Alte Bekannte wollen mehr: Mehr neue Songs und mehr tolle Konzertabende mit noch mehr glücklichen Konzertbesucher:innen. Kurz „Mehr! – Live“.
Ab 2025 präsentieren Alte Bekannte ihr bereits fünftes Bühnenprogramm (in sieben Jahren). Die „Wise Guys-Nachfolger“ zeigen erneut, warum sie aus der deutschen Musikszene längst nicht mehr wegzudenkenden sind: musikalisch wie textlich hervorragende Songs und ausgesprochen unterhaltsame Moderationen garantieren etwas, das man in diesen Tagen gar nicht mehr so einfach bekommt: Richtig gute Laune!
Teil des Programms sind neben brandneuen Songs auch wieder einige Hits ihrer früheren Alben sowie handverlesene „unkaputtbare“ Lieder ihrer Vorgängerband: witzig, nachdenklich und häufig äußerst tanzbar.
Alte Bekannte am 8. November 2026 in Neunkirchen!
Ein Abend, der noch lange nachklingt und nur ein Gefühl erzeugt: „Mehr! – Live“.
John Watts stieg in den 1970er-Jahren in die Popmusik ein, nachdem er zunächst Psychologie an einer experimentellen Einrichtung studiert hatte, die ohne Medikamente und Fixierungen arbeitete. „Ich habe dort von 8 bis 16 Uhr Schichten gemacht und bin danach direkt in den Van gestiegen, um ein Konzert in Derby zu spielen. Ich hatte den ganzen Tag mit tobenden Psychopathen zu tun, da konnte mich ein Punk-Publikum nicht erschrecken. Wenn man dann in Wolverhampton vor ein paar rotzigen 17-Jährigen steht, die drohen, eine Zigarette auf deinem Bein auszudrücken, denkt man nur: ‚Na los doch!‘“
Fischer-Z wurde 1976 an der Brunel University gegründet, zusammen mit Johns Freund und Keyboarder Steve Skolnik. Johns politisches Songwriting und seine ungebremste Energie führten dazu, dass United Artists die Band 1978 unter Vertrag nahm – gemeinsam mit Zeitgenossen wie The Stranglers und Buzzcocks. Das Debütalbum ‚Word Salad‘ erschien 1979 und wurde sofort ein Post-Punk-Hit: Die Single ‚The Worker‘ wurde in der Sendung Top of the Pops gespielt, während ‚Remember Russia‘ von John Peel gefeatured wurde. 1980 folgte mit ‚So Long‘ die erfolgreichste Single der Band und einer der ersten Musikclips überhaupt, die auf MTV liefen – der Durchbruch für Fischer-Z auf großen Bühnen weltweit. 1981 erschien das bis heute erfolgreichste Album ‚Red Skies Over Paradise‘ mit den Singles ‚Marliese‘ und ‚Berlin‘.
Bis heute hat John 23 Alben veröffentlicht, zwei Millionen Tonträger verkauft und mehr als 3.000 Konzerte in ganz Europa, den USA und Kanada gespielt. An seinen Aufnahmen wirkten unter anderem Peter Gabriel, Steve Cropper und die Bläsersektion von Dexy’s Midnight Runners mit. Fischer-Z standen mit James Brown in Ost-Berlin vor 167.000 Menschen auf der Bühne, tourten mit The Police und Dire Straits und traten gemeinsam mit Bob Marley auf dessen letzter Europatour auf. In den vergangenen Jahren hat sich Watts zudem als Multimedia-Künstler, Dichter und Dramatiker einen Namen gemacht und ein vielfältiges, eigenständiges Werk geschaffen, das von Energie, Wärme und Menschlichkeit geprägt ist. Mit dem Projekt PUNKT! von 2025 bündelt er seine Fähigkeiten in Musik, Wort und Bild.
