallen die sanften Stücke, mit denen Max seine Welt beschreibt. Aber auch die vorwärts treibenden Songs mit rhythmischen Beats passen in dieses introvertierte Schema, wenn er sich bei „Irgendwo da draußen“ in einen anderen Menschen versetzt oder in „Der letzte Tag“ ein stimmungsvolles Bild des Weltenendes zeichnet („Wird uns dann klar, was eigentlich wichtig ist?“).
Natürlich sind die Songs zum größten Teil radiokompatibel, doch man nimmt Max Giesinger durchaus ab, dass er sie eigentlich gar nicht auseinander reißen will. Dass er eine Geschichte erzählt, die an einem bestimmten Punkt angekommen, aber noch lange nicht zu Ende erzählt ist. Der mahnende Abschluss „Das letzte Prozent“ macht deutlich, dass Stillstand nicht die Lösung ist. Es lebe das Albumformat!
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Mit über 40 Millionen weltweit verkauften Alben haben Uriah Heep im Laufe der Jahre viele verschiedene Metal-Bands rund um den Globus beeinflusst. Die britischen Hardrocker gehen bis heute mit Gründungsmitglied Mick Box auf Tour, während Ken Hensley bis zu seinem Tod 2020 als erfolgreicher Solokünstler unterwegs war. Das letzte neue Studioalbum erschien vor drei Jahren. Seit dem 50jährigen Jubiläum 2019 steht aber vor allem eine musikalische Hommage an sich selbst an der Tagesordnung – mit Remastern und Compilations.
Im vergangenen Jahr erschien mit „50 Years In Rock“ eine fulminante Deluxe Box aus 27 (!) CDs, darunter vier Scheiben, die jeweils von den Originalmitgliedern Mick Box, Ken Hensley, Paul Newton sowie Lee Kerslake persönlich zusammengestellt wurden. Dieses Konzept hat anscheinend gefruchtet, denn mit „Choices“ gibt es eine Weiterführung dieser Idee: Neben den genannten Vier sind jetzt auch Bernie Shaw und Phil Lanzon mit jeweils einem Silberling an Bord.
Sicherlich gibt es einiges zu kritisieren: Wer besagte Mammutbox schon sein eigen nennt, müsste sich jetzt für nur zwei neue Scheiben das komplette 6-CD-Set zulegen. Könnte nervig sein. Zudem gibt es einige Dopplungen in den Tracklists der persönlichen Alben. Wer hätte gedacht, dass manche Bandmitglieder die gleichen Lieblingssongs haben? So sind „July Morning“ und „The Magician’s Birthday“ mehrfach vertreten – und zwar immer in den gleichen Versionen. Dabei wäre es doch spannender gewesen, zur Abwechslung zumindest eine andere Aufnahme bzw. einen Livemitschnitt zu wählen.
Uriah Heep versuchen also mal wieder, ihre Musik in Best-of-Form an den Mann oder die Frau zu bringen. Zum gefühlt zwanzigsten Mal. Die Idee dahinter ist nett, aber das Ergebnis nicht besser als die Legion von Vorgänger-Zusammenstellungen. Schön ist zumindest die Aufmachung in der festen Pappschachtel mit sechs Kunstkarten, die jeweils Liner Notes der Beteiligten enthalten.
“Who would have guessed it, 50 years of Heep and counting! Our music has continued to stand the test of time, and the fans are the reason we are still here doing it. There is no better feeling than knowing our music has endured, and that our live shows continue to rock people in 62 countries worldwide.” (Mick Box)
Auf „One Way Out“ beweist Rock-Ikone Melissa Etheridge, dass aus alten und bisher unverwendeten Songskizzen ein wunderbar stimmiges neues Album entstehen kann. Auf die Suche nach unveröffentlichtem Material begab sich die Musikerin bereits vor Jahren für ein geplantes Retrospektiv-Boxset, das jedoch nach der Trennung von ihrem Label nie zustande kam. Nun aber nahm sie diese alten Ideen wieder auf und führte sie auf einem Album zusammen, das sich wie ein Querschnitt durch ihre Karriere anhört.
Der Titeltrack „One Way Out“ beginnt mit rockigen Gitarren und bluesig jammernder Mundharmonika und mündet in ein intensives instrumentales Outro: Der perfekte Opener und vor allem auch wie geschaffen für die große Bühne. Die zweite Singleauskopplung „As Cool As You Try“ ist ein toller Song über Identität und Selbstbewusstsein – und hier lohnt sich ein Blick auf das dazugehörige coole Video, das in einem Pub in Los Angeles gedreht und von den ersten Auftritten der Künstlerin in kleinen Bars inspiriert wurde.
