Diese Single ist für Reinhard Mey und Konstantin Wecker eine echte Herzensangelegenheit: Die beiden Liedermacher haben am 5. Juli 2023 im Mastermix Studio in München Unterföhring das berühmte Antikriegslied „Es ist an der Zeit“ zusammen neu aufgenommen „für unseren Freund Hannes Wader“. Begleitet und arrangiert von Konstantin Weckers Freund Jo Barnikel und mit freundlicher Genehmigung von Universal/Polydor.
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„Wir halten es gerade in diesen schrecklichen Zeiten von Kriegen, Massakern an Zivilist*innen und angesichts eines drohenden großen Krieges für notwendig, dieses wichtige und schöne Lied unseres Freundes Hannes Wader wieder zu singen. Immer und immer wieder. Wir werden uns unsere Hoffnung auf eine gerechtere und friedlichere Welt für alle Menschen nicht nehmen lassen“, sagt Konstantin Wecker: „Dafür ist Empathie nötig mit den betroffenen Menschen von Krieg und Terror.“
Hannes Waders Bearbeitung und Übersetzung des Liedes von 1980 wurde zu einer Hymne der Friedens- und Antikriegsbewegung. Millionen Menschen sangen das Lied auf unzähligen Demonstrationen der letzten 40 Jahre. Erstmals sangen Reinhard Mey und Konstantin Wecker „Es ist an der Zeit“ gemeinsam mit ihrem Freund Hannes Wader zu dessen 60. Geburtstag 2002 in Bielefeld. Und ein Jahr später am 15. Februar 2003 in Berlin auf einer großen Demonstration gegen den drohenden Irak-Krieg. Auch auf ihrem gemeinsamen Album Songs an einem Sommerabend von 2014 ist das Lied enthalten.
Fotocredit: Florian Moser
„Es ist an der Zeit“ ist die von Hannes Wader getextete und gesungene Version von Eric Bogles „No Man’s Land“ (1976), das auch unter den Titeln „The Green Fields of France“ und „Willie McBride“ bekannt ist. Es spielt am Grab eines jungen Mannes, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Reinhard Mey und Konstantin Wecker haben die Neuaufnahme ihrer verstorbenen Freundin Antje Voller (31. Mai 1943 – 15. März 2023) gewidmet.
Die neue Single Es ist an der Zeit von Reinhard Mey und Konstantin Wecker ist ein rein karitatives Projekt: Alle Einnahmen werden gespendet an das Internationale Friedensdorf e.V. Weitere Infos unter: https://friedensdorf.de/
David Foster und Katharine McPhee wollen wieder einmal ihre Weihnachtsfreude mit der Welt teilen. Das Duo hat sieben neue Weihnachtsklassiker aufgenommen, die der erfolgreichen Weihnachtsveröffentlichung „Christmas Songs“ vom letzten Jahr hinzugefügt werden, einschließlich eines Auftritts mit dem berühmten Tabernacle Choir.
„Christmas Songs“ war die erste Weihnachtsveröffentlichung von David und Kat überhaupt. Es war auch das erste Mal seit 17 Jahren, dass die beiden gemeinsam Lieder aufgenommen haben. Sie hatten so viel Spaß bei den Aufnahmen dass sie beschlossen, wieder ins Studio zu gehen und weitere Songs für die Weihnachtszeit aufzunehmen.
Die sieben Klassiker sind: „Santa Baby“, „Its Beginning to Look a Lot Like Christmas“, „We Three Kings“, „Snow“, „Amazing Grace“ featuring Tabernacle Choir“, „Carol of the Bells“ und „Away in the Manger“.
Die erste Singleauskopplung aus dem Weihnachtsalbum wird eine atemberaubende Version von „Amazing Grace“ mit dem berühmten Tabernacle Choir sein, die am Temple Square aufgenommen und gefilmt wurde.
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David sagt über „Amazing Grace“ und die Zusammenarbeit mit dem Tabernacle Choir: „Ich hatte die Möglichkeit bei einigen Gelegenheiten mit dem Tabernacle Choir zu arbeiten. Zu sagen, dass sie spektakulär sind, ist eine Untertreibung. Wir haben die ganze Kraft, die wir aufbringen konnten, mit diesem großartigen Chor zusammengebracht. „Amazing Grace“ ist eines dieser Lieder, die so viele Emotionen hervorrufen. Vom ersten Ton des Dudelsacks bis zur letzten Note scheint dieses Lied für jeden Menschen etwas anderes zu bedeuten, von traurig bis glücklich und alles dazwischen. Wir hoffen, dass wir diesem Song die Ehre erwiesen haben, die er verdient.“
Der 16-fache Grammy-Preisträger hat mit Künstler:innen wie Michael Buble, Celine Dion, Josh Groban, Andrea Bocelli, Rod Stewart und Mary J Blige einige der größten Weihnachtslieder aller Zeiten produziert. Da ist es nur passend, dass er jetzt ein Album mit seiner Frau, eine der größten Sängerinnen der Gegenwart, produziert.
David sagt über die neuen Songs: „Wir hatten letztes Jahr eine Menge Spaß bei der Aufnahme der Songs. Dieses Jahr wollten wir wirklich tief in die Tasche greifen und 7 weitere Songs hinzufügen, um ein noch größeres Album zu machen und alles in Waagschale zu werfen was uns zur Verfügung stand, von der Rockgitarre bei „WE THREE KINGS“ über den Tabernacle Choir bei „AMAZING GRACE“ bis hin zur Schlichtheit von Kats spektakulärem Song „ITS BEGINNING TO LOOK A LOT LIKE CHRISTMAS“, der nur aus Gesang und Klavier besteht. Wir hatten auch viel Spaß dabei, einen alten Song von mir namens „CAROL OF THE BELLS“ neu zu bearbeiten und mit Gesang zu versehen. Wir haben viel Herzblut hineingesteckt und wir hoffen, dass man das merkt. Weihnachten ist für so viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Wir wollen diese Freude mit euch allen feiern.“
Fotocredit: Morelli Brothers
Tracklisting des Albums:
1. Santa Baby
2. I’ll Be Home For Christmas (featuring Chris Botti)
3. Jingle Bell Rock
4. It’s Beginning To Look A Lot Like Christmas
5. We Three Kings
6. Snow
7. My Grown-Up Christmas List
8. Blue Christmas
9. Amazing Grace Featuring The Tabernacle Choir at Temple Square
Als vor zwanzig Jahren das Album „Call Off The Search“ von Katie Melua erschien, war der Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere gelegt. Mike Batt hatte Katies Debüt produziert und ihre emotionale Stimme hervorragend in Szene gesetzt. Im Alter von 19 Jahren klang die britisch-georgische Sängerin noch etwas kindlich, doch die Mischung aus Jazz, Blues, Folk und Pop war absolut perfekt und katapultierte sie mit dem Hit „The Closest Thing to Crazy“ an die Chartspitze.
Ein besonderes Highlight war die Einbeziehung des Irish Film Orchestra, das für einen orchestralen – in Ansätzen fast schon klassischen – Touch der Arrangements sorgte. Allein in Großbritannien verkaufte sich das Album mehr als 1,8 Millionen Mal. In Deutschland erhielt Katie Melua bei der Echo-Verleihung 2005 als beste Newcomerin international einen der wichtigsten Nachwuchspreise.
Neben den von Batt als Songwriter verfassten Originalstücken stammen „Belfast (Penguins and Cats)“ und „Faraway Voice“ von Katie selbst. Vier Songs sind mehr oder weniger bekannte Stücke von Blueslegenden wie John Mayall und Randy Newman. Auch wenn das noch ein ziemlicher Mischmasch an Einflüssen war, legte es doch den Grundstock für eine fantastische Karriere. Die exklusive Neuauflage zum 20. Jubiläum ist mehr als gerechtfertigt.
Fotocredit: Simon Fowler
Dazu sagt Katie: „Es haut mich um, wenn ich daran denke, dass ich 20 Jahre und 8 Alben später immer noch das tue, was ich liebe, und es begann alles mit meinem Album Call Off The Search. Es ging auf Platz eins und blieb dort für 6 Wochen, und damit begann meine Leidenschaft fürs Plattenmachen. Ich finde es erstaunlich, dass die Leute immer noch auf mich zukommen und ‚The Closest Thing to Crazy‘, ‚Tiger In The Night‘ und ‚Call Off The Search‘ erwähnen, und es fühlt sich unglaublich an, mit einer ganzen Generation von Menschen durch diese Musik aufgewachsen zu sein.“
Die Bonus-CD liefert bisher unveröffentlichte Demos, die B-Seiten aus der Entstehungszeit und eine Reihe von Liveaufnahmen sowie internationalen Versionen. Für mich sind vor allem die B-Seiten interessant, die man hier gesammelt findet. Auch hier ist die Mischung wie beim Album: „Downstairs To The Sun“ und „Shirt Of A Ghost“ stammen von Katie – und mir erschließt sich nicht, warum diese es nicht aufs Album geschafft haben. Andere Titel kommen von Mike Batt oder sind Klassiker, unter anderem von Kurt Weill, Peter De Rose und Justin Sandercoe.
