Vertrauen ist eines der wertvollsten Gefühle, das nicht nur einem neuen Song, sondern auch dem dritten Album von JEREMIAS seinen Namen gibt. Und das gleichzeitig das Fundament dieser Band und der insgesamt zwölf neuen Songs beschreibt, die seit der Veröffentlichung des zweiten Studioalbums „Von Wind und Anonymität“ (2023) entstanden sind und im Sommer letzten Jahres gemischt und gemastert wurden.
Jeremias Heimbach, Oliver Sparkuhle, Jonas Hermann und Ben Hoffmann präsentieren auch auf den Songs des neuen Albums einen Gegenentwurf in der zunehmenden Belanglosigkeit und Kalkuliertheit vieler heutiger Musikproduktionen für Playlisten und Algorithmen. Ihre Songs sind und bleiben wahrhaftig.
In 30 Minuten bekommen wir atmosphärisch dichte Popsongs voller Melancholie mit Heimbachs einzigartig charismatischer Stimme. Das fröhlich-optimistische Show-Intro „this is“ und der Rausschmeißer „mamita“ sind leider eine Mogelpackung und nur kurze Snippets, die die eigentlichen zehn Tracks des Albums einrahmen. Dazwischen finden sich die routinierten Popsongs, die man von Jeremias gewohnt ist – schön, elegant und mit erzählendem Charakter.
Einige davon sind schon durch vergangene Single-Veröffentlichungen bekannt. „pillen“ erzählt von Nähe, Veränderung und dem flüchtigen Zauber gemeinsamer Augenblicke. Die Zeilen „Die Zeit vergeht so schnell als hätt ich Pillen im Bauch“ bringen dieses Gefühl poetisch auf den Punkt – als würde die Realität für einen Moment aufgelöst und durch etwas Schöneres ersetzt. “ein mensch” ist ein Lied über den Verlust eines Menschen. Obwohl die Trauer und der Schmerz so groß ist, jemanden loslassen zu müssen, ist dennoch die Gewissheit da, dass irgendwo an anderer Stelle ein neues Leben beginnen wird. Immer wenn jemand geht, kommt wiederum jemand, sodass auch immer etwas Neues entsteht.
„reich“ beschriebt das Gefühl von Ohnmacht, welches man in einer Beziehung entwickelt, wenn man an einen Punk gelangt, an dem es gefühlt nicht mehr vor und zurück geht. Und das Resultat von Gesprächen und Besserungsversuchen lediglich Tränen sind, die einen stagnieren lassen. „meer“ ist ein Song über die tiefe Verbindung zweier Menschen. Es geht um einen konkreten Moment, um eine Umarmung, in der man ganz nah beieinander ist und das atmen des jeweils anderen hört. Und „fallen“ handelt davon, sich selbst zu akzeptieren und sich in jeglichen Situationen fallen zu lassen und vermittelt den perfekten, unbeschwerten Vibe für den anstehenden Sommer.
So darf man sich auf atmosphärische Musik und Gänsehaut-Momente freuen, aber wirkliche Überraschungen gibt es nicht. JEREMIAS wollen ihr Erfolgsrezept noch nicht verändern – stattdessen liefern sie ein solides, modernes Popalbum mit epischen Songs. Tief und schön!
Nachdem Suede mit der Single „Disintegrate“ ihr zehntes Studioalbum „Antidepressants“ für den 05. September 2025 via BMG Rights Management ankündigten, erscheint heute die zweite Vorab-Single „Trance State“.
Der eindrucksvolle neue Song fängt die Dringlichkeit und magnetische Energie des Sounds von „Antidepressants“ ein. Kantige Basslinien und eisige Gitarrenklänge schaffen eine angespannte Atmosphäre, während Brett Andersons Text mit Themen wie Obsession, Selbsttäuschung und Paranoia die Schattenseiten der menschlichen Psyche beleuchtet.
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Über die Single sagt Brett Anderson: „When you fall apart, there’s such an honesty and a truth to that. You’re revealing your real self. You’re presenting yourself to the world completely unvarnished. You’re not able to present a facade to the world anymore. It’s just you.“
Und über das neue Album: “If Autofiction was our punk record, Antidepressants is our post-punk record. It’s about the tensions of modern life, the paranoia, the anxiety, the neurosis. We are all striving for connection in a disconnected world. This was the feel I wanted the songs to have. The album is called Antidepressants. This is broken music for broken people.”
Als Suede begannen, die Musik für „Antidepressants“ zu schreiben, machten sie eine komplette Kehrtwende. Was ursprünglich als Soundtrack für ein konzeptionelles Performance-Kunstwerk gedacht war, wurde auf Eis gelegt. Die intensive gemeinsame Erfahrung, die Suede während der letzten drei Jahre auf Tournee mit „Autofiction“ machten, war so magnetisch, dass die Band ihre Pläne komplett ändern musste. Im Jahr 2025 übertragen Suede ihre Live-Energie direkt auf ihr neues Studioalbum.
„Antidepressants“ wurde live mit Suedes langjährigem Produzenten Ed Buller aufgenommen, der bereits 1992 ihre Debütsingle „The Drowners“ produzierte. Trotz ihrer 35-jährigen Karriere haben Suede das Gefühl, gerade erst anzufangen. “It is genuinely exciting being in this band. It feels like we’re still pushing creatively,” sagt Brett. “This is a widescreen and ambitious record,” ergänzt Bassist Mat Osman. “It’s a big stage record and it’s taking it up a gear.” Diese Begeisterung trieb die Aufnahmen voran, die in den ICP Studios in Belgien, im Londoner RAK, den Sleeper Sounds und im RMV in Schweden stattfanden.
„Antidepressants“ ist nicht nur eine klangliche Antwort auf die begeisterte Resonanz auf ihre Shows, sondern markiert auch die vierte Phase von Suedes Karriere und zeigt Brett Anderson mit einigen seiner persönlichsten Songs. Die erste Single „Disintegrate“ ist ein Beweis dafür: Eine hymnische Akzeptanz der eigenen Sterblichkeit, die unsere universelle Todesangst in eine dunkle Feier des Untergangs verwandelt und die Dualität von „Antidepressants“ symbolisiert.
„Antidepressants“ zeigt die mit Platin ausgezeichneten, Mercury-Prize-Gewinner und NME Godlike Genius-gekürten Giganten der britischen Independent-Musik voller Energie.
Nürburg, 10. Juni 2025 – Kaum sind die letzten Töne der spektakulären 40. Jubiläumsausgabe von Rock am Ring verklungen, verzeichnet Rock am Ring direkt bei Start des Vorverkaufs Rekordverkäufe: Innerhalb der ersten Stunde sind bereits über 45.000 Tickets für das Festival vergriffen.
Am letzten Freitag kündigten Rock am Ring und Rock im Park bereits während der 40. Ausgabe den ersten Headliner für 2026 an: LINKIN PARK kehren zurück! Erstmals seit 2014 werden die internationalen Superstars wieder die Bühne am Nürburgring betreten und dort an ihre weltweiten Erfolge anknüpfen.
Die Camping-Tickets für das Utopia Stage Camping sind innerhalb der ersten Stunde ausverkauft gewesen. VIP-Upgrades und Fast Lane Pässe stehen zum Verkaufsstart zur Verfügung. Eine Übersicht aller Ticketkategorien sowie weiterführende Informationen finden sich auf der offiziellen Website von Rock am Ring.
Das Komponieren und Aufnehmen neuer Musik ist für jede Band eine kreative Herausforderung, die STYX mit der Veröffentlichung des neuen 18. Studioalbums CIRCLING FROM ABOVE über das Label der Band, Alpha Dog 2T/UMe, mit Bravour gelungen ist. Das Album umfasst 13 Songs, die die Komplexität der menschlichen Erfahrungen durch die sich überschneidenden Aspekte von Technologie und Natur beleuchten.
STYX haben das Album exklusiv auf TalkShop.live angekündigt. Dort konnte auch eine begrenzte Anzahl von signierten CDs zur sofortigen Lieferung bestellt werden. Tommy Shaw, Lawrence Gowan und Will Evankovich nahmen an einem Live-Interview mit Moderator Steve Harkins teil, das bereits jetzt angesehen werden kann.
Das Album wird zwar erst ab dem 18. Juli im Handel oder in digitalen Kanälen erhältlich sein, aber CIRCLING FROM ABOVE-CDs und -Vinyls können bereits über den nachfolgenden Link https://thecircle.de/collections/styx gekauft werden.
An CIRCLING FROM ABOVE haben alle sieben Mitgliedern der Band, darunter Gründungsgitarrist/Sänger James „JY“ Young (liebevoll „The Godfather of Styx“ genannt), Gitarrist/Sänger Tommy Shaw, Original-Bassist Chuck Panozzo, der langjährige Schlagzeuger Todd Sucherman, Keyboarder/Sänger Lawrence Gowan, Gitarrist/Sänger Will Evankovich und Bassist Terry Gowan, mitgewirkt.
Die Energie der Leadsingle „Build and Destroy“ ist die erste Vorstellung neuer Musik für ihre Fans. Der Song kann auf allen digitalen Kanälen gestreamt und heruntergeladen werden.
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„Diese kleine Melodie in Build And Destroy habe ich immer wieder gesungen“, erklärt Sänger/Keyboarder Lawrence Gowan, der den Leadgesang übernahm. „Auch wenn wir nicht über diesen Teil singen, dachte ich, das wäre ein guter Titel. Die Melodie fühlt sich an wie ein kleines ‚Star Trek‘- oder ‚Twilight Zone‘-Ding – nur ein kleiner Hinweis, der den Titel unterstreicht.“
Shaw und Evankovich stürzten sich in die Arbeit, um die Strophen auszufeilen und den Text zu vervollständigen, und in nur eineinhalb Tagen war der Song fertig. „Wir wussten, dass er stark war“, sagt Gowan. „Auch wenn es der vorletzte Song war, den wir fertigstellten, fühlte er sich wie ein schneller Einstieg in das Gesamtthema des Albums an.“
CIRCLING FROM ABOVE ist eine dynamische Sammlung, die die gesamte emotionale und stilistische Bandbreite des Styx-Kanons widerspiegelt. Es ist kraftvoll und doch auch introspektiv, in manchen Momenten theatralisch und in anderen aufrichtig – mit einem Gleichgewicht zwischen progressiven Tendenzen und tieferen, zum Nachdenken anregenden Botschaften.
„Wenn man mit dem Schreiben eines Albums beginnt, gibt es in der Regel etwas, das deine Fantasie anregt, und plötzlich bist du ein Geschichtenerzähler, der mit dem Keim einer Geschichte beginnt“, sagt Tommy Shaw. „Ein guter Song ist wie eine gerade Straße – er bringt dich zum nächsten Ort.“
Das Album, das dritte der Band in acht Jahren, bietet ein 41-minütiges, durchgängiges Hörerlebnis, das sowohl zum Nachdenken anregt als auch berauschend ist. Es ist eine Meisterklasse im Geschichtenerzählen und verbindet die typischen STYX-Merkmale mit kühnen Schritten nach vorne – aufbauend auf dem kreativen Schwung der letzten Veröffentlichungen THE MISSION (2017) und CRASH OF THE CROWN (2021).
