Wenn Pop, Disco und Deep-House zusammenkommen und dann auch noch in den deutschen Charts erfolgreich sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Stereoact dahinterstecken. Das Produzenten- und DJ-Duo aus dem Erzgebirge landet seit Jahren regelmäßig auf den vorderen Chartplätzen. Ob das auch mit dem neuen Release klappt? Die Songs sind bekannt, der Sound aber eher ungewohnt.
Zunächst zum Albumtitel: Was sagen Klaus Lage und PUR dazu, dass ihre Hits plötzlich als „#schlager“ bezeichnet werden? Sie scheinen es ziemlich entspannt zu nehmen. Hartmut Engler gibt gar Interviews gemeinsam mit den Machern Rico Einenkel (Ric) und Sebastian Seidel (Rixx). Recht haben sie, denn gerade die Songs „Tausendmal berührt“ und „Abenteuerland“ klingen doch ganz fetzig im neuen Soundgewand. Mit Autotune und Synthesizer peppen Stereoact die bekannten Stücke ordentlich auf. Damit entfernt man sich weit von den Originalen – doch das ist okay. Der frische Sound macht definitiv Spaß.
Im Prinzip beherbergt die Zusammenstellung zwei Arten von Songs. Da sind Tracks wie „Ich hab geträumt von dir“, „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ und der Klassiker „Tanze Samba mit mir“. Diese haben Stereoact ganz neu arrangiert und mit spannenden Vocals versehen. Sänger*innen wie Dominik Köhl, Joshua Stolten, Sarah Lahn und Mijo kämpfen sich hier stilsicher durch und machen einen hervorragenden Job.
Ebenso cool ist es aber, wenn das Duo seine neue Produktion über das Original legt. „Schöner fremder Mann“ mit Connie Francis kommt gut im schnellen Discofox. Und keiner haucht das „Ti amo“ so schmachtend zart wie Howie Carpendale himself. Das geht auch zum Discobeat.
Insgesamt ist der Sound leicht, euphorisch und durchaus inspiriert. Ich hatte Zweifel, ob das ein ganzes Album lang funktionieren kann, doch die meisten Songs klingen gut und machen Lust auf den Partysommer. „Ein bisschen Frieden“ hätte ich jetzt nicht unbedingt im Stampfrhythmus gebraucht, aber geschenkt. Solange uns bei „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ das Herz aufgeht, ist alles gut.
Ursprünglich sollte das neue Album von Selig bereits Mitte Oktober des vergangenen Jahres erscheinen. Anfang Mai nahm Jan Plewka am VOX-Konzept „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“ teil und präsentierte in diesem Rahmen zusammen mit Christian Neander die erste Single „Alles ist so“, ein klares Statement gegen den Klimawandel. Im Anschluss entstand die Dokumentation „Selig-Story“, in der Jan Plewka den Weg seiner Band Revue passieren ließ und berichtete, wie sie sich trennte, nach zehn Jahren wieder zusammenfand und welche Rolle seine Frau dabei spielte. Selig arbeiteten mit ihrem langjährigen Weggefährten Franz Plasa in den Hamburger HOME-Studios fleißig an der endgültigen Fertigstellung des Albums und alles schien gut.
Im September informierte das Label dann über eine Verschiebung der Veröffentlichung in den März 2021. Nicht weiter schlimm, Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Die Wartezeit überbrückte die Band mit einer vier Songs starken „Live Takes“-EP. Im Wochentakt präsentierten Selig einen neuen Song nebst Video. Zusammen erzählen die vier Clips eine gemeinsame Geschichte, denn jeder von ihnen folgt einem der vier Bandmitglieder. Wir beobachten Jan Plewka in einem Hotelzimmer, wie er an Liebeskummer leidet, treffen Schlagzeuger Stephan „Stoppel“ Eggert im Weinladen, begleiten Gitarrist Christian Neander auf seinem Weg über die Berliner Oberbaumbrücke und lassen uns von Bassist Leo Schmidthals mit auf eine psychedelische Reise nehmen.
Nun hat die Wartezeit endlich ein Ende. „Myriaden“, das achte Studioalbum des Hamburger Quartetts, darf in das Licht dieser aus den Fugen geratenen Welt blinzeln. Kein Wunder, dass sich ein starker gesellschafts- und klimapolitischer Ansatz wie ein roter Faden durch die Texte zieht, den Jan Plewka so erklärt: „Wir haben Briefe an die Regierung geschrieben, sind aufgetreten, als Berlin blockiert wurde, und gehen eigentlich zu jeder Fridays-for-Future-Demo. Als wir dann mit der Arbeit an dem Album begannen, ging es in unserem Proberaum kaum um andere Themen als die Klimakatastrophe und den aufkommenden Faschismus“. Auch der Albumtitel kann als deutlicher Hinweis auf die Adressaten dieser Themen interpretiert werden. Myriaden kommt aus dem altgriechischen und steht meist für eine unzählbare Menge. Die Myriade hält sich aber auch in Metaphern wie „die oberen Zehntausend“.
Zwei Jahre lang haben Selig an dem Album geschrieben. Am Ende hatten sich 96 Songs, Ideen und Skizzen angesammelt, von denen es Zwölf auf „Myriaden“ geschafft haben. Die bisherigen Singleauskopplungen ließen bereits erahnen, dass sich die Band musikalisch dabei auf durchaus ungewohntes Terrain wagt. Gleich zu Beginn wirft der Opener „Süßer Vogel“ einen beschwingten Rückblick auf eine sorglose Jugendzeit. Das Stück versprüht ein wenig ZDF-Hitparaden-Flair (was nicht despektierlich gemeint ist). Es folgt das beschwörende und düstere „Alles ist so“ mit einem allerdings hoffnungsvollen, fast schon euphorischen Ausklang. Der wunderschöne Titelsong beginnt eher verhalten und schwingt dann das Tanzbein, bevor es mit „Spacetaxi“ erstmals gewöhnungsbedürftig wird. Das Stück ist… nun ja, spacig und erinnert an die (Vorsicht! Wortspiel!) seligen NDW-Zeiten Anfang der 1980er Jahre.
„SMS K.O.“ ist dagegen eher unspektakulär, bevor „Angesicht zu Angesicht“ jede Menge Flitter, Drama und Bombast bietet. In „Selig“ ist die Band erstmals komplett von der Leine gelassen und zelebriert dreckigsten Rock mit Punkeinschlag. Wenn wir wieder auf Konzerte gehen dürfen, dann werden wir bei diesem Stück schwitzen, gröhlen und unser Bier auf Ex trinken. Selig sei der Augenblick! „Paradies im Traumrausch“ blubbert so psychedelisch vor sich hin wie eine Lava-Lampe. „Postkarte“ weckt Erinnerungen an den Selig-Klassiker „Regenbogenleicht“, inklusive Vinylgeknister und einem Traum aus Gitarre, Geige und Cello. Es folgt der vielleicht einzige typische Selig-Song auf dem gesamten Album: „So lang gewartet“, ein hymnisches Stück Popmusik. „Zeitlupenzeit“ kommt als fluffig-leichter Kopfnicker um die Ecke, bevor „Du“ den Albumreigen beschließt. Eine Ode an die Liebe, die nur etwas durch den Peter Maffay-Gedächtnisrefrain geschmälert wird. Im Ergebnis ist „Myriaden“ ein überaus abwechslungsreiches und spannendes Album, mit dem die Hardcore-Fans jedoch vermutlich erstmal Berührungsängste haben werden.
