Die Kult-Blechbläsertruppe MNOZIL BRASS aus Österreich kann man kaum in eine Schublade stecken. Es gibt volkstümliche Blasmusik und Jazz, Rock und Pop, Comedy und A-cappella-Gesang. Der musikalische Mix ist wie eine Reise durch viele Stilrichtungen und Epochen. Und das funktioniert jetzt schon seit 30 Jahren! „Jubelei“ heißt das aktuelle Programm, mit dem die sieben Musiker am Mittwoch in der Gebläsehalle Neunkirchen zu Gast waren. Die Location war nahezu ausverkauft. Klar – denn der Name der Band bürgt für Qualität und einen kurzweiligen Abend.
Ein typischer Abend mit Mnozil Brass fühlt sich weniger wie ein steifes Konzert und mehr wie eine unterhaltsame Bühnenshow an. Die Musiker kommen nicht einfach auf die Bühne, spielen ihr Programm herunter und gehen wieder, sondern interagieren ständig miteinander und mit dem Publikum. Es gibt kleine Geschichten, Running Gags („Määääh“) und oft auch überraschende Wendungen, bei denen Musikstücke ineinander übergehen oder plötzlich eine ganz andere Richtung einschlagen.
Ganz sanft saßen fünf der Musiker beispielsweise am Bühnenrand und sangen zu einem Glockenspiel und unterschiedlichen Geräuschen das Beatles-Cover „Blackbird“. So wundervoll – und ohne Verstärkung durch die ganze Halle zu hören, da das Publikum sehr andächtig an ihren Lippen hing. Dann wieder jazzige Unterhaltung im Schnelltempo, bevor man für eine emotionale instrumentale Version von „Tears in Heaven“ wieder runterfuhr.
Was besonders auffiel, war die Dynamik, denn ruhige, sehr präzise gespielte Passagen wechselten sich mit energiegeladenen, fast schon chaotisch wirkenden Momenten ab. So gab es filigrane Klänge mit viel Behutsamkeit, auf die „Final Countdown“ hymnisch und mit übertriebener Choreo folgte. „99 Luftballons“, „Englishman in New York“, ein Auszug aus dem Musical „Grease“ und „One Moment in Time“ folgten in einem Medley. Genregrenzen wurden jederzeit gesprengt. Die Musiker bewegten sich ständig auf der Bühne, nutzten Mimik und Gestik und bauten so eine starke Verbindung zum Publikum auf.
Nach 50 Minuten gab es eine Pause, dann ging es hardrockend mit „Hells Bells“, „Thunder“ und „Highway to Hell“ weiter. Alles wie geschaffen für eine blasmusikalische Umsetzung. „Somewhere Over the Rainbow“ wurde nur zu zweit dargeboten, dann erklang die Posaune zu einem mehrstimmigen Chor. Und auch „Music“ von John Miles – das Paradestück aus allen Hitparaden – erklang in fantastischen Tönen.
Musikvereine lieben Mnozil Brass, das spürte man unter den Fans, die den Standard „Rosamunde“ stimmgewaltig mitsangen. Zum Schluss nochmal etwas Comedy, wenn ein Musiker die Posaune mit den Füßen spielte – und nach gut zwei Stunden reiner Konzertlänge ging der Abend mit einem Edelweiß-Lied zu Ende. Es war eine kreative und offene Show. Mnozil Brass sind auch nach über dreißig Jahren und einigen Besetzungswechseln immer noch großartig!
Der Autor Joe Hill heißt eigentlich Joseph Hillström King und stammt aus dem US-Bundesstaat Maine. Aha, kennen wir doch. Von dort stammt auch der Horrormeister Stephen King. Und tatsächlich ist Joe einer der beiden Söhne des Bestsellerautors. Die ganze Familie schreibt: Tabitha King und auch Owen King sind schriftstellerisch aktiv. Doch es ist schon bezeichnend, dass Joe Hill ganz darauf verzichtet, mit dem Namen des berühmten Vaters Promotion zu machen. Warum? Weil er es nicht nötig hat! Hill hat sich längst freigeschwommen und mit Stories wie „Christmasland“ und der Comic-Reihe „Locke & Key“ (beides erfolgreich verfilmt) für Furore gesorgt.
„King Sorrow“ ist eigentlich ein dicker Wälzer, der nun auf Deutsch in zwei Teilen erscheint. Band 1 umfasst bei Heyne immerhin schon 592 Seiten. Teil 2 wird im Juli erscheinen.
Kurz zur Story: Das renommierte Rackham College in Maine. Als Vorzeigestudent Arthur Oakes und seine Freunde in einem alten okkulten Text aus der Universitätsbibliothek ein Ritual entdecken, mit dem man angeblich einen Drachen beschwören kann, beschließen sie in einer rauschhaften Silvesternacht, die Probe aufs Exempel zu machen. Was als Spiel beginnt, wird schon bald zum Albtraum. Eine uralte und mächtige Wesenheit erwacht. Und sie ist hungrig…
Als Leser war ich sehr schnell in der spannenden Story drin. Zunächst geht es darum, Arthur und seinen illustren Freundeskreis kennen zu lernen. Das passiert in umfangreichen Anekdoten, die zu Beginn aufgrund der vielen Namen noch etwas verwirrend erscheinen, doch bald lichtet sich das Feld und man hat die Protagonist*innen und Antagonist*innen intus.
Vieles erinnert mich an das Setting von Kings „Es“ und an die bekannte Serie „Stranger Things“. Nicht nur – aber auch – weil die Erzählung in den 80er Jahren startet. Es ist eine typische Comig-of-Age-Story, die das Heranwachsen einer Gruppe junger Leute beschreibt. Ihre Beziehungen, ihre Träume, ihre Fehler. Sehr anschaulich beschrieben und schön nachvollziehbar.
Dann kommt die Story in Gang, als mystische Elemente auftauchen: Der monströse Drache King Sorrow wird herauf beschworen, um die Erpresserin Jayne Nightswander zu stoppen, die sich zu Arthurs Nemesis entwickelt hat. Doch man muss einen Preis zahlen, wenn man eine solche Kreatur um Hilfe bittet – und man wird sie nicht mehr los.
„King Sorrow“ ist eine Geschichte um Traumata und verdrängte Erinnerungen. Die Taten der Vergangenheit haben Auswirkungen auf ein ganzes Leben. So entwickelt sich eine abenteuerliche Abfolge von Geschichten, die „King Sorrow I“ mit einem Höhepunkt enden lässt, der das Warten auf den zweiten Teil zur Qual machen kann.
Der Vergleich mag müssig sein, aber Joe Hill steht Stephen King kaum nach. Er schreibt ebenso lebendig und spannungsgeladen. Dabei zieht er die Leserschaft in eine ganz eigene Welt, in der man sich ein Stück weit zuhause fühlen kann. Ein wundervoller Roman für Horror-Fans, die zudem die Nostalgie der 80er Jahre verinnerlicht haben.
Während mit „Aurora“ das nach offizieller Zählung 24. Studioalbum von YES bei InsideOut / Sony Music in den Startlöchern steht, gibt es aus dem Hause Mercury / Universal einen wertigen Release, um die Wartezeit bis Juni zu überbrücken.
Das Album „From a Page“ der britischen Progressive Rocker ist vor allem ein interessantes Stück Bandgeschichte. Es handelt sich weniger um ein klassisches Studioalbum als vielmehr um eine Art musikalische Zeitkapsel mit recht seltenen Aufnahmen. Ursprünglich erschien es 2019 als Mini-Album mit vier Songs, die schon um 2010 aufgenommen worden waren aber damals keinen Platz auf dem regulären Studioalbum „Fly from Here“ (2011) fanden.
Was das Werk so besonders und wertvoll für Fans macht, ist der Kontext seiner Entstehung: Die Aufnahmen stammen von einer spezifischen Besetzung der Band mit Chris Squire, Steve Howe, Alan White, Kurzzeit-Sänger Benoît David und Keyboarder Oliver Wakeman. Gerade Wakeman spielte eine zentrale Rolle bei dem Release. Er war nicht nur maßgeblich am Songwriting beteiligt, sondern stellte die lange unveröffentlichten Aufnahmen acht Jahre später zu einer EP zusammen und veröffentlichte sie 2019 als eine Form späte Würdigung für den 2015 verstorbenen Squire.