2026 markiert ein großes Jubiläum für Fischer-Z: Vor 50 Jahre wurde die Band gegründet. „Ich kann kaum glauben, dass das schon 50 Jahre sind. Es war eine unglaubliche Reise mit Höhen und Tiefen, aber ich freue mich riesig darauf, mit allen zu feiern – und ich bin bereit! Auf viele weitere Jahre voller neuer Musik, Konzerte und Kunst.“ Um diesen Meilenstein gebührend zu feiern, werden John und die Band im Frühjahr und Herbst 2026 auf große, weltweite Jubiläumstour gehen. Geplant sind Auftritte in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal, Großbritannien und erstmals auch in Australien. Parallel erscheint das neue Album ‚50/50‘. Es enthält fünf neue Songs (darunter drei Singles) sowie fünf neu interpretierte Versionen von Johns Lieblingsstücken aus den ersten fünf Alben. Ergänzend wird ein hochwertiges Jubiläumspaket veröffentlicht, das die bisherige Karriere von John würdigt.
Live könnt ihr am 15. Oktober 2026 in der neuen Gebläsehalle Neunkirchen mit dabei sein. Nicht verpassen!
Pink Martini – das „kleine Orchester“ aus Portland, Oregon, vereint seit 1994 Klassik, Jazz und zeitlosen Pop zu einem einzigartigen, internationalen Sound. Gegründet von Pianist Thomas Lauderdale und Sängerin China Forbes, wurde die Band mit ihrem Hit „Sympathique (Je ne veux pas travailler)“ weltweit bekannt.
Heute tourt Pink Martini mit einem Dutzend Musiker:innen und Liedern in über 25 Sprachen durch die Welt – von der Carnegie Hall bis zur Royal Albert Hall, vom Sydney Opera House bis zum Hollywood Bowl. Über 3 Millionen verkaufte Alben, Kollaborationen mit Stars wie Saori Yuki, Rufus Wainwright oder den von Trapps, und gefeierte Auftritte mit mehr als 70 Orchestern machen die Gruppe zu einem globalen Kultphänomen.
Pink Martini ist eine musikalische Weltreise – glamourös, kosmopolitisch und voller Lebensfreude.
Wer sich davon überzeugen will: am 6. Oktober 2026 gastiert das Orchester in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen!
Seit Mai 2025 war Anna Depenbusch mit den Streichern vom renommierten Kaiser Quartett unterwegs. Das letzte Konzert der „Zwischen Liebe und Kummer“ Tour führte sie ins Saarland, nämlich nach Neunkirchen in die Neue Gebläsehalle. Hier sind und waren momentan bei der sogenannten „Female Edition“ der Reihe „Neunkircher Nächte“ eine Reihe von Acts mit Frontfrauen wie Vanessa Mai, Beyond The Black, Alice Hoffmann & Bettina Koch,sowie Nicole am Start. Und eben die Singer/Songwriterin Anna Depenbusch.
Anna Depenbusch ist eine Liedermacherin, auf gleichzeitig altmodische und zeitlose Weise. Mit ihren poetischen Texten zwischen ironischer Alltagsbeobachtung und philosophischer Melancholie, verpackt in chansonartige Melodien, hat sie schon früh ihren ganz eigenen Stil entwickelt. Und der funktioniert sowohl solo am Klavier als auch mit der Klangfülle eines Streichquartetts. Das jetzt endende Programm brachte einen Querschnitt aus den sieben Studioalben der Hamburgerin.
Zunächst war das Quartett für ein kurzes Intro auf der Bühne, dann kam Anna zu „Tag im Mai“ hinzu. Den zweiten Song „Engel“, den sie für ihr Patenkind geschrieben hat, brachte sie allein am Piano dar. Was direkt auffiel: Annas Stimme ist eine Wucht! Sie singt laut und leise, sanft und energisch. Als Begleitung reicht das Piano locker aus, aber die Streicher schaffen schon eine ganz eigene Atmosphäre, was die Gäste in der gut besetzten Halle zu schätzen wussten.
Die Lieder waren gewohnt locker, mit ironischen Geschichten wie der buchstabierten Story von „Alphabet“ und der Yoga-Stunde für ihre Freundin namens „Kopf frei“. Es wurde aber auch melancholisch, als „Tanz mit mir (Haifischbarpolka)“ die Seefahrer-Sehnsucht nach Hamburg thematisierte.
