Andy Bell hat gemeinsam mit Vince Clark vor vierzig Jahren die Band ERASURE gegründet und damit Musikgeschichte geschrieben. Hits wie „A Little Respect“, „Sometimes“ und „Oh L’amour“ wurden internationale Erfolge und man verkaufte weltweit über 25 Millionen Alben. Die Band besteht weiterhin und die Musikwelt rechnet gar mit einem neuen Album zum Jubiläum 2025, doch Andy Bell hat inzwischen auch eine erfolgreiche Solokarriere am Start.
Sein Debütalbum „Electric Blue“ erschien 2005 und wurde 2010 von „Non-Stop“ gefolgt. Zudem gibt es seit 2014 seine Konzeptalben um die polysexuelle Figur „Torsten“, der Andy auch in einem Ein-Mann-Musical ein Denkmal gesetzt hat. 2025 veröffentlicht er nun sein drittes Soloalbum „Ten Crowns“, das Elemente aus Dance, Eurodisco und Gospel vereint und von Dave Audé produziert wurde.
Der Opener „Breaking Thru The Interstellar“ kommt direkt im Sound der 80er mit sphärischen Sounds und verfremdeten Vocals. Ein passender und äußerst tanzbarer Einstieg. „Lies So Deep“ und „Heart’s A Lier“ klingen ganz nach ERASURE, wobei Sarah Potenza bzw. Debbie Harry ihre Akzente als Duettpartnerinnen mitgeben.
„For Today“ und „Dance For Mercy“ erklingen im traditionellen Disco-Gewand. Sehr Retro und mit großem Spaß behaftet. Dazu passt auch der tanzbare Sound von „Don’t Cha Know“ mit seiner eingängigen Melodielinie. Der inzwischen 61jährige Sänger hat immer noch eine sehr sonore Stimme und kann damit glänzen.
Im letzten Drittel wird es mit „Dawn Of Heaven’s Gate“ und „Godspell“ ganz spirituell, wenn auch der Sound bis auf pathetische Orgelkänge weiter synthesizer-behaftet bleibt. Nur „Thank You“ bildet einen echten Ausreißer, wo Andy zum Abschluss wie einer der großen Crooner klingt und diese Rolle perfekt ausfüllt. Ein grandioser Abschluss.
„Ten Crowns“ ist ein Album für Nostalgiker, doch es zeigt zugleich, welch großer Songwriter Andy Bell bis heute ist.
In den 80ern fanden sich bei uns im Jugendclub drei riesige Wandgemälde, wobei Plattencover an die Wand projiziert und übertragen worden sind. Das verzweifelte Gesicht von Extrabreits „Flieger, grüss mir die Sonne“, der auf der Startbahn abhebende Dirigent von „Watch“ (Manfred Mann’s Earth Band) und die majestätisch vor dem Wolkenhimmel schwebende Gitarre, die „Brothers in Arms“ zierte. Das war die Musik, die in den Katakomben gehört wurde, und diese hat mich bis heute geprägt. Vor allem „Brothers in Arms“ – und das jetzt schon seit 40 Jahren.
Zur Musik muss ich vermutlich nicht viel sagen, aber vielleicht ich es doch wichtig, der heutigen Generation aufzuzeigen, wie legendäre Alben funktionieren und zu allgemeinem Kulturgut wurden. Heutzutage würden geneigte Hörer*innen vermutlich nur die ersten drei Stücke als Signature-Songs kennen. Das entspannte „So Far Away“, den Radiokracher „Money for Nothing“ und das fröhlich-eingängige „Walk of Life“. Der Titelsong war sogar für damalige Verhältnisse natürlich viel zu lang, bekam aber ob des großen Erfolgs trotzdem bisweilen Airplay.
Aber erst ab Track 4 geht es so richtig los: „The Latest Trick“ mit dieser wundervollen Solo-Trompete von Randy Brecker, die gedankenverlorene Melancholie von „Why Worry“, das grandiose Rhythmus-Gerüst in „Ride Across the River“, die folkigen Country-Anleihen im Banger „The Man’s Too Strong“ und der mit immerhin 3:40 Minuten kürzeste Song „One World“. Wenn dann „Brothers In Arms“ mit leisen, atmosphärischen Klängen einsteigt und sich immer weiter steigert, ist man so gefangen, dass man nur erneut auf PLAY drücken kann – nicht für diesen einen Song, sondern für das ganze Album, das dieses große Finale bietet.
Mir liegt zur Review die Vinylversion vor, doch habe ich mir (natürlich) auch den neuen Livemitschnitt „San Antonio Live in 85“ angehört, der sich auf der „40th Anniversary“-CD-Version befindet. Eigentlich war mit „Alchemy: Dire Straits live“ im Vorjahr 1984 bereits alles gesagt, was Stücke wie „Romeo and Juliet“, „Private Investigations“ und „Sultans of Swing“ angeht, doch hier fügt sich das damals aktuelle Album nahtlos in den Set, was sehr reizvoll ist.
Credit: Mercury / Universal Music
Die 1LP-Version von „Brothers In Arms“ (40th Anniversary Edition), die in dieser Form zum ersten Mal seit 1985 wiederveröffentlicht wird, ist identisch mit der Originalpressung, wobei die Songs „So Far Away“, „Money For Nothing“, „Your Latest Trick“ und „Why Worry“ gekürzt wurden, um sie an die Audiobeschränkungen des Vinylformats anzupassen.
Die 5LP- und 3CD-Deluxe-Versionen enthalten alle Albumtracks sowie ein bisher unveröffentlichtes Live-Konzert in voller Länge vom Municipal Auditorium in San Antonio, das die Band im Rahmen ihrer „Live In 85“ Tour spielte. Die Tournee führte zu insgesamt 248 Auftritten (einschließlich Live Aid in London) in 117 Städten und wurde von über zweieinhalb Millionen Menschen besucht.
Die Deluxe-Editionen enthalten ein 16-seitiges Booklet mit neuen Linernotes von Paul Sexton und neuen Interviews mit den Bandmitgliedern Mark Knopfler, John Illsley und Guy Fletcher sowie exklusive Kunstkarten.
„Ich wollte einen Song schreiben, der dich auffängt und anschiebt. Der sagt: Du musst nicht perfekt sein. Es reicht, wenn du losgehst – und an dich glaubst“, so TOCHTER
Mit ihrer neuen Single „Das wird groß“ liefert die Berliner Sängerin TOCHTER eine mutmachende Hymne auf Aufbruch, Selbstermächtigung und große Träume. Der Song spricht all jene an, die spüren: Ich will nicht mehr klein denken. Ich fang jetzt an.
Im dazugehörigen Musikvideo spielen GÜNTHER KRABBENHÖFT (Instagram: 310k Follower) und BRITT KANJA (Instagram: 80k Follower) die Hauptrollen – zwei stilprägende Grandfluencer und langjährige Freunde der Künstlerin. In eleganten Bildern erzählen sie vom Mut, sich immer wieder neu zu erfinden – unabhängig vom Alter.
Ab Mai wird TOCHTER den Song live als Titelsong zahlreicher Jugendweihen in Berlin performen – und ihn damit zu einem Soundtrack für den persönlichen Neuanfang junger Menschen machen.
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TOCHTER hat sich in den letzten Jahren mit ihrer unverwechselbaren Stimme und authentischen Art einen festen Platz in der deutschen Musiklandschaft erobert. Ihre Songs thematisieren Selbstakzeptanz, Selbstliebe und das Hinterfragen gesellschaftlicher Erwartungen. Sie ist bekannt aus TV-Formaten wie Inas Nacht, Zervakis & Opdenhövel, dem ZDF-Morgenmagazin und dem ZDF Fernsehgarten.
Als Support-Act für Größen wie NENA und DIE PRINZEN sowie mit ihrem gefeierten Feature mit dem DJ-Duo Gestört aber GeiL hat sie ihr Talent auf großen Bühnen bewiesen. Auch digitalsorgt TOCHTER für Furore: Ihre Songs erzielen regelmäßig hohe sechsstellige Streamingzahlen, sie wurde in Editorial Playlists wie „New Music Friday Deutschland“ und „Popland“ platziert. Auf TikTok wächst ihre Präsenz rasant, und ihr Cover des Rosenstolz-Klassikers „Lass es Liebe sein“ ging erst kürzlich auf Instagram viral.