Musikalisch bewegt sich „From a Page“ klar im Progressive Rock, wirkt dabei aber oft kompakter und zugänglicher als die epischen Klassiker der 70er. Die vier ursprünglichen Stücke – „To the Moment“, „Words on a Page“, „From the Turn of a Card“ und „The Gift of Love“ – zeigen melodische Strukturen, vielschichtige Arrangements und typische YES-Elemente wie filigrane Gitarrenarbeit und dichte Keyboardflächen. Wakemans großer Einfluss ist unverkennbar. Gleichzeitig merkt man, dass das Material aus einer Übergangsphase stammt: Es verbindet den klassischen Sound mit moderneren, teilweise fast poppigen Ansätzen.
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Spannend ist auch die Veröffentlichungsgeschichte: Aus dem kleinen Mini-Album wird jetzt 2026 eine deutlich erweiterte Version, die zusätzliche Tracks, alternative Fassungen und Demos aus denselben Sessions enthält. Dadurch bekommt man einen tieferen Einblick in den kreativen Prozess rund um „Fly from Here“ und hört, wie sich Ideen innerhalb der Band entwickelten – teilweise in Versionen, die sich deutlich von den später veröffentlichten Songs unterscheiden.
„From A Page“ wird als 2-CD-Box-Set und als 2-LP-Version angeboten. Die 2CD-Edition mit Artwork von Roger Dean bietet ein Booklet mit ausführlichen Liner Notes von Oliver Wakeman, ein ausklappbares Poster und 5 Kunstkarten, verpackt in einer Clamshell-Box. Die Doppel-LP präsentiert die Musik gepresst auf zwei 180-Gramm-Vinylplatten, die im Half-Speed-Verfahren gemastert wurden. Die beiden LPs sind in einem Gatefold-Cover verpackt, das das künstlerische Artwork zeigt, das Roger Dean für dieses Album entworfen hat.
Unterm Strich ist „From a Page“ kein typisches Hauptwerk der Band, sondern eher ein Blick hinter die Kulissen – aber genau das macht seinen Reiz aus. Für Fans ist es ein wertvolles Dokument einer wenig beleuchteten Phase von YES, in der sich zeigt, wie viel ungenutztes Material und kreative Energie selbst in den Zwischenzeiten dieser legendären Band steckt.
Die deutsche Chansonsängerin und Schauspielerin Ute Lemper zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen des internationalen Musiktheaters. Geboren 1963 in Münster, wurde sie zunächst durch ihre Rollen in Musicals wie „Cabaret“ und „Chicago“ bekannt und machte sich später vor allem als Interpretin der Werke von Kurt Weill und Bertolt Brecht einen Namen. Ihre Karriere war dabei von Beginn an ungewöhnlich vielseitig: Lemper ist nicht nur Interpretin, sondern auch Tänzerin und Autorin mit engem Bezug zur europäischen Kabarett-Tradition. Dabei zeigt sie stets einen starken Hang zu politischen und historischen Themen.
Mit ihrer aktuellen Tour war sie am Dienstag in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen zu Gast und konnte im voll besetzten Haus glänzen. Im Programm „Die Zeitreisende“ knüpft sie genau an oben benannte Vielschichtigkeit an und treibt sie sogar noch weiter. Das Konzert ist weniger ein klassischer Liederabend als vielmehr ein kunstvoll komponierter Abend zwischen Konzert, Lesung und autobiografischem Theater. Ute Lemper greift dabei auf ihre 2023 erschienene Autobiografie zurück und verwebt persönliche Erinnerungen mit musikalischen Stationen ihres Lebens.
Die Sängerin betrat die Bühne nicht als bloße Interpretin, sondern als Erzählerin ihres eigenen Lebens. Zur musikalischen Begleitung hatte sie Vana Gierig am Piano und Giuseppe Bassi am Kontrabass dabei. Sie startete mit dem jiddischen „Donna Donna“. Weiter ging es mit eigenen Stücken („Time Traveler“) und Musical-Highlights wie „All That Jazz“. Zwischen den Songs sprach sie über ihre Kindheit, ihre künstlerischen Anfänge in Europa und ihren späteren Weg nach New York. Diese narrative Struktur zog sich durch das gesamte Programm und verlieh dem Konzert eine filmische Dramaturgie, die durch kurze Einspieler auf der Bühnenrückwand noch ergänzt wurde. Es entstand der Eindruck einer gedanklichen und persönlichen Reise durch Zeiten, Orte und Emotionen.
Jazzig verspielt zelebrierte Lemper aoft ein lautmalerisches Singen. In der Art ihres Erzählens wirkt sie oft verträumt und weinerlich. Musikalisch bewegte sich die Sängerin aber souverän zwischen Genres und Epochen. Italienische Stücke wie „Madrigal escrito en invierno“ standen neben Chansons von Édith Piaf und Liedern aus ihrem eigenen Repertoire. Hinzu kamen die emotionalen Stücke von Kurt Weill, der Brecht und Kästner vertont hatte. Die Songs flossen zum Teil ineinander, wurden von erzählerischen Passagen getragen und bildeten so ein zusammenhängendes Ganzes. So entstand eine intime Atmosphäre, die ganz auf Stimme und Ausdruck konzentriert war.
Thematisch scheute Lemper auch vor schweren Stoffen nicht zurück. Erinnerungen an das geteilte Berlin, Reflexionen über Geschichte und persönliche Konflikte – all das fand seinen Platz im Programm. Gleichzeitig blitzen immer wieder humorvolle Momente auf, etwa wenn sie Anekdoten aus ihrer Karriere erzählte oder berühmte Weggefährten, vor allem Marlene Dietrich, porträtiert. Man konnte Ute fast mit Marlene gleichsetzen, wenn sie deren von Deutschland und dem Bühnenleben frustrierte Art nachmachte und viele gemeinsame Anekdoten erzählte.
Das Publikum honorierte den sehr persönlichen und oft berührenden Abend mit starken Applaus. Lemper zeigt auf der aktuellen Tour einmal mehr ihre Fähigkeit, Biografie, Geschichte und Kunst zu einem stimmigen Gesamterlebnis zu verschmelzen. Dabei gab es überraschend keine Pause, sondern 110 emotionale Minuten am Stück. Und der Abschluss mit „Blowin‘ In The Wind“ und „Imagine“ war absolut berührend.
Vier Nummer-1-Alben, dazu gigantische Tourneen mit Hunderttausenden ekstatischen Fans – und dann: zwei Jahre Funkstille. Jetzt ist es endlich wieder soweit! Im Sommer 2026 kehren die BROILERS mit voller Wucht auf die Bühne zurück.
Nachdem das Heimspiel im Düsseldorfer Stadion – das Mega-Konzert „Ultrabowl“ – ein Jahr im Voraus mit 45.000 Tickets ausverkauft meldet, ist spätestens klar:
Die BROILERS müssen wieder raus. Raus auf die großen Bühnen, in die Stadien und auf die Plätze. Dorthin, wo sie hingehören. Dorthin, wo ihre Songs und ihre Energie am stärksten wirken – mitten rein ins Herz ihrer eingeschworenen Fangemeinde.
Ein BROILERS-Konzert ist wie ein Kinofilm, in den man unbedingt rein will und der einem dann nicht mehr aus Kopf geht – voll von allen Emotionen – Gänsehaut, Leidenschaft und pure Freude.
Über zwei Stunden pure Energie, mitreißende Refrains, echte Haltung, packende Stories – und diese unbändige Spielfreude, die jede Halle, jedes Stadion zum Beben bringt und selbst in einem großen Kessel mit 44.999 anderen ein Gefühl erzeugt, als sei man zusammen in einem kleinen Underground Club in den Kellern Deiner Stadt.
Kein Wunder, dass die BROILERS längst zu den größten Live-Acts im deutschsprachigen Raum zählen. Trotz aller Erfolge sind sie sich treu geblieben:
Mit ihren Wurzeln tief verankert in der Punkbewegung, mit klarer Kante und einer Authentizität, die man in der heutigen Musiklandschaft selten findet. Genau das schweißt sie mit ihren Fans auf eine Weise zusammen, die jedes Konzert zu etwas ganz Besonderem macht.
Die BROILERS können auf ihre Anhängerschaft zählen. Eine eingeschworene Familie, die entscheidend zu der ganz besonderen Magie ihrer Shows beiträgt.
Broilers geht nur zusammen!