Danach überließ Anna dem Kaiser Quartett für zwei Songs die Bühne. Jansen, Amanda, Ingmar und Martin stammen ebenfalls aus Hamburg und sind bekannt für ihre Interpretation zeitgenössischer Musik. Hier spielten sie zwei Stücke vom aktuellen Album „Empire“, nämlich den Titel „Schnell“, der eben so klang, und „Etude“, den Schrecken für alle Musikschüler, bei dem Violinistin Amanda sich in enervierenden virtuosen Wiederholungen üben musste. Ein fantastisches Intermezzo!
Beim Song „Benjamin“ kam Anna schier zum Orgasmus auf der Bühne, zum Instrumental „Fräulein im Walde“ sollte man sich die dazu gehörige, recht morbide Erzählung einfach selbst vorstellen, „Wenn du nach Hause kommst“ erklang voller Energie und bei „Was wäre wenn“ pfiff Anna am Ende gekonnt wie Ilse Werner, bevor der Lovesong „Nichts klingt so wie du“ nach einer Stunde des ersten Teil des Abends beendete.
Die Pause dauerte eine halbe Stunde, dann starte das Quartett allein mit „N.n.“ und „Schramm“. Es zeigte sich auch hier, dass die vier mehr waren als nur eine einfache Begleitung. Sie konnten das Publikum ebenso begeistern wie Anna Depenbusch – und beim letzten Konzert überschütteten sich die Künstler zudem gegenseitig mit Lobeshymnen.
„Alles auf Null“ brachte Anna mit viel Schwung zurück auf die Bühne, dann gab es „Eisvogelfrau“, den wundervollen Song für die Mathematikerin Emmy Noether. „Astronaut“ bezeichnete Anna als ihr eigenes Lieblingslied. Schließlich folgten der stimmgewaltige Chanson „Madam Cliquot“ und zum Schluss der Song, mit dem bei „Ina’s Nacht“ die Karriere der Depenbusch erst so richtig Schwung bekam: das überaus traurige „Kommando Untergang“.
Natürlich mussten noch Zugaben folgen – und es waren drei an der Zahl: Publikumsliebling „Tim liebt Tina“ wurde textsicher mitgesungen. Für das in Island geschriebene „Heimat“ kam das Quartett wieder hinzu und den letzten Titel „Tretboot nach Hawaii“ interpretierte man akustisch ohne Mikrofone, während Anna Depenbusch an der Ukulele für den entsprechenden Sound sorgte.
Um 22.20 Uhr endete ein großartiges Konzert ebenso wie die wundervolle Tour dieser Künstler, die sich so gut ergänzten. Ein fantastischer Abend, der die „Female Edition“ in Neunkirchen hervorragend bereicherte!
In diesem Jahr gibt es einiges zu feiern: Wolfgang Niedecken fzelebrierte kürzlich seinen 75. Geburtstag und BAP als Band wird 50 Jahre alt. Das Jubiläumskonzert findet am 10. Juli im Kölner RheinEnergieStadion (besser bekannt als Müngersdorfer Stadion) statt. Um sich darauf vorzubereiten, wärmt man sich an kleineren Locations ordentlich auf – und den Anfang machte der gestrige Gig in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen.
Die Veranstalter hatten am neunten Tag der Rekord-Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad vorgesorgt und die Halle im wahrsten Sinn des Wortes geöffnet: Der Einlass fand schon weiträumig um die Zugänge herum statt und man hatte die Tore nach hinten offen gelassen, sodass viele Zuschauer*innen einfach draußen blieben und das Konzert verfolgten. Drinnen gab es also kein Gedränge, sondern man konnte locker stehen. Zudem gab es Stationen mit kostenlosem Wasser. Ein Lob an die perfekte Organisation!
Niedecken und Co. hatten schon einige Tage in der Halle geprobt, um sich auf die Tour vorzubereiten. Irgendwie hieß es, die Warm-Up-Konzerte seien „intim und ohne großen Firlefanz“. Ja, intim waren sie wirklich und man konnte sich freuen, BAP nochmal in Club-Atmosphäre zu sehen. Doch die Show war schon relativ groß aufgefahren, mit dem Leoparden als Bühnenbild, mit großartiger Lightshow, mit Saxofon, Trompete, Posaune, Geige und Cello zusätzlich zur üblichen Bandbesetzung. Eines Jubiläums absolut würdig.