Nach der Veröffentlichung von „Das wird groß“ folgen weitere Singles, u.a. ein Feature mit dem Sänger FLORIAN KÜNSTLER, die den Weg zum Album „Mutausbruch“ ebnen. Die gleichnamige Tour im Herbst 2025 führt TOCHTER durch ausgewählte Städte in Deutschland – mit einer Liveshow, die ebenso berührt wie beflügelt.
„Der Plan“ und „Der Tausch“ waren die ersten Romane von Julie Clark, die im Heyne Verlag erschienen sind. Die Autorin wuchs in Santa Monica auf. Während sich ihre Freunde auf Surfbrettern in die Wellen stürzten, las sie lieber Bücher am Strand. Nach dem Studium arbeitete sie in Berkeley an der University of California. Dann kehrte sie zurück nach Santa Monica, wo sie heute mit ihren beiden Söhnen sowie einem Goldendoodle lebt und als Lehrerin tätig ist. Mit ihren ersten Romanen eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste und stand wochenlang auf Platz 1.
Zum Inhalt von „Die unsichtbare Hand“: Kalifornien, Sommer 1975 – Die Kleinstadt Ojai wird von einem grausamen Doppelmord erschüttert: Die 14-jährige Poppy und der 17-jährige Danny werden erstochen in ihrem Elternhaus aufgefunden. Ein ungeheuerlicher Verdacht macht die Runde: Wurden die beiden von ihrem eigenen Bruder getötet? Kalifornien, 2024- Ghostwriterin Olivia Dumont erhält einen Auftrag, den sie am liebsten ablehnen würde. Sie soll ein Buch für ihren Vater schreiben, den gefeierten Schriftsteller Vincent Taylor. Und dabei das fast fünfzig Jahre alte Verbrechen aufklären, das sie schon ihr Leben lang beschäftigt hat. Eigentlich will Olivia mit ihrem Vater nichts mehr zu tun haben. Doch um das dunkelste Geheimnis ihrer Familie aufzuklären, muss sie ihn dazu bringen, sein Schweigen zu brechen.
Klar erscheint das Setting reichlich konstruiert. Der Vater leidet an einer Demenzerkrankung, die ihn seine Vergangenheit vergessen lässt. Doch gerade das macht den Reiz aus, wenn die Protagonistin mit der Geschichte ihres Vaters auch die eigene Vergangenheit erforscht. Somit ist der Krimi auch mehr ein Familiendrama als ein durchgehend spannender Thriller.
Trotzdem kommt die Spannung nicht zu kurz und man fühlt sich als Leser gut in die Figuren ein – egal auf welcher der Zeitebenen. Es bleibt bis zum Schluss offen, was wirklich passiert ist und wie die beiden Opfer zu Tode gekommen sind. Ganz wichtig für einen runden Abschluss: das Verhalten und das lange Schweigen des Vaters werden schlüssig erklärt.
Julie Clark hat eine atmosphärische Story geschaffen und diese lässt sich flüssig lesen. Bestimmt nicht mein letzter Roman dieser Autorin.
Im Jahr 2025 kehren Gotthard, die weltweit über 3,5 Millionen verkaufte Einheiten und mehr als 2.000 Live-Auftritte vorweisen können, mit ihrem neuen Album „Stereo Crush“ auf die Bühne zurück – frischer, intensiver und rockiger denn je. Produziert, aufgenommen und abgemischt wurde der neue Longplayer „Stereo Crush“ von Langzeitpartner Charlie Bauerfeind, der u.a. auch für anderen Szenegrößen wie HELLOWEEN oder BLIND GUARDIAN tätig ist, gemeinsam mit GOTTHARD-Mitbegründer Leo Leoni im Yellowhouse Studio, während sich Sascha „Busy“ Bühren (TrueBusyness) dem Mastering annahm.
Der Albumveröffentlichung wird sich eine umfangreiche Europatournee anschließen, in deren Rahmen GOTTHARD u.a. auch sieben Konzerte mit Y&T als Special Guests sowie gemeinsam mit ihren Landsmännern KROKUS einige Shows in ihrer Heimat spielen werden. GOTTHARDs stetig weiterwachsenden Livekalender sowie Ticketinfos findet man unten! Alle Fans können sich bei der „Stereo Crush Tour 25“ auf eine Setlist freuen, die neue Energie und unsterbliche Hymnen perfekt vereint. Natürlich dürfen auch die Klassiker der Bandgeschichte nicht fehlen – von „Heaven“ bis „Anytime Anywhere“ und „Feel What I Feel“.
GOTTHARD „Stereo Crush“-Tour 2025
21.05.2025 DE Saarbücken – Garage
23.05.2025 Bochum – RuhrCongress
24.05.2025 Geiselwind – Music Hall
25.05.2025 Frankfurt – Batschkapp
27.05.2025 Hamburg – Große Freiheit 36
29.05.2025 München – Circus Krone
30.05.2025 Filderstadt – FILharmonie
31.05.2025 AT- Telfs – Rathaussaal
11.06.25 DE Wolfhagen – Stadtpark Teichwiesen (w/ AXXIS)
26.06.25 CH Pully/ Lausanne – Pully Live Festival
27.06.25 CH Basel – Summerstage (w/ KROKUS)
28.06.25 DE Ehingen – Martkplatz (w/ KROKUS)
20.07.25 CH Locarno – Moon&Stars („Steve Lee – The Show“)
Es ist immer ein Fest, wenn Suzanne Vega ein neues Album auf den Markt bringt. Auch, weil dies leider so selten der Fall ist. Und doch reichen wenige Töne, um mich in die 80er Jahre zurück zu versetzen. „Solitude Standing“ gehört immer noch zu meinen Lieblingsalben aller Zeiten. Und dessen Erscheinen ist jetzt fast vierzig Jahre her. Songs wie „Luka“, „Calypso“, „Wooden Horse“ und „Tom’s Diner“ (nur in der a cappella Version) sind einfach zeitlos und wundervoll.
Die Sängerin, die als eine der führenden Songschreiberinnen ihrer Generation gilt, wurde zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten des Folk-Revivals der frühen 1980er Jahre. Seit der Veröffentlichung ihres selbst betitelten und von der Kritik gefeierten Debütalbums von 1985 hat sie zahlreiche Songs geschrieben und aufgenommen, die Teil der zeitgenössischen Musikgeschichte geworden sind. Und bis heute ist Suzanne eine begnadete Geschichtenerzählerin und eine Songwriterin allererster Güte.
Das neue Album der 65jährigen liefert knapp 40 Minuten neue Musik und trägt den Titel „Flying With Angels“. Schon der Opener „Speaker’s Corner“ bringt das bekannte Folk-Feeling zurück, garniert mit Suzannes charismatischer Stimme, die man immer heraus hören wird. Er thematisiert die zunehmend politische Natur der heutigen Kommunikation, in der es einfacher denn je ist, seine Meinung in den sozialen Medien zu äußern, und dieses Privileg dennoch oft missbraucht wird. Dann folgt der melancholische Titelsong, der mit eindringlicher Stimme interpretiert wird. Und „Witch“ ist überraschend rockig und mit mitreißenden Rhythmen versehen.
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„Jeder Song auf dem Album spielt sich in einer Atmosphäre des Kampfes ab“, so Vega. „Kampf um das Überleben, um das Sprechen, um die Beherrschung, um den Sieg, um die Flucht, um jemand anderem zu helfen oder einfach um das Leben.“
„Chambermaid“ ist eine folkige Adaption von Bob Dylans „I Want You“ und stellt die Antwort des Zimmermädchens aus besagtem Song dar. Sehr schöne Idee. Und in den tiefen Passagen erzeugt Suzannes Stimme auch hier wieder Gänsehaut. „Love Thief“ und „Lucinda“ bringen eine Prise Jazz und Swing mit sich. Und dann ist da dieses grandiose „Last Train From Mariupol“, das mich immer wieder zu Tränen rührt und dabei mit wenigen Textzeilen auskommt. „I heard God himself was on the last train“, singt sie traurig zu akustischer Gitarre und setzt der ukrainischen Stadt ein musikalisches Denkmal.