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Seit ihrer Debüt-EP „Billstedt“ aus dem Jahr 2020 schrauben Christian Klindworth, Antoine Laval und Lars Brunkhorst an ihrem ganz und gar eigenen Sound zwischen Postpunk und melodienverliebtem Indierock. fluppe haben mit „blüte“ (2021) und „boutique“ (2023) zwei Alben veröffentlicht. Sie sind beim Reeperbahn Festival aufgetreten, haben für Turbostaat eröffnet, doch vor allem sind sie unermüdlich durch die Clubs getourt und haben ihre eigenen Shows gespielt.
Aber klar, auch an fluppe schrappt die Polykrisen-Gegenwart nicht einfach vorbei, zumal es vermutlich unumgänglich ist, dass hier und da mal Cure-Gitarren durchschimmern, wenn man ein Album mit Produzent Tobias Siebert (Klez.e, And The Golden Choir) aufnimmt. Und es war auch Siebert, der fluppe den entscheidenden Schubser gegeben hat, als die Band zu Beginn des gemeinsamen Arbeitsprozesses nicht so recht wusste, wer auf den neuen Stücken denn nun eigentlich singen soll: „Ihr habt in Hamburg doch diese Musikerkneipe namens Mutter, da kommt ja eigentlich jeder Zweite dafür in Frage.“ fluppe haben also mal wieder einen Abend in der Mutter verbracht – aber dass den Job jetzt einfach mal Barkeeper Oscar Pursch übernimmt, dürfte dann wohl auch Siebert überrascht haben.
Gleich dieser Opener macht klar, dass fluppe die Beschissenheit der Dinge zwar keinesfalls leugnen, musikalisch aber mächtig dagegenhalten. War schon in der Vergangenheit davon die Rede, dass bei den Hamburgern bestenfalls noch internationale Referenzen funktionieren, so sind auch die bei Album Nummer drei nur noch schwer auszumachen. Vielleicht passt der popgewordene Indierock der Fontaines D.C. – nur lassen fluppe da dann Schnickschnack und Style-Berater weg.
„Beest“ ist das Album einer Band, die ihren Sound ein bisschen weiter ausdefiniert. Würden wir es nicht besser wissen, würden wir „Beest“ als das Debüt von fluppe feiern. Diese Woche startet die dazugehörige Tour in Fürth!
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Es war 1994 beim „Eurovision Song Contest“ in Dublin. Dort wurde als Pausenfüller eine Show aufgeführt, die der irische Tänzer Michael Flatley gemeinsam mit dem Komponisten Bill Whelan ins Leben gerufen hatte. Ihr Name war „Riverdance“ und just an diesem Tag begann ihr Siegeszug um die Welt. Noch heute wird die Mischung aus Stepptanz und keltischer Musik weltweit sehr erfolgreich und in unterschiedlichen Ausprägungen aufgeführt. Ganz vorne in der Hitliste steht dabei die Original-Show „Riverdance“, dicht gefolgt von Flatleys erfolgreichem Nachfolger „Lord Of The Dance“, bei welcher er als tanzender Protagonist noch stärker im Vordergrund stand. Das tänzerische Drama um Gut und Böse wird schon seit 1996 in den großen Arenen gespielt und feiert im Moment die Jubiläumstour zum 30jährigen Bestehen – so auch am 19. April in der SWT Arena Trier. Flatley steht schon seit 2016 nicht mehr als Tänzer auf der Bühne, doch der Geist seiner Idee steckt in jedem neuen Ensemble.
Das Bühnenbild in der aktuellen Produktion ist recht schlicht gehalten. LCD-Leinwände im Hintergrund und aufgebaute Treppen, damit sich das Geschehen auf verschiedenen Ebenen abspielen kann. Wechselnde Stimmungsbilder werden durch die häufig gewechselten Kostüme und die Lightshow aufgebaut. Während „Riverdance“ noch vom Siegeszug der keltischen Musik durch die Welt berichtete und den Einfluss dieser Musik auf viele modernere Spielarten zum Inhalt hatte, erzählt „Lord Of The Dance“ eine ziemlich banale Gut-gegen-Böse-Story, die auf einer irischen Legende beruht. Den roten Faden findet man in den klischeebeladenen Figuren, die entweder in strahlenden Kleidern oder als dunkle Gestalten mit Totenkopf-Masken und in Militär-Kleidung auftreten. So gibt es zwei Protagonisten, die sich als Anführer der Gruppierungen bekämpften, gut aussehende Mädels, die sich mal für die eine, mal für die andere Seite entscheiden, und eine bunte Sagengestalt mit Flöte, die bisweilen auf Seiten der Guten eingreift.
Ein nahezu ausverkaufte SWT Arena genoss die Show um den „Lord Of The Dance“ in Trier. Die fade Story war definitiv nur schmückendes Beiwerk. Es kam auf die tänzerischen Fähigkeiten an, die pure Artistik bedeuteten. Die Synchronität der Tänzer war stets aufs Neue faszinierend. Das betraf vor allem die wild und wirbelnd schnell über die Bühne stampfenden Männer, aber auch die Frauengruppe, die meist eher in Ballettfiguren schwebte, bisweilen aber ebenfalls in den Stepprhythmus verfiel. Gebremst wurde das Geschehen durch erzählende Elemente und die Gesangseinlagen einer irischen Sängerin.
Zu Beginn wurde als Video-Einspieler die Historie der Show und Flatleys Karriere nacherzählt. Im Zugabenblock gab es dann einen dreifachen Michael Flatley auf der großen Leinwand, der mit sich selbst um die Wette steppte. Sehr beeindruckend!
Zweimal 45 Minuten dauerte das Spektakel. Es gab einige wundervolle Momente, wie das erste Auftauchen der Flöte ganz zu Beginn, das mich umgehend in die musikalische Story entführte. Das hymnische Hauptmotiv war mitreißend und regte bei jedem Auftauchen zum Mitwippen und Mitklatschen an. Die Fähigkeiten der Tänzer lagen auf höchstem Niveau. Besonders beeindruckend fand ich stets den synchronen Reihentanz und die rhythmischen Stepp-Elemente. Die Frauen traten sehr anmutig auf, wenn auch die Passage in schwarzer Unterwäsche (nach dem Motto „Sex sells“) durchaus verzichtbar gewesen wäre. Eine bunte Disco-Aufmachung hingegen wirkte als willkommene Abwechslung im keltischen Einheitsbrei. Und in Sachen Gendergerechtigkeit wurden auch die Herren der Schöpfung mehrfach mit freiem, muskelbepacktem Oberkörper gezeigt, was den Fans hörbar gefiel.
Was etwas nervte war die nicht vorhandene Abwechslung im musikalischen Teil. Keltisch und immer wieder keltisch. Selbst die getragenen Gesangsstücke hörten sich alle gleich an. Bei der Originalshow „Riverdance“ hingegen darf man sich auf eine Abwechslung in Richtung Flamenco oder HipHop freuen. So etwas fehlt bei „Lord Of The Dance“ völlig. Einzig ein kurzer gitarrenrockender Moment zu Beginn der Zugabe war auszumachen. Am Ende gab es donnernden Applaus und stehende Ovationen der gut 2500 Zuschauer. Der Funke der Begeisterung war eindeutig übergesprungen!
Wer heute an Filmmusik denkt, kommt an dem Frankfurter Hans Zimmer kaum vorbei. Nicht erst seit er den Oscar für „König der Löwen“, den Golden Globe für „Gladiator“ und den Grammy für „The Dark Knight“ gewonnen hat – kaum ein Hollywood Blockbuster (vor allem aus dem Hause Walt Disney), bei dem er nicht für die Musik verantwortlich war. Die Liste ist lang und reicht von „Crimson Tide“ über „Rain Man“ und „Black Hawk Down“ bis hin zum „Simpsons Movie“, „Inception“ und „Interstellar“. Der inzwischen 68jährige hat ein glückliches Händchen dafür, Emotionen zu transportieren und die Handlung mit musikalischen Themen zu illustrieren. Das funktioniert auch umgekehrt, wenn man den Soundtrack zuhause hört und das Kino im Kopf zu neuem Leben erweckt wird.
Ich würde ja gerne mal eine Reise 100 Jahre in die Zukunft machen um zu erfahren, wie man dann über Hans Zimmer denkt. Wird er den gleichen Stellenwert haben wie die klassischen Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts? Wie Mozart, Beethoven und Schubert? Okay – seine Sinfonien sind „nur“ Filmmusik. Doch sie werden schon heute von renommierten Orchestern gespielt und es kommt vermehrt zu groß angelegten Aufführungen, bei denen die Musik live gespielt wird, während der Film oder Ausschnitte davon auf großer Leinwand dazu laufen Bei diesen Events hat die orchestrale Musik der Filmhandlung längst den Rang abgelaufen.