Insgesamt dominieren die rockigen Titel, in denen sich die Sängerin von ihrer starken und selbstbewussten Seite zeigt, manchmal sogar mit der trotzigen Attitüde eines Teenagers, wie in „Save Myself“ oder „That Would Be Me“. Aber auch bei der gereiften Melissa wirkt diese Attitüde noch ehrlich und authentisch, und wie sie selbst sagt, war es teilweise auch sehr befreiend, frustrierende Erlebnisse aus den 90ern nun nochmal musikalisch verarbeiten zu können. Zwischendurch wird es auf dem Album auch mal ruhiger und nachdenklicher, etwa mit „I´m No Angel Myself“ oder mit dem ganz im Gegensatz zu seinem Titel erstaunlich sanften „Wild Wild Wild“. Abgerundet wird die Zeitreise mit zwei Live-Versionen: „You Have No Idea“ und „Life Goes On“, beide aufgenommen 2002 bei einem Konzert im Roxy in Los Angeles.
„One Way Out“ ist definitiv das richtige Album für alle Fans, denen Melissa Etheridge in den letzten Jahren vielleicht etwas zu ruhig geworden ist. Hier dreht sie nochmal richtig auf und macht Lust darauf, sie live zu erleben. Momentan tourt sie zwar nur in den Staaten; Fans weltweit können aber auf www.etheridgetv.com ausgewählte On The Road- Konzerte mitverfolgen.
Es sind nur vier Songs auf der neuen EP von Billy Idol, doch diese haben es in sich und lassen Fanherzen höher schlagen. Das neue Material wurde von Butch Walker (Green Day, Weezer) produziert, außerdem ist Idols langjähriger Lead-Gitarrist und Co-Songwriter Steve Stevens mit von der Partie. „The Roadside“ wurde fast ausschließlich im Schatten der Pandemie geschrieben, aufgenommen und abgemischt.
Schon die Lead-Single „Bitter Taste“ entwickelte sich zum echten Radiohit und enterte die Top 20 im Triple A-Radio. Der Track enthält Idols bisher introspektivste und schonungslos offenste Lyrics, in denen er sich Themen wie Tod, Wiedergeburt und seinem persönlichen Wachstum in den letzten 31 Jahren stellt, die seit seinem fast tödlichen Motorradunfall im Jahr 1990 vergangen sind.
Während „Bitter Taste“ sehr melodisch und nachdenklich daher kommt, startet die EP aber mit „Rita Hayworth“ gewohnt rockig und im fetzigen Uptempo. Hier merkt man dem 66jährigen das nahende Rentenalter definitiv nicht an. Rock’n’Roll? Check!
„U Don’t Have To Kiss Me Like That“ zeigt den Briten in seiner Paraderolle als lasziver Frauenheld, während „Baby Put Your Clothes Back On“ die schmachtende Seite darstellt. Damit sind in vier Songs alle Facetten enthalten, die den Erfolg von Billy Idol ausmachen.
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Seit mittlerweile 45 Jahren ist Billy Idol eines der Gesichter und eine der Stimmen des Rock’n’Roll – verbunden mit einer künstlerischen Vita, die seinen Status nur noch unterstreicht. Ursprünglich in der Rolle als sofort druckreifer Frontmann bei Generation X, mit denen er zwischen 1977 und 1981 drei Studioalben aufnahm, die positive Vibes, emotionale Tiefe und poppige Eingängigkeit mit Punk Rock verbanden. 1982 startete Idol in den USA seine bemerkenswerte und genre-überspannende Solokarriere, bei der er tanzbare Club-Beats mit einer emotionalen Breitwand-Tiefe und Drama verband, Rockabilly-Verzweiflung mit ungezügelten und einfachen Punk-Elementen kombinierte und dazu noch einen guten Schuss Rock’n’Roll-Dekadenz mischte.
Diane Warren – auch wenn man den Namen der großen Komponisten und Songwriterin aus Kalifornien schon mal gehört hat, bringt man ihn doch auf Anhieb nicht direkt mit ihren größten Hits in Verbindung. Denn diese hat sie nie selbst interpretiert: „Nothing’s Gonna Stop Us Now“ von Starship (1987), „Look Away“ von Chicago (1988), „Blame It on the Rain“ von Milli Vanilli (1989), „When I See You Smile“ von Bad English (1989), „Love Will Lead You Back“ von Taylor Dayne (1990), „Because You Loved Me“ von Céline Dion (1996), „Un-Break My Heart“ von Toni Braxton (1996), „I Don’t Want to Miss a Thing“ von Aerosmith (1998) und „Have You Ever“ von Brandy (1999). Das sind doch verdammt starke Hits aus dem vergangenen Jahrtausend, mit denen man eine respektable Compilation füllen könnte.