Mit „Alley“ kehrt der Folk zurück, „Rats“ setzt nochmal einen rockigen Akzent und der beschwingte Ohrwurm „Galway“ schließt das Album an, das für mich ohne Ausfälle daher kommt. Ja, ich bin verliebt in das neue Album der US-Sängerin, die so gar nicht zum alten Eisen gehört. Und ich freue mich wie Bolle auf die Europa-Tour im Herbst.
„Flying With Angels“ Tournee 2025
04. Oktober 2025 | München | Isarphilharmonie
06. Oktober 2025 | Hamburg | CCH Saal Z
08. Oktober 2025 | Berlin | Kammermusiksaal Philharmonie
Maruja kündigen mit „Pain To Power“ ihr Debüt-Album für den 12. September 2025 via Music For Nations an. Produziert wurde das Album von Samuel W. Jones, der bereits seit den ersten drei EPs mit der Band zusammenarbeitet.
„Pain To Power“ ist eine außergewöhnliche Sammlung von acht Tracks, die bestätigt, dass die vier Musiker eine kreative Naturgewalt und gleichermaßen eine emotionale und einfühlsame Band sind, die sich mit der Kraft als Gemeinschaft beschäftigt.
Die erste Vorab-Single „Look Down On Us“ ist ein wütender Schrei gegen die Auswirkungen des Spätkapitalismus und den Reichtum des einen Prozents auf die globale Gesellschaft. Protestmusik, in seiner reinsten Form. Sie regt zum Nachdenken an, vereint und wirkt kathartisch. Damit reihen Maruja sich in die Riege der Acts ein, die Kunst nutzen um Veränderungen voranzutreiben.
Credit: Maruja
Die Single kommt mit einem kraftvollen zehnminütigen Video daher, das mit einem Auftritt der Band vor einem Hintergrund aus lebendigen, ausdrucksstarken Pinselstrichen beginnt, die dem Artwork von „Pain to Power“ von Mikey Thomas entnommen sind, bevor es in einen Abschnitt mit zeitgenössischem Tanz übergeht, während die Single ihren Mittelteil mit ruhigerem, transzendentem Jazz erreicht.
Maruja glauben leidenschaftlich an die Fähigkeit der Kunst, zu stärken, zu heilen und zu vereinen und haben mit „Pain To Power“ ein Werk geschaffen, von dem sie hoffen, dass es dem Hörer Kraft und Wissen vermittelt.
Maruja sind Harry Wilkinson (vocals/guitar), Joseph Carroll (sax), Matt Buonaccorsi (bass) und Jacob Hayes (drums).
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„a band that defies descripction“ – Rolling Stone „The tension of modernity finally bursts with one hell of a racket“ – NME „will leave listeners breathless but begging for more“ – DIY Magazine „when these guys eventually go into full record mode, it’s going to be incredible“ – Anthony Fantano
MARUJA Live:
08.08.2025 – Haldern Pop Festival, Haldern
20.11.2025 – Luxor, Köln
22.11.2025 – Bahnhof Pauli, Hamburg
26.11.2025 – Hole44, Berlin
Es wurde auch Zeit, dass ich MY’TALLICA endlich mal live sehe. Schließlich stammt Schlagzeuger Stephan Zender hier aus der Region und ist mit der gefragten Coverband inzwischen deutschlandweit und darüber hinaus unterwegs. Als Location hatte ich mir das Kulturzentrum Kammgarn in Kaiserslautern ausgesucht. Und der Abend gestern war wirklich grandios. Viele Hardcore-Fans hatten sich eingefunden, wie man an den Metallica-Shirts, aber auch an den My’tallica-Shirts sehen konnte. Es war vor allem die ältere Generation, aber das passt. Schließlich hat man vor allem in den 80er und 90er Jahren gelernt, wie ordentlich gefeiert wird.
MY’TALLICA haben sich über zwei Jahrzehnte zur gefragtesten Metallica Tribute Show Deutschlands entwickelt. Das Original-Equipment der Vorbilder Metallica, ein gewaltiger Live-Sound und ein abwechslungsreiches, über zweistündiges Programm sind bei MY’TALLICA nur der Anfang. Die deutsche Metallica Tribute Band ist mehrfach als offizieller Live-Act im Rahmenprogramm von Metallica-Shows aufgetreten – und auch den Mitgliedern von Metallica selbst seit Jahren ein Begriff. Unter internationalen Metallica-Fanclubs genießen MY‘TALLICA den Ruf als einer der besten Metallica Tribute-Acts der Welt.
Weltweit einzigartig ist MY’TALLICAs neue Videoshow – mit atemberaubender LED-Technologie erzählt sie die Bandgeschichte von Metallica auch visuell. MY’TALLICA binden die Fans auf einer Leinwand interaktiv in die Show ein. So wird jedes Konzert mehr als eine Setlist mit vielen großen Metallica-Klassikern – es wird zu einem indivuellen und einzigartigen Erlebnis mit einem durchdachten Konzept.
Mit zwei Videos startete man auch im Kammgarn, pünktlich um 20 Uhr. Zunächst gab es AC/DC-Klänge, nämlich „It’s a Long Way to the Top“, und dazu visuelle Einblendungen von Metallica mit Bildern ihrer langen Karriere. Immer wieder kam Jubel im Publikum auf. Dann erklang „The Ecstasy of Gold“ von Ennio Morricone, unterlegt mit Filmbilder aus „Zwei glorreiche Halunken“. So zelebriert man einen Showstart! Als die Band schließlich zu „Battery“ auf die Bühne kam, war der Saal schon am Brodeln.
MY’TALLICA lieferten von Beginn an eine fulminante Show, die zum Teil auf die Leinwände übertragen wurde und sich mit zu den Songs passenden Animationen abwechselte. Das machte den Gig sehr lebendig und gab ihm ordentlich Drive. Die Protagonisten setzten sich gut in Szene und standen den Vorbildern in nichts nach. Martin Iordanidis am Bass und Tom Botschek an der Gitarre machten einen soliden Job und hielten den Laden am Laufen, doch vor allem zwei Bandmitglieder sind hervorzuheben: Metti Zimmer gab den perfekten James Hetfield, war ständig in Bewegung, animierte die Menge und machte vor allem stimmlich einen fantastischen Job. Und dann Stephan Zender, am erhöhten Drumset und häufig auf der Leinwand eingeblendet. Er spielte mit überragender Geschwindigkeit und war stets mit Gesten und Grimassen präsent. Als Lars Ulrich lieferte er ein Feuerwerk der Emotionen.
Die Setlist ging durch viele Bandphasen. „For Whom the Bells Toll“ wurde abgelöst von „Fuel“. „Moth Into Flame“ führte zu „Sad But True“, einem von vielen Highlights. Zur Feierstimmung zwischendurch gab es „Whiskey in the Jar“. Das Publikum ging bei jedem Song mit, sei es „Welcome Home (Sanitarium)“ oder „Creeping Death“.
Einen grandiosen Endpurt lieferte die Sequenz von „One“ über „Master of Puppets“ und „Nothing Else Matters“ bis hin zu „Enter Sandman“. Pünktlich um 22 Uhr endete der Hauptset und die Band wurde ordentlich gefeiert. Natürlich sollte es einen umfangreichen Zugabenblock geben – beginnend mit „Wherever I May Roam“ bis hin zum vom Publikum skandierten „Seek & Destroy“. Nach 140 berauschenden Minuten wurden die Metalfans in die Nacht entlassen. Eine überzeugendere Covershow habe ich selten gesehen.