Hier das komplette Listing:
„Call Off The Search“ 2CD Deluxe | Tracklisting CD 1 – Call Off The Search (2023 Remaster)
01. Call Off The Search
02. Crawling Up A Hill
03. The Closest Thing To Crazy
04. My Aphrodisiac Is You
05. Learnin’ The Blues
06. Blame It On The Moon
07. Belfast (Penguins and Cats)
08. I Think It’s Going To Rain Today
09. Mockingbird Song
10. Tiger In The Night
11. Faraway Voice
12. Lilac Wine
CD 2 – Demos & B-Sides (*Demos bisher unveröffentlicht)
01. Call Off The Search (Demo)*
02. Tiger In The Night (Demo)*
03. Faraway Voice (Demo)*
04. I Think It’s Going To Rain Today (Demo)*
05. My Aphrodisiac Is You (Demo)*
06. September Song (Demo)*
07. It Seemed Like A Good Idea At The Time (Demo)*
08. Downstairs To The Sun
09. Shirt Of A Ghost
10. Deep Purple
11. Turn To Tell
12. Jack’s Room
13. Call Off The Search (Live at the Royal Albert Hall, 2023)
14. Anniversary Song (Live)
15. Belfast (Penguins and Cats) (Live)
16. Es Clase de Locura (The Closest Thing To Crazy, Spanish Version)
17. Otra Vez Tu (Faraway Voice, Spanish Version)
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Berlin, 02.11.2023
Rock am Ring und Rock im Park geben erstmals in ihrer Geschichte auf einen Schlag das gesamte Line-Up bekannt. Damit setzen The Rocks Maßstäbe und liefern das Highlight der Open-Air-Saison 2024.
Bereits ein Jahr vor den großen 2025er Jubiläumseditionen, 40 Jahre Rock am Ring und 30 Jahre Rock im Park, feiert Deutschlands größtes Zwillingsfestival 2024 mit einem spektakulären Line-Up, das nicht nur auf unantastbare Legenden und weithin bekannte, den Sound der Stunde repräsentierende Acts setzt, sondern in ganz besonderem Maße auf eine Exklusivität, wie man sie im kommenden Jahr in der europäischen Festival-Kultur wohl kein zweites Mal antreffen wird.
Die US-Punkrocker von Green Day können schon im nächsten Jahr auf gleich zwei Jubiläen blicken: Bei ihren hochexklusiven Auftritten bei Rock am Ring und Rock im Park zelebrieren sie nicht nur den 30. Geburtstag ihres zeitlos perfekten, bis heute zu den bedeutendsten Punk-Veröffentlichungen aller Zeiten zählenden Albums „Dookie“, sondern auch das 20. Jubiläum ihres nicht minder erfolgreichen Meilensteins „American Idiot“.
Aber auch weitere Headliner wird man im kommenden Jahr auf keinem anderen deutschen Festival sehen können. Darunter auch „Die beste Band der Welt“, Die Ärzte, die ihre einprägsamen Melodien und Texte zum Mitsingen 2024 sonst nur noch in Berlin auf die Bühne bringen werden, sowie die internationalen Shooting-Stars Måneskin, die nach weltweit ausverkauften Stadion- und Arena-Shows in Deutschland im nächsten Jahr nur bei Ring und Park live zu erleben sein werden.
Ergänzt wird die Headliner-Riege durch die Metal-Legenden Avenged Sevenfold und die unbestrittenen Könige des Stoner Rock, Queens Of The Stone Age, die beide exklusive Festivalshows spielen werden, sowie die australischen Metalcore-Stars und Publikumslieblinge Parkway Drive. Die Broilers werden bei Ring und Park ihr 30-jähriges Bandjubiläum zelebrieren.Die kanadischen Punk- und Alternative-Rock-Heroes Billy Talent sowie die Chemnitzer Live-Überflieger Kraftklub zählen auch zu den Acts, die man 2024 nirgendwo sonst in Deutschland live zu sehen bekommt.
Außerdem kommen absolute Superstars mit besonderen Projekten zum Zwillingsfestival: Slipknot-Frontmann Corey Taylor, der neben seiner Soloarbeit auch Songs von Slipknot und Stone Sour präsentieren wird. Volbeat-Frontmann Michael Poulsen, der als Gitarrist von Asinhell einen Eindruck von seinem druckvollen Side Project geben wird. Hollywood-Star Keanu Reeves beehrt mit seiner Band Dogstar nach vielen Jahren Pause endlich deutsche Bühnen. Deftones-Frontmann Chino Moreno ist mit seinem gefeierten Seitenprojekt ††† (Crosses) und Rapper/Schauspieler Ice-T mit Body Count am Start.
Fotocredit: ROCK am RING
Festival-exklusiv nur bei Rock am Ring und Rock im Park werden 2024 viele weitere Künstler*innen auftreten, darunter aus dem Sektor harter Rock- und Metal-Sounds etwa die Bands der Stunde Electric Callboy, Bad Omens und Beartooth. Die japanischen Senkrechtstarterinnen Babymetal sind bundesweit ebenfalls nur bei den Rocks unterwegs.
Mit den Folkpunk-Veteranen Dropkick Murphys sowie Sondaschule, Donots, die ihren 30. Geburtstag feiern, The Interrupters und Pennywise kommt auch der Punkrock nicht zu kurz. Oldschool-Helden wie Machine Head, Kreator, Biohazard,Fear Factory und Hatebreed mit ihren exklusiven Festival-Auftritten runden das Heavy-Programm ab.
Doch auch der traditionell zum reichhaltigen Aufgebot zählende Hip-Hop wird nicht vernachlässigt: Mit der Verpflichtung von Deutschrap-Hochkaräter Trettmann sowie der Antilopen Gang um den mittlerweile auch solo erfolgreichen Künstler Danger Dan hat man absolute Höhepunkte im Line-Up.
311, Against The Current, Atreyu, Betontod, Blackout Problems, Cemetery Sun, Counterparts, Enter Shikari, Fit For A King, Guano Apes, Hanabie, Heriot, James And The Cold Gun, Jazmin Bean, Kvelertak, Landmvrks, Leoniden, L.S. Dunes, Madsen, Malevolence, Mudvayne, Neck Deep, Of Mice & Men, Pendulum, Pinkshift, Polyphia, Querbeat (nur bei Rock am Ring), Royal Blood, Royal Republic, Scene Queen, Schimmerling, Skindred, Team Scheisse, The Last Internationale, The Scratch, Thy Art Is Murder, Underoath, Wanda, Wargasm, While She Sleeps runden das Festivalprogramm ab.
Um das unvergleichliche Gemeinschaftsgefühl auf den Festivals weiter zu fördern, wird das Campingangebot bei Rock am Ring optimiert. Für Green Camping, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut, werden zusätzliche Bereiche zur Verfügung gestellt. Die populäre Option, das Auto neben dem Zelt zu parken, wird ausgebaut, hier kommt zudem die bei den Ringrocker*innen beliebte Fläche Hatzenbach endlich wieder zum Einsatz. Außerdem wird ein limitiertes Kontingent an Utopia Stage Camping-Parzellen in unmittelbarer Nähe der Hauptbühne angeboten. Mitte November werden mit dem Experience Camp die Glamping-Optionen in den Verkauf gegeben.
Vom 7. bis 9. Juni 2024 finden Rock am Ring auf dem Nürburgring in der Eifel und Rock im Park auf dem Nürnberger Zeppelinfeld statt.
Fotocredit: eventimpresents
Eine vollständige Liste der Bestätigungen in alphabetischer Reihenfolge gibt es hier:
††† (Crosses)
311
Against The Current
Antilopen Gang
Asinhell
Atreyu
Avenged Sevenfold
Babymetal
Bad Omens
Beartooth
Betontod
Billy Talent
Biohazard
Blackout Problems
Body Count Ft. Ice-T
Broilers
Cemetery Sun
Corey Taylor
Counterparts
Die Ärzte
Dogstar
Donots
Dropkick Murphys
Electric Callboy
Enter Shikari
Fear Factory
Fit For A King
Green Day
Guano Apes
Hanabie
Hatebreed
Heriot
James And The Cold Gun
Jazmin Bean
Kraftklub
Kreator
Kvelertak
Landmvrks
Leoniden
L.S. Dunes
Machine Head
Madsen
Malevolence
Måneskin
Mudvayne
Neck Deep
Of Mice & Men
Parkway Drive
Pendulum
Pennywise
Pinkshift
Polyphia
Queens Of The Stone Age
Querbeat (nur bei Rock am Ring)
Royal Blood
Royal Republic
Scene Queen
Schimmerling
Skindred
Sondaschule
Team Scheisse
The Interrupters
The Last Internationale
The Scratch
Thy Art Is Murder
Trettmann
Underoath
Wanda
Wargasm
While She Sleeps
Tickets und weitere Informationen unter www.rock-am-ring.com und www.rock-im-park.com.