Textlich geht Jan Plewka dabei gewohnt in die Tiefe: „Es geht wieder mal um alles: um Planeten, Displays, unendliche Weiten, Reisen in den Space, die Sicht von oben, Weiblichkeit, mystische Geschichten, Nostalgie, Gedenken an die, die von uns gegangen sind, und darum, den Augenblick zu sehen. Und natürlich geht es auch um die Höhen und Tiefen der Liebe.“ „Myriaden“ ist ein Aufruf für mehr Engagement, aber auch für mehr Empathie und Miteinander. Es ist politisch und gleichzeitig so menschlich, wie es auch Selig schon immer waren. Die Band benennt zwar klar und deutlich, was ihr gegen den Strich geht, aber das Album kommt dabei nicht wütend oder gar resigniert rüber. Denn es schwingt immer die Hippie-Hoffnung mit, dass wir das Ruder noch herumreißen können.
Phil, Lena, Benedikta und Miguel haben eine gemeinsame Leidenschaft, nämlich deutschsprachigen Schlager. Und weil die vier auch noch richtig gut singen könne, haben sie sich zusammengetan und als Schlagerkids nun ihr erstes Album aufgenommen. Darauf präsentieren sie bekannte Schlagerhits, aber auch ältere Klassiker in frischen neuen Versionen und teilweise sogar mit neuem Text.
Schlager ist nicht gerade mein Lieblingsgenre – und so stand ich „Schlagerkids Vol. 1“ zunächst etwas skeptisch gegenüber. Allerdings muss man den jungen Sängern grundsätzlich schon mal Respekt dafür zollen, dass sie sich so leidenschaftlich dieser Musikrichtung widmen. Und außerdem machen sie ihre Sache wirklich gut und gemeinsam mit den Produzenten Thorsten Brötzmann und Markus Norwin Rummel ist ihnen ein Album gelungen, das nicht nur gute Laune macht, sondern auch eine sehr vielseitige Schlagerwelt präsentiert.
Für den Opener „Wir sind die Schlagerkids“ wurde kurzerhand Wolfgang Petrys „Ruhrgebiet“ umgedichtet, und auch den Klassiker von Peggy March haben die Kids an ihr eigenes Alter und die Sorgen ihrer Generation angepasst und singen „Mit 13 hat man noch Träume“. Moderne Hits wie Ben Zuckers „Was für eine geile Zeit“ oder „Regenbogenfarben“ von Kerstin Ott haben natürlich auch ihren Platz auf dem Album und wechseln sich ab mit altbekannten Titeln wie „Aber bitte mit Sahne“ oder „Alt wie ein Baum“. Sogar einige der Originalinterpreten geben sich die Ehre – so unterstützen DJ Ötzi und Nik P. die Kids bei „Ein Stern (der deinen Namen trägt)“, und Michelle singt bei „C´est la Vie – So ist das Leben“ mit.
Die Kids sind übrigens für die meisten Fernsehzuschauer keine Unbekannten – sie waren beispielsweise alle schon bei der Castingshow The Voice Kids zu sehen. Benedikta begeisterte in der letzten Staffel mit ihrer Interpretation von „Ich liebe das Leben“, genauso wie Miguel mit „Lieb mich dann“ von Helene Fischer. Die Fans werden sich freuen, beide Stücke auch auf dem Album wiederzufinden.
Im bunt gestalteten Booklet finden sich neben Fotos der Kids auch alle Liedtexte, verwirrenderweise aber in einer ganz anderen Reihenfolge als auf der CD. So muss man eben ein bisschen suchen, so wie mancher Hörer vielleicht auch in der Playlist nach den Schlagern suchen muss, die ihm wirklich gefallen. Bei der vielseitigen Auswahl ist aber die Chance groß, dass letztendlich doch für jeden was dabei ist – und das macht „Schlagerkids Vol. 1“ auf jeden Fall partytauglich!
Nachdem der junge Musiker und DJ Nilsen vor 2 Jahren mit seinem blauen Album erstmals für Partystimmung im Kinderzimmer sorgte, wechselt er jetzt die Farbe und legt mit „Das gelbe Album“ und 10 neuen Songs nach.
Nilsen versetzt sich mit seinem Texten überzeugend in die Welt der Kids von heute. „Krise mit der Frise“ haben die Jüngsten vielleicht noch nicht, aber von Abenteuern auf dem Meer als „Piraten“, im Weltraum als „Astronaut“ oder vom ewigen Kindsein wie „Peter Pan“ träumen fast alle mal. Besonders gerne wird „Rabatz“ gemacht, und der „Teddybär“ als bester Freund darf auch nicht fehlen.
Inhaltlich am überzeugendsten ist der „Anti-Mobbing -Song“ der mit deutlichen Worten und auf Augenhöhe mit den Betroffenen für diese weit verbreitete Problematik sensibilisiert. „Bitte“ richtet sich mit einem Augenzwinkern an die Großen und macht klar, dass auch Kinder das berühmte Zauberwort gerne hören. Und mit „Langweilig“ spricht Nilsen wohl gerade vielen Kindern aus der Seele, die sich danach sehnen, wieder mehr Zeit mit ihren Freunden zu verbringen. Thematisch ein bisschen aus dem Rahmen fällt der Abschlusstitel „Weihnachtzeit“ – aber manche Menschen träumen ja das ganze Jahr von Weihnachten, und spätestens im Dezember passt der Song auch wieder.
Alle Titel sind mit eingängigen Melodien und elektronischen Beats arrangiert und verbreiten eindeutig Party-Stimmung, klingen aber manchmal zu sehr nach Kinderkarneval. Ich hätte mir da etwas mehr musikalische Abwechslung und auch mal ein ruhiges Lied zwischendurch gewünscht. Wer allerdings neue Kindermusik zum Abfeiern sucht, ist mit „Das gelbe Album“ gut bedient.
Es war eine große Lücke, die der Tod von Schlagerikone Roy Black am 9. Oktober 1991 hinterließ. So groß, dass sie schon zum Sechswochenamt wieder gefüllt werden musste. So erzählte es zumindest Guildo Horn 1993 in der Sendung „Schreinemakers Live“, die uns Margarethe (Ex-Frau von Jürgen von der Lippe) so zeigte, wie man sie ansonsten nie erlebte: sprachlos! Schließlich war der verstorbene Roy Black „von links oben“ direkt in Guildos Herz eingefahren, um der Welt erhalten zu bleiben. Seitdem lebt Guildo den Schlager – und daran hat sich bis heute nichts geändert.
