Nach „Du fehlst in meinem Life“ und „IRL“ veröffentlichen AB Syndrom mit „Kann nicht einfach alles so bleiben“ eine weitere Single aus ihrem neuen Album „ABRISS“, welches am 28. August 2026 erscheinen wird.
Wie soll ich entscheiden wohin wir gehen wenn ich nicht bereit bin meinen Kopf zu drehen? “Kann nicht einfach alles so bleiben” ist ein Freeze Frame aus dem Drama einer zerreißenden Beziehung. Während der eine Teil eine Vision für den gemeinsamen Weg hat, ist der andere gerade dabei jeglichen Plan über den Haufen zu werfen. Unfähig Verantwortung für weitere Schritte zu übernehmen, ob zusammen oder allein.
Auch im dazugehörigen Musikvideo ist AB Syndrom vom Weg abgekommen, mit zerrissener Karte, unklar wie es weiter gehen kann —und performt genau in diesem Zustand live. Musikalisch verdichtet der Song den aktuellen Ansatz der Band, Klavier, Gitarre und Bass synthesizer-artig aufeinander zu schichten zu einem organo-elektronischen Sound.
Unter dem Stillstand steigt so der Druck bis im Finale endlich alles aufreißt.
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13.10.26 Leipzig – Naumanns
14.10.26 Hannover – LUX
15.10.26 Frankfurt – Elfer
16.10.26 Köln – Jaki
17.10.26 Münster – Gleis 22
18.10.26 Hamburg – Bahnhof Pauli
20.10.26 Berlin – Berghain Kantine
Zu AB Syndrom:
2017 setzte „Flaggschiff“ den Startschuss für erstes Airplay von AB Syndrom sowie inzwischen mehr als 2,5 Millionen Streams. Das faszinierende: Von Artworks bis Musikvideos oder Produktion ist bei AB Syndrom alles konsequent in Eigenregie gemacht. Diese Konsequenz ist hör- und spürbar.
Ungewohnte elektronische Sounds und vertrackte Beats bilden die Grundlage für die darin verwobene Poesie. Bennets extrem persönliche und autobiografische Texte bieten tiefen Einblick ins Seelenleben. Durch auffällige Stimmverfremdung und lyrische Abstraktion erhalten die Songs trotz aller Subjektivität Freiraum für eigene Bezüge. Der Fokus auf das Persönliche prägt auch die Live Shows von AB Syndrom. Auf der Bühne steht nur Antons, mit Pads versehenes Drumset und ein Keyboard, mit denen das Duo den elektronischen Sound ihrer Musik für die Bühne adaptiert. Dabei wird alles im Moment erzeugt: Keine Backing-Tracks, keine leblose Show zum vorgefertigten Tape.
Seit „Flaggschiff“ liegt eine intensive Zeit hinter der Band: 2019 mit Mine auf Tour durch Deutschland, die Schweiz und Österreich, kurz danach Konzerte in Vietnam, Hongkong und Manila. 2020 Frontalcrash Album Release im Corona-Lockdown und anschließend Streaming-Konzerte unter anderem bei DLF Nova und c/o pop aus einem riesigen ehemaligen Heizkraftwerk. 2022 dann post-Corona Restart: mit dem Album Tut mir gut Tut mir Leid erzeugten sie deutschlandweit Radio Airplay und gingen im Winter 2022-23 auf erste Headliner-Tour durch 7 Städte—inklusive Live-Konzert bei radioeins. 2024/25 erreichten AB Syndrom mit dem Album Implosion und Features mit Trille, Roger Reckless, Futurebae und Mine deutschlandweite Rotationen und spielten auf dem Fusion Festival vor 2500 Menschen, beim RadioEins Parkfest und auf ihrer anschließenden Deutschlandtour durch 9 Städte.
AB Syndrom haben sich damit als Verschmelzer von experimentellen elektronischen Sounds und ultrapersönlichen, deutschen Texten etabliert. Im Herbst 2026 kommen sie mit ihrem neuen Album auf Tour.
Nach der Veröffentlichung ihres letzten Studioalbums „Elsewhere“ öffnen Grandbrothers ihr bislang wohl transformativstes Album nun für neue Perspektiven. Für „Elsewhere – Remixes and Reworks“ hat das Duo eine Reihe von Künstler:innen eingeladen, die Stücke des Albums auf ihre eigene Weise weiterzudenken.
Veröffentlicht wird das Projekt auf dem bandeigenen Label _and_others – und in der Auswahl der Remixe spiegelt sich auch die Offenheit wider, die bereits das Album selbst geprägt hat.
Die Spannweite der Beiträge reicht von glitchigem IDM über schwebende Ambient-Momente bis hin zu cluborientierten Reworks und radikalen Neuinterpretationen. Statt die Tracks einfach nur für den Dancefloor umzubauen, greifen die beteiligten Künstler:innen einzelne Elemente heraus und öffnen neue Perspektiven auf das bestehende Songmaterial.
Den Auftakt macht heute ein rhythmisch dekonstruierter, detailreicher Remix von Max Cooper, der „Elsewhere“ tief in glitchige IDM-Gefilde führt:
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Einen Monat später verwandeln COMA das Ausgangsmaterial in eine verträumte, fast schwerelose Version, bevor Ben Lukas Boysen im September eine synthlastige, cluborientierte Neuinterpretation folgen lässt. Im Oktober steuern Brandt Brauer Frick ihren charakteristischen akustisch-elektronischen Ansatz bei und holen die Stücke zurück in eine physische, instrumentale Welt.
Den Abschluss bildet am 06.11. die Veröffentlichung des kompletten Mini-Albums gemeinsam mit einem Remix von Kaitlyn Aurelia Smith, deren Version das Original in eine psychedelische und vollkommen eigene Welt überführt.
Der irische Singer/Songwriter Mick Flannery wuchs außerhalb von Blarney im County Cork auf. Als Musiker zählt er zu den angesehensten zeitgenössischen Folk- und Americana-Künstlern Irlands. Seine Musik verbindet Folk, Blues, Rock und Singer-Songwriter-Elemente mit einer markanten, rauen Stimme und erzählerischen Texten. Damit tritt er in die großen Fußstapfen von Rory Gallagher, der ebenfalls aus dieser Region stammt.
Seit dem Debüt „Evening Train“ begeistert Mick mit seinen oft nachdenklichen, persönlichen Geschichten. Mit „The House Must Win“ knüpft er an diese Stärken an und präsentiert ein Album, das zugleich introspektiv und atmosphärisch wirkt. Die Songs sind geprägt von reduzierten Arrangements, die seiner markanten Stimme und den fein ausgearbeiteten Texten viel Raum geben. Statt auf große Effekte setzt Flannery auf Ehrlichkeit und subtile musikalische Nuancen.
Das Album enthält Neuinterpretationen von Songs aus „Evening Train“ von 2005 – ergänzt durch zehn neue Lieder und orchestrale Arrangements, die die gesamte Handlung seiner Bühnenproduktion gleichen Namens umfassen. Diese feierte in den vergangenen fünf Wochen ihre Weltpremiere in Irland und begeisterte im Rahmen einer ausverkauften Musical-Tournee.
Mick hat viele der ursprünglichen Songs neu arrangiert, teilweise umgeschrieben und in einen neuen dramaturgischen Zusammenhang gestellt. Hinzu kommen zehn neue Stücke, die die Handlung erweitern und vertiefen.
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Eine ganze Reihe von Gastkünstlern unterstützt Flannery auf dem Album bei zahlreichen Duetten und Ensemble-Stücken. Zu ihnen zählen die Grammy-Preisträgerin Anaïs Mitchell, der Songwriter Jeffrey Martin aus Portland, die mehrfach für den Juno Award nominierte Kanadierin Jenn Grant, die für den Mercury Music Prize nominierte Lisa Hannigan sowie die für den Choice Music Prize nominierte Susan O’Neill.
Ebenfalls mit dabei sind die Folk-Sängerin Marybeth O’Mahony aus West Cork, Flannerys langjährige musikalische Weggefährtin Yvonne Daly, die Belfaster Künstlerin und „The House Must Win“-Darstellerin Tabitha Smyth – und nicht zuletzt Flannerys Brüder Brian, David und Eamonn, die auf diesem Album ihr Debüt als Musiker geben.
Thematisch beschäftigt sich das Album (wie das Stück) mit Verlust, Beziehungen, Hoffnung und der Suche nach Orientierung. Die Texte wirken authentisch und laden dazu ein, sich intensiv mit den Geschichten und Gefühlen auseinanderzusetzen. Es ist ein ungewöhnlicher Weg eines Folkmusikers, sein Konzeptalbum als Musical zu inszenieren. Hier kann man jedenfalls sagen: ein großer Gewinn!
Mit unzähligen Veröffentlichungen seit seinem Karrierestart um die Jahrtausendwende gehört Joe Bonamassa inzwischen zu den meistgefragten Blues-Gitarristen unserer Zeit. Er galt als Wunderkind, hat nach den Anfängen mit Bloodline eine beeindruckende Solokarriere hingelegt und ist darüber hinaus in Kooperationen mit Beth Hart sowie Black Country Communion unermüdlich im Einsatz. Dabei vergisst er seine Wurzeln nicht: Die hier vorliegende Hommage an Rory Gallagher war ihm ein Herzensprojekt.