Das Album wurde von Evankovich produziert, der auch die beiden vorherigen Alben der Band betreute, bevor er 2022 offizielles Mitglied wurde. Alle 13 Songs stammen in verschiedenen Kombinationen aus der Feder des Songwriter-Dreigestirns der Band, bestehend aus Shaw, Evankovich und Lawrence Gowan. In Bezug auf den kreativen Funken des Trios sagt Lawrence Gowan, dass es sich nicht um einen einfachen Fall von Mehrheitsentscheidungen handelt, sondern vielmehr um ein echtes gemeinsames Unterfangen.
„Ich habe bei den letzten drei Platten festgestellt, dass wir uns wirklich bemühen, dafür zu sorgen, dass jeder am Ende ein Lächeln im Gesicht hat“, sagt er. „Es gibt zwar kreative Reibungen, aber jeder kommt zum Zuge und das ist wirklich gut. Es ist sicher eine seltsame dreifache Demokratie. Wir alle wissen, dass die Institution Styx das Wichtigste ist.“
Auf halbem Weg zum Album begann ein loses Thema den kreativen Prozess der Band zu umkreisen – eine Anziehungskraft, wenn man so will, die sie auf den von Shaw beschriebenen geraden Weg führte. In einem zufälligen Moment im Studio kam das Gespräch auf eine App, die verlassene Satelliten aufspürt, diese stillen Relikte einstiger Ambitionen. Aus diesem Funken entstanden die Tracks – darunter der Titelsong und „Build and Destroy“ -, die das Spannungsverhältnis zwischen menschlichem Erfindungsreichtum und den Träumen nachzeichnen, die wir manchmal bei der Verfolgung dieses Ziels aufgeben.
„Als sie in den Weltraum geschossen wurden, waren diese Satelliten der Traum und der Ehrgeiz von jemandem“, sagt Shaw über die einst hochmoderne Technologie, die nun ziellos durch die Atmosphäre schwebt. „Sie haben ihren Zweck erfüllt und wurden weggeworfen. Es ist eine Einöde da oben, aber sie wurden einst mit Liebe geschaffen. Wir sind alle Menschen, und wer kann schon sagen, dass unser Liebesprojekt besser ist als das von jemand anderem?“
Wenn man sich das Albumcover genauer ansieht, dann sieht man, wie sich diese thematische Ouvertüre entfaltet. Tausende von Staren – die speziell wegen ihrer überragenden Fähigkeit, mit ihren Flugmustern zusammenzuarbeiten, ausgewählt wurden – in der Form eines einzigen Vogels, der über einer baufälligen Satellitenschüssel schwebt.
„Sie setzen sich durch und wir scheitern“, kommentiert Evankovich das Cover. „Wir sind nicht wie der Rest der Kreaturen, die in der Gemeinschaft arbeiten, wie die Vögel und die Bienen und all die anderen. Wir tun Dinge und verursachen dann Abfall für uns selbst, der uns am Ende schadet“.
STYX ist in den letzten 25 Jahren ein Tourneemagnet geblieben, aber laut Gitarrist und Sänger Tommy Shaw ist der aktuelle künstlerische Aufschwung der Band im Studio auf mehrere Faktoren zurückzuführen, die mit einem tiefen Gefühl der Harmonie verbunden sind.
„Es gibt im Moment einfach eine Menge positiver Strömungen“, sagt Shaw. „Es gibt eine Menge Leute, die großartig spielen, und es gibt viel Liebe, Respekt und Begeisterung für die Talente der anderen. Bands können ein ganzes Leben lang bestehen und nie diese Art von Beziehung und Chemie haben“.
STYX und The Kevin Cronin Band (Ex-Sänger von REO Speedwagon plus Band) plus Don Felder präsentieren aktuell in den USA spezielle Album-Shows (The GRAND ILLUSION und HI INFIDELITY) sowie ihre Hits im Rahmen der „Brotherhood of Rock“-Tour.
Max Giesinger meldet sich mit seinem fünften Studioalbum „Glück auf den Strassen“ zurück, ab dem 26. September 2025 ist es überall erhältlich. Auf dem Album erwarten euch 13 Songs, darunter die bereits veröffentlichten Singles „Menschen“, „Butterfly Effect“ und „Wimpernschlag“, sowie viele weitere musikalische Highlights. Neben der klassischen CD- und Vinylversion erscheint das Album auch als exklusive Fanbox. Diese enthält nicht nur besondere Fanartikel, sondern auch ein Ticket für eine einmalige Release-Show – wahlweise in Hamburg oder Karlsruhe. Die „NORD-Box“ beinhaltet das Ticket für das Konzert in Hamburg, die „SÜD-Box“ das Ticket für Karlsruhe.
Songs haben eine Geschichte. Zum Beispiel „Wimpernschlag“, die neue Single von Max Giesinger. Als er die geschrieben hat, war da eine traumhafte, durchgemachte Nacht auf der Hamburger Reeperbahn in seinem Kopf, mit einem lila Sonnenaufgang auf dem Fischmarkt über der Elbe und einer unfassbar guten Police-Coverband in der Fischauktionshalle, in der sich drei Typen in ihren 60ern morgens um halb sechs austobten.
Und Max, der gerade jemanden neben sich hatte, der ihm etwas bedeutet ,machte einmal die Augen zu und schlug sie wieder auf und dachte: Wie geil ist das denn bitte? Nicht das große Ganze, nicht gestern,nicht morgen, sondern jetzt, dieser Moment. „Alles was ich brauch‘ ist da“, singt er, „in nur einem Wimpernschlag“. Songs haben ein Gefühl, das hinter der Geschichte liegt, und das ist meist viel wichtiger als die Story selbst.
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Das Gefühl, das hinter „Wimpernschlag“ steckt, ist… sagen wir mal: Perfektion. Nicht im Sinn von: Besser geht’s nicht, sondern von: Es stört nichts. Nicht dieses ewige Kopfkino, dass auch Max in seinem Leben begleitet, keine Selbstzweifel, keine Dauerbeurteilung, der man nun mal als Mensch des öffentlichen Lebens ausgesetzt ist. Nein, nur ich und du und ein Moment, in dem alles andere ganz weit weg ist. Wer möchte, kann „Wimpernschlag“ als Liebeslied lesen. „Passt schon“, sagt Max, „ich habe beim Schreiben ja auch an einen bestimmten Menschen gedacht. Aber es ist auchein Song über Freundschaft und Verbindung, über das Teilen von besonderen Augenblicken“.
Und deshalb ist es auch kein Zufall, dass er Johannes Oerding dabei hat, das Stück funktioniert zu zweit nämlich noch besser. Und mit Oerding ist Max Giesinger so richtig gut befreundet, seit er bei Johannes‘ Tour vor zehn Jahren im Vorprogramm gespielt hat. Die beiden haben seit damals zusammen auch schon die eine oder andere Nacht durchgemacht. Und nicht seltendabei genau das „Wimpernschlag“-Gefühl eingefangen: Alles ist gut. Wenigstens jetzt und hier.
„Ich bin super happy mit diesem Song“, sagt Max, „weil er genau das wiederspiegelt, was gerade in mir los ist“. Er meint damit dieses Mit-sich-im-Reinen-Sein, das sich irre gut anfühltund ihm ausgezeichnet steht. Was er aber auch meint: Dass er sich dem Gefühl, wie er klingen möchte, wieder ein Stück angenähert hat. Die Hymen wie „80 Millionen“ oder „Wenn sie tanzt“ hatten ihre Zeit und sie bleiben in seinen Leben, gut so. Aber „Wimpernschlag“ ist ein erster Höhepunktinder neuen Ära des Musikers Max Giesingers. Es wird nicht der letzte bleiben.
Credit: BMG / Sony
Im Sommer ist Max mit seiner Band auf diversen Open Air Terminen zu sehen und im Herbst startet die Hallentournee „Menschen 2025“.
Nass und kalt. So sollte der Sonntag bei ROCK AM RING 2025 beginnen. Die Fans waren wirklich nicht zu beneiden. Am Vortag hatte es so viel geregnet, dass man die Autos der Tagesgäste nachts zum Teil mit Traktoren aus dem Schlamm ziehen musste. Als Gegenmaßnahme hatte man jetzt die Nordschleife als Parkfläche geöffnet. Ein kluger Schachzug, um die chaotische Lage zu entzerren. Gegen den Regen waren inzwischen alle gewappnet, aber der kalte Wind machte vielen zu schaffen. Indiz: Hoodies und Mützen waren an allen Merch-Ständen ausverkauft. Aber den Spaß wollte man sich davon nicht verderben lassen – schließlich gab es am dritten Tag noch einige fantastische Bands zu sehen und zu entdecken!
Credit: Julia Nemesheimer
Für mich startete der Tag an der Utopia Stage mit Dead Poet Society. Sehr auffällig der hohe Gesang von Frontmann Jack Underkofler, der sich manchmal recht weiblich anhörte. Die Band aus Los Angeles hatte noch nicht viel Publikum, machte aber das Beste draus. Trotz des philosophischen Bandnamens gab es eher harte Klänge zu hören. Zwischendrin wurde es aber auch akustisch und melodisch, so dass man einen angenehmen Kontrast zwischen dunklerem Alternative Rock und durchaus filigranen Indie-Klängen erleben durfte.
Credit: Julia Nemesheimer
Weibliche Bands und Fronter sind ja am Ring traditionell rar gesät. Um so besser, dass mit The Warning gleich eine komplette Frauenband am Start war, die es den männlichen Kollegen auch ordentlich zeigte. Daniela, Paulina und Alejandra Villarreal Vélez sind drei Schwestern aus Mexiko, die als Trio die Bühne rockten. Bekannt geworden ist man durch Coverversionen bekannter Rocksongs auf Youtube, doch inzwischen funktioniert die Musik längst eigenständig.
Credit: Rainer Keuenhof
Drei grandiose Stimmen, unter denen Daniela besonders herausstach, nutzten ihren einstündigen Set, um neue Fans zu gewinnen. Stücke „Six Feet Deep“, „Apologize“ und „Hell You Call a Dream“ zeigten einen gitarrenlastigen Hardrock, der vor allem dann überzeugte, wenn die drei sich im Harmoniegesang gegenseitig stützten. Eine hervorragende Neuentdeckung für das Festival, die man gerne auch mal später am Abend platzieren darf.