In Trier war am Freitag „The World of Hans Zimmer“ mit dem Odesa Orchestra zu Gast. Mit „The Immersive Symphony“ erhält die international gefeierte Konzertreihe im Jahr 2026 ihren jüngsten Neuzugang. Für die Produktion zeichnet Hans Zimmer persönlich als musikalischer Leiter und Kurator verantwortlich – auch wenn er selbst nicht auf der Bühne steht. In einem Videoeinspieler leitet er die Show ein und tritt auch am Ende wieder in Erscheinung.
Die SWT Arena in Trier war fast ausverkauft und man durfte sich auf eine grandiose Produktion freuen. Auf der Bühne fanden sich das Orchester und eine grandiose Liveband, dazu eine Reihe fantastischer Solist*innen. Für die visuellen Effekte griff man auf den Trick zurück, einen Vorhang vor dem Orchester als zweite Leinwand zu nutzen, wie man dies aus vielen Theaterproduktionen kennst. Das verlieh den Visuals und Filmausschnitten eine Räumlichkeit, die sehr wirkungsvoll war.
Die herausragenden instrumentalen Solist*innen waren Josh Plotner an der Querflöte, Timothée Berte-Renou am Cello und Maya Levy an der Violine. Schon der Opener „Man of Steel“ zeigte filigrane Passagen gepaart mit einer bombastischen Klangfülle des Orchesters. Und als sich dann Superman zu hymnischen Klängen in die Luft erhob, war das Publikum zum ersten begeisterten Applaus bereit.
Weiter ging es mit „The Rock“ und „King Arthur“. Zum historisch wichtigen „Pearl Harbour“ stand die Pianistin Nicole Johnson im Mittelpunkt, die zudem Musical Director der Show war. Es gab fließende Lichtprojektionen, ein Tanzpaar und Sängerin Carla Chamoun mit lautmalerischen Klängen ohne Text. Zu Beginn verwendete man nicht unbedingt Zimmers bekannteste Melodien, aber in Verbindung mit den Filmausschnitten (beispielsweise „Rush“ mit der Geschichte um die Formel-1-Rennfahrer James Hunt und Niki Lauda) machte die Show große Lust, sich diese Filme mal anzuschauen.
James Bond in „No Time To Die“ wurde mit einer genialen Cello-Melodie gewürdigt und brachte großartige Bilder von Eis und Feuer. „Wonder Woman“ zeigte Maya an der Geige im Glitzerkleid und mit virtuosem Können. Das „Dune“-Thema gab es von Joshs Flöte, eingebettet in fantastische Wüstenbilder. Dann „Interstellar“ mit Sternenlicht auf doppelter Leinwand. Die Visuels und der glasklare Sound verschmolzen zu einem immersiven Konzerterlebnis, das das Publikum in seinen Bann zog und es zu einem integralen Bestandteil dieser magischen Atmosphäre werden ließ.
Nach 60 Minuten erfolgte eine Pause, danach ging es mit Fahrgeräuschen und Sirenen aus Gotham City weiter. „The Dark Knight“ kam mir persönlich zu kurz, aber es sollten ja noch viele Filme gewürdigt werden. „Kung Fu Panda“ sorgte mit fernöstlicher Flöte und Mandoline für Erheiterung, als die Zeichentrick-Filmschnippsel zu sehen waren. „Sherlock Holmes“ brachte Stadtgeräusche im Surround Sound – man war buchstäblich mittendrin – zudem ein Akkordeon und Maya als Teufelsgeigerin. Carla am Gesang erklang erstmals mit Text und die Soli waren hier so hervorragend, dass es schon vor den Zugaben vereinzelt Standing Ovations gab.
Zur „Lion King Suite“ glänzte der schwarze Sänger Futurelove Sibanda am Gesang und performte am Ende spektakulär mitten aus dem Publikum heraus. Einfach wundervoll. Die Show war schon gut 150 Minuten zu Gange, als der Zugabenblock begann. Wir durften Hans Zimmer riesengroß auf Leinwand am Piano mit „Time“ aus „Interstellar“ erleben und er richtete aus der Ferne sympathische Dankesworte an die komplette Produktion. Zum Abschluss gab es dann wieder hymnische Klänge von „Pirates Of The Caribbean“ und Dirigentin Nicole am Akkordeon. Ein wunderbarer Abschluss für ein fantastisches Konzerterlebnis, bei dem das Publikum immer mitten im Geschehen war.
Bald ist es wieder soweit – und wie in jedem Jahr werden sich die Geister an dem TV-Großereignis scheiden: Vom 12. bis 16. Mai findet der „Eurovision Song Contest“ in der Stadthalle Wien statt. Am 12. und 14.5. werden die beiden Halbfinale ausgetragen, am 16.5. das Finale für über 150 Millionen Fernsehzuschauer weltweit. Wer sich in seinem Bekanntenkreis umhört, wird vermutlich feststellen, dass es nur zwei Einstellungen gegenüber dem ESC gibt: entweder man hasst ihn oder man liebt ihn.
Trotz aller Höhen und Tiefen ist der ESC seit 70 Jahren ein einzigartiges Ereignis, das Musik, Show und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander verbindet. Er dient nicht nur als Wettbewerb, sondern auch als Spiegel kultureller Trends und politischer Stimmungen in Europa und darüber hinaus. Seine Mischung aus Glamour, Wettbewerb und gelegentlichem Chaos ist genau das, was den Reiz des Eurovision Song Contest seit Jahrzehnten ausmacht – ein jährliches Spektakel, das Menschen über Ländergrenzen hinweg zusammenbringt und immer wieder für Gesprächsstoff sorgt.
Zum Jubiläum erscheint beim PRESTEL-Verlag ein umfangreicher Wälzer als Hardcover, der sich den 70 Jahren „Glitzer, Spaß und magische Momente“ widmet. Seit seiner ersten Ausgabe im Jahr 1956, initiiert von der European Broadcasting Union, hat sich der Wettbewerb von einer kleinen, eher nüchternen Fernsehsendung zu einem globalen Popkultur-Phänomen entwickelt, das jährlich hunderte Millionen Zuschauer erreicht. Ursprünglich als Projekt zur Förderung der europäischen Verständigung nach dem Zweiten Weltkrieg gedacht, entwickelte sich der ESC schnell zu einer Bühne für musikalische Vielfalt, nationale Identität und nicht zuletzt spektakuläre Inszenierungen.
Zu den größten Highlights der ESC-Geschichte zählen legendäre Auftritte wie der Sieg von ABBA im Jahr 1974 mit „Waterloo“, der den internationalen Durchbruch der Band markierte, oder der Erfolg von Céline Dion, die 1988 für die Schweiz gewann und später zu einem der größten Popstars der Welt wurde – und natürlich die beiden deutschen Siege mit Nicole und Lena. Auch der Triumph von Loreen, die 2012 und erneut 2023 gewann, unterstreicht, wie sehr der Wettbewerb Karrieren prägen kann. Der ESC ist zudem bekannt für ikonische und oft gewagte Performances, etwa von Conchita Wurst, deren Sieg 2014 ein starkes Zeichen für Diversität und Toleranz setzte.
In chronologischer Reihenfolge geht es durch die Jahrzehnte und wir werden in ausführlichen Texten und mit vielen Bildern an die Highlights erinnert. Dabei geht es (natürlich) um die jeweiligen Sieger*innen, aber auch um Kuriositäten wie die Teilnahme von Guildo Horn. Daneben war der Wettbewerb nie frei von Kontroversen und Skandalen. Politische Spannungen spiegelten sich immer wieder in Abstimmungsverhalten und Teilnehmerentscheidungen wider, etwa bei Boykotten oder umstrittenen Austragungsorten. Diskussionen über „Nachbarschaftsvoting“ und vermeintliche Blockabstimmungen gehören seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil der ESC-Debatte. Auch einzelne Auftritte sorgten für Aufsehen, sei es durch provozierende Inhalte, Regelverstöße oder technische Pannen.
Das Buch hat viele Infos zu bieten und ergänzt für Statistiker ein Listing aller Siegerinnen und Sieger aus 70 Jahren. Was leider fehlt, ist eine Legende mit Künstler*innen, Komponist*innen, Ländern und Titeln im Lexikon-Format, die das Buch zum Nachschlagewerk für ESC-Freunde machen könnte. Ich finde es schade, dass diese Chance vertan wurde. Darüber hinaus aber ist das Werk wirklich sehr gelungen – gleichermaßen für Nostalgiker und ESC-Freunde der Gegenwart.