In seiner neuen Single „Sunday“ feiert der irische Singer-Songwriter Dermot Kennedy die Rückkehr zu seinen Wurzeln und schafft eine intime und vertraute Verbindung zu seinen Fans. Das dazugehörige Musikvideo wurde in seiner Heimatstadt Dublin gedreht und fängt genau diese Wärme und Vertrautheit ein, die Dermot Kennedys Musik so einzigartig machen.
Fotocredit: Shervin Lainez
In dem Musikvideo spielt Dermot seinen Song in privater Atmosphäre am Klavier. Auf Instagram schreibt der 31-jährige zur Single: „This song came together in the most natural way, each lyric just showing up and spilling out one after the other. I’ll never forget writing it. An ode to love, whether it’s eternal or not.“
Dermot Kennedy beweist in „Sunday“ erneut sein Talent, Geschichten zu erzählen und nimmt uns mit auf eine emotionale und persönliche Reise.
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Der renommierte Musiker und Produzent Joe Jackson veröffentlicht den Titeltrack seines kommenden Albums „What A Racket!“ und lässt das Genie des rätselhaften englischen Künstlers Max Champion wieder aufleben. Dabei präsentiert er eine offene und eingängige Interpretation des chaotischen Großstadtlebens, das wir alle lieben und zugleich hassen.
„What A Racket!“ gibt uns einen satirischen und humorvollen Einblick in den Alltag einer Metropole aus der Sicht von Max Champion. Dieser lebhafte Track lässt den Zuhörer auf humorvolle Weise in das städtische Leben des frühen 20. Jahrhunderts eintauchen und hebt dabei den Smog, den Schmutz und das Chaos hervor.
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Über Max Champion ist nur wenig bekannt, außer dass er 1882 im Londoner East End geboren wurde und vermutlich mit dem großen viktorianischen Unterhaltungskünstler Harry Champion verwandt war. Als aufstrebender Künstler teilte er die Bühne mit großen Stars wie Gus Ellen und Vesta Tilley, aber seine Karriere wurde (ähnlich wie die Music-Hall-Ära selbst) durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen, und seine Lieder gerieten in Vergessenheit. Das heißt, bis 2014, als Max-Champion-Noten auftauchten: zuerst in Malta, dann in England und interessanterweise auch in Belgien, wo Max wahrscheinlich in den Schützengräben sein Ende fand. Bis 2019 waren genug Lieder wieder aufgetaucht, um Joe Jackson zu ermöglichen, sie mit einem 12-köpfigen Orchester wiederzubeleben.
Das Album „Mr. Joe Jackson presents: Max Champion in ‚What A Racket!’” wird am 24. November 2023 über earMUSIC als CD-Digipak und 1LP Black Vinyl, Download und Streaming veröffentlicht. Es sind auch Pläne in Arbeit, dieses Projekt im Frühjahr 2024 als Live-Show zu präsentieren. Weitere Details in Kürze!
Das Genre Music Hall war (zusammen mit dem amerikanischen Pendant Vaudeville) die erste Form der Massenunterhaltung, die von der Arbeiterklasse geschaffen wurde. Seine Anfänge lagen in den Pubs und Straßen Londons in der Mitte des 19. Jahrhunderts, und obwohl es nie wirklich als „respektabel“ galt, wurde es um 1900 in opulenten Theatern vor einem riesigen Publikum aus allen Gesellschaftsschichten aufgeführt. Prostituierte und Prinzen gleichermaßen sangen zusammen mit Superstars, von denen viele heute legendär sind und deren Lieder im Vereinigten Königreich noch immer bekannt sind.
Tracklisting:
01. (Overture): Why, Why, Why?
02. The Sporting Life
03. Dear Old Mum – A London-Irish Lament.
04. Monty Mundy (Is Maltese)!
05. The Shades Of Night.
06. What A Racket!
07. The Bishop And The Actress.
08. Think Of The Show! – A Thespian’s Lament.
09. Never So Nice In The Morning
10. Health & Safety
11. Worse Things Happen At Sea
Wenn die Pianoklänge des Openers „Silver Linings“ aus den Boxen klingen, erinnert das mich etwas an die feinen Jazz-Läufe von Bruce Hornsby. Und der erste Song mit Vocals – „Apologize“ – bestätigt genau dies: Elina besticht auf ihrem Debüt „Whatever Happens Now“ zu Beginn mit einer wundervollen Stimme zu klaren Pianoklängen. Dabei strahlt sie viel Melancholie aus, doch man findet auch eine große Stärke in ihrer Interpretation. Der Song handelt von der Erkenntnis, dass man aufhören muss, sein Leben für jemand anderen zu leben.
Während der gesamten Pandemiezeit zusammen mit zwei engen Freunden geschrieben, war „Whatever Happens Now“ eine therapeutische Erfahrung, die Elina half, Herausforderungen zu verarbeiten und zu überwinden, die sie zu dieser Zeit in ihrem persönlichen und beruflichen Leben konfrontierten. Das Album bietet eine Vielzahl unvergesslicher Singles, darunter „I Should’ve Danced More“, eine sanfte Erinnerung daran, dass das Leben kurz ist und gerade jetzt für uns geschieht.
Nicht alles ist Piano. „Before We Fall Asleep“ bietet eine sanfte Gitarre, die Elinas Stimme umschmeichelt. Bei „I Should’ve Danced More“ legt sich die Folkgitarre verspielt um die Gesangsmelodie. Die Gitarrensongs klingen nach Lagerfeuerromantik, doch ich muss sagen, dass mir die Pianoarrangements besser gefallen. Beim Titeltrack und dem Abschluss „I Don’t Know Love“ kommen ihre Emotionen am besten zur Geltung.
„Sweet Night“ schöpft Inspiration aus den bezaubernden, einzigartigen und kreativen Landschaften des schwedischen Sommers, die Elina umgeben, und verleiht ihrer Musik ein lebhaftes und eindringliches Gefühl des Ortes. „I Don’t Know Love“ hingegen geht auf die Komplexitäten menschlicher Beziehungen ein und malt ein lebendiges Bild der bitteren Herausforderungen, die mit der Suche nach Liebe einhergehen, sowie der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, die Menschen bei der Suche danach erleben können.
In Bezug auf ihr Album sagt Eline, es ginge darum „ein Kapitel abzuschließen. In den letzten Jahren habe ich viel über Akzeptanz und das Loslassen von Widerstand gelernt. In diesen neuen Songs gibt es einen Hauch von Hoffnung und Frieden, der meiner Meinung nach aus vielen positiven Veränderungen resultiert.“
Fotocredit: Hampus Hjellström
In einem kleinen schwedischen Dorf, umarmt von ruhigen skandinavischen Wäldern aufgewachsen, schöpft sie ihre grenzenlose Energie aus dieser idyllischen Umgebung. Ihre künstlerische Reise wird von der reichen Palette der Popkulturikonen der 60er und 70er Jahre beeinflusst, darunter Größen wie Joni Mitchell und The Mamas & The Papas, zieht aber auch Inspiration aus den eindrucksvollen zeitgenössischen Klanglandschaften von Bands wie The Paper Kites. Diese vielfältigen Einflüsse verschmelzen zu ihrer einzigartigen musikalischen Ausdrucksweise und weben eine fesselnde Erzählung, die weltweit bei den Zuhörern Anklang findet.
Ihr Debütalbum trägt die besondere Magie in sich, die viele skandinavische Songwriterinnen verbreiten. Ein wundervolles Album zum Träumen und Schwelgen.
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Am 30.November erscheint Walt Disney Animation`s neuester Animationshit WISH plus Original Soundtrack zum Film (17.11.). Dazu wurde im Oktober der erste Song „This Wish“ vom Soundtrack veröffentlicht, der in der englischen Version von Ariana DeBose gesungen wird.
„This Wish“ ist nur einer von vielen, neuen mitreißenden und verzaubernden Songs, die die Grammy nominierte Singer-Songwriterin Julia Michaels und der Grammy prämierte Produzent, Songwriter und Musiker Benjamin Rice für den Film geschrieben haben.
Die Oscar- und Golden Globe Award Gewinnerin DeBose wird in der Originalfassung von WISH ebenfalls die Sprechstimme der Hauptfigur Asha sein, während Hollywood-Superstar Chris Pine dem König Magnifico seine Stimmen leiht.
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Die brandneue Musicalkomödie entführt das Publikum nach Rosas, einem fantastischen Land vor der iberischen Halbinsel. Die junge Asha, eine scharfsinnige Idealistin, lebt in dem wunderschönen Land, das auch als ‚Königreich der Wünsche‘ bekannt ist. König Magnifico, Herrscher von Rosas, entscheidet hier, welche Wünsche er gewähren und wahr werden lassen möchte.
Als Asha einen zu mächtigen Wunsch äußert, wird er von einer kosmischen Kraft erhört – einem kleinen Stern mit grenzenloser Energie namens Star. Zusammen mit ihm nimmt Asha all ihren Mut zusammen, um sich gegen die Willkür von König Magnifico zu stellen und ihre Gemeinde zu retten. Eine sagenhafte Reise durch eine magische Welt voller Humor, Abenteuer und grenzenloser Freundschaft beginnt. Die legendären Walt Disney Animation Studios präsentieren mit WISH ihren neuesten und einzigartig animierten Geniestreich, der zeigt, dass mutige Menschen Erstaunliches erreichen können, sobald sie sich mit der Magie der Sterne verbinden.