Credit: Rainer Keuenhof
Danach gab es Punk aus Bristol. Die Idles (übersetzt: Faulenzer) wurden 2009 gegründet und haben bislang fünf Studioalben veröffentlicht, von denen zwei den Spitzenplatz der britischen Charts erreichten. Die Mischung aus Indierock mit punkigen Klängen und Hardcore-Elementen war sehr passend und das Publikum ließ sich ordentlich anfeuern. Man zeigte auch politische Haltung und wandte sich explizit gegen homophobe, transphobe sowie faschistische Tendenzen. Ein früher Gegenpol in Richtung von Falling In Reverse, bei denen sich der Frontmann leider mit einigen spitzen Gesten und Bemerkungen ganz anders zeigte.
Die Setlist der Idles reichte von „Colossus“ über „Divide and Conquer“ bis hin zum abschließenden „Rottweiler“. Gerne nutze man diverse Ansagen und Textzeilen, um sich politisch zu positionieren: „My best friend is Palestenian“ hieß es beispielsweise in „Danny Nedelko“. Das Anprangern gesellschaftlicher Misstände liegt den Musikern im Blut.
Credit: Rainer Keuenhof
Etwas zeitversetzt ging es zur Mandora Stage, wo Jinjer aus der Ukraine mit ihrer famosen Sängerin und Shouterin Tatiana Shmayluk aufwarteten. Die Band wurde 2009 in Donezk gegründet und fünf Jahre später ist man aufgrund des Krieges um die Krim aus dem Land geflüchtet. Einerseits gab es starke Metalklänge zu hören, bei denen die Frontfrau ein aggressives und hartes Growling an den Tag legte. Wenn es dann aber zu melodischen Textzeilen ging, überzeugte Tatiana mit einem klassisch anmutenden Klargesang. Der Wechsel zwischen dieses extremen Polen ist ein deutliches Alleinstellungsmerkmal der Band.
Credit: Rainer Keuenhof
Die Beatsteaks aus Berlin werden schon dreißig Jahre alt. Kaum zu glauben! Die Berliner Punkband um Arnim Teutoburg-Weiß feierte die unglaubliche Kulisse vor der Utopia Stage und riss das Publikum von Beginn an mit. Es gab eine Mischung aus deutschen und englischen Texten. Natürlich mit viel beschwingtem Punk, aber auch mit gesellschaftskritischen Momenten. Man feierte das Leben und die Livemusik, ließ aber gleichzeitig dem Hass auf die AFD freien Lauf und ermutigte alle, sich gegen rechte Tendenzen zu stellen.
Credit: Julia Nemesheimer
Die Hymne „Hey Du“ mit den tröstlichen Textzeilen „Du bist schön, auch wenn du weinst“ wurde zur emotionalen Hymne des frühen Abends und führte zu langen Beatsteaks-Sprechchören. Die Setlist hatte einiges zu bieten – von „Hand in Hand“ über „Frieda und die Bomben“ bis hin zu „I Don’t Care as Long as You Sing“. Es gab eine emotionale Bandvorstellung, bei der man die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren ließ. Das Setting war aber auch wie aus dem Bilderbuch. Endlich ist die Sonne rausgekommem. Fans aller Colour schwenkten ihre Arme von den ersten Reihen über das ganze Infield bis in die letzte Ecke, wo man die Menschen kaum noch erkennen konnte. Arnim machte einen Kniefall vor dem Publikum und man hatte mal wieder bewiesen, dass die Beatsteaks einfach eine grandiose Liveband sind. Es war eine Megaparty bis zum Schluss!
Credit: Julia Nemesheimer
Eine der umstrittensten Bands des Festivals war dann sicher Falling In Reverse. Die Band ist 2008 von Sänger Ronnie Radke gegründet worden, während er im Gefängnis saß. Auch als geläuterter Straftäter gibt er weiter den Bad Guy und hat dabei ein recht charismatisches Auftreten. Die Mischung aus Hardcore und Metalcore passte wie die Faust aufs Auge auf die Hauptbühne, wo später noch KORN zu sehen sein sollten. Es gab ein gekonntes Crossover aus Rock und Rap, wobei Ronnie stets mit klarer Stimme sang, ständig in Bewegung war, das Publikum mitriss und fast schon sympathisch erschien, wären da nicht seine transfeindlichen Gesten und Äußerungen. Er spielte damit, lachte, und vermutlich hat die große Mehrheit des Publikums ohnehin nicht zugehört und nicht verstanden, wovon er sang und sprach. Seine Frage, ob die Fans überhaupt Englisch verstehen, sprach Bände.
Credit: Rainer Keuenhof
„Ich bin ein Arschloch wie ihr“, meinte Ronnie und ließ einzelne Fans von einer „Asshole Cam“ filmen und auf die Leinwand übertragen. Vielleicht witzig gemeint, aber ohne großen Effekt. Musikalisch und showtechnisch war der Gig grandios, das muss man zugestehen. Es gab eingeblendete Videosequenzen zu den Songs und die Band zog alle Register, um sich im Glanz der Main Stage zu sonnen.
Die Interaktion mit dem Publikum war durchaus seltsam, so ging der Frontmann zu „No Fear“ von der Kamera begleitet backstage und performte den Song aus dem Off. „Popular Monster“ kokettierte mit dem verdorbenen Image und das Konzert endete mit „Watch The World Burn“ ziemlich abrupt und mehr als eine Viertelstunde früher als geplant. Ronnie hatte mehrfach die frierenden Fans bedauert, aber vielleicht war es ihm jetzt selbst zu kalt und auch das mit den Fans im Chor gesungene „We Are the Champions“ konnte ihn nicht mehr aufwärmen. Wer weiß, was in ihm vorging? Die Show war eine Wucht – ohne Frage -, aber ein fader Beigeschmack bleibt.
Credit: Rainer Keuenhof
Auf der Mandora Stage zelebrierten jetzt Powerwolf ihre ganz besondere Metal-Messe. Die Lokalmatadoren aus dem Saarland wurden 2003 in Saarbrücken gegründet und man lief zur Höchstform auf, als man den rumänischen Sänger Attila Dorn als Frontmann verpflichtete. Was seitdem aus den Boxen dröhnt, ist Powermetal vom Feinsten. Markenzeichen ist aber die sakrale Anmutung der Songs, die sich in weiten Teilen an spirituellen Klängen orientieren, auch mal Orgelmelodien nutzen und neben englischen sowie deutschen Texten zudem auf Latein erklingen. Etwas Gregorianik, rumänische Sagen-Andeutungen, Wölfe, Vampire und Blut. Mit diesen Elementen spielt die Band sehr erfolgreich und feiert den Bombast. Bühnenbild und Kostümierung mögen bisweilen übertrieben erscheinen, doch es funktioniert: Neben europaweit größten Hallen war auch der Headliner-Slot bei Rock am Ring bemerkenswert.
Der Wind war gar nicht mehr so eisig, als KORN als dritter großer Headliner die Utopia Stage übernahmen – und das mit einem Start kurz vor Mitternacht. Für die formidable Lightshow mit beweglichen Strahlern und viel Atmosphäre auf jeden Fall ein Glücksfall. Auch die hohen LCD-Türme durch das ganze Infield waren eine hervorragende Ergänzung für bisweilen fehlende Sicht. Mit fetten Flammen ließ man die Menge immer wieder Jubeln. Es ist halt ein großes Ereignis, wenn die Nu Metal Pioniere endlich mal wieder in Deutschland sind.
Es gab einen umtriebigen Set, der mit „Blind“, „Twist“ und „Here To Stay“ startete. Der Backkatalog ist groß und jeder fand vermutlich etwas nach seinem Geschmack. Jonathan Davis growlte sich durch die Setlist und griff (leider selten) auch mal zum Dudelsack. Die Fans feierten die Show mit einem Moshpit neben dem anderen. Natürlich gab es auch Dubstep und schnelle Rap-Einlagen, doch der Schwerpunkt des Konzerts lag auf harten Gitarren. Songs wie „Cold“, „Dirty“ und „Somebody Someone“ ließen die Kälte vergessen. Und gleich drei Zugaben gab es kurz vor 1 Uhr nachts, bevor ein (kleines) Feuerwerk das diesjährige Ende für die Utopia Stage bedeutete.
Credit: Julia Nemesheimer
Und dann Sleep Token. Was für ein grandioser Abschluss! Man musste sich sputen, um zur Mandora Stage zu gelangen, denn jetzt wollten alle dorthin. Mit zehn Minuten Verspätung startete die Band der Stunde, die sich dem Progressive Metal verschrieben hat. Die Londoner Band erinnert mich an die Glanzzeiten von Anathema und Opeth. Gerade ist das ambitionierte Album „Even in Arcadia“ erschienen, das im Mittelpunkt der Performance stand.
Der Set war in vier Teile gegliedert, die durch kleine Zwischenspiele voneinander getrennt wurden. Die Band trat maskiert auf, was wie bei Slipknot zum Markenzeichen gehört. Die Identität der Mitglieder wird streng gehütet. Der Sänger, genannt Vessel, spielt auch Gitarre und Keyboard. Texte und Melodien sind von melancholischer Schönheit. So passte es, dass ständig ein Blüten-Konfetti-Regen vom Bühnendach fiel. Die zärtlichen Melodien standen brachialen Vocals mit Growls entgegen. Das Ergebnis ist keine Musik zum Abfeiern, stattdessen lauscht man den sphärischen Klängen, bewundert den Gesang und lässt sich während der harten Passagen einfach gehen. Dabei wurden nicht nur Gitarren und Drums geliefert, sondern bisweilen auch filigrane Pianomelodien. Und diese Stimme! In den Höhen absolut grandios. Sleep Token sind eine musikalische Wucht und lieferten eine Performance wie vom anderen Stern. Man musste einfach ausharren, um dem beizuwohnen.
So bleibt es dabei, am Ende ein Fazit zu ziehen. Was waren die Highlights, was die Überraschungen? Ein Hoch jedenfalls auf die neuen LCD-Türme. Hoffentlich wird das beibehalten. Die vierte Bühne hätte ich nicht gebraucht, aber sie trägt zur Vielfalt bei. Wo hätte man sonst nachts die kölschen Klänge von Kasalla untergebracht? Mit der Öffnung der Rennstrecke zum Parken hat der Veranstalter Flexibilität bewiesen. Auch die Kommunikation über Social Media fand ich ausgesprochen gut.
Überraschungen wie Electric Callboy hat man gerne mal. Das Infield war freitags schon früh gefüllt und die Fans konnten auch Roy Bianco was abgewinnen (zum Teil zumindest). Ein wirklich großer Wurf war bei den Secret Acts aber nicht zu finden. Auch Kraftklub gingen in der Zuschauermasse unter. Da hätte es einer besseren Übertragung bedurft, so wie bei den Donots im Jahr 2024 vor der Hauptbühne.