Wer sich selbst von der Klasse dieser Band überzeugen möchte, hat am 4. Juli 2025 Gelegenheit im Trierer Brunnenhof. Die Garage in Saarbrücken wird am 24.4.2026 gerockt. Und auch in Lautern wird es ein Wiedersehen geben: am 23. Mai 2026 im Kammgarn. Wir sehn uns!
Gordon Matthew Thomas Sumner, besser bekannt als STING, ist inzwischen 73 Jahre alt. Zum Glück geht er weiter auf Tour und ist dabei bestens in Form, wie der aktuelle Live-Release „3.0 Live“ beweist.
Es wurde auf der gefeierten „STING 3.0“-Welttournee mit dem langjährigen Gitarristen Dominic Miller und Schlagzeuger Chris Maas aufgenommen und ist eine 9-Song-Sammlung von Stings größten Hits, einschließlich „Be Still My Beating Heart“, das noch nie zuvor als Live-Version veröffentlicht wurde.
Die Zusammenstellung ist sehr cool und basiert auf den Klassikern. Es gibt also nicht den „puren“ Sting, sondern auch einige POLICE-Tracks. Macht aber Spaß, so rockig wie er das rüberbringt. Mit durchaus verlebter Stimme, die aber sehr viel Charisma hat. Da ist nichts glattpoliert, sondern wir bekommen das direkte Livefeeling eines Mannes, der noch lange nicht in Rente gehen will.
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In seiner außergewöhnlichen Laufbahn hat Sting, der auch in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, 17 GRAMMY Awards® erhalten und weltweit 100 Millionen Alben verkauft. Er gilt als einer der profiliertesten Solokünstler der Welt, ebenso wie als ehemaliger Frontmann von The Police. Als Komponist, Singer-Songwriter, Schauspieler, Autor und Aktivist wurde Sting außerdem mit einem Golden Globe, vier Oscar-Nominierungen, einer Tony-Nominierung, dem Century Award des Billboard Magazine und den Kennedy Center Honors ausgezeichnet.
Ihn live zu erleben, ist immer ein Genuss. Warum? Vermutlich, weil er so entspannt auf der Bühne steht, sein Ding ohne großes Brimborium durchzieht und einfach ein sympathischer Kerl ist.
Tracklisting
1. Message in a Bottle – Live
2. Englishman in New York – Live
3. Fields of Gold – Live
4. Seven Days – Live
5. All This Time – Live
6. Driven to Tears – Live
7. Synchronicity II – Live
8. Every Breath You Take – Live
9. Roxanne / Be Still My Beating Heart – Live
Auf der Digitalversion gibt es übrigens noch „Fragile“. Etwas ärgerlich, dass Man als Vinyl- und CD-Hörer hier das nachsehen hat.
Fünfzig Jahre sind vergangen, seit 1975 das nach dem Bandnamen betitelte dritte ABBA-Album veröffentlicht wurde. Bis zum Ende des Jahres wurden in der schwedischen Heimat der Band 450.000 Exemplare verkauft. Der Longplayer enthielt spätere klassische Hits wie „Mamma Mia“, „SOS“ und „I Do, I Do, I Do, I Do, I Do“. Die beiden Singles „Mamma Mia“ und „SOS“ erreichten in Deutschland Platz 1 der Charts. Die Wiederveröffentlichung von „ABBA“ am 13. Juni ist inzwischen das achte Album, das mit einem Jubiläumspaket veröffentlicht wird.
Das „ABBA“-Album wird als Half-Speed-gemasterte 45RPM-2LP-Vinylversion mit neuen Texten wiederveröffentlicht. Das von Miles Showell in den Abbey Road Studios gemasterte 2LP-Set auf 180g schwerem, schwarzem Vinyl erscheint im Klappcover mit Obi-Strip und Echtheitszertifikat.
Weiterhin gibt es eine limitierte Auflage der vier Vinyl-Singles, die ursprünglich 1975 von Polar veröffentlicht wurden. Das Set besteht aus vier farbigen Singles (weiß, rot-transparent, rot und gelb), die in einer Box mit abnehmbarem Deckel untergebracht sind. Die einzelnen Hüllen wurden mit klassischen Bandmotiven aus der ursprünglichen Ära versehen. Weiterhin sind die Singles auch als separate Picture Discs erhältlich. Zeitgleich mit der Veröffentlichung wird eine neue Linie von Vintage-inspirierter Kleidung im Universal Store erhältlich sein.
Während Carolin Kebekus aktuell als „Shesus“ unterwegs ist, gibt Atze Schröder den „Erlöser“. Eine wirkliche thematische Nähe der beiden ist aber nicht zu erkennen. Während Carolin vor allem die Freuden und Leiden der jungen Mutter bespricht, gibt sich Atze den erlösenden Momenten des Alltags hin – und da findet er viele.
Der Comedian, der wie gewohnt als Ruhrpott-Prolet mit Charakter-Perücke auftritt, braucht kein großes Bühnenbild für sein Standup-Programm. Im Hintergrund die großen Buchstaben ATZE, die in wechselnden Farben angeleuchtet werden, und im Vordergrund ein Mikrofon. Das ist schon alles – und reicht völlig aus.
Die Europahalle in Trier war ausverkauft. Im Gegensatz zu anderen Comedians geht Atze kaum in Interaktion mit dem Publikum. Keiner muss Angst haben, auf die Bühne entführt zu werden. Der Künstler begibt sich auch nicht in die Menge. Das höchste der Gefühle ist eine Umfrage mit ein wenig Saallicht.
Das Programm begann mit der biblischen Geschichte von Maria und Josef, neu erzählt mit delikaten Details. Wie halt Atze sich die Entstehung des Erlösers vorstellt. Und überhaupt: Kinder als Erlösung im Dasein bekommen ebenso ihr Fett weg. Das Bild, das Atze vom Gamer mit Spezialsitz und übergroßen Bildschirmen zeichnet, kommt mir auch von zuhause bekannt vor. Unter die Gürtellinie geht es bei der Geschichte von der dicken Chinesin im Zug, die sich bei näherer Betrachtung als „Frau Schöneberger“ herausstellt. Und regionalen Bezug gibt es mit einer Tour im Wohnmobil nach Bernkastel-Kues (und schnell wieder zurück in den Ruhrpott).
So verging die erste volle Stunde wie im Flug und das Publikum konnte die Lachmuskeln für 20 Minuten erholen. Was mir gut gefiel: Atze bewegte sich diesmal nicht ständig gedanklich im Intimbereich, wie das bei vielen früheren Programmen der Fall war, sondern zeigte sich mit humorvollen Alltagsgeschichten, die das Publikum einfach mal für zwei Stunden abschalten ließen. Wenig Politik, wenig zu den Krisen in der Welt, stattdessen ganz viel Spaß.
In der zweiten Hälfte wurde zunächst mal gemeinsam gesungen. Und das nicht als Anekdote am Rande, sondern geschlagene 25 Minuten lang. Mit Klaus Lage fing es an, dann wurden die frivolen Texte von Roland Kaiser betrachtet, ein Vergleich des Schlagersängers zu Rammstein gezogen und am Ende konnten alle versuchen, das Nuscheln von Herbert Grönemeyer zu verstehen. Großartig – und die Anwesenden waren mit Feuereifer dabei.
Eine Reise in den Supermarkt wurde zum Super-GAU, was die Auswahl an Produkten anging. Dann ging es doch einmal um Sex und sowohl Swinger-Parties als auch das Produkt „Womanizer“ („jede vierte, schaut euch mal um“) wurden thematisiert. Schnell kehrte Atze aber wieder zur Musik zurück und gab eine skurrile Performance des Musicals „König der Löwen“, bevor es im Zugabenblock vor allem um Blähungen im Fahrstuhl ging.