Vor zwei Jahren war man noch auf „Zeitreise“-Tour und brachte nur Stücke, die älter als 40 Jahre sind. Jetzt aber schöpfte man wieder aus dem kompletten Repertoire. Niedecken mit 70 manchmal sitzend, meist aber stehend. Die Show startete um 19.30 Uhr (megapünktlich) und sollte fast drei Stunden umfassen – wie in alten Zeiten.
Nach dem Intro „Ruby Tuesday“ gab es als Opener „Hück ess sing Band en der Stadt“, passend für die Fans aus allen Generationen, die zum Teil sicher schon BAPs legendären Auftritt in St. Wendel erlebt hatten. Niedecken sprach dann auch vom „Heimspiel im Saarland“, während Klassiker wie „Nemm mech met“ und „Nix wie bessher“ ordentlich einheizten.
Mitsing-Nummern hielten das Publikum bei der Stange: „Alexandra, nit nur do“, „Müsli Män“, „Aff un zo“. Das wollte die Menge hören. Hinzu kamen Cover von Zeltinger („Müngersdorfer Stadion“) und Dylan („Leopardenfellhoot“). Später natürlich auch „Wahnsinn“. Man tanzte befreit zu „Waschsalon“ und „Ne schöne Jrooß“.
Politische Statements wurden in einen Viererblock gepackt: „Widderlich“, um den Ekel vor allen Nazis und Rechtspopulisten auszudrücken, „Kristallnacht“ ausnahmsweise auf Hochdeutsch (damit jeder den wichtigen Text versteht), „Ruhe vor’m Sturm“ und natürlich die Motivationshymne „Arsch huh, Zäng ussenander“.
Mehrere Balladen wurden in einen Akustik-Block gepackt: „Helfe kann dir keiner“, „Paar Daach fröher“ und „Do kanns zaubere“ ließen die letzten Herzen dahinschmelzen. Die Hymnen „Verdamp lang her“ und „Frau, ich freu mich“ läuteten das Finale ein. Die sechs Zugaben waren dann nicht die großen Klassiker, stattdessen gab es unter anderem Springsteens „Hungry Heart“ und ganz zum Schluss den Ohrwurm „Jraaduss“.
Neunkirchen feierte die Band – Premiere geglückt. Wir dürfen uns auf eine fantastische Jubiläumstour freuen, die durch Arenen und Stadien führen wird. Ein großer Spaß für Fans wie Nostalgiker!
In diesem Jahr gibt es einiges zu feiern: Wolfgang Niedecken feierte kürzlich seinen 75. Geburtstag und BAP als Band wird 50 Jahre alt. Das Jubiläumskonzert findet am 10. Juli im Kölner RheinEnergieStadion (besser bekannt als Müngersdorfer Stadion) statt. Um sich darauf vorzubereiten, wärmt man sich an kleineren Locations ordentlich auf – und den Anfang machte der gestrige Gig in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen. Hier findet ihr unsere umfangreiche Fotogalerie, Credit: Atelier3Bären
Die deutsche Chansonsängerin und Schauspielerin Ute Lemper zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen des internationalen Musiktheaters. Geboren 1963 in Münster, wurde sie zunächst durch ihre Rollen in Musicals wie „Cabaret“ und „Chicago“ bekannt und machte sich später vor allem als Interpretin der Werke von Kurt Weill und Bertolt Brecht einen Namen. Ihre Karriere war dabei von Beginn an ungewöhnlich vielseitig: Lemper ist nicht nur Interpretin, sondern auch Tänzerin und Autorin mit engem Bezug zur europäischen Kabarett-Tradition. Dabei zeigt sie stets einen starken Hang zu politischen und historischen Themen.
Mit ihrer aktuellen Tour war sie am Dienstag in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen zu Gast und konnte im voll besetzten Haus glänzen. Im Programm „Die Zeitreisende“ knüpft sie genau an oben benannte Vielschichtigkeit an und treibt sie sogar noch weiter. Das Konzert ist weniger ein klassischer Liederabend als vielmehr ein kunstvoll komponierter Abend zwischen Konzert, Lesung und autobiografischem Theater. Ute Lemper greift dabei auf ihre 2023 erschienene Autobiografie zurück und verwebt persönliche Erinnerungen mit musikalischen Stationen ihres Lebens.