So skurril die Geschichte auch war – im Kern geht es um unvergessliche Musik. „Du bist nicht allein“ und vor allem „Ganz in weiß“ sind die nimmermüden Schmachtfetzen ewiger Liebe. Noch schöner erklingt nur „Schön ist es auf der Welt zu sein“, die Ode um Biene und Stachelschwein mit der frech-fröhlichen Anita. Und natürlich das nostalgische Cover „Tulpen aus Amsterdam“.
Zu seinem 30. Todesjahr veröffentlicht Universal Music in Kooperation mit Starwatch Entertainment auf dem Album „Roy Black – Nie vergessen!“ nun seine größten Hits. Das Besondere an dieser Veröffentlichung ist, dass alle Hits in den legendären Abbey Road Studios in London neu remastered wurden. Durch das aufwändige Re-Mastering wurden die Lieder noch hochwertiger im Sound und Klangbild, die Stimme noch direkter. Die Zusammenstellung beeindruckt durch schöne Harmonie, Top-Hits und Evergreens wie „Wenn du bei mir bist“, „Leg dein Herz in meine Hände“, „Wahnsinn“, „Sand in deinen Augen“, „Frag nur dein Herz“, „Bleib bei mir“ und „Dein schönstes Geschenk“. Mit zwanzig Songs, die auch die nicht so bekannten Stücke in den Mittelpunkt heben, ist das Album jedenfalls essentiell. Eine schöne Retrospektive für Fans.
The Band gehören zweifelsohne zu den einflussreichsten Formationen der Rockgeschichte – nicht nur durch ihre enge Verbundenheit mit Bob Dylan. Ihren stilprägenden Status in der US-amerikanischen und kanadischen Rockmusik begründeten sie mit sieben Studioalben, die zwischen 1968 und 1977 veröffentlicht wurden. Ihr Abschiedskonzert „The Last Waltz“ ist ein Klassiker der Konzertfilme.
„Stage Fright“ erschien 1970 und markierte die Hinwendung von Country und Folk zu stärkerem Rock. Die Atmosphäre ist dunkel und der Harmoniegesang der Anfangstage weniger präsent. Größte Veränderung der Neuauflage ist neben dem brandneuen Stereomix die Tatsache, dass man die Tracklist in der ursprünglich geplanten Reihenfolge platziert hat. Damit rücken alle Songs der ursprünglichen Album-B-Seite nach vorne. Produzent Bob Clearmountain hat sich an den Mastertapes orientiert, aber das verändert die Stimmung des Albums nicht besonders.
Wie schon bei den gefeierten Jubiläumsneuauflagen von „Music From Big Pink“ und dem selbstbetitelten zweiten Album, haben Clearmountain und Robertson auch das dritte Album mit viel Fingerspitzengefühl bearbeitet, um die Essenz von The Band herauszuarbeiten. Die Boxset-, CD- und digitalen Konfigurationen beinhalten eine ganze Reihe von bislang unveröffentlichten Titeln – unter anderem den Mitschnitt „Live at the Royal Albert Hall, June 1971“, der im Rahmen ihrer damaligen Europatournee aufgezeichnet wurde. Dazu gibt es Alternativversionen von „Strawberry Wine“ und „Sleeping“ sowie sieben erst kürzlich entdeckte Fieldrecordings der Band.
Heute wäre der große Tag: Weiberfastnacht, Weiberfasching, Wieverfastelovend, Fetter Donnerstag, Dicker Donnerstag, Schwerdonnerstag oder Weiberfasnet. Das bedeutet normalerweise Remmydemmy allerorten. Vor allem in den Kindergärten und Schulen wird an diesem Tag unter anderen Umständen kräftig gefeiert. Und es kann einem leid tun um die Kleinen und Kleinsten, die diesmal darum gebracht werden.
Zum Glück schafft das aus dem Kinderkanal (KiKA) von ARD und ZDF bekannte Kikaninchen Abhilfe und bietet einen Soundtrack für die Fete zuhause. Es gibt Kikaninchens größte Songs ganz neu gemixt im Party-Pop-Sound. Die Titel und das berühmte „Dibedibedab!“ sind längst schon Hits, nicht nur im KiKA, auch in der Kita, im Kinderzimmer und auf YouTube oder Spotify.
Erfunden hat die feinen Spielzeugbeats der Kikaninchen-Songs der Musiker Udo Schöbel. Jetzt gibt es Beats und Grooves, die auch für Erwachsene geeignet sind und an selige Disco-Zeiten erinnern: Dem berühmten „Kikaninchen-Lied“ wird durch Steel Drum und karibische Afro-Rhythmen entspannte Beach-Atmosphäre verliehen. Bei „Party“ sorgen coole Bläser, Handclaps und Synth-Bass für Hochstimmung. „Die Mischung macht’s“ zieht mit viel Percussion, Xylophon und Sambagroove alle müden Menschen auf die Tanzfläche. „Papier“ hat einen relaxten Hip-Hop-Beat, zu dem man viel lieber tanzt als bastelt. Das „Planetenlied“ wartet mit Electro-Disco zu kosmischen Space-Sounds auf, der „Jahreszeiten“-Song verbreitet jazziges James-Bond-Bossa-Feeling und bei „Dinosaurier“ lässt Bollywood grüßen. Rockabilly („Monsterparty“), sommerlicher Reggae („Keine Angst“) oder Eurodance („Lach-Krach-Mach-Lied“) runden diesen einmalig kunterbunten und durchtanzbaren Stilmix ab.
Ja, mir ist bewusst, dass nicht jedes Elternteil in der jetzigen Situation Bock auf ausgelassene Partystimmung und hämmernde Beats hat, aber ich plädiere: Gönnt den Kids ihren Spaß und feiert mit. Bald ist ja Aschermittwoch – und irgendwann auch „alles vorbei“.
Mit seinem Platin-Debütalbum „Divinely Uninspired To A Hellish Extent“ verbrachte er nicht nur sechs Wochen an der Spitze der UK Charts, sondern war damit auch der erfolgreichste männliche Newcomer 2019: Lewis Capaldi, der charmante Schotte mit der gefühlvollen Stimme und dem unverwechselbaren Humor, hat sich in kürzester Zeit vom Geheimtipp zum globalen Superstar entwickelt. So feierte seine Hit-Single „Someone You Loved“ ihren Höhepunkt auf Platz 1 der US Billboardcharts und war in den UK Singlecharts ganze sieben Wochen in Folge auf Nummer 1.
Hat Lewis Capaldi den Erfolg seines Debüts ordentlich ausgeschlachtet? Ja, das hat er definitiv! Es gibt inzwischen eine „Extended Edition“ mit drei Herz-Schmerz-Bonus-Tracks und eine EP mit Livestücken. Und zum Weihnachtsgeschäft hat man nochmal alles zusammengeschmissen und die „Finale“-Version veröffentlicht, die damit zumindest das Versprechen enthält, dass es die letzte Wiederverwertung ist, bevor dann irgendwann ein zweites Album erscheint.