Der Film wurde von Oscar®-Preisträger Chris Buck („Die Eiskönigin“, „Die Eiskönigin 2“) und Fawn Veerasunthorn („Raya und der letzte Drache“) inszeniert, von Peter Del Vecho („Die Eiskönigin“, „Die Eiskönigin 2“) produziert und von Juan Pablo Reyes Lancaster Jones („Encanto“) koproduziert. Jennifer Lee („Die Eiskönigin“, „Die Eiskönigin 2“) ist ausführende Produzentin. Lee und Allison Moore („Night Sky“, „Manhunt“) sind Verfassende des Projekts.
1978 war es, dass sich die beiden Kraftwerk-Fans George Andrew „Andy“ McCluskey und Paul David Humphreys im Teenageralter in Wirral vor den Toren Liverpools zusammentaten, um als Orchestral Manoeuvres In The Dark ihre ganz persönliche Vision von elektronischer Popmusik in die Tat umzusetzen.
Das Synthie-Pop-Duo hat in den 80ern mit Hits wie „Maid Of Orleans“ die Musiklandschaft geprägt. Ihre Relevanz hatte nicht den Bestand wie bei Depeche Mode oder den Pet Shop Boys, doch es ist nicht zu spät, um ihre Form moderner Musik zu entdecken. Wer heute LCD Soundsystem oder The Killers hört, kann nicht verleugnen, dass OMD zu ihren Vorbildern gehören.
Nach 14 Jahren Sendepause zum Jahrtausendwechsel gab es im Jahr 2010 mit „History Of Modern“ ein neues Studioalbum. Und anscheinend ist man wieder auf den Geschmack gekommen, denn schon 2013 ging es mit „English Electric“ weiter und 2017 erschien das Werk „The Punishment Of Luxury“. Der 3-4Jahresrhythmus wurde leicht durchbrochen, denn 2019 gab es mit „Souvenir“ eine Best-of-Collection. Doch jetzt geht es auf zu neuen Ufern und „Bauhaus Staircase“ enthält wieder brandneue Tracks.
Das Albumcover hat man passend zum Titel gewählt. Die Kunst am Bauhaus zeichnete sich durch klare Linien, Funktionalität und die Verwendung moderner Materialien aus. Innovation ist seit jeher das Stichwort in der Musik von OMD und man muss nur den Titeltrack hören, um die stringente Linie zu erkennen. „Ich bin ein großer Liebhaber der visuellen Künste, insbesondere der Bewegungen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts“, kommentiert Andy McCluskey dazu.
„Der Song ist eine Metapher für Stärke und künstlerische Leidenschaft im Angesicht von Kritik und Widrigkeiten. Wenn die Zeiten hart sind, neigen die Regierungen dazu, die die Mittel für Kreativität zu kürzen, gerade dann, wenn die Kunst am meisten gebraucht wird um unsere Seelen zu nähren. Es scheint passend, dass der Song und sein gleichnamiges Album während der Pandemie entstanden sind.“
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Die Songtitel sind diesmal sehr kryptisch. „Anthropocene“ behandelt in einem 6minüter die gegenwärtige Ära in der Entwicklung der Erde. Dafür gibt es futuristische Instrumentals und eine Roboterstimme. Kraftwerk lassen grüßen. „Kleptocrazy“ protestiert mit hektischen Synthie-Klängen gegen die Politik von Selbstdarstellern wie Trump, Johnson und Putin.
Doch es gibt auch ruhige, balladeske Klänge mit radiotauglichem Pop-Charakter. „Look At You Now“ klingt wie eine persönliche Standortbestimmung – mit chorischen Elementen und opernhafter Stimme im Hintergrund. „Where We Started“ will Mitgefühl und Trost vermitteln. Und die heilenden Worte von „Healing“ beenden das Album: Sehr sphärisch mit Tropfgeräuschen liefert es Momente besinnlicher Ruhe.
Das Album klingt fröhlich, obwohl es sensible Themen behandelt und den Untergang prophezeit. Der düstere Strom fließt unter den optimistischen Klängen, die wie Brücken sind. Politische und soziale Standpunkte treten in den Texten deutlich zu Tage und man setzt sich lyrisch mit den Themen der Zukunft auseinander.
Eigentlich müssten sich Orchestral Manoeuvres In The Dark im Halbruhestand befinden. Stattdessen haben sie ein faszinierendes Album geschaffen, das ihrem Œuvre absolut würdig ist. Auch wenn OMD froh waren, Hilfe bei dem Album bekommen zu haben, ist „Bauhaus Staircase“ doch unverkennbar das Werk eines Duos, das auch 45 Jahre nach seinem ersten Auftritt im legendären Liverpooler Club Erics immer noch perfekt aufeinander eingespielt ist. “Ich bin sehr glücklich mit dem, was wir auf dieser Platte gemacht haben„, resümiert McCluskey. „Ich fühle mich wohl, falls dies das letzte Statement von OMD sein sollte.“
Ein neues Album der 80er-Ikonen Duran Duran. Das lässt doch aufhorchen. Der Titel „Danse Macabre“ weist drauf hin, dass man vermutlich bewusst den Zeitpunkt kurz vor Halloween für den Release ausgewählt hat und die Tracklist zeigt einige spannende Songtitel, die dem geneigten Hörer irgenwie bekannt vorkommen. Richtig gedacht: Zum Teil handelt es sich um ein Album mit Coverversionen.
Das erste, selbst betitelte Album der Band erschien im Jahr 1981, ihren Höhepunkt mit dem Superhit „Wild Boys“ erreichten sie 1984 und das letzte Studioalbum „Future Past“ erschien vor zwei Jahren. Bleibt immer die Frage, wie es weiter geht. Frontmann Simon Le Bon ist am VÖ-Tag 65 geworden, aber immer noch in Topform.
Das neue Album ist also ihr persönlicher Soundtrack für die dunkle Jahreszeit. Auf 13 Tracks erweckt die Band funkelnde Melodien der Dunkelheit, indem sie ganz neue Songs, thematische Coverversionen und neu interpretierte Versionen ihrer eigenen „gruseligen“ Klassiker zusammenstellen.
Den Anfang macht eine Neuaufnahme von „Nightboat“, das vom Debütalbum der Band stammt. Gut gealtert, kann man da nur sagen. Die düstere Atmosphäre macht es zum perfekten Opener. Das brandneue „Black Moonlight“ ist ein elektronischer Kracher mit Tanzpotential. Danach geht es wieder in die Vergangenheit – diesmal nur dreißig Jahre zurück – und „Love Voudou“ fügt sich perfekt in das Albumkonzept.
„Bury A Friend“ ist das erste Cover und stammt im Original von Billie Eilish. Man erkennt den ursprünglichen Song kaum noch – die neue Version haben Duran Duran perfekt umgesetzt und sich ganz zu eigen gemacht. Der quirlige Cerrone-Klassiker „Supernature“ führt das Konzept gekonnt fort und belegt nochmal Simons stimmliche Fähigkeiten.
Fast in der Mitte folgt der Titelsong. Unruhige Percussions geben das Tempo vor, während ein verzerrter, knurrender Synthesizer die Strophen von Simon Le Bon in eine hypnotische Hook mit Handclaps übergehen lässt. Auch „Secret October 31st“ als atmosphärische Neuaufnahme einer alten B-Seite macht einen guten Job.
Weiter geht es mit Covern: „Ghost Town“ (The Specials) ist mir in seinem kindlichen Gespenstersound etwas zu dick aufgetragen, aber dann kommt „Paint It Black“ und hier entfaltet sich wieder die Fähigkeit, bekannte Klassiker für eigene Belange zweckzuentfremden. Hört sich wirklich gut an – trotz Discofeeling.
„Super Lonely Freak“ ist ein Mash-Up aus Duran Durans „Loneley In Your Nightmare“ und „Superfreak“ (Rick James). Ganz okay, aber nicht innovativ. Der Riff von MC Hammers „U Can’t Touch This“ hat zumindest einen netten Wiederekennungseffekt. Danach gefallen mir „Spellbound“ und „Psycho Killer“ schon besser, die wieder in düstere Gefilde zurückführen. Victoria De Angelis von Måneskin ist als Feature dabei, was letztgenannten Kracher definitiv aufwertet.
„Confession In The Afterlife“ beendet das 50minütige Konzeptalbum, das auf jeden Fall hervorragend in diese Jahreszeit passt. Ein grandioser Einfall!
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Mit „New Gold Dream“ (1982) begann auch meine persönliche Geschichte als Fan der Simple Minds. „Someone Somewhere In Summertime“ gehörte zu den Songs, dir wir als Teenager im Jugendclub in Dauerschleife gehört haben. Und das noch bevor der große Erfolg der schottischen Rockband über den Kanal schwappte. Zwei Jahre später folgten der Durchbruch mit „Don’t You (Forget About Me)“, die Hits „Alive & Kicking“ und „Sanctify Yourself“ sowie Ende des Jahrzehnts mein All-time-Favourite-Album „Street Fighting Years“. Das war die Zeit, als die Simple Minds gemeinsam mit U2 an der Spitze einer politischen Musikbewegung standen.