Die Sängerin betrat die Bühne nicht als bloße Interpretin, sondern als Erzählerin ihres eigenen Lebens. Zur musikalischen Begleitung hatte sie Vana Gierig am Piano und Giuseppe Bassi am Kontrabass dabei. Sie startete mit dem jiddischen „Donna Donna“. Weiter ging es mit eigenen Stücken („Time Traveler“) und Musical-Highlights wie „All That Jazz“. Zwischen den Songs sprach sie über ihre Kindheit, ihre künstlerischen Anfänge in Europa und ihren späteren Weg nach New York. Diese narrative Struktur zog sich durch das gesamte Programm und verlieh dem Konzert eine filmische Dramaturgie, die durch kurze Einspieler auf der Bühnenrückwand noch ergänzt wurde. Es entstand der Eindruck einer gedanklichen und persönlichen Reise durch Zeiten, Orte und Emotionen.
Jazzig verspielt zelebrierte Lemper aoft ein lautmalerisches Singen. In der Art ihres Erzählens wirkt sie oft verträumt und weinerlich. Musikalisch bewegte sich die Sängerin aber souverän zwischen Genres und Epochen. Italienische Stücke wie „Madrigal escrito en invierno“ standen neben Chansons von Édith Piaf und Liedern aus ihrem eigenen Repertoire. Hinzu kamen die emotionalen Stücke von Kurt Weill, der Brecht und Kästner vertont hatte. Die Songs flossen zum Teil ineinander, wurden von erzählerischen Passagen getragen und bildeten so ein zusammenhängendes Ganzes. So entstand eine intime Atmosphäre, die ganz auf Stimme und Ausdruck konzentriert war.
Thematisch scheute Lemper auch vor schweren Stoffen nicht zurück. Erinnerungen an das geteilte Berlin, Reflexionen über Geschichte und persönliche Konflikte – all das fand seinen Platz im Programm. Gleichzeitig blitzen immer wieder humorvolle Momente auf, etwa wenn sie Anekdoten aus ihrer Karriere erzählte oder berühmte Weggefährten, vor allem Marlene Dietrich, porträtiert. Man konnte Ute fast mit Marlene gleichsetzen, wenn sie deren von Deutschland und dem Bühnenleben frustrierte Art nachmachte und viele gemeinsame Anekdoten erzählte.
Das Publikum honorierte den sehr persönlichen und oft berührenden Abend mit starken Applaus. Lemper zeigt auf der aktuellen Tour einmal mehr ihre Fähigkeit, Biografie, Geschichte und Kunst zu einem stimmigen Gesamterlebnis zu verschmelzen. Dabei gab es überraschend keine Pause, sondern 110 emotionale Minuten am Stück. Und der Abschluss mit „Blowin‘ In The Wind“ und „Imagine“ war absolut berührend.
Vom Kinderzimmer bis aufs legendäre Wacken Open Air, von kleinen Clubs bis zu großen Hallen und Festivals – Heavysaurus spielen echten Metal für Groß und Klein. Vier Dinosaurier und ein Drache rocken die Bühnen mit einer Show, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen die „Pommesgabel“ recken lässt. Im Januar ist das neue Album „Metal“ erschienen und jetzt gehen die fünf grüngeschuppten Helden auf große Konzertreise, mit neuen Songs, neuer Show und altbewährter Dino-Power.
Am Samstag, dem 18. April, um 16 Uhr machte HEAVYSAURUS im Rahmen der „Metal Tour 2026“ Station in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen. Credit für alle Fotos: Atelier3Bären
Nach dem durchschlagenden Erfolg ihrer „Gut Holz Tour 2025“, bei der nahezu alle Konzerte im Vorfeld restlos ausverkauft oder hochverlegt waren, legen Drei Meter Feldweg im Frühjahr 2026 mit der „Sehr Gut Holz Tour“ nach.