Freitags waren erwartungsgemäß Bring Me The Horizon das Highlight. Auch Feine Sahne Fischfilet sorgten mit dem gut aufgelegten Monchi für beste Stimmung. Am Samstag hat mich – ganz ehrlich – Kontra K extrem abgeholt. Ist doch ein sympathischer Kerl, der mit den Ringrockern eine gute Zeit haben wollte und alles dafür tat. Slipknot haben mich in der Vergangenheit schon mehr begeistert. Es war halt solide. Und am dritten Tag? Die Beatsteaks in melancholischer Feierlaune und Sleep Token mit einer überwältigenden Show. So konnte das Festival grandios zu Ende gehen.
2026 geht’s weiter. Wieder am ersten Juni-Wochenende und mit Linkin Park als Headliner. Was will man mehr? Der VVK startet schon morgen, High Noon. Und vermutlich wird es wieder ausverkauft sein. Auf Tagestickets braucht wohl keiner zu hoffen. Die Zukunft von Rock am Ring ist so lange gesichert, wie es Bands gibt, die gestandene Rocker sehen wollen. Und das dürfte wohl auch bis zum 50jährigen Jubiläum gesichert sein. Rock on!
Nürburg, 09.06.2025
Mit einem grandiosen Wochenende hat Rock am Ring sein 40-jähriges Bestehen gefeiert – und eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum das Festival seit vier Jahrzehnten als Ikone der deutschen Festivalkultur gilt. Inmitten der einzigartigen Kulisse des Nürburgrings versammelten sich 90.000 Besucher:innen, um drei Tage voller Musik, Emotionen und unvergleichlicher Live-Momente zu erleben.
Internationale und nationale Top-Acts wie Korn, Slipknot, Bring Me The Horizon, Sleep Token, The Prodigy, Kontra K, Rise Against, SDP, Spiritbox, Beatsteaks und Biffy Clyro sorgten für elektrisierende Performances und verwandelten die Festivalbühnen in pulsierende Zentren kollektiver Ekstase.
Auch die Überraschungsmomente kamen nicht zu kurz: Am Freitag eröffneten Electric Callboy und Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys mit mitreißenden Secret Shows das Festival. Am Samstag setzte Kraftklub mit einem spontanen Auftritt vor der Mandora Stage ein weiteres Highlight – direkt im Publikum, nahbar und bewegend.
Einer der emotionalsten Momente des Wochenendes ereignete sich bereits am Freitagabend: Unter tosendem Applaus und begleitet von einer spektakulären Licht- und Pyroshow wurde LINKIN PARK als erster Headliner für Rock am Ring 2026 angekündigt – ein in den Bann ziehender Gänsehautmoment, der das Publikum förmlich elektrisierte.
Matt Schwarz, Veranstalter von Rock am Ring und Rock im Park sowie CEO von PRK DreamHaus und eventimpresents, zieht ein begeistertes Fazit: „Rock am Ring lebt seit 40 Jahren von seiner einzigartigen Gemeinschaft – und das haben unsere Besucher:innen auch in diesem Jahr eindrucksvoll bewiesen. Wir danken allen, die zu einem friedlichen und reibungslosen Festival beigetragen haben. Die diesjährige Produktion zeigt: Rock am Ring bleibt die Speerspitze der deutschen Festivallandschaft.“
Auch in der digitalen Welt setzte Rock am Ring neue Maßstäbe. Der Festival-Livestream auf BILD.de zog über das Wochenende zeitgleich bis zu 90.000 Zuschauer:innen an. Insgesamt wurde das Video des Livestreams über 26 Millionen mal gestartet. Polizei und Rettungskräfte ziehen eine durchweg positive Bilanz: Ein effizienter Ablauf, hohe Sicherheitsstandards und eine ausgelassene, zugleich entspannte Stimmung prägten das gesamte Wochenende, trotz zeitweiser Nässe.
Der Vorverkauf für Rock am Ring 2026 startet am Dienstag, den 10. Juni um 12:00 Uhr. Festival-Tickets sind in der limitierten ersten Preisstufe für 179 Euro erhältlich – unter www.rock-am-ring.com/tickets.
Rock am Ring 2026: 5.–7. Juni 2026, Nürburgring, Eifel Tickets: Ab Dienstag, 10. Juni 2025, 12:00 Uhr
Am Samstag war es lange Zeit noch ruhig auf dem Gelände. Man musste sich wohl zunächst ausruhen von den Shows am Tag zuvor, die immerhin lässig bis drei Uhr nachts dauerten. Für mich ging’s um 16 Uhr mit Defects los, die die Orbit Stage rockten. „Modern Error“ heißt das Debütalbum der UK-Band, die sich in den Genres Nu Metal, Metalcore und Modern Rock verortet. Frontmann Tony Maue wusste im melodischen Klargesang wie mit aggressiven Growls zu überzeugen. Es wurde ordentliche Härte aufgefahren und gebrettert, was das Zeug hielt – und vor der Bühne war genug Platz für einen respektablen Moshpit.
Credit: Rainer Keuenhof
Für den frühen Abend waren Kraftklub spektakulär angekündigt, um Werbung für ihr kommendes Album „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ zu machen, das Ende November erscheinen soll. Dafür hatte man schon gestern eine Werbetafel an einem Baukran hochgezogen und einen digitalen Countdown gestartet, der pünktlich um 18.05 Uhr enden sollte. Viel Volk machte sich also auf den Weg zur Mandora Stage, wo man mittendrin eine kleine Pop-Up-Bühne aufgebaut hatte. Der Sound war leider ziemlich bescheiden und nur die Fans im unmittelbaren Umfeld konnten wirklich verstehen, was gesungen wurde. „Ein Song reicht“, „Songs für Liam“ und „Schief in jedem Chor“ waren zu erahnen. Nach drei Songs war der Spaß dann auch schon vorbei und die Mandora Stage zeitgleich mit ihrem Soundcheck fertig.
Credit: Rainer Keuenhof
Dort war es jetzt Zeit für den spielfreudigen Set von Airbourne. Die Band aus Australien galt viele Jahre als „die neuen AC/DC“. Auch wenn sie sich von diesem Image längst frei gespielt und eine Eigenständigkeit erlangt haben, erinnert der Sound doch immer noch an die großen Vorbilder im Rock ’n‘ Roll. Von „Ready To Rock“ über „Girls in Black“ bis hin zu „Runnin‘ Wild“ gab es eine Vorlage für das wild feiernde Publikum. Sänger Joel O’Keeffe fand sich dann auch schnell im Publikum wieder und versuchte sich beim Dosenstechen. Er hatte sichtlich Spaß an der Sauerei und ging später dazu über, die inzwischen trockenen Fans mit gefüllten Bierbechern zu bewerfen. Jedenfalls passte die Mauer aus Boxen mitten auf der Bühne zu dem gewaltigen Auftritt. Über mangelnden Sound konnte sich hier wirklich niemand beschweren und die formidable Rockröhre des Sängers riss alle mit.
Rainer Keuenhof
Inzwischen hatte es nun doch kräftig angefangen zu regnen. Bisher blieben die Auftritte (auch am Freitag) weitgehend verschont und allenfalls ein leichter Nieselregen setzte hier und da ein. Jetzt aber goss es wie aus Eimern. Trotzdem harrte man aus für Heaven Shall Burn. Leider musste die Band aus Thüringen ihren Gig nach nur einem Song („Übermacht“) abbrechen, weil sich Sänger Marcus Bischoff wohl eine Halsverletzung zugezogenen hatte und keinen Ton mehr heraus bekam. Er war schon auf dem Weg ins Krankenhaus, als das Publikum ihn noch solidarisch feierte.
Credit: Rainer Keuenhof
Ab jetzt war nur noch Utopia Stage angesagt, wo Bullet for my Valentine ihre krasse Show mit dem Intro zu „The Poison“ gestartet hatten, das dann zur Feier des 20jährigen Jubiläums auch komplett gespielt wurde. Die Briten feierten ihr Debütalbum ausgiebig und Sänger Mathew Tuck zeigte sich bestens gelaunt im Babymetal-Shirt. Der Drummer saß auf einem großen LCD-Podest, das mit seinen Einblendungen auch für ein visuelles Erlebnis sorgte. Die Mischung aus Powersongs und melodischen Passagen wirkte grandios in diesem Setting und das Infield feierte die Band über die ganze Fläche grandios ab.
Der Band aus Wales wird ja gerne mal nachgesagt, sie seien zu soft und poppig geworden. Das mag für neuere Studioalben gelten, aber hier war davon nichts zu spüren. Die starke Performance von Sänger Matt, die bissigen Riffs von Michael „Padge“ Paget und das Drumming-Sperrfeuer von Jason Bowld sorgten für alte Metaller-Tugenden vom Feinsten.
Credit: Rainer Keuenhof
Viele blieben gleich für Kontra K, wenn dies auch ein musikalischer Bruch war, der nicht jedem behagte. Ein Vorhang mit dem zukünftigen Albumcover („Augen träumen Herzen sehen“ erscheint im Oktober) fiel mit zehn Minuten Verspätung. Dass ein solcher Delay schon auffällt, weist jedenfalls daraufhin, dass ROCK AM RING diesmal sehr gut im Zeitplan war.
Der Berliner, bürgerlich Maximilian Tibor Albert Diehn, startete seinen Set mit „Boncuk“, einem Song um die Freundschaft, der Sidos „Mein Block“ ausgiebig zitierte. Es war überhaupt ein sehr versöhnliches Set, das der Rapper hier hinlegte. Songs wie „Für den Himmel durch die Hölle“ und „Diese eine Melodie“ sorgten durchaus für Gänsehaut – auch bei gestandenen Rockern. Die Menge feierte Kontra K kolossal ab, HipHop hin oder her.
Credit: Rainer Keuenhof
Der Berliner hatte eine großen Bühnenaufbau mit Gerüst, Treppen und Steg. So konnte er mit seiner Band ständig in Bewegung sein. Nach den emotionalen „Diese eine Melodie“ und „Blei“ wurden für „Monster“ von den Ordnern Pyros im Durchgang zwischen den Fanzonen gezündet. Ein cooler Effekt, der seine Wirkung nicht verfehlte. „Seid ihr wütend?“, rief er in die Menge. Zu „Ein Schritt“ und „Tollwut“ gab es jedenfalls ordentliche Moshpits.
Kontra K appellierte an die Männlichkeit und zeigte zum halben Set seinen nackten, tätowierten Oberkörper. Jetzt war es auch Zeit, Freunde mit zur Bühne einzuladen. SDP waren für „Keine Helden“ mit an Bord und Sängerin NESS als Duettpartnerin bei „Geboren um zu leben“. Der Auftritt wurde um die verlorenen zehn Minuten verlängert und endete mit „Wölfe“. Kontra K war definitiv eine große Überraschung am Samstag vor der Utopia Stage. Seine Musik begeisterte die Massen – Rock hin oder her.
