Vor zehn Jahren veröffentlichte der britische Singer-Songwriter Mike Rosenberg, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Passenger, sein Erfolgsalbum „All The Little Lights“ mit dem Welthit „Let Her Go“. Die Jahre vor der Veröffentlichung des Albums waren geprägt von persönlichen und beruflichen Umwälzungen. Sein Weg führte ihn als Straßenmusiker durch Großbritannien und schließlich Australien – wo er schließlich das Album aufnahm, das sein Leben veränderte. Milliarden von Streams, zahllose ausverkaufte Welttourneen und einen unvergesslichen Super-Bowl-Werbespot später, ist Passenger nun bereit, die Zeit vor, während und nach dieser Ära mit der Neuauflage „All The Little Lights (Anniversary Edition)“ zu feiern.
Für „All The Little Lights (Anniversary Edition)“, das am 10. November erscheinen wird, wurde das bahnbrechende Album komplett neu aufgenommen und neu interpretiert; angereichert mit einem weiteren Jahrzehnt an Erfahrung und Weisheit, und besonderen Kollaborationen mit Foy Vance, Gabrielle Aplin, Nina Nesbitt sowie seinem langjährigen Freund und Tour-Kumpel Ed Sheeran. Dabei bewahrt er den Geist und die Seele des Originals und haucht den beliebten Passenger-Stücken zugleich neues Leben ein. Musikalisch reicher, stimmlich stärker und von kraftvoller Schönheit, leuchtet „All The Little Lights“ heller als je zuvor.
Gemeinsam mit Foy Vance leitet Passenger die neue Album-Version mit „Life’s For The Living (Anniversary Edition)“, einem seiner beliebtesten Songs, ein.
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„Dieser Song erkennt die Verrücktheit des Lebens an“, erklärt Passenger. „Er drückt die Einsicht aus, dass der beste Weg, mit diesem Wahnsinn umzugehen, darin besteht, sich nicht dagegen zu wehren. Nicht die Zeit damit zu vergeuden, der Vergangenheit nachzutrauern oder verpassten Chancen nachzuhängen, sondern stattdessen geradewegs hinaus zu schwimmen und den Wellen frontal zu begegnen – und sogar mehr als das: diese Konfrontation zu genießen.“ Er fügt hinzu: „Dieser Songtext, vielleicht mit Ausnahme von ‚Let Her Go‘, ist wahrscheinlich derjenige, der im Laufe der Jahre am meisten Anklang gefunden hat. Die Anzahl der ‚Life’s For The Living‘-Tattoos, die ich bereits gesehen habe, ist unglaublich und erfüllt mich mit Demut.“
Über die Zusammenarbeit mit Foy Vance berichtet Passenger: „Ich habe Foy zu der Zeit kennengelernt, als dieses Album zum ersten Mal veröffentlicht wurde, und seitdem sind wir gute Freunde geworden. Er ist entwaffnend ehrlich, wahnsinnig witzig und sein Streben danach, schöne, geschmackvolle und brillante Musik zu machen, ist sehr inspirierend. Ich kann mir keinen perfekteren Kollaborationspartner für diesen Song vorstellen.“
Vance fügt hinzu: „Ich habe Passenger zum ersten Mal vor etwa 12 Jahren getroffen, als ich mit Ed Sheeran auf Tour war. Ich erinnere mich, dass seine Hartnäckigkeit mich umgehauen hat. Ich war wirklich inspiriert davon, wie sehr er sich abgeschuftete und dabei seinen ganz eigenen Weg fand. Außerdem hat er mich genauso oft zum Lachen gebracht, wie er Songs geschrieben hat. Es ist mir eine große Ehre, dieses Duett mit ihm aufgenommen zu haben.“
„All The Little Lights“ wurde ursprünglich in Sydney bei Linear Recording aufgenommen und von Chris Vallejo produziert, der zu Mikes langjährigem Mitarbeiter werden sollte. Das Album entwickelte sich in aller Stille zu einem weltweiten Phänomen, das durch „Let Her Go“ stetig weiter angekurbelt wurde. Die Hitsingle stieg in 19 Ländern, darunter auch Deutschland, auf Platz 1 und erreichte in 11 Ländern Platinstatus, darunter 6-fach-Platin in den Vereinigten Staaten. Es war der am zweithäufigsten bei Shazam gesuchte Song und sogar der dort am häufigsten gesuchte Pop-Song aller Zeiten. Bislang wurde „Let Her Go“ allein auf Spotify über 2 Milliarden Mal gestreamt und über 3,5 Milliarden Mal auf YouTube aufgerufen. Im Laufe der Jahre hat Mike mit Auftritten in internationalen TV-Shows wie zum Beispiel in der Tonight Show with Jimmy Fallon, bei Jimmy Kimmel Live! oder Wetten das…? für Aufsehen gesorgt und den Soundtrack für eine Vielzahl von TV- und Filmproduktionen geliefert, darunter die bereits erwähnte Superbowl-Werbung für Budweiser.
Fotocredit: Stu Larsen
TRACKLIST – ‚All The Little Lights (Anniversary Edition)‘
Liegt es nur an meiner Wahrnehmung, oder sind tatsächlich in der deutschen Musikszene immer mehr talentierte Frauen unterwegs? Die Songwriterin Nadine Fingerhut gehört jedenfalls zu den besonderen Talenten, wenn es um poetische deutschsprachige Texte geht – und sie ist tatsächlich schon einige Zeit musikalisch aktiv, auch wenn die große Masse sie eher noch nicht auf dem Schirm hat. Mit „Hafen & Meer“ veröffentlicht sie aktuell bereits ihr viertes Studioalbum.
Der Titelsong erzählt in wunderschönen neuen Worten von der uralten Sehnsucht der Menschen, Sicherheit und Heimat zu haben und sich gleichzeitig frei entfalten zu können. Und da die Metapher vom sicheren Hafen und der Freiheit auf dem Meer so schön ist, spielt Nadine Fingerhut auch im folgenden „Karte von Meer“ noch einmal mit diesen Bildern.
Eine ordentliche Prise Ironieund ein Ohrwurmrefrain machen „Irgendwas ist immer“ aus –ein Song über die vielen alltäglichen Katastrophen, die das Leben so schwer machen. Aber Nadine hat auch das Gegenmittel parat, wenn sie „Für einen Tag“ dem Alltag entflieht und sich dabei im Refrain inhaltlich bei David Bowie bedient.
Die Sängerin schöpft aus ihren eigenen Erfahrungen und wird dabei mit „Blatt im Wind“ oder „Weck mich nicht auf“ auch mal sehr nachdenklich. Sie hat aber ebenfalls einen guten Blick auf Menschen, die nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen. So wendet sie sich im eindrücklichen „Frühstücksraum“ den oftmals vergessenen alten Menschen in unserer Gesellschaft zu, und mit „Kleines Mädchen“ macht sie allen heranwachsenden Mut, ihren eigenen Weg zu gehen und sich selbst als wertvoll zu erleben. Mit „Warten auf Licht“ schließlich spricht sie allen Menschen aus der Seele, die sich angesichts der vielen aktuellen Krisen hilflos fühlen – aber sie zeigt auch eine mögliche Lösung auf.