Morgen ist auch noch ein Tag. Aber wer will schon an morgen denken, wenn heute Sonntag ist und die Versuchung um den Hals hängt – glänzend, verführerisch. Es klappert im Unterbewusstsein, die Hand zuckt. Kobrakasino sind zweieinhalb Jahre nach ihrem Debütalbum zurück und kündigen den Nachfolger „Alarm für Kobrakasino“ für den Juni 2026 an.
„Die Schlange“ ist ein Liebeslied an gute Tage und schlechte Entscheidungen. Die bewusste Hingabe zum Unbewussten. Aber hey – fühlt sich gar nicht so falsch an. Hier das Serum, viel Spaß beim Vergiften.
Musikalisch schlängelt sich das Wiener Trio zwischen NDW-Nostalgie und modernem Indie- und Art-Pop-Sound hindurch – verführerisch, präzise. Synths, die sich festbeißen, Hooks, die nicht mehr loslassen. Und wenn der Song noch nicht fesselnd genug ist, hypnotisiert das dazugehörige Musikvideo (VÖ: 27. März) mit absurder Leichtigkeit. Die Hand zuckt wieder, der Kelch wird hingehalten. Was kommt als nächstes von Kobrakasino? Abwarten – die Versuchung spüren. Und bis dahin nicht vergessen: Morgen ist auch noch ein Tag.
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Kobrakasino ist eine 2018 gegründete Popband mit deutschen Texten aus Graz (wohnhaft in Wien), die sich rasch in der österreichischen Musikszene etablierte. Mit der Single „Nur Einen Tanz“ begann die Zusammenarbeit mit Produzent Maximilian Walch, der auch das Album „Sonne, Mond & Dynamit“ abmischte; die Singles „11 Uhr Früh“ und „Nie Rebell“ liefen unter anderem auf FM4, BR Puls und EgoFM.
Das 2023 bei Problembär Records erschienene Debütalbum wurde von ausverkauften Release-Shows und einer Deutschlandtour als Support von Resi Reiner begleitet. 2024 folgten weitere Veröffentlichungen, darunter die Kollaboration „Geh nach Haus“ mit HUND sowie die Mini-EP „Armageddon“, während das zweite Studioalbum „Alarm für Kobrakasino“ für Juni 2026 angekündigt ist.
Nach den Singles „Du willst es“ und „Sad Disco“ erschien am Freitag mit „Weh“ ein weiterer Vorgeschmack zur neuen EP „Nicht mehr weh“ von Fullax. Der Soundtrack für das absolute Nichts-mehr-Fühlen inmitten der maximalen Reizüberflutung: „Weh“ ist ein zynischer, hochgradig tanzbarer Abgesang auf die eigene Sensibilität.
Es gibt zwei Arten, mit dem ultimativen emotionalen Burnout umzugehen: Aufgeben. Oder den Exzess einfach stumpf über sich ergehen lassen. Fullax entscheiden sich auf ihrer neuen Single „Weh“ für Letzteres.
Fotocredit: Julian Giese
Der Song ist kein klassischer Indie-Track über Herzschmerz, sondern balanciert gefährlich nah am stilistischen Overkill: Ein roher Indie-Rock-Drive prallt hier auf hookige 70s-Streicher, die klingen, als hätte man sie direkt aus den Archiven der French-House-Ära geklaut. Dass dieser Kontrast funktioniert, liegt auch an der radikalen Fallhöhe. Wo die Produktion pumpt, regiert im Text pure Abgeschlagenheit. Ein stoisches Einreden, dass nichts mehr wehtut, weil man vor lauter Apathie schlicht nichts mehr spürt.
Fullax Live:
19.05.2026 – Kulturhaus Insel, Berlin
20.05.2026 – Nörgelbuff, Göttingen
21.05.2026 – Ponyhof, Frankfurt a. M.
22.05.2026 – Schlachthof, Kassel
Fullax haben sich spätestens mit ihrem 2024er Album „Jugend ohne Plan“ als melancholische Beobachter einen Namen gemacht (Rotationen bei DLF Nova, Fritz; Cover der „Wilde Herzen“-Playlist). Mit der kommenden EP „Nicht mehr Weh“ (VÖ: 08. Mai 2026) wagen sich Fullax nun raus aus der Komfortzone des Gitarren-Synth-Pops, ohne dabei ihre Wurzeln ganz zu kappen.
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Der Berliner Künstler Stoerenfred kündigt mit „Farbe an die Wand“ sein selbstbetiteltes Debüt-Album für den 5. Juni 2026 an. Zehn Songs, die sich zwischen inneren und tatsächlichen Orten bewegen, mitten im Großstadtdschungel, doch stets mit der Ahnung um das „Andere“.
Das, was am Ende des Weges noch warten mag. Zehn Songs, die nicht einfach das bedienen, was momentan allgemein populär ist, sondern überzeitlich funktionieren. Die sich Zeit lassen und nicht einfach nur für den schnellen Konsum produziert sind.
„Farbe an die Wand“, die erste Single aus dem Album, ist eine Liebeserklärung an eine rebellische Kulturpraxis, die immer wieder neue Wege findet, Freiräume zu eröffnen und dem menschlichen Bedürfnis nach Ausdruck und Selbstwirksamkeit ein Ventil zu geben.
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Stoerenfred Live:
22.05.2026 Ogeso Festival, Formate e.V. Teterow
06.06.2026 Album Releasekonzert, Zentrum für Kunst und Urbanistik, Berlin
25.06.2026 Fusion Festival, Flugplatz Lärz
15.08.2026 Bucht der Träumer, Am Helenesee 2, 15236 Frankfurt (Oder)
Joe Bonamassa kündigt mit „The Spirit Of Rory Live From Cork“ ein kraftvollen Live-Mitschnitt an. „The Spirit Of Rory“ ist eine zutiefst persönliche Hommage an die irische Bluesgitarrenlegende Rory Gallagher. Aufgenommen im vergangenem Jahr bei drei restlos ausverkauften Konzerten in Gallaghers Heimatstadt Cork, Irland. Das Album erscheint am 19. Juni über Bonamassas Label J&R Adventures. Ab sofort kann man sich die ersten drei Live-Singles anhören: „Walk On Hot Coals (Live)“, „Bullfrog Blues (Live)“ und „Who’s That Coming (Live)“. „Walk On Hot Coals“ wird parallel als Video veröffentlicht.
Für Bonamassa war dieses Projekt nie nur eine beiläufige Hommage. Gallaghers Musik ist seit seiner Kindheit Teil seines Lebens, und die Bedeutung, sie in Cork aufzuführen – mit dem Segen von Rorys Familie und vor einem Publikum, dem sein Vermächtnis so sehr am Herzen liegt –, war ihm sofort bewusst. „Ich hatte nie die Ehre, ihn kennenzulernen, aber seine Musik und sein musikalisches Können spielen in meinem Leben eine große Rolle“, schreibt Bonamassa in einem persönlichen Vorwort, das der Veröffentlichung beiliegt. „Seit ich Irish Tour ’74 zum ersten Mal hörte, war ich fasziniert von der schieren Intensität dieses Mannes und der Wildheit, mit der er den Electric Blues interpretierte.“
Dieser Einfluss setzte schon früh ein. „Ich erinnere mich, dass diese Stimme und dieser einzigartige Gitarrensound schon in sehr jungen Jahren die Wände meines Schlafzimmers durchdrangen“, erinnert sich Bonamassa. „Mein Vater, der mich mit so vielen der großen Gitarristen seiner Zeit bekannt gemacht hatte, ermutigte mich schnell, Rory zuzuhören und mir so viel wie möglich davon anzueignen.“
Was als Einladung der Familie Gallagher begann, entwickelte sich schnell zu etwas viel Größerem. „All die Jahre später wurde ich von Rorys Familie gebeten, darüber nachzudenken, einige seiner Stücke zu spielen und ihm an einem Veranstaltungsort in Cork Tribut zu zollen“, schreibt er. „Der bloße Gedanke daran machte mir Angst. Ja, ich hatte Angst, es überhaupt zu versuchen, aber gleichzeitig fühlte ich mich so geehrt, dass seine Familie der Meinung war, ich könnte dieser Aufgabe gewachsen sein.“ Anstatt zu versuchen, das Material neu zu erfinden, konzentrierte sich Bonamassa darauf, ihm mit der richtigen Einstellung zu begegnen. „Ich hatte das Gefühl, das Beste, worauf ich hoffen konnte, war, mich seinem Werk mit Demut und Ehrfurcht zu nähern.“
Diese Bescheidenheit prägte das Projekt von Anfang an. Im Jahr 2024 reiste Bonamassa nach Cork, um das Tributkonzert mit einem kleinen Einführungsauftritt vor Rorys Familie, Freunden aus der Gegend und Vertretern der Presse anzukündigen. Die Reaktion war unmittelbar und emotional, und was als einzelnes Konzert begann, entwickelte sich bald zu einer dreitägigen Konzertreihe. „Nach der Ankündigung wurde aus einer Show drei ausverkaufte Shows“, schreibt Bonamassa. „Ich hatte das Gefühl, dass mein Ruf bei den Iren auf dem Spiel stand, aber was für eine Resonanz!“
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Als die Band 2025 zurückkehrte, hatte sich die Stimmung bei den Auftritten nur noch weiter gesteigert. „Das war Rorys Stadt und Rorys Publikum. Wir wollten sie auf keinen Fall enttäuschen“, sagt Bonamassa. „Das Publikum an diesen drei Abenden war ausgelassen, lautstark, und Cork machte seinem Lieblingssohn alle Ehre.“ Das Ergebnis ist ein Live-Dokument, das von dieser Kulisse geprägt ist – tief empfunden, spannungsgeladen und verwurzelt in der Verbindung zwischen Künstler, Publikum und Ort.