Es gibt Musiker, die erfolgreiche Karrieren hinterlassen. Und es gibt Musiker, die eine Haltung vermitteln. Rory Gallagher gehörte ohne Zweifel zur zweiten Kategorie. Er war nie der große Star, der sich dem Zeitgeist anpasste. Stattdessen blieb er sich selbst treu. Er trat mit einer alten, bis auf das Holz abgespielten Stratocaster auf, und mit einer Ehrlichkeit, die man in jeder Note hören konnte.
„The Spirit of Rory“ trägt seinen Titel deshalb völlig zu Recht. Bonamassas Livealbum versucht nicht, Rory Gallagher zu imitieren. Es versucht vielmehr, das einzufangen, was ihn so besonders gemacht hat: Leidenschaft, Authentizität und die tiefe Liebe zum Blues. Das Album wurde live vom 1. bis 3. Juli 2025 während einer ausverkauften dreitägigen Konzertreihe beim Festival „Live at the Marquee in Cork“, der Heimatstadt von Rory Gallagher, aufgenommen.
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Mit 14 handverlesenen Songs durchläuft „The Spirit Of Rory Live From Cork“ die vielfältigen Facetten von Gallaghers Werk – vom rasanten Auftakt von „Walk On Hot Coals“ und „Bullfrog Blues“ bis hin zur emotionalen Wucht von „A Million Miles Away“, das bei der Veröffentlichung als Titelsong des Albums diente. Weitere Höhepunkte sind „Tattoo’d Lady“, „Bad Penny“, „I Fall Apart“, „Calling Card“ und „Cradle Rock“, die alle mit Feuer und Überzeugung dargeboten werden und dabei die Form und Seele der Originale bewahren.
Schon nach den ersten Takten wird deutlich, dass hier Musiker am Werk sind, die Gallagher nicht nur bewundern, sondern ihn verstanden haben. Die Gitarren klingen roh und lebendig, die Soli erzählen Geschichten statt bloß technische Fähigkeiten zu demonstrieren. Genau das war Rorys Markenzeichen. Er spielte nie, um zu beeindrucken – er spielte, um Gefühle zu transportieren. Diese Haltung spürt man auf „The Spirit of Rory“ in jedem Stück. Das Album lebt nicht von Nostalgie, sondern von Respekt. Die Interpretationen lassen Raum für eigene Akzente, ohne den Charakter der Originale zu verlieren.
Besonders beeindruckend finde ich die Atmosphäre, die sich auf der DVD erschließt. Die Aufnahme klingt nicht steril oder überproduziert. Sie besitzt Ecken und Kanten, atmet Dynamik und vermittelt das Gefühl, einer Live-Session beizuwohnen. Genau darin liegt die Stärke dieses Albums. Es richtet sich nicht nur an eingefleischte Rory- oder Bonamassa-Fans. Es schlägt eine Brücke zwischen Generationen von Bluesmusikern und zeigt eindrucksvoll, dass Gallaghers Geist auch drei Jahrzehnte nach seinem Tod lebendig geblieben ist.
„The Spirit of Rory“ ist keine nostalgische Rückschau, sondern eine musikalische Liebeserklärung. Wie Joe selbst sagt: „Ich erinnere mich, dass diese Stimme und dieser einzigartige Gitarrensound schon in sehr jungen Jahren die Wände meines Schlafzimmers durchdrangen“, erinnert sich Bonamassa. „Mein Vater, der mich mit so vielen der großen Gitarristen seiner Zeit bekannt gemacht hatte, ermutigte mich schnell, Rory zuzuhören und mir so viel wie möglich davon anzueignen.“ Als Ergebnis der frühen Liebe gibt es jetzt dieses wundervolle Album.
Der Titel „Placebo Re:Created“ verrät es schon – das neue Album von Placebo liefert kein wirklich neues Material. Stattdessen wird das Debütalbum aus dem Jahr 1996 zum 30jährigen Jubiläum neu aufgelegt. Und zwar nicht als schnöde Remaster-Version, sondern komplett neu bearbeitet und frisch aufgenommen.
Ursprünglich auf dem Höhepunkt der Britpop-Ära erschienen, stand das selbstbetitelte Debüt von Brian Molko und Stefan Olsdal in krassem Gegensatz zur vorherrschenden kulturellen Stimmung. Während sich ein Großteil der britischen Gitarrenmusik zu dieser Zeit auf jugendliche Nostalgie und nationale Identität stützte, lieferte Placebo etwas weitaus Provokativeres und Konfrontativeres. Die Songs thematisierten Sexualität, Androgynität, Sucht und Entfremdung mit einer Ehrlichkeit, die im Mainstream-Rock jener Zeit selten zu hören war, und etablierten die Band als eine der markantesten Stimmen ihrer Generation.
Dreißig Jahre später kehrt die Band mit einer neuen Perspektive zu diesem wegweisenden Album zurück. Die neue Platte enthält überarbeitete und angereicherte Versionen aller zehn Titel des Originalalbums sowie zwei Bonustracks aus der ursprünglichen Veröffentlichung und fängt ein, wie sich diese Songs über Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt haben, während sie gleichzeitig den rohen Geist bewahren, der sie geprägt hat.
Zu den Titeln gehören die epochalen Singles „Nancy Boy“ und „36 Degrees“, Songs, die dazu beitrugen, Placebos Ruf für furchtlose Lyrik und genreübergreifenden Sound zu etablieren. Diese neuen Aufnahmen verstärken die Dringlichkeit und Haltung, die die Originale so stark nachhallen ließen, und spiegeln gleichzeitig die Entwicklung und die Erfahrungen der Band in den Jahren seit ihrem Debüt wider.
Wie die beiden Protagonisten selbst sagen: „Dieses Album ist eine Feier unserer Anfänge und zugleich ein Treffpunkt zwischen dem, was wir damals waren, und dem, was wir heute sind. Es ist eine Möglichkeit, diese Unschuld zu bewahren und den Songs gleichzeitig die Größe, das Selbstvertrauen und die Energie der Band zu verleihen, zu der wir geworden sind.“
So bekommen die Fans hier ein kraftvolles, sehr atmosphärisches Album, das die Songs und ihre Entwicklung über drei Jahrzehnte zeigt und sich nahtlos in die hervorragenden Veröffentlichungen des Duos einfügt. Auf Disc 2 des Doppelalbums finden sich vier Livesongs aus dem Jahr 1997 und fünf Demoversionen von 1995.
Der Teaser-Trailer zu „Don’t Look Back In Anger“, der mit Spannung erwarteten Dokumentation von Disney+ über die legendäre britische Band Oasis, wurde heute veröffentlicht. Genau vor einem Jahr startete die Band ihre „Oasis Live ’25“ Tour in Cardiff, Wales – und stand damit erstmals seit 16 Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne. Die Dokumentation von Magna Studios und Sony Music Vision stammt aus der Feder des BAFTA- und Oscar®-nominierten Autors, Produzenten und Regisseurs Steven Knight („Peaky Blinders“, „A Thousand Blows“) und wurde von Dylan Southern und Will Lovelace („Shut Up and Play the Hits“, „Meet Me in the Bathroom“) inszeniert. „Don’t Look Back In Anger“ ist vom 10. bis 13. September in den deutschen Kinos zu sehen. Später im Jahr kommt der Titel exklusiv zu Disney+.
„Don’t Look Back In Anger“ begleitet die triumphale Reunion-Tour „Oasis Live ’25“ von Liam und Noel Gallagher – eines der meisterwarteten Rock-’n’-Roll-Comebacks unserer Zeit. Der Film erzählt auf mitreißende und authentische Weise die Geschichte des größten Musikereignisses des Jahres 2025 und fängt die Erlebnisse und Emotionen der Band sowie ihrer Fans auf der ganzen Welt ein. Dank exklusiver Einblicke in die Proben, hinter die Kulissen und auf die Bühne entsteht ein einzigartiges Porträt der Tour. Darüber hinaus enthält die Dokumentation die ersten gemeinsamen Interviews mit Noel und Liam Gallagher seit mehr als 20 Jahren. Begleitend zur restlos ausverkauften Welttournee beleuchtet der Film außerdem die tiefgreifende emotionale Bedeutung dieses außergewöhnlichen globalen Kulturmoments und zeigt, welche Rolle die Musik von Oasis für Fans und Generationen weltweit spielt.