Die Themenpalette war damit breit gestreut und zwei Stunden Comedy wurden locker gefüllt. Atze Schröder ist ruhiger geworden, er wird ja bald 60. Zwischendurch und am Ende machte er recht melancholische Ansagen: Es ging ihm darum, die Menschen zwei Stunden lang zum Lachen zu bringen, trotz der Krisen in der Welt, wobei er die Kriege in der Ukraine und in Gaza durchaus nannte, aber nicht nach Schuldigen suchte. Sein Ziel hat er erreicht: Der Erlöser hat für gelöste Stimmung gesorgt, was ihm mit stehenden Ovationen gedankt wurde. Und was Trier angeht: „Erst mal die übrigen Städte abhaken und zum schönen Abschluss nach Trier. Intelligenter als die Augsburger seid ihr allemal“, so oder so ähnlich lautete das Fazit.
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Ein Indiepop-Festival für Saarbrücken Anfang Mai. Braucht man das? Zumindest war es eine gute Entscheidung, kein Open Air draus zu machen, denn der Schönwetter-Frühling hatte sich nach einer gut gelaunten Woche just zum 3. Mai wieder verabschiedet.
Festival Flair konnte man auch innerhalb des E-Werks schaffen und gab sich alle Mühe dabei – mit Ständen für Schmuck und weitere Accessoires sowie einem gut besuchten Pop-Up-Tattoo-Studio. Das Publikum bestand aus gut gelaunten jungen Menschen (ich habe den Altersschnitt deutlich angehoben), die ihre Lieblingsacts ordentlich abfeierten. Auch einige Eltern mit Kindern waren zu sehen. Stimmung: absolut positiv! Leider ließ aber die Menge an Besucher*innen zu wünschen übrig. Nur der Bereich zwischen Mischpult und Bühne war locker gefüllt. Die hintere Hallenhälfte hatte man mittels eines schwarzen Vorhangs abgetrennt.
Aller Anfang ist halt schwer – und auch das Konzept des Festivals ist relativ neu. So konnte man neben den regulären Tickets, die alle nur über die neue Velvet Pass App zugänglich waren, auch zum günstigen Preis ein Velvet Pass Streaming-Ticket erwerben, das den Fans ermöglichte, digital dabei sein und die Konzerte bequem von zu Hause aus verfolgen. Es waren einige offiziell filmende Menschen im Publikum unterwegs, die aber angenehm zurückhaltend waren und im allgemeinen Handy-Lichtermeer kaum auffielen.
Zu den Support Acts habe ich es leider nicht geschafft, aber die drei Headliner waren für dieses Event hervorragend gewählt.
Um 19 Uhr starteten Blumengarten mit ihrem charismatischen Frontmann Rayan Djima. Diese sind sind im Laufe der letzten vierundzwanzig Monate wie selbstverständlich zum festen Bestandteil und Aushängeschild der deutschen Progressive-Pop-Bubble gewachsen. Das Debütalbum „Ich liebe dich für immer“ ist am 27. März erschienen und gleicht einem musikgewordenen Ratgeber für den Umgang mit der eigenen Vergangenheit – und liefert einen versöhnlichen Aufruf, ewig Kind zu bleiben.
Bis vor gut drei Jahren hat Rayan noch auf keiner Bühne gestanden. Dafür wirkt er inzwischen sehr souverän und hat ein sympathisches Auftreten. Zu Beginn gab es leichte Tonprobleme, die vom Publikum textsicher aufgefangen wurden. Ein erstes Zeichen dafür, dass dieses Projekt kein One-Hit-Wonder ist. Es gab Songs wie „Tut es noch weh“ vom Debütalbum. Zwei Keyboards lieferten einen fetten Sound und es wurde zeitweise absolut hymnisch. „Paris Syndrom“ hingegen wurde akustisch nur mit Gitarrenbegleitung gespielt. Als Cover gab es den CRO-Song „Nie wieder normal“ und in „Wiedersehen“ lieferte Rayan einen ordentlichen Rap-Flow.
Auf 60 Minuten war das Konzert angesetzt und Blumengarten machten ordentlich Eindruck. Zum Ende hin lieferte der Frontmann ein sehr schönes Duett mit der Keyboarderin. Es war ein vielfältiger Gig, der vom jugendlichen Publikum ordentlich abgefeiert wurde.
Pünktlich um 20.30 Uhr startete Majan seinen Set. Der Sänger, Rapper und Songwriter aus Schorndorf ist für seinen genreübergreifenden Stil bekannt. Er kombiniert Elemente aus Hip-Hop, Pop, R&B und elektronischer Musik. Auf der Bühne waren Schlagzeug und Gitarren. Der sphärische Sound kam hauptsächlich vom DJ-Pult.
Fast ein Jahr lange hatte Majan nicht live gespielt, doch am 30.5. soll sein neues Album „Wenn nichts von nichts kommt, woher komm‘ ich dann?“ erscheinen. Der richtige Zeitpunkt also, um neue Stücke wie „Heim“, „Mach kaputt, was dich kaputt macht“ und „Atlantik“ live zu probieren. Ältere Songs wie „Panikweiß“ und „100.000“ kamen bei den Fans bestens an und es wurde eine wilde Party gefeiert, unterbrochen von „Deine Haut / gone“, dem melancholischen Song über die Unendlichkeit in einem Moment, den Majan am Piano interpretierte.
Um 22 Uhr dann Ennio, der von Beginn an Stimmung machte. Sein zweites Album „Schlaraffenland“ hat es im letzten Jahr in die deutschen Top 10 geschafft und er sorgte als Secret Act beim Reeperbahn Festival für Furore. Gute Voraussetzungen also für den letzten Act des Abends, der hier (wie Majan auch) seinen ersten Gig des Jahres spielte. In diesem Sinne war es ein echtes Season Opening für die Künstler, die noch auf einigen Festivals zu sehen sein werden – zum Teil mit den gleichen Musikern, die hier über den Abend verteilt hinter verschiedenen Frontern in Erscheinung traten.
Es gab Stücke wie „Blaulicht“, „Wand“ und „Rimini“. Für das Duett „Fühlst du gar nichts“ erklang die Stimme von Nina Chuba aus dem Off. Zur Halbzeit erfolgte ein Switch vom Indiepop zu einer Melange aus Club & Dance, der das Publikum mit Songs wie „Königin der Nachbarschaft“ ausgelassen in Bewegung brachte. Der Zugabenblock begann nach fünfzig Minuten und führte Rayan Djima und Majan für eine gemeinsame Session zurück auf die Bühne.
Das Velvet Spring Festival hat als Season Opening mit Acts, die gut zusammen arbeiten, sicher Potential. Vielleicht muss man im nächsten Jahr noch einen Headliner hinzuziehen, der nicht nur das TikTok-affine Publikum anspricht, sondern auch ältere Indiepop-Fans. Ich denke da an Juli oder Frida Gold, womit auch die Männerdominanz etwas zurückgefahren wäre.
Alles in allem hat das neue Festival aber durchaus überzeugt. Grandiose Stimmen zu Musik, die das junge Publikum textlich und mit eingängigen Melodien erreicht hat. Mal sehen, was das nächste Jahr bringt.
Das letzte Album von Billy Idol erschien vor elf Jahren. Lange her, aber nicht lang genug, um ihn abzuschreiben – tourte der 69jährige doch in den vergangenen Jahren munter durch die Arenen der Welt und zeigte keinerlei Ermüdungserscheinigungen. Dabei ist er schon seit fast 50 Jahren im Geschäft: Nach abgebrochenem Studium der Philosophie startete Billy seine Karriere in der Londoner Punkszene und gründete 1976 die Band Generation X. Schon kurz nach Ende der Band erschienen hintereinander das selbst betitelte Debüt im Jahr 1982 und der endgültige Durchbruch „Rebel Yell“ (1983).
„Dream Into It“ klingt tatsächlich ein wenig verträumt, auch wenn die Gitarrenarbeit es zum absoluten Rockalbum macht. Zum Start gibt es den balladesken Titelsong, der Idols schmachtende Stimme einführt. „77“ lässt als Feature mit Avril Lavigne zumindest ansatzweise den Punk raus. Ein ikonisches Duett zweier Legenden. „Too Much Fun“ hält das Tempo, bevor das schon bekannte „John Wayne“ als Duett mit Alison Mosshart ganz hymnisch aus den Boxen kommt.