Mit 14 handverlesenen Songs durchläuft „The Spirit Of Rory Live From Cork“ die vielfältigen Facetten von Gallaghers Werk – vom rasanten Auftakt von „Walk On Hot Coals“ und „Bullfrog Blues“ bis hin zur emotionalen Wucht von „A Million Miles Away“, das bei der Veröffentlichung als Titelsong des Albums dienen wird. Weitere Höhepunkte sind „Tattoo’d Lady“, „Bad Penny“, „I Fall Apart“, „Calling Card“ und „Cradle Rock“, die alle mit Feuer und Überzeugung dargeboten werden und dabei die Form und Seele der Originale bewahren.
Die Veröffentlichung hält zudem mehrere Momente fest, die während der Tournee durch Cork eine besondere Bedeutung hatten, darunter Bonamassas Darbietung von „As The Crow Flies“ auf Gallaghers eigener National Triolian Resonatorgitarre aus dem Jahr 1930, die vom Cork Public Museum zur Verfügung gestellt wurde. Es war eine greifbare Verbindung zu dem Künstler, dessen Präsenz noch immer einen so großen Einfluss auf die Stadt und auf Generationen von Gitarristen hat, die in seine Fußstapfen getreten sind.
Zusätzliches Filmmaterial, das in den DVD- und Blu-ray- Ausgaben enthalten ist, ergänzt die Geschichte um Bonusmaterial wie „The Inspiration of Rory“ mit Gesprächen mit Brian May und Slash sowie „Rory’s Acoustic Guitar“ und „Ballycotton – A Million Miles Away“. Zusammen vermitteln die audiovisuellen Komponenten ein umfassenderes Bild davon, was diese Auftritte für Bonamassa, für Gallaghers Familie und für die Fans bedeuteten, die den Saal Nacht für Nacht füllten.
Letztendlich sieht Bonamassa das Album als eine Art Opfergabe – den besten Versuch seiner Band, einen Musiker zu ehren, dessen Werk sein eigenes mit geprägt hat. „Was ihr auf diesen Aufnahmen hört, ist unser bester Versuch, Rory Gallagher Tribut zu zollen, einem Mann, den ich nie getroffen habe, den ich aber zutiefst bewundere“, schreibt er. „Seine Musik ist ein Teil von mir, und ich bin dankbar, dass wir einen kleinen Beitrag zu seinem fortdauernden Vermächtnis leisten konnten.“
Für die deutschen Fans ist diese Veröffentlichung ebenfalls etwas besonderes. Galt Gallagher hier zu Lande als einer der prägensten Künslter der WDR Rockpalast-Geschichte. 1977 eröffnete er mit einem legendären Konzert die 1. WDR Rocknacht in der Essener Grugahalle. 1979, 1982 und dann nochmal 1990 war er Gast beim Rockpalast.
CD Track Listing
Cradle Rock (Live)
Walk On Hot Coals (Live)
Tattoo’d Lady (Live)
I Wonder Who (Live)
Calling Card (Live)
Who’s That Coming? (Live)
Messin‘ With The Kid (Live)
Bullfrog Blues (Live)
Treat Her Right (Live)
Bad Penny (Live)
I Fall Apart (Live)
A Million Miles Away (Live)
As The Crow Flies (Live)
Back On My Stompin‘ Ground (Live)
DVD / Blu-Ray
1. The Spirit Of Rory (Opening Scene)
2. Cradle Rock
3. Walk On Hot Coals
4. Tattoo’d Lady
5. I Wonder Who
6. Calling Card
7. Who’s That Coming?
8. Messin’ With The Kid
9. Band Introductions
10. Bullfrog Blues
11. Treat Her Right
12. Bad Penny
13. I Fall Apart
14. A Million Miles Away
15. As The Crow Flies
16. Back On My Stompin’ Ground
17. Ballycotton (End Credits)
DVD / Blu-Ray Bonus Features:
Ballycotton – A Million Miles Away
Rory’s Acoustic Guitar
The Inspiration of Rory (A Conversation with Brian May & Slash)
Vinyl (180 gram Red Marble Double LP)
Side A
1. Cradle Rock (Live)
2. Walk On Hot Coals (Live)
3. Tattoo’d Lady (Live)
4. I Wonder Who (Live)
Side B
5. Calling Card (Live)
6. Who’s That Coming? (Live)
7. Messin’ With The Kid (Live)
8. Bullfrog Blues (Live)
Side C
9. Treat Her Right (Live)
10. Bad Penny (Live)
11. I Fall Apart (Live)
Side D
12. A Million Miles Away (Live)
13. As The Crow Flies (Live)
14. Back On My Stompin’ Ground (Live)
LIVE TERMINE 2026
22. April Hamburg, Barclays Arena
29. April Mannheim, SAP Arena
1. Mai Chemnitz, Stadthalle Chemnitz
2. Mai Nürnberg, Psd Bank Nürnberg Arena
3. Mai CH-Zürich, Hallenstadion
29. Oktober Rostock, StadtHalle Rostock
30. Oktober Berlin, Uber Arena
31. Oktober Dortmund, Westfalenhalle
3. November CH-Basel, Baloise Session
Der britische Songwriter, Sänger und Pianist Joe Jackson ist schon seit den späten 70er Jahren erfolgreich im Musikgeschäft und hat sich im Laufe seiner Karriere mit verschiedensten Musikstilen und Projekten beschäftigt. Dabei war er auch stets für Überraschungen gut. Seine Musik ist für ihre künstlerische Raffinesse und ihre Fähigkeit, verschiedene Genres zu verschmelzen, bekannt. Vor drei Jahren erschien mit seinem Konzeptwerk um den geheimnisvollen „Max Champion“ ein stilistisch eindrucksvolles Ausnahmewerk. Jetzt wendet er sich aber mit „Hope And Fury“ wieder seinem eigentlichen Metier zu und erinnert an Alben wie wie „Fool“ (2019), „Laughter and Lust“ (1991) sowie „Night and Day“ (1982).
Wie frühere Werke, lebt auch „Hope and Fury“ von starken Songs und originellen Texten. Getragen von Jacksons Gesang und Keyboardspiel, die so präsent und souverän sind wie eh und je. Dem Titel entsprechend, einer ironischen Anspielung auf „Land of Hope and Glory“, zeigt das Album einen deutlichen englische Humor, in dem sich immer wieder eine Hass-Liebe zu Jacksons Heimat zeigt. Joe Jackson pendelt weiterhin zwischen New York City und Portsmouth (UK) und bezeichnet sich selbst als „bicoastal“, geografisch wie musikalisch. Daraus erklärt sich auch seine selbst kreierte musikalische Einordnung: „BicoastalLatinJazzFunkRock“.
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„Hope and Fury“ bewegt sich zwischen Jazz, Pop und Artrock-Elementen. Jackson setzt mal wieder auf komplexere Songstrukturen, wechselnde Dynamiken und eine starke Klangästhetik. Sein Klavier und die raffinierten Arrangements stehen meist im Mittelpunkt. Viele Songs wirken introspektiv und setzen sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen, persönlichen Zweifeln und der Zeit selbst auseinander. Wer sich darauf einlässt, bekommt ein vielschichtiges Werk eines Künstlers, der sich auch nach Jahrzehnten nicht wiederholt.