Inzwischen ist „New Gold Dream“ 40 Jahre alt und die Band um Jim Kerr nahm das zum Anlass, das Album im Oktober 2022 in der Paisley Abbey, einem ehemaligen Kloster in den schottischen Lowlands, komplett aufzuführen. An der Reihenfolge der Tracks wurde nichts geändert und es gibt auch keinerlei Bonus. „New Gold Dream“ pur – sozusagen.
Das Album gilt als wegweisendes Werk der Band und ist ein Meilenstein des New Wave und des Synthie-Pop. Viele Bands – darunter auch U2 – ließen sich von dem Sound begeistern und beeinflussen. Er zeichnet sich durch eine Kombination aus eingängigen Melodien, elektronischen Elementen und kraftvollen Texten aus, die häufig von Themen wie Sehnsucht, Verlangen und dem Streben nach etwas Höherem handeln. Die Musik ist geprägt von pulsierenden Rhythmen, raffinierten Synthesizer-Arrangements und einer reichhaltigen Instrumentierung, die eine Atmosphäre von Melancholie und Euphorie zugleich erzeugt.
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Einige der bemerkenswertesten Tracks auf dem Album sind „Someone Somewhere in Summertime“, „Promised You a Miracle“ und der Titeltrack „New Gold Dream (81-82-83-84)“, die allesamt zu den bekanntesten und beliebtesten Songs der Band gehören und bis heute zeitlos wirken. Wundervoll, sie nochmal neu zu hören. Der Sound in der Abtei ist magisch und Gordy Goudie an der akustischen Gitarre sowie Sarah Brown im Background sind eine starke Ergänzung zur ursprünglichen Bandbesetzung.
„Als es darum ging, einen Veranstaltungsort für die Performance von NEW GOLD DREAM zu finden, wollten wir ihn in der Nähe haben. Und da die Band aus Glasgow kommt, musste es natürlich irgendwo dort sein. Aber es musste auch ein Ort sein, der etwas Großartiges darstellt und aus der Norm herausfällt, weil es für uns ein besonderes Album ist. Und da wir die Geschichte von Paisley Abbey kennen und wissen, wie der Ort aussieht, dachten wir, dass dies etwas Besonderes sein würde“, sagt Jim Kerr zum Release.
Mission erfolgreich – mehr gibt es nicht zu sagen. Der sphärische Sound ist glänzend umgesetzt und wirkt nach vierzig Jahren so frisch wie nie. Jim Kerr ist stimmlich top und die neuen Arrangements mit Sarah im Backing sind absolut glänzend. Hymnisch sieht man den Frontmann in seinen ausufernden Bewegungen quasi vor sich. Als 23jährigen oder 63jährigen – das spielt keine Rolle!
Im Jahr 1979 gründeten die Brüder Jon und Chriss Oliva in Florida die Band Avatar. Zwei Jahre später nannte man sich in Savatage um und schuf schon mit dem Debüt „Sirens“ (1983) einen wahren Klassiker der Metalgeschichte. Savatage sind bekannt für ihre großen Konzeptalben und die Longtracks, mit denen umfangreiche Geschichten erzählt werden.
Mitte der 1980er-Jahre traf die Band auf den versierten Produzenten Paul O’Neill und schon bald wurde ihr progressiver Metal-Sound durch eindringliche Orchestrierungen und eine starke melodische Komponente, gepaart mit eingängigen Melodien und komplexen Arrangements, definiert. Savatage erweiterten nicht nur ihre künstlerische Bandbreite von Album zu Album, sondern auch die allgemeinen Grenzen des Heavy-Rock-Genres selbst.
Zur Freude aller Vinylliebhaber startete im August 2021 die umfangreiche Wiederveröffentlichung des gesamten Studioalbum-Backkatalogs der US-Progmetaller auf hochwertigen 12″-LPs via earMUSIC. Die sorgfältig kuratierten Sammler-Editionen erschienen in chronologischer Reihenfolge und waren angereichert mit wunderschönen Gatefold-Covern, ausführlichen Linernotes sowie weiteren schicken Extras. Sie hatten sich schnell zu echten Fan-Lieblingen entwickelt, aber natürlich war die Reihe begrenzt.
Trotzdem gibt es noch einen Nachschlag: Das 1995er Live-Album und Tribut “Ghost In The Ruins” hat seinen Weg in diese erstklassige Sammlung gefunden. Es erschien 1995 zu Ehren des Gitarristen und Bandgründers Chriss Oliva, der zwei Jahre zuvor bei einem Autounfall auf dem Weg zu einem Rockfestival gestorben war.
Die Aufnahmen des Livealbums sind bunt zusammen gewürfelt aus Mitschnitten von 1987 bis 1990. Das mag der Konzeptwirkung guter Savatage-Alben entgegen stehen, doch dafür gibt es ja die Studiowerke. Hier geht es darum, die Livequalitäten – vor allem im Zusammenspiel des Bruderpaares Jon und Chris – aufzuzeigen. Und das gelingt mit Bravour!
Bei Savatage-Konzerten ging es schon immer um eine energiegeladene Atmosphäre, die Zusammenkunft von gleichgesinnten Liebhabern bahnbrechender Musik und die Finesse in der Präsentation durch die Band. Die Shows glichen klanglichen Abenteuern, gefüllt mit Geschichten von Glaube, Hoffnung, Wut und Wahnsinn, ausgeführt mit größtem Talent. Um den Hörer auf eine Reise durch unvergessliche Momente aus den Jahren 1987 bis 1990 mitzunehmen, wurden für “Ghost In The Ruins” (ursprünglich) elf Songs und zwei Instrumentalstücke sorgfältig ausgewählt, die vier Alben und deren jeweilige Tourneen abbilden.
Für Fans der ersten Bandphase ist dieses Album definitiv ein Geschenk. Man darf nochmal in der Magie des Gitarristen Chriss Oliva schwelgen, der wirklich ein einzigartiges Talent hatte, sein Instrument zu spielen. In der Songauswahl hat man sich vor allem auf „Hall Of The Mountain King“ und „Gutter Ballet“ konzentriert. Von „Sirens“ und „The Dungeons Are Calling“ gibt es die Titeltracks und zusätzlich noch das geniale „City Beneath The Surface“.
Das Tribut-Album erscheint als limitierte Heavyweight-Doppel-LP auf marmoriertem orange/schwarzem Vinyl im Gatefold, einem hochwertigen 12-seitigem Booklet inkl. Interview mit Jon Oliva, Johnny Lee Middleton, Chris Caffery und Steve Wacholz sowie (über die ursprüngliche CD-Version hinaus) mit drei Bonus-Tracks aus ihrer 1987er Show in Cleveland, Ohio, USA.
Fotocredit: earMUSIC
Seite A
1. City Beneath The Surface (Live At The Ritz, NYC, 1990)
2. 24 Hours Ago (Live At Spectrum Coliseum, Philadelphia, 1988)
3. Legions (Live At Spectrum Coliseum, Philadelphia, 1988)
4. Strange Wings (Live At Spectrum Coliseum, Philadelphia, 1988)
Seite B
1. Gutter Ballet (Live At The Los Angeles Palace, L.A., 1990)
2. When The Crowds Are Gone (Live At The Hollywood Palace, L.A., 1990)
3. Of Rage And War (Live At L’Amour, Brooklyn, 1990)
4. The Dungeons Are Calling (Live At Nassau Coliseum, Long Island, 1988)
Seite C
1. Sirens (Live At Nassau Coliseum, Long Island, 1988)
2. Hounds (Live At L’Amour, Brooklyn, 1990)
3. Criss Intro (Live At The Cleveland Agora, Cleveland, 1987)
4. Hall Of The Mountain King (Live At L’Amour, Brooklyn, 1990)
5. Post Script (Soundcheck At The Hollywood Palace, L.A., 1990)
Seite D
1. Devastation (Live At The Cleveland Agora, Cleveland, 1987)
2. Beyond The Doors Of The Dark (Live At The Cleveland Agora, Cleveland, 1987)
3. Unusual (Live At The Cleveland Agora, Cleveland, 1987)
Der Name Agnetha Fältskog sollte allen ein Begriff sein. Nach dem Ende von ABBA im Jahr 1982 begann sie eine erfolgreiche Solokarriere, in der sie mehrere Alben veröffentlichte. Nach großen Erfolgen in den 80ern mit „Wrap Your Arms Around Me“ (1983) und „I Stand Alone“ (1987) wurde es still um die schwedische Sängerin und es gab nur sporadische Lebenszeichen – das letzte vor zehn Jahren mit dem Album „A“.
Leider gibt es auch 2023 kein neues Album der inzwischen 73jährigen, aber eine erweiterte Neuaufnahme mit dem Titel „A+“. Neben dem brandneuen Opener „Where Do We Go From Here?“ wurde die Trackliste verändert und das komplette Album neu eingespielt – inklusive der Performance mit Gary Barlow, wobei aber die Vocals gleich blieben.