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Steven Knight erklärt: „The Oasis world tour united generations, cultures and countries and spoke to a broken world about reconciliation. ‘Don’t Look Back In Anger’ is not only your ticket to the show – it’s a backstage pass and a seat at the table when Liam and Noel sit down together for the first time in 15 years and tell it how it is and how it was.“
Mit beispiellosem Zugang und bislang unveröffentlichtem Filmmaterial bietet „Don’t Look Back In Anger“ einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen der Reunion von Oasis. Die Dokumentation ist eine Produktion von Magna Studios, präsentiert von Sony Music Vision in Zusammenarbeit mit Sony Music Entertainment UK. Produziert wurde der Film von Sam Bridger („Lewis Capaldi: How I’m Feeling Now“, „Meet Me in the Bathroom“) und Guy Heeley („Peaky Blinders: The Immortal Man“). Zu den Executive Producers zählen Kate Shepherd, Marisa Clifford, Davud Karbassioun, Tom Mackay, Krista Wegener, Isabel Davis und Tim O’Shea. Zum kreativen Kernteam gehören die Oscar®-prämierten Tonmeister James Mather („Top Gun: Maverick“, „Belfast“) und Tarn Willers („The Zone of Interest“), Kameramann Haris Zambarloukos („Belfast“, „Beetlejuice Beetlejuice“) sowie die Cutter George Cragg und Martina Zamolo.
Ziemlich genau 20 Jahre ist es her, dass „Wenn jetzt Sommer wär“ von Pohlmann. ein neues Lebensgefühl erzeugte. Der Sunnyboy aus Ostwestfalen kam ungewohnt lässig in bester Jack-Johnson-Manier daher und der scheinbar leichte und fluffige Sommerhit, der bei genauerem Hinhören allerdings schon den Kern Pohlmann.s beinhaltete – die Suche nach Wahrhaftigkeit – macht dann die Radiostationen der Republik glücklich. Sobald die ersten Sonnenstrahlen das Lebensgefühl steigern oder Schlechtwetterfronten uns im Griff haben, spielen sie es und das Jahr aus Jahr ein, denn das Wörtchen „wär“ macht es eigentlich zum Vier-Jahreszeiten-Evergreen.
Seitdem ist viel Wasser die Elbe heruntergeflossen und Pohlmann. hat mit sechs Alben, zwei EPs, einer Kinderplatte und einer nicht enden wollenden Tournee bereits diverse Soundtracks und Konzerterlebnisse geschaffen, die seine Fans treu begleiten und seit Beginn die Fahne halten. Doch dazu später mehr.
„Beweggründe“ heißt das neue Album und der Titel ist eigentlich schon Teil der Antwort, was den Typen aus dem Sommer vor 20 Jahren heute so umtreibt.
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Lieder wie „So an Dich gewöhnt“ oder „Komm jederzeit“ widmen sich dem Kern der Familie und so bekommen sowohl das eigene Kind als auch die Mutter ihre Hymne. Teils satirisch humorvoll wie in „Endzeittouri“, teils melancholisch wie in “Anstecknadel“ oder kraftvoll fast aggressiv wie in „Fallrückzieher auf Kopfsteinpflaster“, widmet sich Pohlmann. den Widersprüchen unserer Zeit und sucht nach den so wichtigen Brücken zwischen Anspruch und Möglichkeit. Hinzu kommt wohl eines seiner besten Love Songs „Karre of Love“. Eine echte Durchhalteparole für alle bei denen es kriselt und man trotzdem zusammen weiterkommen will. „Karre of Love“ ist ein Song wie ein Film, den man sieht, wenn man ihn hört.
Durch diesen authentischen und ehrlichen Blick in seine Gedankenwelt, die er repräsentativ für seine Hörer in Songs verwandelt entsteht diese Wahrhaftigkeit, für die ihn seine Fans so respektieren. Man sieht es schon daran, dass wenn Leute wie Johannis Oerding oder Fury in the Slaughterhouse derzeit auf die Idee kommen, Pohlmann. auf die Bühnen ihrer ausverkauften Hallen als Gast einzuladen, weil sie finden, dass er gehört werden muss.
Das besondere an der Platte „Beweggründe“ ist auch, dass sie dieses Mal in kompletter Eigenregie entsteht. Nach Stationen bei allen großen Labels dieses Landes entscheiden sich Pohlmann. und sein Umfeld nun für den Weg über die Fans und werden schier überwältigt von der Menge an Supportern, die neue Musik von Pohlmann. haben wollen und bereit sind, in diese Unternehmung einzusteigen. Binnen weniger Tage erwirtschaftet eine Crowdfunding Kampagne so viele Mittel, dass nicht nur die Produktion der Platte, sondern auch alles, was mit der Vermarktung zu tun hat locker erreicht werden.
„Fallrückzieher auf Kopfsteinpflaster“ ist die erste Single aus dem kommenden Album „Beweggründe“. Der Song befasst sich mit den Wiedersprüchen unserer Handlungen in dieser zerbrechlichen Zeit. Pohlmann sagt dazu „Niemand kann gemäß seiner Ethik oder Moralvorstellung konsequent sein. Das Wissen darüber raubt uns den Antrieb, diese Welt noch für uns zu gewinnen. Das darf nicht sein! Wir müssen die Wiedersprüche aushalten und versuchen, das Richtige zu tun.“
Credit: Ben Wolf
Sommertermine 2026
16.07.2026 Timmendorfert Strand, Sommerklänge
24.07.2026 Winterbach, Zeltspektakel (Fury in the Slaughterhouse Support)
25.07.2026 Trier, Amphitheater (Fury in the Slaughterhouse Support)
01.08.2026 Gelsenkirchen, Amphitheater (Fury in the Slaughterhouse Support)
05.08.2026 Unna, Jammin´Lounge, Summer Special 2026
21.08.2026 Bielefeld, Ravensberger Park (Fury in the Slaughterhouse Support)
26.08.2026 Bonn, Kunst!Rasen (Fury in the Slaughterhouse Support)
28.08.2026 Bad Kissingen, Flugplatz (Fury in the Slaughterhouse Support)
29.08.2026 Northeim, Waldbühne (Fury in the Slaughterhouse Support)
„Beweggründe“ Tour 2026
01.10.2026 Nürnberg, Club Stereo
02.10.2026 München, Ampere
03.10.2026 Würzburg, Jugendkulturhaus Cairo
04.10.2026 Stuttgart, Im Wizemann Studio
23.10.2026 Frankfurt, Brotfabrik
24.10.2026 Bergneustadt, Karwinkel-Saal
28.10.2026 Köln, Kulturkirche
29.10.2026 Bochum, Bahnhof Langendreer
30.10.2026 Braunschweig, KufA Haus
31.10.2026 Worpswede, Music Hall Worpswede
11.11.2026 Berlin, FRANNZ Club
12.11.2026 Leipzig, Naumanns Tanzlokal
13.11.2026 Münster, Gleis 22
18.11.2026 Rostock, Helgas Stadtpalast
19.11.2026 Flensburg, Kühlhaus
20.11.2026 Hamburg, Fabrik
21.11.2026 Lübeck, Rider´s Café
Und schon wieder ist ein neues Album der Hardrock-Heroen aus London am Start. Nach dem großen Erfolg von „=1“ vor zwei Jahren kommt das neue Werk „Splat!“ noch eine Spur härter aus den Boxen. Okay – an den seltsam anmutenden Albumtiteln könnte man arbeiten, doch musikalisch ist auch der neue Longplayer allererste Sahne.
Seit Bob Ezrin als Produzent fungiert, was 2023 mit „Now What?!“ erstmals der Fall war, zeigt sich eine neue Linie im Output der Band. Ezrin übernimmt die Rolle einer Art „musical director“ und führt die Ideen der Bandmitglieder zu einer künstlerischen Einheit. Dieses Vorgehen funktioniert jetzt seit vielen Jahren und hat nach der langen Pause Anfang des Jahrtausends einen neuen Höhenflug eingeleitet (wobei das Coveralbum „Turning the Crime“ vielleicht nicht die beste Idee war“).
Sei’s drum – „Splat!“ lebt die alten Stärken wieder voll aus. Ian Gillans Vocals sind mit seinen 80 Lenzen immer noch grandios. In den Höhen natürlich nicht mehr so glanzvoll, doch weiterhin ausdrucksstark. Er kann Geschichten erzählen wie in „Jessica’s Bra“ und selbst an den etwas hysterisch anmutenden Gesang von „Guilt Trippin'“ gewöhnt man sich nach ersten Hördurchläufen.
Don Aireys Keyboardsound bleibt ein Markenzeichen und sorgt für den entsprechenden Wiedererkennungswert. Die Soli strotzen vor Energie und selbst Simon McBride als jüngster Zugang hat seinen Platz anscheinend gefunden. Er ist ein würdiger Ersatz für Steve Morse, der aufgrund einer schweren Krankheit seiner Frau schon vor vier Jahren bei Deep Purple ausgestiegen ist.
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Statt sich auf ihr Vermächtnis zu verlassen, führen Deep Purple es entschlossen weiter, getragen von jenem Spirit, der bereits ihre frühen Alben auszeichnete. Dabei ist den Fans durchaus bewusst, dass die neuen Stücke nicht gegen die Klassiker ankommen werden und vermutlich nur kurz in der Setlist der Livekonzerte verbleiben dürfen, aber vielleicht muss man das nostalgische Konzertgeschehen einfach von der Frische neuer Alben trennen.