Hope and Fury 2026 Tour
28 Oct – Stuttgart, GERMANY – Liederhalle/Hegelsaal
31 Oct – Bremen , GERMANY – Metropoltheater Bremen
01 Nov – Munich, GERMANY – Circus Krone
02 Nov – Berlin, GERMANY – Admiralspalast
04 Nov – Essen, GERMANY – Lichtburg
05 Nov – Hamburg, GERMANY – Fabrik
07 Nov – Darmstadt, GERMANY – Staatstheater
09 Nov – Zurich, SWITZERLAND – Kaufleuten
16 Nov – Vienna, AUSTRIA – Globe
17 Nov – Cologne, GERMANY – Gloria – ausverkauft
18 Nov – Luxembourg – den Atelier
Eines haben Menschen und Clementinen – diese seltsamen kleinen Früchte, die sich nicht entscheiden können, ob sie nun Mandarinen oder Orangen sein wollen – gemeinsam: Man weiß nie so richtig, was man bekommt. Wird ihre Schale einen abhalten? Oder entpuppen sie sich als „Easy Peeler“ – eine Frucht, die sich sofort öffnet, einen hereinlässt und nicht verbirgt, was in ihr steckt? Auf ihrem gleichnamigen Debütalbum beweist BROCKHOFF, dass sie Letzteres ist.
Lina Brockhoff – alias BROCKHOFF – betrat Anfang 2022 die Bühne und etablierte sich schnell als eine der spannendsten Newcomerinnen des Indie-Rock. Ihre Debüt-EP „Sharks“ mit der gleichnamigen Anti-Party-Hymne stellte sie als Songwriterin vor, die introspektives Storytelling mit dröhnendem Gitarrenrock verschmelzen kann – ohne Kompromisse. Auf dem 2023 erschienenen Nachfolger „I’ve Stopped Getting Chills for a While Now“ präsentierte BROCKHOFF eine noch selbstbewusstere Produktion und beschrieb ihr Leben mit ausladendem Indie-Rock und sanftem Pop.
„Easy Peeler“ ist der ambitionierte Höhepunkt von BROCKHOFFs musikalischer Coming-of-Age-Reise – eine Reise, die sie in den letzten Jahren offen mit ihrem Publikum geteilt hat. Zu Beginn ihrer Karriere spielte BROCKHOFF Support-Shows für Acts wie Giant Rooks, Alice Merton, Von Wegen Lisbeth und Paolo Nutini und trat unter anderem beim The Great Escape in Brighton, beim Tempelhof Sounds in Berlin und auf anderen renommierten Festivals wie dem Reeperbahn Festival, Eurosonic, Southside, Haldern Pop oder dem Dockville auf.
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„Easy Peeler“ (5. Juni über [PIAS] Recordings Germany), das zwischen 2020 und 2023 geschrieben und im vergangenen Jahr innerhalb von zwei Wochen aufgenommen wurde, präsentiert sich als ein langsam gewachsenes, sorgfältig ausgearbeitetes Projekt, das Gitarrenrock der 90er-Jahre mit Pop-Arrangements verbindet.
Es thematisiert auch die Unsicherheiten, die mit seiner Entstehung einhergingen. Während der Arbeit an „Easy Peeler“ rang BROCKHOFF mit dem Gedanken, sich als Künstlerin zu präsentieren – sie fühlte sich unwohl in ihrer eigenen Haut und in der schnelllebigen, oft gnadenlosen Musikindustrie. Sie erwog sogar, den Kindheitstraum aufzugeben, den sie jahrelang verfolgt hatte, gerade als er näher denn je schien. Letztendlich tat BROCKHOFF das, was sie als Geschichtenerzählerin auszeichnet: Sie fand Trost in ihrer eigenen Sensibilität und verwandelte diese in selbstbewusste Songs, aus denen ihr Debütalbum entstehen sollte.
Mit ihrer neuen Single „Sunny Day (Deadline)“ findet BROCKHOFF eine klangliche Leichtigkeit, die ihre gelähmten Gefühle trägt, und schafft so eine musikalische Versöhnung mit sich selbst, indem sie Texturen des Alternative Rock mit der Leichtigkeit des modernen Indie-Pop verschmelzt. „Sunny Day (Deadline)“ ist eine Ode an ihre eigene Intuition, Selbstreflexion und das Songwriting als Heilmittel. Ehrlich, eingängig und selbstbewusst fängt der Song das Verlangen nach Veränderung ein und beweist gleichzeitig, dass Verletzlichkeit dennoch hell leuchten kann. Zuvor erschienen aus dem Album bereits die Tracks „The Carpet Song“, „Easy Peeler“ und „Willows“.
Tracklist „Easy Peeler“:
01. Easy Peeler
02. The Carpet Song
03. Willows
04. Sunny Day (Deadline)
05. Blue Star
06. Front Row
07. Nothing Can Be Fixed in This Place
08. Dirty Dream
09. Japanese Garden
10. I’ve Stopped Getting Chills for a While Now
11. Cruel
12. Sleep It Off
13. It Never Happened
14. Hot Wheels
Live:
04.06.2026 Luxemburg – Rotondes (Support für Francis Of Delirium)
05.06.2026 Bremen – Fair-Weather-Fest
Weitere Daten werde in Kürze bekanntgegeben.
Mit seiner Mischung aus einer nachdenklichen Liedermacher-Tiefgründigkeit und einer poppigen Unbeschwertheit begeistert Florian Künstler ein Millionenpublikum. Nachdem er im vergangenen Jahr mit seinem letzten Studioalbum „Du bist nicht allein“ den 3. Platz der Charts enterte, legt der norddeutsche Sänger und Musiker nun den nächsten Vorboten seines Anfang Juni folgenden Longplayers vor: Auf dem bittersüßen Duett „Fremd auf der Party“ erzählt Florian von Einsamkeit und dem Gefühl, irgendwie fehl am Platz zu sein – und von diesem besonderen Menschen, der ihm in dieser Situation Nähe und Geborgenheit gibt. Unterstützt wird er dabei von Singer/ Songwriterin SOPHIA.
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„Neben der Liebe sind gute Freundschaften das Zweitwichtigste im Leben“, so Florian Künstler. „Menschen, denen man sich anvertrauen und über alles reden kann. Die einem Halt und Trost geben, wenn es mal nicht so rund läuft. Das genaue Gegenteil sind Gespräche auf irgendwelchen angesagten Partys, auf denen man im Grunde nur Oberflächlichkeiten austauscht. Jede:r erzählt nur von seinen oder ihren persönlichen Erfolgen und stellt sich als der oder die Geilste im ganzen Game dar. Auf diesen belanglosen Smalltalk habe ich nur minimalsten Bock und frage mich regelmäßig, was ich dort eigentlich mache. Meine Frau und ich sind immer extrem froh, wieder nach Hause zu kommen und zu einer Dose Fertignudeln ganz gemütlich `Harry Potter` im Bett zu schauen.“
Auf „Fremd auf der Party“ wird Florian Künstler von Sängerin und Songwriterin SOPHIA begleitet, die er während einer TV-Sendung kennengelernt hat, in der beide zu Gast waren. „Wir kamen später ins Gespräch und waren uns auf Anhieb sympathisch. Außerdem sind wir beide nur zu gut mit dieser Situation vertraut, auf Events eingeladen zu werden, von denen man am liebsten nach fünf Minuten schon wieder flüchten möchte, weil man sich so unwohl fühlt. Ihre Stimme passt einfach wunderbar zu dieser Ballade.“ Spätestens seit Release ihres aktuellen Studioalbums „Durch die Blume“, das Anfang des Jahres auf den 3. Platz der deutschen Longplay-Charts einstieg, zählt SOPHIA zu den aufregendsten Talenten innerhalb der deutschsprachigen Popmusik. Momentan folgen ihr über 820k monatliche Hörer:innen auf Spotify sowie 360k Fans auf TikTok und 320k auf Instagram.
Credit: Universal Music
Florians Album „Alles nur geliehen“ folgt am 05.06.2026 und ist in folgenden Formaten erhältlich: Als Download/ Stream, als CD im Digipack sowie im Bundle mit einem exklusiven Shirt, Hoodie oder Tickets für eines von zwei exklusiven Unplugged-Konzerten, bei denen Florian Künstler nur von einem Pianisten begleitet wird und in einer intimen Atmosphäre zu erleben ist. Außerdem veröffentlicht der Sänger mit „Alles nur geliehen“ erstmalig eine spezielle Vinyl-Edition im Gatefold-Cover inkl. Booklet.