Ihre wunderbar poetischen Texte packt die Songwriterin in eingängige Melodien und wohltuende, überwiegende akustische Arrangements. Getragen werden alle Songs aber hauptsächlich von ihrer warmen, gefühlvollen Stimme. Und wenn Nadine Fingerhut zum Abschluss des Albums mit „Mama“ ein ganz besonderes Liebes- und Dankeslied singt, bleibt beim Hörer auf jeden Fall ein warmes Gefühl im Bauch zurück.
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Wenn man schon auf die Jugendjahre in den 90ern zurückschaut, dann bitte so. Auf ihrer neuen Single „Auf Null“ spielen Kapelle Petra erneut gekonnt mit den Emotionen. Der positiv-druckvollen Uptempo-Nummer im Stile von Nada Surf oder den frühen Weezer stellt das Indierock-Trio aus Hamm/Westfalen die was wäre wenn-Frage entgegen: „Wir sind im Hier und Jetzt sehr glücklich, das ist kein verklärter Blick zurück. Und trotzdem stellen wir uns manchmal die Frage: Wo wären wir jetzt, wenn wir damals irgendwo anders abgebogen wären”, so die Band über „Auf Null“.
Inhaltlich kreiert Kapelle Petra-Sänger Sänger Opa hier – mit vielen 90er-Jahre-Referenzen und Konjunktiven gespickt – ein nostalgisches Fernweh nach Gestern, ohne mit dem Hier und Jetzt zu hadern.
Fotocredit: Marcel Strecker
„Auf Null“ ist nach „Freibad Pommes“ die zweite Single aus dem im Januar 2024 erscheinenden Album „HAMM“.
Kapelle Petra nennen ihr neuntes Album wie die Stadt, in der sie leben und von der die meisten nur den Bahnhof kennen. Ein lokaler Bahnsteig bildet treffender Weise das Artwork, Symbol für Ankommen und Weiterstreben zugleich, geschossen im Zusammenspiel von Licht und Schatten.
Kapelle Petra spielen besser denn je zwischen den Stühlen von Popmusik und Indierock, mit einer Instrumentierung, die zugleich grazil und griffig klingt und trotzdem nach vorne geht.
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Es beginnt mit einem Knall, ein hartes Riff sägt los und schon in der ersten Strophe von „DNA“ ist die letzte Chance auf einen leisen Zweifel laut ausgeräumt: WIRTZ ist wieder da! „Hier wirtz gelebt, nicht inszeniert, das Original ist wieder hier und ist auf Angriff programmiert“, ruft der Frankfurter Musiker in seinem ersten musikalischen Lebenszeichen nach Jahren der Ruhe all jenen entgegen, die ihn so sehnlich vermisst haben und auch denen, die ihn erst jetzt lieben lernen. Es ist eine Kampfansage mit Augenzwinkern, aber die Idee ist klar: „DNA“ ist mehr als ein Lebenszeichen, mehr auch als der Vorbote eines neuen Albums – es ist ein Mission Statement: WIRTZ ist sechs Jahre nach seinem letzten Vollstromalbum zurück, mit großer Lust an Lärm und harten Gitarren und am gemeinsam zelebrierten Rundum-Durchdreh-Programm.
WIRTZ ist einer der erfolgreichsten deutschen Musiker, seine Alben landen zuverlässig in den höchsten Chartregionen und ruft er zur emotionalen Rockmesse, sind die Clubs des Landes bis unters Dach voll. Und das, obwohl – oder doch eher gerade weil – WIRTZ seit 2007 seinen Weg konsequent an den Majorstrukturen vorbei geht. Eigene Plattenfirma, eigene Identität, vom ersten Tag an. Gewiss, die Teilnahme am Erfolgsformat „Sing meinen Song“ sorgt 2015 für Rückenwind, getragen wird das Projekt aber seit Beginn von einer wachsenden Schar an Unterstützern, die keine Lust auf Trends hat, sondern das Wahrhaftige spürt und schätzt. WIRTZ, das steht für DIY vom ersten Ton bis zum letzten Atemzug. „Als Plattenboss und A&R setz ich aufs beste Exemplar und das ist meine DNA“, singt er 2023.
Als die Pandemie der Kultur im März 2020 den Stecker zieht, steht WIRTZ nur wenige Tage vor dem Start einer ausverkauften Unplugged-Tour. Es ist ein Schock, der die komplette Struktur durchschüttelt. Es wird ruhig um WIRTZ, weil es nichts zu berichten gibt. Aber abseits des täglichen Wahnsinns entsteht neue Musik. In neuen Konstellationen, aber mit alten Qualitäten: Roh, gnadenlos ehrlich, Gefühl und Härte. WIRTZ hat „die alten Pfade neu planiert, die ganze Hütte kernsaniert“.
„DNA“ erzählt viel über drei Jahre „gestohlene Lebenszeit“. „Es lag eine Menge auf der Seele, das man rausschreien musste“, sagt WIRTZ zu seiner lauten Rückkehr. Ein Versprechen an viele, viele Fans, die ihren WIRTZ wieder am liebsten hart gerockt und nicht gerührt genießen. „DNA“ lässt da keine Wünsche offen, zeigt aber auch nur eine Facette, für die WIRTZ seit jeher steht.
Es kommt noch viel mehr, für den Moment aber ist „DNA“ der Knall, mit dem das Vakuum, das WIRTZ 2020 hinterlassen hat, implodiert. WIRTZ ist wieder da.
The Clockworks kündigen ihr langerwartetes Debüt-Album „Exit Strategy“ für den 10. November 2023 an. „Exit Strategy“ wurde von Bernard Butler in den Abbey Road Studios und den Love Electric Studios aufgenommen und folgt auf eine Reihe von gefeierten Single-Releases und Support-Touren, z.B. von den Pixies.
Wieso die Band ausgerechnet den letzten Album-Track als erstes veröffentlicht, erklärt Sänger James McGregor wie folgt: „Wir wurden beim Schreiben und Produzieren vom Doo-Wop der 50er Jahre, Phil Spector und Motown inspiriert. WESTWAY ist der letzte Titel des Albums, daher beginnen wir die Geschichte mit der letzten Szene auf die gleiche Weise, wie einige der großartigen Filme – wie GOODFELLAS – am Ende beginnen.„
Fotocredit: Oscar J Ryan
EXIT STRATEGY dreht sich um einen Protagonisten, der auf der Suche nach einem Sinn von Galway nach London zieht und sich sicher ist, dass die Lösung darin liegt, als Hauptfigur im Film seines eigenen Lebens seine Umgebung zu verändern und als jemand zu handeln, der er nicht ist. Das Album verspricht Begegnungen mit manipulativen Bossen, bösen Werbeagenturen, einen gebrochenen Pakt, um nach Australien zu fliehen, Zusammenstöße mit dem Gesetz, betrügende Freunde, drogenabhängige Jugendliche, Herzschmerz, Paranoia, Angst vor den sozialen Medien und einen betrunkenen Sänger, der als Jesus verkleidet ist.
James McGregor erklärt die Entstehung des Albums und den filmischen Einfluss: „Wir waren uns immer sicher, dass das Album mehr sein sollte als die Summe seiner Teile, also beschlossen wir, die Welt eines Films mit dem Titel Exit Strategy zu schaffen. Wir haben uns das Album als eine Reihe von Schnappschüssen vorgestellt, die die Geschichte einer Gruppe von Charakteren erzählen, die versuchen, durch das Leben zu navigieren.“
Mehr von einer Philosophie als von einem Sound geprägt, verweben The Clockworks Pop-Sensibilitäten mit lauten, Post-Punk- und Rock-beeinflussten Stilen. Die Songs wirken schwülstig und düster, haben aber oft eine epische, nostalgische Qualität. Sie stellen poetische Introspektion neben witziges Küchendrama und schaffen so etwas Intensives, aber Verspieltes.