Die nächste Ikone ist für „Wildside“ an Bord: Joan Jett unterstützt mit ihrer Rockröhre einen Song, der allerdings hinter den Erwartungen zurückbleibt. Nein, wild ist das nicht. „People I Love“ weiß dann aber rhythmisch zu überzeugen und „Gimme The Weight“ zeigt Billy mit gewohnt sonorer Stimmleistung. Auch der A-cappella-Start von „I’m Your Hero“ packt mich sofort und führt weiter in tiefe Basslagen. „Still Dancing“ schließlich ist ein Song ganz vom alten Schlag, als käme er direkt aus den 80ern.
Das Album dauert etwas über eine halbe Stunde, was manchen enttäuschen mag. Es enthält aber Billys wichtige Qualitäten vom rockigen Performer bis zum smarten Herzensbrecher – und das ist die Hauptsache.
Mit „ja zu dir (der hochzeitssong)“ veröffentlichen Revelle und Florian Künstler eine gefühlvolle Hymne auf die Liebe – ein Song, der berührt, Hoffnung schenkt und mitten ins Herz trifft. In dem Duett erzählt die Wahlberlinerin Revelle eine Geschichte vom Festhalten, vom Vertrauen und davon, dass echte Liebe es wert ist, für sie zu kämpfen. Zwischen Akustikgitarre, Klavier und emotionalen Stimmen entsteht ein Hochzeitssong, der wie ein Filmsoundtrack das Leben und die Liebe feiert.
Unterstützt wird sie dabei von Florian Künstler, der mit seiner markanten Stimme und seinem authentischen Storytelling bekannt wurde. Mit über 80 Millionen Streams seines Hits „Kleiner Finger Schwur“ und einer ausverkauften Headliner-Tour zählt Künstler zu den gefragtesten Stimmen des deutschsprachigen Pop. Gemeinsam schaffen Revelle und Florian Künstler mit „ja zu dir (der hochzeitssong)“ eine emotionale Liebeserklärung – für alle, die an das große Glück glauben.
Revelles neues Album „was wenn alles gut geht?“ erscheint am 22. August!
Die Single wird unter anderem auf Revelles zweitem Studioalbum „was wenn alles gut geht?“ erscheinen, das am 22. August 2025 veröffentlicht wird. Das Album umfasst 18 Tracks – darunter neben vielen neuen Songs auch Fanlieblinge wie „dass liebe schön sein kann“, „karma“ und „vorsatz“ mit OSWALD.
„Auf meinem ersten Album habe ich die Erlebnisse aus sechs Jahren verarbeitet. Auf dem neuen Album will ich ein neues Kapitel aufschlagen – Zuversicht und Liebe vermitteln. Ich glaube, dass diese Emotion, vor allem in der heutigen Zeit, den Leuten Halt geben kann. Es müssen nicht immer nur Songs über die Liebe oder eine Beziehung sein. Deshalb geht es in meinem neuen Album viel um Hoffnung und Wärme“, so Revelle.
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„Ich habe viel über Debütalben nachgedacht. Warum lieben wir Debütalben?“, fragt sich Luke Pritchard, während The Kooks sich auf die Veröffentlichung ihres siebten Albums „Never/Know“ vorbereiten. Achtzehn Jahre nach ihrem Debütalbum „Inside In/Inside Out“ fühlt sich dieses Album wie eine Rückkehr zum Anfang an. Pritchards Ziel war einfach: „Es ging darum, die Vergangenheit zu vergessen“, sagt er. Doch um wirklich voranzukommen, mussten sie sich fragen: „Welche Art von Musik wollen wir machen und wie schaffen wir es, dass sie sich natürlich anfühlt?“
The Kooks, deren Debütalbum sich 2006 über zwei Millionen Mal verkaufte, haben unerwartet die Liebe einer neuen Generation gefunden. Die Fans der ersten Stunde sind geblieben, doch sie haben eine begeisterte Anhängerschaft der Generation Z gewonnen, treten weltweit als Headliner auf Festivals auf und spielen ausverkaufte Konzerte. Dank Social Media sind sie wieder zur Lieblingsband einer ganzen Generation geworden und haben ihren unverwechselbaren Brit-Pop-Sound neuen Ohren nähergebracht. Der Weg vom weltweiten Ruhm zu dieser neuen Renaissance war jedoch mit viel Blut, Schweiß und Angst verbunden.
„Man versucht ständig, seine Band zu erneuern und sich neu inspirieren zu lassen, denn man will nicht in ein Muster oder eine Formel verfallen“, erklärt Pritchard. Gemeinsam mit Hugh Harris hat das Kernduo der Band die Kunst der Neuerfindung perfektioniert. Ihr Debüt war ein entscheidender Moment für die Indie-Musik der 2000er, ihre ersten Veröffentlichungen prägten den Sound einer Zeit. Es gibt nur wenige Songs, die die 2000er so geprägt haben wie „Naïve“, aber die Band war nie ein One-Hit-Wonder – ihr Nachfolgealbum „Konk“ landete als eines von vier Top-10-Alben auf Platz eins. The Kooks haben sich ständig weiterentwickelt und wechselten vom Indie-Rock zu Synthpop und Krautrock-Einflüssen.
Im Laufe der Zeit haben sie weitreichende Inspirationen integriert – Harris‘ Liebe zu Soul und Oper neben Pritchards klassischen Einflüssen wie Bob Dylan und den Rolling Stones. Nachdem jahrelang durch interne Umstrukturierungen und Besetzungswechsel die Risse im Grunde übertüncht worden waren, markierte die Entscheidung, „Never/Know“ zu veröffentlichen, einen echten Neubeginn von Grund auf. Pritchards Überlegungen zum Debütalbum führten ihn zum Durchbruch: „Es geht nicht darum, zum Sound des ersten Albums zurückzukehren, sondern zu den Wurzeln unserer Einflüsse und zu fragen: ‚Was ist die Identität dieser Band?‘“ Es ging darum, die Energie des Debüts wiederzuerlangen – Freunde in einem Raum voller Potenzial, die schnell etwas auf die Reihe kriegen und weder Zeit noch Geld haben, um zu lange nachzudenken.
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Pritchard hielt den Prozess geheim, sogar vor der Band. Er präsentierte die neuen Songs als einfache Demos. Den Kooks (Harris, Alexis Nunez, Jonathan Harvey) und einigen eingeladenen Musikern wurde gesagt, sie würden nur Dinge ausprobieren und herumprobieren, so wie Pritchard und Harris es früher in den Küchen von Studentenpartys taten. „Alle waren völlig schutzlos“, sagt er, und Harris stimmt zu und beschreibt den Prozess als „völlige und absolute Leichtigkeit“. Er erinnerte sich an Zeiten, in denen sie endlose Zeit mit Vorbereitungen verbrachten und ein Vermögen für teure Studios verschwendeten, nur um dann festzustellen, dass sich der Prozess stagnierend oder formelhaft anfühlte. In Erinnerungen an die Alben, die die beiden einst verbanden, oder an jene, die ihn zur Musik brachten, sagt er: „Meine Lieblingsplatten sind einfach nicht so entstanden.“ Stattdessen wurden sie so gemacht – angetrieben von purer Energie.
Bei Pritchard manifestiert sich das in seinen bisher interessantesten und doch unkompliziertesten Songs. Die Lyrik des Albums ist von Spontaneität geprägt. Es gibt witzige Einzeiler und Insiderwitze, Anspielungen auf seine Kinder durch süße Spitznamen (auf „Sunny Baby“) und große Emotionen („China Town“). Es ist eine Rückkehr zum „say-it-how-you-see-it“-Spaß ihrer früheren Werke, während die Band die Zuhörer zurück in die Welt der Kooks zieht. Der Titeltrack des Albums „Never/Know“ zeigt das deutlich – perfekte Indie-Instrumentalstücke aus Gitarren, Synthesizern und treibendem Schlagzeug, gepaart mit Texten, die nur so sprudeln. Die Band widerstand dem Drang, zu viel nachzudenken, oder weigerte sich sogar, es zu tun. „Sunny Baby“ ist der Beweis – beschrieben als ein Moment, in dem sie „ihre eigene Flagge hissten“. Auch mit „All Over The World“ wird ihre eingängige, ansteckende Kraft, die sie schon immer hatten, strahlend und aufregend zur Schau gestellt.