Lohnt sich der Nochmal-Kauf? Das ist natürlich die Gretchenfrage. Die Live-CD aus dem Wembley Stadion in London wurde am 12. und 13. März 2020 mitgeschnitten, also kurz bevor Corona alles lahmlegte. Allein deshalb ist sie schon ein musikhistorisches und nostalgisches Dokument. Man hört ein hysterisch lautes Pubikum und einen bestens aufgelegten Sänger. Die 56minütige Setlist umfasst zwölf Songs und ist damit vollzählig. Die Ansagen sind mit drin, allerdings gibt es Aus- und Einblendungen nach den Tracks – das stört leider den Konzertfluss.
Wer Lewis Capaldis Album kennt, weiß, dass der Schotte keine Gute-Laune-Musik macht, sondern in seinen Songs vielmehr allen Schmerz verarbeitet, den er in seinem jungen Leben jemals erfahren hat. Jeder einzelne Titel ist voll tiefer Emotionen, und die meisten erzählen vom Zerbrechen einer Beziehung – allen voran natürlich das herzzerreißende „Someone You Loved“. Und live legt er eine enorme Energie in seine Performance.
Hier bietet er die ultimative Version, die den Weg vom Debüt bis zu dieser riesigen Show aufzeigt. Gut so. Aber jetzt wird es auch Zeit für neue Taten.
Wenn man den Namen Steven Wilson in gängige Suchmaschinen eingibt, wird man regelrecht überflutet von Einträgen der unterschiedlichsten Art. Was dieser Mann (manche nennen ihn Genie) inzwischen gemacht hat, ist eine Legion musikalischer Einflüsse. Mir kam der Name erstmals 1997 unter, als Steven als Co-Songwriter und Produzent von Fishs „Sunsets On Empire“ in Erscheinung trat und ironischerweise zwei Jahre später auch Marillion bei ihrem „.com“ Album unterstützte.
Wilson war schon damals in allen Sparten des Progressive Rock unterwegs. Da waren zum einen natürlich Porcupine Tree – einst im Alleingang am Reißbrett mit gefälschter Bandbiographie entworfen – die sich vom exzentrischen Soloprojekt zur echten und authentischen Rockband der Gegenwart gemausert hatten. Dann gab es das Artpop Duo No-Man gemeinsam mit Sänger Tim Bowness, welches schon lange vor der Gründung von Porcupine Tree Wilsons Liebe zum Ambient Sound begründete. Außerdem trat der Tausendsassa mit dem israelischen Popstar Aviv Geffen unter dem Namen Blackfield auf und war zudem als Produzent für Größen wie Anathema und Opeth tätig.
Er hat den Backkatalog von ELP, Jethro Tull und King Crimson remastert und zeitgleich einige grandiose Soloalben veröffentlicht. So ist man gespannt, was er sich für das sechste Solowerk „The Future Bites“ Neues einfallen ließ. Um es kurz zu sagen: Die Zeichen stehen auf Pop. Das sollte nicht verwundern, denn bereits Blackfield waren ein Projekt, das eher Progressive Pop als Progressive Rock zu bieten hatte und den Artrock verfeinerte. Spannend auch, dass der Brite unlängst das Meisterwerk “The Seeds of Love” von Tears for Fears remixen durfte. Hier hat er sich soundtechnisch definitiv inspirieren lassen.
Steven Wilsons sechstes Album ist eine Erkundungsreise in den menschlichen Verstand in Zeiten des Internets. Während er sich auf „To The Bone“ (2017) mit den Problemen von Post-Wahrheiten und Fake News auseinandersetzte, nimmt Wilson die Hörerinnen und Hörer auf „The Future Bites“ mit in eine Welt der Süchte des 21. Jahrhunderts. Es ist ein Ort, an dem beständig und ganz öffentlich mit den Auswirkungen aufkommender Technologien auf unser Leben experimentiert wird und an dem Klicks und Tiks wichtiger geworden sind als menschliche Interaktion. „The Future Bites“ ist dabei weniger die trostlose Vision einer herannahenden Dystopie als vielmehr die spielerische Lesart einer Welt, die durch die Ereignisse dieses Jahres umso merkwürdiger und separierter erscheint.
Musikalisch gesehen ist „The Future Bites“ gewohnt großartig: Elektronische Sounds, durch menschliches Einwirken verfremdet („King Ghost“), sphärische Akustikklänge („12 Things I Forgot“) oder Bass-getriebene Krautrock-Grooves, die sich in die Untiefen von Clickbaiting und Online-Radikalisierung begeben („Follower“), verbinden sich zu Wilsons vielleicht konsistentestem Werk. Das neu entstandene „Count of Unease“ ist ein schöner und schwermütiger Abschluss des Albums, das mit sphärischen Pianosounds hinaustreibt.
„The Future Bites“ bietet alles, was ein großes Popalbum haben muss: Dancefloor-Charme der 80er im Retrosound, aber trotzdem glasklar produziert. Da lässt der Meister sich nicht lumpen. Klangcollagen und Keyboardflächen, elektronische Spoken Word-Passagen mit futuristischem Gehabe. Spielereien zwischen Funk und Akustiksound, die zum Teil durchaus radiotauglich sein mögen. Bisweilen klingen die Stücke wie ABBA meets Gorgio Moroder.
Erstaunlicherweise ist Stevens Stimme noch stärker geworden. Bei Porcupine Tree hat er sich oft hinter dem Wall of Sound versteckt und man hatte das Gefühl, er gehöre nicht an die Front der Bühne. Doch davon keine Spur mehr. Er singt wie ein junger Gott. Allerdings wie ein Pop-Gott. Der Prog-Gott ist vorerst eingemottet.
Im Sommer 2020 überraschte Taylor Swift ihre Fans mit dem Album „Folklore“, das sie ohne Vorankündigung veröffentlichte und mit dem sie eine neue musikalische Richtung einschlug. Genauso unerwartet folgte bereits im Dezember das Album „Evermore“, auf dem sie diesem neuen Weg noch weiter folgt.
In einer Zeit, die für uns alle große Verunsicherung mit sich bringt und unser normales Leben stark einschränkt, hat Taylor Swift sich ganz besonders dem Songwriting und dem Aufnehmen neuer Musik verschrieben, um so in Kontakt mit der Welt und besonders ihren Fans zu bleiben. Unterstützt wurde sie dabei erneut von Aaron Dessner, Jack Antonoff, William Bowery und Justin Vernon – und es entstanden 17 wunderschöne Songs, die alle ihre eigene Geschichte erzählen.
Es sind Geschichten über die Liebe und das Leben – manche einfach zauberhaft wie das Liebeslied „Willow“, und manche sehnsüchtig wie „Marjorie“, das Taylor ihrer verstorbenen Großmutter widmet oder wie „Dorothea“, in dem ein Mann immer noch auf seine Jugendliebe wartet, die die Stadt verlassen hat, um berühmt zu werden. Es geht aber auch um ungesunde Beziehungen wie in „Tolerate it“ oder „Ivy“, das von einer zum Scheitern verurteilten Affäre erzählt.
Manche Songs entwickeln auch einen fast absurden Humor. Da ist „Champagne Problems“, in dem ein Mädchen seinen Freund an genau dem Abend verlässt, an dem er ihr einen Heiratsantrag machen will, und „No Body, No Crime“, die Geschichte über die Untreue eines Ehemanns, die zwei Morde zur Folge hat.