Auf jeden Fall freue ich mich über die eingängige Melodie von „The Only Horse in Town“ und über den Ausflug in die schottischen Highlands mit „Sacred Land“ inklusive seiner keltischen Anleihen. Sogar Klänge aus dem Progressive Rock lassen sich ausmachen („Jessica’s Bra“). Und das atmosphärische „Third Call“ hätte vor vierzig Jahren das Zeug zum Klassiker gehabt.
Was mir etwas sauer aufstößt: Viele Tracks enden einfach zu abrupt. Vermutlich will man sich mit Ezrin dabei der verminderten Aufmerksamkeitsspanne der Hörerschaft anpassen, aber mal ehrlich: der typische Fan von Deep Purple ist mindestens 50 aufwärts und liebt ausgedehnte Arrangements. Eine „Extended Version“ mit mehr Frickelei fände ich daher ganz schön.
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Um die Veröffentlichung des neuen Albums gebührend zu feiern, sind Deep Purple derzeit auf großer Welttournee. Nach den europäischen Sommerterminen führt die „SPLAT! World Tour“ die Band zunächst nach Nordamerika, bevor Deep Purple im Herbst für große Arena-Shows nach Europa zurückkehren und im Dezember in Südamerika auftreten. Tickets sind über die offizielle Website erhältlich.
„Splat!“ ist ab sofort in verschiedenen Formaten erhältlich, darunter als CD-Digisleeve, 2LP-Gatefold auf schwarzem 180g-Vinyl, limitierte Purple 2LP, limitierte Transparent Yellow 2LP, limitierte Boxset-Edition sowie digital.
Hamburg, 1. Juli 2016 Hollywood Vampires, die Rock-Supergroup bestehend aus Alice Cooper, Johnny Depp, Joe Perry und Tommy Henriksen, kündigen mit „At Montreux Jazz Festival“ ein eindrucksvolles Live-Dokument ihrer legendären Performance beim Montreux Jazz Festival 2018 an. Das Album enthält mehrere Coverversionen, die bislang nicht von den Hollywood Vampires veröffentlicht wurden, darunter eine herausragende Interpretation von Motörheads „Ace of Spades“ als Tribut an Lemmy.
Mit „Raise The Dead“ erscheint ab sofort die erste Single aus dem Live-Album inklusive eines Live-Videos, das die einzigartige Energie dieses Abends eindrucksvoll einfängt:
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Im Jahr 2018 standen die Hollywood Vampires auf der prestigeträchtigen Bühne in Montreux und brachten ihre unverwechselbare Mischung aus theatralischem Rock, Respekt vor ihren musikalischen Vorbildern und ungezügelter Energie zu einem der renommiertesten Festivals der Welt. Was an diesem Abend entstand, war mehr als ein Konzert: eine Feier der Musik, des Exzesses, der Kameradschaft und eines Vermächtnisses, das bis heute Generationen prägt.
Verwurzelt im Geist der ursprünglichen Hollywood Vampires , einer legendären Gruppe von Musikern, geprägt von Freundschaft und der gemeinsamen Liebe zu Rock’n’Roll, lebt die Band sowohl die unbeschwerte Seite dieser Ära und ehrt gleichzeitig die, die nicht mehr mit uns sind. Die Live-Aufnahme bringt genau das auf den Punkt: rohe Energie, Spielfreude und gleichzeitig eine ehrliche Verneigung vor den Künstlern, die den Weg bereitet haben.
Seit ihrem Debütalbum „Hollywood Vampires“ im Jahr 2015, das durch hochkarätige Kollaborationen und klassische Rock-Cover geprägt war, hat sich die Band mit dem 2019 erschienenen Album „Rise“ als eigenständige kreative Kraft etabliert. Bekannt für ihre energiegeladenen Live-Auftritte auf großen Festivals und ausverkaufte Tourneen weltweit, verzeichnen Hollywood Vampires Millionen von Streams, starke physische Verkäufe sowie internationale Medienpräsenz. Mit ihrer Mischung aus theatralischem Rock, ikonischen Songs und ehrlichen Tributen halten sie den Geist des Rock’n’Roll lebendig und schlagen zugleich eine Brücke zwischen den Generationen.
HOLLYWOOD VAMPIRES AUF TOUR IN EUROPA 2026:
12.08. — London, UK
14.08. — Cardiff, UK
15.08. — Scarborough, UK
17.08. — Glasgow, UK
18.08. — Manchester, UK
19.08. — Birmingham, UK
21.08. — Colchester, UK
22.08. — Halifax, UK
25.08. — Nürnberg, GER
26.08. — Paris, FR
28.08. — Köln, GER
30.08. — Hamburg, GER
01.09. — Milano, IT
02.09. — Este, IT
03.09. — Pula, HR
05.09. — St. Pölten, AT
06.09. — Praha, CZ
08.09. — Budapest, HU
10.09. — Łódź, PO
Credit: earMUSIC
Tracklisting:
01. I Want My Now
02. Raise the Dead
03. I Got a Line on You
04. 7 and 7 Is
05. My Dead Drunk Friends
06. Five to One / Break on Through
07. The Jack
08. Ace of Spades
09. Baba O’Riley
10. As Bad as I Am
11. The Boogieman Surprise
12. I’m Eighteen
13. Combination
14. People Who Died
15. Sweet Emotion
16. Welcome to Bushwackers
17. Heroes
18. Train Kept A-Rollin’
19. School’s out / Another Brick in the Wall
Auch im Jahr 2026 hat die Veranstaltungsreihe „Porta hoch drei“ vor dem alten römischen Stadttor wieder für Furore gesorgt und an drei Abenden jeweils fast 2.500 Zuschauer*innen auf dem Vorplatz des Wahrzeichens begeistert. Die Vorzeichen waren diesmal etwas anders, denn die Porta Nigra ist aus Gründen einer Sanierung momentan teilweise verhüllt, doch die Stadt hat das gut gelöst: auf die Hülle ist ein Foto der Porta aufgedruckt, so sieht es fast aus wie immer. Man hat sogar einige römische Figuren in die Fenster eingefügt.
Credit: Simon Engelbert für Popp Concerts
18. Juni 2026 – MEUTE
Am Donnerstag gab es die wohl ungewöhnlichsten Klänge, die man hier jemals hören konnte. MEUTE aus Hamburg waren am Start. Die elfköpfige Techno-Marching-Band hat ihr Alleinstellungsmerkmal allein schon aus der ungewöhnlichen Idee, Technoklänge und elektronische Beats mit Blasinstrumenten zu einem organischen Leben zu erwecken. Es gibt unterschiedliche Bläser – Trompeten, Posaune, Tuba und drei Saxofone -, eine Marimba und sehr viel Schlagwerk.
Credit: Simon Engelbert für Popp Concerts
Das aktuelle Album trägt den Titel „JUBEL“ und der Auftritt vor der Porta war fast komplett instrumental. Nur ein einziger Titel wurde mit souligen Vocals dargeboten. Ansonsten ließen MEUTE den Dancefloor beben. Da konnte kaum jemand im Publikum die Füße still halten. Allerorten wurde ausgiebig getanzt und man gab sich dem Groove hin.
Credit: Simon Engelbert für Popp Concerts
Zu starken Beats waren die Stücke relativ lang und man ließ sich Zeit, diese langsam aufzubauen. Das wirkte oft wie ein ausgedehnter Rave, wenn das Tanzfieber um sich griff. Die Soli der Instrumentalisten wurden jederzeit bejubelt. Dabei waren die Musiker nicht besonders gesprächig: ein knappes „Hallo Trier“ blieb einzige Ansage. Doch gestört hat das niemanden. Mit einer Konfetti-Kanone ging der Gig nach gut zwei Stunden zu Ende und man machte sich im Zugabenblock auf in die Menge (einer „Marching Band“ mehr als würdig), um Publikumsnähe zu zelebrieren.
19. Juni 2026 – Christian Steiffen
Der Freitag gehörte dem Entertainer Christian Steiffen. Eigentlich heißt der illustre Künstler Hardy Schwetter und ist ein Schauspieler aus Osnabrück. Dort hat er gar zweimal als Oberbürgermeister kandidiert. Musikalisch präsentierte der selbsternannte „Gott of Schlager“ teils rockige Popsongs mit sarkastischen Texten und einer Prise Synthiesound.
Steiffen verwandelte seine Show vor der Porta mit markanten Texten, viel Humor und der kraftvollen Unterstützung des Original Haseland Orchesters in eine mitreißende Mega-Party. Die einzigartige Mischung aus Unterhaltung, Witz und musikalischer Raffinesse schaffte so eine Atmosphäre, die seine Konzerte unvergesslich macht – und seine stetig wachsende Fangemeinde begeistert. Den Fans konnte man die Freude auch anmerken, kamen sie doch stilecht zum Teil in Schlaghosen und mit blumigen Kostümen. Das kennt man ja schon von Lokalmatador Guildo Horn.