Das Ergebnis ist eine frische, ungefilterte Interpretation ihres Sounds. Harris bemerkte, dass seine Ergänzungen ihn selbst besser repräsentierten als seit langem. „Ich höre wieder viel klassische Musik und kanalisiere mein Interesse an dieser Welt in die Gitarre“, sagt er und fügt hinzu, dass auf diesem Album „jede Zeile voller realer Motive steckt“, bevor er lacht, sich selbst als prätentiös bezeichnet und zugibt: „Ich fand Puccini cool, bevor ich Jimi Hendrix hörte.“
Die Reise der Kooks begann am BIMM, als Harris an seinem ersten Tag an der Musikhochschule zufällig einen alten Klassenkameraden traf – es war Pritchard. „Er spielte ‚Sofa Song‘. Ich war total begeistert von dem Song und wollte ihn unbedingt lernen“, erinnert er sich. Von diesem Moment an war ihre kreative Partnerschaft geboren – Pritchard schrieb das Grundgerüst der Songs, Harris sorgte für das gewisse Etwas. Trotz anfänglicher Spannungen blieb die Chemie des Duos stark, selbst als sie in der Indie-Szene der 2000er plötzlich berühmt wurden.
Jetzt sind The Kooks zu ihrem Ursprung zurückgekehrt – der gemeinsamen Vision, gut gemachte Popmusik zu machen. Harris fasst es zusammen: „Im Grunde wollen wir beide dasselbe und das ist sehr kraftvoll.“ Für Pritchard war die entspannte, ungeschliffene Atmosphäre des Albums der Schlüssel zu ihrem Comeback: „Ich habe das Gefühl, dass wir unseren Stolz zurückgewonnen haben, indem wir die Dinge so lassen, wie sie sind, und nicht alles zu perfekt machen.“
In der aktuellen Staffel von „Sing meinen Song“ beweist Aki Bosse mal wieder, was für eine coole Socke er doch ist. Ohne Popstar-Gehabe und mit schnoddrigem Auftreten gewinnt er auf Anhieb die Herzen der Zuschauer*innen und der übrigen Musizierenden. BOSSE ist ein Star ohne Allüren, nahbar, aber nicht alltäglich, schlau, aber nie verklausuliert, zugänglich, aber nicht anbiedernd, und auch auf lange Sicht ohne Konkurrenz im Spannungsfeld zwischen Deutschpop und Indierock.
Wer einmal erlebt hat, wie dieser Charismatiker auf der Bühne arbeitet und den Menschen seine einzigartige Mischung aus Indie- Rock, Alternative und Pop entgegenschmettert, wie er bei Hits wie „Der letzte Tanz“ oder „Schönste Zeit“ mit dem Publikum verschmilzt, wie er die Massen euphorisiert, der will das wieder erleben und möglichst viele Freunde mitnehmen. Die leidenschaftlichen Live-Performances sind aber nur eine Seite des Künstlers – die Basis dafür schafft er mit seinen liebevoll ausgearbeiteten Alben, die klassisches Singer-Songwritertum in Richtung Pop und Indierock erweitern.
Und so kommt seine erste BEST OF gerade recht. Mit der Compilation „BOSSE 2005-2025“, die zeitgleich zum Start der TV-Sendung veröffentlicht wird, erscheint erstmalig eine Werkschau mit 21 Liedern aus der bisherigen Karriere des Musikers auf einem Album. Bosse hat für diese Compilation viele seiner schönsten Songs zusammengestellt. Er verdichtet komplexe Gefühle in einer Sprache, die nah am Leben ist, ausgestattet mit Refrains, die im Kopf bleiben, ohne ihn zu verkleben. Oft geht es darin um das Überwinden von Widerständen, ein positives Lebenskonzept trotz Selbstzweifeln und die Gewissheit, auch in miesen Zeiten nicht allein zu sein.
In umgekehrt chronologischer Abfolge – von neu nach alt – bietet die Compilation eine schöne Werkschau für Neueinsteiger voller Songperlen aus Akis Feder.
Die Rock-Ikonen Incubus gaben letzten Monat bekannt, dass ihr neuntes Studioalbum – und das erste seit „8“ (2017) – fertig und abspielbereit ist.
Sänger Brandon Boyd hatte das neue Album zuvor gegenüber Flux FM bestätigt und sagte: „Ich finde, es ist eine wirklich großartige Platte, und ich bin wirklich stolz darauf, und wir alle in der Band sind wirklich stolz darauf. Wir hatten eine wundervolle Zeit beim Aufnehmen.“
Das Album ist gleichzeitig ihr erstes mit der neuen Bassistin Nicole Row, die laut Boyd „schnell zu einer Bereicherung für die Band geworden ist“, „fantastische Ideen“ hat und „frischen Wind“ bringt.
Die Band war diese Woche in London, um ihr bahnbrechendes Album „Morning View“ vor ausverkauftem Publikum in der O2-Arena vollständig zu präsentieren. Sie bestätigten den neuen Albumtitel „Something In The Water“ mit einer Reihe von Projektionen entlang der Themse und posteten ihn auch auf Instagram.
„Schärenstille“ ist bereits der vierte Band um Kommissarin Sofia Hjortén, den Lina Areklew zu Papier gebracht hat. Es ist nicht unbedingt nötig, die drei vorherigen Romane zu kennen, aber ich fand es – ehrlich gesagt – schon sehr anstrengend, wie zu Beginn mit Namen um sich geschmissen wird. Ich war fast soweit, mir eine Art Organigramm der Familien anzufertigen, doch irgendwann bekommt man auch beim Lesen den Überblick. Ein wenig Durchhaltevermögen ist angesagt. Wie wichtig diese anfängliche Vorstellung der Charaktere ist, wird im weiteren Verlauf der Geschichte klar. Psyche und Handeln sind äußerst vielschichtig, was dem Roman an sich sehr gut tut und ihn schlüssig zu Ende führt.
Klappentext: Mit dem Herbst brechen dunkle Tage über die schwedische Schärenküste herein. Die Feier einer Gruppe von Jugendlichen am Meer endet im Entsetzen, als um Mitternacht eine von ihnen bewusstlos und blutüberströmt an einem nahe gelegenen Bachlauf gefunden wird. Für Kommissarin Sofia Hjortén, selbst Mutter einer Tochter, und ihren Kollegen Fredrik Fröding wird der Fall zur Zerreißprobe. Denn die Freunde des schwer misshandelten Mädchens schweigen beharrlich. Und als die Ermittlungen kurz darauf eine erschütternde Wendung nehmen, müssen Sofia und Fredrik schnellstmöglich den perfiden Täter finden, bevor es ein weiteres Opfer gibt …
Lina Areklew hat ein Händchen dafür, sich in die Welt der jugendlichen Protagonist*innen einzufühlen und Erklärungen für die bisweilen doch recht wirren Handlungsmuster zu geben. Doch es gibt viele Ebenen in dem Roman und vor allem die Über-Kreuz-Beziehungen der Ermittler sind sehr schlüssig beschrieben und bringen weitere Spannungsmomente in die Handlung.
Zum Ende wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen – und was will man mehr? Lina schafft es, ihre Leser*innen zu packen und bringt schließlich den Fall zu einem befriedigendem Abschluss – inklusive eines herzlichen Epilogs, der eine Idee für weitere Romane der Reihe gleich mitliefert.
Amy Macdonald zählt seit Jahren zu den größten und einflussreichsten Songwriterinnen aus Großbritannien. Die Schottin erreichte in Deutschland gleich mehrfach die Spitze der Charts und kann auf über 12 Millionen verkaufte Einheiten, ein Dutzend Platinauszeichnungen sowie Streams in Milliardenhöhe zurückblicken.