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Wer hat sich nicht schon einmal gefragt: Warum sind wir so wie wir sind? Antonia Kubas liefert mit ihrem neuen Song „UNSERE DNA“ ihre Antwort auf diese Frage. Wir sind so wie wir sind, weil es in unserer DNA festgeschrieben ist. Und das ist gut so. Also akzeptiere Dich, so wie Du bist mit all deinen Stärken und Schwächen und hör auf, mit Dir selbst zu hadern. Dies ist die durch und durch positive Botschaft der neuen Single „UNSERE DNA“ von Antonia Kubas, die den Hörer auf mitreißende Weise mit sich selbst und der ganzen Welt versöhnt und jeden negativen Gedanken aus seinem Bewusstsein verbannt. Die Botschaft kommt in einem mitreißenden uptempo Track, quasi ein Tanz der Moleküle, der uns in diesem Spätsommer sicherlich noch häufig begegnen wird. „UNSERE DNA“ ist ein echter Feelgood Track, der jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
„Ich freu mich diesen Song endlich mit der Welt da draußen teilen zu können, wir alle machen hin und wieder verrückte Dinge in der Liebe und auch generell im Leben, die man nicht immer erklären kann. Ich finde es spannend mich damit auseinanderzusetzen. Vieles was uns ausmacht ist in der DNA vorprogrammiert, jeder Mensch hat unterschiedliche Veranlagungen, unterschiedliche Interessen und das macht uns alle einzigartig“, so Antonia Kubas über ihre neue Single.
Fotocredit: Alex Kleis
Die neue Single reiht sich in die Serie hochkarätiger Veröffentlichungen von Antonia Kubas ein, mit denen sie große Anerkennung in der deutschen Musikbranche bekommen hat. Die Berliner Musikerin mit der unverwechselbaren Stimme lässt sich in keine Schublade stecken. Mit ihrer erfrischenden Mischung aus Schlager und Singer/Songwriter-Pop hat sie ihren eigenen Stil kreiert. Auf ihrer ersten EP „Liebe und Musik“ präsentierte sie bereits in fünf Songs mehr Qualität als auf manchem Doppelalbum zu finden ist.
Mit der neuen Single geht Antonia Kubas noch einen Schritt weiter und zeigt, dass sie auch mitreißende uptempo Tracks kann. „UNSERE DNA“ geht direkt ins Herz & Ohr und bleibt da auch erstmal!
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Antonia Kubas Bio:
Bühnenerfahrung hat sie bei zahlreichen Auftritten als Solokünstlerin oder in diversen Bands, sowie an der Seite von Matthias Reim erworben, den sie auf mehreren Tourneen als Backgrundsängerin begleitet hat. Sie produziert ihre Songs mit dem Hamburger Erfolgsproduzenten Joshua Stolten, Dominik Köhl und Sebastian Rupio von J.O.D. Music und namhaften Musikern. Antonia Kubas macht schon immer Musik. Als Teil des Pop Duos „Two in 1“ unterschreibt sie mit 17 Jahren einen Plattenvertrag und macht erste internationale Erfahrungen im Musikbusiness. Nach einigen Jahren mit Charts, TV-Shows und vielen Live-Auftritten entscheidet sie sich dann aber für ein Studium der Musik- und Medienwissenschaften und lernt die andere Seite des Musikbusiness kennen. Sie gründet eine PR-Agentur und arbeitet für große Plattenfirmen in der Promotion für viele deutsche und internationale Künstler/innen und Bands (wie z.B. Måneskin, Shakira, Miley Cyrus, Helene Fischer, Roland Kaiser, Ina Müller uva). Parallel wirkt sie bei Studioproduktionen mit, singt in mehreren Bands und schreibt Songs. So entstanden eine Reihe von starken Songs, die auf ihrer am EP „Liebe und Musik“ veröffentlicht wurden.
Ivo Martin war am 6. September 2023 auf „Weit Weg Tour“ im YUCA Köln. Das ausverkaufte Songwriter-Konzert erreichte viele junge Mädels im Publikum, die textsicher mitsangen. Ivo spielte auch eine Reihe unveröffentlichter Songs. Seht hier unsere Konzertfotos.
Kaum ein Jahr vergeht, ohne dass mindestens eine neue CD von Steve Hackett erscheint. Diesmal handelt es sich um ein Livekonzert, an dessen Ende er das komplette „Foxtrot“-Album in der Songreihenfolge des Albums stellt. Das ist auch der meiner Meinung nach bessere Teil.
Im ersten Drittel gehen mir Saxophon und Klarinette irgendwann auf den Keks, hat eher etwas von einer Jamsession. Aber mit den „Foxtrot“-Interpretationen macht das Album wirklich Spaß, obwohl er stark am Original bleibt. Mir wurde mit diesem Album erst wieder bewusst, das Foxtrot ein klasse Album von Genesis war, die mich eigentlich erst ab „The Lamb Lies Down on Broadway“ richtig begeistert haben.
Damit die richtige Liveatmosphäre aufkommt, wurden die Ansagen nicht herausgeschnitten. Als Zugabe gibt es noch die Burner „FirthofFifth“ und „Los Endos“. Grandios. Die „Supper’sReady“-Version bringt es auf 27,5 Minuten und ist damit doppelt so lang wie der zweitlängste Titel, das erwähnte „FirthofFifth“.
Trotz der 134 Minuten lässt das Album kaum Zeit für Langeweile. Dennoch hätte ich auf die ersten acht Titel verzichten können, wenn auch „DevilsCathedral“ an einen Mission-Impossible-Film erinnert und „Shadow oft he Hierophant“ noch der hörenswerteste Titel der ersten Albumhälfte ist. Anspieltipps: alle Titel vom „Foxtrot“-Album, „FirthofFifth“ und „Los Endos“.
Mit einem spektakulären Event hat die britische Blues-Rock-Band The Rolling Stones gestern ihr erstes neues Studioalbum seit 18 Jahren angekündigt: „Hackney Diamonds“ wird es heißen und am 20. Oktober 2023 erscheinen, wie Mick Jagger, Keith Richards und Ronnie Wood im altehrwürdigen Hackney Empire in London vor knapp 200 geladenen Gästen aus aller Welt verkündeten.
Auch die erste Single von „Hackney Diamonds“ premierte die Band inklusive Video: „Angry“ heißt der wütende Rock’n’Roll-Song, der ganz in Stones-Manier mit einem einprägsamen Gitarrenriff à la „Jumpin‘ Jack Flash“ oder „Start Me Up“ eröffnet. Die Hauptrolle im Video spielt die Emmy-Nominierte Sydney Sweeney (The White Lotus, Euphoria, The Handmaid’s Tale), Regie führte Francois Rousselet, der auch schon für den Clip zu „Ride ‚Em On Down“ vom 2016er Stones-Album „Blue & Lonesome“ zuständig war.