Credit: Rainer Keuenhof
Immerhin gab es zum Schluss ja noch die härtere Gangart. Headliner waren Slipknot – schon im Vorjahr groß angekündigt. Sie brauchten die längste Umbaupause des Tages. Ein postapokalyptischer Bühnenaufbau und entsprechende Maskierung sind seit Jahrzehnten ihr Markenzeichen. Mit den Klassikern „(sic)“ und „People = Shit“ ging es umgehend zur Sache. Das Volk vor der Bühne rastete aus und zu einem Pyro-Stakkato lieferten die Heroen aus Iowa ihre fantastische Show ab. Bei so viel brachialer Gewalt und Power gönnten sich die Protagonisten immer mal wieder kurze Pausen, während denen es unheimlich still im weiten Rund des Nürburgrings wurde.
Corey Taylor richtete einige Sätze in deutscher Sprache ans Publikum. Sehr sympathisch! Und schnell hatte er die Fans auf seiner Seite. Tracks wie „Psychosocial“ und „Unsainted“ sorgten für formidable Circle Pits, mit denen man sich (weit nach Mitternacht) in der luftigen Eifel wieder warmtanzen konnte. Ja, es war ziemlich kalt geworden und viele Fans nach dem nachmittäglichen Regen recht klamm. Ein Vorgeschmack auf den Sonntag, der die Temperatur noch um einige Grad runterfuhr.
Egal – echte Rocker lassen sich nicht schocken. Und der Zugabenteil von Slipknot mit „Spit It Out“, „Surfacing“ und „Scissors“ sorge dafür, dass sich die meisten in seliger Laune auf den Rückweg zu den Zeltplätzen machen konnten.
Nürburg, 07.06.2025
Unter idealen Bedingungen ist Rock am Ring heute in seine ausverkaufte Jubiläumsausgabe gestartet – und feierte gemeinsam mit 90.000 Besucher:innen den Auftakt zum 40. Geburtstag: eindrucksvoll, energiegeladen und voller Überraschungen. Bereits zu Beginn des Festivals sorgten unangekündigte Gastauftritte von Electric Callboy und Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys für kollektives Staunen. Moderiert von Ingo Knollmann (Donots) wurde ein unvergessliches Ausrufezeichen gesetzt – ein Festivalstart, wie ihn selbst langjährige Ring-Fans nur selten erlebt haben.
Den ersten Headliner-Abend prägten Bring Me The Horizon mit einer eindrucksvollen Show, die neue Maßstäbe setzte. Parallel dazu verwandelten The Prodigy und anschließend K.I.Z. die Mandora Stage in ein brodelndes Epizentrum zwischen elektronischer Ekstase und wortgewaltiger Energie.
Ein weiterer Höhepunkt krönte den ersten Festivaltag: Unter tosendem Applaus und begleitet von einer spektakulären Feuerwerks- und Lasershow wurde LINKIN PARK als erster Headliner für Rock am Ring 2026 angekündigt – ein Gänsehautmoment für die Geschichtsbücher.
Zur Rückkehr von LINKIN PARK an den Ring äußerte sich Mike Shinoda begeistert: „Rock am Ring und LINKIN PARK verbindet über die Jahre eine ganz besondere Geschichte. Es ist verrückt, dass wir 2026 bereits zum sechsten Mal bei diesem Festival auftreten! Wir fühlen uns geehrt und freuen uns sehr, das Vermächtnis in unserer neuen Ära fortzuschreiben.“
Auch Matt Schwarz, Veranstalter von Rock am Ring und Rock im Park sowie CEO von PRK DreamHaus und eventimpresents, betonte die emotionale Tragweite der Ankündigung: „Wir verbinden mit der Band außergewöhnliche Festivalmomente, die unter die Haut gehen. Dass LINKIN PARK 2026 bei uns spielt, bedeutet uns sehr viel – und wir sind glücklich, unseren Fans für das kommende Jahr einen so herausragenden Headliner präsentieren zu können. Darüber hinaus dürfen sich unsere Besucher:innen auch an den kommenden Tagen auf weitere Überraschungen freuen – sowohl im Infield als auch im Outfield. Ich freue mich sehr auf die nächsten zwei Festivaltage in diesem besonderen Jubiläumsjahr.“
Anlässlich ihres sechsten Auftritts bei Rock am Ring 2026 bringt LINKIN PARK den Fans schon jetzt ein Highlight mit: Ab Samstag wird ein exklusives und limitiertes Band-Shirt an den Merchtrucks im In- und Outfield sowie an am Artist-Merch neben der Utopia Stage erhältlich sein.
Das Datum für den Vorverkaufsstart für 2026 steht ebenfalls bereits fest. Der Ticketverkauf beginnt am Dienstag, den 10. Juni 2025 um 12:00 Uhr – in einer limitierten Early-Bird-Preisstufe für 179 Euro unter www.rock-am-ring.com/tickets.
Rock am Ring präsentiert sich 2025 nicht nur als Jubiläumsausgabe – sondern auch als Festival mit dem aufwendigsten technischen Setup seiner Geschichte. Die Besucher:innen erleben eine Vor-Ort-Inszenierung von nie dagewesener Dimension; eine Produktion, wie man sie so auf einem deutschen Festival noch nicht gesehen hat.
An den kommenden Tagen dürfen sich Fans auf weitere Highlights freuen – unter anderem mit Slipknot, Korn, Rise Against, Kontra K, Sleep Token, Falling in Reverse, Beatsteaks, Spiritbox und vielen weiteren Top-Acts.
Für alle Fans, die in diesem Jahr kein Ticket mehr ergattern konnten, wird das Programm der Utopia Stage im Livestream auf BILD.de übertragen.
ROCK AM RING 2026 vom 5. bis 7. Juni – LINKIN PARK als Headliner!
Unter tosendem Applaus und begleitet von einer spektakulären Feuerwerks- und Lasershow wurde LINKIN PARK soeben während des laufenden Festivals als erster Headliner für Rock am Ring 2026 angekündigt – ein Gänsehautmoment für die Geschichtsbücher.
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Das Datum für den Vorverkaufsstart für 2026 steht ebenfalls bereits fest. Der Ticketverkauf beginnt am Dienstag, den 10. Juni 2025 um 12:00 Uhr – in einer limitierten Early-Bird-Preisstufe für 179 Euro.
Der Auftakt mit Electric Callboy war genial – Roy Bianco als zweiter Special Guest aber sehr umstritten. Selten hat man eine solche Völkerwanderung unter den Fans schon am frühen Nachmittag erlebt (HIER unser Bericht). Doch es gab noch einige Highlights zu sehen, die ich euch nicht vorenthalten will.
Nachmittags spielte die wundervolle Christin Nichols auf der Orbit Stage – leider aufgrund der großen zeitgleichen Konkurrenz vor einer verschwindend kleinen Zuschauermenge. Dennoch: Sie legte eine starke Performance hin. Die Berlinerin ist nicht nur Musikerin, sondern auch Schauspielerin und hauptberufliches „badass girl“, das dem blöden System nur zu gern mit Killerlächeln den Mittelfinger zeigt. Das Wundervollste an ihr ist allerdings, dass sie noch nicht mal so tut, als ob dabei immer alles perfekt laufe. Ihre Musik atmet den Geist von Punk und New Wave. Es gibt den typischen Sound der 80er Jahre, aber auch eine gehörige Portion Melancholie.
Danach war Zeit für eine kleine Pause, um für Biffy Clyro wieder an der Hauptbühne zu sein. Die Schotten werden Jahr für Jahr größer und haben sicher bald das Zeug zum Headliner. Was man von ihnen bekommen kann? Eine perfekte Mischung aus Krach und Melodie. Hymnische Songs nehmen das Publikum gefangen, doch dann wird wieder rockig abgefeiert. Das unveröffentlichte „A Little Love“ zu Beginn, Highlights wie „Wolves of Winter“ und „Different People“ im Mittelteil, der Abschluss mit „Many of Horror“. Simon Neil war in grandioser Form und seine orchestrale Begleitung sorgte für Herzmomente.
Credit: Rainer Keuenhof
Auf der gegenüber liegenden Mandora Stage hatte inzwischen Monchi von Feine Sahne Fischfilet das Heft in die Hand genommen. Deren neues Album „Wir kommen in Frieden“ ist gerade eine Woche alt und man konnte in Feierlaune die erste Nummer 1 in Deutschland vermelden. Die Welt fährt Achterbahn, und die fünf Musiker aus Mecklenburg-Vorpommern wollten bewusst die oft jahrelangen Produktionsphasen klassischer Rockformationen hinter sich lassen, um mit ihren Songs direkter und schneller aktuelle Geschehnisse reflektieren zu können. So sind die zwölf neuen Lieder sowohl Rundum- als auch Befreiungsschlag: kraftvoll, wortmächtig und überraschend nah am Puls der Zeit.
Monchi kam einfach nicht umhin, von der Situation in seiner Heimat zu erzählen. 54 % AFD-Wähler. Da passt doch ein Titel wie „Grüße ins Neandertal“. Der Albumtitel ist ganz sicher kein Friedensangebot in Richtung von Nazis und Faschisten, sondern eine deutliche Kampfansage, die Monchi formulierte. Seit fast 20 Jahren sind FSF nun aktiv – im nächsten Jahr will man Jubiläum feiern. Doch 2025 geht es erst einmal um den Ring und den Chart-Spitzenplatz. Es gab Pyrotechnik aus den LCD-Würfeln, die auch hier für ein visuelles Erlebnis bis weit nach hinten sorgten, und der Frontmann versuchte sich im Crowdsurfen. Songs wie „Wenn’s morgen vorbei ist“ und „Komplett im Arsch“ sorgten für das nötige Gemeinschaftsgefühl, um diesen Gig zum kollektiven Erlebnis zu machen.
In der Umbaupause wurden übrigens sensationell LINKIN PARK als Headliner für 2026 angekündigt. Dazu gab es ein großes Feuerwerk, das auch als Pyro aus den LCD-Würfeln schoss. Ein grandioses Setting und eine gelungene Überraschung!
Pressefoto by Jan Heesen
An selbigem Ort ging es weiter mit The Prodigy, die mit „Vodoo People“ düster und laut loslegten. Keith Palmer alias Maxim zeigte sich als charismatischer Frontmann mit fantastischer Bühnenpräsenz. Immer in Bewegung und absolut stark an den Vocals. Die Mischung aus Alternative, Hardcore, Jungle und Big Beat funktioniert seit Jahrzehnten und ist immer noch Alleinstellungsmerkmal der Band. Die Bühne wurde in ein Gewitter aus bunten Klängen und markerschütternden Klängen getaucht – dazu Tracks wie „Firestarter“, „No Good“ und „Smack My Bitch Up“. Das reichte für eine mentale Reise in die 90er Jahre, die viele Fans sichtbar genossen.