Ob das wirklich nötig ist, sei man dahingestellt. Schließlich war schon das Original ein bemerkenswertes Album, da es Agnethas persönlichen und musikalischen Wachstum widerspiegelte. Mit Songs wie „The One Who Loves You Now“ und „Dance Your Pain Away“ zeigte sie ihre vielfältige Stimme und ihre Fähigkeit, sowohl emotional berührende Balladen als auch mitreißende Pop-Tracks zu präsentieren. Das Album wurde von vielen Seiten für seine Ehrlichkeit und Intimität gelobt.
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Der Wohlfühlhit „Where Do We Go From Here?“ ist das erste neue Musikstück von Agnetha seit 2013 und klingt so süß und fröhlich wie der Look des animierten Videos.
Das Album wurde ursprünglich speziell für Agnetha von dem gefeierten Songwriter und Produzenten Jörgen Elofsson geschrieben. Als sich das 10jährige Jubiläum näherte, diskutierten Agnetha und Jörgen darüber, wie das Album klingen würde, wenn es im Jahr 2023 entstanden wäre, und beschlossen, diese Idee gemeinsam zu erkunden. Agnetha und Jörgen arbeiteten mit ihrem Produzenten Anton Mårtensson zusammen und überarbeiteten das Album in seiner Gesamtheit, indem sie jeden einzelnen Song zurücknahmen, den Originalgesang von 2013 beibehielten, die gesamte alte Musik wegwarfen und völlig neue Produktionen für das Jahr 2023 schufen, was wiederum zu einer völlig neuen Tracklist führte.
Der Sound der Neuaufnahme ist poppig frisch und mit sommerlichen Tunes versehen. Sie Songs im Uptempo funktionieren auch heute noch hervorragend und das Album wirkt ohnehin am besten als Gesamtwerk. Trotzdem hat die neue Zusammenstellung ihren Reiz und führt es gekonnt in die Gegenwart. Wer aber das Original zuhause hat, muss nicht unbedingt nochmal zugreifen. Es war an sich schon großartig!
Als sich die Liedermacher und Einzelkünstler Jens Burger, Rüdiger Bierhorst, Peer Jensen, Jan Labinski, Frederik Timm und Torsten Kühn vor zwanzig Jahren zu den Monsters of Liedermaching zusammenschlossen, war das im ersten Moment vor allem eine Schnapsidee. Aber wie heißt es im Opener und Mottosong des neuen Albums so schön: „Glücklich und besoffen sein“. Beides hat man sich über zwei Jahrzehnte erhalten und so ist das Sextett auch heute noch in unveränderter Besetzung zusammen unterwegs.
Eine Reihe von Alben sind inzwischen erschienen – und auch beim neuen Werk „Federwisch im Elfental“ besinnt man sich auf die Kerntugend der Sänger, nämlich ihre Livepräsenz. Die neuen Stücke wurden nicht etwa im Studio eingespielt, sondern live on Tour im April 2023. So gibt es auch nicht viel technisches Getue oder elektronisches Drumherum, sondern ganz einfach die Monsters pur. Mit Gitarren und derben, authentischen Vocals.
Fotocredit: Monsters of Liedermaching
Die Band ist für ihre satirischen und humorvollen Lieder bekannt und macht dem wieder alle Ehre. „Happy Birthday altes Haus“ ist ein etwas anderes Geburtstagslied, das vor allem die negativen Eigenschaften des Besungenen in den Vordergrund stellt. „Das kann ich auch“ stellt die perfekte Hymne zur Selbstüberschätzung dar. „Wecker“ berichtet von schönen Träumen und wie man unsanft raus geholt wird. „Prädikat Punk“ beschäftigt sich mit den rechten Wortverdrehern im Netz. „Frau Voigts“ erzählt utopisch von der Idee, dass Arbeitnehmer gerecht behandelt und für ihre Leistung belohnt werden. Und „Die Hamsterkäufer schämen sich für dich“ wirft einen Blick zurück auf die Zeit, als Klopapier und Nudeln knapp wurden.
Themenvielfalt auf der einen Seite, klassische Songwriter-Gitarrenarbeit auf der anderen, bisweilen ein Piano oder Akkordeon. So funktioniert das Album und macht es zum authentischen Zeitzeugnis. Die Sänger haben nicht die schönsten Stimmen, klingen aber so, als würden sie draußen auf der Straße oder an der Bar nebenan spielen. Großartig zwischen Liedermachertum und Kabarett.
Das kultige Album-Artwork setzt sich im Booklet fort: Lasst uns Regenbögen pupsen!
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Passend zur neuen CD wird die Band ab Anfang November 2023 live in Deutschland zu sehen sein. Die Daten:
03.11.2023 – E-Werk, Eschwege
04.11.2023 – Forum, Bielefeld
05.11.2023 – LCB, Wuppertal
10.11.2023 – Westand, Braunschweig
11.11.2023 – Frannz-Club, Berlin
12.11.2023 – Malzhaus, Plauen
13.11.2023 – Keller Z87, Würzburg
14.11.2023 – Café Central, Weinheim
15.11.2023 – Colos-Saal, Aschaffenburg
16.11.2023 – Druckluft, Oberhausen
17.11.2023 – Essigfabrik, Köln
18.11.2023 – Musikzentrum, Hannover
19.11.2023 – Markthalle, Hamburg
Bei einer Aufzählung der besten Alben aller Zeiten ist „Automatic For The People“ gerne mal vorne mit dabei. Kein Wunder – mit Hitsingles wie „Drive“, „Everybody Hurts“, „Nightswimming“ und „Man On The Moon“. Alles klingt heute noch so frisch wie vor dreißig Jahren. Dabei hatte ich R.E.M. in den 80ern nie auf dem Schirm. Ihr College Rock war mir zu verkopft. Dachte ich zumindest. Doch das sollte sich mit „Out Of Time“ und „Losing My Religion“ schlagartig ändern. Michael Stipe & Co. waren jetzt im Mainstream angekommen, doch sie ließen sich davon nicht in die Irre leiten. Das Nachfolgealbum enthielt zwar viele Balladen, war aber keineswegs ganz auf Radiohits gebürstet.
„Automatic for the People“ übertraf den Erfolg des Vorgängers noch, kletterte bis auf Platz 2 der US-amerikanischen Billboard-Charts und verkaufte sich bis heute über 18 Millionen Mal. Inhaltlich werden viele Themen angesprochen, die von Liebe und Verlust bis hin zu sozialen und politischen Fragen reichen.
Den Anfang macht das eindringliche „Drive“ mit kraftvollen Gitarren, Streichern und gedoppeltem Gesang. Großartig! Weiter geht es mit „Try Not to Breathe“, das ebenso wie „Everybody Hurts“ auf der einen Seite von Hoffnungslosigkeit spricht, aber auch Trost vermittelt. „Nightswimming“ und „Man on the Moon“ (dem Komiker Andy Kaufman gewidmet) spiegeln eine tiefe Sehnsucht nach Nostalgie und spiritueller Verbindung wider.
„The Sidewinter Sleeps Tonight“ besticht durch seine hohen Vocals. Nach dem „New Orleans Instrumental No. 1“ geht es mit „Sweetness Follows“ und „Monty Got A Raw Deal“ in Richtung Country und Folk. Auf „Ignoreland“ kann man seinen ganzen Frust über die Entwicklung der USA in Carter-Reagan-Bush-Zeiten rauslassen und liefert nach all den Balladen einen fast schon rockigen Track voller Aggression.
Mit seiner Melancholie und Emotionalität bleibt „Automatic For The People“ auch nach Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Musikgeschichte und hat zahllose Künstler und Zuhörer auf der ganzen Welt inspiriert. Die Veröffentlichung als limitierte LP-Version auf gelbem Vinyl ist eine schöne Würdigung. Macht Spaß, das Teil in Händen zu halten und an alte Zeiten zu denken.
Begonnen haben Maximilian Kennel und Jonas Frömming ihre Karriere mit Poetry Slam und als Duo auf deutschen Kleinkunstbühnen. Mit einer Mischung aus Singer-Songwriter-Pop, brachialem Humor und feinem Hintersinn gewann das Lumpenpack in den letzten Jahren diverse Contests und Preise. Den kultigen Umgang mit Wortwitz und bedeutungsschwangeren Texten merkt man den beiden bis heute noch in ihren Lyrics und Ansagen an, doch inzwischen haben sie sich mit ihren Mitstreiter*innen zu einer veritablen Punkband gemausert, die am gestrigen Abend die Garage in Saarbrücken dezent zum Kochen brachte. Es war eine grandiose Show zwischen Klamauk und ernsthaften Themen.
Schon früh ging’s um 19 Uhr los und ELL aus dem Odenwald machten den Anfang. Das Duo besteht aus Lisa-Anna und Lennart, sie selbst nennen ihre Musik Krach-Pop. Schon hier wurde im halbstündigen Set schwungvoll der Circle Pit geübt. Nach dem Support ging es zur Einstimmung umgehend mit ausgewählter Musik vom Band weiter, wobei Kollegen wie Die Ärzte, Farin Urlaubs Racing Team, Kraftklub und Billy Talent zu Wort kamen. Den Abschluss machte aber – ganz ohne Punk – die „Bohemian Rhapsody“, vom Publikum grandios mitgeschmettert und pünktlich um 20 Uhr beendet, damit die Band sekundengenau die Bühne betreten konnte.