Nun schlägt Amy das nächste Kapitel auf: „Is This What You’ve Been Waiting For?“ ist der Titel ihres sechsten Studioalbums, das am 11. Juli 2025 via Infectious / BMG erscheinen wird. Passend dazu erschien der Titelsong als erste Single und Amy MacDonald kündigt neue Tourdaten für Februar 2026 an.
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Der explosive Titelsong ist der perfekte Vorbote fürs neue Album: Über einem treibenden Beat und dramatischen Becken-Sounds präsentiert Amy einen euphorischen Schlachtruf – und zapft damit zugleich die elektrisierende Kraft ihrer gefeierten Liveshows an. Tatsächlich speist sich die Energie der Single aus der einzigartigen Verbindung, die Macdonald fühlt, wenn sie auf einer Bühne steht. Für sie ist das ganz klar der schönste Moment, denn dort kann sie endlich all den Druck ablassen, den Fame und Karriere zwangsläufig mit sich bringen.
Auch die Entstehung der ersten Single kommentierte die Sängerin: „Genau genommen war die Eröffnung des The Sphere in Las Vegas in diesem Fall die entscheidende Inspirationsquelle“, so Macdonald. „Ich wachte auf und sah überall diese Videoclips von der Eröffnung – und ich dachte nur: Das ist ja der Hammer! Mich hat das total umgehauen, denn es hat mich daran erinnert, was für einzigartige Erlebnisse derartige Konzertabende doch sind. Mich hat das voll inspiriert, und ich musste darüber nachdenken, was die Musik mir bedeutet – und die Shows waren für mich schon immer das Wichtigste überhaupt. Andererseits hat die Streaming-Ära dazu geführt, dass permanent neue Musik produziert werden muss, andauernd, wie in einer Tretmühle. Dieser Song präsentiert meine Sicht auf dieses Phänomen, darauf, dass die Leute immer noch mehr Songs und immer neuen Content in den Socials erwarten.“
Produziert wurde die erste Single von Nicolas Rebscher (AURORA, Louis Tomlinson), außerdem war der GRAMMY-Gewinner Jim Abbiss (Adele, Arctic Monkeys) an der Entstehung des neuen Albums beteiligt.
Auch auf „Is This What You’ve Been Waiting For“ versteckt sich die Schottin kein bisschen, sie lässt alles raus, setzt auf die reinigende Kraft der Musik und auf vertonten Eskapismus. Die Themenpalette, die sie in den neuen Songs auffächert, basiert dabei durchweg auf persönlichen Erfahrungen oder auf Beobachtungen aus ihrem unmittelbaren Umfeld: Es geht um schwierige Situationen und Struggles, um toxische Freundschaftskonstellationen, um das Gefühl, in einer Beziehung gefangen zu sein – oder auch um den Mut, bewusst mit gesellschaftlichen Erwartungshaltungen zu brechen und Konventionen erfolgreich abzuschütteln. Dabei zählen das Weitermachen, das Überleben und Vorwärtskommen im Leben zu den inhaltlichen roten Fäden, die dieses neue Album durchziehen. Darüber hinaus klingt immer wieder auch jene tiefe Dankbarkeit gegenüber ihrer Fanbase an.
Fotocredit: Olivia Rose
Außerdem kündigt Amy Macdonald neue Tourdaten an:
2025
24. Juli 2025 – Rottweil, Kraftwerk, Deutschland
26. Juli 2025 – Creuzburg, Musiksommer, Deutschland
27. Juli 2025 – Karlsruhe, Das Fest, Deutschland
29. Juli 2025 – Bremen, Seebühne, Deutschland
31. Juli 2025 – Jena, Kulturarena, Deutschland
02. August 2025 – Saarbrücken, Saarlandhalle, Deutschland
03. August 2025 – Freiburg, Zelt Music Festival, Deutschland
2026
08. Februar 2026 – München, Zenith, Deutschland
11. Februar 2026 – Berlin, Tempodrom, Deutschland
12. Februar 2026 – Hamburg, Sporthalle, Deutschland
13. Februar 2026 – Leipzig, Haus Auensee, Deutschland
20. Februar 2026 – Wiesbaden, Schlachthof, Deutschland
26. Februar 2026 – Köln, Palladium, Deutschland
Es ist bereits das zweite Album der Supergroup ENVY OF NONE, das hier erscheint, mit dem Tiel „Stygian Wavz“, den man sich aber zunächst erschließen muss, da er auf der Albumhülle in englischer Lautschrift dargestellt ist. Hier zeigen sie, dass sie weit mehr sind als nur ein All-Star-Projekt. Die Band um Rush-Gitarrist Alex Lifeson, Bassist Andy Curran (Coney Hatch), Produzent Alfio Annibalini und Ausnahmesängerin Maiah Wynne hebt ihren atmosphärischen Alternative-Rock auf ein neues Level. Schon das Debütalbum ließ aufhorchen, doch der Nachfolger klingt wie ein Befreiungsschlag: experimenteller, selbstbewusster und emotional tiefgehend.
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„Der Titel stammt aus einem Gedicht von Ovid“, erzählt Alex. „Da ging’s um die stygischen Wellen am Tor zur Hölle – und manchmal fühlte sich das auch für uns so an. Wir sind alle gewachsen, nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich. Besonders bei Maiah sehe ich, wie sehr sie aufgeblüht ist. Für mich war Envy Of None wie ein Befreiungsschlag. Nach all den Jahren in einer superaktiven Band habe ich hier endlich loslassen können. Ich bin stolz auf meine Vergangenheit, aber ich habe mich davon gelöst. Hier bin ich einfach ein Musiker unter anderen, der glücklich ist, Musik zu machen.“
Maiah ergänzt: „Wir haben da eine ganz besondere Verbindung. Ich hab mich diesmal viel mehr reingehängt – auch, weil wir uns gegenseitig so sehr vertrauen. Wir haben einen Raum geschaffen, in dem man sich ausprobieren und ans Limit gehen kann.“
Die elf Tracks auf „Stygian Wavz“ sind intensiv, kraftvoll und emotional – Musik, die unter die Haut geht. Der Opener „Not Dead Yet“ ist ein düsterer Ohrwurm mit Funk-Gitarre, hymnischen Hooks und einem Hauch James Bond-Vibes – Alex’ eigene Worte. Andy brachte erste Lyrics-Ideen mit, die Maiah dann auf ihre ganz eigene Weise interpretiert hat. „Die Magie war, wie sie ihre eigene Perspektive reingebracht hat“, sagt Andy. Obwohl das Stück von einem erfahrenen Musiker geschrieben wurde, fand Maiah darin ihre ganz persönliche Geschichte als junge Frau in der Musikbranche wieder.
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„Ich bin 28, aber manchmal fühlt es sich an, als würde die Zeit rasen“, meint Maiah. „Gerade Frauen in der Musikszene stehen extrem unter Druck, ewig jung zu bleiben. Sobald man älter aussieht, ist man angeblich raus. Das finde ich ziemlich frustrierend. Unsere Antworten darauf stecken in den Songs.“
Die elf Tracks des Albums sind ein Soundtrip zwischen düsterem Funk, elektronischer Opulenz und sphärischen Balladen – immer getragen von Wynnes eindringlicher Stimme, die nicht nur textlich neue Perspektiven eröffnet. Songs wie „Under The Stars“ oder das grandiose Finale „Stygian Wavz“ beweisen, wie mutig die Band geworden ist. Mal klingt es nach Agententhriller, mal nach Sci-Fi-Epos – immer aber nach musikalischer Freiheit. Auch die Visualisierung der Videos folgt dieser Richtung und ist einfach großartig.
Alex Lifeson beschreibt das Projekt als persönliche Befreiung vom Rush-Erbe: „Ich bin nicht mehr der Typ von Rush – ich bin einfach Musiker in einer Band, die ich liebe.“ Und auch eine Tour scheint plötzlich möglich. Noch steht nichts fest, aber die Fantasie für eine visuelle und klangliche Liveshow ist geweckt. „Stygian Wavz“ ist kein Nebenprojekt, sondern ein echtes Statement – kraftvoll, kreativ und voller Seele.
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