Die fünf Musiker aus Norddeutschland haben sich in den letzten Jahren einen festen Platz in der deutschen Musiklandschaft erspielt und sind von den Bühnen des Landes nicht mehr wegzudenken. Mit ihrer Mischung aus treibenden Riffs, ehrlichen Texten und einer ordentlichen Portion Ironie und Sarkasmus begeistert die Band nicht nur auf Platte, sondern vor allem live – energiegeladen, laut und immer auf Augenhöhe mit dem Publikum.
Hier findet ihre unsere umfangreiche Fotogalerie vom 11. April 2026 in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen. Credit: Atelier3Bären
„Man ist selber schuld, wenn man sie einlädt, doch erst recht, wenn man sie verpasst.“ Kein Satz beschreibt die Saarbrücker Band Lumbematz besser. Chaotisch, sympathisch und garantiert nicht 08/15, liefern sie deutschsprachigen Rock mit Ecken, Kanten und einer ordentlichen Portion Spaß. Ihre Besonderheit? Zwei Geiger und eine Energie, die jedes Konzert zum Erlebnis macht.
Am 11. April waren sie Support von Drei Meter Feldweg in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen. Hier unsre Fotogalerie – Credit: Atelier3Bären
Anlässlich ihres 35jährigen Platten-Jubiläums präsentiert die Singer-Songwriterin Pe Werner ein Live-Programm der „Pe-sonderen“ Art in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen. Mit „Vitamin Pe“ bringt die Songpoetin erstmals Musik auf die Bühne, die sie für andere geschrieben hat, und verrät die Hintergründe. Fotocredit: Atelier3Bären
Bereits seit den 80er Jahren ist Pe Werner auf den mittelgroßen Bühnen des Landes unterwegs – und noch immer läuft sie irgendwie dem Erfolg ihres größten Hits „Kribbeln im Bauch“ aus dem Jahr 1991 hinterher. Das will ich aber auf keinen Fall abwertend verstanden wissen. In ihrer stilistischen Mischung aus Konzert, Chansonabend und wortgewandter Comedy hat sie viel Ähnlichkeit mit Showgrößen wie Ina Müller und Barbara Schöneberger, doch Pe Werner ist sich stets treu geblieben und verzichtet lieber auf den ganz großen Kommerz als Kompromisse einzugehen.
Momentan ist sie mit ihrem Programm „Vitamin Pe“ unterwegs und traf im Saarland auf ein enthusiastisches Publikum in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen. Sie hatte dazu keine Band mitgebracht sondern war allein mit dem Pianisten Peter Grabinger auf der Bühne. Anlässlich ihres 35jährigen Plattenjubiläums präsentierte die Singer-Songwriterin ein Live-Programm der besonderen Art. Hierbei bringt die Songpoetin erstmals vor allem Musik auf die Bühne, die sie für andere geschrieben hat. Und sie verrät wie es dazu kam, ihre Lieder quasi zur Adoption freizugeben.
Der Abend startete mit „Liebe geht bekanntlich durch den Magen“, das ursprünglich für Bernd Stelter verfasst wurde. Und schon ging es auch los mit launischen Moderationen und humorvollen Wortspielen. Pe Werner gibt ihren Konzerten den Untertitel „Plauschkonzert“ – und tatsächlich plaudert sie zwischen den Songs unumwunden aus dem Nähkästchen und liefert witzige Dialoge mit ihrem Pianisten. „Leierkastenmann“ war ein Stück für Marshall & Alexander, doch es gab auch eigene Kompositionen wie „Monoton“ vom Debütalbum „Weibsbilder“.
Dazwischen erzählte die 65jährige locker-flockig und äußerst sympathisch Anekdoten aus den 80ern, von Musikkassetten im Auto und drei Fernsehprogrammen. Sie stimmte Songs von Michael Holm & Jürgen Marcus an und zu ihrer Entzückung schmetterte der ganze Saal „Tränen lügen nicht“ sowie „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“. Dann gab es zur Freude der Anwesenden ihren ersten Signature-Song „Weibsbilder“, zu dem ihr Tonmeister auf die Bühne kam und an der Mundharmonika glänzte. So etwas erlebt man auch äußerst selten.