Dann aber schnell zur Utopia Stage, wo Bring Me The Horizon zur ersten Headliner-Show bei ROCK AM RING einluden. Eine große Ehre, dass sie diesen Slot bekamen, aber auch absolut verdient. Die Band aus Sheffield gehört schon längst zur Speerspitze des Metal und spielt gern mit computergenerierten Mitteln, die sie gekonnt in ihre Bühnenshow einarbeiteten. Das Album „Post Human: Nex Gen“ folgt einem dystopischen Konzept. Im Bühnenbild gab es zunächst einen sakralen Aufbau, doch die SF-Momente nahmen im Verlauf des Konzerts immer mehr Raum ein.
Credit: Rainer Keuenhof
Zum einen wurde mit gigantischen Moshpits eine famose Metalmesse gefeiert, daneben gab es aber auch die virtuelle Videoshow auf den riesigen LCD-Flächen. Man war in ständiger Interaktion mit dem Publikum und den virtuellen Animationen. Dadurch entstanden manchmal seltsame Pausen im Ablauf des Sets, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Die Performance war im Gesamten absolut großartig. Ein textsicheres Publikum wurde durch Stücke wie „Teardrops“ und „Shadow Moses“ geführt, es gab das schon bekannte Cover von „Wonderwall“ (OASIS) mit viel Wumms und Fan Kristina durfte die Band bei „Antivist“ stimmlich (und sehr gekonnt) unterstützen.
Zur Ballade „Follow Me“ fing die Kamera magische Momente von jungen Damen ein, die von ihren Freunden auf den Schultern getragen wurde. Danach gab es einen Tanz im Konfettiregen und die Show endete mit einer Zugabe aus „Doomed“, „Drown“ und „Throne“. Der Set hatte zwar nicht die versprochenen zwei Stunden Länge, aber er wurde zum intensiven Erlebnis und zum gelungenen Abschluss des ersten Festivaltags.
40 Jahre ROCK AM RING. Die große Sause ist gestartet! Pünktlich um 12 Uhr war Einlass zum Infield und die Fans konnten zunächst einmal einige Neuerungen bestaunen, bevor es zum ersten „Secret Guest“ an die Utopia Stage ging. Was direkt auffiel: Die Mandora Stage hat inzwischen dieselben Dimensionen wie die Utopia Stage und wird damit klar zur zweiten Hauptbühne – fast ohne Nebencharakter. Neu sind auch die großen LCD-Würfel, die dafür sorgen, dass man weiter entfernt von der Bühne trotzdem relativ detailliert mitbekommt, was da vor sich geht. Neben der dritten Bühne (Orbit Stage) gibt es nun erstmals eine vierte Location (Atmos Stage) im Eingangsbereich. Man hat also noch häufiger die Qual der Wahl und findet hier einige Indie-Acts, die durchaus begeistern können.
Credit: Rainer Keuenhof
Jetzt aber zu den Gästen, die bis zum Schluss geheimgehalten wurden: Überaus pünktlich um 13.30 Uhr ging es los mit Electric Callboy. Die lieferten im letzten Jahr schon einen grandiosen Gig und sind für dieses Jahr „nur“ mit einem nächtlichen DJ-Set angekündigt. Bevor es in die Vollen ging, lief auf der Leinwand eine Art Countdown mit Bildern aus 40 Jahre Rock am Ring. Dann ein großer Pyro-Knall mit Feuerwerk und Ingo Donot erschien als Moderator auf der Bühne, um ohne viel Geschwafel Electric Callboy anzusagen.
Credit: Julia Nemesheimer
Deren einstündiger Gig bot alles, was man von der Metalcore-Band aus Castrop-Rauxel erwarten durfte. Unaufhaltsam hat man sich seit Gründung 2010 an die Spitze der Szene hochgearbeitet. Neuerdings ist mit dem Amerikaner Frank Zummo der Schlagzeuger von Sum 41 mit an Bord, was für noch mehr Drive im Bandgeschehen sorgt. Die Sause startete mit „Pump It Up“ und dann ging es über „Spaceman“ hin zum Hit „Everytime We Touch“, den man der schottischen Songwriterin Maggie Reilly und dem Dance-Project Cascada verdankt. Mit Elektronik und Growls wurde der Song aus dem Jahr 1992 zur Mitsing-Hymne und zeigte beeindruckend, wie man Metal und Dancefloor zusammenbringen kann.
Credit: Julia Nemesheimer
Electric Callboy zogen alle Register, mischten Metal mit Disco und fuhren unterschiedlichste Arten von Konfetti auf. Das Zuschauerfeld war bis ganz nach hinten eng gefüllt und es wurde gefeiert, was das Zeug hielt. Die Idee, mit den Secret Acts bereits um halb zwei nachmittags für entsprechend Stimmung zu sorgen, ist definitiv aufgegangen. Die Fans machte alles mit, von der Ballade über den heute Nacht erst gezeugten Kevin Jerome bis hin zu „Hurricane“ in Schlagerbeat und mit Discofox. Wem das alles zu seicht war, der durfte sich am Sum 41 Cover „Still Waiting“ erfreuen. Ergebnis: Circle Pits durch alle Reihen.
Credit: Rainer Keuenhof
Um 15 Uhr waren dann Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys am Start. Mal was ganz anderes! Was Guildo Horn und Dieter Thomas Kuhn für den Schlager, das sind Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys für den Italo-Pop. Die sechsköpfige Band – beheimatet in Augsburg und München – greift jedes Klischee einer schmalzigen italienischen Kitsch-Combo auf. Das bringt zugleich Sehnsucht nach dem Süden, gute Laune und Klamauk mit sich, vor allem aber viel Ironie und Popkritik.
Credit: Rainer Keuenhof
Die Bühnendeko wies schon in der Pause darauf hin, dass es nicht etwa die Toten Hosen, die Broilers oder Kraftklub werden sollten, die alle heiß im Rennen waren. Aber ein Aufbau aus italienischen Torbögen mit einem azurro-blauen Himmel im Hintergrund wies deutlich auf Italien hin. Die Rockfans waren gespalten: viele flüchteten zur Mandora Stage, andere feierten um so heftiger. Titel wie „Bella Napoli“ luden zur großen Polonaise ein. Im Publikum setzten sich viele zum „Rudern“ hin oder man bildete einen riesigen Kreis um ein romantisch tanzendes Paar.
Credit: Julia Nemesheimer
Nach einer musikalischen Hommage an Sophia Loren gab es von Seiten des Sängers Roy philosophische Überlegungen zur Liebe: Was kostet die Liebe? Vor allem Mut! Das Publikum, das bis zum Schluss durchgehalten hatte, feierte die Band ausgiebig. Ja, auch Italo-Pop und südländische Schlager können am Ring funktionieren, wenn sie entsprechend präsentiert werden.
Credit: Rainer Keuenhof
Der dritte Überraschungsgast war ja schon seit einigen Tagen bekannt: Knocked Loose kommen aus Kentucky, machen Hardcore-Punk und haben kürzlich einen Grammy für die „Best Metal Performance“ gewonnen. Hatte man nicht unbedingt auf dem Schirm, aber waren absolut passend. Endlich die wirklich harten Klänge, die Fans von Rock am Ring erwarten.
Credit: Julia Nemesheimer
Die energiegeladene Liveshow bot ein leidenschaftliches, aggressives Konzert. Die Stimme von Fronter Bryan Garris ist einfach unverwechselbar. Pause zum Durchatmen blieb kaum, denn der Shouter schrie, sprang und peitschte das Publikum durchgehend an. Dabei ging es Schlag auf Schlag ohne viel Gelaber. Die intensive Stimmung brachte das Infield auch am frühen Nachmittag nachhaltig zum Beben. So bleibt abschließend zu sagen: Vielseitigkeit und Diversität waren Trumpf bei den Auftakt-Shows. Ein gelungener Start ins Festivalwochenende!
TIEFBASSKOMMANDO — bestehend aus den Rapper*innen Eisberg, Double G, Shoki, Don Juan und MC Kneipenkrieger, dem Producer Retado und dem Videografen Downtown Destruction (DDP) — kündigen mit „Vol. 5“ ihr neues Album für den 20. Juni 2025 an.
Zuletzt erschien als erster Vorbote die Single „Style Gebitet“ sowie “Schade Deutschland”. Mit „Bürgergeld“ bringt das Tiefbasskommando einen Crew-Track raus, auf dem alle Rapper:innen der Band vertreten sind. Hier wird das gute Bürgergeld besungen, ein Thema dass im Moment wieder aus allen Ecken der Gesellschaft thematisiert wird. Dass das Tiefbasskommando ganz klar gegen den Abbau des Sozialstaates sind, sollte selbstverständlich sein.
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Außerdem spielten Tiefbasskommando im Rahmen von „Rave Against The Zaun“ im Görlitzer Park ihre bislang größte Show. Vor 18.000 Menschen feierten und demonstrierten die Besucher*innen friedlich.
Im Anschluss veranstaltete die Band eine Demonstration unter dem Titel “Make Berlin Shit Again – Gegen Krieg & Faschismus” vom Görlitzer Park bis an den Hermannplatz, um sich dort in die revolutionäre 1. Mai Demo einzureihen. Hier spielten neben dem Tiefbasskommando auch MCR-T, AddeN, Sarah4k, Sonos Cliq sowie TZK030.
Tiefbasskommando Live:
20.06.25 – Hurricane Festival
21.06.25 – Southside Festival
Chaostage ’25
06.11.25 Dresden, Alter Schlachthof
07.11.25 Köln, Live Music Hall
08.11.25 Amsterdam, Melkweg
13.11.25 München, Tonhalle
14.11.25 Wien, Arena
15.11.25 Zürich, Dynamo
20.11.25 – Magdeburg, Factory
21.11.25 – Hannover, Capitol
22.11.25 – Hamburg, Georg Elser Halle
27.11.25 – Frankfurt, Batschkapp
28.11.25 – Sonneberg, Gewölbekeller
29.11.25 – Berlin, UFO im Velodrom
Nachdem ihre Debüt-Single bereits in kurzer Zeit über 100.000 Streams einfahren konnte, veröffentlicht sie nun neues Material: Mit treibenden Drums, rockigen Gitarren und warmen Synthesizern erinnert ihr Sound an Chappell Roan, Coldplay und LOTTE. Geblieben sind die für RONJA LOU typischen Deeptalk-Texte direkt aus dem Herz – nur diesmal wütender und noch ehrlicher. Ein Vorgeschmack auf ihr Debütalbum im Herbst! Es wird tief, es wird dunkel und gleichzeitig strahlend hell und durch die Gegend springend – laut, befreit und voller Selbstliebe.