Mit 800 Zuschauer*innen war die Garage gut gefüllt – und dabei waren viele Generationen vertreten, worauf ich gleich noch zurück kommen werde. „Gibt Schlimmeres“ machte den Anfang und mit „Guacamole“ ging es gleich in die Vollen. Wobei – man war sehr wohl auf das Wohlergehen der Fans bedacht und legte gleich zu Beginn Regeln für die immer wieder entstehenden Circle Pits und Walls of Death fest: Die Ellbogen bleiben unten und die Hände werden nicht wild auf fremde Körper gelegt. Ein schönes Zeichen von Awareness, damit alle sich wohlfühlen können.
„Kann es sein, dass du dumm bist?“ war die erste Mitsing-Hymne des Abends. „Gisela“ wurde ausführlich gewürdigt, aber auch die Gilde der „Heilpraktiker“, wobei man aus dem eigenen Erfahrungsschatz schöpfen und von Krankheiten in der Kita erzählen konnte. Das Publikum vom Lumpenpack ist immer für eine Überraschung gut, so warf eine Zuschauerin ihre Krankenversicherungskarte (!) auf die Bühne und die Band erfreute sich gemeinschaftlich am kultigen Namen Antonia Trinkaus.
In der ersten Reihe befand sich eine große Schar an – zum Teil noch ziemlich kleinen – Kindern, schätzungsweise im Grundschulalter. „Habt ihr Ferien?“, kam die Frage von der Bühne. „Ja, aber ihr zum Glück nicht“, kam die schlagfertige Antwort von Aaron, der ganz vorne stand. Zugleich meldete sich ein weiterer Aaron zu Wort und ein Mädel verkündete, dass sie eine Klassenkameradin von Aaron sein. Das kleine Publikum hatte die Band zeitweise fest im Griff.
Im Gegenzug gab es dann eine Lehrstunde in Sachen deftiger Wortwahl: 800 Kehlen brüllten „Ich scheiß mich ein“, als der Song „Unverträglichkeiten“ erklang. Und ein Roadie mit riesigem Kochlöffel bat die Menge zum riesigen Circle Pit und rührte kräftig um.
Ganz nach dem Motto „Die Geister, die ich rief“ gingen Dutzende Hände hoch, als die Frage nach anwesenden Pädagog*innen gestellt wurde. Logisch, gehört doch „Pädagogen“ zu den kultigsten Songs aus den Duo-Zeiten. Zu „Ford Fiesta“ begab man sich später in ein viel zu großes Schlauchboot in Form eines Autos und bereiste die Garage auf den Händen der Fans, während die Band die Vocals übernahm.
Neben diesen Klassikern gab es aber vor allem Songs des neuen Albums „Wach“, das erst Ende August erschienen ist und fast komplett gespielt wurde. Dass viele Anwesende trotzdem äußerst textsicher waren, beweist den Kultcharakter, den das Lumpenpack seit langem hat. Nach 100 Konzertminuten begann der Zugabenblock mit drei Songs: Für „Danke, liebe Leber“ musste das Publikum komplett auf die Knie gehen, um diesem wichtigen Organ zu huldigen. „Mein Hass“ wandte sich gegen alle Idioten dieser Welt und der Mottosong „Frieden durch Lärm“ beendete pünktlich nach zwei Stunden das Konzert.
Yes! Das Lumpenpack kann mehr als Kleinkunst, denn ihre Konzerte werden immer größer. Vor der deutschen Punk-Elite muss man sich schon lange nicht mehr verstecken. Und das Gleichgewicht zwischen Comedy und den großen politischen Themen haben sie längst gefunden. Auf die nächsten zwölf Jahre!
Vier Jahre nach „Resist“ liefern die Symphonic Metaller Within Temptation mit „Bleed Out“ ein sehr politisches Album, das sich in vielen Tracks den aktuellen Ereignissen in der Welt widmet. „We Go To War“ und „Wireless“ behandeln den Krieg in der Ukraine, „Bleed Out“ erzählt von den Protesten im Iran nach dem Tod von Mahsa Amini, „Ritual“ reflektiert die Rolle der Frau in einer männerdominierten Welt und „Don’t Pray For Me“ behandelt Glaubenssätze und die Art, wie diese anderen Menschen aufgedrückt werden. Harter Tobak also.
Nach der Trennung von Universal Music können die Songwriter Robert Westerholt und seine Partnerin Sharon den Adel nun über das eigene Label Force Music Recordings zeitnah auf aktuelle Entwicklungen reagieren und ihre Singles unabhängig von der Veröffentlichung eines Albums auf den Markt bringen. Zum Glück führt das aber im vorliegenden Fall nicht zu einer Zerstückelung des Albums. Im Gegenteil: Das Konzept eines politischen Werks funktioniert hier ausgesprochen gut.
Fotocredit: Tim Tronckoe
Musikalisch ist das Album härter und weniger elektronisch als der Vorgänger. Es gibt starken Gothic Metal mit aggressiven und martialischen Passagen. Echte Balladen sind Fehlanzeige. Sharons Stimme ist wie immer über alle Zweifel erhaben. Sie singt nicht opernhaft, sondern klar und emotional. Das Feature mit Annisokay – „Shed My Skin“ – klingt megastark und vereint die Qualitäten beiden Bands. Das Instrumental „Worth Dying For“ wird in seiner temporeichen Performace zum instrumentalen Highlight des Albums.
„Bleed Out“ ist ein episches Metalalbum mit starken Songs. Manchmal zu pathetisch, doch das ist wohl dem Ernst der großen Themen geschuldet. Within Temptation sind eine Band, die für das Gute kämpft. Und zumindest gehen sie mit einem sehr guten Album in Vorlage.
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Dass die schwedische Sängerin Sarah Klang auf dem Cover ihres neuen Albums „Mercedes“ mit Babybauch abgebildet ist, hat seinen Grund: Die Indie-Pop-Künstlerin schrieb nur wenige Monate nach der Entdeckung ihrer Schwangerschaft ein Lied für die ungeborene Tochter – und damit den Beginn ihres vierten Albums „Mercedes“.
Natürlich ist „Mercedes“ der Name ihrer Tochter. Da muss man nicht lange raten. Der Titeltrack bildet dann auch in der Abfolge die Mitte des Albums. Zu hymnischen Klängen singt Sarah von ihrer kaputten Familie und welche Hoffnungen sie auf das Kind setzt – nämlich ihr zu einer eigenen, heilen Familie zu verhelfen. Zugleich versprüht der Song aber auch gnadenlosen Optimismus. Die Hypothek, die das Baby mit bekommt, dürfte also nicht allzu groß sein.
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In Form eines Konzeptalbums schildert Sarah in zehn Tracks und 30 Minuten ihre Erfahrungen in der Schwangerschaft und Mutterschaft mit allen damit verbundenen Höhen und Tiefen sowie Erinnerungen an ihre eigene Kindheit. Dabei gibt es eindringlich-melancholische Stücke wie „Halloween Costume“, wo Sarah von ihren Mobbing-Erfahrungen berichtet, aber auch sehr positiv berührende Momente, wenn sie in „Magic Stone“ den Augenblick beschreibt, in dem sie von der Schwangerschaft erfährt.
„Sunny Philadelphia“ erkundet das zwiespältige Gefühl, alles zu wollen – die Karriere, den Ehemann, die perfekte Familie und das perfekte Zuhause. „Worst Mum“ behandelt zum Schluss mit berührenden Klängen die Selbstzweifel, die immer bleiben und die vermutlich jede Mutter mitempfinden kann. „I don’t even know where I end and you begin / I don’t even know who I am without you“ wirkt als wundervolles Mantra, um diese Situation zu beschreiben.
Musikalisch ist die Mischung aus Retro-Pop und Synthesizern trotz der melancholischen Grundstimmung sehr vielseitig. Es gibt verträumte Passagen, tanzbare Beats und Americana-Anleihen. Das klingt mal groovy, mal meditativ.
„Ich habe bei der Arbeit an diesem Album viel über mich selbst gelernt. Zum Beispiel, dass ich seit meinen Teenagerjahren immer Musik gemacht habe, um das zu verarbeiten, was mir passiert ist, und zwar auf eine Weise, die mir nie bewusst war“, beschreibt Sarah ihre Motivation zum Album. „Dies ist definitiv meine Zeit des Erwachsenwerdens. Ich hoffe, dass die Songs ankommen und dass meine Tochter sie vielleicht eines Tages hören kann. Vielleicht hilft es ihr und auch anderen jungen Mädchen und gibt ihnen Kraft. In diesem Album geht es darum, freundlicher zu seinem jüngeren Ich zu sein, sich selbst zu vergeben und mit Stolz in die Zukunft zu gehen.“
Diese persönlichen Erfahrungen teilt Sarah Klang in ihrem ganz persönlichen Vintage Sound. Emotional und authentisch!