Kurz nach Album-Release ist Florian Künstler live auf großer Open Air-Tour zu sehen, die im Frühjahr 2027 bereits wegen großer Nachfrage fortgesetzt wird. Zudem tritt er im Herbst mit dem renommierten Rilke-Projekt auf, für dessen neuesten Teil er kürzlich den Titelsong komponiert hat.
Open Air-Tour 2026:
11.07.2026 – Dresden (Konzertplatz Weißer Hirsch)
07.08.2026 – Magdeburg (Parkbühne)
21.08.2026 – Hamburg (Stadtpark)
22.08.2026 – Berlin (Kulturbrauerei)
27.08.2026 – Hanau (Amphitheater)
28.08.2026 – Köln (Tanzbrunnen)
Alles nur geliehen – Tour 2027
08.04.2027 – Osnabrück (Botschaft)
09.04.2027 – Hannover (Capitol)
15.04.2027 – Saarbrücken (Garage)
16.04.2027 – Ulm (ROXY)
17.04.2027 – Stuttgart (Im Wizemann (Halle))
19.04.2027 – München (TonHalle München (im Werksviertel Mitte))
Seit zwanzig Jahren gehören Long Distance Calling zu den festen Größen im Post-Rock und haben sich mit ihrem unverwechselbaren instrumentalen Sound einen Namen gemacht. Das neue Album „The Phantom Void“ zeigt sie erneut als eine der spannendsten Bands des Genres – und es fügt ihrem Sound eine düstere Note hinzu, die härter und kompromissloser klingt als alles, was wir bisher von den Münsteranern hören durften.
Für „The Phantom Void“ hat sich das Quartett auch ungewöhnlich lange Zeit gelassen. Bei manch anderen Bands sind vier Jahre vielleicht nicht der Rede wert, doch für Long Distance Calling ist es schon ungewöhnlich, den 2-Jahres-Rhythmus zu durchbrechen. Das neue Album soll die düstere und verschrobene Welt des menschlichen Geistes erforschen – also eine Art Konzeptalbum zum Thema Träumen, wobei es sich in der musikalischen Ausrichtung deutlich um Albträume handelt. Dazu passen auch die geisterhaft verzerrten Vokalpassagen, die in manche Tracks eingeflochten sind.
Ganz cineastisch und gleich einem Horror-Soundtrack geht es durch die Traumwelten von „The Spiral“, „A Secret Place“ und „Sinister Companion“, die als Trilogie schon vor dem Album-VÖ mit entsprechend starken Visuals versehen wurden. Als Höhepunkt dieses Konzepts kann man jetzt ein über 25minütiges Video genießen, das die atmosphärischen Bilder zusammenfasst und entsprechend untermalt.
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Kenner wissen, dass es bei LDC nie langweilig wird. Das Album ist brutal und fesselnd von der ersten bis zur letzten Minute. Sieben kompromisslos fokussierte Tracks formen das kompakteste, härteste und atmosphärisch dichteste Album der Band bisher. Ein selbstbewusstes Statement ohne Umwege, das mit voller Kraft trifft.
Mit „Beautiful Reasons“ präsentiert Michael Schulte ein wunderbares Album, das genauso warm und einladend klingt wie der Frühling und Sommer selbst. Der Ausnahmesänger und Songwriter vereint darauf 16 kraftvolle Pop-Tracks voller Gefühl, Tiefgang und Leichtigkeit – ein musikalisches Kaleidoskop, das seine unverwechselbare Stimme und sein außergewöhnliches Talent eindrucksvoll hervorhebt. Das am 17. April 2026 erscheinende Album trägt eine ganz besondere persönliche Note: Michael Schulte widmet „Beautiful Reasons“ seiner Frau und seinen beiden Kindern. Viele der Songs sind inspiriert von den Momenten, die sie gemeinsam erleben – den großen wie den kleinen.
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Mit auf dem Album sind zahlreiche Radiotop−10-Hits wie „Broken Sunshine“, „Beautiful Reason“, „Half of My Heart (mit Ásdís)“ oder „Afterlife“ – Songs, die Millionen Menschen berührt und begeistert haben. Dieses Album ist ein sonnendurchfluteter Soundtrack für alle, die das Leben feiern möchten und genau diese „beautiful reasons“ suchen und auf dem Album finden können.
Das neue Album erscheint via Polydor/Universal Music digital, als CD, limitierte Color-Vinyl in frischem Lemongelb, sowie exklusiv im Künstlershop handsigniert, sowie im sommerlichen Bundle mit limitierter Beautiful Reason Bag. Download Cover/Packshots
Mit seiner neuen Single „Flackern“ verdichtet BOSSE das, was seine Songs seit jeher ausmacht: große Gefühle in klaren, unmittelbaren Bildern. Zwischen Stroboskop-Nacht und emotionalem Ausnahmezustand erzählt der Song von Nähe als Gegenentwurf zu einer Welt im Dauerrauschen – „alles ist scheiße, aber du eben nicht“. Getragen von Euphorie, Chaos und Hoffnung wird Nähe zum Gegenentwurf: ein Leuchten im Tristen, geprägt von der Sehnsucht nach mehr „Liebe in Zeiten, wo Hass regiert“.
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Das neue Album „Stabile Poesie“ erscheint am 17. April und in dem Titel steckt wie immer sehr viel Wahrheit. Es gibt hier nichts verkünsteltes, sondern unmittelbare Beobachtungen, ohne Scheu und doppelten Boden, dafür mit Empathie – deutschsprachige Popmusik mit maximaler Seele. Es geht um Empowerment, darum auch in schwierigen Zeiten Hoffnung zu behalten und sich nicht resigniert hinzulegen. „Stabile Poesie“ ist ein Album wie ein(e) gute(r) Freund(in): Es nimmt Dich in den Arm, aber es sagt Dir auch deutlich die Meinung, wenn es nötig ist. Und es macht mit stabiler Poesie und klarer Haltung für einen Moment die Welt ein bisschen besser.
Hochsensibilität ist eine besondere Art, die Welt zu erleben: Hochsensible Menschen nehmen Nuancen und Zwischentöne wahr, die anderen oft verborgen bleiben, und spüren Stimmungen intensiver. In einer lauten, schnellen Welt ist diese feine Wahrnehmung manchmal eine Herausforderung – und oft ein Geschenk.
Im Kinderbuch „Levi – So fühlt sich die Welt für mich an“ bekommt die Leserschaft es mit dem kleinen Levi zu tun, der noch in den Kindergarten geht und empfindlich auf starke Reize wie Lärm oder Lichtblitze reagiert. Ein schwieriges Thema, das hier aber mit schönen Zeichnungen sehr anschaulich dargestellt ist.
Levi wird zuerst als fröhlicher Junge beschrieben, der viele Freunde hat und eine große Empathie für sie entwickelt. Dann aber gibt es eine Begebenheit mit lärmendem Spielzeug, die ihn an seine Grenze führt. Seine Reaktion führt zu Unverständnis bei den anderen Kindern, die ihn auslachen.
Ein Erzieher nimmt sich der Situation an und konfrontiert alle Kinder am nächsten Tag mit einer leichten Reizüberflutung. Diese pädagogische Lösung wird sehr behutsam und authentisch erklärt. Sie führt schließlich zu einem gegenseitigen Verstehen der Kinder.
Idee und Auflösung sind gut gewählt, aber für mich ist die ganze Geschichte doch zu komplex und hat einfach zu viel Text. Klar – man versucht, alle Seiten zu verstehen und jedem gerecht zu werden, doch manches Kind im Vorschulalter dürfte damit noch überfordert sein. Vermutlich würde ich als Vorleser für diese Altersgruppe die Story etwas vereinfachen und mehr auf die Bilder als auf die Sätze eingehen.
Trotz dieses kleinen Mankos finde ich es schön, dass ein Autorenduo sich der schwierigen Thematik annimmt und eine ehrliche Lösung sucht. Es stimmt: Kinder sollen laut und wild sein dürfen, aber es gibt auch Kinder, die damit nicht umgehen können und die eine besondere Sensibilität brauchen. Dem wird man hier absolut gerecht und findet einen guten Weg, um mit der Besonderheit umzugehen.