20. Juni 2026 – Till Brönner
Am Samstag wurde nochmal die Trompete ausgepackt, diesmal vom Virtuosen Till Brönner. Der lud zur Reise nach Italien ein – passend zum aktuellen Album „Italia“. Mit diesem Album widmet sich Brönner der italienischen Musik der 1960er- bis frühen 1980er-Jahre, einer Epoche voller unvergesslicher Songs und großem Lebensgefühl. Das alles gab es auch in Trier beim zweistündigen Konzert zu hören. Till sagte zum Schluss, man habe extra zwei Stücke weggelassen, um pünktlich zum Deutschland-WM-Spiel fertig zu sein. Okay, kann man drüber streiten. Die meisten Anwesenden hätten vermutlich lieber mehr Musik gehört…
Auf jeden Fall war es ein rundum gelungener Abend. Der Künstler erzählte von seinen ersten fünf Lebensjahren in Rom, lobte das perfekte italienische Wetter und bezeichnete Trier unter allgemeinem Jubel als „Rom Deutschlands“. Die Kulisse war auch wirklich perfekt. Dass die Porta Nigra verhüllt war, fiel kaum ins Gewicht.
Das Programm stellte eine Mischung aus Filmmusik und Jazz dar. Das Repertoire stammt größtenteils aus Jahrzehnten, die eine goldene Ära des musikalischen Austauschs in Europa markierten. Italienische Songs liefen im französischen Radio und füllten deutsche Plattenläden. Die Songauswahl umfasste Klassiker von Lucio Battisti, Paolo Conte und Ennio Morricone, aber auch viele Raritäten jener Epoche. Hinzu kam die hervorragende Band: natürlich Till Brönner an Trompete und Flügelhorn, Bruno Müller an der Gitarre, Christian von Kaphengst als musikalischer Direktor am Bass, Mark Wyand am Saxofon, David Haynes an den Drums, Olaf Polziehn am Piano, Roberto DiGioia an den Keyboards und die wundervolle Alessia Tavian an den Vocals.
Bekannte Melodien, komplett instrumentale Stücke und Gesang bereicherten den Abend. So gab es für Nostalgiker die Titelmelodie aus „Herr Rossi sucht das Glück“. Alessia verfeinerte Songs wie „Meravigliosa Amore Mio“ mit ihrer wunderschönen Stimme. Bei „L’appuntamento“ sang Till selbst und erzählte von einer Begebenheit mit der fantastischen Hildegard Knef. Es gab Melodien aus „Der Pate“ und Morricones „Cinema Paradiso“ mit hohem Wiedererkennungswert. Ein Klassiker wie „Volare“ musste natürlich sein – der kam jedoch in einer jazzig verspielten Version, wobei das Original nur in Ansätzen zu erkennen war. Später wieder Alessia im Hit „Parole Parole“ und beim Duett „Via Con Me“ gemeinsam mit Till Brönner. Ganz zum Schluss durften die Zuhörer*innen noch einen Ausflug in die Werbe-Welt machen, als Brönner erklärte, wie sich „Du darfst“ bei Ryan Paris‘ „Dolce Vita“ bedient hat. Der Abend war nicht nur musikalisch großartig, sondern in Tills Ausführungen auch durchaus lehrreich.
So endete PORTA HOCH DREI im sommerlich aufgeheizten Trier. Mal wieder grandios in seiner musikalischen Mischung, auch wenn die großen Namen aus Pop und Rock diesmal fehlten. Die wird es dann an anderen Orten der Region geben:
Amphitheater Trier 2026
17.7. Giovanni Zarrella
18.7. Katie Melua
22.7. The BossHoss
23.7. Feine Sahne Fischfilet
24.7. Versengold
25.7. Fury in the Slaughterhouse
Stausee Losheim 2026
13.8. Andrea Berg
14.8. Montez
15.8. Lucky Lake Festival
Open Airs am Bostalsee 2026
21./22.8. Die Toten Hosen
29.8. Broilers
Und der Termin für PORTA HOCH DREI 2027 steht ebenfalls fest: 17. bis 19. Juni 2027
Nur wenige Bands haben die Rockmusiklandschaft mit der Wucht und Beständigkeit von The Who geprägt. Seit fast sechs Jahrzehnten hallen ihr Sound, ihr Spirit und ihre unverkennbare Energie durch Generationen und beeinflussen Künstler wie Publikum auf der ganzen Welt. Aktuell fügt die Band ihrem Vermächtnis ein bemerkenswertes neues Kapitel hinzu: mit „Live at Eden Project“, einer wegweisenden Live-Aufnahme, die die rohe Kraft und künstlerische Ambition ihres unvergesslichen Auftritts im Juli 2023 im legendären Eden Project in Cornwall einfängt.
Das neue Album bietet eine Live-Aufnahme, die sich spürbar von anderen Konzertmitschnitten der Band unterscheidet. Schon der ungewöhnliche Veranstaltungsort verlieh dem Konzert einen besonderen Charakter. Die spektakuläre Kulisse des „Eden Project“ in Cornwall, einer Zusammenstellung von Gewächshaus-Kuppeln, sorgte für eine Atmosphäre, die selbst auf CD greifbar scheint. Statt der oft anonymen Größe eines Stadions entsteht das Gefühl eines besonderen Ereignisses, bei dem Band und Publikum (ca. 6000 Fans) näher zusammenrückten.
Den entscheidenden Beitrag zum Klangbild leistete jedoch das begleitende Orchester. Die symphonischen Arrangements verleihen Klassikern wie „Baba O’Riley“, „Pinball Wizard“ und „Won’t Get Fooled Again“ zusätzliche Tiefe und Dramatik, ohne den Kern der Songs zu verwässern. So wirken die orchestralen Elemente wie eine Erweiterung des ohnehin schon kraftvollen Materials. Besonders die Auszüge aus den genialen Rockopern „Tommy“ und „Quadrophenia“ profitieren von dieser opulenten Klanggestaltung und viele Passagen gewinnen an emotionaler Wucht.
Roger Daltrey und Pete Townshend präsentierten sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters engagiert und mit hörbarer Spielfreude. Der Mitschnitt bietet eine reife und selbstbewusste Interpretation des eigenen musikalischen Erbes. Gerade diese Gelassenheit verleiht dem Konzert Würde und Authentizität.
Auch die Produktion ist überzeugend. Das Zusammenspiel von Rockband, Orchester und Publikum wurde ausgewogen eingefangen. Die Aufnahme transportiert sowohl die Größe des musikalischen Arrangements als auch die Intimität des vergleichsweise kleinen Publikums. „Live at the Eden Project“ ist weniger ein nostalgischer Rückblick als vielmehr eine Bestandsaufnahme einer legendären Band, die ihre größten Werke mit neuen klanglichen Farben präsentiert.
Berlin, 09.06.2026
Rock am Ring blickt auf ein fulminantes Festivalwochenende zurück und startet unmittelbar danach mit einem erneuten Rekord in die nächste Runde: Der Vorverkauf für 2027 ist schon jetzt der erfolgreichste Vorverkaufsstart in der Geschichte von Rock am Ring. Noch nie verkauften sich die Tickets so schnell wie dieses Jahr. Innerhalb der ersten Stunde sicherten sich mehr als 48.000 Fans ihre Weekend Tickets für das Festival.
Bereits während der diesjährigen Ausgabe kündigte PRK DreamHaus den ersten Headliner für 2027 an: blink-182 feiern ihr Debüt am Nürburgring! Die US-amerikanischen Pop-Punk-Ikonen werden erstmals in ihrer Bandgeschichte bei Rock am Ring auftreten. Der Auftritt markiert damit eine der vom Publikum meistgewünschten Premieren in der Geschichte des Festivals. Mit Welthits wie „All The Small Things“, „What’s My Age Again?“ und „I Miss You“ zählen blink-182 seit Jahrzehnten zu den prägendsten Bands ihres Genres und werden 2027 erstmals die Utopia Stage am Nürburgring erobern.
Das initiale Kontingent an Camping-Tickets für das Utopia Stage Camping war innerhalb der ersten Minuten bereits vergriffen. Während VIP-Upgrades und Fast Lane Pässe bereits in limitierter Anzahl verfügbar sind, werden die beliebten Experience Camping Kategorien bald in den Verkauf gehen. Eine Übersicht aller aktuellen Ticketkategorien sowie weiterführende Informationen finden sich auf der offiziellen Website von Rock am Ring.
Festival Weekend Tickets sind für 249,- Euro in der aktuellen Preisstufe unter www.rock-am-ring.com/tickets erhältlich.
Der Musiker Markus Mejow veröffentlicht elektronische Musik unter dem Alias TELN. In diesem kreativen Raum übersetzt er tief empfundene, oft unausgesprochene Emotionen in Klang.
Seine aktuelle Single „Legacy“ ist sein bislang persönlichstes Werk. Der Song versteht sich als ein offenes musikalisches Tagebuch, das die stille Trauer über den frühen Verlust seines Vaters verarbeitet und zugleich die außergewöhnliche Stärke seiner Mutter würdigt, die die Familie durch diese schwere Zeit getragen hat. Vor allem aber ist „Legacy“ ein Tribut an den familiären Zusammenhalt und zugleich der Versuch, ein musikalisches Vermächtnis zu schaffen, das auch seinem eigenen Sohn Orientierung und Halt geben kann.