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Manchmal im Leben ist es nötig, loszulassen. Die Sichtweise zu ändern, um sich selbst aus einer ganz anderen Perspektive völlig neu zu entdecken. Ajay Mathur hat dieses Selbstexperiment gewagt: Auf seinem neuen Album hat der Grammy-nominierte Sänger und Songwriter beschlossen, die Kontrolle abzugeben und seine Musik eng befreundeten oder von ihm bewunderten Künstlerkolleg*innen anzuvertrauen. Das ebenso beeindruckende wie auch überraschende Ergebnis ist nun auf „Blow My Cover“ zu hören.
Mit seinem eklektischen Signature-Style aus Pop, Rock, Americana, Country, Funk, Blues, asiatischen Traditionsinstrumenten und sogar Kammermusik, Electronica und Volksmusik hat sich Ajay Mathur in den letzten dreizehn Jahren den Ruf als einer der aufregendsten, experimentierfreudigsten und auf positive Art unberechenbarsten Solokünstler der Welt erspielt – ein Ausnahmestatus, der ihm von Fans und Medien wohlmeinende Vergleiche mit Legenden wie Jackson Browne, Bob Dylan, David Bowie, Tom Petty, Leonard Cohen oder den Beatles einbrachte.
Nach vier gefeierten Alben legte der Wahl-Schweizer im vergangenen Jahr mit „Talking Loud“ sein bisher erfolgreichstes Werk vor: So wurde der Longplayer in gleich vier Kategorien mit dem Deutschen Rock & Pop Preis geehrt, während die Single „I Don`t Want The Phone To Ring“ den 16. Platz der deutschen Apple Music-Charts enterte. Und auch weitere Outtakes konnten jede Menge internationaler Anerkennung generieren. Der Track „Anytime At All (Aftermath Of Silence)“ gewann bei den Akademia Music Awards in Los Angeles in der Kategorie „Best Pop-Rock Song“. Ajay selbst wurde kürzlich vom renommierten New Yorker The Artists Forum zum „Artist Of The Month“ erkoren.
Fotocredit: Jean-Pierre Rittler
Mit „Blow My Cover“ schlägt der in der Nähe von Luzern beheimatete Musiker nun das nächste und vielleicht auch ungewöhnlichste Kapitel seines Schaffens auf. Er beschloss, seine Musik befreundeten oder von ihm bewunderten Künstler*innen anzuvertrauen und sie zu bitten, einen oder mehrere seiner Songs zu interpretieren. Kein vorgegebener Stil, kein festgelegter Zeitrahmen – die komplette kreative Freiheit. Und so vereint „Blow My Cover“ heute dreizehn Remakes aus sämtlichen Schaffensperioden des stilistischen Kosmopoliten, die von ausgewählten Roots-, Folk-, Jazz-, Klassik- und Rockmusiker:innen von Tokyo bis Los Angeles und von Chicago bis Buenos Aires performt und teilweise komplett neu interpretiert wurden.
„Ich darf sagen, dass es am Ende kein einziges Remake gab, das mich nicht absolut begeistert hat! Im Grunde entstanden auf diese Art völlig eigenständige Neukompositionen, von denen einige nicht mehr viel mit der Originalversion zu tun haben, sondern ganz neue Songs darstellen“, so Ajay Mathur über die überraschenden Coverversionen, für die er international renommierte Gastmusiker:innen gewinnen konnte: Angefangen bei dem etablierten Schweizer Roots-Musiker Richard Koechli und den Schweizer Jazz-Gitarristen Samuel Mösching, über den Pianisten Michael Dolmetsch und Ajays Bandkollegen und Freund Christian Winiker, über die japanische Koto-Spielerin Asuka und die New Yorker Cellistin Rachel Gawell, bis hin seinem italienischen Bandkollegen Fausto Medici, dem erst 18-jährigen Schwyzerörgeli-Zauberer Marvin Näpflin und der argentinischen Klassik-Harfenistin Mercedes Bralo.
„Die Aufnahmen zu BLOW MY COVER fühlen sich rückblickend wie eine Befreiung an, was das musikalische Arbeiten angeht“, so Ajay abschließend. „Ich habe jede Menge Vertrauen und Selbstbestätigung gewonnen; etwas, was sich auch auf meinem nächsten Studioalbum widerspiegeln wird. Ich liebe die unendlichen Perspektiven, die sich seit der Pandemie ergeben haben und die es möglich machen, mit jedem/r Musiker:in an jedem Ort der Welt zusammenzuarbeiten.“
Auf „Blow My Cover“ hat Ajay Mathur erneut mit dem in Los Angeles ansässigen Grammy-Gewinner, Toningenieur und Mixer Austin Asvanonda zusammengearbeitet, um ein erstaunliches binaurales 3D-Sounderlebnis zu schaffen, das den Hörer ins Zentrum einer atemberaubenden, dreidimensionalen Klanglandschaft stellt und somit ein einzigartiges Gefühl der Intimität und der Klarheit erschafft.
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Maria Callas war eine der einflussreichsten Opernsängerinnen des 20. Jahrhunderts und gilt als eine der größten Sopranistinnen aller Zeiten. Ihr Leben und Wirken haben die Welt der Oper nachhaltig geprägt und ihre Leidenschaft für die Kunst hat unzählige Menschen inspiriert. „La Divina“ (die Göttliche) wurde sie gerne genannt – und so übertitelt Warner Classics auch die umfangreiche Box, die jetzt zu ihrem 100. Geburtstag erscheint.
Maria wurde am 2. Dezember 1923 in New York City als Maria Anna Sofia Cecilia Kalogeropoulos geboren. Ihr außergewöhnliches Talent und ihre unverwechselbare Stimme machten sie zu einer der bedeutendsten Interpretinnen des Belcanto-Gesangs. Dramatischer Gestus und musikalische Authentizität sind die unverwechselbaren Wesensmerkmale ihrer Interpretationen. Ebenso einzigartig ist der außergewöhnliche Tonumfang ihrer Stimme, ihr Timbre magisch. All dies verbindet sich zu einer Aura, mit der Maria Callas die Heldinnen der Oper verkörpert und sie zum Inbegriff der Primadonna macht.
Maria Callas gilt nicht nur als größte Sopranistin aller Zeiten – sie war zu Lebzeiten die berühmteste Frau der Welt. Der frühe Ruhm der Callas, ihr Temperament, ihre Ehe mit dem Industriellen Meneghini und ihre Affäre mit dem griechischen Reeder Onassis haben jahrelang die Schlagzeilen der Presse weltweit beherrscht. Sie ist dabei selbst zu einer der tragisch-romantischen Heldinnen geworden, die sie auf der Bühne unnachahmlich verkörperte. Für Millionen Fans, die Maria Callas weltweit heute noch verehren, gilt: es kann nur eine geben! Maria Callas ist ein Mythos, der bereits zu ihren Lebzeiten entstand, und eine Ausnahmeerscheinung, die heute immer noch genauso präsent ist wie damals.
„LA DIVINA – Maria Callas in all ihren Rollen“ ist die umfangreichste Box mit Callas-Aufnahmen, die jemals veröffentlicht wurde. Sie präsentiert die Sängerin in allen 74 Rollen, für die Tondokumente existieren. Die Deluxe-Box enthält ihre kompletten Studioaufnahmen, eine umfangreiche Sammlung ihrer Live-Aufnahmen, die Meisterklassen, die sie an der Juilliard School gab, Videos und eine Bonus-CD mit Weltpremieren: alternative Takes und Arbeitssitzungen von Studioaufnahmen aus den 1960er Jahren. Wer diese wundervolle Zusammenstellung sein eigen nennen will, muss allerdings tief in die Tasche greifen: bis zu 350 Euro werden dafür momentan aufgerufen.
Zur Review liegt mir die 2CD-Zusammenstellung „La Divina“ vor, die man getrost als „Best of“ bezeichnen mag. Die Doppel-CD präsentiert eine große Auswahl der beliebtesten Arien von Maria Callas, die sowohl im Studio (CD1) als auch auf der Bühne (CD2) ihre einzigartige Stimme und ihre herzzerreißende Darstellung tragischer Heldinnen unter Beweis stellen. Darunter finden sich „Casta Diva“ (aus Bellinis „Norma“), „Habanera“ (aus Bizets „Carmen)“, „Un bel di vedremo“ (aus Puccinis „Madama Butterfly“) und „Mi chiamano Mimi“ (aus Puccinis „La Bohème“). Die Aufnahmen sind erstaunlich sauber und kommen ohne Rauschen und Knistern. Man bekommt einen hervorragenden Eindruck von der stimmlichen Fähigkeiten der Meisterin und kann ihr Charisma zumindest in Ansätzen nachvollziehen. Die Liveaufnahmen stammen aus den Jahren 1951 bis 1963 und lassen sie in den größten Opernhäusern der Welt hörbar werden.
Callas inspirierte eine Generation von Sängern und Sängerinnen und prägte die Opernkunst mit ihrer unvergleichlichen Hingabe und Ausdruckskraft. Ihre einzigartige Stimme und ihr dramatisches Talent werden für immer in der Geschichte der Oper verankert bleiben.