Bei diesem Song wird Taylor übrigens von der Band Haim unterstützt. Außerdem hat sie sich The National und Bon Iver als Duettpartner ins Studio geholt. Ersterer versinkt mit ihr in wehmütige Erinnerungen an „Coney Island“ und letzterer begleitet sie bei der wunderschönen Pianoballade „Evermore“.
Aber auch, wenn man nicht so genau auf die Texte achtet und in die Geschichten eintaucht, haben die Songs des Albums einen ganz eigenen Zauber und hüllen den Zuhörer ein wie eine bunte warme Decke, mit der man es sich gerne auf der Couch gemütlich macht. Und so passt „Evermore“ perfekt in diesen Winter und hilft uns, gemeinsam mit Taylor Swift die Zeit zu überbrücken, bis wir irgendwann wieder Konzerte besuchen können.
Was passiert, wenn ein Nashorn aus dem Zoo ausbricht, ganz Berlin unsicher macht und später mit seinen tierischen Freunden eine fette Party feiert? Bei Dikka ist dabei auf jeden Fall ein lustiges und unterhaltsames Album entstanden. Der Songwriter Sera Finale, der hinter dem rappenden Nashorn steckt, hat bisher für erfolgreiche deutsche Künstler von Culcha Candela bis Wincent Weiss gearbeitet und will nun mit coolem Hip-Hop die Kindermusikszene erobern.
Vom Tanzhit „Party im Zoo“ über das selbstbewusste „Kann ich allein“ bis zum trotzigen „Ich geh nicht ins Bett“ rappt Dikka über die verschiedensten Themen, die Kinder interessieren und ihren Alltag prägen. Da wird beim Loblied auf „Pommes mit Mayo“ in den Strophen zwar auch das gesunde Gemüse erwähnt und bei der „Rolle durch den Kiez“ mit dem Rad darf natürlich der Helm nicht fehlen. Hauptsächlich sind die Texte aber cool und frech und auf Augenhöhe mit den Kids, wobei hier eher jüngere Kinder angesprochen werden. Für die ist der Vater bestimmt noch ein „Superpapa“ und sie brennen auch für die Frage, warum eigentlich irgendwann alles „Kakka“ wird.
Musikalisch bewegen sich die Songs des Albums durch die verschiedensten Varianten des deutschen Hip-Hop, sind also nicht unbedingt geeignet für Fans von handgemachter und sehr melodiöser Musik. Diese haben aber vielleicht Freude am Titelsong „Oh Yeah!“, bei dem Forsti alias Mark Forster für eine eingängige Hook sorgt, oder sie können sich von Leas Stimme im wunderschönen Abschlusslied „Bis zum Mond“ verzaubern lassen.
Insgesamt ist dem rappenden Nashorn Dikka mit „Oh Yeah!“ ein überzeugendes Debüt gelungen, das auf jeden Fall eine neue Farbe in die bunte Welt der Kindermusik bringt und für viel Spaß im Kinderzimmer sorgen kann. Dass Dikka auch noch als Nashorn-Botschafter des NABU auftritt, macht ihn noch zusätzlich sympathisch – schließlich können wir nie früh genug anfangen, die Welt zu retten!
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Ein neues Soloalbum des 78jährigen – das ist doch mal eine gelungene Weihnachtsüberraschung. „McCartney III“ erscheint 50 Jahre nach „McCartney“, dem ersten eigenständigen Werk nach der Trennung der Beatles. Und wieder ist es komplett im Alleingang geschrieben und eingespielt.
Fünf Jahrzehnte hat er also für seine Trilogie gebraucht, die jeweils eine Wegmarke anzeigt. 1970 war es die Trennung der Beatles, 1980 das letzte Album der Wings – erschienen 1979 – und im Jahr 2020 wohl die besondere Situation des Lockdowns, die den Meister ganz auf sich allein gestellt werkeln ließ. Jeweils Grund genug, ein selbstbetiteltes Album auf den Markt zu bringen.
Auch „III“ zeigt den Künstler in neuer Kreativität. Dazu verwendete er vorhandene Songfragmente und schrieb einige neue Stücke. Schon der Beginn mit den Lautmalereien von „Long Tailed Winter Bird“ klingt beeindruckend innovativ. Teils poppig, aber auch experimentell und psychedelisch geht es weiter. Dabei hat die charismatische Stimme des Sängers großen Einfluss. Es gibt düstere Einflüsse wie auf „Deep Down“, den hypnotischen Sound von „Slidin'“, aber auch ein akustisches „The Kiss of Venus“. Das Album klingt alles andere als homogen – damit dürfte für die Fans verschiedener Epochen etwas dabei sein. Sogar ein Mellotron aus den Abbey Road Studios kam zum Einsatz.
Bemerkenswert finde ich auf jeden Fall die minimalistische und reduzierte Herangehensweise. Dass Paul hier eine One-man-show abzieht, hätte man ihm wohl im hohen Alter nicht mehr zugetraut. Klar, seine Stimme klingt nicht mehr so gewaltig wie früher. Altersspuren sind unverkennbar. Aber die Prägnanz ist weiterhin vorhanden. Und gerade das macht dieses Konglomerat von Stimmungen und Sounds aus.
Die Zeit kurz vor Weihnachten ist traditionell die Zeit für etwas ungewöhnliche CD-Besprechungen. Und damit meine ich nicht nur die x-te Xmas Veröffentlichung von Interpret*in Y und Band Z, sondern auch atmosphärische Neuveröffentlichungen wie wir sie unter anderem gerade von Nick Cave und Nicholas Lens aber auch von Sigur Rós erlebt haben. Werke von musikalischer Eleganz, die wie Weihnachtsengel um uns schweben. Dabei setzen die Poor Clares of Arundel noch einen drauf. Als jemand, der (außerhalb von Corona-Restriktionen) selbst in mehreren Chören singt, weiß ich diesen Release sehr zu schätzen. Zwar instrumental umspielt, aber mit reinen Stimmen gibt es hier eine Zusammenstellung kirchlicher Gesangsstücke. Sphärisch und berührend.
Inmitten vom Lärm und Hast des Weltgeschehens feiert ein Kloster in der britischen Marktstadt Arundel (Grafschaft West Sussex) den großen, wenn auch etwas unerwarteten Erfolg des vor Kurzem bei Decca Records erschienenen Debütalbums der Poor Clares of Arundel namens „Light For the World“. Die Klarissen von Arundel, eine Gemeinschaft von 23 Nonnen, schufen einen bewegenden Soundtrack, der zur Achtsamkeit anhält und innere Ruhe stiftet.