In wenigen Tagen wird die umtriebige Musikerin 65 und veröffentlicht kurz vorher tatsächlich (!) ihr Debütalbum! Es trägt den Titel „Cave Sessions Vol. 1“ – darum darf man hoffen, dass noch weitere folgen.
In der aufregenden Kollektion neuer Originalsongs finden sich Tracks mit einigen der weltweit größten und erfolgreichsten Künstler – darunter Ty Dolla $ign, Maren Morris, John Legend, Luis Fonsi, Jon Batiste, Pentatonix, G-Eazy, Carlos Santana, Rita Ora, Sofia Reyes, Reik, James Arthur, Lauren Jauregui, Jimmie Allen, LP, Celine Dion, Darius Rucker, Paloma Faith, Leona Lewis und James Morrison. Wenn man einen solchen Künstlerkatalog in petto hat, muss man nicht selbst singen.
Allein die Zusammenarbeit mit den Vokal-Genies von Pentatonix ist es wert, dieses Album zu hören. Wahnsinn – voll Soul und Blues. Die Pianoballade „Where Is Your Heart“ mit John Legend kommt herzerwärmend um die Ecke. Ebenso „You Go First“ mit James Arthur. Das ist ganz großes emotionales Kino. Celine Dion verliert sich in „Superwoman“ mal nicht in ihrer hohen Tonlage sondern bietet eine starke Interpretation ohne Eskapaden. Und Leona Lewis liefert im Duett mit James Morrison ein erwärmendes Duett namens „Grow Old With Me“,
Wow – diese Frau kann Hits! Im Prinzip könnte man jeden der fünfzehn Songs als Single auskoppeln und in die Charts bringen. Man nehme nur die Zusammenarbeit mit Santana und G-Eazy in einem Song. Wer hätte das für möglich gehalten? Keine Ahnung, was der Titel „Cave Sessions“ für einen Hintergrund hat. Falls er bedeutet, dass Diane sich in Corona-Zeiten in ihre Höhle verkrochen und perfekte Songs für eine möglichst vielfältige Auswahl an Kollegen geschrieben hat: Ziel erreicht!
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Da treffen zwei ganz Große zusammen! Chrissie Hynde feiert in wenigen Tagen ihren 70. Geburtstag. Und das Geschenk macht sie sich gleich selbst: Ein Album mit Songs von Bob Dylan, der im Mai seinen 80. Geburtstag feierte.
Die Dylan-Cover wurden von Chrissie und ihrem Pretenders-Bandkollegen James Walbourne während des Lockdowns aufgenommen, und zwar fast ausschließlich per Textnachrichten. James nahm eine erste Idee auf seinem Handy auf und schickte sie Chrissie, die wiederum ihren Gesang hinzufügte, bevor die Tracks von Tchad Blake gemischt wurden.
Die Songauswahl enthält nicht die großen Radiohits zum Mitsingen, sondern eine kleine filigrane Auswahl voller Melancholie. Songs, die Geschichten erzählen, die auch viele Jahre später noch stimmig sind. Das ergibt gut 40 Minuten zwischen Kuschelstimmung und Hippie-Flair.
Hier findet ihr das Tracklisting:
In the Summertime
You’re a Big Girl Now
Standing in the Doorway
Sweetheart like You
Blind Willie McTell
Love Minus Zero / No Limit
Don’t Fall Apart on Me Tonight
Tomorrow Is a Long Time
Every Grain of Sand
Chrissie erzählt, wie das Album zustande kam und was sie dazu inspiriert hat: „Ein paar Wochen nach dem ersten Lockdown im letzten Jahr schickte mir James den neuen Dylan-Song ‚Murder Must Foul‘ zu. Als ich ihn hörte, änderte sich alles für mich. Ich wurde sofort aus dieser mürrischen Stimmung, in der ich mich befand, herausgerissen. Ich weiß noch, wo ich an dem Tag saß, als Kennedy erschossen wurde und verstehe jede Anspielung in dem Song. Was auch immer Bob macht, er schafft es jedes Mal dich zum Lachen zu bringen, denn er ist vor allen Dingen ein Komiker. Er ist immer lustig und hat immer etwas zu sagen. Also rief ich James an und sagte: ‚Lass uns ein paar Dylan-Cover machen’, und damit fing alles an.”
Stimmlich ist Chrissie mit ihren fast 70 Jahren immer noch ganz groß. Das Ergebnis ist ein geniales, akustisches Album – meist mit folkigen Gitarren, hin und wieder mit Piano-Einlagen. Es klingt wie aus einem Guss. Und das ist das Ergebnis der wundervollen Musik des großen amerikanischen Songwriters in Verbindung mit einer großartigen Stimme.
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