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Musikalisch verbindet der Track rohe menschliche Verletzlichkeit mit modernen Dance-Pop-Elementen. Daraus entsteht eine atmosphärische Slow-Burn-Dynamik: Aus melancholischer Introspektion entwickelt sich nach und nach ein befreiender, treibender Groove, der emotionale Tiefe mit energetischer Aufbruchsstimmung vereint.
Die Verbindung aus treibendem Groove und sphärischer Sanftheit entwickelt viel Tiefgang. Ein schöner Track zum Runterkommen, wobei Lyrics und Vocals absolut stimmig sind.
Da TELN fest daran glaubt, dass unabhängige Kunst einen echten Fußabdruck in der Welt hinterlassen sollte, hat er den Release direkt mit dem Naturschutz verknüpft: Jeder Stream seiner ersten Singles unterstützt direkt Mission Blue und weltweite Meeresschutzprojekte.
„Trink aus! Wir müssen gehen“ – die aktuelle Tour der TOTEN HOSEN trägt diesen Titel, ebenso wie das gerade erschienene Album. Sie scheinen es wirklich ernst zu meinen mit ihrem Abschied. Und so schließen die fünf Musiker fast 45 Jahre nach ihrer Gründung 1982 einen Kreis: Es ist das letzte reguläre Studioalbum der Band. Und tatsächlich feuert man noch einmal die ganze Bandbreite ab, für die DIE TOTEN HOSEN seit Jahrzehnten stehen – laut und leise, euphorisch und melancholisch, persönlich und politisch. Gleichzeitig blickt die Band auf ihr eigenes Leben und ihre gemeinsame Geschichte zurück.
So sind auch die Konzerte aufgebaut, die (vorerst bis September) als Abschiedstour laufen und vielerorts schon ausverkauft sind. Man kann natürlich darüber spekulieren, dass es im Anschluss eventuell noch Festivalauftritte geben wird, beispielsweise bei ROCK AM RING oder WACKEN 2027. Aber nehmen wir die Düsseldorfer ruhig mal beim Wort, denn auf der aktuellen Tour ziehen sie wirklich alle Register der langen Karriere und performen Songs vom „Eisgekühlten Bommerlunder“ bis hin zu den brandaktuellen Titeln.
Zwei Tage waren sie in der luxemburgischen Rockhal, einer Location, die 6.500 Zuschauer*innen fasst – und beide Konzerte waren ausverkauft! Es war auch kuschelig eng in der Halle. Man konnte durchaus von einem „Hexenkessel“ sprechen, während die über zweistündige Show andauerte.
Den Anfang machte am Montag, 8. Juni die belgische Band Triggerfinger mit ihrem Bluesrock, den man tatsächlich auch aus den deutschen Charts kennt. 2012 schaffte die Band nämlich mit „I Follow Rivers“, einer Unplugged-Coverversion des Songs der schwedischen Musikerin Lykke Li, einen Charthit. Den spielten sie in der Rockhal bezeichnenderweise nicht. Er hätte auch nicht in den insgesamt sehr kraftvollen, dynamischen Set gepasst. Also alles richtig gemacht und 30 Minuten lang perfekt eingeheizt.
Die HOSEN fuhren groß auf mit LCD-Leinwänden, formidabler Lighshow sowie vielen nostalgischen Fotos und Einspielern. Es gab eine ganz runde Setlist. Zuerst die Mottosongs der Tour: „Die Show muss weitergehen“ und „Wir waren nie weg“. Dann Klassiker wie“Opel-Gang“, „Auswärtsspiel“, „Altes Fieber“. Den brandneuen Hit „Schlechte Nachbarn“ und sogar Live-Debüts: „Augen zu (Es regnet Blumen)“, „Ich will“ und „Schicksal“. Wer beide Konzerte in Luxemburg besucht hatte, konnte sich über eine stark veränderte Setlist freuen.
Am Ende des Hauptsets die großen Banger, bei denen alle begeistert mitsangen: „Bonnie & Clyde“, „Wünsch dir was“, „Hier kommt Alex“, „An Tagen wie diesen“. Ich wundere mich selbst, wie textsicher ich bei diesen Titeln bin.
Im Zugabenblock folgten ganze zehn (!) weitere Songs. Vom „Bommerlunder“ über das brandneue „Düsseldorf“ bis hin zu „All die ganzen Jahre“, „Trink aus“ und dem Cover „You’ll Never Walk Alone“, das schon so viele Konzerte der TOTEN HOSEN beendet hat. Campino und Co. waren in Topform. Eigentlich könnte die Show noch Jahrzehnte so weitergehen.
Zum Glück gibt es noch viele Gelegenheiten, die Band auf ihrer Abschiedstour zu sehen – vor allem am Bostalsee, gar nicht weit von der Rockhal entfernt:
Am Sonntag war mancherorten etwas Müdigkeit eingekehrt und das Publikum wirkte bisweilen etwas träge. Zumindest bis Bands wie Hollywood Undead den Fans mächtig einheizten. Die Band aus Kalifornien lieferte eine Mischung aus Rockshow, Rap-Event und großer Party. Es war laut, intensiv und voller Energie. Dabei hatte man die Masken zuhause gelassen, die es noch in den ersten Jahrzehnten des Bestehens zu bewundern gab. Während des Konzerts wechselten sich harte Songs wie „Undead“ und „Everywhere I Go“ mit emotionaleren Stücken wie „Bullet“ ab. Mal wurde aggressiv gerappt, mal melodisch gesungen, dann wieder gemeinsam mit dem Publikum gebrüllt, das vor allem dann energisch einsetzte, als während „Another Way Out“ auch die Lyrics von Rammsteins „Du hast“ eingeflochten wurden.
Nürburgring, 08.06.2026
Mit einem eindrucksvollen Festivalwochenende hat Rock am Ring seine 41. Ausgabe gefeiert und einmal mehr bewiesen, warum das Festival seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Live-Events Europas zählt. 90.000 Besucher:innen erlebten am Nürburgring drei Tage voller Musik, Energie und unvergesslicher Festivalmomente.
Internationale Top-Acts wie Linkin Park, Iron Maiden, Volbeat, Bad Omens, Limp Bizkit, Sabaton und Papa Roach lieferten unvergessliche Auftritte vor einer beeindruckenden Kulisse. Zu den großen Highlights des Wochenendes zählte die Rückkehr von Linkin Park an den Ring – erstmals seit zwölf Jahren. Ebenso sorgte Papa Roach mit einem spektakulären Helikopter-Anflug direkt hinter die Bühne für einen der außergewöhnlichsten Momente des gesamten Festivals.
Ein weiteres Highlight folgte wenig später: Unter dem Jubel zehntausender Fans wurde blink-182 als erster Headliner für Rock am Ring 2027 angekündigt. Damit erfüllt das Festival einen langjährigen Wunsch vieler Besucher:innen. Nach mehr als vier Jahrzehnten Festivalgeschichte werden die kalifornischen Pop-Punk-Ikonen 2027 erstmals überhaupt bei Rock am Ring auftreten – eines der meistgewünschten Debüts in der Geschichte des Festivals.
Matt Schwarz, Veranstalter von Rock am Ring, zieht ein positives Fazit: „Ein Wochenende wie dieses erinnert uns daran, warum wir Festivals veranstalten. 90.000 Menschen haben Rock am Ring in eine einzigartige Stadt aus Musik, Freundschaft und Leidenschaft verwandelt. Die Energie auf dem Gelände war vom ersten bis zum letzten Moment außergewöhnlich. Mit blink-182 konnten wir zudem einen der meistgewünschten Acts der Festivalgeschichte erstmals für Rock am Ring gewinnen. Schöner kann der Ausblick auf 2027 kaum sein.“
Auch die Einsatzkräfte und Behörden ziehen eine positive Bilanz. Trotz wechselhafter Wetterbedingungen verlief das Festivalwochenende friedlich und organisatorisch reibungslos.
Der Vorverkauf für Rock am Ring 2027 startet am Dienstag, 09. Juni 2026 um 12:00 Uhr.
Heute ging es für mich erst um 16 Uhr los mit The Pretty Reckless. Die Band aus New York wurde vor 17 Jahren von Schauspielerin und Model Taylor Momsen gegründet, die einige sicher aus der Serie „Gossip Girl“ kennen oder aus dem Kinofilm „Der Grinch“, wo sie schon als 7jährige mitspielte. Als einige der wenigen Fronterinnen bei Rock am Ring kam sie im kleinen Schwarzen und legte eine coole Show in Sachen Rock’n’Roll und Bluesrock an den Tag. Es gab Songs wie „Death by Rock and Roll“, „Sweet Things“ mit coolem Intro aus „Peter und der Wolf“, „Witches Burn“, das allen anwesenden Frauen gewidmet war, und „Take Me Down“. Ein bemerkenswerter Gig der agilen Sängerin.