Die überwältigenden Reaktionen des Publikums kamen für Schwester Gabriel Davison überraschend: „Wir sind begeistert, dass unsere Musik die Herzen der Menschen berührt hat und auf Platz 1 der Klassik-Charts gelandet ist. Wir hoffen, dass ‚Light for the World‘ Euch Frieden, Freude und einen Moment der Ruhe in diesen schwierigen Zeiten, die von Einsamkeit und Stress geprägt sind, bringen wird.“
Tom Lewis, Co-Geschäftsführer von Decca Records, fügt hinzu: „Ich glaube nicht, dass wir jemals eine solche Reaktion erlebt haben. Wir hörten von Menschen, die unter Tränen ihre Autos anhielten, nachdem sie die Musik und die Botschaft der Klarissen gehört hatten. Es hat uns völlig überrascht und zwar in einem solchen Ausmaß, dass wir mit der Produktion nicht mehr hinterherkamen! Ihre Musik enthält eindeutig einen musikalischen Balsam, den die Menschen ausgerechnet jetzt nötig haben.“
Die Schwestern, denen ein Leben in Isolation nicht fremd ist, sind darüber erfreut, die Musik mit einem größeren Publikum zu teilen, die für sie eine ständige Quelle der Heilung und Reflexion war. Der Gesang nimmt einen vorrangigen Platz in ihrem Alltag ein. Sie leben, arbeiten, lachen und beten nach der Lebensform der heiligen Klara von Assisi, die diese 1253 von ihrem Kloster aus in der ländlichen Umgebung der Grafschaft Sussex nahe der Stadt Arundel entwarf. Das Album enthält wunderschön vertonte Schriften der Heiligen Klara und des Heiligen Franziskus, durch die Komponist*innen James Morgan und Juliette Pochin.
Schwester Gabriel fährt fort: „Die Aufnahme war ein großes Abenteuer und wir waren dermaßen von der Offenheit und dem Respekt beeindruckt, die uns seitens Decca entgegengebracht wurde, dass unsere Ängste und Bedenken, unsere Lieder und unsere Arbeit an die Öffentlichkeit zu bringen, schnell zerstreut wurden. Wir empfinden eine tiefe Freude an unseren Gesängen und hoffen nun, dass unsere Musik viele Menschen erreicht und allen, die zuhören, Frieden, Liebe und ein Wohlgefühl bringt.“
Ich kann mich den Lobeshymnen nur anschließen. Die Stimmen weben einen schönen mehrstimmigen Klangteppich. Zwar nicht in moderner A-cappella-Form sondern vielmehr in sich harmonisch überlagernden Stimmgruppen, die ein polyphon ausgewogenes Bild erzeugen, wie es uns die Gregorianik im Mittelalter vorgemacht hat. Dabei macht man sich die Akustik einer Kapelle zu nutze, um eine sehr ruhige und sanfte Stimmung zu schaffen. Mit der instrumentalen Begleitung war ich schnell versöhnt. Manchmal zwar etwas viel Elektronik (wie in „Ubi Caritas“), dann aber mit fantastischer Klavierbegleitung („Pange Lingua“) oder mit zarten Streichern versehen.
Das Booklet ist schön gestaltet – allein das Cover einer Schwester mit Kopfhörer im Stil eines Kirchenfensters gefällt mir sehr gut – und enthält viele der verwendeten Texte in lateinischer Originalsprache mit englischer Übersetzung.
Mit der Veröffentlichung von „Light For The World“ teilen die Schwestern ihr Ethos der Freundlichkeit, Ruhe und Meditation durch Musik und ermutigen die Zuhörer, zu den Wurzeln der Achtsamkeit zurückzukehren. Das Gruppenfoto im Booklet zeigt, dass viele der Sängerinnerinnen schon gesetzteren Alters sind. In der Musik klingen sie aber alle sehr jung. So wirkt guter Chorgesang! Ein Album zum Runterkommen, wenn der Weihnachtsstress mal wieder überhand nimmt.
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Nick Cave ist auch im Lockdown nicht zu stoppen – oder gerade dann nicht. Während wir kürzlich sein Streaming-Event „Alone at Alexandra Palace“ als durchaus kontrovers diskutierte live-CD besprochen haben, ist er jetzt schon wieder mit einem äußerst anspruchsvollen Werk am Start. Hier als Librettist in seinem zweiten Opernprojekt mit dem belgischen Komponisten Nicholas Lens.
Nach ihrem gemeinsamen Projekt „Shell Shock“ aus dem Jahr 2014 taten sich Lens und Cave während des Lockdowns zusammen für das neue Werk „L.I.T.A.N.I.E.S.“ Cave schrieb zwölf Litaneien – „Bittgebete an einen göttlichen Schöpfer“ –, die der Komponist Lens nach eigenen Worten in eine „bescheidene Kammeroper aus Nachtträumen“ verwob.
Dabei sind 12 Stücke entstanden, die klassisch wie gleichsam modern und zeitlos sind. Sie werden von herausragenden Sänger*innen wie Clara-Lane Lens und Nicholas L. Noorenbergh vorgetragen und tragen die magische Atmosphäre einer einsamen Großstadt in der Stille des Lockdowns in sich. Lens begann, seine Heimatstadt Brüssel mit dem Fahrrad zu erkunden, sah ungewohnt leere Straßen, genoss die saubere Luft, merkte auf ob der überraschenden Ruhe und erinnerte sich schließlich an einen völlig anderen Ort: an Yamanouchi, Kamakura, eine grüne Hügellandschaft in der japanischen Kanagawa-Präfektur, wo die ältesten und ehrwürdigsten Rinzai-Zen-Tempel der Welt stehen.
„Die Idee zu L.I.T.A.N.I.E.S war tatsächlich damals dort entstanden – in der natürlichen Stille, die aus dem verregneten, leuchtend grünen Wald aufsteigt, der diese Tempel aus dem 13. Jahrhundert umgibt“, sagt Lens. „Und da mein Gedächtnis in musikalischen Phrasen arbeitet, war die Komposition von L.I.T.A.N.I.E.S meine Art, mich auch an den Frieden zu erinnern, den ich bei meinem Besuch in Japan gefunden hatte.“
Nick Cave, den Lens als Texter im Sinn hatte, musste nicht lange überredet werden: „Ich sagte sofort zu, schlug nach dem Gespräch als Erstes nach, was eine Litanei ist – eine Abfolge von religiösen Bittgebeten – und erkannte, dass ich zeit meines Lebens nichts anderes geschrieben habe.“
Die elf Instrumentalisten nahmen ihre Parts einzeln in Lens’ Haus auf, um den Pandemievorschriften zu genügen. Das Ziel ihrer Arbeit ist dennoch deutlich spürbar. Obwohl jedes musikalische Gebet für sich steht, sind sie im gemeinsamen Konzept verwoben.
Das Ergebnis ist eine ungewöhnliche Oper im modernen Sinn, die nichts mit Pathos und epischem Gehabe gemein hat. Stattdessen sind zwölf musikalische Kunstwerke entstanden – im Zusammenspiel des Kammerorchesters mit erzählenden und flehenden Stimmen. Es sind bewegende Bittgesänge in seltsamen Zeiten.
Alles, was man so sehr vermisst, wird besonders wertvoll. Das gilt im Fall von Volbeat für Fans und Band gleichermaßen: Es ist das hautnahe Liveerlebnis. Bei Rock am Ring 2020 hätte es so sein sollen. Leider Fehlanzeige. Die Hoffnung steht auf Juni 2021 – doch mit großen Fragezeichen. So muss man sich mit einem formidablen Livealbum aushelfen. „Rewind, Replay, Rebound – Live in Deutschland“ heißt das gute Teil.