Schaut Euch das Video zu „Angry“ hier an:
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Gäste aus der ganzen Welt waren zu diesem ganz besonderen Spektakel in London angereist, das von US-Entertainer Jimmy Fallon moderiert wurde und parallel weltweit im Livestream auf YouTube zu sehen war. Seit Wochen waren die Spekulationen um ein neues Album der Rolling Stones angeheizt worden, angefangen mit einer kryptischen Anzeige einer fiktiven Autoglaserei im Stadtteilblatt Hackney Gazette über Aufkleber mit dem Schriftzug „Don’t Get Angry With Me“ und Projektionen des neuen Stones-Logos – einer zerborstenen Zunge ganz im Stile des Album-Artworks und -titels „Hackney Diamonds“ – in diversen Städten auf der ganzen Welt und Social-Media-Teasern mit einem ersten Snippet der neuen Single „Angry“. Gestern nun ließen die Stones die Katze aus dem Sack.
„Hackney Diamonds“ ist ab 20. Oktober 2023 digital und physisch erhältlich und ab heute hier vorbestellbar. Es ist das erste Album, das die Stones mit dem New Yorker Produzenten und Musiker Andrew Watt aufnahmen (Elton John, Pearl Jam, Iggy Pop u.a.). Außerdem wird die Single „Angry“ ab Freitag, den 08. September in drei besonderen Formaten physisch erhältlich sein, die ebenfalls ab heute vorbestellbar sind: als rote 7-inch Vinyl, als schwarze 10-inch Vinyl und als CD-Single.
Das Tracklisting für „Hackney Diamonds“ gaben die Rolling Stones im Rahmen des Events in London noch nicht bekannt, es soll demnächst veröffentlicht werden.
Wer kennt es nicht, das Genre der ernsthaften Unterhaltungsmusik, das als „Liedermacher“ bezeichnet wird? Doch was bedeutet Liedermacher? Es geht um den unprätentiösen Vortrag von Liedern mit tiefgründigen Inhalten, eine Kunst, die von Größen wie Hannes Wader, Gerhard Schöne, Reinhard Mey und Hermann van Veen geprägt wurde. Und genau das hat auch den jungen Eric Fish in seinen Bann gezogen. Er wollte Musik machen, die unter die Haut geht. Musik mit Bedeutung. Und das siebte Album seiner Band ERIC FISH & FRIENDS namens „Untiefen“ zeigt eindrucksvoll, dass er genau das geschafft hat.
Die Texte auf UNTIEFEN sind persönlich, intim und tiefgründig. Sie spiegeln die Tendenzen unserer Gesellschaft wider und zeigen die Konsequenzen von kulturfreien Zeiten auf. Doch die Band hat auch eine positive Aufbruchstimmung in den Songs verarbeitet. Die Musik ist kraftvoll und authentisch, die Texte geben einem das Gefühl, Teil der Geschichte zu sein. Es ist eine Reise durch die Seele des Menschen, in all seinen Facetten. Romantik, Humanismus und Pazifismus werden hier auf eine einzigartige Weise vereint. Und trotzdem ist jedes Lied rockig und melodiös, einfühlsam und kraftvoll zugleich. Man hat keine Chance sich der Eindringlichkeit dieser Musik zu entziehen.
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Stell dir vor es ist Krieg und alle gehen hin – dieser Satz bleibt im Kopf, lange nachdem das Album zu Ende ist. UNTIEFEN ist mehr als nur ein Aufruf zum Handeln. Es ist eine Ode an das Leben, an die Liebe und an die Menschlichkeit. Was sind UNTIEFEN? Nur gefährliche Stellen im Meer? Nein, auf diesem Album sind sie viel mehr. Sie sind Metaphern für die tiefen Abgründe in der Seele des Texters. Intime Einblicke wechseln sich ab mit der Analyse unserer Gesellschaft. Wir alle kennen die Tendenzen, die uns umgeben – aber ignorieren wir sie nicht oft? UNTIEFEN ist eine Warnung, ein Aufruf zum Handeln!
In jedem Ton schwingt eine unbeschreibliche Energie mit. Die rockigen Rhythmen und einfühlsamen Melodien lassen einen nicht mehr los. Denn UNTIEFEN ist nicht nur ein Album, sondern eine Erfahrung. Ein Aufruf zum Nachdenken und Handeln. Eine musikalische Explosion voller Kraft und Leidenschaft, die man einfach nicht ignorieren kann.
Eric Fish & Friends starten ein neues Kapitel ihrer Bandkarriere: ihr neues Studioalbum erscheint Ende September – und dann geht es auf Tour.
Ein hypnotisches, immer wiederkehrendes Klavier-Arpeggio ertönt. Sanfte, verhallte Melodietöne kommen dazu. Synthesizerflächen und Klangfragmente mäandern im Raum. Sie schaffen die emotionale Grundarchitektur für den zweiten Teil der Reise, auf die uns Martin Herzberg und Felix Räuber auf ihrem Gemeinschaftswerk „The Art of Dreaming“ mitnehmen. Den herausstechenden Part vertrauen sie beim Instrumentalstück „Falling“ — dem zweiten Track dieses bemerkenswerten Albums – einer renommierten Kollegin an, nämlich der international bekannten Berliner Cellistin Anne Müller. Müllers Cellolinien legen sich sanft über das Fundament, bäumen sich auf, klingen melancholisch und erhaben, manchmal sanft euphorisch.
War der Eröffnungstrack „Stay Here“ noch ein sanftes Ankommen, ein Einfinden, eine Erstorientierung und die Aufforderung zu bleiben, reißen Herzberg und Räuber die Hörer*innen auf „Falling“ mit in den Sog. „Falling“ ist der Akt des sich Fallenlassens — an einen zeitlosen, entschleunigten Ort. Ein Ort fernab des alltäglichen Wahnsinns, der unserem Leben einen uns oft fremden Rhythmus vorgibt.
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„Falling“ ist der zweite von elf Akten eines dramaturgisch wundervoll gestalteten Albums. Der Hörer/die Hörerin ist jetzt mittendrin, in medias res, im Epizentrum des Bewusstseinsstroms – oder, wie es die beiden Künstler das Album selbst nennen: der Traumreise. Der Kosmos geht auf. Keine Frage, sich fallen zu lassen, Dinge gehen zu lassen, das erfordert Courage, Herz und Offenheit. Ebenso steht aber fest: Es lohnt sich immens! Von hier an geht es weiter, sanft, vertraut — aber rigoros.
„The Art of Dreaming“ — das bedeutet Stille, Entschleunigung, Introspektion und Harmonie als Gegenentwurf, eine Antithese zur Dystopie und Hektik. Eine Selbstfindung, ein bei sich selbst Ankommen, ein Wiederfinden der eigenen Balance.
„The Art Of Dreaming“ wird am 20. Oktober 2023 auf dem Label Neue Meister als CD im Digisleeve, limitierte Petrol Transparent Vinyl Edition sowie digital veröffentlicht.
Fotocredit: Paul Janik
Mit Martin Herzberg und Felix Räuber treffen nicht nur zwei enge Freunde, sondern auch zwei der bemerkenswertesten Musiker der deutschen Musiklandschaft aufeinander. Martin Herzberg – Komponist, Pianist und Geschichtenerzähler – füllt mit seiner musikalischen Vision die großen Philharmonien Deutschlands, seine YouTube-Videos erreichen Views in zweistelliger Millionenhöhe. Seine musikalische Neugier und Vielseitigkeit ist eine von vielen Parallelen zu seinem Freund, dem Komponisten, Sänger und Produzenten Felix Räuber. Mit seinem Projekt ‚Polarkreis 18‘ und dem Megahit „Allein, Allein“, feierte er in den 2000er-Jahren Riesenerfolge — zeigte damit aber nur eine von vielen Facetten seines umfangreichen Schaffens, dessen Prämisse er selbst unter dem Begriff „Cinematic Pop“ zusammenfasst.