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Die talentierte Musikerin musste schon einiges miterleben in ihren jungen Jahren, konnte sich aus einer stark toxischen Beziehung befreien und verarbeitet diese Erfahrungen zu knallhart ehrlichen, unverblümten Songs die dennoch nicht runterziehen sondern zum mutigen Tanzen bewegen und den Befreiungsschlag nicht besser verkörpern könnten!
John Butler, einer der führenden independent Künstler Australiens, veröffentlicht sein neues Album „PRISM“ weltweit am 05. September 2025 bei Because Music. Kürzlich präsentierte er seine neue Single „So Sorry“. Im Oktober, November und Dezember tourt er durch Europa und Großbritannien.
John Butler ist eine Ikone, ein politischer Aktivist, Umweltschützer und ein musikalischer Revolutionär. Seine Auszeichnungen reichen von Nummer-1-Chart-Alben über Platin-Schallplatten bis hin zu ARIA- und APRA-Awards. Er spielte in den berühmtesten Clubs und auf den größten Festivals der Welt, darunter Glastonbury, Coachella, Fuji Rock, Red Rocks Amphitheatre und mehr. Seine energiegeladenen Live-Auftritte und sein musikalisches Können begeistern ein vielfältiges Publikum. 2003 veröffentlichte er als John Butler Trio „Sunrise Over Sea“, das erste independent veröffentlichte Album, das in Australien Platz 1 der Charts erreichte. Damit ebnete er Troubadouren den Weg zum Erfolg im Musikgeschäft, frei von den Fesseln großer Labels, Sponsoren und moralischen Kompromissen.
„PRISM“ markiert einen formellen Abschied vom Namen John Butler Trio und stürzt sich kopfüber in die Kraft der Ein-Mann-Band, die in den Anfängen von JBs Tagen als Straßenmusiker alles ins Rollen brachte. Es zelebriert das Feuer und die Leidenschaft dieses ungeschliffenen Talents. Obwohl „PRISM“ einen kraftvollen Bandsound besitzt, wurde es komplett solo von Butler und Produzent James Ireland (POND) entwickelt, die sich die Instrumentierung und die Produktion teilen.
Die neue Single „So Sorry“ erschien am 28. Mai. Butler sagt: „Lange Beziehungen gehen oft den Bach runter. Wir sagen und tun Dinge, die wir später bereuen. Man kommt als Kind zusammen, und wenn man Glück hat, lernt man, sich zu arrangieren und gemeinsam erwachsen zu werden. Aber niemand kommt unbeschadet davon.“
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Auf „PRISM“ verbindet Butler seine tiefgründigen Geschichten mit einer epischen Klanglandschaft voller wilder Gitarren, kraftvoller Percussion und kometenhafter Refrains. Es gibt radiotaugliche Ohrwürmer, die sofort zum Mitsingen auf Festivals einladen, rasende Rock-Outs im Moshpit und gefühlvolle Balladen, die ebenso nachdenklich wie mitreißend sind. Butlers Fähigkeit, die Tiefen des Menschlichen, insbesondere seinen eigenen Herzensraum, zu ergründen und gleichzeitig seinen musikalischen Horizont stetig zu erweitern, indem er explosive Percussion mit hypnotischen Streicher-Pickings verbindet, ist unübertroffen.
„Es ist ein großes Leben, und die Welt ist in vielerlei Hinsicht in Aufruhr. Ich persönlich habe viel in mich hineingehorcht und reflektiert, während dieses Album Gestalt annahm“, erklärt Butler. „Für mich ist „PRISM“ eine kathartische Veröffentlichung, eine Hommage an mein Solo-Leben, eine Abkehr vom Namen John Butler Trio und ein weiterer klanglicher Schritt, während ich meine musikalische Reise weiter verfeinere. Der Titel spiegelt die klangliche und emotionale Bandbreite wider, die ich erkunden wollte: das ganze Spektrum des Menschseins. Liebe, Tod, Politik, innere und äußere Unruhe und Erlösung.“
„PRISM“ ist der dritte Teil von Butlers Four Seasons-Veröffentlichung. Anfang 2024 veröffentlichte Butler „Running River“, ein Ambient-Album, das das Publikum auf eine Reise tiefer Entspannung, Meditation und unglaublicher Musikalität mitnimmt. Im November 2024 veröffentlichte Butler sein zweites Album „Still Searching“. Der vierte Teil erscheint 2026.
Fotocredit: Kane Hibberd
Mit seiner neuen Band – bestehend aus JBT-Urmitglied Michael Barker am Schlagzeug, Michael Boase an den Percussion-Klängen und Ian Peres an Bass und Keyboard – tourte Butler kürzlich als Teil der SummerSalt-Besetzung durch Australien, bevor er beim Bluesfest spielte. Im Juni, Juli und August geht er auf ausgedehnte US-Tournee. Im November kommt er dann auch nach Deutschland.
Was vor beinahe 30 Jahren mit einem Simpsons-Gag begann, ist am 10. Juli 2024 Realität geworden: Die Hip-Hop-Legenden Cypress Hill teilten sich mit dem London Symphony Orchestra die Bühne der prestigeträchtigen Royal Albert Hall und performten ihr Album „Black Sunday“ in einer einmaligen Fusion aus Hip-Hop und Klassik.
Das Live-Album und der Konzert-Film „Black Sunday Live At The Royal Albert Hall“ sind in zahlreichen physischen und digitalen Formaten verfügbar! Zur Feier des Releases wurde die Performance des vermutlich ikonischsten Songs der Gruppe – „Insane In The Brain“ – releast.
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“Cypress Hill & The London Symphony Orchestra: Black Sunday Live at the Royal Albert Hall” wird auf mehreren physischen und digitalen Formaten veröffentlicht, darunter DVD+2CD, Blu-ray+2CD, Limited Edition 2CD, 180g Half-Speed Mastered schwarzes Vinyl, 180g Half-Speed Mastered Gold farbiges Vinyl und Limited Edition Kassette. Fans, die sich den Film auf Blu-ray ansehen, können das Konzert in Dolby Atmos Audio erleben, was ein Klangerlebnis bietet, das die Zuschauer*innen direkt in die Royal Albert Hall versetzt.
TRACKLIST „BLACK SUNDAY LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL“
I Wanna Get High
I Ain’t Goin’ Out Like That
Insane in the Brain
When the Shit Goes Down
Lick a Shot
Cock the Hammer
Interlude
3 Lil’ Putos
Legalize It
Hits From the Bong
What Go Around Come Around, Kid
A to the K
Hand on the Glock
Break ‘em off Some
Dr. Greenthumb
Illusions
Money
Cuban Necktie
How I Could Just Kill a Man
(Rock) Superstar
Band Introductions
CYPRESS HILL LIVE
Cypress Hill kommen im Rahmen ihrer Tour diesen Sommer für einige Konzerte nach Deutschland.
Dinosaur Pile-Up haben soeben ihren neuesten Song mit dem Titel „Big Dogs“, aus ihrem ersten neuen Album seit sechs Jahren veröffentlicht. „I’ve Felt Better“ wird am 22. August über Mascot Records erscheinen.
Matt Bigland genießt die „Kraft der Positivität“ der überlebensgroßen Big Dogs – eine scherzhafte Abrechnung mit der rückwärtsgewandten Prominenten-Gratis-Kultur, in der die Reichsten und Erfolgreichsten immer „umsonst essen“, während bedürftige Nobodys um die Reste kämpfen.
„’Big Dogs‘ ist ein Song über die Tatsache, dass, wenn man reich und berühmt ist, die Leute einem alles umsonst geben – aber wenn man sich ganz unten durchschlägt, gibt einem niemand etwas! Es sollte doch genau andersherum sein!!! Ich liebe diesen Song, weil er sich anfühlt, als hätten sich The Viagra Boys und Pantera zusammen getan und dann Slayer für das Solo eingebunden. Das ist cool!“. sagt Bigland.
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Der Song enthält zusätzliche Vocals von Karen Dió, Larry Hibbitt (Hundred Reasons) und Jaws The Shark. Die Band hat dazu ein Sketch-Video veröffentlicht; Matt gegen einen großen Hund: „Ich durfte einen Tag lang mit einem riesigen Dobermann rumhängen, das war so cool!“, sagt er. „Ich liebe solche großen Hunde. Ihn zu streicheln war, als würde man ein echtes Pferd streicheln. Dann musste ich mich ein paar Stunden lang auf dem Boden winden, während ein Laubbläser mit voller Kraft auf meinen Kopf gerichtet war. Das war, ihr wisst schon… seltsam.“
„Big Dogs“ ist die dritte Singleauskopplung der wiedererstarkten Alternativ-Rock-Helden. Im April veröffentlichten sie das raue und trotzige „My Way“ und davor „Bout to Lose It“, das ihre erste neue Musik seit Celebrity Mansions von 2019 war und ihre Rückkehr in großem Stil ankündigte. Der Track ist fünf Jahre aufgestauter Emotionen – Hoffnung, Verzweiflung, Resignation und kolossale Tapferkeit – die sich in 3:40 Minuten Dinosaur Pile-Up in ihrer absoluten Bestform entladen.
Sie sind auch „absolut begeistert“ von der Chance, im September auf eine UK-Tournee zu gehen, die am 5. September in Birmingham beginnt. Danach spielen sie in Bristol, in Glasgow, Manchester und zum Abschluss am 13. September im Electric Ballroom in London.
Als Matt Bigland zum zweiten Mal ins Krankenhaus eingeliefert wurde, befanden sich sechs Personen auf der Station. Drei von ihnen haben es nicht lebend herausgeschafft. So viel Zeit ist seit ihrem letzten Studioalbum vergangen. „Die Leute brauchen Klarheit über das, was passiert ist“, erklärt er. „Es war so kathartisch, es auszusprechen.“ Im Dezember 2024 begann er, seine Geschichte auf dem Instagram-Account der Band zu dokumentieren.
„I’ve felt better…“ begann als behelfsmäßiges Mantra. „Bei dieser Platte geht es um den Triumph über Widrigkeiten durch Ausdauer und Widerstandsfähigkeit“, erklärt er.
Die Online-Beziehung mit Karen Dió war ein Goldsplitter in einem Meer von Grau. Am Ende schimmert die wahre Liebe durch. Um sich selbst zu motivieren, das Krankenhaus zu verlassen, behielt Matt ein Foto eines Eherings auf seinem Handy und versprach sich selbst, dass die Heirat mit Karen seine Belohnung für das Durchhalten sein würde. Dieses Versprechen wurde im April 2022 eingelöst, und ein Faden der Romantik zieht sich von ihrer Partnerschaft durch das Herz der Platte. Es ist also passend, dass Karen Teil seiner Rückkehr und des neuen Albums ist.