Der Titel bezieht sich zum einen auf das aktuelle Album der dänischen Band mit Sitz in Kopenhagen, zum anderen auf die besondere Liebe zu dem Land, in dem sie so große Erfolge feiert: „Das deutsche Publikum nimmt schon immer einen besonderen Platz in unserem Herzen ein. Die Fans haben uns von Beginn an großartig unterstützt, und sie tun es noch. Mittlerweile sind wir zu ihren Fans geworden“, sagt Fronter Michael Poulsen. Deutschland ist ihre zweite Heimat geworden.
Der vorliegende Mitschnitt auf 2 Silberlingen wurde an verschiedenen Konzertorten der 2019er Tour aufgenommen – damals, als die Welt noch in Ordnung war. Stuttgart, Köln und Hamburg sind dabei. Bei zwei Songs wurde gar geschummelt, denn sie stammen aus Prag bzw. Denver.
Dass es ein zusammengestückeltes Konzert ist, fällt aber an keiner Stelle auf. Die Band weiß ihr Publikum in jeder Arena in gleicher Weise mitzureißen. Und das enthusiastische Publikum hört sich überall gleich an.
Die Reise geht über 15 Volbeat-Jahre, wobei der Schwerpunkt auf den drei letzten Erfolgsalben liegt. Immer noch düster und metallisch, aber mehr erzählend – im besten Tarantino-Sinn. Der hardrockende Retrofaktor kommt dabei live hervorragend rüber. Und die Fans grölen auch Cashs „Ring Of Fire“ begeistert mit. Insgesamt 27 Hits und Klassiker erfreuen das Fanherz. So geht purer Rock’n’Roll.
Das Album gibt es physisch als 3LP „Live in Deutschland“, als 2CD „Live in Deutschland“ und als Bonus für alle, die das aktuelle Album noch nicht im Schrank haben: 2CD „Rewind, Replay, Rebound“ + Best of „Live in Deutschland“ mit 16 von 27 Songs des Livealbums.
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Vor zwei Jahren erschien Steve Perrys neues Soloalbum nach einer Pause von lässigen 24 Jahren. Dabei hat der legendäre Frontmann von Journey alle überrascht. Steve Perry lief hier zu einer Form auf, wie er es zwischenzeitlich wohl auch selbst gar nicht mehr unbedingt für möglich gehalten hätte. Gleichermaßen massiv, druckvoll, aber auch ganz intim und persönlich, klingt “Traces” gerade nicht nach einem Rock-Veteran, der seine Zehen nach langer Zeit noch einmal ins alte Rock-Fahrwasser eintaucht – stattdessen hört man hier einen Künstler, der absolut aufgeht in seiner Musik und seiner Vision.
2020 legt er nochmal nach und veröffentlicht alternative Versionen und Mixe, die vor allem Perrys gefühlvolle Vocals betonen. Er lässt die große Produktion weg, um die Stücke auf ihren Kern zu reduzieren. So bekommen wir in 32 Minuten CD-Länge auf acht Songs einen Einblick in die persönliche Gefühle und das tiefe, innere Selbst. Es geht um Liebe und Inspiration – um Verlust und Erneuerung. Dabei kommt der neue soulige Charakter von Steves Stimme deutlich zum Tragen. Und doch muss man nicht auf das elegische Gitarrensolo von „Most Of All“ im Radio Mix verzichten.
Die Zugabe zu „Traces“ bietet wunderschöne Texte und eine klare Stimme, hervorragend unterstützt von einfachen, aber sehr effektiven Akustikgitarren, von Pianoläufen, zweistimmigen Passagen und Background-Gesäusel.
So bietet diese Version des Albums einen faszinierenden Einblick in Steve Perrys kreativen Prozess und ein tieferes Verständnis für die dahinter stehende Idee. Das Ergebnis ist so eindringlich und tief, dass ich meine ursprüngliche Wertung für das Album um einen Punkt erhöhen muss. Faszinierend!
Kid Clio ist das neue Kindermusik-Projekt der Sängerin Leslie Clio. Mit internationalen Hits wie „I Couldn´t Care Less“ eroberte sie die Charts. Ihr Name steht für poetisch-souligen Pop und sie hat mit ihrer unverkennbaren Stimme in der deutschen Popwelt etwas ganz Eigenes geschaffen. Nun widmet sie sich einer neuen Zielgruppe.
Ihre ausdrucksstarke Stimme kann auch ganz kindlich klingen. Und sie erreicht ihr junges Publikum mit treffenden Themen, ohne selbst Kinder zu haben. Vielmehr versetzt sie sich perfekt in die Kinderwelt: „Ich habe das, wie bei den Songs, die ich sonst schreibe, autobiographisch gemacht, also einfach aus meiner eigenen Kinderperspektive geschrieben, was mich damals interessiert hat, worüber ich heute als Kind singen würde, oder was ich heute als Kind gerne hören würde.“
Eine Ode an die Faulheit, ein Song zum Aufbauen von Selbstbewusstsein, eine Vision für die Zukunft, ein Rap zu den eigenen Wünschen und schließlich „Der Pflastersong“ als zerbrechliche Entschuldigung. Das sind in gut zehn Minuten EP-Länge fünf poppig produzierte Songs in aktuellem Sound. Es ist Leslie Clio gelungen, das Kind, das sie heute sein würde, noch einmal zu treffen und es sprechen, singen und tanzen zu lassen.
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Gary Barlow war von Anfang an der kreative Kopf von Take That. Nach dem Ausstieg von Robbie Williams und dem vorläufigen Ende der Band gab es Soloalben beider Egomanen, doch Robbie war bei weitem erfolgreicher. Nicht, weil er der bessere Musiker gewesen wäre – er erwischte einfach den besseren Start. Im Prinzip blieben Barlows Chartplatzierungen hinter den kommerziellen Erwartungen zurück. Aber das war vermutlich gut so. Denn sonst hätte es die triumphale Rückkehr von Take That 2005 nie gegeben.
Das letzte Soloalbum des Briten erschien im Jahr 2013. Zeit also für neue Taten. Da kam es gerade Recht, dass Take That aufgrund der Pandemie ohnehin nicht im Vordergrund des Interesses standen. Ab Mitte März veröffentlicht der Sänger und Songwriter unter dem Hashtag #thecroonersessions Soloaufnahmen, häufig mit Unterstützung prominenter Musiker wie Rick Astley, Cliff Richard oder Ronan Keating. Selbst ein Duett mit Robbie war zu hören und ließ die Take That-Welt jubeln.
„Music Played By Humans“ ist in diesen unsicheren und kulturell eingeschränkten Zeiten ein perfekter Albumtitel. Und tatsächlich besinnt sich Barlow auf handgemachte Musik. Nicht akustisch, sondern im opulenten Sinne: Orchestral und im Bigband-Sound. Die CD startet mit einem Orchester, das übertrieben lautstark seine Instrumente stimmt, und einer kurzen Ansprache des Vokalisten. Und dann geht es in die Vollen, wie man sich das nur wünschen kann.