Da soll noch einer sagen, es gäbe nicht genügend Bands mit weiblichen Mitgliedern, um den heiligen Boden von „Rock am Ring“ mit starkem Hardrock und Metal zu füllen. Man muss sich nur mal Conquer Divide anhören. Die Band mit Mitgliedern aus Großbritannien, Kanada und den USA legt mit dem neuen Album „Slow Burn“ ein grandioses Metalbrett vor, das die Qualitäten von Metalcore und Post-Hardcore in sich vereint. Und die Besetzung ist komplett in Frauenhand: Kiarely Castillo (Vocals), Janel Duarte (Bass), Samantha Landa (Drums), Kristen Sturgis und Isabel Johnson (Gitarren) bilden das illustre Quartett.
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Mit Wechsel zum Label Mascot Records ist die Musik ein Stück melodischer geworden, ohne an Härte zu verlieren. Man nehme das starke „welcome2paradise“ mit seinem atmosphärischen Songaufbau, der einen Wechsel aus cleanen Passagen und aggressiven Growls inklusive einem gewaltigen Rap-Part liefert. So viel Crossover gab es lange nicht mehr. Oder „Invisible“ mit eindringlich gesungenen Passagen vor hartem metallischen Background. Eine grandiose Mischung aus schönen Melodien und schmetterndem Industrial. Nine Inch Nails und Ministry lassen grüßen.
Fotocredit: Jim Louvau
Inhaltlich geht es um Themen wie psychische Erkrankung und Depressionen, wie im Song „Paralyzed“, der den immerwährenden Kampf mit sich und der Umwelt beschreibt. „NEWHEAVEN“ spielt mit religiösen Metaphern und liefert im dazugehörigen Video und im Text ein Feuerwerk aus Bildern, die sich in aggressive Chöre steigern.
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„Slow Burn“ läutet eine neue Ära für Conquer Divide ein – eine Ära, die sich durch atemberaubende klangliche Raffinesse, sehr persönliche lyrische Erzählungen und eine nahtlose Balance zwischen knallhartem Modern Metal und unwiderstehlichen Melodien auszeichnet. “Slow Burn“ ist vollgepackt mit bekenntnishaften Äußerungen von Verletzlichkeit, Frustration und letztendlich Hoffnung. Jeder Song des Albums beschwört ganz neue Ebenen der Katharsis herauf. Und aus dem Feuer kann man gereinigt hervorgehen, wie das Cover in fantasy-hafter Schönheit zeigt.
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„Glitzerschwein“ heißt das neue Album von Fortuna Ehrenfeld und auf dem Cover findet sich eine stilisierte altmodische Discokugel. Dabei ist die Musik gar nicht so elektronisch, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte. Es wird viel mehr geboten – von Pianoballaden über melancholische Duette und Soundcollagen bis hin zu starken Beats und Rap. Das Bandprojekt um Martin Bechler, Elin Bell und Jannis Knüpfer ist mal wieder eine Wucht. Und ihr neues Album wundervoll atmosphärisch in unterschiedliche Richtungen.
„Um Aufbruch, Erneuerung und das Einstampfen längst überholter gesellschaftlicher Konditionen“ geht es nach den Worten der Band im neuen Album. Die Musik der Indiepop-Truppe aus Köln ist genauso skurril wie das Auftreten des Frontmanns und die verklausulierten Texte. Man bietet assoziative Lyrics, Wortspielereien und bildgewaltige Vergleiche. Dabei singt Bechler meist genauso lakonisch und melancholisch, wie man es dem verträumten Mann im Pyjama zutraut, während Elin oft einen melodischen Kontrapunkt setzt.
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Das Album startet mit der dramatischen Pianoballade „An der Ecke bellt ein Hund“. Da geht es um die Verlorenheit einer durchlebten Nacht in den frühen Morgenstunden. Ein geniales Porträt gleich zu Beginn. Es folgt der abrupte Übergang in fetzigen Elektrobeat und den skurrilen Text von „Leck mich am Arsch, Amore Mio!“. So lieben Fans diese Band. Unverblümte Worte mit einem Sinngehalt, der sich erst nach wiederholtem Lesen oder Hören erschließt.
„Als unsere Gegenwart Science-Fiction war“ ist das erste melancholische Duett zwischen Martins rauchiger Stimme und dem klaren Gesang von Elin. Inhaltlich ist der Song nicht so gehaltvoll, wie man vermutet hätte. Da locken Fortuna Ehrenfeld ihre Fans gern in die Irre. Aber macht nix. Flockig geht es weiter mit „Wir propagieren den Exzess“ im NDW-Stil und mit schöner Orchester-Einlage.
Danach werden wieder musikalische Bilder gezeichnet: Das Piano nimmt uns mit auf „Straßen lang wie Segeltau“ und dazu passend beschreibt „Autobahn“ als Soundcollage mit Textschnippseln die Eintönigkeit einer langen Fahrt. „We Need to go Maraca“ funktioniert als chaotisches instrumentales Zwischenspiel mit Samples, bevor „Queen of F*cking Everything“ den melancholischen Beat zurückbringt.
Ein Aufruf zum Tun findet sich vor allem in der Kombi von zwei Songs: „Revolution No. 9“ ist ein chilliger Rap mit Gedanken an John Lennon, krassen Klangelementen und genialen Worthülsen, dem sich später das Mantra „Wir müssen uns bewegen“ entgegen stellt. Neben diesen spacigen und philosophischen Texten gibt es noch zwei versöhnliche Stücke am Schluss: „Auf’m Park-and-Ride von Golgotha“ wirkt als sanftes Duett zu Glockenklängen, hat aber frappierend harte Textzeilen. Im Gegenzug ist „Tragically Hip“ ganz am Ende dann doch ein echter Lovesong, der fast ohne Ironie auskommt.
Fortuna Ehrenfeld haben hier (mal wieder) ein grandioses Werk vorgelegt, das man nicht auf einzelne Stücke reduzieren darf, sondern am Stück hören muss. 42 Minuten beantworten die Fragen der Menschheit – oder werfen ganz neue auf.
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Als Elisabeth König anfing, das Leben ihres schwerstbehinderten Sohnes Tobias in Jahresrückblicken zu dokumentieren, war dies eigentlich nur für die Familie und die behandelnden Ärztinnen und Therapeutinnen gedacht. Zum Glück hat sich die Familie entschieden, diese Geschichte einer besonderen Kindheit auch als Buch zu veröffentlichen und so ihrem Sohn ein lebendiges Denkmal zu setzen.
Die Sorge um die Gesundheit der eigenen Kinder kennen alle Eltern. Für die Familie König sind diese Sorgen schon bei der Geburt ihres Sohnes sehr real geworden. Wie lebt man mit der Tatsache, dass ein Kind sich nicht normal entwickeln wird, nie sprechen und selbstständig laufen wird? Mit ihrem Buch lässt uns Elisabeth König am Alltag ihrer Familie teilhaben, mit allen Ängsten und Herausforderungen, aber auch mit all den schönen und glücklichen Momenten.