The Pretty Reckless by Rainer Keuenhof
Dann schnell rüber zur Mandora Stage, wo Bury Tomorrow schon zu Gange waren. Deren Abriss machte auf der neu gestalteten Bühne mit ihren riesigen LCD-Wänden einen Riesenspaß. Die Metalcore-Band aus Southampton wartete mit dem umtriebigen Daniel Winter-Bates auf, der sich screamend und growlend durch die Songs bewegte, hatte aber auch Tom Prendergast für diverse melodische Momente. Eine gesunde Mischung für den Set, der in 55 Minuten von „Choke“ über „What If I Burn“ bis zu „DEATH (Ever Colder)“ führte. Die Bühne war mit formidablen Flammenwerfern ausgestattet und das Publikum feierte eine große Party mit Circle Pits und kollektivem Springen.
Dieser Moment zählt zweifellos schon jetzt zu den Highlights der diesjährigen Festivalsaison: Papa Roach überraschten bei Rock Am Ring mit einem spektakulären Helikopter-Anflug zu ihrem Auftritt vor rund 90.000 Menschen. Eine Szene wie aus einem sommerlichen Action-Blockbuster, angeführt von der schabenartigen, gasmaskentragenden Figur des Artworks ihrer aktuellen „Rise Of The Roach“-Tour. Der dramatische Auftritt sorgte für Begeisterung im Publikum des ausverkauften Festivals und legte den Grundstein für eine unvergessliche Show.
ROCK AM RING 2026 – Credit: Demian Pleuler
Anschließend präsentierte die Band ein Set voller Hits – von Klassikern aus der INFEST-Ära bis hin zur Live-Premiere ihrer energiegeladenen neuen Single „See U In Hell“ aus der NETFLIX-Animationsserie „Devil May Cry“. Der Song verzeichnete seit seiner Veröffentlichung im vergangenen Monat fast 20 Millionen Streams und übertrifft damit sogar die erfolgreichsten jüngeren Veröffentlichungen der Band.
Jacoby Shaddix über diese außergewöhnliche Erfahrung: “That moment was pure adrenaline. We’ve always believed rock shows should feel larger than life, and this was about creating a moment fans would never forget. The energy from that crowd was absolutely unreal.”
Zusätzlich nutzte Shaddix während der Show die Gelegenheit, die Menge mit ersten Hinweisen auf eine baldige Rückkehr der Band nach Deutschland und Europa zu begeistern – was vom Publikum mit lautem Jubel und großem Applaus gebührend abgefeiert wurde: “We always have such a blast with you all – what do you say we do this again? Maybe in November this year? What do you think about that?”
ROCK AM RING 2026 – Credit: Lea Fleck
Die karriereübergreifende Performance festigte einmal mehr den langjährigen Ruf von Papa Roach als eine der dynamischsten Live-Bands der Rockszene. Die Band verschiebt dabei immer wieder Grenzen – auf und abseits der Bühne – und liefert stets ein mitreißendes Set voller Fan-Favoriten und explosiver Energie von Anfang bis Ende.
Aktuell sind Papa Roach auf zahlreichen Sommerfestivals zu Gast, gefolgt von einer Headlineshow am 23.06. in der Messe Dresden. Weitere Tour- und Festivalauftritte werden in Kürze bekannt gegeben.
Papa Roach auf Tour:
07.06.2026 – (DE) Nürnberg, Rock im Park
11.-13.06.2026 – (CH) Interlaken, Greenfield Festival
14.06.2026 – (AT) Nickelsdorf, Nova Rock
19. -21.06.2026 – (DE) Neuhausen ob Eck, Southside
19.- 21.06.2026 – (DE) Scheeßel, Hurricane Festival
23.06.2026 – (DE) Dresden, Messe Dresden – HEADLINE SHOW
Nürburgring, 06.06.2026
Rock am Ring ist mit einem Paukenschlag in seine 41. Ausgabe gestartet. Vor der Kulisse von 90.000 begeisterten Besucher:innen verwandelte sich der Nürburgring am Freitag erneut in das Epizentrum der internationalen Rockmusik. Noch nie zuvor war das Festival so schnell ausverkauft wie in diesem Jahr – und bereits der erste Tag machte eindrucksvoll klar, warum.
Zwölf Jahre nach ihrem letzten Auftritt am Nürburgring, und jetzt neu formatiert um Emily Armstrong & Mike Shinoda, lieferten Linkin Park eine emotionale und zugleich explosive Headline-Show ab, die von zehntausenden Fans frenetisch gefeiert wurde. Schon vor ihrem Set hält die Band eine Überraschung bereit, indem sie exklusiv bei Rock am Ring ihren Dokumentarfilm „Unshatter“ mit einem Trailer ankündigt. Damit nicht genug – in Erinnerung an ihren allerersten Auftritt bei Rock am Ring 2001 starten sie ihre Performance mit „With You“ – ein nostalgischer und emotionaler Moment, der die Fans in Ekstase versetzt.
„Rock am Ring ist etwas ganz Besonderes für uns und 25 Jahre nach unserem ersten Auftritt hier zurückzukehren, bedeutet uns sehr viel. Das Publikum, die Energie, die ganze Atmosphäre … es gibt einfach nichts Vergleichbares“, sagt Mike Shinoda (Linkin Park).
Für einen der spektakulärsten Momente des Tages sorgten außerdem Papa Roach, die stilecht mit einem Helikopter hinter der Bühne landeten, bevor sie die Menge mit einer energiegeladenen Show und ihren größten Hymnen zum Beben brachten. Ein Auftritt, der bereits jetzt zu den legendären Rock-am-Ring-Momenten zählen dürfte. Frontmann Jacoby Shaddix lässt diese Erfahrung Revue passieren:
„Dieser Moment war purer Adrenalinkick. Wir haben immer daran geglaubt, dass Rockshows legendär sein müssen, und hier ging es darum, einen Moment zu schaffen, den die Fans niemals vergessen würden. Die Energie aus dem Publikum war einfach absolut unglaublich.“
Limp Bizkit versetzten das Publikum mit ihrer kompromisslosen Performance in Hochstimmung, während zahlreiche weitere Acts den ersten Festivaltag mit unvergesslichen Live-Momenten prägten.
Doch der Abend hielt viele weitere Überraschungen bereit:
Unter tosendem Jubel, begleitet von einem spektakulären Feuerwerk, gewaltigen Pyroeffekten und einer euphorischen Atmosphäre, wurde blink-182 als erster Headliner für Rock am Ring 2027 enthüllt. Der Moment sorgte für pure Gänsehaut bei den Fans und markierte den Auftakt zum kommenden Festivaljahr. Für die kalifornischen Poppunk-Ikonen wird es zugleich ein historischer Auftritt: 2027 feiern blink-182 ihr lang erwartetes Debüt bei Rock am Ring. Der Vorverkauf für Rock am Ring 2027 startet am Dienstag, 9. Juni 2026, um 12:00 Uhr.
Mit vielen emotionalen Höhepunkten endete ein erster Festivaltag, der eindrucksvoll bewies, warum Rock am Ring seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten und beliebtesten Musikfestivals Europas zählt.
Wer aus dem Hochwald kommt, von Mosel und Saar oder natürlich aus der Eifel, für den ist ein Wochenend-Termin im Jahr immer gesetzt: ROCK AM RING. 1991 war ich zum ersten Mal dort – mit Headlinern wie INXS, Toto, Sting, The Sisters of Mercy, Fury in the Slaughterhouse, The Jeremy Days, Brings, Dave Stewart und Bob Geldof. Ihr merkt schon: mehr Pop als Rock. Das als kleiner Hinweis an alle, die heutzutage über das zu „softe“ und Rap-lastige LineUp meckern. Aber davon kann 35 Jahre später auch wirklich keine Rede sein! Marteria ist vermutlich der poppigste Künstler des Festivals. Und auch er hat sich seine Fans am Ring längst mit emotionalen Auftritten und enormer Präsenz erspielt.
Der Freitag zeigte vielleicht das beste LineUp in Folge, das es jemals gab: Architects, Papa Roach, Linkin Park und Limp Bizkit hintereinander weg. Das war ein Fest für alle Freund*innen harter Klänge, wobei es vermutlich die größte Herausforderung war, von der Utopia Stage innerhalb von 25 Minuten zur Mandora Stage zu gelangen, um die ersten Klänge von Limp Bizkit zu erleben. Ich sag’s direkt: die wenigsten haben das wirklich geschafft.
Credit: Rainer Keuenhof
Der Tag begann optimistisch mit Wolken und gefühlt 17-18 Grad, allerdings ging zeitweise ein frischer Wind. Die Sonnencreme konnte also im Zelt bleiben. Ja, das Wetter ist immer ein wichtiges Thema. Das konnte man am Donnerstag merken, als Gewitter, Starkregen und Hagel über das Gelände und die Zeltplätze fegten. Doch pünktlich zum Festivalstart war alles wieder in Butter und es sollte tatsächlich bis tief in die Nacht trocken bleiben.