Das Album ist eine Ode an die Klänge von Garys Kindheit, die Orchester- und Big-Band-Musik, die seine Fantasie beflügelten und ihn somit zu diesem Album inspirierten. Mit einem 80-köpfigen Orchester aufgenommen, vermischt er in 14 Eigenkompositionen eine Vielzahl von eklektischen Klängen und Stilen zu einem der aufregendsten Alben des Jahres.
Das Album beinhaltet die bereits vorher veröffentlichte lateinamerikanisch inspirierte Single „Elita“ mit Michael Bublé und dem kolumbianischen Künstler Sebastián Yatra. Außerdem sind weitere Kollaborationen mit Stars aus aller Welt, darunter James Corden, Beverley Knight, Ibrahim Maalouf und Alesha Dixon enthalten.
“Als wir mit diesem Album begannen”, sagt Gary, “war es mein Ziel, etwas wirklich Leuchtendes zu schaffen, eine Feier der Musik und der wunderbaren Musiker, die wir in Großbritannien und auf der ganzen Welt haben. Einiges davon ist mit einem Orchester aufgenommen, einiges mit Quartetten, einer Latin-Band, und einige der Stücke haben Jazz- und Big-Band-Sektionen – es ist wirklich Musik, die von Menschen gespielt wird, daher der Titel des Albums – Music Played By Humans”.
Das Ergebnis ist ein beschwingtes Popalbum. Barlow hat nicht den klassischen Orchestersound gewählt, sondern bewegt sich vor allem im modernen Swing- und Bigband-Gewand. Daraus ergeben sich zwar keine gefälligen Singlehits, aber ein Album, das in seiner Gesamtheit und Komplexität wirkt und die Kunst der Musik feiert.
Die Deluxe Edition im schmucken Digipack enthält fünf Bonustracks: Drei weitere neue Songs inklusive „You Make The Sun Shine“ featuring Barry Manilow, und zwei Remixe von „Incredible“, wobei vor allem die Acoustic Version Garys große Stärke am Jazzpiano zeigt.
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Mit ihrem aktuellen Album „Kompass zur Sonne“ haben In Extremo im Mai ihr 13. Studioalbum veröffentlicht und direkt Platz 1 der Albumcharts erobert. Jetzt legt die Band eine „Extended Version“ des Albums nach und bringt ein Doppelalbum mit insgesamt 32 Songs (inkl. Livealbum) auf den Markt. Dazu gibt es den neuen Song „Ewig sein“ als Single.
“Kompass zur Sonne” gehört definitiv zu den stärksten Werken der Band. Das Album liefert ein optimistisches Motto in wirren Zeiten. Schmissige Refrains, dazu Dudelsack, Leier und Schalmei zu bisweilen harten Gitarrenriffs. So lassen wir uns gern Geschichten erzählen über „Troja“ und das „Narrenschiff“. Eine Überraschung ist sicherlich „Wer kann segeln ohne Wind“ – ein schwedisches Traditional, das stilecht vom Amon Amarths Johann Hegg eingegrowlt wird.
Neben den 14 Songs der ursprünglichen Ausgabe vom Mai wird mit dem wunderbar brachialen Rockstück „Ewig sein“ ein völlig neuer Song präsentiert, der sich flott und eingängig in die Tracklist einfügt. Von „Wer kann segeln ohne Wind“ gibt es zusätzlich eine Variante ohne den Vokalbeitrag von Johan Hegg und bei der ergreifenden Klavier-Version von „Schenk nochmal ein“ greift niemand geringeres als Götz Alsmann in die Tasten.
Die größte Freude dürfte den Fans aber die Bonus-CD bereiten, denn sie enthält den kompletten In Extremo-Auftritt beim „Wacken World Wide“-Festival, das Ende Juli, Anfang August 2020 wegen der Corona-Pandemie online als Live-Stream über die Bühne gehen musste. Auch wenn kein Publikum dabei sein durfte, legte die Band doch einen begeisternden Gig hin.
Was ich etwas nervig finde: Man hat beim Livealbum wie in einer zweitklassigen Pro7-Show ein jubelndes Publikum vom Band eingespielt. Das sorgt zwar für Live-Feeling am CD-Player, entspricht aber nicht der objektiven Wahrheit. In Zeiten der Pandemie muss es auch mal ungewöhnliche Livealben geben – ohne Publikum – so wie beispielsweise Nick Cave das vorgemacht hat. In Extremo tun sich und ihren Fans hier keinen Gefallen, finde ich. Aber zur Ehrenrettung sei gesagt: Wenn man die Hintergründe nicht kennt, hört sich das Publikum sehr echt an.
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Tatsächlich gab es ganz besondere Lockdown-Momente im Frühjahr 2020, beispielsweise als Andrea Bocelli am Ostersonntag ein Onlinekonzert aus dem Mailänder Dom streamte. Ohne Zuschauer in dieser beeindruckenden Kulisse – begleitet vom Organisten der Kathedrale Emanuele Vianelli. Was für ein bewegender Moment, als er zum Abschluss des Konzerts nach draußen ging und „Amazing Grace“ mit Blick auf den Domplatz sang. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke – und man muss ehrlich sein: Keiner wusste zu dem Moment, was uns in Zeiten der Pandemie noch alles bevorsteht.
Ob es der Glaube an eine bessere Welt ist, der den Startenor dazu bewegt, das aktuelle Album „Believe“ zu nennen? Oder sein unerschütterlicher Glaube an Jesus Christus – was zumindest durch die imposante Auswahl religiöser Werke zu belegen wäre. Eine Zusammenstellung des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung. Das ist es, was hier an Emotionen geboten wird – beginnend mit einem solidarischen „You’ll Never Walk Alone“.
Das insgesamt 14 Songs umfassende Werk enthält sowohl brandneue Titel, beliebte Stücke in nie zuvor dargebotenen Versionen, weltweit beliebte Hymnen, Duette mit Weltstars wie beispielsweise Cecilia Bartoli oder Alison Krauss und somit auch das ein oder andere versteckte Juwel. Es handelt sich um eine Sammlung von Liedern, die Bocelli über Jahre hinweg inspiriert und ihm Kraft geschenkt haben. Zu hören sind ein bisher unveröffentlichtes Stück des verstorbenen, großen italienischen Komponisten Ennio Morricone sowie „Gratia Plena“ – das Schlusslied aus dem neuen, von der Kritik gefeierten Film „Fatima“. Bocelli hat auch seine eigenen Vertonungen von „Ave Maria“ und „Padre Nostro“ speziell für diese Platte komponiert.
Stimmlich ist der Tenor aus der Toskana über alle Zweifel erhaben und kann sich jedem Musikstil anpassen, seien es Choräle, klassische Duette oder im Pop verhaftete Songs wie das wunderbare „Hallelujah“ mit einer Stimme, die zwischen tiefen sonoren Klängen und Bocellis unvergleichlichem Tenor schwebt.
Die in dieser neuen Aufnahme untersuchten Themen sind für Bocelli zutiefst persönlich – und das vermittelt er ehrlich, authentisch und vor allem mit gewaltiger stimmlicher Kraft.
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