Dass dieses Album das Licht der Welt erblickt hat, ist ein wichtiger Teil von Matts Glücksgefühl. Er konzentriert sich mehr denn je auf die Arbeit, sein Zuhause und die einfachen Freuden des Lebens. All das hat unterstrichen, warum Musik so wichtig ist, und deshalb durchläuft das Album die ganze Bandbreite an Emotionen – Erschöpfung, geistige Gesundheit, Ermächtigung, Berühmtheit, Verletzlichkeit und, im Herzen des Albums, Liebe.
Mit „BRITPOP” kündigt Robbie Williams sein brandneues Studioalbum an, das im kommenden Herbst via Columbia Records erscheint.
Als erster Vorbote erscheint nun der Song „Rocket”, auf dem niemand Geringerer als Rocklegende Tony Iommi von Black Sabbath an der Gitarre zu hören ist. Auf „Rocket” verbindet sich ein sofort ins Ohr gehender Chorus mit hämmernden Drums zu einer packenden Rockhymne, die von einem Signature-Gitarrensolo des britischen Heavy Metal-Pioniers veredelt wird.
Der Track wurde von Robbie, Karl Brazil, Tony Iommi sowie Tom Longworth geschrieben. Begleitet von einem Flashmob ist Robbie in seinem punkigen Outfit – rote Schottenkaromuster-Hose, schwere Halskette und eine Grafitti-verzierte Bikerjacke – vor verschiedenen Londoner Wahrzeichen zu sehen, während andere Szenen mit Robbie und Tony Iommi in dessen Heimatstadt Birmingham aufgenommen wurden.
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Das Coverartwork stellt eine Anspielung auf den Albumtitel dar und zeigt ein Gemälde mit einem seiner ikonischsten Looks überhaupt – sein kultiges, rotes Trainingsoutfit, das er im Jahr 1995 auf dem Höhepunkt der Britpop-Ära beim Glastonbury Festival trug. „BRITPOP” erscheint in verschiedenen Formaten und ist als CD, Deluxe-CD, Kassette, Alt-Kassette sowie digital erhältlich. Außerdem ist das Album als signiertes Bundle für eine begrenzte Zeit über den offiziellen Robbie Williams Store erhältlich.
Robbie über „BRITPOP”: „Ich wollte endlich das Album machen, das ich eigentlich schon 1995 nach meiner Trennung von Take That im Sinn hatte. Zu einer Zeit, in der sich Britpop auf dem absoluten Höhepunkt befand und ein goldenes Zeitalter für die britische Musik angebrochen war. An diesem Album habe ich mit einigen meiner persönlichen Helden gearbeitet; es ist ungehobelt, es gibt mehr Gitarren und alles ist vielmehr upbeat und hymnischer als sonst. Man findet sowohl Brit, als natürlich auch Pop – ich bin unglaublich stolz auf das Gesamtwerk und freue mich schon auf die Reaktionen meiner Fans. Außerdem kann ich es kaum erwarten, ein oder zwei Songs daraus auf meiner kommenden „BRITPOP”-Tour zu spielen, die ich natürlich in Großbritannien eröffne.”
Robbies ungeduldig erwartete „BRITPOP”-Tour wird die global erfolgreiche Musikikone in diesem Sommer durch unzählige Städte in Großbritannien, Irland und Europa führen – für Fans die erste Gelegenheit, den brandneuen Track „Rocket” zum ersten Mal live zu hören. Die ursprünglich „Robbie Williams Live 2025” betitelte und später in „BRITPOP” umbenannte Tournee startet in der kommenden Woche im schottischen Edinburgh und führt über London und Manchester nach Bath. Anschließend ist Robbie in Europa während Stationen in Irland, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland zu erleben. Die deutschen Tourdaten sind weiter unten aufgeführt. Weitere Informationen und Tickets unter tickets.robbiewilliams.com.
Hier die Deutschland-Daten der „BRITPOP”-Tour:
25.06.2025 Gelsenkirchen – VELTINS-Arena SOLD OUT
30.06.2025 Hannover – Heinz von Heiden Arena SOLD OUT
09.07.2025 Leipzig – Red Bull Arena
21.07.2025 Berlin – Waldbühne SOLD OUT
22.07.2025 Berlin – Waldbühne SOLD OUT
26.07.2025 München – Olympiastadion SOLD OUT
10.08.2025 Frankfurt – Deutsche Bank Park SOLD OUT
Robbie Williams ist einer der höchstdekorierten Musiker der Welt: Er verzeichnet sechs der 100 meistverkauften Alben in der britischen Geschichte, 85 Millionen verkaufte Alben weltweit, 15 Nummer-1-Alben in UK und rekordverdächtige 18 BRIT Awards – mehr als jede:r andere Künstler:in. Im Dezember 2024 wurde sein Oscar-nominierter Film „Better Man“ global von Fans und Medien gefeiert; der im Januar 2025 folgende „Better Man (Original Motion Picture Soundtrack)“ brachte ihm sein insgesamt 15. Top 1-Album in der UK ein – ein weiterer Rekord, bei dem er mit den Beatles gleichzog. Im November 2023 veröffentlichte Netflix Robbies vierteilige Dokumentarserie mit dem Titel „Robbie Williams“, die sich in 22 Ländern zur Nummer 1 entwickelte. Im vergangenen Sommer kehrte er für eine von Kritikern gefeierte und ausverkaufte Headline-Show in den BST Hyde Park in London zurück. Seit er 2006 die Soccer Aid für UNICEF mitbegründet hat, konnte Robbie bis heute weltweit 106 Millionen britische Pfund für wohltätige Zwecke sammeln.
Schon das Auspacken der neuen CD von GARBAGE macht großen Spaß. Albumtitel und Tracklist des Albums sind in weißer Schrift auf eine transparente Außenhülle gedruckt, aus der man den eigentlichen Digipack rausschieben kann. Der farblich grandios gestaltete Oktopus auf dem Cover strebt – passend zum Albumtitel „Let All That We Imagine Be The Light“ – ins Licht.
Aber Verpackung ist bekanntlich nicht alles. Das Album ist unverkennbar Garbage und alle Markenzeichen und Merkmale, für die die Band bekannt ist, sind vorhanden. Große, kantige Gitarren, präzise, treibende Beats und cineastische Klanglandschaften lauern hinter Shirley Mansons unverwechselbarer Stimme, deren Texte vor Attitüde strotzen. Dies ist der Sound einer Gruppe, die sich auf dem Höhepunkt ihrer kreativen Kräfte befindet – charakteristischerweise nutzt sie klangliche Gegensätze und Stimmungen, um ein Album zu erschaffen, das gleichermaßen von Licht und Schatten durchdrungen ist.
„There’s No Future In Optimism“ startet poppig, gewinnt dann aber schnell an Fahrt. Eindringliche Spoken Words bestimmen die Strophen. „Chinese Fire Horse“ bietet starke Riffs und vertrackte Rhythmen. „Hope“ führt uns in den bekannten Industrial-Sound und „Have We Met (The Void)“ zeigt sich düster und abgründig. Shirley kann ihre Stimme stets entsprechend variieren und der Stimmung anpassen – das macht GARBAGE seit jeher aus.
Mit Spielfreude geht es in Tracks wie „Sisyphus“ und „Love To Give“. „Get Out My Face AKA Bad Kitty“ zeigt Shirley Manson, wie sie die patriarchalen Strukturen der Welt infrage stellt – musikalisch unterlegt mit scharfen Gitarren, treibendem Bass und einer charakteristisch kraftvollen Gesangsperformance. Der Abschluss „The Day That I Met God“ startet mit elektronischen Spielereien, bekommt dann aber einen erzählenden Charakter und wirkt wie ein Gebet.
Das Album ist ein weiterer Beweis für die Klasse der Band und vor allem ihrer fantastischen Frontfrau. Futuristisch und visionär!
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Wie ein starkes Mantra beginnt das Album mit „An Artist Is An Artist“. Gesprochen, gesungen, geschrien. Deborah Anne Dyer alias Skin ist in ihrem Element und haut mit Überzeugung raus, was sie zu sagen hat. Eine Selbstdarstellung, psychisch und körperlich, in der selbst die Wechseljahre und weiße Blutkörperchen eine Rolle spielen. Und das alles eingepackt in eine elektronische New Wave-Attitüde. Gewöhnungsbedürftig, weil Deborah nicht ihre grandiose Stimme in den Vordergrund stellt, aber absolut authentisch.
Weiter geht es mit „This Is Not Your Life“, ebenfalls sehr elektronisch, aber poppiger gehalten. Trotzig und laut ruft sie auch hier einen Merksatz in die Welt. Ruhiger wird es mit dem wehmütigen „Shame“ und dem melodischen „Lost and Found“. Stücke wie „Cheers“ und „Shoula Been You“ sind tief im Sound der 90er verwurzelt. Überraschend wenig Funk wird geboten. Am deutlichsten vielleicht noch in „Fell In Love With A Girl“. Doch ganz zum Schluss wird es mit der grandiosen Ballade „Meltdown“ endlich emotional und hymnisch.
„The Painful Truth“ ist der Sound von Skunk Anansie, die sich ihrer Identität und dem, was sie werden wollen, stellen. Es ist mehr als ein Albumtitel. Es ist eine Realität, die sie durchlebt haben. Eine Kombination aus Elternschaft, Krankheit und dem Weggang ihres langjährigen Managers schien sich gegen sie zu verschwören und ihre Unsicherheit zu verstärken, was Sängerin Skin, Gitarrist Ace, Bassist Cass und Schlagzeuger Mark dazu zwang, ihren Platz in der Welt als Band sowie ihre eigenen persönlichen Ambitionen in Frage zu stellen.
Für eine Weile waren sie kurz davor, Schluss zu machen. Da sie sich nicht sicher waren, was sie tun sollten, und weil sie nicht in der Lage waren, per Zoom Songs zu schreiben, zog sich der Vierer nach der Corona-Krise auf ein Bauernhaus in Devon zurück, wo sie inmitten offener Gespräche und hausgemachter Abendessen langsam begannen, ihre Gefühle in Songs zusammenzufassen.
„Wenn wir schreiben, sitzen wir zu viert in einem Raum ohne Ablenkungen oder Störungen von außen und lernen uns neu kennen. Wir hatten die Greatest Hits-Tour gemacht und erkannten, dass sich die Dinge ändern mussten. Wenn wir nicht etwas Neues und Zukunftsorientiertes tun würden, könnten wir keine wirkliche Band mehr sein. Wir machten einfach Skunk-Karaoke“, sagt Skin unverblümt.
Und „The Painful Truth“ ist alles andere als Skunk-Karaoke. Produziert von David Sitek von TV On The Radio ist es ein frisches, offenes, erhebendes und strukturiertes Album, bei dem das Talent der Band, große Popsongs zu schreiben, trotzig ungebrochen geblieben ist. Wenn überhaupt, sind ihre Hooks dieses Mal schärfer und sinken schneller ein.
Das erste Album nach neun Jahren Pause – immer noch gut, auch wenn es die schmerzhafte Wahrheit zeigt.
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