Mehnersmoos by Rainer Keuenhof
Für mich startete das Festival am Nachmittag mit Mehnersmoos. Lange die Underdogs vieler Festivals und diese Attitüde haben sie sich bis heute erhalten. Als Bühnenbild war der kultige Frankfurter „Kahn Kiosk“ aufgebaut – und damit sind wir direkt beim wichtigsten Thema des Duos: saufen! Nach einem fulminanten Konfetti-Start gab es gleich den Mottosong „3 Bier“, denn „Bier ist mein Lebensmittelpunkt“. Prompt wurden auch die ersten Reihen mit dem Gebräu geduscht. Und weiter ging es im Takt mit der bierseligen WG-Party. Ob bei „Ausländer“, „Hurensohn“ oder „3 Uhr nachts“, das Duo aus Frankfurt glänzte mit seinem gewohnt prolligen Humor und traf des Nerv des feierwütigen Publikums.
Mehnersmoos by Rainer Keuenhof
Rüber ging’s zur Mandora Stage und We Came As Romans. Die Post-Hardcore-Rocker aus Michigan glänzten auf der Bühne, die für dieses Jahr ein ordentliches Upgrade erfahren hat. Riesige Bildschirme von der Größe der Bühne zeigten den energiegeladenen Auftritt des Quintetts. Es war ein melodischer Mix aus harten Gitarrenriffs, aggressiven Screams und eingängigen Clean-Gesängen. Den Song „Lost In The Moment“ widmete Frontmann David Stephens dem ehemaligen Sänger Kyle Pavone, der 2018 vermutlich an einer Überdosis verstorben ist.
We Came As Romans by Rainer Keuenhof
Zurück vor der Hauptbühne gab es BUSH, die alten Recken aus London. Sie lieferten am späten Freitagnachmittag ein rockiges Happening der Extraklasse. Frontmann Gavin Rossdale ließ sich gar zu einem Ausflug bis in die letzten Reihen des Infields hinreißen. Dessen Stimme sorgt seit 35 Jahren für den entsprechenden Wiedererkennungswert bei Klassikern wie „Glycerine“, „Comedown“ und „Machinehead“, die sich allesamt in der Setlist fanden.
The Hives by Rainer Keuenhof
The Hives waren dann etwas speziell. Rock’n’Roll aus Schweden in signifikanten schwarzen Anzügen. Mit ihrem Partyrock lieferten sie eine mitreißende Liveshow. Es gab eingängige Hooks und eine explosive Mischung aus Punk-Energie mit Rock’n’Roll. Durch eine humorvolle Selbstinszenierung und intensive Konzertmomente zeigten die Skandinavier, dass sie zurecht als eine der besten Live-Bands der modernen Rockmusik gelten. Songs wie „Enough Is Enough“, „Hooray Hooray Hooray“ und „The Hives Forever Forever The Hives“ führten gekonnt durch die lange Bandgeschichte.
The Hives Rainer Keuenhof
Für die Architects wurde dann der Härtegrad nochmal deutlich hochgefahren. Es war die perfekte Einstimmung auf das, was am Abend noch folgen sollte. Die Metalcore-Band aus Brighton in England startete mit „Elegy“ und Fronter Samuel David Carter konnte mit seinem Mix aus cleanem Gesang und Growls glänzen. Das ist es auch, was die formidable Band ausmacht, wobei die Stärke vor allem in den melodischen Parts liegt. Songs wie „Black Lungs“, „Blackhole“, „Impermanence“ und „Curse“ strotzten vor aggressiver Energie und Dynamik, die zu riesigen Circle Pits vor der Hauptbühne führten. Emotional wurde es mit „Broken Mirror“, als Samuel die Ringrocker bat, ihre Freunde für diesen Song auf die Schultern zu nehmen.
Credit: Rainer Keuenhof
Mein absolutes Highlight des Freitags waren dann Papa Roach, vielleicht auch deshalb, weil ich Linkin Park schon am Montag in Hamburg gesehen hatte. Die Band aus Kalifornien – auch schon 33 Jahre auf dem Buckel – ist einfach eine Bank! Zunächst gab es standesgemäß einen Einstiegsfilm wie im cineastischen Blockbuster und dann erfolgte ein spektakulärer Anflug mit einem Helikopter, der mehrere Runden über das Gelände drehte.
Zu „Even If It Kills Me“ startete man mit einer starken Flammenshow und das Publikum zog von Anfang an mit. Es gab eine grandiose Feierstimmung im Sonnenuntergang. Die Band präsentierte ein Set voller Hits – von Klassikern aus der frühen „Infest“ Ära bis hin zur Livepremiere ihrer energiegeladenen neuen Single „See U In Hell“ aus der NETFLIX Animationsserie „Devil May Cry“. Das 2Pac Cover „California Love“ sorgte für Stimmung. Jacoby Shaddix war emotional und offen, wenn er vor „Scars“ von seiner Alkoholsucht und den Narben im Leben erzählte, die jeder so mit sich trägt. Er rief die Menge zu „Help“ auf, immer den Moment zu genießen und bezog das vor allem an diesen Augenblick bei Rock am Ring, den er nach eigenen Worten nie vergessen wird.
Zum Abschluss gab es eine sogenannte „Nu Metal Time Machine“ mit angespielten Coversongs von Korn, den Deftones, Limp Bizkit und System Of A Down. Die Fans nahmen dieses Aneinanderreihung ihrer Favoriten begeistert auf und feierten kräftig mit bis zum finalen „Last Resort“, das mit Queens „We Will Rock You“ angereichert wurde, Es war ein denkwürdiger Gig, der lange in Erinnerung bleiben wird.
Credit: Rainer Keuenhof
Der Moment, auf den (fast) alle gewartet haben, kam dann relativ pünktlich, durch einen zehnminütigen Countdown angekündigt, um 23 Uhr. Linkin Park nach zwölf Jahre endlich wieder bei Rock am Ring. Gefühlt wollte jede und jeder diesen Moment miterleben, was dazu führte, dass das Infield so voll war wie vermutlich noch nie in der 41jährigen Geschichte des Festivals. Wer sich nicht schon vor Papa Roach einen Platz gesichert hatte, musste das Geschehen von weit hinten verfolgen. Eigentlich sollte man meinen, dass bei Babymetal auf der Mandora Stage zu dieser Zeit gähnende Leere herrschte, aber ich hab mir sagen lassen, dass es auch bei der japanischen Kawaii-Metal-Band ordentlich abging.
Die Band um Mike Shinoda und Emily Armstrong startete zunächst mit einer Überraschung als man „With You“ anstimmte, das es seit zwölf Jahren nicht mehr live gegeben hatte. Zuvor herrschte schon Partystimmung, als das Boyband-Intro „Bye Bye Bye“ die Menge auf eine Zeitreise einstimmte. Zudem wies ein Kinotrailer auf den Konzertfilm „Unshatter“ hin, der wohl in diesem Jahr endlich in die Kinos kommen soll.
Emily konnte im ersten Akt mit „Somewhere I Belong“, „Up From The Bottom“ und „The Emptyness Machine“ glänzen. Was für eine grandiose Idee, diese Powerfrau ans Mikro zu holen! Ihre Bühnenpräsenz und das Zusammenspiel mit den Bandkollegen sind einfach fantastisch. Sie singt mit emotionaler Stärke, kann aber auch alles rausschreien, was in ihr steckt. Die Fans feierten jeden Moment und zeigten den Stellenwert der Band über Generationen hinweg.
Die abseits des Gesangs recht schüchterne Emily hielt sich mit Ansagen zurück, suchte aber durchaus das Bad in der Menge und ließ sich auf Händen tragen. Mike hingegen formulierte eine Liebeserklärung an die Ringrocker in deutscher Sprache und man spürte seine Erleichterung, dass die Magie des Festivals noch immer wirkt. Im letzten Drittel gab es ein musikalisches Feuerwerk aus „Numb“, „Heavy Is The Crown“ und „Bleed It Out“, doch die Fans waren erst zufrieden, als man die Zeilen von „In The End“ im gewaltigen Chor mitsingen konnte. Zum Ende erfolgte dann ein echtes Feuerwerk über der Utopia Stage, das die Freude über diesen genialen Gig in stimmungsvolle Bilder fasste.
Credit: Rainer Keuenhof
Wer bis jetzt hier geblieben war, um danach noch Limp Bizkit zu sehen, hatte kaum eine Chance. Es war eine logistische Leistung, das Publikum zu den anderen Bühnen bzw. zum Ausgang zu leiten. Da hat es auch nichts genützt, den Auftritt der Nu Metaller aus Kalifornien noch um 15 Minuten zu schieben. 25 Minuten zum Übergang reichten einfach nicht aus. Ich muss auch ehrlich sagen, dass mich die Eindrücke aus der Ferne nicht wirklich überzeugten, aber vermutlich musste man mitten in der Menge stehen, um den Set zu würdigen. Also besser schnell zum Ausgang und ab in die Federn. Es werden ja noch zwei intensive Tage folgen.
Übrigens wurde gestern blink-182 als erster Headliner für Rock am Ring 2027 enthüllt. Der Moment sorgte für pure Gänsehaut bei den Fans und markierte den Auftakt zum kommenden Festivaljahr. Für die kalifornischen Pop-Punk-Ikonen wird es zugleich ein historischer Auftritt: 2027 feiern sie ihr lang erwartetes Debüt bei Rock am Ring, das vom 4.–6. Juni 2027 stattfinden wird.