Erzählt wird interessanterweise nicht aus der Ich-Perspektive, sondern die Autorin nimmt die Rolle einer fast allwissenden Erzählerin ein, die die Geschehnisse von außen, aber mit Einblick in die Gefühlswelt der Beteiligten schildert. Dabei fühlt sie sich immer wieder auch in die Perspektive ihres Sohnes ein, was einen als Leser besonders berührt. Tobias ist das erste Kind der Königs, wird aber in eine liebevolle Großfamilie hineingeboren, deren Mitglieder zwar teilweise weit verstreut sind, aber die alle das Leben des kleinen Königs begleiten und unterstützen. Halt findet die Familie auch im christlichen Glauben, dessen Feste und Rituale fester Bestandteil des Alltags sind und den Jahreslauf strukturieren.
Wir begleiten als Leser die Königsfamilie durch die erste schwere Zeit im Krankenhaus, bei verschiedensten Therapien, Kuraufenthalten und Operationen, aber auch bei so normalen Dingen wie Hausbau und Umzug, Eingewöhnung in den Kindergarten und später den Übergang in die Schule. An zahlreichen Familienfeiern dürfen wir teilhaben, an der Geburt und Entwicklung der kleinen Schwester und vielen kleinen Erfolgen und Glücksmomenten, aber auch an Rückschlägen und Krisen.
Die ausführlichen Rückblicke umfassen die ersten elf Lebensjahre des kleinen Königs, danach ließ der zunehmend anstrengende Alltag diese nicht mehr zu. Die folgenden fünfeinhalb Jahre bis zu seinem plötzlichen Tod sind am Ende des Buches kurz zusammengefasst, außerdem gibt es ein umfangreiches Glossar, in dem Hilfssysteme, Therapien und Hilfsmittel erklärt werden.
„Tobias – Der kleine König. Eine Kindheit“ ist ein wunderbares Plädoyer für den Wert jedes einzelnen Lebens und kann uns alle nur ermutigen, auch ein schweres Schicksal mit all seinen Herausforderungen anzunehmen.
Die Voraussetzungen waren nicht besonders gut für das zweite Open-Air-Wochenende an der schönsten Konzertlocation im Saarland. In der Vorwoche durften Cro, Feine Sahne Fischfilet und AnnenMayKantereit noch bei bestem Sommerwetter die Bühne des Strandbads von Losheim am See stürmen, doch jetzt war es plötzlich nass und fast schon herbstlich.
Pünktlich zum Einlass am Donnerstag begann es zu regnen und das sollte sich auch bis zum Konzertende nicht ändern. Schade, aber nichts zu machen. Man durfte sich also an viele große und kleine Menschen in Regencapes gewöhnen. Und ja: Es war sehr viel Kleinvolk anwesend. Das lag nicht nur an Alvaro Soler, dem es mit seinem Charme stets gelingt, die Herzen vieler Generationen zu gewinnen, sondern auch an Special Guest Leony. Die Künstlerin aus der Oberpfalz ist noch gar nicht so lange aktiv. Sie hat erst ein Album auf dem Markt, aber eine ganze Legion von Hitsingles, die im Radio rauf und runter gespielt werden. Kein Wunder, dass sie für viele anwesende Kids der heimliche Star war und ihre Songs begeistert mitgesungen wurden.
Trotz der stilistischen Ausrichtung im Dancefloor- und Elektropop hatte Leony eine ordentliche Band im Gepäck und lieferte neben Elektronik und Samples auch handgemachte Musik. Das ist ein großer Pluspunkt – ebenso wie ihr sympathisches Auftreten und das Eingehen aufs Publikum. Es gab im 50minütigen Set viele Gassenhauer wie „Somewhere in Between“, „Crazy Love“, „Holding On“, „Raindrops“ und „Remedy“. Auch die Ballade „Lifeline“ wurde gespielt, wobei Leony zu Beginn allein am Piano die Begleitung übernahm. Und für alle, die sich mit den aktuellen Charts nicht so auskannten, gab es ein fulminantes Medley aus Lieblingssongs vergangener Jahrzehnte – von „Teenage Dirtbag“ über „Africa“ und „Umbrella“ bis hin zu „Don’t Stop Believing“, „Viva la Vida“ sowie „Wonderwall“. Da war für jeden was dabei und Alvaro konnte sich auf ein gut eingesungenes Publikum freuen.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene ließen sich die Stimmung regenbedingt keineswegs verderben. Die Konzertlocation ist auch gut ausgestattet mit gepflasterten, geschotterten und geteerten Flächen, so dass jeder sein festes Plätzchen fand und den Ausblick auf die Bühne genießen konnte. Es war nicht so voll wie in der Vorwoche, aber auch Donnerstag und Freitag hatten sich jeweils ca. 5000 Zuschauer*innen eingefunden.
Fotocredit: Tobias Ortmann
Sonnyboy Alvaro Soler startete seine Show pünktlich um 20.30 Uhr und verbreitete umgehend spanisches Flair im Strandbad. Wenn die Sonne schon nicht zu sehen war, brachte er sie doch musikalisch auf die Bühne. Stücke wie „Candela“, „Magia“, „Manila“ und „Loca“ sorgten für beste Laune auf und vor der Bühne. Voller Leichtigkeit und Lebensfreude gab es die eingängigen Songs mit ein wenig Melancholie und viel Optimismus.
Alvaro Soler ist ein Weltstar mit Gold- und Platin-Alben rund um den Globus, seine Musik sprüht vor Lebensfreude. Geboren in Barcelona, aufgewachsen in Japan, lebt der Popmusiker heute in Madrid und Berlin, spricht sieben Sprachen und ist in der Welt zu Hause. Schon früh lernte er, wie Musik Menschen und Kulturen verbindet, Grenzen überwinden lässt. Spätestens seit der Sendung „Sing meinen Song“ ist seine deutsche Fangemeinde riesig, seit 2021 ist er als Coach bei „The Voice Kids“ zu sehen und die Kids himmeln ihn an.
Es gab berührende Momente, als er allein am Piano seinen Eltern einen Song widmete. Auch er war nah am Publikum und unterhielt sich mit einer Zuschauerin, die ihm erzählte, wir sehr seine Musik und seine Persönlichkeit ihr aus der Magersucht heraus geholfen haben. Es war spürbar, dass Alvaro von solchen Momenten emotional berührt war und ihn die Geschichten der Menschen nicht kalt lassen.
Vor den Zugaben brachte Alvaro mit seiner spielfreudigen Band eine Livepremiere auf die Bühne – eine Single, die erst nächsten Freitag erscheint. Und trotzdem wurde beim zweiten Refrain schon kräftig mitgesungen. Der Funke zwischen Künstler und Publikum sprang auch hier schnell über. Das Konzert war mit knapp über 90 Minuten nicht exorbitant lang, aber zusammen mit der Performance von Leony kann man doch von einem gelungenen Abend und einer Menge guter Musik sprechen. Das durchnässte Publikum ging jedenfalls weitestgehend freudig nach Hause und freute sich aufs wärmende Bett.