Mit „Prima essen gehen“ lieferte sie einen echten Kabarettsong über den „Sex des Alters“, ebenso glänzend und sarkastisch wie „Was ein Mann tun muss“, das Pe für Barbara Schöneberger geschrieben hat. Mit „Sonnenmacherin“ entließ sie die Zuschauer*innen nach einer Stunde in die Pause.
Teil 2 startete mit „Was bleibt, wenn die Liebe geht (Du bist ein Zauberer)“ und inklusive Tontechniker war man zu Beginn zu dritt auf der Bühne. In der zweiten Hälfte gab es einige sentimentale Stücke wie „Rosen unterm Schnee“ (ursprünglich für Katja Epstein) und „Herbstzeitlos“. Voller Selbstironie über ein wenig Leibesfülle sang sie „Vollmondgesicht“ und mit „Mondscheinleasing“ sowie „Mondscheinsymphonie“ gab es eine ganze Trilogie zum Trabanten.
„Unbemannt“ hatte Pe Werner für Mary Roos geschrieben – und da gab es viel zu erzählen, ist Pe doch die offizielle Biografin für Roos‘ Lebensgeschichte „Aufrecht geh’n“ und hat im Zuge dessen lange bei der Schlagersängerin gelebt. Auch zum Song „Hinterm Ozean“ gibt es eine Geschichte, wäre Werner damit doch fast beim „Eurovision Song Contest“ gelandet, allerdings musste sich die Interpretin Caroline Fortenbacher 2008 ganz knapp den No Angels geschlagen geben.
Mit solchen Geschichten verging der Abend wie im Flug und man erfuhr viel aus Pes Leben und aus dem Boulevard der Musikwelt. Das Publikum feierte jeden Song, doch vor allem bei „Kribbeln im Bauch“ zum Ende des offiziellen Sets ging ein Raunen und Seufzen durch die Menge. Viele sangen jedes Wort mit, was Pe Werner sichtlich glücklich machte. Im Zugabenteil kam sie zu „Segler aus Papier“ allein mit Gitarre auf die Bühne und ganz zum Schluss gab es „Nimm deinen Hut“.
Pe Werner ist eine Koryphäe auf der Bühne. Wundervoll und einzigartig. Wer sich davon überzeugen will: Am 14.10.2026 singt sie mit der Bigband der Bundeswehr im Lokschuppen Dillingen, am 18.12.2026 mit ihrem Weihnachtsprogramm in Sulzbach und am 3. Dezember 2028 wird sie wieder in Neunkirchen sein.
(Credit für alle Fotos: Atelier3Bären)
Setlist – Pe Werner, Neue Gebläsehalle Neunkirchen, 21.2.2026
Set 1
Liebe geht bekanntlich durch den Magen
Leierkastenmann
Monoton
Weibsbilder
Prima essen gehen
Was ein Mann tun muss
Ne Prise Zimt
Schon so lang lieb ich dir hinterher
Sonnenmacherin
Set 2
Was bleibt, wenn die Liebe geht (Du bist ein Zauberer)
Wenn erfolgreiche Bands sich (mehr oder weniger) zur Ruhe setzen, schießen die Coverbands oft wie Pilze aus dem Boden. Man denke nur an Pink Floyd oder Queen. Und manchmal ist es dann so, dass die jeweilige Hommage international einen Stellenwert bekommt, der fast an die Originalband heranreicht. Die Australian Pink Floyd Show füllt ebenso riesige Hallen wie Frank Martel mit seiner Tribute Show „One Vision of Queen“. Bereits seit 1999 existieren Rumours of Fleetwood Mac, obwohl sich hier das Original erst im Jahr 2022 nach dem Tod von Keyboarderin und Sängerin Christine McVie endgültig aufgelöst hat.
Offiziell wurde die Band 1967 gegründet und schon 1969 verkauften Fleetwood Mac mehr Schallplatten als die Beatles und die Rolling Stones. Es gab prägende Besetzungswechsel. Der geniale Peter Green blieb nur bis 1970 und mit dem Einstieg von Christine und fünf Jahre später von Stevie Nicks wurde aus der Männerband ein grandioses gemischtes Ensemble, das mit zwei Frontfrauen Furore machte. Einzige Konstante über mehr als fünf Jahrzehnte war Schlagzeuger Mick Fleetwood. In einem Video-Einspieler leitet er auch das Konzert von Rumours of Fleetwood Mac ein und betont den Stellenwert der Coverband.