Am nächsten Abend sah es zu den alten Recken von Fury in the Slaughterhouse zunächst besser aus. Zum Einlass blieb es trocken, doch just als Support 3 Miles to Essex seinen Set begann, ging ein durchwachsener Platzregen auf das Strandbad nieder. Sänger Volker Rechin erklärte das folgendermaßen: Er habe sich mit den Furies abgesprochen, dass sich alle Wolken noch während seines Auftritts ausregnen sollen, damit es dann später eine trockene Feiergrundlage für den Topact gibt. Nun denn.
Die Performance von 3 Miles to Essex hat mich dann sehr überrascht. „Er gehört zur Familie“, hatte Christof Stein-Schneider ihn angekündigt. Und wie wir später erfahren sollten, war er schon für Fury als Songwriter tätig. Jetzt aber war er ganz allein mit Gitarre aif einem großen gelben Sessel auf der Bühne zu sehen. Die Band besteht eigentlich aus zwei Leuten, doch Sebastian Demmin ist zur Zeit mit Dieter Thomas Kuhn unterwegs, daher wurden musikalische Elemente des Kompagnons eingesampelt. Die Band hat erst eine EP draußen, doch was es zu hören gab, war sehr erdig und solide. Volker sang schöne akustische Stücke mit rauchiger Stimme und hatte sympathische Ansagen dazu zu bieten. Für den Sohn gab es „Paper Aeroplane“, „Rooftop“ ging durch die Decke und als gelungene Coverversion durfte U2s „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“ herhalten. Der 45minütige Set ging kurzweilig vorbei und war eine perfekte Einstimmung auf Fury.
Fotocredit: Ronja Hartmann
Die Band aus Hannover ist nun auch schon lange unterwegs. Das erste selbstbetitelte Album von Fury in the Slaughterhouse erschien 1988 und das grandiose „Mono“ kann schon dreißigsten Geburtstag feiern. Das wurde dann in Losheim auch ausgiebig getan. Kai Wingenfelder verkündete, dass es drei Arten von Songs geben wird. Viele Stücke vom neuen Album „Hope“. Damit war das Publikum nicht unbedingt glücklich, aber immerhin ist es das erste Nummer-1-Album von Fury (auch wenn das in heutigen Zeiten nicht mehr viel zu bedeuten hat). Außerdem sollte „Mono“ ausgiebig gefeiert werden, auch mit Stücken, die lange nicht mehr im Repertoire waren. Zu guter letzt waren natürlich auch genügend Klassiker am Zug – keine Sorge für alle, die in Nostalgie schwelgen wollten.
So startete man mit „Cut Myself Into Pieces“ in den über zweistündigen Set und sofort war das alte Fury-Feeling wieder da. Sie sind einfach eine Band für Festivals und verstehen es, die Stimmung hoch zu kochen und oben zu halten. Viele neuere Stücke wie „Letter To Myself“, „Better Times Will Come“ und „Why Worry?“ fügten sich gut in den Set, doch es brauchte Songs wie „Radio Orchid“ um das Publikum zum Mitsingen zu bewegen. Und damit war man schon mitten in der „Mono“-Ära, die auch vergessene Perlen wie „Friendly Fire“ mit sich brachte. Sehr schön!
Es gab „Words“ in akustischer Form und das beliebte „Dead and Gone“ mit Banjo und Handybeleuchtung. Zu „Haunted Head and Heart“, das wundervoll von Thorsten Wingenfelder interpretiert wurde, konnten die Furies in Erinnerungen an die Region schwelgen, erzählten von Konzerten in Trier, Saarburg, Konz und Zerf – und natürlich in Losheim, wo sie schon häufig zu Gast waren.
Nach dem Power-Zwischenspiel „Dancing in the Sunshine of the Dark“ wurde es nochmal ruhiger. Volker Rechin kam wieder auf die Bühne, da er das neue Stück „So Are You“ für die Band geschrieben hat. Ein Friedenslied im Angesicht des Ukraine-Kriegs, das er nun mit akustischer Gitarre begleiten und im Duett mit Kai vortragen durfte. Ein ganz besonderer Moment.
Angetrieben durch diese Grundidee des Albums „Hope“ hat die Band die NGO-Kampagne „Hoffnung verändert Alles“ ins Leben gerufen. Mit dieser Aktion setzt man das soziale Engagement von ausgewählten Hilfsorganisationen, NGOs und Vereinen in den Fokus, sammelt im Rahmen der Open-Air-Tournee Spenden. In Losheim sollte es um das politische und soziale Kulturzentrum COMMUNE gehen, das momentan in Saarbrücken entsteht und das dringend Unterstützung braucht.
Eine andere Organisation – eher nicht so gemeinnützig – wurde ironisch besungen: Mein Lieblingslied „Trapped Today, Trapped Tomorrow“ hatte man wie so oft der Deutschen Bahn gewidmet. Nach 90 Minuten, in denen es tatsächlich wie versprochen nicht mehr geregnet hatte, endete der Hauptset mit dem genialen Triple „Every Generation Got Its Own Disease“, „Milk and Honey“ sowie „Time to Wonder“. Mit solchen Klassikern hatte die Band alle Zuschauer*innen ganz auf ihrer Seite – es wurde gejubelt, gesprungen, gefeiert.
Im Zugabenblock nochmal nachdenkliche Töne. „More Than A Fried“ war dem Fury-Manager und Wacken-Veranstalter Holger Hübner gewidmet und der Doppeltrack „Far Cry From Home / Who Am I“ schlug den Bogen vom Papst und der katholische Kirche hin zu wichtigen Figuren der Weltgeschichte – im Schwanken zwischen Pessimismus und neuer Hoffnung. Zum Feiern gab es natürlich „Won’t Forget Theses Days“ und Christofs Paradestück „Kick It Out“.
So vergehen unvergessliche Konzertabende in Losheim am See. Und es wird natürlich auch 2024 wieder große Momente geben. Der erste Act steht schon fest: PUR am 24.8.2014 – wir sehen uns!
Setlist FURY am 1.9.2023, Strandbad Losheim am See
Cut Myself Into Pieces
Letter to Myself
Better Times Will Come
Why Worry?
Radio Orchid
Pure Love
Friendly Fire
Words
Dead and Gone
Haunted Head and Heart
Dancing in the Sunshine of the Dark
So Are You
Good Day to Remember
Don’t Give Up
Trapped Today, Trapped Tomorrow
Every Generation Got Its Own Disease
Milk and Honey
Time to Wonder
More Than a Friend
Won’t Forget These Days
Far Cry From Home/Who Am I
Kick It Out
Bring Me Home
„In Clash with the Zeitgeist“ ist bereits das dritte Album der Band aus Cottbus. Seit der Gründung im Jahr 2018 musiziert das aus René Methner und seiner Frau Cindy bestehende Indie-Rock-Duo fernab vom Mainstream. Der Bandname ist der Liebe zu Griechenland geschuldet, denn „Paralia“ bedeutet Strand.
René hat in den 90ern schon in verschiedenen Bands gespielt. Erst viel später hat er Cindy kennen gelernt, sich verliebt und sie schleunigst zu seiner Duettpartnerin gemacht. Das funktioniert hervorragend, denn gerade das Zusammenspiel ihrer so unterschiedlichen Stimmen macht den Reiz der neuen Songs aus.
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Sehr stark, wenn in „Mr. Perry“ eine Opernstimme breiten Raum einnimmt und sich mit dem modernen Sound vermischt. Waren die ersten beiden Alben der Band im Indie-Rock der späten Achtziger und frühen Neunziger zuhause, ist der musikalische Kosmos dieses Mal deutlich weiter gestrickt: Neben Sechziger-Einflüssen und psychedelischen Elementen spielen Para Lia auch mit Garagen-Rock und frühem Prog-Rock. „Man könnte also sagen: Wir haben noch ein bisschen mehr von dem, was nicht up to date ist, in unsere Songs gepackt und sind jetzt erst Recht im Clash mit dem Zeitgeist“, erklärt René.
Der Longtrack „Naguel“ ist ein gutes Beispiel dafür, weckt er doch nostalgische Gefühle zur Musik der frühen 70er Jahre. „Sunchild“ kommt als optimistischer Lovesong ans Leben. „C‘est La Vie“ lebt mit lauten Gitarren den harten Garagenrock und verliert sich in grandiosen Soli. So vermeidet man Schubladen und liefert ein durch und durch vielseitiges Album.
Para Lia werden mit „In Clash With The Zeitgeist“ noch auf einem anderen Level wachsen. Bisher hat die Band nämlich noch nie live auf der Bühne gestanden, doch das soll sich bald ändern. „Wir sind in den letzten Jahren so oft gefragt worden, wann Para Lia live zu erleben ist, dass wir vier tolle Musiker um uns geschart haben und nun gemeinsam im Proberaum an der Live-Umsetzung arbeiten“, so René. „Und so findet im Augenblick eine wunderbare Metamorphose statt – aus 2 mach 6: Para Lia verändert sich vom Duo-Studio-Projekt zur Sechser-Kapelle on Stage!“ Man darf sehr gespannt sein auf den Livesound.
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Jasmine Lucilla Elizabeth Jennifer van den Bogaerde ist ein verdammt langer Name und die junge Frau tat zu Beginn ihrer Karriere gut daran, sich mit Birdy einen passenden Künstlernamen zuzulegen. Sie ist erst 27 Jahre alt, kann aber schon auf fünf herausragende Studioalben zurückblicken. Die ersten drei Werke hat sie noch im Teenager-Alter geschrieben. Die Pubertät sorgte damals für schwermütige, melancholische Balladen, die eine ganze Generation mitnahmen. Nach einer kurzen Schaffenspause wandelte dann „Young Heart“ auf den Spuren von Nashville (HIER unsre Review) und die Neuausrichtung gab Birdy wohl die Kraft, schon zwei Jahre später ein neues, sehr energievolles Album zu präsentieren, das den Titel „Portraits“ trägt.
„Portraits“ kommt nach dem Herzschmerz-Album „Young Heart“ wieder optimistischer und selbstbewusster daher. Stilistisch ist es am Pop der 80er angelehnt und klingt doch ganz modern, wie schon der Opener „Paradise Calling“ beweist. Birdy war bei allen elf Songs als Songwriterin beteiligt. Damit geht sie bewusst keine Kompromisse ein. Es finden sich hymnische Hits wie „Raincatchers“ mit genialer orchestraler Einlage, das starke „Ruins I“ und auch die Ballade „Your Arms“, die aber diesmal ziemlich allein steht.
Birdy sagt zu den neuen Stücken: „Nachdem ich fünf Jahre lang an meiner vorherigen Platte gearbeitet hatte, die ziemlich emotional und intensiv war, wurde PORTRAITS mit einer grüblerischen Dringlichkeit aus der Asche geboren, die ich zuvor nicht gespürt hatte. Natürlich habe ich versucht, etwas zu schaffen, das den Energieschub in mir widerspiegelt. Ich war begeistert von einer Mischung aus synthetischen und akustischen Klängen und fand viel Freiheit und Freude beim Vorstoß in ein neues Klanguniversum, von dem ich früher dachte, dass ich nie authentisch darin existieren könnte.“
So bekommen dann Elektropop-Nummern wie „Heartbreaker“, „Ruins II“ und „Battlefield“ einen ganz neuen Stellenwert und geben dem Album viel Energie mit. Nicht von ungefähr erinnert die Stimme der Britin manchmal an die unvergleichliche Kate Bush. Aber keine Sorge, auch die Melancholie und Birdys einzigartige, manchmal sehr zerbrechliche Stimme kommen nicht zu kurz – dafür bürgt schon der grandiose Titelsong.
Birdy hat es mit „Portraits“ geschafft, nicht auf der Stelle stehen zu bleiben. Natürlich könnte sie weiterhin die Balladen-Queen geben, aber sie will mehr. Das gute Songwriting ist geblieben – und hinzu kommt nun ein neuer, frischer Popsound, der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt.
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Ist das tatsächlich schon das 16. Album von den Flower Kings? Da fehlen mir einige im CD-Regal. Ist nicht weiter tragisch – das beweist auch dieses Album, weil die Flower Kings im Vergleich zu anderen, weniger albumpräsenten Prog-Institutionen wie Transatlantic keine allzu großen Begeisterungsstürme erwecken.
Alles klingt, wie irgendwo schon mal gehört, behäbig und beliebig austauschbar. Die angebliche Super-Group kann auch mit „Look atyounow“ nicht bei mir zünden. Zu dominant ist die Hammond-Orgel in einigen Songs.
Textlich schneiden die Flower Kings besser ab. Sänger RoineStolt bezeichnet einige Songs als eine fröhliche Melodie mit blumigen, sonnigen Themen. Blumig ist das Cover auf jeden Fall: Ein Auge in Herzform mit Sonnenblumen soll das verdeutlichen, was Stolt über das neue Werk aussagt.
Die 13 Titel haben eine Spielzeit von 68 Minuten. Einziger Longtrack ist die Schlussnummer, das titelgebende „Look atyounow“ (11:50).
Celia May ist eine authentische Künstlerin der Next Generation Pop mit eigenem Stil. Ihre expressive Stimme auf originellen Beats kreiert den spannenden internationalen Sound.
2021 debütierte Celia May mit dem Charaktersong „Before I Sleep“. 2022 erschien die von Initiative Musik geförderte EP „Milk & Blood“.
Am 1. September 2023 erscheint nun ihre neue Single „Snooze“ zusammen mit einem Musikvideo geprägt von Großstadt-Ästhetik und Rebellion. Ein Vorreiter, der Lust auf Celia Mays vollständiges Album macht.
„Snooze“ ist die Gegenbewegung zum ständigen Self Improvement und Erfolgswahn, den man im Moment allgegenwärtig spürt. Ein Studium, ein guter Job, besser, schneller, effektiver. Wie viel Leistung ist genug?
Fotocredit: Celia May
Celia erhebt ihre Stimme für all diejenigen, die diese Erwartungen der Gesellschaft oder der eigenen Familie spüren und sich entschließen: nicht für mich. Es geht darum seinen eigenen Weg zu gehen und alles andere links liegen zu lassen.
Hintergrund für den Song ist Celias eigene Erfahrung: „Wenn man den Leuten erzählt, dass man Künstlerin werden möchte, wird man im besten Fall nur etwas schief angeschaut und im schlimmsten belächelt oder belehrt. Viele denken sie wüssten besser was der richtige Weg ist.“
Es ist ok vom geraden Weg abzukommen und es ist ok nicht perfekt zu sein! Gerade die innere Unordnung, der Schmerz und die zerbrochenen Teile verleihen einem Stärke, Kreativität und Individualität. Ein Song mit einer starken Message, die zu Mut und Rebellion anregt.
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