Die Produktion in Neunkirchen war groß: 7 Bandmitglieder, grandiose Instrumentalist*innen und Sänger*innen, ein hervorragender Sound, LCD-Wände auf denen Videos und Fotos zu sehen waren – alles in allem eine ausgefeilte Show, die durch die komplette Bandgeschichte führte. Klar, „Rumours“ steht für das Erfolgsalbum aus dem Jahr 1977, das mit 40 Millionen verkauften Exemplaren zu den weltweit erfolgreichsten steht. Doch es gab nicht nur diese Klassiker, sondern einen Rundumschlag über alle Bandphasen.
Den Anfang machte „Gypsy“ und Vivienne Chi an den Lead Vocals betörte im fliegenden Kleid, mit dem sie tänzerisch über die Bühne wirbelte. Das Publikum war vom ersten Song an gefangen, auch wenn das Mikro zu Keyboarderin Sara Leanne oder Gitarrist James Harrison wechselte. Oft gab es mehrstimmige Passagen, die glanzvoll klangen. Zum Song „Sara“ lieferte die Leinwand ein märchenhaftes Schattenspiel und bei „Songbird“ wurde es mit Leanne am Piano wundervoll balladesk.
Die letzten Songs der ersten Halbzeit zeigten Fleetwood Macs rockige Seite mit „I’m So Afraid“, „Say You Love Me“, „Gold Dust Woman“ und dem grandios dargebotenen „Rhiannon“, das zu ersten stehenden Ovationen im Publikum führte. Dann war nach 55 Minuten zunächst einmal Verschnaufen angesagt.
Der 70minütige zweite Teil begann mit einer Zeitreise in die 60er Jahre zu den Songs, die Peter Green ursprünglich am Mikro sahen, was von Alex Dee stimmgewaltig dargeboten wurde. Selbst das Instrumental „Albatross“ erhielt einen Riesenapplaus. Die Show nahm nochmal an Fahrt auf und Stücke wie „Monday Morning“, „Silver Springs“ und „Hold Me“ begeisterten die Zuschauer*innen aus vielen Generationen.
Eine ungewöhnliche Akustikversion von „Big Love“ feierte das Album „Tango in the Night“ und Lindsey Buckinghams großen Einfluss auf die Musik der 80er Jahre und eine eher poppige Ausrichtung der Band. „Landslide“ und „Little Lies“ führten den Hitreigen fort, bevor es dann mit „Everywhere“, „Go Your Own Way“ und „Don’t Stop“ an die Klassiker ging. Man muss gar nicht erwähnen, dass es niemanden mehr auf den Sitzen hielt. Der ganze Saal feierte bis zum abschließenden „Tusk“, das den großen Moment für Schlagzeuger Allan Cosgrove bildete.
Rumours of Fleetwood Mac lieferten eine Show der Extraklasse, die durchgehend stimmig und authentisch war. Man konnte die Tracks aus fünf Jahrzehnten Musikgeschichte leibhaftig und in großartiger Umsetzung erfahren. Wer die Konzerte dieser Band besucht, kann den Geist von Fleetwood Mac für zweieinhalb Stunden ganz nah spüren!
Am 19. Februar 2026 war die grandiose Covershow „Rumours of Fleetwood Mac“ in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen. Hier findet ihr unsere Fotogalerie zur ultimativen Hommage an eine der populärsten Bands der Musikgeschichte. Fotocredit: Atelier3Bären
Das Scandifolk-Traumpaar Tina Dico und Helgi Jonsson erzählte in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen die Geschichte ihrer Liebe. Hier findet ihr unsere Fotogalerie von diesem ganz besonderen Abend. Credit: Atelier3Bären
Das Neujahrskonzert in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen wurde gestaltet vom Capitol Symphonie Orchester Offenbach und einem virtuosen Varieté. Hier findet ihr unsere Fotogalerie vom 19. Januar 2026. Credit: Atelier3Bären